Dual 714Q - Nadelempfehlungen?

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6killer
Stammgast
#1 erstellt: 09. Mai 2005, 23:05
Hallo,

ich habe gerade wieder meinen Dual 714Q aufgestellt und möchte mir jetzt einen neuen Tonabnehmer zulegen. Momentan ist nach Aussage meines Vaters "irgendein Yamaha-System" montiert, das jedenfalls schon arg fertig ist. Mein Verstärker ist ein Yamaha AX-380. Ach ja, ich höre hauptsächlich Rock/Metal.

Wenn das Ganze preislich so um die 50 Euro liegen würde wäre außerdem optimal Meine Lautsprecher sind außerdem wahrlich nicht die besten (zwei günstigere Magnat-Türme, zwei No-Name), daher würde sich ein echtes High-End-System sowieso nicht wirklich lohnen, denke ich.

Danke schon mal für Vorschläge - habe selbst nämlich null Ahnung.
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 09. Mai 2005, 23:24
Hallo!
Audio-Technica At95 kommt auf so30-40 Euro oder Ortofon OM5
Liegt glaube ich so bei 38 Euro
MFG Günther
6killer
Stammgast
#3 erstellt: 09. Mai 2005, 23:52
Den AT95 gibt's auf eBay sogar schon - mit Versand - für 26 Euro: http://cgi.ebay.de/w...3324&item=7512310442 Den hol ich mir dann morgen wohl mal. Danke für die Antwort!


[Beitrag von 6killer am 09. Mai 2005, 23:52 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 09. Mai 2005, 23:59
Hallo!
:)Prima freut mich dir geholfenzu haben
MFG Günther
PPM
Stammgast
#5 erstellt: 10. Mai 2005, 07:12
Moin,

mit einem AT95 betreibst Du den 714Q definitiv unter Wert. Lege lieber noch mindestens 20 Euro drauf. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit einem Grado Prestige an meinem 714Q gemacht, das an dem ultraleichten Tonarm hervorragend geht. Voraussetzung für ein optimales Ergebnis ist aber, daß Du den Eingangswiderstand Deines Vorverstärkers erhöhen kannst. Bei standardmäßigen 47 kOhm klingen Grados etwas dumpf (aber nicht tragisch).
Sehr gute Erfahrungen werden öfters mit einem Goldring berichtet (s. auch Leserbrief in der aktuellen Stereoplay).
Wichtig ist generell, für den ULM-Arm ein System mit hoher Compliance zu wählen (MC's scheiden aus).
Hast Du denn den Umrüstsatz für Halbzollsysteme? Ich denke ja, wenn ein Yamaha montiert ist...
Optimal wäre es, wenn Du noch das originale ULM-System hast (DN160E, ULM60E). Dafür gibts noch Nadeln zu kaufen, dann aber bitte auf die Nachbauten verzichten. Der Arm des 714Q ist ne Zicke, verträgt nicht alles, kann aber spitzenmäßig sein.

Patrick
6killer
Stammgast
#6 erstellt: 10. Mai 2005, 10:03
Hallo,

also das vorhergehende System ist wohl eine DN 110 Nadel, jedenfalls ist dieser Tonabnehmer (Dual MCC110) noch vorhanden. Dabei ist auch ein Übertrager (MCT 101), den mein Vater damals mit dem Kabel des Plattenspielers verlötet hat, der also noch dranhängt. Den Montagesatz habe ich noch, denke ich jedenfalls. Ich weiß nicht, ob das der originale Tonabnehmer war, denn das Datenblatt des MCC110 sagt was von Dual 731.

An meinem Verstärker kann ich leider nichts bezüglich des Phonoverstärkers einstellen, einen separaten Phonoverstärker habe ich nicht.

Ich kann gern mal ein Photo von all dem "Zubehör" machen, das ich noch habe, denn ich tue mich irgendwie schwer, die Teile zu identifizieren
PPM
Stammgast
#7 erstellt: 10. Mai 2005, 10:25
Hallo,

das MCC110 ist das einzige MC, das paßt. Wenn Du es nicht brauchst würde ich es Dir gerne abkaufen, samt Übertrager.
Bitte Mail oder PN.

EDIT: für MM-Betrieb mußt Du den Übertrager entfernen.

Patrick


[Beitrag von PPM am 10. Mai 2005, 10:27 bearbeitet]
6killer
Stammgast
#8 erstellt: 10. Mai 2005, 10:39
Hi,

also loswerden will ich das eigentlich nicht, zwar habe ich das alles in Benutzung, sind aber ja nur "dauerhafte Leihgaben" von meinem Vater

Für das MCC110 gäbe es also Nadeln zum Nachkaufen? Oder muß das ganze System ersetzt werden?

Stephan
PPM
Stammgast
#9 erstellt: 10. Mai 2005, 11:40
Ich hatte geschrieben:


PPM schrieb:


Optimal wäre es, wenn Du noch das originale ULM-System hast (DN160E, ULM60E). Dafür gibts noch Nadeln zu kaufen,
Patrick


Das MCC gibts schon lange nicht mehr.

Patrick
Manfred_Kaufmann
Inventar
#10 erstellt: 10. Mai 2005, 18:42
An einen 714q gehört optimalerweise das ULM60 - welches aber sehr schwer, und auch nicht für 50 Euro, zu bekommen ist
Lupo914
Stammgast
#11 erstellt: 10. Mai 2005, 18:49
Hallo,

das MCC110 soll DAS System für diesen Plattenspieler sein. Eine Suche bei ebay sollte lohnen.
Nachdem der Step-Up Trafo verlötet ist, ist zur Zeit ein Yamaha MC System im Einsatz, ebenfalls deutlich besser als ein AT95!. Worauf beruht die Einschätzung "ziemlich fertig"? Ich kaufe fast ausschließlich gebrauchte Systeme und bin immer gut gefahren. Du solltest Dir das System mal ansehen und die Nadel vorsichtig aber gründlich reinigen (z.B. mit einem Glasradierstift und etwas Isopropanol). Manchmal ist erstaunlich was da so an einer Nadel klebt

Also, bevor Du Geld ausgibst, schau Dir erst mal an was Du da hast!

Das AT95e passt wahrscheinlich nicht besonders gut an diesen Arm. Die AT95 sind nach meinen Beobachtungen deutlich härter aufgehängt als angegeben (Serienstreuung?).

Viele Grüße

Wolf
6killer
Stammgast
#12 erstellt: 10. Mai 2005, 19:54
Hallo,

nun, der Klang ist extrem kratzig, die Nadel hab ich mit einer (sehr feinen) Bürste und Isopropylalkohol gründlich gereinigt. Die Nadel hat mein Vater so Mitte der 80er ein paar Jahre gefahren, danach ich bestimmt auch noch 2, 3 Jahre.

Ich werde rein der Neugierde wegen mal den MCC110 anbringen - ich glaube, mich erinnern zu können, daß mein Vater damals die Nadel gegen eine "Schlechtere" getauscht hat, bevor er mir (damals 13jährigem) seinen Plattenspieler überlassen hat. Er konnte mir aber leider auch nicht mehr sagen, wie alt oder neu die MCC110 ist.

Momentan hat einer der letzten - wenn nicht *der* letzte - wirklich Hifi-Laden in Regensburg eh Räumungsverkauf; ich werde da mal mit beiden Tonabnehmern hingehen und die unter die Lupe nehmen lassen. Schon der Erfahrungswerte wegen. Und vielleicht möchte der Händler ja auch gerade was passendes loswerden.

Stephan

Edit: Nun, das war wohl nix - es ist leider nur noch die Nadel DN110 vorhanden, nicht mehr der ganze Tonabnehmer.


[Beitrag von 6killer am 10. Mai 2005, 20:20 bearbeitet]
6killer
Stammgast
#13 erstellt: 12. Mai 2005, 19:12
So. Heute zum "Räumungsverkaufspreis" einen AT95e erstanden. Den Tonabnehmer eingebaut, soweit hat ja alles noch gut geklappt. Danach aber bin ich an der Einstellung verzweifelt.

Zuerst wollte ich natürlich den Tonarm ausbalancieren. Also Auflagekraft und Antiscaling auf 0, Tonarm mit Tonabnehmer und aufgestecktem Nadelschutz auf Absenken gestellt, und so lange am Gegengewicht rumgeschoben, bis der Arm schön waagerecht hing. Gegengewichtsfeststellschraube wieder angezogen, und Auflagekraft und Antiscaling auf 1,75 eingestellt.

Das Problem jetzt: der Tonarm hängt, wenn man ihn hochfahren möchte, immer noch so tief, daß er, wenn über den Plattenteller geschwenkt, das Vinyl trotzdem berührt! Den automatischen Rücklauf habe ich mich gar nicht ausprobieren getraut, denn da schrammt er mit der Nadel bestimmt über die ganze Platte beim Zurückfahren.

Ich habe jetzt mindestens drei Stunden lang rumgeschraubt... eingestellt, ausprobiert, alles wieder auf null... es ist zum Mäusemelken. Wenn ich Auflagekraft und Antiscaling runterdrehe bis auf etwa 0,5 - dann ist der Tonarm hochgefahren weit genug über der Platte, aber das ist doch auch nicht Sinn der Sache. Der Tonabnehmer will ja eine Auflagekraft von 1,5 - 2,5 laut Datenblatt.

Hat vielleicht irgend jemand eine Idee, was ich falsch mache? Ich bin ja zugegebermaßen ein Grobmotoriker, aber das ist ja doch langsam zu viel des guten. Einen Defekt am Anhebemechanismus kann man denke ich ausschließen, schließlich hat vor ein paar Tagen mit dem alten Tonabnehmer ja noch alles gepasst.

Ich bin echt am verzweifeln...
funny1968
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 12. Mai 2005, 19:42
Kann man den Tonarm in der Höhe verstellen?
6killer
Stammgast
#15 erstellt: 12. Mai 2005, 19:58
Hallelujah! Ja, kann man. Wie kann man nur so blöd sein? Haha, ich hab die Anleitung die ganze Zeit vor Augen gehabt, aber die drei schönen Wörtchen "Justierschraube für Tonarmhöhe" habe ich nicht einmal bewusst gelesen.

DANKE!

Ach ja, eine kleine Frage noch: das Technikblatt des neuen Tonabnehmers nennt als Auflagekraft 1,5 - 2,5 - was genau stellt man denn da ein? Irgendwas zwischen 1,5 bis 2,5, oder die goldene Mitte, oder wie?
funny1968
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 12. Mai 2005, 20:00
Probiere es aus. Erst mal die Mitte.
Lupo914
Stammgast
#17 erstellt: 12. Mai 2005, 23:13

Also Auflagekraft und Antiscaling auf 0, Tonarm mit Tonabnehmer und aufgestecktem Nadelschutz auf Absenken gestellt, und so lange am Gegengewicht rumgeschoben, bis der Arm schön waagerecht hing.


Du solltest zum Ausbalancieren den Nadelschutz abnehmen.

Grüße

Wolf
6killer
Stammgast
#18 erstellt: 12. Mai 2005, 23:47
Hallo,

das Problem war, daß der Arm mir doch arg rumgeschlackert ist, und ich fand es sicherer, den Nadelschutz draufzulassen, auch wenn ich natürlich vorsichtig war. Immer eine Hand in der Nähe bei der "Grobeinstellung", und ich denke, der Dorn des Balancegewichts müßte mal geschmiert werden, denn teilweise ließ der sich nur ruckartig bewegen, und ich wollte es vermeiden, die nagelneue Nadel dabei irgendwo reinzuhauen.

Ich habe jetzt Auflagekraft und Antiscaling auf 2,0 eingestellt und bin soweit sehr zufrieden. Gerade habe ich Jethro Tull's "Thick as a brick" genossen, so plastische Tonwiedergabe - v.a. bei den Bässen und auch den Flöten - hatte ich bisher noch nicht.

Bei niedrigerer Auflagekraft kam es mir so vor, als ob die Höhen arg scheppernd wiedergegeben würden - täuscht das, oder kann das sein?
Lupo914
Stammgast
#19 erstellt: 13. Mai 2005, 00:46
Hallo,

wenn Du mit Nadelschutz ausbalancierst hast Du natürlich auch nur mit Nadelschutz 2 gr. Auflagekraft. Wenn Du den Schutz dann abnimmst (was klangliche Vorteile bringt) ist die Auflagekraft 2 gr minus dem Gewicht des Nadelschutzes. Ich habe gerade mal so einen ähnlichen Schutz auf die Waage gelegt - 0,75 gr.. Also 0,5 hat der des AT95 bestimmt.


Bei niedrigerer Auflagekraft kam es mir so vor, als ob die Höhen arg scheppernd wiedergegeben würden - täuscht das, oder kann das sein?

...da bist Du dann im Bereich unter 1 gr.

So wird das nix.

Grüße

Wolf
GandRalf
Inventar
#20 erstellt: 13. Mai 2005, 07:43
Moin auch,


Wenn Du den Schutz dann abnimmst (was klangliche Vorteile bringt)...


Sehr weise gesprochen.

6killer
Stammgast
#21 erstellt: 13. Mai 2005, 10:49
Ja, hab ich auch schon bemerkt, das Plastik des Überstülpnadelschutzes nimmt nicht so dolle ab

Nein, im Ernst: ich habe den Tonarm jetzt noch einmal ohne Nadelschutz ausbalanciert, da ging tatsächlich noch einiges in Sachen Gewicht verschieben. Auflagekraft und Antiskating stehen wieder auf 2,0.

Um noch einmal auf diese Werte zurückzukommen... der Klang ist so wirklich hervorragend, kann ich also davon ausgehen, daß nix "schädliches" eingestellt ist? Ich will nur sichergehen, daß ich mir nicht schön langsam alle Platten zerfräse.
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