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Dreher von ´78/´79 - need some help!

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detegg
Administrator
#1 erstellt: 03. Okt 2003, 20:26
Wer im Forum kennt diesen Marantz: Model 6370Q (DD,Quarz-locked)? Bild: www.audio-classics.deexchangemarantz6370q_1.jpg

Ein Verwandter hat ihn mir überlassen, sein Statement: "...damals ca. 1.000 DM, nicht schlecht, viel Spaß!" Der TT gefällt mir optisch sehr gut, zumal ich einige Marantzkomponenten dieser Ära in meinen Anlagen einsetze. Habe noch einige hundert LP´s, die ich heute gerne wieder genussvoll hören möchte.

1. Frage: Beim Transport (oder schon vorher) ist das Dämpfungsöl ausgelaufen. Das Service-Manual sagt dazu: "... füllen Sie einige Tropfen Öl ein" Neben der Bestell-Nr. gibt es keinen Hinweis zur Spezifikation. Welches Öl kann man heute verwenden?

2. Frage: Alle Funktionen des TT sind ok. Welchen Baugruppen/Bauteilen/Mechanik muss ich nach 25 Jahren trotzdem besondere Aufmerksamkeit schenken?

3. Frage: Ich kann von einem Bekannten zwei neue Systeme sehr günstig bekommen. Denon DL110 und/oder Sumiko Pearl. Welches spielt in einem solchen Veteranen am besten? (höre Rock/Jazz/Blues/Acoustics)

Auch wenn Ihr diesen speziellen TT nicht kennt, es gibt hier so viele Leute mit so viel Ahnung/Wissen .... bin für jede Anregung dankbar!

detegg
detegg
Administrator
#2 erstellt: 05. Okt 2003, 19:26
Na ja - auch wenn ich "Neuling" bin, Ihr könnt mich doch nicht einfach links liegen lassen ?!
Bin mir sicher, dass bei Euch der eine oder andere Tip zu meinem Marantz-Problem schlummert. Und alte Pladdenspieler haben von Euch doch Einige !
Ich hol´ mir jetzt ein Bier und warte auf Eure Antworten....

Detegg
Bernd
Stammgast
#3 erstellt: 06. Okt 2003, 07:33
hallo Detek,

das "richtige" Öl wirst Du wohl nur über den Marantz-Service erhalten. Wenn ich Deine angaben richtig verstanden habe, handelt es sich um das Dämpfungsöl des Tonarmlifts. Wenn das ausglaufene Öl keine bestimmte Farbe hatte, handelt es sich mit sicherheit um ein dickflüssiges Silikonöl. Gute Hifi-Händler (mit Service, Reparaturwerkstatt) haben so etwas in irgendeiner Ecke herumliegen. Nimm auf keinen Fall irgendein Mineralöl, das zerstört meistens die Dichtungen.
Viel Erfolg!
detegg
Administrator
#4 erstellt: 06. Okt 2003, 10:00
@analogi = thanks!

Der Tonarmlift wird bei diesem Modell durch Motor angetrieben.
Durch die (verstellbare) Öldämpfung im Tonarmlager soll das System Tonarm/Nadel speziell bei leicht welligen Platten beruhigt werden.

Im Moment ist nur leider kein Öl mehr da, also habe ich das Extrema "null Dämpfung" .....

Und nun ???

Detegg
Albus
Inventar
#5 erstellt: 07. Okt 2003, 13:09
Tag detegg,

spezielles Dämpfungs-Silikonöl gab es für die leichten SME-Tonarme in Plastikfläschen, auch als Zubehör einzeln im Handel, gibt es noch für die mit Leichttonarm ausgestatteten Well-Tempered Plattenspieler, Arm mit offener Dämpfungsölwanne. Mag sein, ein PL-Spezialist hat Derartiges noch vorrätig.

Der J-förmige TA benötigt, passenden Tonabnehmer vorausgesetzt, nicht unbedingt eine Dämpfung im Armlager. Leicht kommt es zur Überdämpfung. Damit zur Entscheidung DL 110 oder SUMIKO Pearl. Das Pearl zöge ich vor, ein MM-System (DL 110 ein so genanntes MC-System mit erhöhter Ausgangsspannung) mit zum Arm passender Nadelnachgiebigkeit - so dass die Öldämpfung überflüssig (ha!) wird (wenn denn die Herstellerangaben SUMIKOs stimmen, Compliance 15). (Das DL 110 fand ich nie wirklich brauchbar.)

Zu achten ist noch, nach 25 Jahren, auf die Leichtgängigkeit der vertikalen und horizontalen Armbewegung (Miniaturkugellager zB für die Vertikale). Wenn der Arm nicht fühlbar in beiden Drehrichtungen geschoben werden muss, auf dem Finger liegend, dann ist die Lagerreibung noch genügend gering. Auch im Falle eines Spitzenlagers tut etwas handgeführte andauernde Bewegungsmechanik gut.

Da Du im Besitz eines Service Manual zu sein scheinst, die sicherlich darin gezeigte Explorationszeichnung von Arm und Chassis und Drehteller führte auf eventuell konstruktionsbedingt zu bedienende Ölstellen ("Oil here").

MfG
Albus

PS: Dann, natürlich, die Kontakte der Cinch-Stecker bitte reinigen, mit zB Isopropanol aus der Apotheke - ein 100 ml Fläschen für ca. 2,00 Euro.


[Beitrag von Albus am 07. Okt 2003, 13:12 bearbeitet]
detegg
Administrator
#6 erstellt: 08. Okt 2003, 14:41
Tach auch, Albus!

Dank für Dein Statement. Habe den Marantz noch mal genau unter die Lupe genommen:
Keine Laufgeräusche, der Arm bewegt sich in beide Richtungen absolut leichtgängig und spielfrei. Das Manual zeigt keine Ölstellen in der Mechanik. Die Chinchbuchsen sind vergoldet.

Ich werde heute das Sumiko Pearl montieren und genüßlich probehören - und wahrscheinlich auf das Dämpfungsöl verzichten!

Grüße aus dem nassen Münsterland

Detlef
detegg
Administrator
#7 erstellt: 09. Sep 2004, 12:15
Hallo zusammen,

hier ein Foto vom meinem Marantz 6370Q:

http://www.audio-classics.de/exchange/marantz/marantz-6370q.jpg

Der Tonarm scheint ein SUMIKO MMT Derivat zu sein. Ist auf dem Foto oben nur ansatzweise zu erkennen. Das folgende Foto dieses Tonarms und die Beschreibung habe ich bei ebai gefunden ...



Beim Tonarm wurde auf ein bewährtes Jelco-Design mit einstellbarer Dämpfung zurückgegriffen, dieser Tonam wurde unter anderem von den Firmen Audioquest und Sumiko als separates Produkt vertrieben, fand sich seinerzeit auch häufig auf den Technics Studiolaufwerken SP-10 II und SP-15. Einen ähnlichen Arm bietet die Firma Jelco auch heute noch an, allerdings ohne die Dämpferseinrichtung. Außer für Audioquest und Sumiko fertigte Jelco unter anderem auch Tonarme für Mission, Revolver, Roksan oder Systemdek ...
Der Tonarm ist in der Höhe verstellbar, der Arm kann bei Bedarf samt Basis demontiert und gegen jeden Arm mit "Linn-Bohrung" getauscht werden. Es gibt eine regelbare Dämpfungseinrichtung mittels derer der Tonarm in gewissem Rahmen an den verwendeten Tonabnehmer angepasst werden kann und die bei Verwendung vertikale Resonanzen sehr effektiv unterdrückt.


Das würde dann bedeuten, dass dieser MARANTZ DD-Spieler in der Vergangenheit vielleicht doch etwas unterbewertet wurde.

Hat jemand weitere Informationen?

Gruß aus dem Münsterland
Detlef
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 09. Sep 2004, 23:13
Hallo Detlef,

irgendwo schriebst Du in einem anderen Beitrag: "Ich gönne mir an meinen alten Marantzen auch den 6370Q Direkttriebler - er passt einfach dazu. Aber mein Dual 604 ist wohl besser!"

Hast Du das gehört oder geraten?

Ich habe selbst lange Jahre mit Thorens, Linn, Revolver, Rega und was weiß ich alles Riementrieblern gehört, ein Direkttriebler japanischer Machart wäre mir nie ins Haus gekommen. Von meinen Vorurteilen wurde ich kuriert, als ich einen eigentlich als Tonabnehmerspender gedachten alten Technics SL-110 gegen meinen damaligen LP-12 mit eben dem gleichen Abtaster (AT-OC-7) zum Vergleich gehört habe. Den Linn habe ich dann ca. vier Wochen später verkauft.

Ich bin übrigens der Anbieter des von Dir zitierten blauen LADs mit dem Jelco Tonarm - den Arm schätze ich (wie auch das Laufwerk) sehr, kommt - im Gegensatz zu manchen moderneren Designs - gut mit anspruchsvolleren MCs wie auch - dank der Dämpfung - mit vielen MMs gut zurecht.

Deinen Marantz kenne ich leider nicht aus eigener Erfahrung, denke aber das auch dieser - trotz Automatik - von dem anständigen Tonarm stark profitiert. Die Qualität des Antriebs oder der Zargenkonstruktion kann und mag ich somit nicht einschätzen, trotzdem glaube ich - auch nach meinen Erfahrungen mit älteren Marantzen - daß Du wahrscheinlich einen recht guten und in jedem Fall ausgesprochen seltenen Plattenspieler besitzt, von dem Du Dich ohne Not nicht trennen solltest.

Falls Du immer noch kein Öl für die Dämpfereinheit hast - so etwas gibt es ebenfalls in der Apotheke - bliebe nur die Frage nach der notwendigen Viskosität. Ich habe meinem Jelcoarm kein Öl gegönnt, beim Betrieb mit dem Denon DL-103 war's eben schlicht unnötig.

Viele Grüße sendet

Brent
detegg
Administrator
#9 erstellt: 10. Sep 2004, 08:35
Hallo Brent,

sehr schön, dass ich Dich hier treffe - Zufälle gibt es ....

Wenn ich schrieb: "Ich gönne mir an meinen alten Marantzen auch den 6370Q Direkttriebler - er passt einfach dazu. Aber mein Dual 604 ist wohl besser!", war das eher eine Schutzbehauptung eines Unwissenden ansichtlich der hier im Forum versammelten Thorens- und Dualriege.

Heute muss ich diese Ausage revidieren. Ich habe intensiv mit dem 6370q gehört und mich entschieden - das ist mein Plattenspieler! Den Dual habe ich verkauft, ein Sony PS-P7X Direkttriebler dient in der Zweitanlage als Plattenwaschbasis. Deine Informationen zum Tonarm bestätigen mich in meiner Meinung.

Den als "Japanbomber" verschrieenen Direkttrieblern der 70er zolle ich als Techniker Hochachtung, manches Design ist einfach zeitlos schön. Diesen Link auf eine japanische Seite wirst Du schon kennen http://www.niji.or.jp/home/k-nisi/anarogue.html, hier gibts nicht nur Plattenspieler ....

Hat jemand Informationen zu einem SONY PS-P7X ?



Grüße - Detlef
SnugOmatic
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 19. Apr 2005, 18:11
Bin beim suchen zufällig über diesen thread gestolpert.

Falls die Frage noch aktuell ist, ich habe hier einen SONY PS-P7X stehen. Manual müsste sich auch noch finden lassen.

have fun
detegg
Administrator
#11 erstellt: 19. Apr 2005, 19:12
... na, es gibt doch glückliche Zufälle

Mich interessiert halt, wo ich den Sony einzustufen habe, m.E. war er Teil einer Systemanlage (Sony Precision o.ä.?). Baujahr? Preis? Prospekt? etc.

Hast Du weitere Info´s?

Gruß - detlef
SnugOmatic
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Apr 2005, 13:52
Upps, keine benachrichtung erhalten, sorry.

Ja, war teil einer anlage, betstehend aus SONY TA-P7f und SONY ??-P7J, also AMp und Tuner. Baujahr ca. 79. Hier ein Bild:



Hab die Anlage so von meinem alten Herrn "geerbt". Der Amp hat übrigens bereits eine Heatpipe Kühlung:

http://www.htpc-news.de/album_pic.php?pic_id=586

Habe ich aus einem baugleichen defekten gerät, in das jetzt ein HTPC gebaut wird.

Ein paar technische Daten:


Preis damal etwa 1000DM pro Komponente, wenn ichs richtig in erinnerung habe. Wenn dus genauer wissen willst, müsste ich meinen alten Herrn fragen. Wobei das design, für 79, doch recht aussergewöhnlich war und bei der kaufentscheidung und dem preis wohl auch im vordergrung gestanden haben dürfte.

EDIT: Das gewicht des Plattenspielers schätze ich mal auf midestens 10Kg.

have fun


[Beitrag von SnugOmatic am 25. Apr 2005, 14:04 bearbeitet]
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