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Probleme mit Goldring 1042

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SaschaK
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Dez 2005, 12:35
Hallo,

ich bin seit ca. 2 Wochen Besitzer eines Goldring 1042 auf meinem Pro-Ject RPM 4. Nach Einbau lief das System tadellos, genauso wie ich es mir vorgestellt hatte: weiträumig, hohe Auflösung aber nicht spitz in den Höhen.

Genau letzteres hat sich nun aber nach ca. 1,5 Wochen Spielzeit eingestellt. Der Klang ist auf einmal viel heller. Die Höhen klingen zischelig und nicht mehr angenehm. Mechanisch ist definitiv nichts verändert, keine sichtbare Beeinträchtigung. Hängt das evtl. mit der Einspielzeit zusammen, muss das also so sein ? Gehört habe ich davon noch nie ? Vielleicht weiß ja jemand Rat.

Gruß

Sascha
Albus
Inventar
#2 erstellt: 09. Dez 2005, 13:58
Tag,

wenn gleichzeitig die Wiedergabe insgesamt unsauber wurde, insbesondere auch bei kräftigen Basspassagen, dann ist der Tonabnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Nadellager instabil (schlecht eingepasstes Lagergummi). Bei Berührung mit einem Pinselchen, ist dabei die Federreaktion des Nadelträgers nach beiden Seiten gleich geschmeidig - oder hakt der Nadelträger in einer Stellung?

MfG
Albus
SaschaK
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 09. Dez 2005, 15:09
Hallo,

das mit dem Pinselchen habe ich bereits getestet. Ergebnis: kein Haken

Die Wiedergabe ist eigentlich nicht insgesamt unsauber, sondern wirkt so, als hätte man am Vorverstärker kräftig die Höhen reingedreht. Basswiedergabe ist ok. Ich kann mir das nicht erklären und werde das System wohl an den Händler zurück schicken müssen (ist ja Garantie drauf).

Gruß

Sascha Köhne
silberfux
Inventar
#4 erstellt: 10. Dez 2005, 11:44
Hi, wenn so eine plötzliche Veränderung ohne mechanische Einwirkung auf das TA auftritt, würde ich eher darauf tippen, dass sich im VV oder V-Bereich was verändert hat, eventuell auch bei der Verdrahtung in und außerhalb des Drehers. Jedenfalls würde ich da mal ansetzen. Oder hast Du aus Versehen irgendein Schalterchen am VV gedrückt, z.B. Loudness oder so ????

Gruß Silberfux
doppelkopf0_1
Stammgast
#5 erstellt: 11. Dez 2005, 09:17
Hallo Sascha.
Schon mal , wie in der BA gefordert, den Nadeleinschub entfernt und wieder eingesetzt?
Nach einer gewissen Einspielzeit auch mal den VTA überprüfen

Gruß , Dirk.
SaschaK
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Dez 2005, 08:29
Sorry, war grippemäßig einige Tage außer Gefecht gesetzt und daher offline.

Am Verstärker habe ich nichts verstellt; Loudness hat er gar nicht. Da mein VV eine eingebaute Phonoplatine hat, könnte ich da nicht viel kontrollieren. Beim Abspielen von CDs haben sich aber bspw. keine Änderungen ergeben.

Nadeleinschub entfernt und wieder eingesetzt habe ich gemacht. Keine Veränderung.
Insgesamt hat das System bislang keine 20 Std. gespielt. Muss ich da wirklich mit Azimuth (ist doch VTA ?) herumexperimentieren ?

Gruß

Sascha
Albus
Inventar
#7 erstellt: 13. Dez 2005, 08:56
Morgen,

die Goldring-MM weisen typisch eine hochfrequentielle Nadelresonanz im Bereich von um die 20 kHz auf, daher der teils markante Hochtonanstieg. Wenn sich durch den Gebrauch nun unglücklicherweise eine Verschiebung in den Hörbereich ergeben hat, dann ist etwas wie ein Zischeln zu erwarten: Übermässige Verzerrungen mechanischen Ursprungs. In Ordnung ist Derartiges nicht.

MfG
Albus
SaschaK
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 13. Dez 2005, 11:10
Hallo Albus,

ich habe mich schon damit abgefunden, dass ich das System abmontieren und dem Händler zwecks Überprüfung zurück schicken muss.

Danke für Eure Antworten !
Druide16
Inventar
#9 erstellt: 13. Dez 2005, 20:40
Hallo,

Leute, macht mir keine Angst.
Bei mir läuft gerade ein Goldring G1022GX, und das gar nicht schlecht. Ich habe mir aber ein 1042 bestellt, das die nächsten Tage eintrudeln dürfte, um mich (meinen Player :)) noch zu verbessern. Ich will doch nicht hoffen, daß das System solche Zicken macht.

Gruß,

V.
doppelkopf0_1
Stammgast
#10 erstellt: 14. Dez 2005, 09:03
Hallo .
Habe 2 G1042,keines macht Probleme. Reagieren allerdings stark auf VTA- und Atzimuteinstellung ( zischen ).
Ich halte das Goldring für ein sehr gutes MM.

Gruß , Dirk.
Druide16
Inventar
#11 erstellt: 14. Dez 2005, 21:38
Na, das beruhigt

Gruß,

V.
CyDyCam
Neuling
#12 erstellt: 05. Feb 2007, 14:23
Hi Sascha,

vielleicht ein bisschen spät diese Antwort, aber ich hatte gestern auf der HiFi-Messe in HH-Schnelsen ein sehr interessantes Gespräch mit einem Mitarbeiter von Transrotor.

Transrotor bestückt seine Dreher weitestgehend mit Goldring-Systemen. Daher fragte ich ihn auch nach seiner Meinung zum 1042 (MM), das auch bei mir seinen Dienst verrichtet.

Die Antwort war etwas zwiespältig. Einerseits attestiert er dem System sehr gute Klangeigenschaften. Andererseits stuft er das 1042 als empfindlich ein.

Warum?

Aufgrund des Gyger Super Schliffs geht die Nadel absolut tief bis auf den Boden der Rille und tatstet dort ab. Abgesehen davon, dass dort die Musikinformationen am geringsten seien, hätte der Nadelschliff die Eigenschaft, Schäden auf der Platte anzurichten, wenn das System nicht absolut penibel justiert wurde. Insbesondere eine zu hohe Auflagekraft sorgt gerade bei diesem System dafür, dass die Platten regelrecht neu geschnitten würden (O-Ton). Das macht sich im Klang natürlich negativ bemerkbar.

Also, wenn Du das Goldring noch hast: Führe eine 100%-super-penibel-exakt -Justage durch und teste die Maßnahme dann mit Hilfe einer neuen Scheibe. Die müsste dann eigentlich ohne Verzerrungen spielen. Für das 1042 ist m. E. eine Auflagekraft von 18mN empfohlen.

Ansonsten empfahl der Transrotor-Mann bei Gegebenheit die Nadel des 1042 gegen die des 1022 auszutauschen. Das würde wohl problemlos funktionieren, da das Systemgehäuse und die Nadelaufnahme absolut identisch seien.

Viel Erfolg

CyDyCam
doppelkopf0_1
Stammgast
#13 erstellt: 05. Feb 2007, 15:25
Hi .

ist normal , je schärfer der Schliff ,desto genauer muss justiert werden .Aber sollte man nicht alle Tonabnehmer penibelst justieren.

Andererseits stuft er das 1042 als empfindlich ein.


Sind nicht alle Diven empfindlich?


Aufgrund des Gyger Super Schliffs geht die Nadel absolut tief bis auf den Boden der Rille und tatstet dort ab.


Das will ich hoffen.


Abgesehen davon, dass dort die Musikinformationen am geringsten seien, (O-Ton).


Lach . V.d.H. baut auch nur Mist ?


Nadelschliff die Eigenschaft, Schäden auf der Platte anzurichten, wenn das System nicht absolut penibel justiert wurde. Insbesondere eine zu hohe Auflagekraft sorgt gerade bei diesem System dafür, dass die Platten regelrecht neu geschnitten würden (O-Ton). Das macht sich im Klang natürlich negativ bemerkbar.


Diese Behauptung grassiert schon seit den 80ern ,Nadelschliffe die die Platte zerstören ,bei einigermassen stimmiger Justage: blah .

Man sollte sich aber auch mal trauen , den VTA mal zu verstellen , auch wenn absolute Paralellität gegeben ist .

Im Endeffekt ist das auch nur eine Ausgangsbasis für die endgültige Justage.

Gruß , Dirk.
jotpewe
Stammgast
#14 erstellt: 06. Feb 2007, 11:03

doppelkopf0_1 schrieb:


Nadelschliff die Eigenschaft, Schäden auf der Platte anzurichten, wenn das System nicht absolut penibel justiert wurde. Insbesondere eine zu hohe Auflagekraft sorgt gerade bei diesem System dafür, dass die Platten regelrecht neu geschnitten würden (O-Ton). Das macht sich im Klang natürlich negativ bemerkbar.


Diese Behauptung grassiert schon seit den 80ern ,Nadelschliffe die die Platte zerstören ,bei einigermassen stimmiger Justage: blah .

Man sollte sich aber auch mal trauen , den VTA mal zu verstellen , auch wenn absolute Paralellität gegeben ist .

Im Endeffekt ist das auch nur eine Ausgangsbasis für die endgültige Justage.

Gruß , Dirk.


Moin, ich war bei dem Gespräch in HH dabei. Ergänzend dazu noch eine Erklärung des TR-Mannes, das dieses "Neuschneiden" auftreten kann: Alte Scheiben sind mit dem o.a. Nadelschliff geschnitten, bei neuen Pressungen macht man das eben nicht mehr. Deswegen kann eben eine Nadel mit diesem Schliff eine Scheibe, die nicht so geschnitten ist, nachschneiden, wenn das System dejustiert ist. Bei "alten" Pressungen tritt dieses Problem also nicht auf. So die Ausführungen des o.a. Technikers...
Cosimo_Wien
Stammgast
#15 erstellt: 07. Feb 2007, 12:50
Hallo!
Das Thema Goldring 1042 wurde schon öfter behandelt:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-5109.html
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-4378.html

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen über das Goldring, was mehrere Gründe haben kann:
Unterschiedliche Justage, unterschiedlicher Musikgeschmack (manche Tonabnehmer eignen sich eher für Rock und Pop andere für Klassik) oder vielleicht auch schwankende Qualität der ausgelieferten Abnehmer.
Grüße, Thomas
Cosimo_Wien
Stammgast
#16 erstellt: 07. Feb 2007, 12:53
PS:
Von mehreren Seiten habe ich schon die Empfehlung bekommen, Abtaster eher in der oberen vom Hersteller angegebenen Auflagekraft zu betreiben. Vermindert Abtastverzerrungen und schadet der Platte weniger, als zu geringe Auflagekraft.
Probier das Goldring einmal mit 20 mN.
Grüße, T.
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