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Frage zum TD 145 MK II

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maxx²
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Feb 2006, 01:52
Hallöchen,

ich könnte einen 145 MK II kaufen, der allerdings ohne Haube ist. Ist vielleicht nicht ganz so schlimm, oder?

Nun, angeblich besitzt dieser ein 10mm Lager, aber einen Kunststoff-Innenteller. Kann das sein? Wäre es sinnvoll einen Metallteller nachzurüsten?

Desweiteren besitzt dieses Teil den Isotrack TP 62 Tonarm mit dieses merkwürdig aussehende Headshell.

Ist es sinnvoll das Tonarmrohr gegen ein TP 63 zu wechseln und passt das? Ist dann gewährleistet, das die Montage eines TA besser funktioniert und die Auswahl größer ist?

Apropos: welches System eignet sich am besten für diesen Tonarm? (Pop/Rock/Blues)

Mir wurde u.a. ans Herz gelegt, die "schlechten" NF Strippen gegen Zeropoint ZP Kabel zu tauschen. Ist dies wirklich notwendig und bringt das wirklichen ein Vorteil?

Dann sollte ich die olle Gummimatte gegen ein Glas- oder Acrylteller mit aufliegender Filzmatte austauschen, um den Klang wsentlich zuverbessern. Da er ansonsten sehr nasal klingt!? Korrekt? Wurde ich hier gut beraten oder lohnt sich das alles garnicht?

Ich freue mich über Antworten die mir weiter helfen können.

Gruß

maxx²


P.S. Ich überlege, ob ich mir die RC-L Bocen kaufen soll..??
uglyripper
Stammgast
#2 erstellt: 13. Feb 2006, 02:22
Hallo maxx²,

Woher kommt nur immer der Drang an den Thorens rumzuschrauben, bevor man sie überhaupt hat?
Ich würde den Thorens erstmal so nehmen wie er ist. Die Haube ist gar kein Problem, man sollte sie eh abnehmen. Allerdings schlägt sich die fehlende Haube schon im Wert des Thorens nieder.
Sowohl Innenteller, als auch Matte und Armrohr und Kabel würde ich erstmal so lassen, wie sie sind. Mit dem TP63 Rohr ist unter Umständen die Tonabnehmermontage etwas einfacher. Ansonsten ändert sich nichts.
Der Arm ist ziemlich leicht, es passen also Abnehmer mit hoher Compliance / Nadelnachgiebigkeit. Da gibt es im Bereich MM Abnehmer schon einige Kandidaten - hängt davon ab, was Du investieren kannst.
Ich würde erstmal einen vernünftigen Abnehmer kaufen, das Lager reinigen und neu ölen, den Riemen und die Einstellung des Subchassis überprüfen, den Abnehmer penibel justieren und hören, wie der Dreher klingt. Nur so kann man entscheiden ob eventuelle Veränderungen wirklich sinnvoll sind, oder nur immer wieder empfohlen werden, weil irgendwann irgendwer mal gesagt das müsse man haben...

Gruß, uglyripper
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 13. Feb 2006, 08:08
Hallo maxx!

Für den Klang ist es wirklich nicht relevant, ob der Innenteller aus Kunststoff ist (manche meinen, er klingelt so weniger) oder ob die Achse/ Lager 10 oder 7 mm ist.
Vorausgesetzt, das Lager ist in einem guten Zustand.
Was den Tonarm betrifft, genauer gesagt, das Endrohr, es ist wahrlich einen Fummelei mit der Tonabnehmermontage, aber nur dann, wenn man nicht ausreichend 2 mm Schrauben in verschiedenen Längen vorrätig hat.
Außerdem ist ein TP 63 Rohr nicht gerade billig und um die richtige Schraubenlänge kommst du dort auch nicht herum, denn die Befestigungsmöglichkeit ist auch da nicht optimal.

Lager putzen, Laufflächen reinigen (Subteller, Pulley),
Lagerbuchse mit ausreichend Öl füllen, Subteller vorsichtig einsetzen, nicht niederdrücken!, warten, bis er sich gesetzt hat, Teller drauf, in die Waage bringen, zuerst die Zarge überprüfen, dann den Teller, Subchassis justieren,
vorsichtig einstellen (bes. die Mutter auf der Motorseite kaum drehen!), das Subchassis sollte ca. 10 sec. nachschwingen, und zwar kolbenförmig.
Dann wird dein Thorens mit einem geeigneten Abnehmer schon
richtig gut klingen. Tuningpotential hat er dann immer noch genug.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 13. Feb 2006, 09:49
Hallo!
Ich kann mich da raphael.t und uglyripper nur anschließen, ich Besitze einen TD 145 MK II mit ebendiesem Tonarm. Allerdings habe ich einen Metallinenteller. Zu einem Auistausch von Teilen möchte ich dir ebenfalls nicht raten, die "Fümmelei beim Systemeinbau und der Justage ist im Prinzip auch nicht höher als bei einer herkömmlichen Headshell. Ach übrigends, die 2mm Schrauben gibts in jedem gutsortiertem Modellbauladen. Zur klangverbesserung mochte ich dir noch etwas Sagen, der Klang des TD 145 MK II steht und fällt (wie bei jeder Plattenspieler-Tonarm-Systemlkombination) mit der Wahl des richtigen Systems. Im Falle des TD 145 MK II würde ich dir zu einem Ortofon OM 30 S raten zumindesten aber zu einem OM 20S und zwar ohne das Zusatzgewicht daß das Gewicht des Systems um 2,5 Gramm auf 5 Gramm erhöht. So kannst du die Vorteile des Leichten Tonarms voll Ausschöpfen. Ansonsten wurde eigentlich schon alles gesagt, Öl und neuer Riemen sind m.E. die besten Tuningmaßnahmen die man in deinem Fall treffen kann. Das Phonokabel auszutauschen kann ebensogut zu einer verschlechterung führen da Magnetsysteme auf zu nidrige und zu hohe Kabelkapazität gleichermaßen übel reagieren und das jezige Kabel Höchstwahrscheinlich genau abgestimmt ist. MC-Systeme die da unempfindlich reagieren würden verbieten sich bei dem vorhanden Tonarm allein schon durch ihre in der Regel zu geringe Compliance.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#5 erstellt: 13. Feb 2006, 10:55
Hi Maxx,

ich kann die Ausführungen meiner Vorredner weitestgehend bestätigen. Ergänzend würde ich also einfache, preiswerte und wirksame Tuningmaßnahme einen stabileren Boden aus MDF o.ä. einbauen und neue Füße drunterbauen. Damit wird das Gerät deutlich standfester.

Bei TA´s kommt es natürlich drauf an, wie wiel Du anlegen willst. Allseits beliebt für den genannten Einsatzzweck ist das VM Red von Ortofon (kostet ca. 115 €). Ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis findest Du nach meiner Erfahrung beim AT 110 und AT 120 (ca. 40 bzw. 70 € neu bei Ebay + Versand). Alle drei genannten Systeme sind für den leichten Tonarm des Thorens gut geeignet.

Gruß Silberfux
maxx²
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Feb 2006, 18:54
Hallo,

das ich wirklich ein tolles Forum. Prompte fachliche Beratung - echt Top!

Vorab schon mal ein SORRY wen ich mal ne Frage stelle, die im Forum vielleicht schon des öfteren abgehandelt wurde. Ich bemühe mich (und habe schon einige 100 Seiten gelesen) das Archiv zu nutzen.

@uglyripper,
nun, ich denke bei keinem Gerät ist das Potential voll ausgeschöpft. Deshalb interssiert mich schon, ob diverses Tuning auch vielversprechend ist und ob dies der eine oder andere bestätigen kann.

@rapghael,
gibt es bezüglich deiner Vorschläge eine Anleitung zur Demontage/Wartung. Ich habe bisher noch nicht an Plattenspieler rumgeschraubt, bin aber durchaus in der Lage dazu (denk ich zumindest!)

@Hörbert,
welches Öl kann/muss man denn verwenden?
Ist ein Nachbau Riemen o.k. oder besser org.?
Was kostet denn so ein OM 30S bzw. OM 20S?
Benötige ich Spezialwerkzeug um ein neues System zu montieren bzw. justieren?

@silberfux,
das mit dem stabileren Boden hab ich schon irgendwo gelesen, werde ich mal testen.
Was darf denn ein 145 MK II (o. Haube) in (angeblich) einwandfreien technischen Zustand eigentlich kosten?

Existieren irgendwo Bilder von diversen Systemen am TP 62. Evtl. auch eine Anleitung? Oder ist das alles garnicht so schwierig?

Wie wird denn der 145 MK ii von euch so eingeschätzt? Ist das überhaupt ein guter? / sehr guter? / vervorragender? Dreher?

Noch`n paar Fragen!
Kann man den Dreher mit einem Plattengewicht nutzen?
Und habe ich das richtig verstanden, das die PLattenteller Sandwich-Konstruktion für dieses Gerät noch keiner versucht hat?

Vielen Dank nochmals im voraus...

Gruß
maxx
Karem
Stammgast
#7 erstellt: 13. Feb 2006, 22:35
Hallo Leute,

danke Maxx für diesen Tread. Ich habe letzthin den Kleinanzeigenteil durchgestöbert und da wollte einer seinen alten Plattenspieler verschenken. Da ich noch keinen hatte: email. Zwei Wochen später: sie können ihn abholen.
Und was sehe ich da? Für so etwas Altes kann man ja kein Geld mehr verlangen und der schenkt mir Mr Unbekannt eine Thorens TD 145 MK2.

Und jetzt weiss ich auch, wie ich den aufmotzen muss. Manchmal hab ich schon lustige Erlebnisse.


Karem
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 13. Feb 2006, 23:35
Hallo!
Du kannst ohne Schaden anzurichten z.B. Nähmaschienenol oder Fahradol verwenden. Allerdings gibt es hier im Forum auch einen User mit dem Nick "Violette" der ist ein ehemaliger Thorensmitarbeiter und verkauft ein besonders geeignetes Öl. Beim Riemen würde ich schon auf bekante Qualität setzen und deshalb tendiere ich in diesem Falle für ein Orginalteil. Das bekommst du entweder auch über Violette oder auch von:
www.phonophono.de
OM 20 kommt dich auf so ca 120 Euro OM 30 kostet dich in etwa 200 Euro, der Witz an den Systemen ist die äusserst geringe Masse von 2,5 Gramm (Ortofon liefert sie mit einem zusatzgewicht aus damit sie auf 5 Gramm kommen, das kann man entfernen. Ach ja die Sydstemkörper von OM 20 und OM 30 sind gleich nur die Nadel ist unterschiedlich, man kann also ohne weiteres durch einfachen Nadeltausch vom 20ger zum 30gewr aufrüsten. Zur Montaqe eines Systems benötigst du neben einer Justageschablone (Gibts Hier:)
http://www.ovi.ch/hifi/schablone/
nur noch einen Passenden Schraubendreher und zur Höhenverstellung des Tonarmes noch einen Imbusschlüssel.

MFG Günther
uglyripper
Stammgast
#9 erstellt: 14. Feb 2006, 01:08
Hi,

Bei der Systemwahl bin ich ja mit Hörber nicht unbedingt einer Meinung. Abgesehen davon, daß ich kein großer Fan der OM Reihe bin, finde ich deren Optik eines Hifi Plattenspielers unwürdig. Aber das ist sicher Geschmackssache. Einfacher wäre es, wenn Du und Dein Budget für einen TA mitteilen könntest.

Gruß, uglyripper
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 14. Feb 2006, 01:22
Hallo!
@uglyripper
Nur mal zur Sicherheit, du verweselst jezt aber nicht Die OM-Systeme mit den Concordsystemen für den DJ-Bedarf? respektive mit den DJ-OMs. Gemeint sind hir die ganz normalen HiFi OMs.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 14. Feb 2006, 01:24 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#11 erstellt: 14. Feb 2006, 07:38
Hallo miteinander!

Ich bin auch der Meinung, dass die Systeme der OM-Reihe optisch zu fast keiner Headshell passen, obwohl sie ab OM 20 gut spielen, ab OM 30 sogar sehr gut. Ich kenne alle in der Reihe außer OM 40, welches aber schon recht teuer ist.
Der Vorteil liegt in der Kompatibilität, d.h. die Nadeln sind untereinander tauschbar.
Ich würde dir das Ortofon Vinyl Master red empfehlen (ca. 120 Euro) oder das Shure M 97 (ca. 100 Euro), in Frage kämen noch Audio Technica Systeme, wie das AT 110 (ca. 40 Euro) oder das schon bessere AT 120 (ca. 70 Euro).
Die originale Gummimatte würde ich ordentlich säubern und belassen, denn sie dämpft Geräusche und Vibrationen, die von Motor oder Lager kommen, besser als Filz.
Eine Glasplatte bei einem schwingenden Subchassis zu verwenden, ist ebenfalls nicht ratsam, denn durch das zusätzlichen Gewicht verändern sich alle Einstellungen des Sub. Du kriegst mit den Federn die Einstellung nie so hin, dass das Subchassis schwingt, wie es soll.
Entweder stellst du die Federn kaum nach, sodass das Sub zwar schön schwingt, doch der Teller bei einer schwereren
Platte auf dem Motor aufsitzt oder du ziehst die Federmuttern so an, dass das Sub zwar hochfährt, aber nicht mehr richtig schwingt. Dann beginnt wieder die Suche nach Federn der richtigen Kennung ... vergiss es fürs Erste!
Im blinden Tuningwahn kann der Mensch schon einige Fehler begehen, glaube mir, ich weiß, wovon ich rede.
Mit deinem TD 145 besitzt du schon einen sehr guten Dreher,
von der Grundtechnik her, meine ich.
Natürlich hat solch ein Thorens weiters ein gewisses Tuningpotential, doch sollte man sich langsam in die Materie einarbeiten.
Ein Schwachpunkt vieler Plattenspieler ist sicher die Zarge, die Wandstärke ist oft zu gering und sie vibriert dadurch fleißig mit. Nun gibt es Leute, die sich ohne Rücksicht auf optische Verluste panzerschrankartige Zargen bauen (lassen), die zwar klangtechnisch was bringen, jedoch teilweise mehr als eigenartig aussehen.
Ich bin mehr ein Freund von dezenteren Maßnahmen. Eine Versteifung /Aufdoppelung der Zarge ist für einen halbwegs begabten Laien auch von innen möglich und führt zu ähnlichen Resultaten ohne die Augen zu beleidigen.
Natürlich ist eine 25 mm Echtholzzarge, vom Tischler gefertigt, eine Augenweide und ist auch von innen leicht zu bedämpfen.
Eine massivere Bodenplatte, zusätzlich bedämpft, bringt ebenfalls sehr viel.
Auch die Cinchkabel würde ich früher oder später austauschen, zumindest die Stecker, die orig. Thorensstecker sind nicht das Wahre, ich kenne z.B. links und rechts nicht auseinander, klanglich bringt das jedoch kaum was.
Alle Tuningmaßnahmen haben aber nur dann Sinn, wenn die Grundeinstellungen passen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
uglyripper
Stammgast
#12 erstellt: 14. Feb 2006, 10:46
Hallo Günther,

ich glaube, ich meine schon die richtigen OMs, nämlich diese hier. Oder gibt es noch andere?
Allerdings klingen zumindest das OM20/30 doch besser als sie aussehen.
OM5/10 finde ich dagegen grauselig, aber ich weiß, auch da bist Du anderer Meinung, macht ja auch nichts man muß ja nicht immer einer Meinung sein.

Gruß, uglyripper


[Beitrag von uglyripper am 14. Feb 2006, 10:51 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 14. Feb 2006, 22:39
Hallo!
@uglyripper
Ganz klar, Geschmäcker sind Verschieden. Ist aber auch gut so. Allerdings um die Vorteile eines Leichten Tonarms wie dem TP 16 Isotack (7,5 Gramm) auszureizen braucht es ein entsprechend leichtes System mit Passender Compliance. Leider ist da die Auswahl schon sehr Eingegrenzt. Die OMs sind da ohne Zusatzgewicht (Das ist das Metall in der Halbzollbefestigung) mit 2,5 Gramm ohne echte Alternative (Es sei denn NOS)

MFG Günter
maxx²
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 14. Feb 2006, 22:39
also, ich habe jetzt dieses OM System gesehen...und muss uglyripper voll Recht geben! Das ist wohl das ugliest System was ich je gesehen habe!

Um auf die Frage einzugehen, was ich investieren möchte... es sollte sich im Preis relativ zum 145 MK II bewegen. Also, ca. 100,- Ocken. Sagt man nicht, max. die Hälfte des Preises zum Wert des Plattenspielers?

Ich habe diesbezüglich mal ne Anfrage an phonophono gestellt. Die haben mir u.a. das Ortofon MC1 Turbo und das Vigor empfohlen. Also, alles High Output Systeme....

Zudem empfiehlt man, einen Acrylteller zu verwenden und auch andere Cinchkabel!

Wie sieht es denn aus mit der Wirkungsweise eines Plattengewichtes? Ist dies auch nicht zu empfehlen? Sind Subchasseis grundsätzlich ungeeignet dafür?

Ich meine, es existieren doch auch Thorens mit sehr gewichtigen Plattenteller...z.B. mit ca. 3,2kg! Der MK II hat meines Wissens ein Plattentellergewicht von "nur" 2,4kg!

Die Federung wird sich doch wohl nicht so drastisch wie z.B. vom 147er unterscheiden, oder doch?

Mich wundert an euren Antworten etwas die Zurückhaltung über das Tuning. Wo alle immer schreiben, ein Thorens hätte unglaubliches Tuning-Potential.....und jetzt hört man (fast) ausschleißlich, lass ihn wie er ist!?

Gruß

maxx
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 14. Feb 2006, 23:07
Hallo!
Ganz nachvollziehe wieso du einen Plattenspieler den du bei dir zu Hause noch nicht einmal gehört hast unbedingt gleich Modifizieren willst kann ich eigentlich nicht. Was den Tonabnehmer betrifft habe ich dir meine Ansicht bereits ausgiebig dargelegt, deswegen nur noch eines, die Qualität deines Plattenspielers steht und fällt m.E mit der Qualität und der möglichst hohen Kompatibilität mit dem Tonarm desselbigen, Tuning hin oder her. Der Sinn und Zweck einer jeden Tuningmaßnahme ist umstritten, der Sinn und Zweck einen neuen Riemens und eines Öles im Tellerlager nicht. Wenn du unbedingt dein Geld fürs Tuning ausgeben willst dann tue das eben, niemand wird dich daran hindern.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 14. Feb 2006, 23:08 bearbeitet]
maxx²
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 15. Feb 2006, 02:07
Hallo Hörbert,

ich zweifle nicht daran, das deine Empfehlung bezüglich des TA die bessere (beste) Wahl ist, allein wegen des Gewichtes wirst du schon Recht haben. Aber hässlich bleibt es doch..

Der Gedanke des Tunings rührt allein daher, das sehr viel darüber geschrieben wurde und man permanent liest, das gerade die Thorens sich bestens aufrüsten bzw. tunen lassen. Deshalb wundert es mich umso mehr, das kaum einer in dieser Richtung zu berichten weiß?

Dann reicht wohl auch ein Dual?

Warum sollte man sich dann nicht entsprechend informieren und das beste aus einem Plattenspieler rausholen? Ich sehe das ähnlich wie bei einem Auto. Mir gefällt mein Auto (kein Golf!) org. ganz gut.... getunt geht das Teil aber wesentlich besser ab und sieht dann auch noch besser aus.

Ich hoffe, ihr versteht meine Argumentation nicht falsch...
uglyripper
Stammgast
#17 erstellt: 15. Feb 2006, 02:10
Hallo,

@Günther,

OK, das Gewicht des TA ist ein Argument, allerdings sind die Alternativen wie AT120e oder Shure M97 mit 6,5g auch ziemlich leicht.

@maxx
Sagt man nicht, max. die Hälfte des Preises zum Wert des Plattenspielers?
Imho eine alberne Regel, aber wenn Du so willst, mußt Du auch den inflationsbereinigten Neupreis des Thorens als Richtwert nehmen...

Ich würde erstmal tunlichst von allem die Finger lassen, was zusätzliches Gewicht auf den Teller bringt außer von Platten. Das betrifft sowohl den Acryllteller, als auch das alberne Gewicht. Warum das so ist, wurde oben erklärt. In einem gewissen Rahmen kann man das durch Neujustierung des Chassis wieder ausgleichen, aber daran ist schon so mancher verzweifelt.
Plattengewichte im Allgemeinen finde ich auch etwas fragwürdig (ist auch irgendwie eine Modeerscheinung), wenn die Platte dermaßen verwellt ist, daß sie ohne nicht spielt gehört sie geglättet oder in den Müll.
Zum Tuning im Allgemeinen: Meine persönliche Meinung dazu ist, daß viele dieser Maßnahmen absolut fragwürdig sind. Eine stabile Bodenplatte bzw. Zargenkonstruktion ist noch mit Abstand die vernünftigste Maßnahme. Mag ja sein, daß Maßnahmen wie Sonnenscheinfräsungen, Cryo-behandelte Gegengewichte für den Tonarm usw. marginale Klangunterschiede bringen, ob diese aber zumindest subjektiv eine Verbesserung oder Verschlechterung darstellen, kann man nicht wissen, wenn man nicht weiß wie es vorher geklungen hat. Nebenbei gebe ich unumwunden zu, daß ich z.B. den Unterschied zwischen einer Scheu und einer Cardas Tonarmverkabelung absolut nicht erhören kann, schon weil mehrere Stunden Bastelei zwischen den Hörproben liegen.
Auch höre ich heute anders als morgen, das ist ganz abhängig von der Tagesform. Ich wundere mich dann immer, wie Leute Höreindrücke präzise vergleichen können, die Monate auseinander liegen, mir ist dieses Privileg leider nicht gegeben.

Also heißt wie oben schon erwähnt die Maßnahme: Instandsetzen statt Tunen. (Lager, Riemen, Chassis, Tonarmlager) Einen Tonabnehmer erwerben und mittels Tonarmwaage und Schablone penibel einstellen. Platte auflegen und hören....

Empfehlenswerte Tonabnehmer wären AT120e (Audio Technica, Ortofon Vinylmaster Red, Shure M97X
Ein besserer Abnehmer bringt übrigens X-mal mehr als sämtliche Tuning Maßnahmen zusammen, um Deine Argumentation aufzugreifen, das ist dann wie ein Motortausch an Deinem GTI Ähem - nicht-GTI . (sorry, konnt ich nicht lassen...)

Ach ja, eins noch: Die mit Abstand beste Tuningmaßnahme kannst Du mittels einer Flasche Wein oder 5-6 Bier an Dir selber durchführen - das meine ich ernst, funktioniert auch mit jeder Anlage, ist also ein Universaltip.

Gruß, uglyripper


[Beitrag von uglyripper am 15. Feb 2006, 02:26 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#18 erstellt: 15. Feb 2006, 08:12
Hallo miteinander!

Meinst du damit den Klang schönsaufen? Das kenne ich ...

Ich kann deine Ausführungen nur unterstreichen, das subjektive Empfinden, die momentane Befindlichkeit sind wesentliche Faktoren beim Musikhören.
Ein Schnupfen z.B., verlegte Nebenhöhlen ... und die Stereomitte ist weg und dahin und kann durch noch so penible Maßnahmen an der Apparatur nicht behoben werden, weil der "Fehler" systemimmanent beim Zuhörer liegt.
Ein Streit mit der Frau und der Wohlklang geht flöten ...

Mein alter Lehrer sagte immer zu uns:
Die Ausbildung ist eingebildet, die Einbildung ist ausgebildet!
So scheint es auch bei unserem Hobby zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Jazzy
Inventar
#19 erstellt: 15. Feb 2006, 21:04
Hi!
Maxx Schwerpunkt scheint auf dem Tuningbereich und nicht auf dem Hörbereich zu liegen.Deswegen die ständigen Anfragen.
Und wieder mal ein Autovergleich.
maxx²
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Feb 2006, 17:54

Jazzy schrieb:
Hi!
Maxx Schwerpunkt scheint auf dem Tuningbereich und nicht auf dem Hörbereich zu liegen.Deswegen die ständigen Anfragen.
Und wieder mal ein Autovergleich.


Hi Jazzy,
nee mein Lieber, da liegst du falsch! Ich suche nur nach max. Möglichkeiten der Verbesserung! Ist dies so unüblich oder verwerflich? In deinen Augen anscheinend. Du kannst dich doch mit den Dingen zufrieden geben wie sie sind... stört sich ja auch keiner dran, oder?

Und etwas normales org. zu verbessern bzw. zu veredeln, mag ich eben. Egal, wobei es sich handelt. Wenn der Begriff Tuning fällt, ist nunmal die beste Erklärung der Bezug zum Auto. Das ist übrigens mein 2. teures Hobby.

... und entschuldige vielmals wegen der ständigen (??) Anfragen meinerseits! Ich dachte, dies wäre ein Forum zum Gedanken- und Ideenaustausch!?

Schönen Abend noch...
Jazzy
Inventar
#21 erstellt: 16. Feb 2006, 21:39
Sorry,war nicht so gemeint.Habe ja auch schon etwas an meinem Thorens gebastelt.Aber eben erst nachdem ich ihn ca. 1-2 jahre in Betrieb hatte.Aja,dachte ich mir doch,das du ein Tuningfreak bist!War ja nicht bös gemeint.Bastel ruhig.
torbi
Inventar
#22 erstellt: 16. Feb 2006, 22:07
hi maxx' -

also gegen das tuning des thorens ist ja nun wirklich nichts einzuwenden (ich habs ja auch gemacht), aber der entscheidende punkt ist der, wie jazzy schon sagte: immer mit der ruhe, langsam. dazu musst du dich erstmal mit dem gerät anfreunden, so möcht ichs mal sagen. was spricht denn dagegen, ihn erstmal im werkszustand, natürlich gewartet, laufen zu lassen? das ist auch so schon ein gutes gerät und keine ente, der man erst einen porschemotor verpassen muss, damit sie abgeht.

also, wenn der ta eingespielt ist, wird dir vielleicht auffallen, dass dir etwas am klang nicht gefällt, dann ist tuning-zeit. ansonsten: never change a winning team, vor allem wenns um basteleien am subchassis geht. da verzweifelt man WIRKLICH, das ist tricky (jedenfalls für mich, nie wieder... ). punktuell kannst du immer nachbessern. der punkt ist ja der, dass jede tuningmassnahme auch nach "hinten" losgehen kann, dh es klingt hinterher schlecher als vorher. wenn du jetzt direkt alle tuningtips auf einmal umsetzt, kannst du das ergebnis nicht wirklich vorhersagen, oder? .... ich hab auch schon sachen wieder ausgebaut, weil der klang sich von meinem ideal wieder entfernt hat!

deswegen: immer eins nach dem anderen, und ausgiebig hören zwischendurch.

wenn du's gar nicht abwarten kannst, "dicke bodenplatte" geht immer (immer nach der wartung und der korrekten einstellung!). bessere chinchkabel wohl auch. für den rest würde ich mir echt zeit nehmen.

um nochmal eine auto-analogie zu gebrauchen: macht ja auch keinen spass, dem guten gti/manta/100nx direkt alufelgen, superbreitreifen, tieferlegung und chituning auf einmal zu verpassen..
torbi
Inventar
#23 erstellt: 23. Feb 2006, 13:05
hallo maxx',
ncoh mal ein nachtrag zum thorens-tuning, und wie tuningmassnahmen nach hinten losgehen können. ich habe gestern beispielsweise den acrylteller (teuer, schwerstens von phonophono empfohlen) durch eine ledermatte (reststück lag herum, dann selbst ausgeschnitten) ersetzt, nur spasseshalber: der klang wird 'wärmer' mit schönerem grundton, nenn es "fundament" im hifi-jargon, das lasse ich so. klingt zusammen mit meinem röhrenverstärker, der auch seine stätken im grundtonbereich (bei stimmen) hat, VIEL stimmiger. also.. teuer msus nicht gut sein, es kommt immer auf die restlichen komponenten und den (sich auch mal ändernden) hörgeschmack an.
..
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