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Plattengewicht für Thorens 165 MKII ein Fehlkauf?

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Andreas_K.
Inventar
#1 erstellt: 20. Jul 2006, 10:05
Hallo,

ich habe heute ein Plattengewicht (560g) erhalten und wollte es mit meinem Thorens TD 165 MKII ausprobieren.
Hierbei musste ich feststellen, dass der Plattenteller mit dem Gewicht auf dem Antriebsmotor schleift und der Teller unrund, nach links und rechts schwankend läuft.

Die Unwucht kann evtl. daher kommen, dass der Antrieb auf einige Unebenheiten im Plattenteller trift. Sicher bin ich mir dabei aber nicht.

Auf Thorens - Info.de habe ich mir noch mal die Anleitung zur Justierung durchgelesen.
Bevor ich damit anfange wollte ich aber mal vor erfahrenen Thorens - Usern wissen ob ich lieber auf das Gewicht verzichten sollte oder die Justierung vornehmen soll.

Es geht hierbei in erster Linie um eine technische-, als um eine "Tuning ja oder nein-" Frage.

Der Plattenteller fühlt sich etwas weich in der Federung an und hat hinten einen Höhenunterschied von ca. -2mm im vergleich zu vorne, obwohl das Gerät in der wage steht.
(vorne 8mm höhe zum Gehäuse, hinten 6mm)

Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man den Federweg gut verstellen. Die Frage ist aber, ob die Justierung Sinn macht und ob ich Sie machen soll während das Gewicht mit auf dem Plattenteller ist, bzw. ob ich hier dann langfristig einen Schaden zu befürchten habe.

Gruß
Andreas
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 20. Jul 2006, 10:45

Plattengewicht für Thorens 165 MKII ein Fehlkauf?


Das ist so eine Sache
Grössereren verschleiss am Tellerlager wirst du schon bekommen
also am besten gegen ein neues gehärtetes und poliertes austauschen !
Deine Federn solten unbedingt justiert werden ob mit oder ohne Gewicht(Für was brauchst du das Gewicht überhaupt?)
Besser ist bestimmt eine Plattenklemme aber die Optik Gelle

Abstand sollte gleichmässig 6-8mm betragen


[Beitrag von wastelqastel am 20. Jul 2006, 10:46 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 20. Jul 2006, 10:54
Hallo Andreas!

Bei einem Schwabbler wird durch das erhöhte Gewicht (ob zusätzliche dicke Matte oder Gewicht ist unerheblich) immer die Gesamtbalance gestört.
Natürlich kannst du die drei Kegelschrauben nachjustieren.
Nimm dir dafür mindestens drei Stunden Zeit, und wenn du das noch nie gemacht hast, kann das bei einem instabilen Nervenkostüm leicht in einem Nervenzusammenbruch münden.
Da zusätzliche Gewicht belastet außerdem das Lager, vermehrtes Rumpeln kann die Folge sein, und Platten bekommt man mit solche einem System nie gerade.
Da würde nur ein schwerer Außenring helfen, doch fürs Subchassis hätte es die gleichen Auswirkungen.
Ich habe viel Erfahrung mit Schwabbelsubs, doch auch ich brauche fürs korrekte Justieren mindestens eine halbe Stunde, der Teufel steckt im Detail und im richtigen Aufbau zum Justieren.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Andreas_K.
Inventar
#4 erstellt: 20. Jul 2006, 10:55
nun... ich habe hier auf das Urteil eines bekannten gehört, welcher sich beruflich mit HiFi beschäftigt.

Er hält Tuning oft für Voodoo, bei dem Gewicht hatte er aber gesagt, dass ein höheres Gewicht der gesamten Schwungmasse sich positiv auf die Gleichlaufeigenschaften auswirken würden.

naja... daher das Gewicht.
Albus
Inventar
#5 erstellt: 20. Jul 2006, 11:08
Tag,

weil's tropisch ist, lapidar: weg da ein derartiges Gewicht. Falls Glättung oder Fixierung einer Platte erforderlich ist, dann eine leichte Klemme verwenden, deren Tauglichkeit im Einzelfall zu kontrollieren ist (Blick von der Seite zur Ebene der liegenden Schallplatte; unter Zentrumsdruck biegen sich Ränder hoch). Merke: Weniger ist mehr.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 20. Jul 2006, 11:09 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 20. Jul 2006, 11:32
Hallo!
Falls der Motor auf die Schwungmasse des Tellers ausgelegt ist bringt dir das Gewicht eigentlich nur eine höhere Hochlaufzeit und ein erhöhter Riemen- und Lagerverschleiß. Falls der Motor für die Schwungmasse zu klein ist kann dein Zusatzgewicht ebenfalls keine Verbesserung bringen. 'Nur wenn dein Motor für deine Schwungmasse zu groß ausgelegt wäre hätte dein Gewicht überhaupt einen Technischen Sinn. Nur solltest du dann nicht irgendein Gewicht nehmen sondern ein exakt auf die Differenz berechnetes. So wie ich die Sache einschätze bringt dir das zusätzliche Gewicht auf deinem Thorens rein Optisch was. Natürlich ist erlaubt was gefällt, das Auge hört schließlich mit. Allerdings verstehe ich nicht warum man irgendwelche Modifikationen die man vornimmt immer mit besserem Klang rechtfertigen muß. Justiere einfach deinen 165er mit dem Plattengewicht neu und erfreue dich an dem Optischen Effekt des mitrehendem Gewichtes.

MFG Günther
richi44
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 20. Jul 2006, 12:21
Thorens hat doch meist ein Subchassis, das eine relativ geringe Masse darstellt. Durch diese Technik hat man eine recht gute Störunterdrückung gegen Trittschall oder Lautsprecherrückkopplung. Ausserdem ist auch das Motorgeräusch optimal unterdrückt.
Wird die Masse verändert, muss die Federhärte verändert werden, was die Abstimmung aus dem optimalen Bereich bringt. Von da her ist so ein Gewicht schon mal Unsinn.

Zweitens wird das Tellerlager stärker belastet, was auch nicht optimal ist.

Und drittens bekommt man mit einem Gewicht, das nur auf dem Zentrum angebracht ist, kein erhöhtes Massemoment, um den Gleichlauf zu verbessern. Dazu müsste ja die Masse möglichst weit aussen angebracht werden, damit sie eine möglichst hohe Geschwindigkeit bekommt.
Andreas_K.
Inventar
#8 erstellt: 20. Jul 2006, 19:33
Erst mal dankle für all die Antworten... ich glaube ich werde das Gewicht wieder verkaufen und meinen Thorens noch mal justieren....

naja.. ich schlaf erst mal ne NAcht drüber
Andreas_K.
Inventar
#9 erstellt: 21. Jul 2006, 16:08
so... mein erste mal hab ich hinter mir.

Tatbestand: Justierung eines TD 165
Dauer: ca. 90 Minuten

Ergebnis: ich bin zu frieden!

auf jeden Fall einfach als ich dachte... mit den richtigen Hilfsmitteln und genügend ruhe, Augenmaß und einigen Hörproben habe ich es geschafft meinen TD 165 zu justieren... ob nun mit oder ohne gewicht, dass lass ich an dieser Stelle aber mal offen...

danke an alle für die zahlreichen tipps!
raphael.t
Inventar
#10 erstellt: 22. Jul 2006, 07:26
Hallo Andreas!

Gratulation!
Du hast die von mir vorgegebene Zeit glatt halbiert, super Leistung!
Dabei wirst du sicher auch gemerkt haben, dass sie heikelste Einstellung bei der mororseitigen Feder ist.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Andreas_K.
Inventar
#11 erstellt: 22. Jul 2006, 07:34
ja, genau da musste ich mal eine Pause machen und habe erst mal ein paar Musikstücke in ruhe gehört.

Das wichtigste war dabei, dass ich mir Zeit gelassen habe, bzw. versuchthabe, alles überlegt zu machen.

Dann auch noch die Kontrolle mit div. Hilfsmitteln und ganz viel Augenmaß...

Es hat verdammt viel Spaß gemacht!
raphael.t
Inventar
#12 erstellt: 22. Jul 2006, 11:29
Hallo Andreas!

Da könnte man ja beim Lesen deiner Zeilen fast justagesüchtig werden...
Doch wer einmal im Vergleich dazu einen Blattfedernthorens aus der 3xx-Serie eingestellt hat, und zwar bequemst von oben, der weiß dann auch die Einfachheit zu schätzen.
Dafür knarzen die 3xx -Dinger gerne, wenn das Sub schwingt.
Kein Vorteil ohne Nachteil!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Andreas_K.
Inventar
#13 erstellt: 22. Jul 2006, 11:52
Es war einfach schön mal zu sehen, dass man doch einiges mehr kann, als man sich vorher zugetraut hat.

Ich werde aber jetzt bestimmt nicht anfangen 1 x im Monat meinen Plattenspieler aufzubocken, zu justieren und zu pollieren... nene...

**********

P.S. Gerade läuft auf dem Thorens Soul 2 Soul Vol. 1.. alte aber sehr gute Scheibe


[Beitrag von Andreas_K. am 22. Jul 2006, 11:53 bearbeitet]
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