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Wega Plattenspieler soll besser klingen, aber wie?

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TP1
Stammgast
#1 erstellt: 21. Aug 2006, 05:55
Hallo, bin im analogen Bereich nicht besonders bewandert und habe auch nur eine relativ einfache Anlage. Allerdings soll der alte, wieder aktivierte WEGA P550 möglichst gut klingen.

CD MARANTZ CD 5001
Verstärker MARANTZ PM 7200
Boxen Quadral Platinum 220

Den alten Plattenspeiler habe ich nun gesäubert und mit den beiden Systemen die ich neu gekauft habe ausprobiert. Einmal ein ORTOFON OMB10 und ein AT 95E. Meiner Meinung nach klingt das AT besser, allerdings werden beide Systeme zum Ende der Platte hin irgendwie kratzend, schrebbelnd, wie soll ich es beschreiben, es kommt mir vor als wenn sie am Ende der Platte verdrecken, das ist aber nicht der Fall. Auch die PLatten sind sauber, daran kann es also glaube ich auch nicht liegen. Mit der Einstellschablone des Plattenspielers habe ich beide Systeme auch jeweils genau eingemessen. ???? Aber irgendwie ist das komisch. Ist der Plattenspieler vielleicht einfach zu schlecht? Mir ist klar das es viel bessere Spieler gibt, aber den habe ich nun mal im Moment. Sollte ich vieleicht ein neues Anschlusskabel anbringen, diese dünnen Strippen die aus dem Player kommen sehen auch nicht besonders wertig aus?

Bin für jeden Rat dankbar, werde mir auch irgendwann einen besseren Spieler kaufen, aber im Moment sollte dieser klangtechnisch ausgereizt werden.

Danke T.
cohibamann
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 21. Aug 2006, 06:23
Stimmt die Auflagekraft und das Antiskating? Auflagekraft AT-95E 1,5g bis 2,5g, das OMB 10 kommt mit 1,25g bis 1,75g aus.
Die Antiskatingskalierung der meisten Plattenspieler sind eher Schätzungen, einfach mal ausprobieren.

Gruß Uwe
TP1
Stammgast
#3 erstellt: 21. Aug 2006, 06:28
Habe die Auflagerkraft und das Antiskating gemäß Plattenspieleranleitung eingestellt. Allerdings wusste ich nicht das die Antiskatingregulierung nur Schätzungen sind, werde ich ausprobieren, danke.
cohibamann
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Aug 2006, 06:35
Versuche auch einmal die oberen Limits der Auflagekräfte.
TP1
Stammgast
#5 erstellt: 21. Aug 2006, 06:41
Wirklich?, habe gedacht dass ich damit die Platten kaputt mache, zumindest dass die Gefahr besteht...
kempi
Inventar
#6 erstellt: 21. Aug 2006, 06:45
the_det
Stammgast
#7 erstellt: 21. Aug 2006, 06:46
Moin,

Wirklich?, habe gedacht dass ich damit die Platten kaputt mache, zumindest dass die Gefahr besteht...

Mach Dir keine Sorgen, mit unsauberer Abtastung (zu niedrige Auflagekraft) schadest Du Deinen Platten viel mehr.
Zu Deinem Grundproblem: Verzerrungen zum Plattenende hören sich eigentlich nach falsch (oder schlecht) justiertem System an. Mit welcher Schablone hast Du denn justiert?
Der innere Nulldurchgang ist m.E. der entscheidende Punkt. Wenn Du den richtig hinbekommst, dann hast Du innen auch keine Verzerrungen.
Habe ich verständlich geschrieben?

Viele Grüße
Det
TP1
Stammgast
#8 erstellt: 21. Aug 2006, 07:04
@kempi

prima, habe ich mir ausgedruckt und werde nochmals justieren

@the det
habe mit der Original-Schablone von Wega justiert, aber vielleicht wirklich "schlecht", der innere Nulldurchgang ist wahrscheinlich ev. ungenau von mir eingestllt worden, also heute Abend auf ein Neues...
majordiesel
Stammgast
#9 erstellt: 21. Aug 2006, 07:08
hi! ich misch mich auch mal ein mit meinem gefährlichen halbwissen
also sind diese verzerrungen einkanalig, also entweder links oder rechts ist das ein skating-problem. wenn du die platten zwar als sauber bezeichnest aber nicht frisch gewaschen hast, sowie die verzerrungen auf beiden kanälen ankommt dann könnte es auch durchaus sein das die platte statisch aufgeladen ist. Oder wird: vielleicht ist die matte auf der die platte liegt schnell aufgeladen und gibt das an die platte weiter, also vielleicht ein erdungsproblem, allerdings weiß ich nicht genau ob sowas möglich sein kann...
viel erfolg bei der problemsuche!
analoge grüße
markus
the_det
Stammgast
#10 erstellt: 21. Aug 2006, 07:30
Hier nochmal 'n Tipp, um Dich endgültig zu verwirren: Kleb Dir eine dünne Bleistiftmine vorne an den TA (beim Ortofon ist das ein bisschen schwierig). Damit kannst Du die Parallelität zu den Linien auf der Schablone viel besser erkennen.
Hier noch ein Link zu einer (m.E.) ziemlich brauchbaren Schablone: http://www.tanker.se/lidstrom/ (dort bei "Nyheter" auf "Ladda hem en egen mall för att justera din pick-up!" klicken, das Ganze ausdrucken, auf stabilen Karton kleben, den Anweisungen folgen, feddisch )

Gruß
Det

Edit: Rächtschreipung


[Beitrag von the_det am 21. Aug 2006, 07:32 bearbeitet]
TP1
Stammgast
#11 erstellt: 21. Aug 2006, 08:48
o.k., habe ich ausgedruckt und werde ich heute Abend als Vergleich zur Originalschablone benutzen.

Parallel bin ich noch etwas gesurft und habe (da ich analog nur Klassik höre) noch das GRADO Prestige Blue Tonabnahmersystem als Empfehlung gefunden. Was meint Ihr, kann ich dami noch ein bisschen mehr aus dem Spieler rauskitzeln?
kempi
Inventar
#12 erstellt: 21. Aug 2006, 09:00
Bevor Du Deinen alten Plattenspielr mit einem neuen Tonabnehmer bestückst, bedenke folgendes:

Ein noch so guter Tonabnehmer wird in einem schlechten Plattenspieler niemals gut klingen (und umgekehrt).
Hier meine Daumenregel, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe: Gebe mindestens ein Zehntel (10%) des Kaufpreises Deines Plattenspielers für den Tonabnehmer aus. Aber auch nicht mehr, als Dein Plattenspieler neu gekostet hat.
Ausnahme: Du möchtest preiswert starten, solltest dann aber zunächst in den Plattenspieler investieren.

Systeme bis ungefähr 50 Euro klingen bereits recht gut und eignen sich für gelegentliches Hören sowie zum Einbau in ältere Geräte. Du solltest Dich vor dem Kauf entscheiden, für welche Musikrichtung Du das System benötigen - die klanglichen Unterschiede sind in dieser Preisklasse recht gross zwischen verschiedenen Herstellern.

Bei 100 Euro kannst Du bereits sehr guten Klang erwarten. Systeme dieser Preisklasse machen bereits grossen Spass und verleiten zum Zuhören - und lehren bereits so manchen billigen CD-Spieler das Fürchten! Auch in dieser Preisklasse gibt es noch eindeutige Pop-, Jazz und Klassik-Systeme.

Die nächste Klasse bis ungefähr 250 Euro zeigt Dir dann, was in Ihrem Schallplatten steckt. Die Systeme sind klanglich bereits so gut, dass Du damit jede Musikrichtung hören können - obwohl es immer noch Unterschiede gibt, die tendenziell eher zu Jazz. Pop oder Klassik neigen.

Und ab etwa 500 Euro befindest Du Dich im audiophilen Himmel. Hier gibt es kaum noch Schatten, dafür um so mehr Licht. Die klanglichen Unterschiede werden recht gering, sind aber immer noch vorhanden. Der Einfluss des Plattenspielers wird hier spürbar grösser. Daher kann nicht mehr die Rede von “gut” oder “schlecht” sein. Vielmehr entscheidet Ihr individueller Geschmack über die Eignung eines Systems für Dich und für Deine Anlage.

directdrive
Inventar
#13 erstellt: 21. Aug 2006, 09:05
Moin TP1,
TP1 schrieb:

Parallel bin ich noch etwas gesurft und habe (da ich analog nur Klassik höre) noch das GRADO Prestige Blue Tonabnahmersystem als Empfehlung gefunden. Was meint Ihr, kann ich dami noch ein bisschen mehr aus dem Spieler rauskitzeln?

Nein, dazu kann ich nicht raten - die Grados gelten zwar als prädestiniert für Klassik, in erster Linie aber aufgrund ihrer klanglichen Abstimmung bzw. ihrer tonalen Eigenheit: sie klingen - wie viele US-Systeme - vergleichsweise warm, also eher "rund" im Hochtonbereich. Leider sind jedoch gerade die kleineren Grados der Prestige Baureihe alles andere als Abtastwunder - im Vergleich zu AT-95E und OMB-10 verbesserst Du Dich da IMHO keinesfalls. Empfehlenswert sind nach meinen Erfahrungen in diesem Preisbereich eher andere Tonabnehmer: AT-120E, für Klassik besonders auch das Denon DL-110. Lies Dich 'mal hier quer durchs Forum, gerade zur Abtasterwahl finden sich hier einige klare Empfehlungen.

Viele Grüße sendet

Brent
TP1
Stammgast
#14 erstellt: 21. Aug 2006, 09:14
Also erstmal Danke an alle: nachdem ich gerade anfing mich in audiophile Höhen zu verstricken denke ich, ich sollte wirklich erst einmal die kleinen Systeme optimal justieren und mit dem doch nicht so tollen Spieler eine Zeit lang hören und Erfahrungen machen. Wenn es mir dann wirklich (wie es im Moment scheint) so viel mehr Spass macht als die CD´s suche ich mir einen besseren Spieler und dazu ein adäquates System. Habe gerade mit einem Händer in Dortmund telefoniert, der hat mir angeboten ich könne jederzeit mit meinem Plattenspieler vorbei kommen und dann würden wir diverse Systeme mit den von mir mitgebrachten Platten probehören. Guter Service.

Also erst mal Ruhe bewahren, aber das kennt Ihr bestimmt, wenn man mal Blut geleckt hat...
majordiesel
Stammgast
#15 erstellt: 21. Aug 2006, 10:12
ich empfehle dir auch das www.analogforum.de wo sich eine menge spezialisten rumtreiben!
viel spaß bei der analogie
TP1
Stammgast
#16 erstellt: 22. Aug 2006, 05:22
So, jetzt läuft er ohne zu kratzen, habe mit zwei Schablonen jeweils die Systeme nochmals penibel eingemessen, und vor allen Dingen habe ich den Spieler mit der Wasserwaage so genau wie möglich ausgerichtet. Und siehe da, es klappt.
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