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rechter Kanal beim WEGA Plattenspieler geht nicht

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Jens1066
Inventar
#1 erstellt: 12. Sep 2012, 11:11
Hallo an alle Analogies,

habe in einem anderen Tread schon was zu diesem Thema geschrieben, da es dort aber um meinen "Neukauf" geht, hier mal separat, ohne die ganze Vorgeschichte.

Bin zu einem Ende der 70er gebauten Wega JPS 352P gekommen. Beim Test mußte ich feststellen, daß der rechte Kanal nicht richtig bzw. so gut wie gar nicht geht. Nur wenn man mit dem Ohr direkt an den Hochtöner geht, kann man sehr leise etwas hören. Bass und Mitten kommen gar nicht. Linker Kanal kommt gut.

Habe mit dem Ohmmeter die Verkabelung am Headshell geprüft (vom TA bis zu den Kontakten am SME), da ist alles OK.

Nächster Schritt, messen vom Tonarm (Kontakte an der SME Aufnahme) zum Cinchstecker, da ist auch alles OK.
Somit bleibt m.E. nach nur noch die Nadel oder der TA. Liege ich da richtig?? Zum Wega habe ich leider keinerlei Unterlagen mehr und kann auch auf dem TA nichts finden. Hier mal ein paar Bilder

Headshell TA

Ich habe noch sehr wenig Ahnung von der Materie, da ich erst seit Freitag wieder zur Schallplattengemeinde gehöre.

Wer kann mir weiterhelfen? Was ist das für ein TA (Marke/Typ) und kríegt man das noch? Gibt es gute Alternativen?

Danke schon mal im voraus.

Gruß Jens
Pilotcutter
Administrator
#2 erstellt: 12. Sep 2012, 11:38
Servus Jens,

der Tonabnehmer ist ein Audio Technica AT 71 und die Nadeln (ATN) gibt es günstig und zuhauf.
Viele PS waren seinerzeit werksseitig damit ausgestattet.

Wenn die Kontake alle definitiv i.O. sind könntest Du es mal mit einem günstigen TA versuchen. Vielleicht der Allerweltsabtaster AT 95E?
Der kostet 20 Euro inkl. Porto und stellt für seinen Preis eine gute Referenz und Alternative dar.


Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 12. Sep 2012, 12:12 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 12. Sep 2012, 11:53

Jens1066 schrieb:

Habe mit dem Ohmmeter die Verkabelung am Headshell geprüft (vom TA bis zu den Kontakten am SME), da ist alles OK.


Dann würde ich gleich mal von den Kontaktstiften am TA-System bis zu den Cinch-Steckern, die du in der Verstärker stöpselst, durchmessen.

Grundsätzlich kann der Fehler natürlich auch im Verstärker liegen. Ich nehme an, du hörst mit der Anlage auch andere Quellen, so dass die Boxen als Fehlerquelle auszuschließen sind?
directdrive
Inventar
#4 erstellt: 12. Sep 2012, 12:09
Hallo Jens,

Deine Bilder zeigen die Lösung - das Tonabnehmersystem ist ein Audio Technica Doppelmagnet-System, bei dem für jeden Kanal ein eigener Magnet zum Einsatz kommt. Bei Deinem Nadeleinschub fehlt aber leider ein Magnet. Kein Magnet = kein Strom = keine Musik

ta_215699
Jens1066
Inventar
#5 erstellt: 12. Sep 2012, 12:28
Vielen Dank für die schnellen Antworten.

@ Olaf, super Tipp, werde ich wohl gleich mal ordern. Ne Nadel alleine kostet ja kaum weniger und wie man auf dem Bild mit dem TA ja sehen kann ist der schon angerostet. Da wirds innen auch nicht besser aussehen. Ist ja denke ich ein MM (ich hoffe ich oute mich jetzt nicht als Volltrottel) und Magnete und der Eisenkern können ja auch korrodieren. Der Dreher stand nachweislich mindestes 10 Jahre rum. Erst auf nem nicht isolierten Dachboden, danach ca. 5 Jahre in nem Keller.

@Rillenohr, das mit dem kompletten Strang durchmessen war ein guter Tipp, hätte ja auch ein Kontaktproblem an der SME Aufnahme sein können. warum bin ich da nicht selbst darauf gekommen
Ist es aber auch nicht. Habe das Headshell angebaut und vom Ausgang des TA bis zum Cinchstecker gemessen. Voller Durchgang.

Verstärker ist es deffinitiv nicht, da ich ja noch den "Neuen" Plattenspieler habe und der spielt gerade in diesem Moment hervorragend. Auch habe ich den Wega schon mehrfach ausprobiert, ist also ehrer unwahrscheinlich, daß da dein Wackler irgendwo ist, wenn ich beim Messen Durchgang habe. Hänge ich aber nachher nochmal dran, man weiß ja nie....

Danke und Grüßle von Jens
Rillenohr
Inventar
#6 erstellt: 12. Sep 2012, 12:42

Jens1066 schrieb:
... Habe das Headshell angebaut und vom Ausgang des TA bis zum Cinchstecker gemessen. Voller Durchgang.


Ein Kurzschluss wäre auch voller Durchgang.

Wenn die Signalwege ok sind, würde ich als nächstes auch ein Billigsystem zum Testen in Erwägung ziehen.
-Fazer1-
Stammgast
#7 erstellt: 12. Sep 2012, 13:05
Jepp, schließe mich da Rille zu 100% an und ein passender Billigheimer ist dir mit dem AT95E ja auch schon empfohlen worden
Was günstigeres zu finden könnte schwierig werden und es klingt für den Preis sogar noch einigermaßen annehmbar.
schmiddi
Inventar
#8 erstellt: 12. Sep 2012, 13:06
Hallo!

Hast du den Beitrag von Directdrive (n.4) übersehen? Er hat doch die Fehlerquelle sehr anschaulich in dem Bild gekennzeichnet.

Demnach sollte ein neuer Tonabnehmer bzw. Nadeleinschub das Problem lösen.
-Fazer1-
Stammgast
#9 erstellt: 12. Sep 2012, 13:28
@schmiddi

darum ja auch der andere TA!

Der Flugrost am derzeitigen TA zeigt aber auch dass der Dreher nicht unbedingt ideal gelagert wurde, ein hochwertigeres System würde ich erst verbauen wenn definitiv alle zusätzlichen möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen werden können, denn schließlich ist mehr als ein Fehler möglich, wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlich.
Außerdem ist es ein 2.Dreher und ob Jens diesen nur ans laufen bringen will oder auf welches Niveau er ihn heben will, dazu hat sich Jens bisher nicht geäußert.
Bisher ging es immer nur darum den Dreher überhaupt ans Laufen zu bringen.
schmiddi
Inventar
#10 erstellt: 12. Sep 2012, 13:33
Ah ok, hatte den Eindruck, dass immer noch der Fehler gesucht wird. Der andere TA kam ja schon vor dem Hinweis von Direktdrive ins Gespräch.

Das mit dem Zweitdreher war mir noch nicht bewusst, habe dann aber mal in den anderen Thread geschaut.
akem
Inventar
#11 erstellt: 12. Sep 2012, 14:00
Dann würde ich doch einfach mal das Headshell samt System an den Tonarm schrauben und mit dem Widerstandsmesser am Cinchstecker messen, welchen Widerstand man über alle Kabel, Kontakt und den Tonabnehmer hat. Übliche Werte liegen bei MM-Tonabnehmern zwischen 400 und 1500 Ohm. Wichtig ist, daß es links und rechts gleich ist. Dann kannst Du de facto mit Sicherheit sagen, daß der Dreher samt Kabel in Ordnung ist und es nur an dem fehlenden Magnet des Nadeleinschubes liegt.

Ob Du dann nur einen neuen Nadeleinschub kaufst oder ein neues System, das hängt davon ab, wo Du hin willst. Das verbaute System sieht jetzt nicht gerade nach High-End aus. Ein halbwegs guter Tonabnehmer kostet so 150 Euro aufwärts. Das hier schon als "für seinen Preis eine gute Referenz" bezeichnete AT95 würde ich definitiv nicht nehmen. Referenz hat immer auch was mit Reproduzierbarkeit zu tun - und die Dinger klingen alle unterschiedlich schlecht bis mittelmäßig. Es sollen sogar schon Exemplare unters Volk gekommen sein, deren Nadeln einen Span aus der Platte gehobelt haben (hab ich mal hier gelesen). So billig kann das Ding gar nicht sein, daß ich meinen Platten sowas antun würde. Zu DEM Preis ist eben keinerlei Qualitätskontrolle drin... Da würde ich eher ne Ersatznadel für das vorhandene System kaufen.

Gruß
Andreas
Rillenohr
Inventar
#12 erstellt: 12. Sep 2012, 14:18

akem schrieb:
... So billig kann das Ding gar nicht sein, daß ich meinen Platten sowas antun würde.


Hast du keine zerkratzte Schrottplatte herumliegen, die sich für solche Tests mit Billig-TAs eignen würde? Brauchst du vielleicht eine?
Jens1066
Inventar
#13 erstellt: 12. Sep 2012, 14:44
@ directdrive, hatte deinen Beitrag übersehen, hat sich wohl überschnitten. Danke.. und schon wieder etwas schlauer

@ Rillenohr... ha, diesmal hast Du mich nicht gekriegt
klar ist Kurzschluß voller Durchgang..... aaaaabbbbeerr, ich habe immer jeweils die anderen 3 Kontakte auch geprüft und da hatte ich keinen Durchgang.

Nun bin ich guter Dinge, daß ich den Burschen zum Spielen bewegen kann. Was ich dann weiter treibe steht noch in den Sternen. Neuen Dreher z.B. mit nem Ortofon 2M Bronze aufwerten, neues hochwertiges Kabel ausprobieren, vielleicht nen seperaten Vorverstärker/Entzerrer, wer weiß????

Kann jemand was zu diesen Themen beitragen, bringt das wirklich was? ein besseres TA ist sicher unbestritten ein Zugewinn, beim Kabel habe ich da so meine Zweifel, würde mich aber gerne eines besseren belehren lassen. Wie sieht es denn mit meiner Vorstufe im DENON AVR 3311 aus? Wie gut ist die? Würde da eine Externe einen Zugewinn bringen?
Klar, ich bin jetzt schon zufrieden wie es klingt, aber mein größtes AHA Erlebnis hatte ich bei einem Bekannten (leider weggezogen) mit einer High-End Anlage. Er legte eine Pink Floyd Vinylscheibe auf (ich kannte die schon über 20 Jahre) und plötzlich hörte Dinge raus, von denen ich bis dorthin nicht wußte, daß die drauf sind. Wenn etwas in der Art passieren würde

Gruß Jens
Jens1066
Inventar
#14 erstellt: 12. Sep 2012, 14:53
@akem, kann ich ja machen, aber wie gesagt ich bin Neuling. Cinch ist ja schon klar, aber wo am TA messen. Ab den Pins am TA hatte ich ja schon gemessen, aber da bin ich ja gegen 0 Ohm.

Übrigens, Schrottplatten habe ich genügend rumliegen

Gruß Jens
Pilotcutter
Administrator
#15 erstellt: 12. Sep 2012, 14:54

akem schrieb:
Ein halbwegs guter Tonabnehmer kostet so 150 Euro aufwärts. Das hier schon als "für seinen Preis eine gute Referenz" bezeichnete AT95 würde ich definitiv nicht nehmen. Referenz hat immer auch was mit Reproduzierbarkeit zu tun - und die Dinger klingen alle unterschiedlich schlecht bis mittelmäßig.


Das Wörtchen "AT 95E" ist auf alle Fälle eine Referenz in Sachen Reizwort

Ein halbwegs guter Tonabnehmer, insbesondere für diesen hier besprochenen Zweck um einen Zweitdreher wieder lauffähig zu machen, muss aber beileibe nicht 150 Euro aufwärts kosten. Ich will aber auch nicht ewig der Advokat für das AT95E sein und empfehle daher als Testsystem das überaus charmante AT91 mit seiner robusten Rundnadel für ca. 16 Euro.

Dieses AT91 stellt eine nette Alternative zu hochwertigen Abtastern dar. Viele Betreiber hochwertiger Abtaster hören gerne nebenbei und auf Zweitdrehern mit günstigen Rundnadeln und das AT91 ist auch nicht ganz so spitz und harsch wie das 95.

Gruß. Olaf
-Fazer1-
Stammgast
#16 erstellt: 12. Sep 2012, 14:55
zu #11

Na die Sache mit dem Zerspanen einer Platte mit einer Auflagekraft von 1,5 bis 2,5 Gramm halte ich jetzt aber mal für ein Gerücht!
Meine Scheiben haben auch jahrelang ein Linn K5 (auch nur ein aufgehübschtes und zu teuer verkauftes AT95E) ertragen müssen und oh wunder sie haben überlebt, einzig es war so gut wie immer ausreichend Flüssigkeit zwischen Platte und Nadel, was die Sache wohl etwas materialschonender machte
Ein Gerät das mit einem Anpressdruck von etwa 2 Gramm Vinyl zerspanen kann würde ich mir als Werkzeug patentieren lassen und ein Vermögen damit verdienen


[Beitrag von -Fazer1- am 12. Sep 2012, 14:58 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#17 erstellt: 12. Sep 2012, 15:04

Jens1066 schrieb:

@ Rillenohr... ha, diesmal hast Du mich nicht gekriegt
klar ist Kurzschluß voller Durchgang..... aaaaabbbbeerr, ich habe immer jeweils die anderen 3 Kontakte auch geprüft und da hatte ich keinen Durchgang.


Du meinst, keinen Schluss zwischen den Innenleitern untereinander und auch keinen zwischen den Innenleitern und Außenleitern, nur Durchgang von weiß nach links innen, rot nach rechts innen - wenn ich es noch recht weiß - usw...
Na, das ist doch primal, das freut mich. Das zu überprüfen kommen wir ja hier zusammen.


[Beitrag von Rillenohr am 12. Sep 2012, 15:05 bearbeitet]
Jens1066
Inventar
#18 erstellt: 12. Sep 2012, 15:25
Immer druff uff die ollen Scheiben. Vielleicht hatte der Betreiber einen Drehmeißel eingespannt und noch ein 5 kg Gewicht drauf

Was ist nun besser??? ein 95er oder 91er?? oder doch gleich was besseres. Der Dreher soll ja gar nicht so schlecht sein, nach Aussage hier im Forum

ist zwar jetzt offtopic aber @Andreas, in Deiner Signatur steht überzeugter 5.0 er. Habe gerade eine Metallica Scheibe aufgelegt und da kommt so ein Sub echt gut

Gruß Jens
schmiddi
Inventar
#19 erstellt: 12. Sep 2012, 16:06
Für einen Zweitdreher muss man natürlich nicht Unsummen für einen Tonabnehmer ausgeben. Wenn du ein Aha-Erlebnis haben willst, kann das duchaus auch mit einem günstigen TA klappen. Es kommt halt auch darauf an was du persönlichan Klangcharakter gut findest.

Für mich ein echter Preis Leistungshit ist das Nagaoka MP 110. Aber dies ist eine rein persönliche Meinung, ich finde ja auch mein altes Shure V15 III mit Originalnadel toll.

Die Krux bei solch Empfehlungen sind halt die persönlichen Präferenzen die jeder hat. Frag drei Analogis nach dem besten TA und du kriegst 4 Empfehlungen.
-Fazer1-
Stammgast
#20 erstellt: 12. Sep 2012, 16:34
@Jens

nun, inwieweit ein Sub vielleicht nötig ist hängt ja auch von den anderen LS ab, bei mir haben FL + FR (Nubert NuWave105 mit ATM) ihren -3dB Punkt bei 27Hz und selbst der Center geht sauber bis 50Hz runter
Die NuWave Säulen sind vom Aufbau her 2 1/2-Wege, d.h. 2-Wege mit der Bestückung der sehr erfolgreichen NuWave35 + je 2 zusätzliche Langhub-Basschassies für den Tiefbass (Trennfrequenz 80Hz), wenn du so willst habe ich also re + li sehr gute Regalboxen, die jeweils auf einem eigenen Sub mit je 2 Treibern stehen.
Phasenprobleme gibt es somit keine und von den Raummoden her ist der Aufbau auch weniger problematisch als ein einzelner Basstreiber.
Befeuert werden die beiden Hauptkanäle allerdings auch nicht vom AVR sondern der dient hier nur als PreAmp und eine gute alte PowerMosFet-Endstufe sorgt für den nötigen Dampf

Wozu also noch einen .1, wenn ich doch im Grunde ein bereits perfekt abgestimmtes .2 betreibe, welche ohne zusätzlich Gehäuse und Aktivstufen auskommt


[Beitrag von -Fazer1- am 12. Sep 2012, 16:38 bearbeitet]
Jens1066
Inventar
#21 erstellt: 12. Sep 2012, 17:08
@ Andreas,
OK, das ist ein Argument. Obwohl meine 2 Stand LS vorne Transmissions Teile von T+A sind, die schon einen schönen tiefen und kräftigen Bass haben, ist doch bei manchen Musikrichtungen ein etwas kräftigerer Tiefbass nich soooo schlecht. Habe z.B. gerade die erste LP von Simply Red aufliegen, bei der der Kontrabass richtig schön mit dem Sub rüberkommt. Ich trenne übrigens bei 80 Hz und habe auch die Lautsärke moderat eingestellt. Es soll ja natürlich klingen und nicht zu Orten sein.

Mit Moden, hauptsächlich bei Heimkinobetrieb habe ich hier sowieso zu kämpfen. Der Sub ist aus so einem Brüllwürfelset von Canton, also nichts berauschendes. Da kommt noch ein anderer her, aber da ist jetzt der Plattendreher dazwischen gekommen. Budget war eigentlich für den Sub gedacht. Ein Antimod wollte ich dann evtl. auch mal testen und ein neuer BluRay Player sollte auch noch her.
Naja, so nach und nach........

Gruß Jens
Pilotcutter
Administrator
#22 erstellt: 12. Sep 2012, 17:49
So in etwa könnte eine PM klingen, die Ihr Euch mittels der Funktion schreiben könntet


Jens1066 schrieb:

Was ist nun besser??? ein 95er oder 91er?? oder doch gleich was besseres. Der Dreher soll ja gar nicht so schlecht sein, nach Aussage hier im Forum


Ich würde nicht nach "besser" sondern nach unterschiedlichen Charakteren gehen. Du hast ja nun einen guten Pro-Ject mit wahrscheinlich gutem System als manuellen Dreher. Dann würde ich mir mit dem Vollautomaten nun einen Zweitdreher mit gänzlich anderem Charakter einrichten. Quasi als Alltagsdreher oder für alte Soul und Blues Platten oder wenn etwaige Kinder mal Hörspielplatten o.ä. hören wollen.

Ich vermisse zurzeit meinen Zweitdreher und dachte eben dran, als ich eine Jerry Lee Lewis Platte hörte. Wenn man einen guten und einen besseren Dreher hat, hört man eh immer auf dem besseren.

Der Trend geht eindeutig zum Zweitdreher mit gänzlich unterschiedlichem Charakter.

Gruß. Olaf
akem
Inventar
#23 erstellt: 12. Sep 2012, 18:17
Der Wega ist sein Zweitdreher, ja. Das Problem ist nur, daß sein Hauptdreher ein Billig-Dual ist, wenn ich das richtig in Erinnerung habe... Also, ich meine einen Dual, der in den 80er Jahren billig war, heute eher teuer ist gemessen am Gebotenen. Und aus einem alten aber soliden Wega (= mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich Sony) sollte sich mit relativ wenig Aufwand der Hauptdreher machen lassen Dazu braucht er eigentlich nur nen Tonabnehmer, der besser ist, als das OM10 (was eigentlich kein so ganz großes Problem sein sollte, wenn er denn bereit ist, noch ein bischen Geld in die Hand zu nehmen). Gut, man könnte jetzt den Wega absichtlich unter Wert bestücken, um den Dual "in Ehren" zu halten, aber das macht den Musikgenuß nicht schöner...
Ne, so ein Denon DL110 vielleicht (Phonophono verkauft das glaub ich noch zum alten Preis) und dann sieht der Dual ganz schön alt aus...

Nochmal zum Messen: Du sollst am Cinchstecker den Widerstand zwischen dem Mittelstift und dem Ring messen... Dann und nur dann mißt Du die gesamte Strecke inklusive Tonabnehmer. Halte die Meßstrippen aber nur für wenige Sekunden da hin, sonst grillst Du vielleicht den Tonabnehmer...

Gruß
Andreas
Jens1066
Inventar
#24 erstellt: 12. Sep 2012, 19:01
@ akem, nee ist kein Dual, ist ein neuer Pro-Ject.

Mit dem Messe leuchtet mir, nachdem Du es geschrieben hast ein. Denken ist halt ne Glücksache. Danke!

Gruß Jens
Jens1066
Inventar
#25 erstellt: 12. Sep 2012, 20:00
Habe jetzt gemessen und an jedem Kanal 400 Ohm.

Somit sollte alles soweit klar sein. Auch wenn mich jetzt so mancher Steinigen will, habe mir das AT95E für 19,39 Euronen bestellt. Werde dann mal mit ner Schrottplatte testen und wenn es dann paßt wird das Ding dann gepimpt.

Werde dann das Ergebnis berichten.

Danke nochmal an alle Beteiligten.
-Fazer1-
Stammgast
#26 erstellt: 12. Sep 2012, 20:15
ok, dann hast du jetzt übern TA gemessen

Wenn Du vor hast später zu pimpen wäre ein Ortofon OM10 ggf. eine Option, habs zuletzt für 33,- gesehen und zum pimpen brauchst Du nur eine andere Nadel.

Ich kenne den WEGA-Arm aber nicht und daher müßten jemand anders helfen ob das passen würde!
akem
Inventar
#27 erstellt: 13. Sep 2012, 07:03

Jens1066 schrieb:
Denken ist halt ne Glücksache.


Nö - Übungssache...
Rillenohr
Inventar
#28 erstellt: 13. Sep 2012, 07:43

akem schrieb:
... Halte die Meßstrippen aber nur für wenige Sekunden da hin, sonst grillst Du vielleicht den Tonabnehmer...


Toller Tip. Ich weiß nicht, warum das besser sein soll, als die beiden halben Wege zu messen, ohne das Risiko einzugehen, etwas zu "grillen". Wenn die beiden Halbwege ok sind, kann es ja nur noch am TA liegen, wenn sich nichts tut.
akem
Inventar
#29 erstellt: 13. Sep 2012, 09:54
Naja: wenn man auf diese Weise irgendwas < 5 Ohm mißt, dann weiß man, daß man nen Kurzschluß auf der Leitung hat. Wenn man nur die Kabel ohne Tonabnehmer mißt kann man genau das nicht ausschließen. Hier in diesem Fall hat der TE die Strippen zwar schon gemessen (auch gegeneinander, wenn ich das richtig gelesen habe), aber in so einem Forum soll man ja auch was lernen können Z.B. wei man Messungen abkürzen kann...

Gruß
Andreas
Rillenohr
Inventar
#30 erstellt: 13. Sep 2012, 12:03
... und man dabei etwas kaputt macht. Nun ja, in dem Fall wäre ja nicht viel kaputt... in dem Fall.
akem
Inventar
#31 erstellt: 13. Sep 2012, 12:57
Was soll man denn kaputt machen?
Rillenohr
Inventar
#32 erstellt: 13. Sep 2012, 14:30
Na, dass und was kaputt gehen kann, hast du doch selbst erwähnt.
-Fazer1-
Stammgast
#33 erstellt: 13. Sep 2012, 15:08
Na, da der TA doch eh schon ausgemustert war und einzig dessen Spulen zerstört werden konnten war's doch halb so wild
akem
Inventar
#34 erstellt: 13. Sep 2012, 16:38
Na, na, nun mal langsam: um einen MM-TA zu schießen muß man schon ne ganze Weile Strom reinschicken. Ich weiß nicht mit welchen Meßspannungen die diversen Multimeter da wirklich messen, aber das wird nicht die volle Betriebsspannung sein. Und ein MM hat ja wie gesagt immer >300 Ohm. Bei MCs ist es kritischer, aber auch da ist mir noch nie was passiert. Man darf halt nur kurz messen (etwa max. 1sec).

Gruß
Andreas
-Fazer1-
Stammgast
#35 erstellt: 13. Sep 2012, 17:00
Hey, es wurde ja auch nur gesagt das es rein theoretisch passieren könnte, bei 400Ohm bleibt von der Spannung eh kaum noch was über, für mich kling das eher unkritisch
Jens1066
Inventar
#36 erstellt: 14. Sep 2012, 13:07
Hallo nochmal,

hier die versprochene Info. AT 95 E ist heute gekommen und ich hab´s natürlich gleich eingebaut

Mit dem Ergebnis, dass nun beide Kanäle spielen. Vielen Dank noch mal an Alle, für die guten Tipps.

Klanglich ist es natürlich nicht mit meinem "Erstdreher" zu vergleichen, aber wenn ich diesen nicht hätte, würde ich wahrscheinlich sagen, ist doch ganz OK. Insgesamt klingt der Wega doch "dünner" und auch leiser.

Jetzt muß doch wohl ein Phono Pre her, denn andauernd umstöpseln ist auch nicht das Wahre, zumal ich an den AVR nur mit Verrenkungen hinten ran komme.

Jetzt wird der WEGA erst mal technisch (z.B. will der Tonarmlift nicht so wie ich will) und optisch auf Fordermann gebracht und dann sehen wir weiter.


[Beitrag von Jens1066 am 14. Sep 2012, 13:08 bearbeitet]
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