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Kabeltausch am TD 316

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Beitrag
sveze
Inventar
#1 erstellt: 24. Aug 2006, 08:25
Hallo zusammen,

mein heiß und innig geliebter Thorens TD 316 hat leider einen Wackler am Cinch-Kabel .

Für den Tausch des Kabels habe ich ein paar Fragen an die Spezialisten und Tuner:

- Was muss ich beim Öffnen des Geräts und beim Wechsel des Cinch-Kabels beachten?
- Was für ein Kabel nehme ich und wo bekomme ich es her?
- Kann ich das Massekabel (zum Anschluss am Verstärker) weiterverwenden oder sollte das auch getauscht werden?
- Muss nach dieser Aktion irgendetwas neu justiert werden?

- Es ist auch möglich, dass nur der Cinch-Stecker den Wackler produziert. Macht es ggf. Sinn nur die Cinch-Stecker auszutauschen?

Der Dreher hat jetzt fast 20 Jahre auf dem Buckel. Das ist die erste Reperatur, die fällig wird (abgesehen von einer Neujustierung und Reinigung vor ein paar Monaten durch einen Fachhändler). Tolles Gerät .

Vielen Dank vorab für eure Hilfe.
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 24. Aug 2006, 13:11
Hallo!

Wenn der Kabelbruch am Stecker liegt genügt es selbstverständlich wenn du nur den Tauschst, b.z.w. beide wegen der Optik. Falls du das gesamte Tonarmkabel tauschen mußt besorge dir ein Kabel mit einer eigenkapazität von etwa 180-250 picofarad/meter das entspricht dann etwa einem Tradionellem Tonarmkabel. Beim Anlöten an die Tonarmverkabelung solltest du den Farbencode beachten, der ist: Rot = Signal rechts, weiss = Signal links, grün = Masse rechts, blau = Masse links. Wenn das Massekabel seperat geführt wird kannst du es lassen. Bei der Neumontage im mechanischem Bereich kanst du die Vorgaben des Orginalkabels getrost einfach übernehmen.
MFG Günther
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 24. Aug 2006, 13:29
Hi, ein Cinch-Stecker kann eigentlich nicht kaputt gehen. Entweder ist eine Lötstelle ab oder "kalt" oder Du hast kurz vor dem Stecker einen Kabelbruch. Man braucht also die Stecker eigentlich nicht auszutauschen.

Gruß Silberfux
Edinburgh
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 24. Aug 2006, 15:48
Hallo,

als erstes würde ich mit einem Multimeter mal die Leitungen durchhupen um zu gucken, ob es überhaupt das Tonarmkabel ist und nicht der Vorverstärker. Kannst dafür auch einfach die Leitungen mal vertauschen und hören, ob nun der andere Kanal läuft. Meine 3er sind ähnlich alt aber mit den Tonarmkabeln war noch nie etwas.

Um die Kabel zu tauschen, muss der Spieler auf den Kopf gedreht werden, ich setze einen 316 der ersten Bauserie voraus, die spätere Version MK II kenne ich nicht, vermute aber, dass nichts Wesentliches geändert wurde:

1. Haube und Scharniere ab
2. Außenteller, Kunststoffinnenteller und Riemen runter
3. Tonarm in der Halterung fixieren mit Kabelbinder, Gewicht ab
3. wenn nichts anderes wie eine Verpackung, die von der Größe her passt, zur Hand den Spieler sehr, sehr vorsichtig und behutsam rücklings auf die umgedrehte Plastikhaube setzen, so dass der ganze Spieler quasi komplett auf dem Rücken (der Haubenoberseite) liegt; Aufpassen, dass der Tonarm keinen dabei mitkriegt und in der Haube verschwindet, ferner ideal, wenn Du selbstklebenden Filz oder Ähnliches auf die Haubenkanten
setzen könntest, damit das Furnier nicht leidet
4. Die 3 Spax-Schrauben, die Bodenwanne und Holzchassis verbinden, lösen, die 4te längerer Schraube in der Mitte ebenso
5. Die Bodenwanne auf der Kabelanschlussabgewandten Seite vorsichtig anheben und vertikal stellen, alle störenden MasseKabelschuhe zum Tonarmlager und zur Bodenwanne hin abziehen; die Bodenwanne vor dem Spieler so ablegen, dass die Kabel von Stromanschluß und Tonarmkabel "spannungsfrei" sind
6. Die Kabeldurchführung kann nach Kabeltausch i. d. R. wieder verwendet werden, es sei denn, Du montierst irgendwelche bombastischen Strippen
7. Jetzt wird's schwieriger, weil's schon länger her ist
An der Tonarmbasis sind die Tonarmsignalkabel (in verdrillter Form) angeschlossen; die abgehenden Cinchkabel sind an 5 Stellen auch hier verlötet. Nun würde ich einzeln entlöten und schauen, ob der Übeltäter im Kabel zum Verstärker hin oder im Tonarm selbst zu finden ist, vielleicht auch gleich optisch zu erkennen
8. Austauschen wie notwendig, das "gleichzeitige" Anlöten der 5 Kabel in der Armbasis ist etwas knifflig, mit ruhiger Hand sollte es gehen; wie die Armkabel selbst zu tauschen sind, weiß ich leider auch nicht genau, da noch nie gemacht

Hier kann vielleicht jemand anders weiterhelfen....

Zusammenbau im Prinzip umgekehrt

Hoffe, ich konnte helfen

Gruß
sveze
Inventar
#5 erstellt: 24. Aug 2006, 17:56
Vielen Dank für die Antworten.

Bis zu Edinburgh's Beitrag war die Welt für mich noch in Ordnung .


Edinburgh schrieb:
Kannst dafür auch einfach die Leitungen mal vertauschen und hören, ob nun der andere Kanal läuft.


Links und rechts vertauscht habe ich schon. Ist immer das selbe Kabel. Das Signal geht auch weg, wenn ich am Kabel hinter dem Cinch-Stecker wackele. In sofern gehe ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen schon von einem Kabelbruch aus.

Naheliegend sollte jetzt wohl sein, dass ich nur den Stecker tauschen muss, oder?


Um die Kabel zu tauschen, muss der Spieler auf den Kopf gedreht werden, ich setze einen 316 der ersten Bauserie voraus, die spätere Version MK II kenne ich nicht, vermute aber, dass nichts Wesentliches geändert wurde:


Yep. Erste Baureihe.


Edinburgh schrieb:
von acht Schritten


Puh , ich wusste, dass ich löten muss .


wie die Armkabel selbst zu tauschen sind, weiß ich leider auch nicht genau, da noch nie gemacht


Die werde ich hoffentlich nicht auswechseln müssen, oder?

Bis hierher vielen Dank... Soeben ist ein weiteres Problem aufgetreten *heul*:

Es brummt aus den Lautsprechern!

Wenn ich den Masseanschluss wegnehme brummt es sehr laut. Schließe ich wieder an, wird es zwar deutlich leiser aber ich kann es immer noch hören (Amp steht zwischen 9 und 11 Uhr). Es stört beim Musik hören . Wo kann ich ansetzen ?
cohibamann
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Aug 2006, 07:39
Nach Deiner Beschreibung kann es sich nur um einen Kabelbruch handeln. Jetzt ist herauszufinden wo. Das Brummen entsteht weil das signalführende Kabel schon kontakt mit der Abschirmung hat, vermutlich.
Kannst Du feststellen ob das Kabel am Chinchstecker oder aber in der Nähe vom Gehäuse gebrochen ist? Beim Abwackeln einfach mit einer Hand das Kabel an einer bestimmten Stelle festhalten (ruhigstellen) und mit der anderen abwackeln. So kannst Du schon mal sehen ob es am Chinchstecker gebrochen ist oder am Gehäuse.

Mein Vorschlag, bekommst Du es nicht hin kann ich Dir persönlich weiterhelfen, es sei denn wir wohnen zu weit auseinander. Ich wohne in der Nähe von Frankfurt am Main.

Kannst ja ne kurze PM senden.

Gruß Uwe
Edinburgh
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 25. Aug 2006, 08:40
Hallo,

wenn es so ist, wie Du schreibst muss es wohl das Kabel direkt hinter oder am Steckeranschluss (wahrscheinlich!)selbst sein. Am Durchgang zum Gehäuse vermute ich nicht, weil die Durchführung an sich relativ kabelschonend ausgelegt ist. Da ist der Stecker aus meiner Sicht auch wegen der Belastung durch Aufstecken und Abziehen am Verstärker schon anfälliger, vor allem wenn man beim Abziehen nicht am Stecker sondern am Kabel zieht, was ich jetzt mal nicht voraussetze.
Dann kannst Du Dir den ganzen Aufwand mit Umdrehen usw. natürlich sparen, wenn damit das Problem behoben ist.
Ist doch eine gute Gelegenheit die etwas rustikalen Standardstecker zu tauschen.
Tipp: Reinsilberlot beim Konfektionieren/Anlöten der neuen Stecker verwenden. Das ist auch für einen Nichtlötexperten wie mich kein Problem gewesen.
.gelöscht.
Stammgast
#8 erstellt: 25. Aug 2006, 09:26
Hallo sveze

Wenn Du keine "Übung" auf technischem Gebiet hast, würde ich das Kabel NUR DANN tauschen, wenn es wirklich UNBEDINGT ERFORDERLICH ist. Sonst nicht.

Daher:

Du mußt zuerst den Fehler eingrenzen:

Mit Multimeter im 2k-Bereich (2 Kilo-Ohm-Bereich) messen. Die Messungen erfolgen OHNE Verstärker (also nur den Plattenspieler ALLEIN untersuchen!).

1.) Ohm-Messung am INTAKTEN Cinch-Stecker, um einen "Referenz-Wert" für den Widerstand zu erhalten (Hier wirst Du einen Wert bis 500 Ohm messen, also den Widerstand des Tonabnehmers).

2.) Meß-Strippen an den problembehafteten Cinch-Stecker halten (oder besser: klemmen) und dabei leicht (und LANGSAM!) am Kabel biegen, um die ungefähre Stelle des Unterbruchs zu finden.
Wenn das Meßgerät reagiert (also die angezeigten Zahlen kurzzeitig verschwinden: Das heißt dann "Unendlich"), kannst Du das Kabel einige Zentimeter vor der eruierten Stelle abschneiden.
Dann:
Kabel neu abisolieren und VOR der Steckermontage DIREKT am Kabel Messung wiederholen.
Wenn das Meßergebnis jetzt konstant bleibt, kannst Du (sorgfältig) zwei neue Stecker montieren.
Messung dann wiederholen.

3.) Zur Masse-Leitung:
Die Masse-Leitung ist DIREKT mit dem Metall-Chassis des Plattenspielers UND mit dem Metall-Tonarm verbunden.
Hier mußt Du konstant Null Ohm messen (Zwischen Massekabel und Tonarm, bzw. Chassis.).

Anmerkung zur Veranschaulichung:
Die Cinch-Massen des Plattenspielerkabels haben zueinander KEINE Verbindung:
Das heißt:
Die Anschlüsse des jeweiligen Cinch-Steckers führen also direkt zur jeweiligen Tonabnehmer-Spule.
Und auch das Masse-Kabel ist getrennt vom Ganzen (hat also nur mit dem Chassis und dem Metall-Tonarm des Plattenspielers eine Verbindung.).

Wenn obige Dinge erledigt sind (und sich konstant richtig messen lassen), kannst Du den Plattenspieler als weitere Fehlerquelle ausschließen.

Herzliche Grüße
von
Christian Böckle

PS.: Falls es dann immer noch Probleme geben sollte:
Eine zusätzliche Fehlerquelle können auch die Lötstellen der Phono-Cinch-Buchsen des Verstärkers sein.
sveze
Inventar
#9 erstellt: 25. Aug 2006, 14:52
Hallo zusammen!


cohibamann schrieb:
Nach Deiner Beschreibung kann es sich nur um einen Kabelbruch handeln.


Das hört sich gut an.


Das Brummen entsteht weil das signalführende Kabel schon kontakt mit der Abschirmung hat, vermutlich.


Erklärt das Brummen. Wäre schön, wenn es vom Wackler kommt.


Mein Vorschlag, bekommst Du es nicht hin kann ich Dir persönlich weiterhelfen, es sei denn wir wohnen zu weit auseinander. Ich wohne in der Nähe von Frankfurt am Main.


Sehr nett, Danke . Wohne zwischen Stuttgart und Ulm. Ist wohl a weng zu weit weg.


Edinburgh schrieb:
Da ist der Stecker aus meiner Sicht auch wegen der Belastung durch Aufstecken und Abziehen am Verstärker schon anfälliger, vor allem wenn man beim Abziehen nicht am Stecker sondern am Kabel zieht, was ich jetzt mal nicht voraussetze.


Niemals .


.gelöscht. schrieb:
eine weiter ausführliche Anleitung über mehrere Schritte


Danke für die ausführliche Anleitung .

Da ich ein Holzohr bin, werde ich selbstverständlich nur die Stecker tauschen, wenn ich nachgewiesen habe, dass nur die defekt sind.


PS.: Falls es dann immer noch Probleme geben sollte:
Eine zusätzliche Fehlerquelle können auch die Lötstellen der Phono-Cinch-Buchsen des Verstärkers sein.


Das schließe ich aus, da ich die Kabel links/rechts schon vertauscht habe und der Wackler dann auf dem anderen Kanal liegt.

Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich werde mich frühestens nächstes WE damit beschäftigen können und dann berichten.

Ich hoffe, dass das Brummen tatsächlich vom defekten Kabel kommt.

Schönes Wochenende euch allen .
.gelöscht.
Stammgast
#10 erstellt: 25. Aug 2006, 16:41

sveze schrieb:


PS.: Falls es dann immer noch Probleme geben sollte:
Eine zusätzliche Fehlerquelle können auch die Lötstellen der Phono-Cinch-Buchsen des Verstärkers sein.


Das schließe ich aus, da ich die Kabel links/rechts schon vertauscht habe und der Wackler dann auf dem anderen Kanal liegt.


Hallo sveze

Ich weiß.
Mit meiner Bemerkung wollte ich nur auf das "neu aufgetauchte" Brummen Bezug nehmen.

Herzliche Grüße und Viel Glück
Christian
winne2
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Aug 2006, 07:26
Hi,

wenn du den Plattenspieler selten bewegst (ist meistens so),
probiere ein niederkapazitives Kabel, RG 62 z.B., kondensatoren am Eingang kann man immer noch platzieren

Gruss,

winne2


[Beitrag von winne2 am 28. Aug 2006, 07:27 bearbeitet]
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