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Verzerrter Klang bei Thorens TD 316

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habe.fastalles
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Sep 2009, 20:13
Hallo,
habe folgendes Problem,
Bei meinem bei Ebay geschossenen TD 316 fängt in unregelmässigen Abständen der Ton an sich zu Verzerren.

Es hört sich an als ob die Nadel verschmutzt ist.
Ist sie aber nicht.

Was kann hierfür die Ursache sein?

Es kommt mir auch so vor als ob der Nadelträger sehr nah an der Platte ist.
Kann es sein das dieser verbogen ist? (System Ortofon OM10)

Die Auflagekraft ist korrekt eingestellt, was mir ein wenig Rätsel aufgibt ist die Einstellung des Antiskating. (Tonarm TP21 mit Antiskating und kleinem Gewicht an Nylosschnur) Es ergeben sich doch einige kombinationsmöglichkeiten wie man das Gewich an welcher Einkerbung der 2 Stifte einhängt.

Hat jemand eine Idee?
Gruss
luckyx02
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 05. Sep 2009, 21:09
Hallo,
Hört sich nach einer lockeren Nadelhalterung an. Also das Gummilager wird wohl durch sein. Was für ein system ist denn montiert ?
MfG Lutz
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 05. Sep 2009, 23:00
Moin !

@ Lutz: Augen auf beim Lesen hilft !

@ hfa :

Bei Vinyl-Engine findeste alle relevanten Manuals nach Anmeldung zum Download.

MfG,
Erik
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Sep 2009, 12:28
Danke erstmal für die Tips.
Werde mir das entsprechende Manual runterladen.

Das mit dem Nadelträger habe ich mir auch gedacht ,na da wird wohl ne neue Nadel fällig sein.
luckyx02
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 06. Sep 2009, 12:52

luckyx02 schrieb:
Hallo,

Was für ein system ist denn montiert ?
MfG Lutz


uuuhpsss...man ist auch nicht mehr der jüngste
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 06. Sep 2009, 13:56
Update:

Habe die Antiskating Vorrichtung gemäß Thorens Manual eingestellt.

Die Verzerrungen haben nachgelassen ,sind aber noch nicht ganz verschwunden.

Auffällig ist das es zum Plattenende hin zunimmt.
Am Anfang einer Platte sind keine Verzerrungen vorhanden.

Das System ist korrekt von der Auflagekraft her eingestellt.
Kann es sein das dass System nicht richtig im Headshell justiert ist?

Bin für alle Anregungen dankbar
Archibald
Inventar
#7 erstellt: 06. Sep 2009, 15:22
Hallo Habefastalles,

das ist sehr gut möglich. Bitte überprüfe alle Justagemöglichkeiten laut Manual auf korrekte Einstellung. Solltest Du dann immer noch Probleme haben, dann ist es möglicherweise, wie Lutz vermutet, der Nadelträger (mit Nadel etc.) ansonsten ist, wenn auch nicht wirklich wahrscheinlich, der Tonarm eine mögliche Fehlerquelle. Wenn alle Parameter korrekt eingestellt sind und ein Tausch der Nadel keine Verbesserung gebracht hat, solltest Du Joel aka violette hier im Forum kontaktieren, als ehemaliger Thorensmitarbeiter ist er mit den TDs auf "Du und Du".

Gruß Archibald
violette
Stammgast
#8 erstellt: 06. Sep 2009, 16:39
Hallo Habe fast alles

Hast Du ein Schablone für beide Geometrie Punkte oder mm Papier Daheim ?
Mfg
Joel
MikeDo
Inventar
#9 erstellt: 06. Sep 2009, 19:47
Die Nulldurchgänge sind nicht exakt justiert!

Schablone hier runterladen und penibel justieren.

Danach ist das Thema für gewöhnlich obsolet!


habe.fastalles
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 06. Sep 2009, 21:32
Liebe Gemeinde,
danke für den Tip mit den Justage Schablonen.
Habe mich heute 2 Stunden bemüht den optimalen Punkt zu finden.

Folgendes ist dabei herausgekommen.

Die Qualität hat zugenommen ,aber es ist nach wie vor so das ich am Ende der Platte diese leichten Verzerrungen habe.
Ich versuch das mal zu beschreiben.

Also:
Die groben Verzerrungen die das gesamte Klangbild betrafen und bereits in der Plattenmitte auftraten sind verschwunden.
Ich habe mich soweit herangetastet das ich "nur" noch während des letzten Liedes einer Platte (3 Min ca. standart Songlänge)
Verzerrungen in den "S" Lauten höre.

Was mir ausserdem noch auffiel ist das der gesamte Eindruck sich zum Plattenende verschlechtert.
Ich sag mal so:
Plattenanfang High End , Plattenende Standart.
Alles verschlechtert sich ,Raumeindruck ,Klangfarben u.s.w.

Nun habe ich als Analog Laie noch ne Frage.
Am Tonarm kann man auch die horizontale Neigung des Headshells einstellen.
Was muss man dabei beachten?
Ist das der s.g. Azimuth?
Ist das diese Geschichte mit dem Spiegel?

Fragen über Fragen ,aber Danke schonmal im Vorraus für die Anregungen.
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 07. Sep 2009, 09:20
Hallo,

am Plattenende nehmen Verzerrungen immer drastisch zu. Stimmt dann etwas mit der Justage nicht, werden sie dort zuerst hörbar.
Mit manchen Systemen bekommt man es nie 100% hin.

Der Azimut ist die Stellung der Nadel in der Rille von vorne gesehen. Er sollte idealerweise 90° betragen (Nadel steht genau senkrecht in der Rille). Das mit der "horizontalen Neigung" kommt wahrscheinlich hin.
Passt der Azimut nicht ganz, hast du eher Kanalungleichheiten oder unsaubere Abtastung eines Kanals. Mit dem schlechterwerden zum Plattenende hat das nichts zu tun.
Ein Spiegel hilft bei der Einstellung des Azimuts - die Nadel darauf absenken und schauen, ob der Tonabnehmer im Spiegel genauso erscheint wie in echt. Scheint er verdreht, stimmt der Azimut nicht.


Probiere einmal die DIN-Schablone aus, die geht bis recht weit innen. Eventuell wirds damit schon besser.


Allerdings solltest du auch dringend der Sache mit deiner schiefen Nadel auf den Grund gehen. Die Grundvoraussetzungen zum sauberen Abtasten sollten schon erstmal erfüllt sein...


Evtl. ist das günstige OM10 gar nicht in der Lage, das Plattenende so sauber abzutasten wie den Plattenanfang.


Gruß
Benjamin
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 07. Sep 2009, 11:27
Also schief ist der Nadelträger nicht.
Aber er gibt sehr stark nach so das die Nadel kaum noch sichtbar ist wenn man in Augenhöhe vom Plattenteller hinsieht.

Ich kann also nicht erkennen ob die Nadel exakt senkrecht in der Rille steht.
Albus
Inventar
#13 erstellt: 07. Sep 2009, 11:31
Tag,

nach dem beobachteten Durchfallen der Nadel ist das Nadellager hin. Oder, die Auflagekraft ist viel zu hoch, korrekt typisch 15 mN. Mit der Bürstchenprobe sollte merklich werden, ob die Elastizität des Nadellagers noch gegeben ist. Mit Nadelbürste vorsichtig anstossen und die Rückfederung in die Gleichgewichtsposition beobachten, rechts wie links horizontal gleich, dazu in der Vertikalen ebenso. Sitzt das kleine Dämpfergummi noch richtig (von vorn mit einer Lupe in die Röhrchenöffnung hineinsehen)?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Sep 2009, 11:35 bearbeitet]
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 07. Sep 2009, 15:09
Also nach langen hin und her und mehr oder weniger hörbaren Erfolg der ganzen justageprozedur ,habe ich mich heute entschlossen das Problem in Fachmännische Hände zu geben und den Thorens in die Werkstatt meines HIFI Dealers gegeben.

Auch Er sagte nach abziehen der Nadel das da irgendetwas faul ist.
Er checkt nun die Justage und den Nadelträger ,ersetzt diesen ggf. und justiert das Subchassis.

Ich hoffe das dass nicht zu teuer wird sonst entpuppt sich mein Ebay Schnapp doch als kostspielige Angelegenheit.
Na mal sehen.

Werde Morgen berichten was war.

Danke einstweil.
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 08. Sep 2009, 22:04
Also für den, den es Interessiert der abschliessende Befund des "Patienten".

Ich hatte überhaupt keine Chance den Tonabnehmer perfekt zu justieren da das Antiskatinggewicht ein falsches war.
Dies passte vom Gewicht her nicht zum TA und war viel zu leicht.

Also erste Maßnahme: Neues Gewicht.

Der Gummi des Nadelträgers war kaputt und ich habe eine neue Nadel bekommen, das ist nun auch sichtbar wie die Nadel in der Rille steht.

Zweite Maßnahme: Neue Nadel.

Dann penibelst mit Messschallplatte justiert.
Subchassis eingestellt.
Tonarmlift auf Werkseinstellung justiert.
Neuer Riemen.
Lageröl neu.

Ich glaub das wars.
Also wenn ich alles nunmal zusammenzähle dann war der vermeindliche Ebayschnapp summasumarum ein gutes Geschäft.

160.- Erststeigert
100.- Phonopre
90.- Service

Sind insgesamt 350.- Euro.
Inklusive NAD PP2.
Irgendsoein Pro-ject Debut "Brett" wäre genauso teuer gewesen und aber klanglich dem Thorens nicht gewachsen.

Na denn, danke nochmals für die Anregungen.
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 09. Sep 2009, 13:01
Hallo,

die abschließende Frage - gefällt der Thorens denn jetzt klanglich?
Keine Verzerrungen mehr?


Gruß
Benjamin
habe.fastalles
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Sep 2009, 10:03
Hallo, sorry das ich erst jetzt schreibe.
War beruflich ein wenig eingespannt und fand keine Zeit.

Ich versuche mal eine Beschreibung des Klanges abzugeben. (Wobei dies natürlich immer Subjektiv ist)

Die verzerrungen zum Plattenende hin sind komplett verschwunden.

Anfangs klang das neue System ein wenig rauh ,dies hat sich aber nach etlichen Platten gegeben und nun klingt der Thorens Rund und Satt.

Sehr gut gefällt mit seine Räumliche Auflösung und sein wirklixh analoger Charackter.
Weniger gut ,aber auf hohen Niveau ,ist die Stimmenwidergabe die m.E. ein wenig präsenter sein könnte.

Da wird mittelfristig mal ein neuer TA fällig sein.

Ich habe übrigens den Ebay Verkäufer angeschrieben und er teilte mir mit das auch er ein fleissiger Leser des Forums ist und das es bekannt sei das die meisten User zu dumm sind einen Plattenspieler zu justieren.

Aber ich denke mit einer defekten Nadel und einem falschen Antiskatinggewicht hat auch der begabteste keine Chance einen guten Ton aus dem Teil herauszukitzeln.

Bei Ihm war alles okay...Klaaaar

Da der Thorens aber vom Holzchassis und vom Tonarm in einem praktisch Makellosen Zustand waren hat es sich gelohnt ein wenig Geld und Zeit zu investieren um diesen Klassiker ein "Zweites Leben" in guten Händen zu verschaffen.

Mit analogen Grüssen.

P.S. der Name des Ebayverkäufers ist übrigens fraenki63214 falls Ihr mal nen Plattenspieler o.ä. von dem kaufen wollt rechnet gleich die Werstattkosten mit dazu
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