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Modding am Technics 1210 MK2

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lotharpe
Inventar
#1 erstellt: 02. Okt 2006, 16:59
Hallo,

ich bin am überlegen meinen 1210 MK2 noch ein wenig
klanglich zu verbessern. Die Headschell Kabel habe
ich schon durch Van den Hul Headshell-Link Tonkopfkabel
aus Silber ersetzt. Des weiteren würde ich gerne die
Tonarminnenkabel durch Van den Hul MCS-150 M Leitungen
ersetzen. Als Phonokabel ist das Ortofon 6NX-TSW 1010
geplant. Es müsste nur noch die Passende Buchse in das
Gehäuse eingebaut werden. Den Tchnics würde ich noch zusätzlich auf gute Absorberfüsse stellen. Frage an die
Vinyl-Fans, lohnt sich so ein Umbau an diesem Dreher und
wie würden sich die Klangeigenschaften verändern? Wie würde der 1210 im Vergleich zu teureren Laufwerken abschneiden?

Viele Grüsse
Lothar
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 02. Okt 2006, 17:32
Hallo!
Die Tonarmverkabelung des SL-1200 MK II ist eigentlich recht ordendlich, ebenso das verwendete Tonarmkabel. Eine Verbesserung würde ich mir durch eine neue Verkabelung nicht unbedingt erwarten. Der Technics ist m.E. ohnehin -mit einem hochwertigem Tonabnehmer ausgestattet- einer der besten Plattenspieler auf dem Markt. Der Antrieb ist sowohl von den Gleichlaufwerten wie auch von den Rumpelwerten her, von vielen (wesentich Teueren) High-Endlaufwerken nicht zu toppen. Der Tonarm entspricht von der Qualität her einen Tonarm in der Preisklasse bis ca. 500 Euro. Du solltest den Plattenspieler -wenn möglich- auf eine Wandhalterung stellen, das bringt wesentlich mehr als eine neue Verkabelung. Ansonsten würde ich dir raten einen möglicht hochwertigen Tonabnehmer der von den Werten her zum Tonarm passt zu erwerben.

MFG Günther
Pyreen
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Okt 2006, 18:29
Hi,
Silberkabel im Tonarm machen Dich ärmer, bringen aber keinerlei "Verbesserungen" mit sich, insbesondere keine hörbaren.
Viel sinnvoller wäre der Tausch des Armes an sich gegen ein Modell, welches auch das problemlose Betreiben von mit hoher compliance ausgestatteten Tonabnehmern möglich macht. Insbesondere manch alte Elacs und Shures sind für den Serienarm des Technics in resonanzfrequenztechnischer Hinsicht suboptimal geeignet.
Doch auch hier ist Überlegung vonnöten, den alten einfach durch einen beliebigen neuen Arm zu ersetzen, welcher von hoher Ästhetik und höherem Preis ist, wäre vom Resultat her ein reines Glückspiel.

Viele Grüße,

Pyreen


[Beitrag von Pyreen am 02. Okt 2006, 18:32 bearbeitet]
ronmann
Inventar
#4 erstellt: 02. Okt 2006, 19:03
das laufwerk beeinflußt den Klang am stärksten, danach der Arm, dann der Abnehmer zuletzt die kabel. den größten fortschritt erreichst du also, wenn du dir einen superguten riementriebler kaufst. Weiß nicht ob du DJ-Ambitionen hast. Aber das willst du sicher nicht. Stell ihn also auf ne gute Wandhalterung, gegebenfalls kannst du den Tonabnehmer austauschen. Profisysteme sind auf robustheit und nicht klang gezüchtet, falls eins dran ist. Phonostufe der meisten Verstärker ist auch für´n Arsch. Also bei ebay den kleinen NAD kaufen (99€ Listenpreis) Kabel sind das allerletzte was du tauschen kannst, wenn vorher alles stimmt.
pet2
Inventar
#5 erstellt: 02. Okt 2006, 19:05
Hallo,

also warum man unbedingt heute noch auf einen leichteren Tonarm wechseln sollte, verstehe ich absolut nicht.
Hochwertige Tonabnehmer haben heute fast nur noch eine niedrige Compliance.
Die Zeiten der hochwertigen Shure, Elac, AKG, Philips Tonabnehmer mit hoher Compliance (> 30) sind leider vorbei.
Originalnadeln gibt es so gut wie nicht mehr und wenn nur als NOS zu sehr hohen Preisen.

Ich würde den Tonarm so lassen wie er ist und zunächst in ein hochwertiges MC System und einen brauchbaren Phonopre investieren.
Wenn möglich sollte der Technics auch an der Wand befestigt werden.
Ist nicht teurer als irgendwelche Voodoo Absorber und funktioniert wenigstens .

Gruß

pet
ronmann
Inventar
#6 erstellt: 02. Okt 2006, 19:24
apropo absorber: rdc-spikes könnten besser klingen als gummifüßchen
lotharpe
Inventar
#7 erstellt: 02. Okt 2006, 22:43
Hallo,

am 1210'er ist zur Zeit das Ortofon OM30 Super montiert, ein gutes System meiner Meinung nach. Der Entzerrer ist ein
Creek OBH-15, der Pre-Amp ist ein Creek OBH-22. Als Wandler für das Homerecording ist die Phase X24FW nachgeschaltet. Habe nach mehrtägigen Aufnahmesessions immer wieder verglichen zwischen CD und Analog. Komisch?!, Analog klingt irgendwie besser, trotz der Wiedergabe über einen Wandler (Aqvox USB/2DA). Aber wie ich das nach eurer Antwort sehe, sollte ich den Technics so lassen wie er ist und ev. in ein besseres System investieren.
Ich bin ja mit dem jetzigen Klang nicht unzufrieden, aber wenn doch eine Steigerung im bezahlbaren Rahmen möglich ist.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 02. Okt 2006, 22:52 bearbeitet]
majordiesel
Stammgast
#8 erstellt: 03. Okt 2006, 05:57
wenn du mutig bist dann hier:
http://www.tonearm.co.uk/dj-technics-arm.htm
da gibts es auch eine pdf mit genauen anweisungen zum umbau. ich finde sie nur grad nich und weiß auch nich wie ich hier eine datei anhängen kann. zur not schick mir per pn deine emailadresse und ich schick dir die pdf!
analoge grüße
markus
directdrive
Inventar
#9 erstellt: 03. Okt 2006, 08:11
Moin,

ein paar Anmerkungen auch von meiner Seite.

An der Verkabelung des Technics gibt es meines Erachtens nicht viel auszusetzen, nur für den ernsthaften professionellen Einsatz ist das NF-Kabel nicht robust genug.

Die Füße des Technics sind ausgezeichnet. Die heute auf dem Markt angebotenen "Fußlösungen" funktionieren alle im Sinne einer Ankoppelung, nicht als Isolatoren, und die Gummifüße, die man noch bekommt, sind alle kaum der Entkoppelungswirkung eines Squashballes gewachsen...

Pyreens Idee, einen anderen Tonarm zu verbauen, finde ich gar nicht falsch, der originale Technicsarm ist nicht für alle Systeme die optimale Wahl. Trotzdem frage ich mich, weshalb man einen Arm geringer effektiver Masse wählen sollte. Es gibt überhaupt keine Tonabnehmer hoher Compliance für diese Arme mehr zu kaufen, bestenfalls das Ortofon OM-30

Auch den von Markus verlinkten Umbau auf den Rega/Origin Live Tonarm würde ich mir gut überlegen. Davon abgesehen, daß auf der Seite marktschreierisch unbelegtes Zeugs behauptet wird, treibt man hier den Teufel mit dem Beelzebub aus. Die Rega-Arme sind klanglich zwar o.k., aber bieten weder Höhenverstellung noch die Möglichkeit zur Azimutjustage und weisen darüber hinaus gelegentliche Qualitätsmängel auf.
Einen wirklich signifikanten Fortschritt würde ich davon nicht erwarten (wobei ich gern zugebe, daß ich das vor einigen Jahren noch anders gesehen habe), womöglich sogar das Gegenteil...

Viele Grüße von

Brent

Edit: Rechtschreibung


[Beitrag von directdrive am 03. Okt 2006, 21:06 bearbeitet]
majordiesel
Stammgast
#10 erstellt: 03. Okt 2006, 11:10
@brent: ich stimme dir im übrigen zu: die seite will ihre eigenen tonarme verkaufen und "verkaufen" den tonarm des 1210er entsprechend schlecht. allerdings ist die von mir angesprochene pdf ein guter anhaltspunkt für generellen tonarmtausch.
ich finde den technics phantastisch, er klingt gut und lässt sich mit systemen bis locker 500euro bestücken. wer mehr für ein system auszugeben bereit ist kann sich dann auch gleich einen entsprechenden plattenspieler kaufen.
meines erachtens ist der technics auf dem neumarkt der beste plattenspieler unter 1500euro!
Pyreen
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 03. Okt 2006, 11:11
Hi,


directdrive schrieb:

An der Verkabelung des Technics gibt es meines Erachtens nicht viel auszusetzen, nur für den ernsthaften professionellen Einsatz ist das NF-Kabel nicht robust genug.


Sehe ich genauso, wenngleich nur auf Basis theoretischer Überlegungen; einen 1210 habe ich noch nicht im Rundfunkbetrieb erlebt.


directdrive schrieb:

Pyreens Idee, einen anderen Tonarm zu verbauen finde ich gar nicht falsch, der originale Technicsarm ist nicht für alle Systeme die optimale Wahl. Trotzdem frage ich mich, weshalb man einen Arm geringer effektiver Masse wählen sollte. Es gibt überhaupt keine Tonabnehmer hoher Compliance für diese Arme mehr zu kaufen, bestenfalls das Ortofom OM-30


Du sprichst hier ein generelles Problem der Schallplattenwiedergabe in der heutigen Zeit an; Sie ist, zusammen mit dem zugehörigen Wissen darum, im Aussterben begriffen.
Prinzipiell ist der Tonabnehmer der ideale, welcher den Schneidstichel, mit dem die Plattenmatrize geschnitten wurde, möglichst genau emuliert; Aufhängung, Abtastgüte, Pegelfestigkeit über das hörbare Frequenzspektrum sowie Nadelgeometrie sind hier u.a. entscheidend; meiner Erfahrung nach sind ein TSD15 in der Rundnadelausführung sowie ein Shure Ultra 500 bzw. TSD15 als Superfineline ausreichend, um Schallplatten, die in Europa/USA/Japan in der Zeit von 1960-1990 hergestellt wurden, näherungsweise ausreichend abzutasten (auch wenn dies natürlich nur eine zusammenfassende Verallgemeinerung darstellt, die meinem Erachten nach aber recht praxisnah ist).
In der historischen "Grauzone" von Publikation der RIAA-Kennlinie an bis 1960 sowie erst recht im Falle aller Tonkonserven, die bis 1950 hergestellt wurden, sind teils exotische Einzelfalllösungen vonnöten, insbesondere in Hinblick auf die korrekte Entzerrkennlinie.
Richtig ist nun, daß entsprechende Tonabnehmer und EntzerrVVs nicht mehr hergestellt werden. Ist dies im Falle der Entzerrer recht einfach selbst zu erledigen (über Wahl geeigneter Schaltungen mit korrekter/korrekten Zeitkonstanten, welche man z.B. im internet recherchieren kann) ist man im Fall der Tonabnehmer auf restaurierte Rundfunkbestände oder Glück bei ebay-Käufen angewiesen. Inwieweit moderne Modelle zur Abtastung der Schallplatte geeignet sind, kann ich mangels Interesse an denselben nicht abschließend beurteilen, sicher aber ist, daß die heute bevorzugten extrem scharfen Schliffe (vDH u.Ä.) für alle bis ca. 1970 hergestellten Schallplatten prinzipiell ungeeignet sind. Dies gilt selbstredend für Stereo- sowie Monoplatten gleichermaßen.

Was ich also mit dem ganzen Sermon zu sagen trachte, ist Folgendes:

Wähle Deinen Tonabnehmer nach den "Bedürfnissen" Deiner Schallplatten aus, welche durch Herstellungszeit und -ort bestimmt werden, danach wähle einen für diesen Tonabnehmer geeigneten Arm aus. Montiere diese auf einem Laufwerk ausreichender Güte, z.B. Technics 1210, SP10MKx, oder irgend eines der zahllosen Laufwerke, deren Meßwerte besser sind als die durch die Limitationen der Schallplatte bestimmten Grenzen der Wiedergabequalität, und vergiß nicht, einen Entzerrvorverstärker zu wählen, welcher für die bei der Herstellung deiner Schallplatten verwendete Zerrkennlinie geeignet ist.

Viele Grüße,

Pyreen


[Beitrag von Pyreen am 03. Okt 2006, 15:16 bearbeitet]
neukolln
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 03. Okt 2006, 12:25
hallo,
ich bin ebenfalls in dieser situation:
habe (auch zum auflegen) zwei technics 1210 mk 2 (standardsystem ortofon dj blue s)und überlege sie hifidel zu machen.
mein phono-pre ist ein clearaudio smartphono (für mm+mc) und ich würde gerne zunächst ein gutes, passendes mc-system in ein headshell mit sme-anschluss montieren und bei bedarf "einzuwechseln".
irgendwelche vorschläge? vielen dank
neukolln
Jazzy
Inventar
#13 erstellt: 03. Okt 2006, 19:13
Hi!
Das DL 103 ist das beste System für den Technics.Für höhere Ansprüche das DL 103 R.Damit hat sich auch das Problem von Pyreen erledigt.Ich habe meinen auf einer Wandhalterung.Eine gute Phonostage muss sein.PP2 oder Project Phonobox sind nur der Einstieg.
Pyreen
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Okt 2006, 19:22
Hi,


Jazzy schrieb:
Für höhere Ansprüche das DL 103 R.


inwiefern ist das R dem Ur-103 überlegen?

Viele Grüße,

Pyreen
Jazzy
Inventar
#15 erstellt: 03. Okt 2006, 19:43
9N-Kupfer-Spulen,dünnerer Draht,weniger Windungen(nur 18Ohm glaube ich,statt 40).Dadurch bessere Feinzeichnung und HT-Auflösung.
Pyreen
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 03. Okt 2006, 20:35
Hi,
mir erschließt sich nicht, inwieweit ein geänderter Innenwiderstand den HT-Bereich "verbessern" soll, wo doch durch individuelle Abschlußwertanpassung am Phono-VV der Einfluß eben dieses Parameters (also des systemimmanenten Widerstands) so klein wie irgend möglich gehalten werden soll, gerade um die Verwendung unterschiedlicher MC-Abnehmer am selben VV zu ermöglichen.
Ansonsten fällt auf, daß man für die exakt gleiche Nadelkonstruktion (so ich richtig informiert bin) zusammen mit einer güldenen Beschriftung des Korpus sowie der Verwendung von weniger Draht mehr, und zwar mehr als das Doppelte, zu zahlen hat. Um welchen Faktor ist der Draht des R dünner als der seines Vorgängers?
Insgesamt erscheint mir die Mehrausgabe für den eventuell hörbaren Unterschied (nicht Verbesserung im Sinne hoher Wiedergabetreue), der kaum einem DBT standhalten dürfte, als unrentabel. Für Andere mag dies lohnenswert sein.

Viele Grüße,

Pyreen

P.S.: Bist Du sicher, daß der im HT-Bereich zu hörende Unterschied, so existent, nicht auf schlichten systemgenerierten Verzerrungen beruht, wie dies bei vielen hochpreisigen TAs auch der Fall ist? Nur eine Vermutung, ich kenne wie erwähnt weder das System, noch jemanden, der noch bei Denon arbeitet.


[Beitrag von Pyreen am 04. Okt 2006, 13:05 bearbeitet]
lotharpe
Inventar
#17 erstellt: 04. Okt 2006, 16:55
Hallo die Runde,

ich danke euch für die Tipps.
Die Kabel am Technics werden bleiben weil es nach eurer Meinung nicht viel bringen wird. Einen Wandhalter kann
ich leider nicht verwenden, ist an dem jetzigen Standort nicht möglich. Ich habe den 1210'er zur Zeit auf
einer dicken Schaumstoffmatte stehen und somit vom Tisch entkoppelt.
Ein MC-System kommt auch nicht in Frage, mein letztes ist durch einen Crash mit dem Plattenteller zerstört worden. Kann halt mal passieren wenn zu viel Wein im Spiel ist. Bei einem MM brauche ich nur die Nadel zu ersetzen.
Was haltet ihr vom Tausch der OM-30 Nadel zu einer OM-40?
Hat schon jemand das OM-40 gehört?

Viele Grüsse
Lothar
A-Abraxas
Inventar
#18 erstellt: 04. Okt 2006, 17:11
Hallo,

lotharpe schrieb:
Ich habe den 1210'er zur Zeit auf einer dicken Schaumstoffmatte stehen ...

ein Plattenspieler benötigt einen FESTEN Stand - das Geschaukel auf weichem Schaumstoff ist "das Letzte", was ein solches Gerät braucht.

Der Unterschied wird größer sein als OM-30 zu OM-40

Viele Grüße
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 04. Okt 2006, 18:15
Hallo!

Wenn du es geschafft hast den SL-1210 dauerhaft auf einer Schaumstoffunterlage ins "Wasser" zu setzen würde mich interresieren wie. Es ist schon eine Weile her seit ich die OM 40 Nadel mal hatte, der Hauptvorteil an den ich mich erinnere lag weniger auf dem Klanglichen Sektor sondern daß das System damit wesentlich gutmütiger auf Knackser und Oberflächenkratzer reagiert hat. Klanglich ist die 40er Nadel keinesfalls ein Rückschritt, allerings fahre ich das System in einem TD 145 MK II mit TP 16 MK II im SL-12xx ist es m.E. wegen der hohen Compliance eher grenzwertig.


MFG Günther
majordiesel
Stammgast
#20 erstellt: 04. Okt 2006, 18:27
ich würd mich der meinung zum thema schaumstoff auch anschließen: der technics ist von haus aus fantastisch entkoppelt...in meinem 12 qm hörraum könnte´ne fußballmannschaft steppen und das würde dem technics nix ausmachen ;)...soweit sie denn reinpassen würde...
ronmann
Inventar
#21 erstellt: 04. Okt 2006, 18:31
wenn der untergrund stimmt ist ankoppeln i.d.R. besser z.B. mit schon erwähnten rcd-spikes. bei ebay bekommst du 3stück für 27€+versand
lotharpe
Inventar
#22 erstellt: 04. Okt 2006, 20:30
Hallo Jungs,

das mit der Schaumstoffunterlage bitte nicht falsch
verstehen. Es hat folgenden Grund. Der Rechner, mit dem
ich die Aufnahmen betreibe steht ebenfalls auf dem Schreibtisch. Durch die 3 Schnelldrehenden Festplatten
(WD-Raptor 10000 Upm), übertragen sich Vibrationen auf den Tisch. Da es sich um ein teures Design Gehäuse in Accuphase Look handelt, möchte ich den Rechner nicht auf den Boden stellen. Das Auge hört ja bekanntlich mit.
Ich musste den Technics auf eine dämpfende Unterlage stellen
um Störungen in den leisen Passagen zu vermeiden. Klanglich habe ich zwischen dem festen und gedämpften Stand keine unterschiede feststellen können. Ganz im Gegenteil, klopfe mal mit dem Finger an das Gehäuse des Drehers im festen und im gedämpften Stand! Mit der Matte hörst du kaum etwas.

Viele Grüsse
Lothar
ronmann
Inventar
#23 erstellt: 04. Okt 2006, 20:35
pc und plattenspieler zusammen? das entspricht aber nicht der reinen leere
lotharpe
Inventar
#24 erstellt: 04. Okt 2006, 20:52
@ronmann,

dann muss man die Lehre den Gegebenheiten anpassen.
Nur das Ergebnis zählt. Und das klingt schon verdammt gut. Ich benutze den Technics zur Zeit zum Digitalisieren
von Platten.
Pc und Plattenspieler, was spricht dagegen?

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 04. Okt 2006, 21:05 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#25 erstellt: 05. Okt 2006, 07:42
Moin, auch von mir nochmal 'was zum Thema.

unter den gegebenen Umständen finde ich die Schaumstofflösung gar nicht so schlimm, auch wenn ich A-Abraxas natürlich ausdrücklich recht gebe. ronmanns Aussage "wenn der untergrund stimmt ist ankoppeln i.d.R. besser" kann ich allerdings nur unterstützen, wenn es sich um einen zentnerschweren Betonklotz o.ä. als Stellplatz handelt. In allen "normalen" Fällen ist - abhängig allerdings auch von der Laufwerkskonstruktion - Abkoppeln und Isolieren die richtige Lösung. Spikes mögen cool aussehen, die Behauptung, Spikes würden Resonanzen in Wärmeenergie (!) umwandeln oder die Resonanzableitungstheorien mancher Hersteller möchte ich aber gern 'mal bewiesen sehen.

@pyreen: Auf den ersten Blick wäre ich geneigt, Deine Kritik (?) an Svens Lob des DL-103R als berechtigt anzusehen - gleiche Mechanik, gleicher Schliff, wie soll das besser klingen?
Die klanglichen Vorzüge des 103R werden allerdings nicht nur von Sven so wahrgenommen und beschrieben: detailierter und frischer. Auch wenn ich die Pauschalaussage, das 103 sei das beste System für den Technics, für ziemlich gewagt halte, habe ich keinen Grund, an seiner Hörerfahrung bezüglich der R-Version zu zweifeln.

Eine geringe bewegte Masse ist IMHO immer schon ein Ziel bei der Konstruktion von MC-Systemen gewesen, die klanglichen Vorteile sollen eben in die von Sven genannte Richtung gehen.
Wege um eine geringere Masse zu erreichen sind z.B. ein besonders leichter Nadelträger, kleine ungefassste Diamanten und der Einsatz von nur wenig Spulenmaterial. Bei weniger Wicklungen sinkt die Impedanz und letztlich die Ausgangsspannung, daher griff und greift man hier zu dünnerem Draht und/oder zu stärkeren Magneten (Samarium-Kobalt).

Verwirrend empfinde ich Deine Bemerkung hinsichtlich der "systemgenerierten Verzerrungen bei hochpreisigen TAs". Ich habe davon bisher nur in dem bekannten Andreoli-Artikel gelesen, eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem Thema, die keine physikalischen Beweise schuldig bleibt, ist mir nicht bekannt. Auch meine eigenen Hörerfahrungen können ein Vorhandensein von "systemgenerierten Verzerrungen" nicht bestätigen.

Viele Grüße sendet

Brent
lotharpe
Inventar
#26 erstellt: 05. Okt 2006, 15:46
Hallo Brent,

welches System ist deiner Meinung nach am
besten geeignet für den 1210'er? Es muss aber ein
MM sein. Ein MC möchte ich nicht einbauen weil ich
u.a. sehr viele Singles aus den 50'er und 60'er Jahren besitze. Die Platten stammen aus alten Musikboxen und sind
schon arg verkratzt. Dadurch verschleißt die Nadel wesentlich schneller. Bei einem MM kann ich die Nadel tauschen. Ausserdem bekomme ich immer mehr Platten von
Freunden und Bekannten zum Digitalisieren und die sind
teilweise schon sehr verschlissen. Im Moment benutze ich
das Ortofon OM-30 Super.

Viele Grüsse
Lothar
majordiesel
Stammgast
#27 erstellt: 05. Okt 2006, 18:56
also nur zum digitalisieren? hört ihr denn keine musik mehr? sorry, aber meine liebe zum analogen musikhören zwingt mich zu solchen aussagen...
also erstmal: mm? nun, ich hab ein ortofon vinylmaster red was ich großartig finde. kostet so um die 120 euro, es geht natürlich auch nach oben, und das auch mit erneuerbaren nadeln. das goldring-system ist z.b. eine idee: 1006 kaufen und später auf 1012 oder 1022 aufrüsten.
und was gaaaanz wichtig ist bei alten platten: ein großteil der knackser auf einer platte kommen vom schmutz bzw statischer aufladung und NICHT von kratzern. daher heißt es waschen!! ganz billig gehts im übrigen mit der knosti (gibts bei protected.de)
ANALOGE GRÜßE (diesmal groß geschrieben )
markus
lotharpe
Inventar
#28 erstellt: 05. Okt 2006, 20:14
Hallo Markus,

analoge Aufnahmen, digitalisiert und über einen sehr guten
Wandler wiedergegeben, klingen einfach Klasse. Ich höre über meine Kopfhörer sehr wohl Musik. Mit einem guten Kopfhörer kann man aus eigenen Erfahrungen besser Musik hören als mit teuren Lautsprechern. Habe beide Varianten bei unseren Ortsansässigen Händlern schon oft genug miteinander verglichen. Der Kopfhörer war immer analytischer, dynamischer und präziser in der Wiedergabe. Die Räumliche Abbildung nicht zu vergessen. Die alten Platten sind übrigens schon gereinigt. Nur wurden die Scheiben leider von den Vorbesitzern nicht mit Sorgfalt behandelt. Es ist
keine Schmutz sondern mechanische Schäden auf den Platten.
Übrigens, ich bin mit guter alter Röhrentechnik aufgewachsen, nur
man sollte nicht auf dem alten Stand der Technik stehen bleiben. Ob alles Neue besser ist, muss jeder selbst herausfinden. Ich jedenfalls habe mich noch nie neuer Techniken verschlossen. Mein Freundes und Bekanntenkreis hat zum größten Teil
keine funktionierenden Plattenspieler mehr. Aber dafür ist ja mein Computer da um die alten Plattenbestände wieder
hörbar zu machen.


[Beitrag von lotharpe am 05. Okt 2006, 20:28 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 05. Okt 2006, 20:53
Hallo!

Eigentlich brauchst du für so alte Platten ein System mit Rundnadel, robust und trotzdem einigermaßen gut auflösend. Damit wärst du -wenn du keine Abneigung gegen MCs hättest- der ideale Kandidat für das hir schon ein paarmal genannte DL 103. An deiner Stelle würde ich mir eines der alten Technics-Systeme und zwar entweder das EPC 270C oder das EPC 205 bei Ebay besorgen und es mit einer Nachbaunadel für ca. 30 Euro ausstatten (Die Nadeln sind in der Regel hinüber) Die Systeme gehörten zur Hochzeit der Schallplatte in den 70gern und 80gern zu den Systemen der oberen Mittelklasse. Auch mit Nachbaunadeln sind sie allemal anhörenswert. Von der Nadelnachgiebigkeit her passen sie sehr gut zu deinem Tonarm.


MFG Günther
paga58
Inventar
#30 erstellt: 06. Okt 2006, 00:11
Hallo,

nutze doch den Vorteil des Technics Arms gegenüber zB einem Rega:
Ein System für dubiose Platten (evtl. Rundnadel) und eins für gute (z.B. weiter OM30 oder Denon) auf getrennten Headshells.
Bei meinem SL1300 hab ich derzeit ein Shure V15-4 für den Normaleinsatz, Platten mit Schrammen spiele ich mit einen Ortofon Broadcast.

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass ein neuer Regaarm den Technics allenfalls minimal verbessert, was den Preis nicht rechtfertigt.

Grüße

Achim
Jazzy
Inventar
#31 erstellt: 06. Okt 2006, 19:14
Hi!
Ein Nadelträger vom OM30 kostet doch fast soviel wie ein DL 103,oder?Das DL 103 hält ca. 2000h.
ronmann
Inventar
#32 erstellt: 06. Okt 2006, 19:50
das ist natürlich das krasse gegenteil für schwere arme, das om30 für leichte. ich weiß nicht was für ein arm drauf ist. ich hatte meinen leichten thorensarm mittelschwer für ein Audiotechnica-MC gemacht.
directdrive
Inventar
#33 erstellt: 06. Okt 2006, 20:43
Hallo Lothar,

etwas verspätet, sorry. Meine persönliche Empfehlung für den Technics ist tatächlich ein MC, das preiswerte Denon DL-110, eigentlich nicht teurer als eine neue OM-30 Nadel und sicher genauso standfest.

Aber warum wechseln, wenn Du doch zufrieden bist? Eine konkrete Empfehlung fällt mir schwer, beliebt sind die Goldrings, ich würde vielleicht ein Audio Technica AT-125 empfehlen, wenn's das noch irgendwo gibt. Achims Vorschlag gefällt mir gut - ein Zweitsystem für kritische Platten - wobei ein fettes MC mit "scharfem" Nadelschliff da womöglich auch die bessere Performance liefert, aber bezüglich der Abnutzung vielleicht nicht so die optimale Wahl ist....

Viele Grüße sendet

Brent
lotharpe
Inventar
#34 erstellt: 07. Okt 2006, 09:35
Hallo Brent,

ich werde das OM-30 auch für die alten Platten verwenden.
Ein anderes System würde laut euren Aussagen in etwa dem
Preis einer neuen Nadel des OM-30 entsprechen.
Gibt es noch ein MM-System zu kaufen was klanglich besser ist als das OM-30? Dieses würde ich auf mein zweites
Headshell montieren. Mittlerweile habe ich Blut geleckt.
Analog kann doch süchtig machen.

Viele Grüsse
Lothar
Goldenes_Ohr
Stammgast
#35 erstellt: 29. Jul 2012, 16:12

Pyreen schrieb:

Silberkabel im Tonarm machen Dich ärmer, bringen aber keinerlei "Verbesserungen" mit sich, insbesondere keine hörbaren.





Ahja...?

Schön formuliert, aber was sind die Hintergründe dieser Aussage?

Da steht also:
"Silberkabel im Tonarm.. bringen ... keinerlei "Verbesserungen""




Mal genau betrachtet:
Das ist ein "Allsatz", der gilt also für alle Tonarme und alle Silberkabel gegenüber dem bereits eingebauten Kabeln!!! (Hat da etwa GOTT zu uns gesprochen?)

Gibts denn dazu eigene (Hör/Meß)-Erfahrung? Wie, das geht ja garnicht, kann jemand denn alle Kabel/Tonarme gehört haben?

Oder trifft das hier zu


Pyreen schrieb:

[...] wenngleich nur auf Basis theoretischer Überlegungen


[als Antwort auf: "An der Verkabelung des Technics gibt es meines Erachtens nicht viel auszusetzen, nur für den ernsthaften professionellen Einsatz ist das NF-Kabel nicht robust genug."]

Wen dem so ist, dann sollte man das auch ganz klar dazu sagen, theoretisieren kann man viel (und auf welcher Basis?) und welchen Wert hat das Ganze als Ratschlag?

Wenn "Pyreen" zu der "Fraktion" der Menschen gehört, die es bei einigermaßen vernüftig konstruierten Hifi-Kabeln praktisch gesehen generell für ausgeschlossen halten, einen Unterschied zu hören, sind solche "Tips", wie oben zitiert, nichts wert, außer halt ein persönliches Statement ohne konkrete Bedeutung.

Darüber hinaus werden andere evtl. fehlgeleitet bzw. falsch informiert.

Kurz gesagt, obiger "Allsatz" ("Silberkabel im Tonarm.. bringen ... keinerlei "Verbesserungen"") ist völlig UNHALTBAR!


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 29. Jul 2012, 16:28 bearbeitet]
max130
Stammgast
#36 erstellt: 29. Jul 2012, 16:22
Servus,
schön, dass Du einen 6 Jahre alten Thread wieder aufwärmst

VG
Stefan
Goldenes_Ohr
Stammgast
#37 erstellt: 29. Jul 2012, 16:56

max130 schrieb:
Servus,
schön, dass Du einen 6 Jahre alten Thread wieder aufwärmst

VG
Stefan


Hallo,

Ja, Google(suche) sei dank, ich überlege nähmlich ebenfalls, meinen 2. Plattenspieler (JVC QLY-66) um-, bzw. dann hoffentlich aufzurüsten und suche da nach Erfahrungen anderer Hifi-Freunde.

Und evtl. landen ja auch andere SUCHENDE so hier, die werden dann evtl. durch solche, m.E. falsche Statements total falsch beraten.
Deswegen mein Beitrag hierzu.

Im übrigen (natürlich meine persönliche Erfahrung) habe ich bereits einen alten Dual QS 627 mit einem reinsilber Tonarmkäbelchen vom Tonabnehmer (Yamaha MC-9) direkt durchgehend bis zum NAD-Vorverstärker nachgerüstet.
Bei ernsthaften Diskusssionen sollte man m.E. auch zw. MM und MC unterscheiden, oder etwa nicht?

Ich mag mich ja täuschen und mir alles schön reden (möglich ist alles), aber für mich hat dadurch der alte Dual einen gewaltigen klanglichen Sprung gemacht!


Fast bis auf das Niveau des JVC mit Elac TA, van der Hul - Nadel und extrem aufwendigen Elektor-Phonovorverstärker mit seperatem Netzteil!

I.ü., für den JVC (großer Direktantriebler, ähnlich den Denons) war es klanglich am besten auf Spikes und mit einer massiven, stabielen Wandhalterung + Acrylauflage .... und und und.

Durch den 2. Plattenspieler und auch zuvor gemachten Aufnahmen mit 24bit/192 kHz Wandlern/Abtastung war ein vorher nachher für mich zweifelsfrei nachvollziehbar!

Dadurch wird für mich die obige Aussage "Silberkabel im Tonarm.. bringen ... keinerlei "Verbesserungen"" natürlich auch praktisch gesehen völlig unglaubwürdig!
max130
Stammgast
#38 erstellt: 29. Jul 2012, 20:12
Nunja, es gibt Leute, die hören Kabel klingen und es gibt andere, die finden, es klingt, wenn das Kabel auf den Boden fällt....

Korrekt wäre es zu schreiben, nach meiner Erfahrung: Silberkabel im Tonarm bringen für mich keine hörbare Verbesserung.

Wenn Du den Unterschied hörst, ist doch gut. Missionarischer Eifer findet allerdings hier im Forum begeisterte Widersprecher

Viele Grüsse
Stefan
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