MC Tonabnehmer

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kirchenmann
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Nov 2006, 21:43
Hallo, bin noch recht neu im Forum und brauche ein paar Ideen. Für meinen Pro-Ject Xpression II suche in ein MC Tonabnehmersytem. Was passt an diesen Plattenspieler und den Tonarm 8.6c? Der TA sollte auch nicht teurer werden als der ganze Spieler. Zur Zeit fahre ich ihn mit Ortofon OD1. Verstärker ist der Cambridge Azur 640A V2 und der Vorverstärker 640P, der ja MC-fähig ist. Lautsprecher: Dynaudio Focus 140.
Freue mich auf ein paar Tips von Euch
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 14. Nov 2006, 23:27
Hi, ich habe hier noch ein MC 10 (MK nix) von Ortofon, läuft noch prima, soll keine 200 Stunden drauf haben (gebraucht erworben). Da ich dafür keinen geeigneten Tonarm habe, habe ich es nur getestet und gebe ich es günstig ab. Bei Interesse bitte PM, ein Foto kann ich schicken, wenn Du mir Deine Email-Adresse übermittelst. Es ist ein very-low-output System.

Gruß Silberfux
armindercherusker
Inventar
#3 erstellt: 15. Nov 2006, 03:19

silberfux schrieb:
Hi, ich habe hier noch ein MC 10 (MK nix) von Ortofon, .... Es ist ein very-low-output System...
Genau so eines habe ich auch ( und sogar auch die Focus 140 ).

Problem ist allerdings der wirklich niedrige Ausgangspegel des Systems - sowohl für meine Vollverstärker als auch für die Phonostufe PP2 von NAD.

Oder gibt es einen "Kunstgriff", um den Pegel besser ( = rauschärmer ) zu verarbeiten ?

Dank und Gruß
directdrive
Inventar
#4 erstellt: 15. Nov 2006, 10:27
Hallo Arminius,

nein, da gibt es keine Lösung, was sollte man da denn machen, vergoldete Kabel nehmen?

Im Ernst, die PP-2 und das MC-10 (rot) passen nicht optimal zueinander, das MC-10 ist zu leise und hat einen eigentlich etwas zu geringen Innenwiderstand. Schau Dich bei einem etwaigen Neukauf nach einem moderneren System um. Einen anderen Tipp kann ich da nicht geben, sorry.

Grüße von

Brent
kirchenmann
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Nov 2006, 16:32
Ok, aber wie verhält sich der MC 10(MK nix) mit der Vorstufe von Cambridge und dem 640A VII. Treten da die gleichen Probleme auf, wie bei NAD?
Grüße!
armindercherusker
Inventar
#6 erstellt: 15. Nov 2006, 16:50
Anders gestellt die Frage :

Für welchen / welche Phono-Verstärker ist das MC10 ( MK nix - schöne Bezeichnung ) denn ausgelegt ?
( oder war´s nur der erste Versuch von Ortofon mit MC )

Dank und Gruß
directdrive
Inventar
#7 erstellt: 15. Nov 2006, 23:34
Hallo Arminius,

das MC-10 stammt aus den 70ern und ist ursprünglich eine abgespeckte Variante von Ortofons MC-20.

Damals betrieb man MCs in der Regel noch mit (passiven) Übertragern, erst nach 1975 tauchten die ersten MC-Prepres auf, Ende der 70er dann MC-geeignete Vorstufen und Vollverstärker. Man hatte bei Vorvor-Verstärkern bis zu diesem Zeitpunkt erhebliche Probleme, die geringe Ausgangsspannung der MCs ohne Brummprobleme und deutlich mitverstärktes Rauschen auf Phonoeingangs-taugliches Niveau anzuheben. Eine höhere Ausgangsspannung durch eine höhere Anzahl von Spulenwicklungen zu erreichen, war eine mögliche Variante, die als Nachteil aber auch eine deutlich erhöhte bewegte Masse aufwies, was dem Klang eher abträglich war. Die erhöhte Wicklungszahl führt auch zu einem höheren Innenwiderstand des Systems. Höhere Ausgangsspannungen bei Tonabnehmern mit möglichst geringer bewegter Masse wurden erst durch weitere Miniaturisierung, dünnere Spulendrähte (Dynavector!) und den Einsatz von z.B. Samarium-Kobalt Magneten möglich.

Das MC-10 ist wie gesagt alt und hat einen Innenwiderstand von 3 Ohm bei dadurch bedingter sehr geringer Ausgangsspannung. Optimale Abschlußimpedanz sollte bei 20 bis 50 Ohm liegen, die PP-2 hat 100 Ohm - das raubt dem System ein wenig an Körper und lässt es evtl. dünner klingen als beabsichtigt. Geringe Ausgangsspannung benötigt immer noch exzellente rauscharme Verstärkung - das kostet Geld, damals wie heute.

Also: entweder einen geeigneten Übertrager (Ortofon ST-M72?) und an den MM-Eingang anschließen oder einen in Impedanz und Verstärkung anpassbaren Vorverstärker oder Vorvorverstärker, Alternative: ein System mit höherer Ausgangsspannung und höherer Impedanz.

Ob der Cambridge das besser kann weiß ich leider nicht, die Abschlußimpedanz ist in jedem Fall die gleiche, allerdings sind die angegebenen Rauschabstände besser als bei der NAD. Persönlich mag ich das MC-10 sehr gern, aber ob's mit Deinen Cambridges hinhaut, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, befürchte aber eher eine suboptimale Kombi.

Viele Grüße von

Brent
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