Tonarm DIY, so nicht!

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rorenoren
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Mai 2007, 17:16
Hallo,

es passt eher in die Abteilung "Do It Yourself".

Aber als Beispiel, wie man es nicht macht, passt es auch hierher, ist ja trotz Allem Analog.

Messingröhrchen zu einem Tonarm verlöten, das war vorhin meine Idee.

Also zum Baumarkt gefahren, 2m Messingrohr gekauft (0,99Euro/ m)

Flugs grobe Messungen angestellt (zu grob, wie sich herausstellte).

Und schnell zusammengepappt. (gelötet, weich)

Den alten Braun Plattenspieler ohne Tonarm herausgeholt.

Kurz, sieht lustig aus, funktioniert mit geraden Platten sogar ganz gut.
Bei welligen Platten hat der schwere Arm keine Chance.

Ein Lenco L75 Arm ist leicht gegen diesen hier!

Also: so geht´s nicht.

Hat aber Spass gemacht. (macht noch, gerade läuft Uriah Heep...)

Fotos gibt´s auch noch.

Gruss, Jens








Ja, lacht ihr nur......
MikeDo
Inventar
#2 erstellt: 08. Mai 2007, 17:42
Gewagte Konstruktion
Aber okay, wenn man bedenkt, dass Du ja flugs alles recht schnell gebaut hast.



Ludger
Inventar
#3 erstellt: 08. Mai 2007, 17:54
Hallo Jens,
du hättest dir vielleicht vorher Gedanken über das spezifische Gewicht von Messing machen sollen, liegt nämlich bei fast 9. Im Vergleich Alu: 2,7.
Davon abgesehen: der Versuch hätte auch von mir sein können...
Gruß
Ludger
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Mai 2007, 18:09
Hallo,

vorher Gedanken machen? Nöö, dann macht´s keinen Spass.
(aber sinnvoll wäre es schon gewesen)

Das Problem ist, dass Alu sich nicht gut löten lässt.
(habe Speziallötzinn, das ist richtig fieses Zeug, damit habe ich das Einpunktlager (Hartmetall) am Messing festgelötet))

Das mit dem Gewicht hatte ich mir so schön vorgestellt.

Ich dachte, eine Gitterkonstruktion könnte leicht genug werden.

Zuerst war sie das auch.

Das Ganze liess sich aber so leicht in jede Richtung biegen, dass noch etliche Streben dazukamen.

Dann das Lötzinn....

Richtig steif ist der Arm, auch wenn er mehr ein Bein geworden ist.

Aber wie gesagt, der Spass war es wert.

(ausser, dass mir im Keller eine volle Sprühdose Klarlack kaputtgegangen ist, schöne Sauerei)

Mal sehen, was als nächstes kommt.
(muss mal wieder einen Röhrenverstärker bauen, eigentlich müsste ich am Auto.....egal)

erstmal


Gruss, Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Mai 2007, 22:35
Der Arm ist doch nicht so schlimm!

Mit dem AT95, das eine etwas geringere Nadelnachgiebigkeit hat, geht´s ziemlich gut.

Hier noch Fotos, auf denen man den Arm etwas besser erkennen kann.

Es läuft gerade Level 42, "A Physical Presence"

Nett!

Gruss, Jens







[Beitrag von rorenoren am 08. Mai 2007, 22:37 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#6 erstellt: 09. Mai 2007, 06:31
Hallo Jens!

Der Arm sieht aus wie von einem Klingonenraumschiff, nur müsste er dazu vielleicht noch schwarz sein...
Ernst beiseite, an Ideen schint es dir nicht zu fehlen!
Ich habe einmal einen Arm aus Fichtenholzstäbchen in Fachwerktechnik gebaut, war auch ganz lustig.
Aber ein Selbstbau-Tangentialer wäre für mich am größten!
Vielleicht kommt es noch dazu...

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 09. Mai 2007, 07:10
Hallo Raphael,

ein Tangentialtonarm, der überhaupt funktioniert dürfte schon schwer zu bauen sein.

Einer der auch noch gut funktioniert, dürfte fast unmöglich mit Hausmitteln zu machen sein.
(oder hat du da auch schon Tricks und Ideen parat?)

Die meisten Tangentialarme sind ja motorisch betrieben.

Das halte ich für technisch recht anspruchsvoll, da die Steuerung einerseits immer nachregeln mus, andererseits aber nicht stören darf.

Sonst ist der Spurfehlwinkel nachher grösser als beim normalen Arm.

Die wenigen rein mechanischen Arme die ich bisher gesehen habe laufen auf Rollen, gleiten auf polierten Stangen oder auf Luft. ( Hersteller vergessen)

Durch die meist geringe Länge der Arme ergeben sich bei welligen Platten grössere Winkelabweichungen an der Nadel.

Ich würde mir wünschen, dass du dir doch noch mal eine (billige) Digitalkamera anschaffst.
Viele Leute hier im Forum (und ich auch) würden sicher gerne deine Konstruktionen auch mal sehen!

Ach ja, die Ähnlichkeit meines Strommasts mit einem Raumschiff ist mir auch schon aufgefallen.

Der Schwarze Lack verbot sich aber aus Gewichtsgründen.

Das "Design" ist wohl noch das am wenigsten verbesseungsbedürftige daran.

Die Lagerung (grob nach deinen Tips) ist aber tatsächlich sehr schön leichtgängig.
(Hartmetalldorn in Kugellager)

Etwas Gewicht gespart hätte schon der Verzicht auf die Headshellbefestigung.

Die wollte ich aber unbedingt haben, um schnell Systeme umbauen zu können.

Mit Systemen geringerer Nadelnachgiebigkeit (im Moment ein "Lenco" Sytem) funktioniert der Arm doch recht gut.

Da macht er auch bei verwellten Platten keine Probleme.

Ich würde mich, falls der Tangentialarm mal in Angriff genommen wird, sehr über einen Bericht von dir freuen. (und Bilder?)

Viele Grüsse, Jens
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 09. Mai 2007, 08:38
Hallo!

@rorenoren

Für eine halbwegs ordendliche Regelelektronik ist die exakte Motorische Nachführung eines Tangentialarmes schon seit Anfang der 70ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein Spatziergang und kein Rennen. Schon ein Magnetfeldsensor der nur Centbeträge kostet und eine einfache PID-Regelschaltung in Verein mit einem Linearmotor kann mit wesentlich mehr als ausreichender Genauigkeit und Stabilität diese Aufgabe erfüllen. Wichtig ist allerdings eine möglichst geringe Tonarmmasse und eine Exakte Berechnug der notwendigen Geometrie. Motorisch betriebene Tangentialarme sind nicht ohne Grund in der Regel (Es gibt einige Interessante Ausnahmen) von geringer Länge, damit ergibt sich bei Abweichungen lange vor ereichen des Kritischen Punktes genug Differenz um die Regelung ansprechen zu lassen aber genug Spielraum um der normalen Plattenexzentrik Raum zu lassen. Allerdings wäre ein Motorischer Tangentialarm als DY-Projekt in der Tat ein schwieriges Unterfangen, allenfalls als Teamarbeit einer Gruppe von Feinmechanikern und Elektroniker zu bewältigen.

MFG Günther
SirVival
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 09. Mai 2007, 10:06
HI!

Ich finde, die Gitterkonstruktion sieht affengeil aus. Vorzüge: Hohe Verwindungssteifigkeit und geringere Anfälligkeit gegen Resonanzen. Sollte man ausbauen. Jedenfalls Kompliment an den Konstrukteur.

Gruß
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 09. Mai 2007, 11:32
Hallo Günther,

die Schwierigkeiten bezogen sich auch auf den Selbstbau.
Die Industrie, oder eine gut ausgestattete kleinere Firma wären (und waren) sicher in der Lage, so etwas zu bauen.

Es sind sicher nicht nut technische Gründe, warum Tangentialarme sich nicht so recht als Standard durchsetzen konnten. (auch Akzeptanz durch den Kunden und Bedienbarkeit/ Zugriffszeiten)

Der Entwicklungsaufwand und die Herstellungskosten dürften bei einem hochwertigen Tangentialtonarm auch höher sein, als bei einem normalen Arm.

Die billig gemachten Plastikspieler der 80er /90er werden den Ruf des Tangentialarmes auch nicht gerade verbessert haben....


@ SirVival:

danke für das Kompliment.
(vielleicht doch noch ein Versuch mit ALU? )


Grüsse, Jens
WenigWatt
Stammgast
#11 erstellt: 09. Mai 2007, 12:16
Hallo,
hier
und hier
zwei Links zum Thema Tangentialarm
Gruß Micha
rorenoren
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 09. Mai 2007, 12:19
Hallo Micha,

der erste Link funktioniert nicht, dem zweiten werde ich mich mal widmen, sieht interessant aus.

Gruss, Jens
WenigWatt
Stammgast
#13 erstellt: 09. Mai 2007, 12:56
Hallo Jens,
der erste Link will irgendwie nicht so ganz,aber die Url ist O.k. http://www.trans-fi.com/Air-Bearing%20Tonearm/Video.wmv Da gibts ein kleines Filmchen.
Gruß Micha
Ps:und sie dreht sich doch


[Beitrag von WenigWatt am 09. Mai 2007, 13:28 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#14 erstellt: 09. Mai 2007, 13:06
Hallo mit´nand´!

Die Tangentialarme meiner zwei Rational Audio funktionieren über Rollen und Spurstangen rein mechanisch.
Reibungsminimierung ist da die Devise, was aber grundsätzlich für alle Arme gilt.

Grüße Raphael
rorenoren
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 30. Dez 2007, 19:37
Moin,

der "Bekloppte mit dem Messingarm" hat wieder zugeschlagen.

Nicht wirklich komplett selbstgebaut.

Erstmal Bilder:





Edit:



Besteht aus Lenco Gegengewicht und Horizontallagerstange.
Lager selbst ist von japanischem Billigdreher (5 Kugeln je Lager).
Vorne ist ein SME kompatibler Arm aufgesteckt.

Das Plexiteil habe ich selbstgebaut.
(Headshell auch)

Der Halter des Tonarms ist von Dual.
(inkl. Vertikallager)

International!

Funktioniert.

Ist nicht hundertprozentig gerade geworden.
(Kardangelenk ist minimal aus der Waage)

Ist halt wieder mal ein Experiment gewesen.

Vielleicht ist dieses Teil noch eher zu gebrauchen als das Messingding.

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 30. Dez 2007, 19:43 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#16 erstellt: 31. Dez 2007, 08:36
Hallo Jens!

Alle Achtung! Ich bin ja auch ein Bastler von Tonarmen, kann aber keine Photos machen.

Grüße Raphael
rorenoren
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 31. Dez 2007, 09:52
Hallo Raphael,

danke!


kann aber keine Photos machen


Was immer noch richtig schade ist!

Wäre wirklich schön, mal Bilder von deinen Bauten sehen zu können.
(Eine Headshell wurde ja schon mal von jmd. anderem gezeigt, die sah vielversprechend aus!)

Ich wünsche einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr,

Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 03. Jan 2008, 18:56
Moin,

wenn auch off Topic, hier ein Bild meines Granit- Plattenspielers (RIP):



"RIP" deshalb, weil beim Versuch, die Löcher für die Tonarmbasis zu bohren die Platte geplatzt ist.
(hätten nur noch 4 6mm Löcher werden sollen, die grossen waren schon drin...)

Verdammt hartes Zeug, aber brüchig.

Die kleine Schlagbohrmaschine vom Chinamann knispelt nur hilflos den Bohrer heiss,
der grosse Chinesenprügelbohrhammer zerkloppt einfach die Platte, toll!

Ich geb´s auf.
(für heute)

Gruss, Jens
Boettgenstone
Inventar
#19 erstellt: 03. Jan 2008, 19:27
Hallo,
sind ein paar schöne Sachen bei.
guck dich mal hier um:R und G shop
unter Halbzeuge gibts Rohre und Stangen aus CFK.

Ich meine Kuzma hätte einen Pneumatiktangentialarm im Angebot oder mal gehabt muss aber höllenteuer (gewesen) sein, kenne ich nur von Bildern.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 03. Jan 2008, 19:44
Moin Christoph,

beim nächsten Versuch spachtele ich die Basis aus Putz oder Zement zusammen, fertich!

Danke für den Link.

Interessante Sachen.

Aber ich muss das Zeug erst in der Hand haben, damit mir einfällt, was man daraus machen könnte.
(selbst wenn´s in die Hose geht wie hier, macht´s doch Spass)
So aus dem Katalog oder Netz etwas zu bestellen, ist nicht so mein Ding.

Als Anregung aber immer gut und gerne gesehen.

Gibt auch immer neue Ideen.

Vielleicht bastle ich ja mal was mit CFK.
(bricht bestimmt noch fieser, als Granit, wenn´s bricht, oder?)


Gruss, Jens
Boettgenstone
Inventar
#21 erstellt: 03. Jan 2008, 20:14
Hi Jens,
das Zeug fasert eher auseinander als plötzlich zu brechen, beim Bearbeiten kommts drauf an wie die Blöcke hergestellt sind wenn das Verhältnis Faser/Harz gut ist muss man kühlen sonst gehen die Bohrer erschreckend schnell kaputt bzw. werden stumpf und das bei dem "Plastikkram".

Reparieren geht so, also grossflächig wegschleifen "verschalen" und in Originalabmessungen dann zulaminieren, wird bei hoher Belastung aber wieder da brechen. Allerdings sind die dann schon heftig... sowas ist mir bei meinen Modellbausachen schon passiert aber da gings ums letzte Gramm.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 13. Jan 2008, 19:40
Moin,

ich schrieb:

Moin Christoph,

beim nächsten Versuch spachtele ich die Basis aus Putz oder Zement zusammen, fertich!


Nicht ganz:


Ich konnte heute irgendwie keine Idee für einen Röhrenverstärker aus dem Hut zaubern.

Da entsann ich mich des unrühmlichen im wahrsten Sinne "geplatzten" Granitboliden.

Teller, Lager und Motor lagen noch bereit.

Ich hatte noch aus Zeiten meiner Regalboxen auf Ständern, übrige Betonplatten.

Eine davon sollte nun Verwendung finden.

Beton ist ja doch besser zu bearbeiten!

Ist nur ein Testobjekt, funktioniert aber:



Das Rote unter dem Bastelteil ist sonst meine Unterlage für den Braun Plsp..

Rumpeln oder Brummen ist nicht zu hören.

Klangbestimmend sind ja scheinbar irgendwie doch die Systeme, halbwegs funktionierenden Arm vorausgesetzt.

So richtig schlecht klingt´s jedenfalls nicht.

Gruss, Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 16. Mrz 2008, 19:15





Moin.

Ja, wieder ziemlich bekloppt, ich weiss.

Das Lager ist aber einigermassen gelungen.

Besteht aus Alu.

Der geriffelte grosse Ring war eine Seilscheibe von einem DDR Röhrenradio.
(Massiv Alu!)

Ganz schöne Feilerei!

Das Stanton mit DJ Nadel klingt schei....

Das Holz ist unten ausgehöhlt, viel zu leicht!

Der Holzkram wird noch einem richtigen S- Armteil mit SME Anschluss weichen, irgendwann, vielleicht, evtl., mal sehen...


Gruss, Jens
Z25
Inventar
#24 erstellt: 16. Mrz 2008, 19:34
Ich muss es sagen, wie es ist: Du hast ´n Rad ab!

Aber Respekt und viel Spass beim weiterbasteln.


[Beitrag von Z25 am 16. Mrz 2008, 19:46 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 16. Mrz 2008, 19:39
Moin,

das weiss ich wohl.

Habe gerade mal ein Shure M95 drangeschraubt, klingt jetzt ziemlich gut.

Das Stanton passte wohl so gar nicht. (und taugt auch sowieso nix)

Hatte erst vor, die Lagerung wieder aus Plexiglas zu bauen.

War auch alles ganz schön, bis ich zwei Lageraufnahmen aufbohren wollte.

2x ist mir das fast fertige Kardangelenk zerplatzt.

Alu ist da doch gutmütiger.

Gruss, Jens
WalkSightseeing
Stammgast
#26 erstellt: 16. Mrz 2008, 23:42
[/url]Jens,

wirklich durchgeknallte Konstruktionen die du da machst. Aber trotzdem super. Ich mag diese "einfach drauf Los" Attitüde. Ich wünschte ich hätte selbst mehr davon.

Hast du schon mal was von den Magnetlagern nach Frank Schröder Prinzip gehört. Das könnte dich interessieren. Ich habe damit jedenfalls extrem gute Ergebnisse erzielt. Und das ohne wirklichen Maschinen Park.

Hier mal Bilder:





Wenn du mehr über das Prinzip wissen möchtest, kannst du mich fragen. Ich habe auch einige gute Bauanleitungslinks.

Im Prinzip hängt der Tonarm an einem Faden, der auch gleichzeitig das Lager darstellt, und wird durch zwei sich anziehende Magnete stabilisiert. Die Lagereigenschaften des Fadens sind durch keine mir bekannte andere Konstruktion zu erreichen. Anti Skating wird durch verdrillen des Fadens erzeugt. Genial weil Minimalistisch

Grüße Jan


[Beitrag von WalkSightseeing am 16. Mrz 2008, 23:49 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#27 erstellt: 17. Mrz 2008, 07:55
Hallo Jens!

Respekt vor deinen Basteleien!

Ich würde ja so gerne meine DIY-Arme vorstellen, aber wie ihr wisst, ich bin der letzte Bilderlose des Forums...

Ich kann meinen Arm aber beschreiben.

Effektive Länge: wie Linn Akito
Armrohr: Glasröhrchen, schrumpfgeschlaucht und lackiert
Headshell: Massivholz, Palisander, mit bloß zwei Schraubenlöchern ohne Langschlitze

Verkabelung: Kupferlackdraht Durchm. 0,15 mm

Lagerung: Einpunktlager speziell nach Raphi-Art

Man nehme ein kleines Vertikallager eines ausgedienten Armes vom Bauhof, das sind die mit den drei oder fünf Kügelchen in einer kleinen Pfanne und baue das Lager in einen Zylinder ein (bei mir ein Gegengewicht).
Das ist dann die Lagerpfanne für den Einpunkter, die Lagerspitze ist das dazugehörige Kegelchen aus dem alten Tonarm.
Man hat so ein äußerst leichtgängiges, definiertes Lager.

Als Gegengewicht dient ein L 75 Gewicht, welches durch seine exzentrische Bohrung ideal ist für den Azimuthausgleich.

Der Zylinder der Armbasis wurde schwarz ummantelt, doch unten hat er einen Palisanderring, der zwei Ausleger trägt, die für die Stabilisierung zuständig sind.

Eine Antiskating-Vorrichtung mit Faden und Gewichtchen ist auch vorhanden.

Zum Klang: Auf meinem alten TD 150 macht der Arm eine hervorragende Figur, klingt dynamisch und folgt auch verwellten Platten ohne Probleme.

Nun ja, ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Bitte keine Aufforderungen, es endlich zu lernen!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 17. Mrz 2008, 07:56 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 17. Mrz 2008, 18:46
Hallo Raphael,


Bitte keine Aufforderungen, es endlich zu lernen!




Das mit dem Lager und der Spitze habe ich beim Messingarm schon von dir abgekupfert.
(blödes Wortspiel, fiel mir aber erst nach dem Schreiben auf, jetzt bleibt´s)

Schöne Holzapplikationen haben was.

Ich werde sicher noch weiterbasteln, aber mehr aus Spass, als wirklich um gute Ergebnisse oder dauerhafte Ausrüstungen zu bekommen.

Mit dem Shure M95 ist der hohle Holzarm nicht mal so furchtbar schecht.
(aber auch nicht gut, der Unitra Arm ist doch besser, nicht nur klanglich)

Aber mit dem Lager werde ich vielleicht noch etwas anderes anstellen, mal schauen.

Gruss, Hens
Yorck
Gesperrt
#29 erstellt: 18. Mrz 2008, 12:41
Hallo Jens, erstmal meine Hochachtung vor Deinem genialen "Klingonen-Tonarm".
Besorg Dir doch Titanstangen aus dem Chrirurgie- und Dentalbedarf, damit dürfte diese Konstruktion sogar sehr leicht und bombensteif werden...
Außerdem gibts einen Chirurgiekleber der Titan bombenfest klebt.

Den Pneumatik Tangetialarm habe ich schon im Web gesehen, sinngemäß der Kommentar des Ami:
Juhuu, er funktioniert wenn im akustisch isolierten Keller der Omnibusmotor
mitsamt Kompressor auf vollen Touren läuft ;))

Beste Grüße
Dirk


[Beitrag von Yorck am 18. Mrz 2008, 12:42 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 18. Mrz 2008, 21:20
Moin Dirk,

jetz bin ich schon zu blöd, meinen eigenen Namen richtig zu schreiben....

Habe gerade mal mit einigen ausrangierten defekten Digitalkameras gespielt.

Bei einer fehlt das halbe Objektiv.

Das ist jetzt eine prima "Nahlinse".

Das Stanton Mistding habe ich mal versucht aufzunehmen.
(mit Originalnadel, die DJ Nadel klingt sogar noch besser)

Hatte vermutet, die Nadel wäre hin, Pustekuchen (Blowcake).



also abgebrochen ist sie schon mal nicht, obwohl sie so klingt.
(auch am Unitra Arm klingt sie besch...)

Das Ding ist wohl wirklich so schlecht wie sein Ruf.

Gruss, Jens

(mit J)
rorenoren
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 06. Apr 2008, 15:43
Moin,

kein Arm, aber ein Teil dafür.

Alles aus Holz, bis auf Kontakte, Kabel, Schrauben und System.

Auch der SME Anschluss ist ein Stück mit der Headshell.

Der Griff ist nur drangeklebt.

Evtl. schliesse ich das Teil vorne noch, hab´ aber keine Lust jetzt...

Hier:








Passt gut und ist leichter als die Plexiglasheadshell, in der das Elac vorher war.

Muss jetzt das Gewicht am Polenarm nicht mehr umdrehen.


Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 06. Apr 2008, 18:17 bearbeitet]
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