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Einstiegsplattenspieler gesucht

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Dj_Dan360
Stammgast
#1 erstellt: 01. Jul 2007, 15:01
Hallo Analogfreunde,

Vor kurzer Zeit gehörte ich noch zu denen, die Musik nur von Cd´s oder vom Pc kennen und Vinyl nur für einen alten Mythos halten. Das änderte sich aber nachdem ich mich hier mal durch das Analog Forum geklickt hatte. Dann hatte es mich gepackt und ich besorgte mir meine erste Platte überhaupt. Probegehört wurde an der Anlage meines Vaters (Lenco L78).
Tja und nun?
Ich spiele mit dem Gedanken mir einen Plattenspieler zuzulegen.
Meine finanziellen Mittel sind aber als Schüler recht begrenzt. Bei Gebrauchten bekommt man zwar einen wahrscheinlich besseren Dreher als wenn man neu kauft, allerdings fallen dann wieder Reparaturen usw. an. Ich habe mich hier ein wenig eingelesen und denke dass der Pro-ject Debut 2/3 ganz passend wäre gefällt mir auch vom Styling. Was haltet ihr davon? Oder muss man "höher" einsteigen damit es hörbar ist? Wäre schön wenn ihr für einen Platteneinsteiger ein paar Tipps hättet. Was ist eigentlich von den eingebauten Vor-Vorverstärkern zu halten?

mfg
Dan
RunT
Stammgast
#2 erstellt: 01. Jul 2007, 15:35
Hi Dan,

herzlich willkommen in der Analogwelt

Ich möchte deinen Gedanken mit dem gebrauchten Plattenspieler unterstützen, denn man bekommt sehr viel mehr Plattenspieler fürs Geld. Was dir vom Klang am besten gefällt, solltest du dir aber selber persönlich anhören. Wenn sie dich vom Styling her nicht alzu dolle anwiedern, würde ich mich bei Thorens oder DUAL umschauen.

Einen eingebauten Phonopre würde ich nicht empfehlen, da diese eine großen Einfluss auf den Klang einer Phonokette haben.

Als EInstiegsgerät kann man da für knapp 100 EUR einen NAD PP2 empfehlen, oder für knapp 200 EUR bekommt man mit einem Horman SUPA sehr sehr viel mehr PhonoPre.

cu
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 01. Jul 2007, 15:37
Hallo!

Der Pro-Ject Debut ist ein guter Einsteigerplattenspieler der allerdings mit dem mitgelieferten System recht enge Grenzen hat. Der derzeitige Straßenpreis dürfte mit Phonobox bei ca. 230-250 Euro liegen. Dafür bekommst du eigentlich schon einen recht ordentlichen Gebrauchtplattenspieler. Allerdings benötigst du dann noch entweder einen Verstärker mit Phonoeingang oder einen Stand-Alone-Entzerrer. Eventuell mußt du auch noch mit 100-150 Euro für ein passendes Abtastsystem rechnen. Aber an deiner Stelle würde ich erstmal den Sommer nutzen und diverse Flohmärkte abklappern, mit ein wenig Glück kannst du da einen funktionstüchtigen CS-12xx, CS-6xx oder gar CS-7xx von Dual oder auch einen alten Japanischen Direkttriebler mit S-Tonarm für einen Appel und ein Ei ergattern. Zumindestens der Pro-Ject läuft dir schließlich nicht weg. Was du aber noch wissen solltest: Obwohl es am Anfang billig erscheinen kann ist Schallplattenwiedergabe und Schallplattensammeln kein ganz billiges Hobby. Schnell stecken im Equipment und in der Schallplattensammlung große Summen, Abtastsysteme sind empfindliche Verschleißteile und früher oder später ist eine Plattenwaschmaschine in den meisten Fällen nötig da ein großer Teil der Tonträger nur gebraucht zu erwerben ist und die sind nicht immer im guten Zustand sondern bedürfen einer intensiven Grundreinigung. Du solltest dir genau überlegen ob du als Schüler auf ein Hobby einsteigen willst das für lange Zeit wahrscheinlich einen großen Teil deiner verfügbaren Barmittel (und auch im Endeffekt deiner Freizeit) aufbrauchen wird.

MFG Günther
Dj_Dan360
Stammgast
#4 erstellt: 01. Jul 2007, 16:07
Hallo,
danke für die ausführlichen Antworten

Eine andere Möglichkeit wäre mir erstmal den Lenco meines Vaters auszuleihen, da er ihn nie benutzt. Dann müsste ich mir z.B. nur noch einen PP2 kaufen. Somit könnte ich mich erstmal damit ein wenig auseinandersetzen ohne (für einen Schüler) Unsummen zu investieren. Ist glaube ich die bessere Lösung fürs erste, oder?

mfg
Dan
Gelscht
Gelöscht
#5 erstellt: 01. Jul 2007, 16:23
ansonsten schlage ich diesen gebrauchten vor:


http://cgi.ebay.de/P...QQrdZ1QQcmdZViewItem
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 01. Jul 2007, 23:24
Hallo!

Der Telefunken ist offenbar im guten Zustand und das System ist schon alleine einiges Wert. Der geforderte Preis ist zwar recht saftig aber in Anbetracht des gerade laufenden Analog-Hype nicht überzogen. Das Gerät ist -in einwandfreiem Technischem Zustand- qualitativ ein ganzes Stück über einem Pro-Ject Debüt einzuordnen, allerdings gibt es für das Shure nur noch Nachbaunadeln oder sehr teuere (ca.300 Euro) NOS-Originalnadeln

MFG Günther
raphael.t
Inventar
#7 erstellt: 02. Jul 2007, 05:06
Hallo Dan!

Ich bin immer dafür, wenn sich Schüler fürs Analoge interessieren und unterstütze das gerne.
Wenn du etwas Geduld hast, kann ich wahrscheinlich was für dich arrangieren, und zwar günstig.
Falls du Interesse hast, schreibe mir bitte eine private Nachricht, dann können wir ein paar Gedanken austauschen.
Vorausgesetzt, es schreckt dich nicht, dass ich Österreicher und noch dazu pensionierter Lehrer bin...

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Dj_Dan360
Stammgast
#8 erstellt: 02. Jul 2007, 11:24
Hallo Leute,

ich habe mir Günther´s Argument mit den laufenden Kosten nochmal genauer zu Gemühte geführt und noch ein wenig "herumgelesen".
Vielleicht ist das Geld wirklich besser in Cd´s investiert, die ich ja mittlerweile ganz gut abspielen kann.
...mal schaun was Raphael noch für einen Vorschlag hat.

mfg
Dan
chilman
Inventar
#9 erstellt: 02. Jul 2007, 13:20
tja, die entscheidung "mehr cds" oder einen dreher ist deine...
kommt auch drauf an, welche musik du hörst, gebraucht bekommt kommt man an bestimmte platten sehr günstig ran, andere, aktuelle, musik gibts garnicht auf platte oder zu gesalzenen preisen.
ich persönlich würde im moment eher in musik investieren, hab aber auch schon einen plattenspieler und platten und möchte das nicht missen, es ist einfach IMHO sehr stilvoll platten zu hören und der klang ist auch gut.
freunde die bei mir zu besuch sind sind immer sehr angetan wenn im hintergrund gemütlich ne platte läuft, weil ich der einzige "spinner" unter denen bin. kann das plattenhören also nur empfehlen.

also die lencos gelten eigentlich auch als sehr solide und gut, wenn du den umsonst bekommen, bzw. leihen kannst, würde ich mich mal mit dem beschäftigen, evt. einen neuen, besseren (natürlich auch passenden) tonabnehmer installieren und einen vernünftigen phono-pre anschaffen.
meine empfehlung wäre ansonsten auch ein gebrauchter dreher.
der telefunken ist zb,. ganz nett.
oder ein gehobener dual, zb. 701 oder 731.
Dj_Dan360
Stammgast
#10 erstellt: 02. Jul 2007, 14:10
Hallo chillman,

du sprichst mir aus der Seele so ein Dreher hat einfach Stil und das reizt mich schon ein wenig.
Aber wenn ich daran denke wie viel Cd´s ich dafür kaufen könnte...mal sehen.

mfg
Dan
73newport
Stammgast
#11 erstellt: 02. Jul 2007, 14:19
Also, der Lenco 78 ( falls das alte Modell) ist schon ein ausgesprochen gutes Gerät. Mit der Investition von ca. 25 € ( für einen billigen Phono-Pre von Hama oder Konsorten sowie einem Din-Cinch-Adapter) kannst du doch, Einverständnis des Besitzers vorausgesetzt, mal eine zeitlang testen.
Der Lenco ist durch die anfälligen Schneidlager am Tonarm und, wenn ich mich richtig entsinne,dem Antiskating mit Gewichten/Faden ein klein bisschen filigraner und weniger "Plug+Play" als die meisten Duals, aber wenn er korrekt eingestellt ist sollte das kein Problem sein.

Wenn du dann feststellst, dass Vinyl nicht dein Ding ist, so setz den Kram halt wieder in die Bucht, wirst du nicht viel Geld verlieren.

Wenn es dir aber doch Spaß machen sollte, so schwätz deinem Dad den Lenco ab und du wirst (je nach Tonabnehmer) schon deutlich über 500 € investieren müssen, um dich da zu verbessern.


Just my 2 cents...
Dj_Dan360
Stammgast
#12 erstellt: 02. Jul 2007, 14:30
Also wenn es schon Phono-Pre´s für 25€ gibt dann bin ich sofort dabei (Din-Cinch ist bereits vorhanden). Hast Recht, im schlimmsten Fall ist ja nicht viel verloren.
...wahrscheinlich läufts auf das wieder flottmachen des Lencos raus.

mfg
Dan
73newport
Stammgast
#13 erstellt: 02. Jul 2007, 15:02
Ja, klar gibt es die. Das sind zwar unter audiophilen (wasimmerdasist) Gesichtspunkten ziemlich mies, aber ich denke, für den Anfang tun die es auch. Bei meinen Eltern läuft so eine Gurke auch schon ewig und der einzige Nachteil ist, dass man halt hin und wieder einen 9V-Block spendieren muss. Wenn es dir gefällt kannst du ja jederzeit aufrüsten.

denzumbeispiel

gibtsauchmitnetzteil

Achtung: bevor du so was kaufst schau bitte nochmal nach der genauen Bezeichnung der Nadel. Es gibt sogenannte MC-Systeme, die einen besonderen Pre-Amp benötigen bzw. die von mir genannten haben NICHT die Funktion für diese Abnehmer. Es ist zwar recht unwahrscheinlich, aber check das vorher auf jeden Fall.

Ach so, es gibt natürlich noch andere Bezugsquellen als die Bucht, aber was anderes ist mir jetzt auf die schnelle nicht eingefallen.

EDIT: Typos


[Beitrag von 73newport am 02. Jul 2007, 15:03 bearbeitet]
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