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Tonarmbasis für modifizierten Lenco L78?

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Autor
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Talby
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Okt 2006, 15:02
Guten Tag zusammen,
vor einiger Zeit habe ich mich meines Lenco L78 angenommen und ihm einige Modifizierungen angedeihen lassen. ... O.K., letzten Endes ist nur das Laufwerk vom Lenco verblieben . Bin schon ziemlich zufrieden damit aber da ich einen Rega RB300 montiert habe stimmt das mit der VTA des Tonarms überhaupt nicht mehr. Jetzt wollte ich einen Teil der Deckplatte Aussägen und eine eigene Tonarmbasis wasteln.

Meine Frage nun: Was kann ich da am Besten verwenden?

Holz? Welcher Art? Sollte auch nicht allzu schwer zu beschaffen sein.

Aluminium? Ich hätte die Möglichkeit, mir etwas Geeignetes zu fräsen.

Wie siehts mit der Mindestdicke einer solchen Basis aus?

Oder mach ich mir da Gedanken über die Wirkung im Bereich des Voodoo?

Über ein paar Tips würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße,
Talby
Capitol
Stammgast
#2 erstellt: 20. Okt 2006, 15:49
Hallo Talby! Ich habe ein Lenco L75 mit Rega 250 Tonarm. Um den VTA hinzukriegen habe ich zwichen Headshell und Tonabnehmer Unterlegplättchen von Thorens gelegt. Damit kommt der VTA hin. Man kann auch eine dicke Tellermatte nehmen. Mein Lenco hat eine Filzmatte. Das Aussägen wollte ich nicht, falls mal der Lenco Arm wieder drauf kommt. Gruss Uwe
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 21. Okt 2006, 08:12
Hallo Talby!

Auch ich würde dir empfehlen grobe Eingriffe vorerst zu unterlassen.
Erste Frage: Wieviel mm brauchst du auf einen völlig horizontalen Tonarm beim Abtastvorgang?
Wenn du eine Fräsmöglichkeit hast, warum lässt du dir dann nicht ein solides Aluplättchen mit 1/2 Zoll Bohrung für den Tonabnehmer anfertigen, und zwar in der genau richtigen Stärke?!
Nicht die windigen Thorens-Kunststoffplättchen verwenden, natürlich tuns die auch, aber du könntest dir wirklich aus Alu eines (oder gar mehrere) schneidern lassen, die eine größere Auflage haben wie die bloß 5 mm breiten Thorens-Plättchen. So sitzt dann der Tonabnehmer vollfächig auf und du kannst das sicher so hinkriegen, dass es auch ästhetisch gut wirkt, schwarz färben, z.B.
Mattenmäßig geht auch was, natürlich, doch das ist klanglich auch immer ein Experiment. Ein bisschen was lässt die Lenco-Achse höhenmäßig ja zu.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 21. Okt 2006, 08:13 bearbeitet]
Talby
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Okt 2006, 18:59
'nabend
Danke für die Antworten erstmal.

Zur Höhe: ne ganze Menge... um die 9mm mit Gummimatte

Die Thorens-Plättchen hatt ich auch schon vor der Nase. Da riet mir aber mein Händler schon von ab.
Das mit der Matte hatte ich mal überlegt und auch eine Acrylplatte mit 5mm drauf gehabt. Mir gefiel der Klang der orginalen Gummimatte (auch 5mm) aber besser, auch beides zusammen war irgendwie nicht das Richtige. Dann eher VTA off.

Die Sache mit dem Aluplättchen (oder eher dem "Alubrocken" ) ist vielleicht eine gute Idee, wird aber nen dickes Ding. Hab gerade mal überschlagen: knapp 10g, wenn ich die Fläche des Tonabnehmers nehme. Einer ne Ahnung, wie sich soviel Masse auswirken kann, abgesehen von Problemen mit dem Gegengewicht?

Grüße,
Guido
raphael.t
Inventar
#5 erstellt: 24. Okt 2006, 06:19
Hallo Guido!

10 mm sind wirklich nicht eben wenig!
Man könnte jedoch durch Bohrungen auch ziemlich viel Masse wegnehmen...
Da scheint mir fast idealer, an zwei Seiten anzusetzen, nämlich bei Matte und Tonabnehmerunterlage.
Die Acrylplatte ist ein Anfang, dann eine Gummimatte (oder Filz) drauf, damit müsstest du höhenmäßig fast hinkommen.
Den Rest, der eventuell fehlt, ergänzt du dann durch ein Plättchen.
Die Acrylplatte könntest du durch punktweise angebrachtes doppelseitiges Klebeband am Lencoteller anbinden.
Und alles nur, weil der originale Lenco-Arm so tief liegt.
All deine Probleme kenne ich nur zu gut.
Bei mir hat ein 5 mm starker (schwacher?) B & O-Aluteller mit Filzmatte geholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Talby
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Okt 2006, 09:44
Hallo Raphael,

Jau der Lenco ist ein echter "Low Rider" .

Nach diversen Experimenten hatte ich die Gummimatte damals auf den Teller aufgeklebt, da trotz dem VTA-Problem der Klang so am überzeugensten war (subjektiver Eindruck natürlich). Deswegen würde ich mich von der Variante nur ungern trennen. Bleibt für mich als Lösung noch die Tonabnehmerunterlage. Die Frage ist nur ob ich da mit dem Gewicht oder der Dimensionierung etwas in der Art verändere, dass sich das negativ bemerkbar macht. Aber wahrscheinlich geht da probieren über studieren. Ich werde mal mit einer 9mm Aluplatte anfangen.

Nichtsdestotrotz muss ich ja sagen, dass der Dreher schon jetzt ziemlich gut seinen Dienst tut. Zumindest mit VM Red Abnehmer.

Viele Grüße,
Guido
raphael.t
Inventar
#7 erstellt: 24. Okt 2006, 13:04
Hallo Guido!

Natürlich könntest du auch auf die angeklebte Gummimatte
die Acrylplatte legen, was du schon versucht hast, glaube ich. Allerdings sollte man dann mit einer Plattenklemme (oder Gewicht) arbeiten, sonst rutscht die Platte auf dem Acryl. Nur werden dann eventuell vermehrt Rumpelgeräusche über die Achse auf die Platte übertragen.
Das könntest du noch versuchen.
Du hast geschrieben, dass Fräsungen kein Problem sind.
Schildere dem Techniker dein Problem, er wird dir sicher auch bei 9mm Alu-Stärke eine Unterlage mit möglichst wenig Gewicht fertigen können.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Talby
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Nov 2006, 23:14
Hallo Raphael und alle interessierten.

Einer unserer Techniker hat mir jetz ein Distanzstück aus Alu gefräst. Hab es heute bekommen und ausprobiert und wollte meinen Senf dazu mal abgeben. Das gute Stück wiegt jetzt ziemlich genau 4,5g. Immer noch zu viel, das Gegengewicht fällt hinten fast ab, wenn ich 15mN Auflagekraft einstellen will. Also nochmal nacharbeiten, nen bisschen geht noch.

Klangliches Ergebnis (natürlich subjektiv incl. Schönhör-Faktor): Zuerst dachte ich weniger Bass, aber bei längerem Hören eher straffer als weniger. Ohne Distanzstück klangs "bumsiger"; mit sogar eine Spur tiefer. Was auf jeden Fall ins Ohr sprang war ein weicheres Klangbild, nicht so kratzig, als ob die Höhen vorher unmerklich verzerrt waren. Stimmen, Glockenspiel, Klavier, war alles etwas klarer, was vor allem nach dem Rückbau auffiel.

Fazit: Das Ergebnis macht mir von allen bisherigen Experimenten am meisten Spaß. Negatives kann ich über die Modifikation nicht berichten. Das lohnt den Aufwand auf jeden Fall. Jetzt muss ich nur noch nichtmagnetische Schrauben in der Länge bekommen...

Das mit dem Aussägen hat sich vorerst erledigt, denke ich.

Hier noch zwei Bilder vom "Renco"




Gruß,
Guido
raphael.t
Inventar
#9 erstellt: 23. Nov 2006, 08:08
Hallo Guido!

Wenn er so gut klingt, wie er aussieht...!
Die von dir beschriebenen Klangeindrücke kann ich nachvollziehen, ich habe ja selber schon mehrfach erlebt, welches Klanpotential die alten Lencos haben.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Talby
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 23. Nov 2006, 10:33
Kann ich nur bestätigen.
Vorher lief der bei mir unmodifiziert mit AT95E - ging so. Bevor ich den umgebaut habe, wurde ich erst noch falsch beraten und hab mir einen dieser oftmals gelobten Project Debut III gekauft. Auch mit AT95E klang der halt nach dem Preis den man sonst für einen Dreher bei Conrad o.ä. bezahlt, nicht mehr. Das war auf eher ein Rückschritt und 190 EUR in den Sand. Nach Fertigstellung des Lenco (wird sowas jemals "fertig"?) war ich erstmal baff und musste meine Plattensammlung nochmal von vorne durchhören, war ja plötzlich alles neu...

Auf jeden Fall vielen Dank für deinen Rat. Bis zur nächsten Bastelwut-Atacke bin ich erstmal zufrieden mit meinem Lenco-Klotz.

Gruß,
Guido
torbi
Inventar
#11 erstellt: 23. Nov 2006, 11:24
Hi,

wow, schöne Zarge... wo kriegt man sowas her? Ich hab auf dem Dachboden auch noch so eine Lenco/Decca-Kombi in "halbfertig" und unüberlegt gebastelt.... das wäre auch mal was für den Winter. Aber mit der Originalzarge, klingts dann doch nicht so recht, zu "bumsig". Und dass, obwohl als Bodenplatte 2cm MDF drin sind und das Subchassis ausgebaut ist.. tsss...

Viele Grüße,
Torben
Talby
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 23. Nov 2006, 14:52
Hallo Torben,
die Zarge hab ich selbst gebastelt. Schichtweise 19er MDF und 12 Multiplex verleimt und vorher mit der Stichsäge Ausschnitte aus jedem Brett gesägt. Habe so wenig wie möglich entfernt, um eine möglichst hohe Masse und kleine Hohlräume zu bekommen. Mahagonie Lasur und drei Schichten Klarlack - Feddisch.

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass bei dir der große Hohlraum als Resonator wirkt, vor allem bei festem Einbau der Grundplatte. Letztere hab ich zusätzlich noch mit Bitumen gedämpft.

Von Decca auf Lenco hab ich auch Gutes gehört. Da passt scheinbar auch die Geometrie perfekt. Ich weiß nicht mit was du sonst hörst, aber so einen Lenco find ich schon ein sehr lohnenswertes Projekt.


Viele Grüße,
Guido
Edit: Tschuldigung, hab mich beim Namen versehen.


[Beitrag von Talby am 23. Nov 2006, 15:10 bearbeitet]
torbi
Inventar
#13 erstellt: 23. Nov 2006, 15:05
Hallo Guido,

das mit dem Hohlraum kann hinkommen. Obwohl ich aus der gegebenen Zarge schon das meiste rausgeholt hab, also Bedämpfung mit Bitumen + massive Bodenplatte. Das reicht offensichtlich nicht, um die Lenco-Technik ruhigzustellen.

Du kannst nicht "rein zufällig" noch eine Zarge für vertretbares Geld auflegen?

Die Montage des Decca auf dem Lenco geht gut, allerdings gibt es das die üblichen Probleme mit dem VTA - Tonarm zu hoch, auch wenn man ihn ganz runterstellt. Und dann kann man das Antiskating nicht mehr vernünftig... usw.. usw.... vielleicht sollte ich mal was anderes versuchen, und zwar die Montageplatte des Decca auf die Unterseite des Chassis, das müsste dann gehen. Gibt ja bald lange Winterabende Die Gemoetrie jedenfalls ist gegeben, kann man hervorragend einstellen und den Tonarmlift weiterbenutzen, ein Segen beim Decca-Einpunktarm (welcher allerdings ne Menge Plastik an sich hat). Arme von Linn und Pioneer (evtl. Marantz?) sollen auch in die Öffnung passen.

Der Sound? Sehr viel "Drive", aber bollerte halt noch bei mir. Da ist sicher noch Potential "nach oben" drin, dann geht das Ding ab wie sonstwas. Reibrad halt

Viele Grü0e,
Torben
Talby
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 23. Nov 2006, 16:34
Na ja, das Material ist relativ günstig zu bekommen, aber mit einer Stichsäge ist das ganze ein Mordsaufwand. Muss ich die Tage mal überlegen ob und wie.

Wegen Dämmung mit Bitumen: ich hab auch schon mal irgendwo gelesen, dass das Dämmen des Tellers (von unten) nicht so toll sein soll. Eventuell auch eine Ursache für "bummsigen" Klang?

Gruß,
Guido
wastelqastel
Inventar
#15 erstellt: 23. Nov 2006, 21:35
Sag mal hast du einen Mantelstromfilter am Netztkabel ?
Gruss Peter
Hüb'
Inventar
#16 erstellt: 23. Nov 2006, 21:43

wastelqastel schrieb:
Sag mal hast du einen Mantelstromfilter am Netztkabel ?
Gruss Peter

Sieht nach einem Klappferrit aus...
wastelqastel
Inventar
#17 erstellt: 23. Nov 2006, 21:47
Ja das Meinte ich
Bloss Wozu am Netzkabel
Hüb'
Inventar
#18 erstellt: 23. Nov 2006, 21:48

wastelqastel schrieb:
Ja das Meinte ich
Bloss Wozu am Netzkabel :?

War über.
raphael.t
Inventar
#19 erstellt: 24. Nov 2006, 07:48
Hallo miteinander!

Da ich experimentierfreudig bin, habe ich sogar schon bei mehreren Tellern (auch bei einem L 75) die Oberseite des Tellers bitumenisiert.
Hatte bei mir positive Auswirkungen.

Grüße Raphael
Talby
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 24. Nov 2006, 15:45
Hallo.
@wastelquastel: Ferritringkern. Hab mir nach Anleitung mal ein Netzkabel selbstgebastelt. Ich meine ein geringfüg ruhigeres Klangbild vernommen zu haben im Vergleich mit normalem Netzkabel aus der Computerkiste. Wenn Einbildung... war billig und sieht gut aus .

@raphael: Von Bitumen unter Plattenteller hatte ich auch nur gelesen, aber nie selbst probiert. Die aufgeklebt Gummimatte bei mir ist auf jeden Fall auch ein Plus und hat an sich den selben Zweck (Platter dämpfen). Ich denke probieren geht da mal wieder über studieren.

Gruß,
Guido
Talby
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 05. Dez 2006, 11:31
Tag zusammen,
ich hab jetzt die finale Version meines Distanzstücks bekommen und installiert. Ist jetzt ca. 3,8g schwer. Dazu hab ich ein Clearaudio Gegengewicht mit 124g montiert, da das orginale Gewicht immer noch viel zu weit hinten angebracht werden müsste. Problematisch ist jetzt nur die Einstellung der Auflagekraft, da diese sich bei einer Höhenänderung von nur einigen mm rapide verändert. Ich denke mal das ist dem tiefen Schwerpunkt des Clearaudio-Gewichtes geschuldet. Mit ein bisschen Gefummel gehts aber.

Das Alu-Distanzstück ist meiner Meinung nach eine lohnenswerte Alternative zum Ausgleich des VTA. Falls irgendwelche negativen Effekte dort einspielen sollten, überwiegen die positiven klar. Ist nur ein gewisser Aufwand, das zu fertigen. Und bei Tondosen-Weschsel nochmal von vorne...

Gruß,
Guido
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