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Lenco L75 / L78 Tonarminnenverkabelung

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milliscout
Stammgast
#1 erstellt: 17. Jun 2004, 14:34
Hallo Lenco Freunde,
Um den Lenco ist es im Forum ruhig geworden; damit scheinen ja alle Reparatur-Projekte erfolgreich beendet worden zu sein.
Ich habe noch ein Problem: wie wechselt man die Tonarminnenverkabelung aus?
Das heißt konkret gefragt, wie löst man den Headshellstecker im Tonarmrohr. Hat das schon mal jemand mit Erfolg gemacht?
Gruß!
Ascan
Lupo914
Stammgast
#2 erstellt: 17. Jun 2004, 14:58
Hallo Ascan,

ich fürchte gar nicht. Ich habe bei einem schrottigen Tonarm versucht diesen Headshellstecker harauszubekommen. Es scheint so, als ob der gesamte verdickte Bereich mit der schwarzen Masse ausgegossen wurde. Ich habe ziemlich wild gebohrt und gedremelt - das Zeug läßt sich nur bröckchenweise herausbrechen.

Der probasteste Weg scheint eine Außenverkabelung mit Kupferlackdraht zu sein.

Grüße

Wolf
milliscout
Stammgast
#3 erstellt: 17. Jun 2004, 16:59
Hallo Wolf,
ich habe so etwas befürchtet. Was hälst du davon, den Stecker in Tonarmrohr und in der Headshell zu entfernen und dann die Kabel durch das Rohr zu ziehen. Klingt verlockend, aber wird dann die Headshell noch genügend genau geführt und ist diese gegen Verdrehen im normalen Betrieb ausreichend gesichert? Wie gesagt, Meinungen sind gefragt.
Gruß!
Ascan
Lupo914
Stammgast
#4 erstellt: 17. Jun 2004, 23:38
Hallo Ascan,

"Brüder im Geiste"

Die Stecker zu entfernen dürfte ernsthafte Führungsprobleme hervorrufen. Andererseits bei einer Konstruktion mit Kabeln durch Headshell und Arm kannst Du das Headshell gleich festkleben - abnehmbar ist da nix mehr.

2 Möglichkeiten: Kupferlackdraht 0,05 oder 0,15 ist so dünn, dass er durch ein recht kleines Loch geht. Wenn Du das Problem mit dem Abnehmen des Headshells gelöst bekommst, bohre ein Loch Mittig in die schwarze Masse (die 4 Pins und Dein Loch ergeben dann ein Bild wie bei einem Würfel mit 5 Augen).
Ich würde ein Loch in die Unterseite des Tonarmes bohren. Knapp hinter der Verdickung würde ich ansetzen.

Grüße

Wolf
Ludger
Inventar
#5 erstellt: 19. Jun 2004, 13:43
Hallo milliscout,ich habe mir heute den Tonarm noch mal genau angesehen. Die Führung wird vor allem durch die Überwurfmutter und den etwas hevorstehenden Stift/Nippel gewährleistet. Ich denke, dass Aufbohren müßte machbar sein, ohne dass man hinterher die Headshell festkleben muss.
Ruhig geworden ist es zwar im Forum um die Lenco-Projekte, die Tuningmaßnahmen sind aber, zumindest bei mir, noch lange nicht abgeschlossen, es kommt immer wieder was hinzu, vor allem im Bereich Bedämpfung.
Gruß Ludger
Lupo914
Stammgast
#6 erstellt: 19. Jun 2004, 15:05
Hallo Ludger,

berichte mal von den mit Erfolg durchgeführten Massnahmen.

Grüße

Wolf
Ludger
Inventar
#7 erstellt: 22. Jun 2004, 12:05
@ Lupo914 (und alle anderen, die es interessiert, natürlich auch):
1. mein L 75 läuft ohne Federn, mit Alu-Spikes (Gummifüße, selbst teure, führten nur zu unpräzisem Klang) auf einer Birkensperrholzplatte
2. die Unterseite des Chassis habe ich, überall wo möglich, mit Bitumenplatten, wie sie im Sanitärbereich für Spülbecken verwendet werden, bedämpft (das geht übrigens auch hervorragend bei Deckeln von CD-Playern)
3. aktueller Versuch: das gesamte Chassis liegt auf 8mm Filz (gibt es bei z.B. OBI für Putzbretter, Kosten: 2,50 Euro), ca. 15 mm breit.
Ergebnis: Spikes führen zu mehr Präzision, machen aber das Klangbild schlanker, als es sowieso schon ist, zumindest mit meinem Einpunktarm.
Die Bedämpfungsmaßnahmen,und dabei besonders der Filz, haben zu einer wesentlichen Beruhigung des Klangbildes geführt und die Betonung der oberen Mitten zurückgenommen (übrigens soll der Garrard 401 auch einen ähnlichen Klangcharakter haben, der durch die Kombination mit SME 3012 und Denon DL 103 kompensiert wird - ich habe mit dem DL 103 auch sehr gute Erfahrungen in Verbindung mit meinem Einpunktarm gemacht, könnte auch mit dem Originalarm gut harmonieren).
4. Plattentellerauflage aus 5mm Acryl.
Wirkung:hervorragend, besser als Filz, Leder oder Kork. Die Original-Lencomatte ist übrigens recht gut.
Zusätzliche Modifkation: geschirmtes Netzkabel, 4mal 1mm über Kreuz geschaltet.
Alle Klangbeschreibungen beziehen sich auf den Einpunktarm, dürften sich aber von der Tendenz her sicherlich auf den Lenco-Arm übertragen lassen.
Da ich leider (noch) nicht weiß, wie ich hier Bilder ins Forum stellen kann (vielleicht ein Tip?), verzichte ich auf die Chassis-Beschreibung, demnächst hoffentlich mehr.
Gruß Ludger
milliscout
Stammgast
#8 erstellt: 22. Jun 2004, 21:35
Hallo Ludger,
dann warte ich mal gespannt auf deine Bilder.
In punkto Netzkabel, was versprichst du dir von einer Sternbeschaltung in einem geschirmten Netzkabel?

Habe gerade meine modifizierten Plattentellerlager zurück bekommen. Die Leichtgängigkeit und Laufruhe haben sich deutlich verbessert. Bilder auch erst, wenn ich weiß wie diese hochladen und zweitens, wenn ich eine Digicam mit Makrofunktion auftreibe.
Gruß!
Ascan
Ludger
Inventar
#9 erstellt: 24. Jun 2004, 13:44
@ milliscout, zur Sternbeschaltung kann ich dir leider gar nichts sagen-einfach ausprobieren. Ich war jedenfalls ziemlich überrascht, welchen Einfluss das Netzkabel auf den Klang hat.
Zu den Lagern: was hast du genau machen lassen, hört sich ja interessant an?
Gruß Ludger
Telium
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Jun 2004, 09:22
Hallo,
nach nun einer längeren Pause muss ich mich hier doch auch mal wieder melden.
Leider ist meine Zeit im Moment sehr knapp und ich komme so gut wie gar nicht zum Basteln.
Was ich aber so über die Innenverkabelung lese, bin ich ganz froh, dass ich noch nicht dazugekommen bin die auszuwechseln.
Ich habe es aber nun doch geschafft die ursprünglichen Verkabelung so weit abzuisolieren, dass der komplett schwarz oxidierte draht wieder ein bischen kupfer zeigte (kurz vor dem verschwinden im Sockel).
Nach agribischer feinstlötabeit unterm Mikroskop!! habe ich es auch geschafft die Kabel daran anzulöten.
Zwischen Chnchstecker und Kabelende am Headschell haben alle vier Kabel abzüglich messfehler (kontaktwiderstand etwa 2 x 0,3 Ohm = 0,6 Ohm) etwa 0,7 Ohm. Ich denke das ist OK, vor allem, da alle gleich sind.

Somit ist eigentlich die Hauprestaurierung fertig. Es wäre noch ev das System zu erneuern, aber der Klang ist eigentlich recht ordentlich (leider keinen Vergleich). Und die faszination vom analogen ist leicht nachzuvollziehen. Bis jetzt ist noch 90% meines Musikgenuss von der CD abhängig aber nach und nach wird die Plattensammlung aufgefüllt werden.

Aber nun:
meine ehemaligen Nachbarn, die meinen Lenco ausgeliehen hatten, wollten, dass ich Ihenen einen neuen Gebrauchten besorge. Da hab ich nun letzte Woche auf eBay France einen Thorens TD 145 MKII ohne System für 56€ geschnappt und gestern abgeholt.
Was soll ich sagen:
Es war liebe auf den ersten Blick!!

Der TT ist im orginal Top Zustand (alle Kabel orginal).
Die Abdeckung ist im nahezu tadellosem Zustand. Nur eine Halterung ist abgebrochen, aber einfach zu reparieren.
der Player hat beim Verkäufer einwandfrei funktonniert. Daheim läuft der Motor nun nicht mehr an (Bastelarbeit TOLLL !!!!) Aber dafür werd ich noch einen neuen Tread aufmachen.

Aber nu muss ich mich entscheiden und hab das auch schon getan. Da ich aus diversen Gründen nur einen Dreher behalten kann, habe ich mich für den Thorens entschieden. Er ist einfach in einem besseren Zustand und optisch eine Augenweide (wobei der enco auch nicht so schlecht ist). Liebend gerne würde ich Beide behalten, das geht aber einfach nicht.

Einen Lencobesitzer verloren... ein Thorensbesitzer mehr.

jetzt muss ich mal wieder was tun. Bis dann
Chris
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