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Compliance-Angaben bei 10Hz und bei 100 Hz - Umrechnung möglich ?

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Schoschi
Stammgast
#1 erstellt: 11. Okt 2007, 14:45
Hallo Phono-Freunde,

beim Studium der verschiedenen Tonabnehmer bei "Cartridge Database" ist mir aufgefallen, daß Audio-Technica die Dynamic Compliance-Angaben bei 100Hz angibt, nicht wie gewöhnlich bei 10hz; von Cartridge Database steht deshalb dabei,

Zitat:

"AT publishes their dynamic compliance specifications relative to 100Hz . The actual compliance at 10Hz will be higher."

Gibt es einen Faktor zum Umrechnen auf 10Hz, oder eine andere Größe, um die Berechnung halbwegs greifbar zu machen ?

Vielen Dank

Gruß

Georg
lini
Inventar
#2 erstellt: 11. Okt 2007, 20:20
Eine richtige Umrechnungsformel hab ich noch nicht entdeckt - aber man kommt offenbar recht gut hin, wenn man nochmal 80 bis 90 % auf den 100-Hz-Wert aufschlägt. AT ist übrigens nicht der einzige Hersteller, der die Compliance bei 100 Hz angibt - Denon gehört auch dazu und, wenn ich mich recht entsinne, Technics ebenfalls... Ob man da allerdings gleichermaßen mit "plus 80 - 90 %" hinkommt, kann ich mangels Erfahrung nicht bestätigen...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Schoschi
Stammgast
#3 erstellt: 11. Okt 2007, 21:08
Hallo Manfred,

das würde bedeuten, den Wert fast zu verdoppeln, da würde sich ja das Einsatzgebiet des TA´s komplett ändern !

Aus einer Angabe Dynamic-Compliance Wert von 10 bei 100Hz würde ein Wert von 19 bei 10 Hz entstehen, ein ganz anderer Einsatzbereich...

Das erscheint mir doch zuviel, denn dann wären diese Systeme mit den einschlägigen Berechnungsformeln nicht einzuordnen.

Ich dachte da eher an max. 10%, sonst wären die Angaben doch völliger Humbug.

Aber vielleicht weiß im Forum doch noch ein Phono - Weiser Genaueres !!

Danke trotzdem

Gruß

Georg
lini
Inventar
#4 erstellt: 11. Okt 2007, 22:25
Keine Sorge, das haut schon hin - ist auch nicht nur mein Erfahrungswert. Nimm z.B. mal ein AT120E mit offiziell 10 µm/mN - da kommen 19 µm/mN schon eher hin, denn das funktioniert ganz einwandfrei mit leichten bis mittelschweren Armen. Oder nimm ein Denon DL110 mit offiziell 8 µm/mN - auch das braucht in Wirklichkeit keinen bleischweren Arm, sondern funktioniert ganz prima an diversen mittelschweren Thorens-Armen um 13 g sowie auf dem 12,5-g-Arm (inkl. Headshell) des Technics SL12x0MkII...

Und so genau muss es ja eh in den meisten Fällen nicht gehen: Wenn Du etwa einen typischen mittelschweren 12,5-g-Arm nimmst und dazu 6 g für System nebst Schräubchen & Mütterchen, sollte das System in puncto Nachgiebigkeit idealerweise zwischen 11 und 24 µm/mN liegen. Oder nimm einen leichten 6-g-Arm plus nochmal dasselbe für System nebst Befestigungsmaterial - da wären's dann 16 bis 37 µm/mN. Man hat also meistens durchaus einigen Spielraum...

Grüße aus München!

Manfred / lini
tiefton
Inventar
#5 erstellt: 12. Okt 2007, 08:45
Ich nehme die Werte auch immer nur als "Richtschnur" ob es überhaupt für meinen Arm geeignet ist.
Selbst die Berechnung der Resonanzfrequenz des Armes ist so eine Sache, wenn es nicht Standard Arme sin (SME, etc.) findet
man da eh keine Vernünftigen werte zu Masse, Material, etc.
Also, meine Ohren sagen: geht - geht nicht.
Schoschi
Stammgast
#6 erstellt: 12. Okt 2007, 12:22
Hallo @lini,

Hallo @tiefton,

als Novize, oder eigentlich richtiger, Wiedereinsteiger, im Bereich Phono versucht man Anfängerfehler zu vermeiden, deshalb läßt man sich aber unvermeidlich auf Aussagen ein, da es eben noch an fachlicher Kritikfähigkeit mangelt.

Bisher hatte ich den Eindruck, die Berechnung der Tonarmresonanzfrequenz wäre soz. das A + O....

Ich kann die Anzahl der durchexerzierten TA-Varianten gar nicht mehr nachvollziehen, die ich in den letzten Tagen schlafwandlerisch durchgerechnet habe.

Da das Neue System nur einen Compl.-Wert von 10µm/mN (100Hz) hat, bin ich am überlegen, das des TD320 mit Compl.-Wert von 13µm/mN (100Hz) in den TD147 einzubauen, da dessen eff. Tonarmmasse nur 7,5g beträgt, die des TD 320 12,5g. (Angaben von Audio-Technica, also bei 100Hz).
So ergibt sich im schlechtestesten Fall für den TD 147 ein Wert der Resonanzfrequenz von 12,8Hz, System 7gr, 1gr Befestigung(M2-20mm), 10µm/mN AT33PTG(100Hz).

Mit dem AT33ANV 13µm/mN(100Hz) wäre es Resonanzfrequenz von 11,2HZ, also im grünen Bereich.

Wenn ich dies mit einer etwas stressfreieren Großzügigkeit betrachte, wären das aber noch keine Werte, die so weit weg vom Ideal sind...

Sehe ich das richtig ?

Vielen Dank für Eure Beiträge

Gruß

Georg


[Beitrag von Schoschi am 12. Okt 2007, 12:25 bearbeitet]
tiefton
Inventar
#7 erstellt: 12. Okt 2007, 15:03
Hey Georg,

du hast den Vorteil die Tonarm-masse zu kennen, ich hoffe die ist im Netz immer gleich angegeben.
ich finde für meinen Dual da ganz unterschiedliche Werte.
Im Analogforum gabs/gibts irgendwo ne Liste und ein rechnendes Exelsheet.
Muss heute Abend mal sehen ob ich das finde.

Ansonste würde icha uch eher großzügig sein und die Ohren entscheiden lassen.
Bis heute Abend,
Thomas
pet2
Inventar
#8 erstellt: 12. Okt 2007, 16:22
Hallo,

ich habe irgendwie auch den Eindruck, daß heute viel zu viel gerechnet wird.
Sieht man sich mal die Originalbestückungen früherer Plattenspieler an, so handelte es sich nach heutigen Maßstäben um völlige Fehlanpassungen.
Als Beispiel seien mal die Shure M 75 und M 95 an einem Lenco L 75 genannt.
Ich selber betreibe zur Zeit ein ADC 550XE an einem L 78.
Das dürfte genausowenig funktionieren.
Für dieses System werden aber in der Bedienungsanleitung die passende Auflagekraft und der passende Antiskatingwert angegeben .
Im Prospekt des Dual 1219 gibt es eine Grafik, bei der die verschiedenen Resonanzfrequenzen abgelesen werden können.
In dieser Grafik wird sehr gut deutlich, welchen breiten Compliancebereich man doch eigentlich zur Verfügung hat.

http://wega.we.funpic.de/1219p/

Zu beachten ist zudem noch, daß so ziemlich jeder Systemhersteller bei der Angabe der Compliance sein eigenes Süppchen kocht.
Ferner gibt es sicher noch eine gewisse Serienstreuung.
Das trift wohl insbesondere auf Systeme zu, die es schon sehr lange gibt.

Was in meinen Augen aber wirklich sehr schlecht funktioniert, ist ein System mit sehr geringer Compliance an einem wirklich leichten Tonarm, sonst sollte man das wirklich nicht so eng sehen ;).

Gruß

pet
tiefton
Inventar
#9 erstellt: 12. Okt 2007, 17:14
Hier gibts die Berechnungstabelle:
http://www.formgestalter.com/krishu/down/reson.xls

und hier die Gewichts/Compliance Tabelle.

Und ansonsten kann ich pet2 nur rechtgeben, es genügt wenn man sich anschaut, ob ein TA für leichte/mittel/schwere Arme geeignet ist.
Der Rest ist Glaubenssache...
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