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Thorens Td 290

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Kalimera
Stammgast
#1 erstellt: 23. Sep 2008, 18:00
Also da ihr mir ja abgeraten habt von dem alten Plattenspieler mit fester Auflagekraft, habe ich mich mal umgehört ich hab die Möglichkeit einen Thorens Td 290 für 50€ zu bekommen.
Wie ist die Qualität von dem Teil?
Lohnt sich der Kauf?
Warum hat er kein Strobo-Plattenteller ,kann man die Drehzahl abgleichen?
Mfg Kai
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 23. Sep 2008, 18:29
Hallo!

Hier auf Holgers Seite gibt es ausführliche Informationen zu dem Plattenspieler, es ist überhaupt eine sehr empehlenswerte Seite. http://www.thorens-info.de/html/thorens_td_280_-_295.html

MFG Günther
violette
Stammgast
#3 erstellt: 23. Sep 2008, 18:37
Hallo Kai

Warte lieber und kaufe Dir ein TD aus 300 Serie.

Werbung damals !

Thorens TD 290

Mit Tonarmteilen aus der Tschechoslowakei baut Thorens den TD 290 in Sachsen. Funktioniert die East-Connection?

Joint Ventures erfreuen sich seit der deutschen Wiedervereinigung und Öffnung des ehemaligen Ostblocks besonderer Beliebtheit. Auch bei Thorens im badischen Lahr. Der renommierte Plattenspieler-Hersteller verlegte nicht nur einen Teil der Fertigung - darunter die des brandneuen TD 290 - nach Pirna, südlich von Dresden, sondern bezieht zudem Lager und Lift des zugehörigen Tonarms TP 40 vom tschechischen Spezialisten Tesla-Litovel, der beispielsweise den kompletten Arm des in Fachkreisen hochgelobten Project 1 baut.

Die Herstellung des Armrohrs und des Tonkopfs sowie die Endmontage erfolgen jedoch bei Thorens. Auch das Laufwerk des TD 290 , der zu zivilem Preis audiophile Ansprüche befriedigen soll, fertigen die Pirna-Zuwanderer selbst. Die Konzeption des 24-poligen Motors lehnt sich an die des teureren TD 2001-Triebwerks an und soll mit hoher Laufruhe überzeugen. Das ist um so wichtiger, als der TD 290 kein Subchassis besitzt, das Teller und Arm vor Motorvibrationen schützen könnte. Damit sich der riemengetriebene Plattenteller aus einer antimagnetischen Legierung immer mit der korrekten Geschwindigkeit dreht, wird der Motor von einer Generatorplatine gesteuert, die ihn von Schwankungen der Netzfrequenz unabhängig macht.

Das Gehäuse besteht aus stabilen MDF-Platten. Vier Füße mit Federwirkung halten Erschütterungen vom Chassis fern. Ganz der puristischen Zielsetzung gemäß verlangt der TD 290 nach Handarbeit. Zwar schaltet das Laufwerk ab, sobald der Abnehmer die Auslaufrille erreicht, doch der Tonarm muss manuell angehoben werden. Dazu steht ein gedämpfter Lift an der Armbasis zur Verfügung. Ein kleines Gewicht am Band kompensiert wie vor Jahrzehnten auf ebenso simple wie zuverlässige Art die sogenannte Skating-Kraft, die das System auf der rotierenden Platte zu deren Mittelpunkt zieht.

Um die Justage des Abtasters zu erleichtern, ist der wie das Armrohr aus Aluminium gefertigte Tonarmkopf abnehmbar. Mittels eines massiven Flanschs mit integrierter Inbusschraube lassen sich beide Teile bombenfest verbinden. Da sich inzwischen herumgesprochen hat, dass eine Filzauflage des Tellers gegenüber den üblichen Gummimatten akustische Vorteile bietet, stattet Thorens den TD 290 von vornherein damit aus. Selbstverständlich zieht das Laufwerk seinen Saft aus einem externen Netzteil, so dass Magnetfelder des Trafos nicht zu brummeliger Wiedergabe führen.

Als der schwarze Plattenspieler im Labor seine Runden drehte, staunte die Mess-Crew nicht schlecht. Unhörbar niedrige Gleichlaufschwankungen von nur 0,06 Prozent sprechen für eine hohe Fertigungspräzision. 74 Dezibel Rumpel-Störabstand, ein Wert, der an der Grenze des bei HIFI VISION Messbaren liegt, beweisen die Verwendung eines exakt gearbeiteten Tellerlagers. Auf Erschütterungen reagiert das Chassis allerdings sehr sensibel. Damit Resonanzen durch Trittschall gering bleiben, sollte der TD 290 eine stabile Unterlage bekommen.

Um die Klang-Qualität des Ost-Thorens auszuloten, montierten die Redakteure zuerst ein System an der Spitze des TP 40, das dort normalerweise wohl nie zum Einsatz kommt: ein handselektiertes Ortofon Virtus. Als dieser Top-Abtaster durch die Rillen von Chico Freemans "Exotic Places" glitt, blickten sich die Tester verdutzt an. Der TD 290 gab den dynamischen Titel so quirlig-locker und mit knackigem Bass wieder, dass einer der Zuhörer hartnäckig Zweifel am Preis des Spielers äußerte. Erstaunlich war vor allem, dass dem Thorens die Klangbilder stets übersichtlich und in sich geschlossen gerieten. In Verbindung mit agiler Lebendigkeit und einem Auflösungsvermögen, das auch feine Klangschattierungen erkennen ließ, vermittelte der TD 290 den Eindruck von Souveränität. Sicherlich legen Spitzenplattenspieler, die ein Vielfaches kosten, noch deutlich zu. Doch der Thorens spielte so rund und erfrischend, dass sich die Frage nach Defiziten eigentlich gar nicht stellt.

Die Suche nach einem in Preis und Klang passenden Abnehmer bleibt am besten auf MC-Systeme beschränkt. Sie weisen für gewöhnlich eine geringere Nadelnachgiebigkeit auf als MM-Abtaster und harmonieren deshalb eher mit dem dem TP 40, einem relativ schweren Arm. Wer über einen Verstärker mit guter MC-Stufe verfügt, sollte das AT-OC3 von Audio-Technica in die engere Wahl ziehen. Auf den MM-Zweig angewiesene Plattenhörer erzielen auch mit den High-Output-MCs Ortofon MC-1 Turbo und MC-3 Turbo sehr gute Ergebnisse.

Dem Genuss wirklich hochwertiger Aufnahmen steht dann nichts mehr entgegen. Das mal filigrane, mal massive Geflecht aus Stimmen und Instrumenten der Aufnahme des Weaver-Konzerts löste der Thorens gekonnt auf. Wichtiger ist jedoch, dass die unvergleichliche Stimmung dieser historischen Einspielung nicht verflachte.

Damit steht fest: Mit dem TD 290 hat Thorens das hochgesteckte Ziel erreicht. Leute kauft Plattenspieler aus Pirna. Ihr tut einer strukturschwachen Region Gutes. Und euch selbst.

HIFI VISION-Testprofil
Thorens TD 290
Preis: um 600 Mark ohne System
Garantie: 1 Jahr
Abmessungen:
44 x 13 x 35,5 cm (BxHxT)
D: Thorens Cabasse
7630 Lahr
A: Audio Electronic
1040 Wien
NL: Audioscript BV
3760 AE Soest

eff. Tonarmmasse: 15 Gramm
Besonderheiten
abnehmbarer Tonkopf
Filzmatte
Preis/Leistung
Klang: sehr gut
Ausstattung: ausreichend
Verarbeitung: sehr gut
Mfg
Joel
Kalimera
Stammgast
#4 erstellt: 24. Sep 2008, 10:44
Danke erstmal für die Antworten.
Was heißt warten ein Dreher aus der 300 Serie ist doch bestimmt teurer oder und kann man da meckern für 50€?
Mfg Kai
Ludger
Inventar
#5 erstellt: 24. Sep 2008, 12:16
Hallo kai,
was willst du bei 50€ verkehrt machen (vorausgesetzt, der Player ist technisch einwandfrei) ?
Gruß
Ludger
Kalimera
Stammgast
#6 erstellt: 24. Sep 2008, 12:32
Top Zustand mit Bedienungsanleitung und allem, wenig benutzt. So schlecht dürfte er doch nicht sein, kann er sich denn mit einem Dual messen? Ohne Subchassis wäre ein fester Stand Marmor mit Spikes sicher angebracht oder?
Mfg Kai
Soulific
Stammgast
#7 erstellt: 24. Sep 2008, 13:46
Hallo,

eine Marmorplatte ist nicht das Wahre und Spikes brauchen auch nicht unter den kleinen Plattenspieler. Eine anständige Gerätebasis, wie z.B. die Perfect Sound "The Rest" ist ideal und kann auch für alle möglichen anderen Geräte benutzt werden. Eine andere gute Sache bzw. das Optimum für Plattenspieler sind Wandhalterungen.

Lieben Gruß,
Sebastian
Ludger
Inventar
#8 erstellt: 24. Sep 2008, 14:08
Hallo Kai,
wie Sebastian schon sagte, ist Marmor nicht zu empfehlen, das Material ist resonanzanfällig, besser wäre eine Schieferplatte, da hohes Gewicht und hohe innere Dämpfung.
Gruß
Ludger
Kalimera
Stammgast
#9 erstellt: 24. Sep 2008, 15:41
Bei subwoofern nutzt man sie doch. Aber danke für den tipp hättw ich sonst nen Fehler gemacht.
Wie sieht das jetzt mit Drehzahlabgleich bei dem Thorens aus?
Mfg Kai
mobilix
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 24. Sep 2008, 16:10
Gehört der TD290 nicht zu den Drehern, deren Plattenteller um den feststehenden Dorn kreist? Dann hätte man bei Platten mit engem Mittelloch ein Problem bzw. darf erst mal das Loch weiten. Nix für mich...
Soulific
Stammgast
#11 erstellt: 24. Sep 2008, 17:09

mobilix schrieb:
Gehört der TD290 nicht zu den Drehern, deren Plattenteller um den feststehenden Dorn kreist? Dann hätte man bei Platten mit engem Mittelloch ein Problem bzw. darf erst mal das Loch weiten. Nix für mich... ;)


Nee, dem ist nicht so. Wie kommst du denn da drauf? So einen Plattenspieler kenne ich überhaupt nicht. Macht auch keinen Sinn.

Lieben Gruß,
Sebastian
Kalimera
Stammgast
#12 erstellt: 24. Sep 2008, 17:36
Der Plattenteller wird doch über den dorn gesteckt ,die platte also auch, oder?
Mfg Kai
mobilix
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 24. Sep 2008, 17:56

Soulific schrieb:

mobilix schrieb:
Gehört der TD290 nicht zu den Drehern, deren Plattenteller um den feststehenden Dorn kreist? Dann hätte man bei Platten mit engem Mittelloch ein Problem bzw. darf erst mal das Loch weiten. Nix für mich... ;)


Nee, dem ist nicht so. Wie kommst du denn da drauf? So einen Plattenspieler kenne ich überhaupt nicht. Macht auch keinen Sinn.
Natürlich macht das keinen Sinn - jedenfalls nicht für den User. Dennoch gibt's sowas. Ich habe mich allerdings nicht richtig erinnert - die Audio hatte seinerzeit den TD170 getestet: "Platten mit ... zu engen Mittellöchern sollte man dem Thorens ersparen, da sich sein Teller um einen fest stehenden Mitteldorn dreht." (Audio 4/2007, S. 52)

Hoffen wir also, dass der TD290 nicht ebenso konstruiert ist.

@Kalimera: Normalerweise sind Teller und Dorn eine Einheit, hier aber offenbar nicht.


[Beitrag von mobilix am 24. Sep 2008, 17:58 bearbeitet]
Soulific
Stammgast
#14 erstellt: 25. Sep 2008, 07:23
Hallo,

wenn der Mitteldorn steht, dann läuft man doch Gefahr, dass die Platte am starren Dorn reibt und Vibrationen entstehen, die sich unmittelbar auf den Tonabnehmer übertragen. Ich hab schon einiges an Lagern gesehen aber sowas blödes noch nicht. Ich kenne feststehende Achsen von invertierten Lagern. Die Exemplare, die mir da einfallen hatten aber nie einen still stehenden Mitteldorn.
Der Thorens TD-170 basiert doch auf einem Dual CS 435-1, wenn mich nicht alles täuscht. Machen die sowas? Der TD-290 basiert auf Teilen und Technik von ProJect. Es sollte sich also um ein 'normales' Lager mit der Achse im Innenteller handeln. Der Mitteldorn ist demnach Teil der Achse und dreht sich mit.

Lieben Gruß,
Sebastian


[Beitrag von Soulific am 25. Sep 2008, 07:24 bearbeitet]
mobilix
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 25. Sep 2008, 10:27

Soulific schrieb:
Der Thorens TD-170 basiert doch auf einem Dual CS 435-1, wenn mich nicht alles täuscht. Machen die sowas?
Ich weiß nicht, wie es beim 435 aussieht, aber der von der genannten Audioausgabe ebenfalls besprochene Dual 415-2 hat auch dieses selten dämliche Konstruktionsmerkmal. Allerdings gibt der sich dann im Unterschied zum Thorens TD170 vollends die Kugel mit einem nicht justierbaren Tonarm = kein Tonabnehmerwechsel möglich...
Blechdackel
Stammgast
#16 erstellt: 25. Sep 2008, 17:45
In der Tat fallen CS 435-1(TD 170) und CS 415-2(TD 158) in manchem Detail gegenüber dem CS 455-1(TD 190) ziemlich ab(kein Subchassis, Motor fest montiert statt federnd gelagert)und eben fester Mittendorn(nicht bei 455/190).
Hutmitkopf
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 14. Feb 2009, 14:11
Also wenn ich das richtig verstanden habe.
Taugt der TD 290 etwas und ich könnte mich umschauen ob ich ihn finde.
Im Jazzinstitut in Darmstadt werden auch Thorens Plattenspieler genutzt. Als systeme dienen Ortofon Pro (glaube ich). Es sind schwarze Headshell systeme, die man auch in DJ Shops findet geht sowas auch bei dem 290?
Und wie schwierig ist der Austausch des Riemens, wie viel sollte ich höchstens für den Plattenspieler auf den Tisch legen?

Danke
DVLZRX
Neuling
#18 erstellt: 18. Mrz 2009, 00:21
hey ho,

ich hab hier seit jahren nen td 290 stehen, der noch nie gelaufen ist. tonarm ist dran, ne nadel hab ich mir auch irgendwann mal besorgt, sonst aber nix. gegengewicht etc. fehlt auch.
den würd ich mir jetzt gern wieder fitmachen, da ich aber hifi-legastheniker bin, hab ich mir gedacht, ich frag euch mal.

was könnt ihr mir dazu sagen bzw. empfehlen?

schönen dank im voraus,

DVLZRX
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