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Eingangskapazität, Eingangsimpedanz usw.

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Johnny_R
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Jan 2009, 14:58
Hallo,

über die "Suche" finde ich leider keine Definitionen der technischen Meßwerte bzw. Begriffe. Daher meine Frage:
Ich habe ein AT-120E an meinem Plattenspieler Denon-51F. Mein Verstärker ist ein Denon PMA-2000IVR. In der Bedienungsanleitung steht dort:

Eingangsimpedanz Phono (MM): 2,5mV/47kOhm
Maximaler Eingang Phono (MM): 130mV/1kHz.

Hier im Forum steht öfters, daß beim AT-120E die Eingangskapazität nicht zu hoch sein sollte. Diese wird mit "pF" angegeben. Beim Hersteller heißt es: "Empfohlene Abschlußkapazität 100-200pF".

Für einen Anfänger gehen hier die Begriffe durcheinander, zumal bei der Verstärkerbedienungsanleitung nie von "pF", sondern von "mV" die Rede ist. Ist die Eingangskapazität gleich der Eingangsimpedanz und gleich der Abschlußkapazität?
Für meine Begriffe hört sich alles recht gut an, aber stimmen die technischen Voraussetzungen? Bitte um Hilfe...

Netten Gruß
Johannes
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 04. Jan 2009, 17:47
Hallo!

Abschlußkapazität und Eingangsimpendanz sind natürlich zwei Paar Schuhe.

Ein dritter Wert ist die Eingangsempfindlichkeit die in Millivolt aufgedrückt wird. Dieser Wert gibt an bei welcher Ausgangsleistung (Gemessen zumeist bei einem Kilohertz) dein Phonoenzerrer ausgesteuert ist.

Die Abschlußimpendanz gibt an welchen Eingangswiderstand deine Quelle (In diesem Fall der Generator des Abtastsystems ) "sieht". Das ist ein Widerstandswert.

Die Abschlußkapazitätist ein wichtiger Wert bei Magnetsystemen und gibt an zwischen welchen Werten dein Magnetsystem ohne Klangeinbußen betrieben werden darf. Sie setzt sich zusammen aus der Gesamtkapazität deines Phonokabels plus Kapazität der Tonarminnenverkabelung (meist nahezu zu vernachlässigen, aber es gibt leider Sonderfälle) und der Eingangskapazität deines Phonoteiles. Die Kapazität ist ein Kondensatorwert.

Technischer Hintergrund ist der daß dieser Kapazitätswert zusammen mit dem Eingangswiderstand und dem Induktionswert (ausgedrückt in Henry b.z.w. bei Abtastsysteme in Millihenry (mH)) der im Tonabnehmer verbauten Spulen einen Resonanzschwingkreis bilden der das System im Hochtonbereich quasi auffüttert. Zuwenig Kapazität oder zuviel Kapazität verlegen diesen Auffütterungsvorgang eben in den falschen Frequenzbereich was zu Klangeinbußen führt.

So das war der Versuch einer stark vereinfachten Erklärung dieser Werte und ihrer Bedeutung für die Funktion eines Magnetabtasters, hoffentlich habe ich dich damit nicht noch mehr verwirrt.

MFG Günther
tiefton
Inventar
#3 erstellt: 04. Jan 2009, 17:58
Hi,

ich habe das AT120E an einem SUPA 2 Vorverstärker laufen und habe dort den Wert des Eingangswiderstandes auf 33kohm gesetzt.
56khom war mir zu hell/scharf
47khom (Standard) immer noch einen Tacken zu präsent
33khom - da hats "eingerastet"

Das hängt aber auch von den Lautsprechern ab - meine lösen obenrum sehr sauber auf und mein Hörraum ist mit glatten Flächen gesegnet - da kommt obenrum schonmal zu zuviel.
Normalerweise sollten 47kohm aber passen.
audiophilanthrop
Inventar
#4 erstellt: 04. Jan 2009, 20:57
Streng genommen wird die Eingangsimpedanz gebildet vom Eingangswiderstand (typisch 47 kOhm) parallel zur Eingangskapazität (typisch ein paar 100 pF). (Verstärkerhersteller geben oft nur den Wechselstrom-Eingangswiderstand an und schreiben trotzdem Impedanz. Das ist zwar richtig, da eine Impedanz ein verallgemeinerter Widerstand ist und so auch noch ein Koppelelko am Eingang berücksichtigt werden kann (der im relevanten Frequenzbereich keinen Einfluß hat), kann aber verwirrend sein.)

Beide haben - wie bereits ausgeführt - einen teils erheblichen Einfluß auf den Frequenzgang bei Betrieb eines MM-Tonabnehmers. Dabei führt die größere Variabilität der Kapazität in der Praxis dazu, daß oft nur diese betrachtet wird. Der Hersteller gibt i.d.R. empfohlene Werte vor, und das ist auch bitter nötig. (Daß diese bei meßtechnischer Überprüfung nicht immer optimale Resultate liefern, steht auf einem anderen Blatt.)

Die Abschlußkapazität des Tonabnehmers ergibt sich aus der Eingangskapazität des Phonopres PLUS der Kapazität des gesamten Kabelweges zwischen TA und Phonopre (typische Werte liegen je nach Bauart zwischen 50 und 200 pF pro Meter).


[Beitrag von audiophilanthrop am 04. Jan 2009, 21:03 bearbeitet]
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