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Kassette wiederentdeckt

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6C33C
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Feb 2004, 21:07
Hallo ihr da draußen

Habe gestern ein Sony TC-K750ES aus dem Keller geholt und mal gründlich gereinigt. Wollte mal wieder sehen/hören wie eine Kassette "denn so ist". Tonköpfe gereinigt, BASF Metal Kassette Typ IV hervorgekramt und einfach mal ein paar MP3's vom Computer drauf aufgenommen. Während der Aufnahme erinnerte ich mich daran, dass das Teil doch eine Hinterbandkontrolle hat und mache mich auf das Ding zu aktivieren. Und was sehe ich da? Die Hinterbandkontrolle ist bereits aktiv! Die Musik die ich die ganze Zeit hörte kam vom Band und es viel mir nicht auf! Habe dann ein paar mal zwischen "Source" und "Tape" hin und her geschaltet und konnte keine negative Veränderung des Klangs feststellen! Allenfalls per Kopfhörer und großen Lautstärken konnte ich leichte, aber nicht negative Unterschiede feststellen. Klingt halt anders, aber nicht unbedingt schlecht anders :). Macht viel mehr Spaß eine Kassette sorgfältig (nach jedem Track einmal REC MUTE drücken, für die AMS ;)) aufzunehmen als Winamp ne Playlist abdudeln zu lassen. Ich glaube in der ganzen "kassettenfreien" Zeit hat man (ich zumindest) vergessen, dass der Unterschied zwischen Kassette und CD (oder was auch immer) im normalen Gebrauch garnicht so groß ist und sich die Kassette gerne schlechtgeredet. Sicher, wenn man jetzt eine gute CD/SACD/DVD-A nimmt, in seinen Super-Highendplayer packt und richtig aufdreht, wird man wahrscheinlich schon "glücklicher" sein als mit einer Kassette, aber ohne direkten Vergleich und einfach nur für etwas mehr als Berieselung ist die Kassette sicher immernoch ganz brauchbar :). Musste ich einfach mal loswerden, auch wenns vielleicht keinen interessiert ;).
Evingolis
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 01. Feb 2004, 21:09
klar is der unterschied groß. suchlauf is bei cd erheblich schneller, rückspulen genauso; und zudem verliert sie nicht an qualität

da du zudem nich mit cd verglichen hast..

aber is trotzdem prima, wenns dir spaß macht. das is unterm strich eh das einzig wichtige
6C33C
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 01. Feb 2004, 21:16
Ja gut, das Spulen... aber mit AMS gehts schon...
Die Qualität verliert sich bei modernen Kassetten wohl auch nicht soo schnell, zumindest nicht hörbar. Aber wie du schon sagst, es macht mir Spaß :). Ab und zu mal eine Kassette aufnehmen und abspielen hat schon was, erinnert an früher :). Morgen kommt meine Teac A2300SX Bandmaschine, juhu. Da bin ich schon gespannt :).
rolie384
Stammgast
#4 erstellt: 01. Feb 2004, 22:40
Hallo Daniel,

das größte Problem bei der Cassette sehe ich in der saumäßigen Einstellung und Langzeitstabilität der TapeDecks. Nur selten klingt eine Cassette auch auf anderen Geräten ebensogut wie mit dem, auf dem sie aufgenommen wurde.

Das müßte nicht sein, aber da sind Rauschunterdrückungen trotz gleichen Tpys nicht kompatibel bzw. nicht gleich eingemessen, geschweige denn die Spurlage. Selbst unterschiedliche Einmeßcassette/Testcassetten führen zur unterschiedlichen Einstellung.

Tonbandgeräte haben diese Probleme wesentlich weniger, da einerseits die Spur breiter ist, andererseits die Köpfe in der Regel feststehend sind und einmal justiert auch wirklich so stehen bleiben.

Somit viel Spaß mit Deiner TEAC.

Band ab - Band läuft,

Rainer
6C33C
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Feb 2004, 22:59
Hallo rolie384,

Ich nehme nur mit HX-pro auf, kein anderes Dolbyzeugs. Ich denke damit müsste es am wenigsten Probleme geben.
gdy_vintagefan
Inventar
#6 erstellt: 01. Feb 2004, 23:26
Meine Erfahrungen waren leider nicht so positiv.

Ich hatte zwar relativ gute Kassettendecks (90er Baujahre), aber halt mehrere. Und manchmal klang eine frisch mit Deck A aufgenommene Kassette genau so gut wie eine CD, aber auf Deck B (mit Dolby) abgespielt klang sie so, als hätte man Kopfkissen vor die Boxen gedrückt. Kein Deck war kompatibel mit dem anderen - ein altbekanntes Problem. Leider war es auch so, dass eine mit Deck A aufgenommene Kassette nach 2 - 3 Jahren sogar auf demselben Deck nicht mehr abspielbar war.

Das "Leiern" wurde auch irgendwann zum Problem bei vielen Kassetten. Besonders anfällig waren die BASF aus den 80er Jahren, trotz guten Bandmaterials. Und die meisten AGFA/BASF aus den 70ern leierten bei mir auch.

Sehr gut waren einige Decks von Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre, ich hatte aus der Zeit das Yamaha K-560. Die Aufnahme unterschied sich nicht vom Original, und sogar nach 10 bis 20 Jahren war das teilweise noch nicht anders. Leider waren meine Aufnahmen (knapp 500 Kassetten, Baujahr 1970 bis 95, mit verschiedensten Geräten aufgenommen) so schlecht, so dass es sich nicht gelohnt hätte, noch mal so ein altes Deck zu ersteigern. Ich trennte mich ganz von den Kassetten und höre heute nur noch CD und Schallplatte. Die CD-R ist heute mein Aufnahmemedium. Zwar hat man nicht dieses Nostalgie-Feeling, aber dafür gleichbleibend guten Klang, auch auf anderen Abspielgeräten.


[Beitrag von gdy_vintagefan am 01. Feb 2004, 23:27 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 02. Feb 2004, 00:26

Kein Deck war kompatibel mit dem anderen - ein altbekanntes Problem.


Das Problem heißt Azimuth-Einstellung und ist mit einem simplen Schraubenzieher zu korrigieren Ich habe vor fast 20 Jahren ein Autoreverse-Deck neu gekauft, bei dem hatten beide Richtungen unterschiedliche Tonkopfeinstellungen. Eine "vorwärts" aufgenommene Cassette klang umgedreht und "rückwärts" abgespielt dumpf War aber schnell zu reparieren, die Tonkopfdrehscheibe hatte für jede Richtung getrennt einstellbare Anschläge

Grüße,

Zweck
rolie384
Stammgast
#8 erstellt: 02. Feb 2004, 20:33
Hallo Zweck,

für die eigenen Tape Decks ist es kein Problem, den Azimuth einzustellen. Leider ist damit nicht sichergestellt, das die Aufnahmen aller Freunde dann auch gut klingen, es sei denn man hat sich diese Geräte auch vorgenommen. Was macht man dann mit allen älteren Aufnahmen in unterschiedlichsten Spurlagen?

Eventuell ein Nakamichi mit außenliegender Kopfjustierung? Ok. ich würde dann ein altes Deck verwenden, welches ich dann ohne Probleme verstellen kann, da es sonst nicht gebraucht wird. Der Sinn der Sache ist das jedoch nicht.

Warum haben die Hersteller da bloß so geschlampt, das wäre nicht nötig gewesen und das Medium wäre nicht so verschrien.

Ebenso klingen ja auch die fertig aufgenommenen Cassetten oft sehr mies, auch die sind nicht alle mit der gleichen Kopfeinstellung aufgenommen.

Na ja, bei mir haben die Cassetten im Prinzip auch ausgedient, zumindest werden keine neuen mehr aufgenommen.

Band ab - Band läuft (TEAC X 2000 R)

Rainer
gdy_vintagefan
Inventar
#9 erstellt: 02. Feb 2004, 21:01
Natürlich kenne ich das Azimut-Problem. Aber ich wäre dann nur noch am Schrauben gewesen.

Ich habe 27 Jahre lang Kassetten benutzt, 500 Stück an der Zahl, und in der Zeit hatte ich sicherlich an die 15 verschiedene Aufnahmegeräte, vom Mono-Toplader bis zum GX-75. Meine Kassetten waren somit unterschiedlich alt und in den unterschiedlichsten Spurlagen aufgenommen. Eigentlich schade.

Besonders schlimm fand ich die Tape2Tape-Kopien. Spätestens nach dem zweiten Umkopieren auf ein anderes Band war's vorbei mit annehmbarer Qualität.

Die neueren Yamahas haben diesen "Play Trim" Regler. Damit konnte ich manche älteren Aufnahmen schon optimieren (vor allem beim Digitalisieren). Aber dann hatte das Zweitgerät wiederum keinen solchen Regler, und die Probleme waren wieder da. Außerdem hatte ich viele Kassetten von BASF und AGFA bis, sagen wir mal, zweite Hälfte der 80er Jahre, und die leierten nachher fürchterlich, einige neigten auch zu Bandsalat oder stoppten andauernd während der Wiedergabe.

Von original bespielten Kassetten war ich nie so der Freund. Selbst die Gehäuse waren billigstes Material. Klanglich fehlte mir bei denen die Dynamik, die man von der LP oder CD her kennt.

Gruß
Michael
Zweck0r
Moderator
#10 erstellt: 02. Feb 2004, 23:03
Ich nehme auch keine neuen Cassetten mehr auf. Bei mir steigt nur noch die Zahl der Tapedecks Die letzten Neuzugänge waren ein Grundig SCF 6200 und ein Saba CD 362.

Musik höre ich entweder von CD oder als MP3, das ist am bequemsten.

Grüße,

Zweck
gdy_vintagefan
Inventar
#11 erstellt: 02. Feb 2004, 23:16
Ich hatte seit 2001 keine neuen Kassetten mehr aufgenommen. Zwischen 2001 und 2003 minimierte ich dann nach und nach meine Sammlung, bis ich schließlich noch ca. 50 Kassetten hatte im Sommer 2003.

Da stellte sich bei mir auch die Frage, soll ich jetzt neue (gebrauchte) Tapedecks kaufen oder den Rest der Sammlung auch noch aufgeben? Am liebsten hätte ich mir damals für die Zweitanlage auch ein neueres Yamaha mit Play Trim gekauft.

Aber damit wäre das Problem mit dem Leiern nicht aus der Welt geschafft worden. Meine 50 Kassetten waren alle mindestens 25 Jahre alt - die "besseren" hatte ich nämlich alle inzwischen verkauft (vorher digitalisiert, vor dem Verkauf natürlich gelöscht).

Außerdem bin ich derzeit Student (2. Bildungsweg, wenn sich jemand wundern sollte wegen der Dauer meines Musikhobbys und des Alters der Kassetten), so dass meinem Geldbeutel ein "neues" Tapedeck weh getan hätte. So war's für mich günstiger, die noch vorhandenen Tapedecks zu verkaufen (übrigens habe ich noch gute Preise erzielt) und die letzten "paar" Kassetten auch aufzugeben. Somit war Anfang Juli 2003 nach 27 Jahren meine Kassetten-Ära zu Ende.

Jetzt höre ich nur noch CDs und Schallplatten, wobei ich zu 70% CDs und 30% Vinyl besitze. MP3 höre ich eigentlich kaum. In dem Format habe ich nur die Lieder, deren Aufnahmequalität kein HiFi ist (meist über ein uraltes Kofferradio, an das meine Soundkarte angeschlossen ist). Mein Ziel ist, diese Aufnahmen mal durch bessere auszutauschen.
MMDC
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 03. Feb 2004, 01:49
Nehme gerade jetzt eben eine Kassette auf.
Natürlich auf neues Material.
Der Klang einfach herrlich lebendig . (Hinterbandkontrolle)
Kein Toter MD oder CD Klang. (Meine Meinung)
Kann 6C33C vollsten verstehen.
Manche Kassette ist so manches MP3 File überlegen.
Es macht richtig Spaß 3Stunden oder auch mehr an der Kiste zu sitzen und eine Tape aufzunehmen.
Der totale Gegensatz zum heutigen super high speed recording.
Für mich ist die Kassette das Aufnahmemedium schlecht hin.
Schade eigentlich, dass sich DCC nie durchsetzte.
Natürlich hat die Kassette Nachteile, aber welches bespielbares Medium hat das nicht?
Jeder soll das wählen, was der will und seine Neigungen entsprechen. (Toleranz)
Mir gefällt das Medium so gut, das ich noch ein Tapedeck hole.
Ansonsten Wünsche ich allen Kassetten Hörern viel Spaß mit dem Medium.
Den anderen wünsche ich mit ihren Medium viel Spaß.
Grup MMDC
Texter
Stammgast
#13 erstellt: 03. Feb 2004, 11:57
Kann das auch voll nachvollziehen, da ich selbst wieder die guten alten Tapes entdeckt habe. Tausche Tapes mit Musikfreaks im Internet. Total kuschelige Tauschzirkel ;-)
Für mich ist der Kassettenklang vollkommen ausreichend. Ich ärgere mich nur, dass mein Autoradio so eine billige Gurke ist. Da fällt der Unterschied zwischen Tape und CD Wechsler auf, weil das Tapedeck 30-15 khz kann und der CD Wechsler 2-20khz.

Bis auf das Rauschen höre ich keine Unterschiede zwischen Tape und Source bei meinem Deck. Meine Tapes klingen auch auf anderen Decks gut. Meine Tonköpfe im Auto und am Tapedeck sind topgepflegt und einjustiert.

Ein Tape ist irgendwie wie ein handgeschriebener Brief, romantischer und ein Unikat.

Überspielen (Tapes kopieren) tue ich nicht, klingt bescheiden. Weiterhin stelle ich den BIAS peinlich genau ein und achte auf exakte Aussteuerung, was sich absolut auszahlt.

@MMDC: Stimme Dir zu. Jedes Medium hat Vor- und Nachteile. Tapes sind z.B. handlicher und zerkratzen nicht ;-)


[Beitrag von Texter am 03. Feb 2004, 11:59 bearbeitet]
6C33C
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Feb 2004, 13:04
Wie funktioniert das eigentlich mit dem BIAS einstellen? Wenn ich das bei mir einstellen will, muss ich auf die Taste "Calibration" drücken. Dann geht der Ton weg und auf dem Display erscheint eine komische Anzeige. Woher soll ich nun wissen was ich einstellen soll?
wolfi
Inventar
#15 erstellt: 03. Feb 2004, 13:57
Hallo,
der Bias war erst vor kurzem Thema bei "Brauche ich Bias am Tapedeck ? " in diesem Forum. In Deinem Fall scheint das Deck eine automatische Einmessung ( calibration ) zu haben.
Texter
Stammgast
#16 erstellt: 03. Feb 2004, 15:03
Die Taste habe ich auch (SONY DECK TCK-411). Das ist im prinzip eine Grundeinstellung. Danach kann man mit dem BIAS Regler fein einstellen. Am besten einen sehr guten Kopfhörer aufsetzen und immer wieder gegenhören (SOURCE, TAPE) Solange , bis die Tapeaufnahme kaum noch von CD zu unterscheiden ist. Ich nehme dazu elektronische Musik mit viel bass und HiHats bzw. sehr hohen Tönen oder auch ein Test CD (20 hz, 16 kHz ... ) Aber bei aller Technikspielerei...einfach dem gehör vertrauen, denn unsere Ohren sind es, die den Sound dann anhören ;-)
6C33C
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 03. Feb 2004, 15:07
Mhh, ich hör aber garnichts, wenn ich die Taste drücke, der Sound geht dann weg
rolie384
Stammgast
#18 erstellt: 03. Feb 2004, 23:09
Hallo Daniel,

viele Geräte mit Auto Bias, AutoBLE, oder wie die Hersteller es auch sonst noch bezeichnen, haben nicht mehr die Möglichkeit einer manuellen Einstellung des Bias. Da wird die Auto Bias Taste gedrückt und oft muß man zusäztlich die Aufnahme starten. Eingemessen werden dann meist B ias, L evel, E quilation. Dann werden im Gerät Meßtöne erzeugt, automatisch aufgenommen und wiedergegeben. Das Gerät trimmt sich nun selbständig auf den Cassettentyp ein. Wie gut das Ergebnis ist, hängt aber leider auch wieder von einer gelungenen Grundeinmessung des Tapes ab.

Die Bedienungsanleitung bekommst Du eventuell beim Schaltungsdienst Lange.

Einige Gerätetypen machen mit einer Cal. Taste ( TEAC V970 X) nur die Testtöne, die man dann aufzeichnet und mit Nachband und dem Bias und Level Regler auf gleichen Wiedergabepegel bringt.

Wer sich aber etwas damit auskennt, mißt ein manuell mit Pegel und Bias einzumessendes Tape ebensogut und schnell ein, als eines mit Hilfe oder Automatik.

Der einzige Unterschied, bei der manuellen Einmessung steht von vorneherein mehr das Gehör im Vordergrund.

Wenn ich auch keine Cassetten mehr aufnehme, die Tape Decks vermehren sich auch bei mir.

Band ab - Band läuft,

Rainer
MH
Inventar
#19 erstellt: 04. Feb 2004, 00:51
was soll dieser Sentimentalismus. CD Rohlinge sind billiger, besser, komfortabler und CD oder DVD Brenner kosten fast nix mehr.

Gruß
MH
der_graue
Stammgast
#20 erstellt: 04. Feb 2004, 02:25
Ich kann die Sentimentalitäten verstehen und muss dem Tapedeck folgendes attestieren : Kassetten klangen vielleicht dumpf, wenn sie auf einem anderen, als dem Aufnahmedeck abgespielt wurden - aber immerhin spielten sie. In jedem Gurkendeck läuft ein aufgenommmenes Tape und jede Oma kann eben dieses bedienen.
Bei CD-R(W) / DVD-/+R(W)/-RAM / {mp3(pro),WMA,Ogg} DivX usw., kann man davon nicht mehr sprechen.
Wenn man dann erst einmal den Brenner erfolgreich in Betrieb genommen hat, passende Rohlinge gefunden und vor allem ein Aufnahmeformat gewählt hat, welches von der maximalen Anzahl Fremdplayer überhaupt angenommen wird, hätte man früher schon einige dutzend Kassetten bespielt.
Das mal nur aus nostalgischen Erwägungen, im Sinne von "früher war alles besser, auch die Zukunft...".
Natürlich nehme ich trotzdem lieber auf CD auf - msn muss ja geistig fit bleiben.

Viele Grüsse
Stephan
cr
Moderator
#21 erstellt: 04. Feb 2004, 02:32
@der graue

Man kanns auch einfach haben mit einem Profi-Audio-Brenner.
Dieser brennt fast alle PC-CDRs und die meisten davon laufen auf fast jedem CDP
Und Cassettenrecorder-Feeling hat man auch beim Aufnehmen, weil diese Geräte ja ganz ähnlich zu bedienen sind und ähnlich aussehen.

@6c33c

Wenns denn Sony sein soll: Von denen gibts einen sehr guten CDR-Profirecorder (nachdem man das wegen der Minidisc jahrelang erfolglos boykottiert hat) um stolze 1400 Euronen.


[Beitrag von cr am 04. Feb 2004, 02:35 bearbeitet]
MMDC
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 04. Feb 2004, 03:00
@6C33C schau mal hier rein, zum Thema Bias-Einstellung
Ist nicht die BA deines Decks, aber in dieser Hinsicht dürfte sich nichts geändert haben.
http://194.7.100.75/manuals/3759737411.pdf

@Texter wo gibt es den die Tauschbörsen für Tapes?
Hört sich ganz interessant an.
Hätte Lust, daran mitzuwirken.

Ich frage mich, was dieses Zeug mit der CD hier soll.
Kommt mir vor, als würde man missioniert.
Ne ich bleibe bei der Tape.
Bekenntnis?????
@CR wenn wir schon bei der CD-R sind, habe ich da noch eine Frage.
Glaubst du wirklich, das die Mitsui-Gold 300 Jahre lang halten soll.
Hört sich für mich nach Werbung an.
Texter
Stammgast
#23 erstellt: 04. Feb 2004, 08:24
@MMDC

http://www.intro.de/index.php3?&con=/community/disc&discid=5&az=40&nav=62&disceinzel=1073776138&

www.artofthemix.org
cr
Moderator
#24 erstellt: 04. Feb 2004, 09:18
Mitsui Gold
Ob 300 Jahre oder nur 100 kann man wohl schwer feststellen. Allerdings sehe ich auch keinen Grund, warum es nicht möglich sein sollte, eine CDR zu machen, die bei guter Lagerung (UV, Luftfeuchte) stabil bleibt.
Nachdem es einerseits CDRs gibt, die nach einem Jahr schon hinüber sind, andererseits welche, bei denen nach nunmehr fast 5 Jahren die Fehlerraten unverändert auf extrem tiefem Niveau verharren, sehe ich die Stabilität schon als möglich an.
Ich werde in 5 Jahren berichten, ob sich was ändert.
Konstantin
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Mai 2004, 19:49
Hallo Leute!

Wo wir schon beim Thema sind, wollte ich auch meine Erfahrungen dazu loswerden.

Also, seit 1996 besitze ich das Tapedeck Sony TC-KA6ES. Seit diesem Zeitpunkt habe ich ausgeliehene und gemietete CDs aufgenommen. Bis etwa 2000 habe ich regelmäßig Aufnahmen von diesen CDs gemacht. Ab dann hatte ich nicht mehr so viel Zeit wie vorher, so dass ich nur noch bei Gelegenheit aufnahm. Bis heute haben sich bei mir knapp über 40 Kassetten angesammelt.

Obwohl die Meinung der breiten Masse über die Kassette eindeutig schlecht ist (miserabler Klang, Umspulzeiten, etc.), so war ich mit dem Klang meines Kassettenrecorders sehr zufrieden. Bei Metallbändern (die ich immer in Dolby S aufgenommen habe - diese wurden auch nur auf dem Deck abgespielt) gab es einen selbst mit Kopfhörern kaum wahrzunehmenden Unterschied zwischen Original und Aufnahme, sorgfältige Justage vorausgesetzt. Bei Chrombändern (Aufnahme mit Dolby C) waren dann zwar die Höhen nicht mehr so kräftig, doch der Klang war dennoch spitze - weit besser als es in den Vorstellungen vieler Leute eingenistet ist.
Und Probleme mit Bandsalat sowie Gleichlaufschwankungen habe ich wirklich NIE gehabt!

Trotzdem komme ich nicht umher, zu sagen, dass die Kassette heute praktisch schon ausgestorben ist. Nach der Evolutionstheorie setzt sich der stärkere bzw. der anpassungsfähigere durch. So hat sich die CD(RW) gegenüber der Kassette mit vielen Vorteilen durchgesetzt.

Dennoch fällt es mir schwer, mich von der Kassette zu trennen.
Fast alle Aufnahmen (bis auf "Ausreißer" einzelner schlechter Kassetten) sind in einem sehr guten Zustand. Mittelwertigen Chrombändern kann man zwar durchaus eine leichte Zunahme von Dropouts bescheinigen. Metallbänder stehen aber top.

Im folgenden führe ich Argumente auf, die begründen, weshalb das Hören von (mit sehr guten Recordern aufgenommenen und wiedergegebenen) Kassetten mehr Spaß machen kann als das Hören von CDs:

- Auf Kassetten hat man nur das beste aufgenommen, was einem gefällt. Auf Kauf-CDs sind meist Stücke drauf, die einem nicht gefallen.
Na gut, das ist noch kein richtiges Argument für die Kassette, denn man kann statt Kassette ein anderes, besseres Medium nehmen.

- Ein sehr guter, originaltreuer Klang, der vom Kassettenrecorder ausgeht, erzeugt möglicherweise eine größere Faszination beim Hörer als der selbe Klang vom CD-Player. Warum?
Von der CD erwartet man sowieso einen guten Klang, und wird von ihm daher nicht überrascht.
Da aber das Klischee über den sauschlechten Klang der Kassette bis in die Vergangenheit weit verbreitet ist, ist man echt fasziniert, wie GUT es jetzt mit der eigenen Anlage klingt und wie sich auf einmal die Kassette von der "Hölle" des leiernden, rauschenden und dumpfen Klangs in den "Hifi-Himmel" des klaren, räumlichen und dynamischen Klang abhebt.
All das lässt die eigene Mühe, durch sorgfältige Justage einen so wunderbaren und maximal erreichbaren Klang bei der Kassette erzielt zu haben, positiv rückbestätigen und dient als Beitrag zur Motivation für das schöne Hifi Hobby. Das lässt echt Freude aufkommen und fördert den Spaß am Musikhören!

- Das als nervig empfundene Umspulen und exakte Suche des Titelanfangs kann sich allerdings auch sehr positiv erweisen. Warum?
Bei aufnahmefähigen Disc-Medien neigt man unter Umständen schnell dazu, sofort auf die "nächste Liednummer"-Taste zu drücken, wenn z.B. der Anfang eines bestimmten Musikstücks "irgendwie nicht ganz so passt", obwohl im Laufe des Lieds wirklich geile Melodien kommen.
Bei der Kassette ist man aufgrund der Tatsache, dass man keine Lust zum Umspulen hat, praktisch dazu gezwungen, sich das gesamte Lied von Anfang an anzuhören.
Wieviel gute "verschollene" Musik habe ich durch die Kassette wiederentdecken können, weil mir diese "Undequemlichkeit" zum Umspulen Zeit zum kompletten Hören von Liedern und gesamten Kassetten gelassen hat?
Bei CDs habe ich meist nur "so mal 1 2 3" Stücke gehört, und das wars, her mit der nächsten CD!

- Das Spulen bis zu einem großartigen Lied kann durch die vorhandene Wartezeit möglicherweise die Vorfreude mehr steigern als bei der CD, wo das Stück sofort kommt und so keine Zeit dazwischen zur Verfügung steht, um sich psychologisch der Vorfreude zu widmen.
Und wie heiß es so schön? Vorfreude ist die schönste Freude!

- Es kann bei der Kassette immer noch Spaß machen, auf die sich drehenden Bandwickel und auf die Pegelanzeigen zu schauen. Insbesondere macht es Spaß zu schauen, wie bei dynamikreicher Musik, die auf einmal richtig laut verkommt, die Pegelanzeige richtig "abgeht" und so die Emotion abermals beflügelt wird. (Besonders bei Metallbändern, die man höher aussteuern kann, zumindest bei Sony-Decks)


Wie gesagt: Die Kassette ist ausgestorben, und ich nehme seit geraumer Zeit keine neuen Stücke damit mehr auf.
Aber wenn mal ein Musikprogramm mit optimierter Akustik und Anlagenaufstellung auf dem Plan steht, dann macht es mir sehr viel Spaß, Kassette zu hören, weil es für mich einfach emotionaler ist.
Aber vor allem, weil auf den Kassetten wirklich nur von mir ausgesuchte und damit beste Lieder drauf sind.


Gruß Konstantin
DOSORDIE
Inventar
#26 erstellt: 12. Mai 2004, 07:19
Diese Taste beim Sony kenne ich, da steht dann in der Pegelanzeige anstatt L und R H und L, und über den beiden Levelmetern ist so ein dreieck in der Mitte, das nach unten zeigt, du musst einfach so lange am Bias drehen bis beide H und L beide auf dem gleichen Niveau sind. Die Anzeige muss jetzt genau beim Dreieck aufhören zu enden, ist das nicht der Fall, werden die Aufnahmen entweder leiser oder lauter als mit Rec Level eingestellt, deshalb gibt es da einen zweiten Rec Level Regler, damit kannst du H und L genau in die Mitte auspegeln. Dann kannst du den Calibrate Modus verlassen und eine wunderbar authentische Cassette aufnehmen, habe selten so gute Aufnahmen gehört wie mit dem Gerät, habe es mal bei einem bekannten gesehen, ich selber habe ein YAMAHA KX 393. leider ohne Hinterbandkontrolle aber auch mit Auto Tape Tuning, klingt spitze, Play Trim hats auch, das wirkt Wunder, habe selber über 450 Cassetten alle aus unterschiedlichen Decks und den letzten 40 Jahren, die kann man damit alle wieder aufmotzen, die meisten klingen aber auch so noch gut, wenn es kein schlechtes Band ist, oder von einem schlechten Gerät aufgenommen wurde. Es gibt gute Doppelcassettendecks und man kann auch gute Tape2Tape Kopien machen, am besten macht man die aber mit 2 guten Decks, alleine weil man den Pegel da ausgleichen kann, Tape2 Tape geht natürlich irgendwann in totales Rauschen über. Hatte mal überlegt warum man nicht nur die Magnetisierung kopiert, dann würde sich das Rauschen doch nicht verstärken oder?! Bei Doppeldecks und auch bei Deck2Deck wird das Signal erst wieder in Musik umgewandelt bevor man es kopiert, vielleicht habe ich da ja auch was falsch verstanden, es gibt ja auch Studiotapedecks die verlustfreie Tape Kopien machen können wie geht das denn?

CU Tobi
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