Subsonic Filter: Ja/Nein?

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düdldihüü
Stammgast
#1 erstellt: 25. Mai 2009, 20:35
Welche Gründe sprechen für einen eingeschalteten Subsonic Filter? Welche dagegen? Benutzt ihr ihn? Wenn ja/nein, warum?

Würde mich mal interessieren. Ich benutze meinen nicht, obwohl ich keinen Unterschied zum eingeschalteten höre. Warum kann ich eigentlich nicht sagen.
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 25. Mai 2009, 20:47
Ich benutze den nicht, weil bei mir eigentlich nix rumpelt, und dafür war der ja u.a. gedacht, um das Rumpeln eines Plattenspielers auszublenden, deswegen heißt das bei deutschen Geräten auch "Rumpelfilter", Gegenstück dazu ist der "Rauschfilter". Allerdings kappt der dadurch auch den Teil der Musik der in diesem Frequenzbereich liegt.
sound_of_peace
Inventar
#3 erstellt: 25. Mai 2009, 20:52
Ich behaupte mal, dass die Frequenz des Rumpelns nicht mehr hörbar ist (<30HZ), nur sichtbar duch enormes "Ausschlagen" der Membranen.



[Beitrag von sound_of_peace am 25. Mai 2009, 20:52 bearbeitet]
düdldihüü
Stammgast
#4 erstellt: 25. Mai 2009, 20:54
Ja, das ist auch das, was glaube ich der eigentlich Sinn ist: Dass die Boxen keinen Schaden nehmen. Und trotzdem weiß ich nicht wirklich, ob ich ihn einsetzen soll. Ich hab dann immer das Gefühl, dass ein Stück Musik weg ist, obwohl ich mir sehr sicher bin, dass ich keinen Unterschied höre
sound_of_peace
Inventar
#5 erstellt: 25. Mai 2009, 20:59
Wenn es deinen Lautsprechern gut tut, dann tu es, ich hab auch einen Dreher, bei dem das angebracht ist. Wenn du eh nichts raushörst...also wirklich, drück den Schalter und gut ist. Freu dich doch, dass du so eine Funktion hast, hat heute kaum noch ein Amp.

Bepone
Inventar
#6 erstellt: 25. Mai 2009, 21:02
Hallo Jens,

das Subsonic-Filter schneidet nur seeehr tiefe Frequenzen ab, die hörst du nicht mehr (im Bereich der Welligkeit von Schallplatten).
Es wird damit, wie schon erwähnt, verhindert, dass die Membranen der Lautsprecher (v.a. Tieftöner) langsam und weit ausgelenkt werden.
Das ist nämlich einerseits lebensdauermindernd für die Lautsprecher, andererseits verbrät dein Verstärker damit viel unnötige Leistung, um die Lautsprecher zum Wackeln zu bringen.


Bei meinem Verstärker Yamaha A-500 kann ich schön folgendes beobachten:
Stecke ich mein selbsgebasteltes VU-Meter (2 Analoginstrumente) in den Kopfhörerausgang und lasse Schallplatte laufen, so schlagen die Zeiger vor allem am Außenrand der Platte sehr weit aus. Die Frequenz liegt genau im Bereich der Plattendrehzahl, also wenn eine Welle von der Schallplatte kommt und der Tonabnehmer fährt deswegen ein wenig auf und ab, genau dann schlagen die Zeiger sehr weit aus.

Schalte ich nun das Subsonic-Filter ein, so werden diese Ausschläge fast vollständig unterdrückt. Zu hören ist das nicht.


Übrigens, meine beiden alten Grundigs, RTV 600 und RTV 901 HIFI, haben ein fest eingebautes und nicht abschaltbares Subsonic-Filter, welches sogar am Tonbandausgang aktiv ist.


Gruß
Benjamin
düdldihüü
Stammgast
#7 erstellt: 25. Mai 2009, 21:29
Ok, so etwas habe ich mir schon gedacht. Drei Rasten nach rechts und an ist das Ding
Danke an euch!
Albus
Inventar
#8 erstellt: 26. Mai 2009, 09:08
Morgen,

ich halte das Subsonic-Filter immer eingeschaltet; sowohl an den Vorverstärkern als auch an den Integrierten. Die Einsatzfrequenzen und Steilheiten sind unterschiedlich ausgelegt (15 Hz, 12 dB oder 18 Hz mit 6 dB; gut wäre 20 Hz und 18 dB Abfall = steiler Abfall), aber immer merklich wirksam - zu Gunsten, d.h. zur Entlastung des Tieftöners. Ein Nebeneffekt ist durchaus bei älteren Verstärkern möglich: das Subsonic-Filter dämpft einen etwaigen Gleichspannungsrest nach dem Einschalten und vor dem Ausregeln durch den Endstufeninduktor markant (aus BOPP-BOPP-BOPP wird ein sanftes boppboppbopp), ich zum Beispiel habe so ein Exemplar von Verstärker (Differenz: Pure direct ON/OFF).

Die neuere IEC-RIAA-Kennlinie (IEC98) enthält dann ein integriertes Subsonic-Filter mit Einsatzfrequenz 30 Hz und 6 dB (?) Abfall (Beispiel: Marantz-Phonomodule PM7000, 7200, 8000); was im Bereich der gegebenfalls kritischen Resonanzfrequenz im Tieftonbereich günstigen praktischen Effekt macht, der Abfall bei 20 Hz ist noch gering. Diese so genannte Vierte Zeitkonstante wird längst nicht von Herstellern weitherum berücksichtigt.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Mai 2009, 09:09 bearbeitet]
Albus
Inventar
#9 erstellt: 27. Mai 2009, 08:07
Morgen,

Nachtrag, Genaueres zur erwähnten vierten Zeitkonstante, IEC98: Einsatz 31,5 Hz, mit -3 dB bei 20 Hz, dann -6 dB pro Oktave; so auch im Studiosektor gängig zwecks Rumpelunterdrückung im Bereich der Tieftonresonanzen (vgl.: Dickreiter, Handbuch der Tonstudiotechnik, Band 2, 5. aufl. (mittlerweile 7.), Seite 65).

Freundlich
Albus
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