Receiverkauf "alte Spitzenklasse oder "neue" Mittelklasse

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falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Feb 2013, 13:27
Hallo zusammen,

nach Jahren des stillen Lesens, was mir immer zu guten Lösungen verholfen hat (dankeschön dafür), kommt nun mein mittlerweile dritter Beitag. Ich hatte schon im Kaufberatungsforum um Rat gefragt, aber da haben wohl im Moment nicht die "richtigen" Forenmitglieder mitgelesen. Deshalb nun als hier.

Ich habe zur Zeit einen Uralt-Dolby-Surround Receiver im Einsatz. Diesen möchte ich gerne ersetzten um auch in die digitale Zeit aufzubrechen.

Demnächst soll ein Blu-Ray-Player angeschafft werden, wohl ein Panasonic dmp bdt230. Der Anschluß an meinen analoge Receiver ist nicht mehr möglich. Ich halte es aber nicht für vernünftig mir einen Oppo anzuschaffen, um analoge Audiosignale für meinen Receiver zu haben.

Angeschlossen werden soll der Ton vom Fernseher (Sony KDL 46HX805), der Blu-Ray-Player (im wesentlichen Audio, Video kann direkt zum Fernseher), CD-Player (analog) und ein Synology NAS (Tonausgabe über USB-Soundkarte) und Netzwerk.

Wichtig ist für mich ein guter Klang, besonders bei Stereo und die Möglichkeit den Klang nötigenfalls durch Equalizer zu beeinflussen und Internet-Radio Die Audio-Tonformate im AV-Bereich sind für mich momentan nicht so wichtig, weil ich das bislang nicht vermisst habe

Ich habe hier im Forum hier nun schon viel über einzelne Vor- oder Nachteile bestimmter Receiver gelesen. Ich habe viel gelernt, wobei ich gestehen muss, dass ich bei 150-Seiten Line-up-Themen aufgegeben habe.
Nun war ich heute mal los und habe die "Fachgeschäfte" in der Weltstadt Kiel besucht, um das hier gelesene am lebenden Objekt zu überprüfen. Für mich war das sehr ernüchternd. Zwei Elektronikmärkte in der Nähe von Kiel hatten tatsächliche eigentlich keine AV-Receiver vorführbereit. Die Auswahl beschränkte sich auf Einstiegsgeräte. Im größten HiFi-Laden in Kiel wurde mir erklärt, dass eigentlich alle Geräte gleich klingen und man mit diesen lauter hören kann als jenem. Hmmm. Der zweite in Kiel besuchte Händler hatte tatsächlich ein ganzes Yamaha-Gerät (RX-V473) im Regal stehen. Angeschlossen war da nichts. Er könne mir aber Prospekte zeigen von Yamaha und Denon, aus denen er dann einen Receiver bestellen kann. Gleichzeitig stöhnte er über die zur Zeit schlechte Lieferbarkeit aller Geräte.
Da braucht sich nun aber kein Händler wundern, wenn der Internethandel wächst.

Mir drängt sich jetzt folgende Frage auf, bei der ihr hoffentlich zu meiner Erhellung beitragen könnt, denn mir steht ja nun scheinbar ein Blindkauf bevor.

Ist es besser einen "alten" Spitzenklasse-Receiver z.B. Yamaha RX-V3800 gebraucht zu kaufen (500,- bis 600,- Euro) oder kauft man einen aktuellen/fast aktuellen Receiver aus der Mittelklasse (z.B. Yamaha RX-V 773/771) ? Sind die klanglichen Unterschiede aus Direktvergleichen, die in Tests herausgearbeitet werden eher der verzweifelte Versuch Preis- und Markenunterschiede zu rechtfertigen?

So, ich hoffe nun, dass der ein oder andere hier in den letzten 10 Jahren schon häufiger neue Receiver angeschafft hat und aufgrund der gemachten Erfahrungen mal berichten mag.

Herzlichen Dank im voraus

Frank

P.S. Ich glaube zwar nicht, dass meine Anlagenkonfiguration in diesem Fall zielführend ist, im Kaufberatungsforum wurde das allerdings so gewünscht. Geantwortet hat dann trotzdem niemand.

Meine Front-Lautsprecher sind mit jeweils 2 DAVIS 17 KLV 6A und einem Seas HT-KALOTTE KT 28 F.
Das ganze spielt in einem 2-Kammer-Gehäuse mit 2 Baßreflexöffnungen (ca. 140 x 30 x 45 cm).
Weil sich daraus sicherlich niemand eine Vorstellung machen kann, wie das klingt, hier nachfolgend der Rest der "liebevoll" zusammengestellten Kette:
Wenn ich Musik von CD höre, kommen die Signale durch MIT Shotgun Kabel zu meinem mit 4 KT88 "getunten" Spark 530 und werden durch 25 mm2 Silberdrahtkabel an die Boxen weitergeleitet.

Als Effektboxen und als Center laufen kleine Jamo 2-Wege LS und als Sub ein kleiner Jamo mit einem 20iger Chassis als Downfire mit Bassreflex.
Die Umschaltung zwischen der Röhre und dem AV-Receiver (Onkyo TX-SV373) findet über eine Dodocus Ubox3 statt.
Mein Wohnzimmer ist gut 40 qm groß und ich kann schön im Stereodreieck sitzen.
kimotsao
Inventar
#2 erstellt: 18. Feb 2013, 13:41
hallo

dein Beitrag habe ich woanders bereits gelesen und hier nochmals...hm, es ist sehr viel Text und Du beantwortest Deine Fragen immer fast selber resp. ist Deine Fragestellung z.T. echt mühsam. und man kann glaub ich nicht eindeutig beantworten, ob jetzt ein Spitzenklassen Receiver oder guter Mitteklassen-Receiver besser oder schlechter ist. bei den neuen Modellen hast du natürlich HDMI und dies ist heute üblich, so würde ich eher auf ein neues Modell setzten. klanglich unterscheiden sich die AVR's der Hersteller in der gleichen Preisklasse nicht, der einte hat hier etwas mehr Leistung, der andere hat anderswo etwas mehr Funktionen. wenn du jetzt schon einen Yamaha hast und du mit dem zufrieden warst, so würde ich zu einem Yamah greifen, der 773 ist sicher ein gutes Gerät! sind die LS Marke Eigenbau? ein wirklich hoher Querschnitt, welcher du da hast bei den LS Kabel... die Umschaltung zwischen Röhre und AVR willst du sicher beibehalten?

viele Grüsse

Edit: es gibt noch BR-Player mit 5.1 Ausgang, z.B. den Sherwood BDP-5004, aber keine Ahnung, ob der noch lieferbar ist... und die haben aber kein 3D...


[Beitrag von kimotsao am 18. Feb 2013, 15:00 bearbeitet]
Herbi100
Inventar
#3 erstellt: 18. Feb 2013, 14:08
Ich hatte nach den Boxen gefragt, weil das einfach üblich und sinnvoll ist, zu wissen, was ein AVR bespielen soll, nur so ist eine einigermaßen seriöse Beratung möglich.

Da ich noch nie von Deinem Selbstbau gehört habe (wie die meisten hier), wollte ich nicht einfach etwas mutmaßen.

Ich würde mir einen neuen AVR kaufen, wenn er leistungsmäßig (Wirkungsgrad usw.) mit den Boxen klar kommt, sollte eigentlich kein Problem sein.

Einfach, weil meist ein besseres Einmesssystem und Möglichkeiten zum Ausgleich von schwierigen Raummodi vorhanden ist, weil es volle Garantie gibt, Hdmi usw. wurde ja bereits erwähnt.
Weil Du einen neuen ja wieder zurückgeben kannst, sollte es gar nicht passen.

Ich kann Deine Denkweise etwas nachvollziehen, denn ich fahre eine ältere Corvette

Fahre ich die, weil sie besser ist als neue Autos, Nein, sondern weil Sie einen gewissen Charme hat
und ich damit gut klar komme.
Aber ein neuer Audi, BMW usw. wäre rein als Nutzfahrzeug bestimmt die bessere Wahl.

So ist es etwa mit älteren Boliden, die einen gewissen Charme versprühen, aber wenn die meisten es rein mit dem Kopf entscheiden, finden sie wenig Gründe gegen die neuen AVRs.

Denn klangliche Vorteile hatten auch die Boliden schon früher, gegen die Mittelklasse, meist nur an ganz hochwertigen Boxen in großen klangoptimierten Räumen.
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 18. Feb 2013, 16:02
@ Herbi

wir können gerne mal eine CD bei mir hören. Dann lernst du meine Boxen kennen und auch den wohl recht unbekannten Spark Röhrenverstärker. Heute werden diese Geräte unter dem Label Cayin vertrieben. Nebenbei schwärmen wir dann über alte Amis. Was für eine alte Corvette hast du denn? C3, C4, oder noch älter? Ich bin ebenfalls ein großer Alteisenfreund, lebe das allerdings nicht im Alltag aus. Dafür sind die Parkplätze zu klein und die Bremsen zu schlecht.

aber wieder zum Thema und ich will versuchen konkreter zu werden:

Wenn ich mir ein älteres Spitzenklassegerät, wie den RX-V3800 ansehe, denn hat der Anschlussmöglichkeiten, ohne Ende, unter anderem 4 HDMI-Eingänge, 3 coaxiale und 4 optische Digitaleingänge und Netzwerk. Der RX-V773 hat 5 HDMI-Eingänge,2 coaxiale und 2 optische Digitaleingänge und Netzwerk.
Von den Anschlussmöglichkeiten passen beide für mich, also "Gleichstand".
Klanglich ist der 3800er allerdings bei Erscheinen von allen Testern als herausragend gut beurteilt worden. Sind die klanglichen Fähigkeiten der Mittelklasse genauso gewachsen, wie die Anschluss- und Einstellmöglichkeiten? Ob die Leistung des 773 reicht, weiß ich nicht. Aber mehr Leistung haben, ist besser, als mehr Leistung brauchen.

Ich versuche zu Schluss mal meine Fragen auf den Punkt zu bringen:

1) Reicht ein 773 klanglich an einen 3800 heran?
2) Reicht ein 3800 software- und einstellungsmäßig an einen 773 heran?

Viele Grüße
Frank

P.S. Die Röhre soll natürlich bleiben, das ist eine Herzensache.
Haiopai
Inventar
#5 erstellt: 18. Feb 2013, 16:48
Moin , deine Lautsprecher sollten eine Variation der p&L Secco/Secco Sub sein , die dürften meinen Seas MS Konsens 2
sehr ähnlich sein .

Praktisch ein breitbandiger Mitteltöner den recht hoch angekoppelt die Seas Kalotte unterstützt ( Ist das gleiche Chassis wie in meinen Konsens ) und am anderen Ende den zweiten Tieftöner sehr tief angekoppelt als reinen Sub nutzt .

Hier ist der Bausatz zu sehen (link)

Das zweite Bild von oben zeigt ihn dann mit Subwoofer in getrennter Kammer .

Der RX-V3800 sollte ne gute Wahl sein , wenn du auf die letzten technischen Gimmicks verzichten kannst .
Man braucht nix von Verstärkerklang zu halten , aber es beruhigt ungemein , so einen Boliden zu nutzen .
Ich nutze einen DSP-AX2 für meine Konsens , ne ähnliche Gewichtsklasse nur noch älter .

Das liegt daran , daß mich automatische Einmessgeschichten und HDMI als Schnittstelle nicht
interessieren , zumindest vom Ton her nicht .
Worauf ich aber Wert lege ist ein Verstärker , bei dem man sich um die Verstärkung ansich keinen
Kopp machen muß , egal ob ein Lautsprecher einen niedrigen Wirkungsgrad oder eine kritische
Impedanz aufweist .

Gruß Haiopai
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 18. Feb 2013, 17:28
Hallo zusammen,

Haiopai liegt mit seiner Einschätzung über die Lautsprecher richtig, soweit ich das beurteilen kann.
Denn ich habe LS nicht selbst gebaut. Der Inhaber eines ortsansässigen HiFi-Studios hatte seinerzeit das Hobby Boxenbau. Manchmal wurde ein Päärchen verkauft.
Wie weit klangliche Ähnlichkeiten zu Haiopai's LS besteht vermag ich nicht abzuschätzen. Eine optische Verwandschaft ist vorhanden. Bei mir sind die meisten Chassis aber gelb .

Viele Grüße
Frank

Hurra, ich werde verstanden!
Haiopai
Inventar
#7 erstellt: 18. Feb 2013, 18:04
Ein Vergleich wäre ja kein Thema , wenn dir Dithmarschen nicht zu weit weg ist , ohne geschäftliches Interesse versteht sich .

Ein Probe Hören deiner Lautsprecher an meinem Yamaha ließe sich arangieren , wenn du sie mitbringst .

Müsste man nur nen Date abmachen , dann hängen wir sie mal bei mir dran , geht eh nur bei mir zu Hause ,
weil ist meine Privat Anlage .

Gruß Haiopai

P.S. Die Gemeinsamkeiten der Lautsprecher ergeben sich nur durch die Beschaltung , meine Konsens sind
auch so ungewönlich getrennt , unterer Tieftöner läuft nur bis 150 Hz , nur das das Ganze eben mit den
entsprechenden Seas Chassis bestückt ist .
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 19. Feb 2013, 08:21
Dithmarschen ist zwar nicht so weit weg, dennoch zu weit um in einem fremden Wohnzimmer zu hören.
Ich weiß doch wie meine Lautsprecher klingen können. Mein letzter Stereoverstärker als Transistor war ein Yamaha AX 1050 danach dann der Röhrenverstärker. Damit war meine Jagd nach dem besten Stereoklang für mich beendet.

Mich würde jetzt noch interessieren, auf welche "Gimmicks" ich verzichten müsste, die heutzutage sinnvoll sind?

Viele Grüße
Frank
Haiopai
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2013, 08:43
Die Frage der Gimmicks kannst du dir nur selbst beantworten Frank , keiner kann dir vorbeten was für dich
wichtig zu sein hat .

Deswegen hatte ich auch bei meinem persönlichen Beispiel extra rausgestrichen was mich nicht interessiert und warum
ich deswegen mit einem vergleichsweise alten AV Verstärker (Bj.2002 ) auskomme .
Ich gehe bei mir soweit , daß ich mit dem BD-S2900 sogar durchaus die Möglichkeit hätte via analogen
Mehrkanal Eingang und im BD Player verbauten Decodern , HD Tonformate wiederzugeben , es aber
ganz bewusst nicht mache .
Das liegt daran , daß ich mit dem AX2 sowieso im Heimkino Betrieb die Yamaha eigenen DSP Programme
samt Presence Speaker im 8.1 Betrieb mit zwei Woofern nutze .
Meine Couch steht direkt an der Rückwand , 4 Lautsprecher im Rückraum sind bei mir eh nicht stellbar ,
Presence Lautsprecher am oberen Ende der Leinwand , machen bei Projektornutzung dafür umso mehr
Sinn .Ein Unterschied zwischen HD Tonformaten und den Yamaha eigenen DSP Programmen fällt so
positiv in Richtung DSP aus .

Somit fällt für mich auch der ganze HDMI Krams im Tonbereich unter die Rubrik überflüssig ,
selbst ein RX-V3800 , wie du ihn anpeilst , wäre für mich rausgeschmissenes Geld , weil
ich dessen Möglichkeiten schlicht nicht nutze .

Von daher bleibt dir da auch nix anderes übrig , als das du dir anhand der Ausstattungslisten , dein
persönliches Nutzungsprofil auskuckst und zu siehst ein möglichst passendes Gerät für deine
ganz eigenen Bedürfnisse anzuschaffen .

Einmal auf die Yamaha Site in den Support Bereich gehen , alle Bedienungsanleitungen sind
da abrufbar und vergleichen , was brauch ich , was wäre wichtig , was wäre nett und
was überflüssig .

Gruß Klaus
Herbi100
Inventar
#10 erstellt: 19. Feb 2013, 15:04
Nun ja, ich habe ja geschrieben, das man evtl. bei so einem Kauf den Kopf und nicht nur das Gefühl mitentscheiden lassen sollte, wenn es darum geht das bestmögliche Ergebniss zu erzielen.

Dieses einseitige glorifizieren von nur alt ist super, oder nur neu ist super, finde ich nicht zielführend,
sondern lieber nach gut und schlecht,
oder
brauche ich oder brauche ich nicht,
das sind Kriterien nach denen ich mein Hobby verfolge, warum nicht die Vorteile nutzen von neu und alt.

Ich hatte einen 30kg Onkyo AVR mit 7 mal 200 Watt an meinen Boxen und der Klang war sowohl im Surround, wie auch bei Musik (nicht im PureDirectModus) einfach super.
Alle Freunde und sogar meine Frau waren über 6 Jahre lang begeistert, bis er dann kaputt ging.

Von einem Händler bekam ich einen neuen viel leistungsärmeren AVR (sollte eigentlich nur zu Übergang sein) von Pioneer.
Und was soll ich sagen, was da passiert ist, konnte ich zuerst nicht glauben, bei Musik nahm ich die Boxen nicht mehr wahr, es war, als käme die Musik von überall her, soviel detailtreue und Klangfarbe hatte ich noch nie aus meinen, nicht gerade billigen, Boxen gehört.
Bei Surround war der Unterschied noch größer, die Rears mussten richtig arbeiten und jeder Schuß (bei Salven) war genau zu orten und der Einschlag hinter einem zu spüren, Bässe von solcher knackigen Schärfe und Wucht, einfach ein Traum.

Was war geschehen, ganz einfach, die Einmesssysteme haben sich weiterentwickelt und das Einmesssystem des Pioneer hat es geschafft, meine schlechten Raummodi besser auszugleichen, die Phasen der Boxen mit dem Sub perfekt abzugleichen und ich konnte Dank der vielen Einstellmöglichkeiten, durch kleine Änderungen, den Klang meinen Wünschen anpassen.
Vom reinen Klang und von der Leistung, war der Onkyo nicht schlechter, leistungsmäßig sogar weit überlegen, aber Leistung ist halt nicht alles.

Haiopai Ich möcht Deine Empfindungen nicht anzweifeln
aber
Ein Unterschied zwischen HD Tonformaten und den Yamaha eigenen DSP Programmen fällt so
positiv in Richtung DSP aus
.
widerspricht völlig meinen Erfahrungen, gerade in der detailtreu, Bassgenauigkeit usw. habe ich da an vielen Anlagen ganz andere Erfahrungen gemacht.
HD-Töne in Verbindung mit richtig (durch Einmesssysteme) optimierten Boxen und Räumen sind DSP-Programmen weit überlegen.

Da musste auch mein Freund (hat eine ca. 15 Jahre Anlage mit Sony CD-Player für 3000,- DM, Sony Verstärker für fast 5000,- DM und 2 T&A Boxen für 15000,- DM) die Waffen strecken.
Nur höhere Pegel sind bei im möglich, aber detailreicher und genauer nicht.

Zur Info: Mein Freund hält nichts von so neumotischen Kram wie DSP-Programme

Ist nur meine Meinung und Erfahrung
Bin jetzt über 50 und habe die ganzen alten Verstärker- und AVR-Zeiten mitgemacht, darum weis ich, das es einige Dinge gibt (wie Einmesssysteme) die nicht die Verstärker besser gemacht haben, wohl aber das Ergebniss, das aus den Boxen kommt.


[Beitrag von Herbi100 am 19. Feb 2013, 15:09 bearbeitet]
Haiopai
Inventar
#11 erstellt: 19. Feb 2013, 15:30

Herbi100 (Beitrag #10) schrieb:

Haiopai Ich möcht Deine Empfindungen nicht anzweifeln
aber
Ein Unterschied zwischen HD Tonformaten und den Yamaha eigenen DSP Programmen fällt so
positiv in Richtung DSP aus
.
widerspricht völlig meinen Erfahrungen, gerade in der detailtreu, Bassgenauigkeit usw. habe ich da an vielen Anlagen ganz andere Erfahrungen gemacht.


Herbie, nix für ungut , aber lese meine Äußerung doch mal im Zusammenhang , ist das so schwer ??

Hab ich da irgendetwas verallgemeinert , hab ich nicht ausdrücklich MEINE Hörsituation beschrieben bei der ich ein 7.1 Setup mit HD Ton NICHT aufstellen kann ??

Mach doch keine Baustelle auf , wo gar keine ist , unter MEINEN Bedingungen macht das was ich mache Sinn , ich hab nirgendwo behauptet , daß DSP Programme generell besser klingen als HD Tonformate , sondern dem TE nur so dargelegt , daß er sich sein persönliches Bedarfsprofil erstellen muß .

Gruß Haiopai
Herbi100
Inventar
#12 erstellt: 19. Feb 2013, 16:26
Wollte auch gar keine Baustelle aufmachen, habe ich halt dann falsch verstanden
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 20. Feb 2013, 09:25
Das, was Herbi an Klanggewinn durch einen anderen AV-Receiver erlebt hat, ist mir genauso mit meinem Röhrenverstärker passiert. Der Klang löste sich von den Lautsprechern, die Positionen von Instrumenten/Sängern waren genau definiert, plötzlich war auch eine räumliche Tiefe vorhanden.
Genau danach hatte ich immer gesucht.
Mein kleiner AV-Receiver kann das alles nicht. Der braucht sogar einen Subwoofer zusätzlich, um sich im Bassbereich an die Leistungen des Röhrenverstärkers anzunähern. Im Mittel- und Hochtonbereich fehlen Details und man hört lediglich, dass irgendwie unterschiedliche Signale (Stereo) aus beiden aus beiden Lautsprechern kommen. Das ist aber für das Alter und den Preis des Receivers ok.

Zukünftig werden mir (bei Anschaffung eines Blu-Ray-Players) dann die digitalen Anschlussmöglichkeiten am alten Receiver fehlen. Den angesprochenen Sherwood-Player mit 5.1-Ausgang gibt es scheinbar nicht mehr. Fernseher (optischer Ausgang) und Boxee Box (optischer Ausgang) haben auch Digitale Ausgänge, die dann genutzt werden könnten. Das NAS soll über das Netzwerk verbunden werden. Notfalls wäre dort auch ein optischer Ausgang.

Ich habe mich etwas mit den Bedienungsanleitungen von RX-V3800 und RX-V773 auseinander gesetzt:

Beim Einmesssen kann der 773 Messungen an mehreren Punkten berücksichtigen, der 3800 misst nur an einem Punkt ein. Inwiefern das schlachtentscheidend sein kann. Viel interessanter finde ich, dass ich beim 3800 nach der Einmessung noch alle automatisch gemachten Einstellungen verändern kann bis hin zu allen Parametern des PEQ, Laufzeiten, Phasen und Trennfequenzen für die Lautsprecher. Aber das kann der 773 wohl ebenfalls.

Dann habe ich mal versucht die Surround-Decoder (ist das der richtige Begriff) zu finden. Beide haben Dolby Digital, Dolby Digital EX, Dolby True HD, DTS usw. . Einziger Unterschied ist, das der 3800 Dolby Surround als Alleinstellungsmerkmal hat. Von daher denke ich, dass der 3800 durchaus noch zeitgemäß ist.

Negativ aufgefallen ist mir bei 3800 allerdings, das der offensichtlich nicht übers Netzwerk zu bedienen ist.
Da die Displayinformationen recht dürftig ausfallen, müsste wohl häufiger der Fernseher als Display laufen. Weil ich sehr gerne Internetradio nutze, wäre die Bedienung über ein Web-Interface wünschenswert.
Der 3900 hat ein Web-Interface. In der Bedienungsanleitung wird auf den Funktionsumfang nur sehr oberflächlich eingegangen. Außerdem wird der Receiver hinter einer Glasscheibe sein Zuhause finden; der Inhalt Display ist dann nicht mehr zu erkennen.

Wann wurden Web-Interfaces bei den verschiedenen Herstellern/Baureihen eingeführt?
Haben andere Hersteller ebenfalls die umfangreichen Einstellmöglichkeiten nach der Einmessung?

Viele Grüße
Frank
outofsightdd
Inventar
#14 erstellt: 21. Feb 2013, 14:32
Zu den alten Yamahas gibt es den Receiver Manager, ein unter Windows laufendes Tool (gedacht für Service-Techniker!), welches bei den Geräten mit Netzwerkschnittstelle auch eine entsprechende drahtlose Steuerung der Einstellmenüs ermöglichen würde (RX-V2700/3800/3900, DSP-Z7/11), bei den anderen AVRs läuft es über RS-232 . Im alltäglichen Betrieb ersetzt es aber nicht die Fernbedienung, wie diese Apps neuerer AVRs das können.

Für ein älteres Gebraucht-Gerät spricht die zum preisgleichen Neugerät meist hochwertigere Verarbeitung. Zahle ich zum Bsp. 300 € für einen RX-V1800, bekomme ich einen sehr soliden AVR, dessen Anfassqualität bis hin zur stabilen FB ein ladenneues 300-€-Gerät nicht bieten kann.

Wenn ich jedoch sehe, dass die Netzwerk-AVRs 3800/3900 teilweise weit über 500 € gehandelt werden, sehe ich das als Liebhaberpreise für das alte Design, denn halbwegs aktuelle RX-V1071 gab es schon mal um 600 € bei wesentlich modernerem Funktionsumfang. Wer jetzt meint, besonders impedanzkritische Lautsprecher zu haben, bei denen der 1071 Schwierigkeiten hätte, dem sei gesagt, dass mit dem wenig höheren Output des 3800 das Problem lange nicht behoben sein muss und eher an externe Endstufen zu denken wäre.

Wer da also eine Infinity Kappa in der Front stehen hat, liegt sicher mit einem bezahlbaren Yamaha RX-V771 (inkl. Pre-Outs) und einer externen Endstufe wesentlich sicherer als mit einem RX-V3x00. Gerade beim Beispiel Yamaha sind in den letzten Jahren die flexiblen Einmesssysteme der großen Geräte bis in die unteren Klassen übertragen worden und das mindert die Attraktivität der alten AVRs ein wenig.

Anders sieht es unter Umständen bei Herstellern mit Audissey-Systemen aus, wo man schon vor Jahren in den "Großen" die Messkurven in den manuellen EQ kopieren konnte, dies bei den "Kleinen" aber bis heute nicht möglich ist und dort auch immer noch teilweise die einfachen System-Versionen (Audissey 2EQ usw. ...) verkauft werden. Da steht für die Soundkonfiguration heute ein alter extrem flexibler AVR-3808 nicht schlechter da als ein nagelneuer AVR-2113, von dessen trauriger Anschlusssektion mal ganz abgesehen. Die Messkurvenkopierfunktion ist dort inzwischen tatsächlich auch beim kleinen Modell zu haben. Beim Beispiel Onkyo gibt es den TX-NR414 unter 400 € ganz ohne Einmesssystem, wofür man locker einen luxuriösen TX-NR807 gebraucht kaufen kann.

Fazit: Persönliches Anforderungsprofil (Funktionen, Anschlüsse, Bedienung) und Herstellerpräferenz sind entscheidende Punkte darüber, ob von einem Hersteller ein aktuelles oder ein preisgleiches Altgerät höherer Geräteklassen geeignet ist.


[Beitrag von outofsightdd am 21. Feb 2013, 14:45 bearbeitet]
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 22. Feb 2013, 13:08
Hallo zusammen,

ich möchte mich zuerst bei euch herzlich für die ausführlichen Antworten bedanken. Eure unterschiedlichen Herangehensweisen haben mich zum Nachdenken und Recherchieren in alle möglichen Richtungen gebracht.

Was ich jetzt sicher weiß: Ich möchte keinen RX-V3800 mehr, weil man den im Alltag nicht vernünftig über's Netzwerk bedienen kann. Mein zukünftiger Receiver soll über eine App bedienbar sein. Eine zusätzliche Endstufe möchte ich nicht haben. Mir wird es dann auch irgendwann zuviel mit den Geräten und der Rest der Familie soll auch noch die Chance haben die Technik zu benutzen.

Dafür kommen dann folgende Geräte in Frage, die in mein Beuteschema passen:
RX-A3020, RX-A2020, RX-A3010, RX-A2010, RX-V3073, RX-V2073,
RX-V3071, RX-V2071, RX-V3067, RX-V2067, RX-V3900
Richtig festgelegt bin ich auf Yamaha aber auch nicht. Aus meiner momentanen Sicht passen die Receiver ganz gut zu mir.

Am Ende richtet sich die Kaufentscheidung wohl nach dem Angebot und dem Preisleistungsverhältnis. Wobei ich inzwischen glaube, dass es mit den anvisierten 500,- bis 600,- Euro wohl eher nichts werden wird.
Auch wenn die Preisvorstellungen der Verkäufer gerne im Bereich der "Liebhaberpreise" liegen, sie sind sich darin relativ einig. Und hier im hohen Norden wir nicht viel angeboten. Ich kann also nicht mal schnell vorbeifahren und vor Ort verhandeln.

Viele Grüße
Frank
outofsightdd
Inventar
#16 erstellt: 22. Feb 2013, 13:18
Warte bis zum Spätsommer, wenn es nicht zu teuer werden soll. Mit Ankündigung der Neuheiten in der großen Baureihe dürfte es die Modelle RX-V1073 (ohne...) & RX-A1020 (mit Fuß Nr.5) wieder um 600 € geben.

Ansonsten ist die Frage immer noch aktuell, ob du überhaupt eines der großen Modelle brauchst, App-Steuerung gibt es auch billiger. Da wirst du dich mit der Ausstattung im Detail auseinander setzen müssen.

Möglicherweise reicht dir locker ein RX-V673. Da gibt es umfangreiche Einstellungen, programmierbare Fernbedienung und genügend Anschlüsse auch schon.
falco1
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 22. Feb 2013, 15:21
Ich weiß natürlich nicht , ob ich eins der größeren Modellen brauche.

Ich weiß aber, dass ich eins der größeren Modelle haben möchte. Wenn mein Etat heute noch nicht groß genug ist, dann ist er es eben erst übermorgen. Das was wir hier diskutieren sind doch alles Luxusprobleme. Brauchen tue ich eigentlich nichts von alledem. Aber so ist das nunmal mit einem Hobby.

So einen Receiver, wie den 673, würde ich mir nicht kaufen. Die Qualitätsanmutung mit den ganzen wild versteuten Plastikknöpfen finde ich furchtbar. Receiver, die mehr als 300,- Euro kosten, sollten auch etwas wertiger aussehen. Das Ding kann klingen, wie es will und ganz tolle Ausstattung haben, hinstellen würde ich mir sowas nicht. Meine kleine Vorauswahl ist natürlich von solchen Gedanken beeinflusst.

Von der Leistung hat das mit meinem alten AX1050 gut gepasst. Das klang sehr ordentlich. Und der hatte schon 2x 250 Watt nach DIN(1% Klirr) an 4 Ohm. Der RX-A2020 hat 220 Watt/Kanal (0,9% THD) an 4 Ohm eine ähnliche Leistung. Man will sich ja nicht verschlechtern .

Viele Grüße
Frank


[Beitrag von falco1 am 22. Feb 2013, 15:24 bearbeitet]
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