von Yamaha zu Denon und wieder zurück

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oxyd
Stammgast
#1 erstellt: 21. Nov 2014, 08:29
Guten Morgen,

bis gestern war ich sehr lange und zufriedener Besitzer eines bereits in die Jahre gekommenen Yamaha RX-V 361.

Angeschlossen waren Lautsprecher der Firma Klipsch (siehe Signatur). Überwiegend, bis auf Blurays, habe ich TV + Musik im 2ch Music Enhancer über Front auf Large gesehen bzw. gehört. Dieses Profil war mir immer sehr wichtig.

Aufgrund normaler Aufrüstungsgedanken habe ich mich dann nach langem Überlegen dazu entschlossen einen der neuen Denon X-Serie AVRs zu bestellen. Zeitgleich mit der Entscheidung gab es im großen Fluss plötzlich dieses bekannte Angebot von 299 €. Also gleich bestellt und gestern aufgebaut. Alles soweit in Ordnung. Gefällt mir! 5ch DTS-HD schon bemerkenswert auffällig anders. Einfach Spitze! Da erkennt man dann wohl doch den Unterschied zwischen einem 10 Jahre alten und einem neuwertigen AVR.

Doch jetzt zum eigentlichen "Problem". Der Denon verfügt über keinen Music Enhancer, welchen ich überall ob Film, Spiel oder Musik anwenden kann. Im Fernsehprogramm via Stereo/DD, ob Sky oder andere Shows etc. wirkt es so, als würden die Klipsch bzw. LS schlafen. Selten mal kommt der Tiefton zu Geltung.

Als Beispiel nehme ich hier ganz Simpel die Zwischensequenz von der Serie "The Big Bang Theory", die immer erscheint, sobald eine Szene gewechselt wird. Mit dem alten 361 im Music Enhancer konnte man schon richtig den Bass der LS spüren, doch via Denon höre ich trotz Bass auf +6 minimal etwas. Erst nachdem ich leicht über Zimmerlautstärke gehe fängt der Denon an zu arbeiten. Verständlich im 2ch Stereo. Ein weiteres Beispiel ist die Sendung "The Voice", welche ich eigentlich nie sehe, aber der Klang, sobald wer auf diesen Buzzer haut, ist bekannt und war mit Yamahas AVR ebenfalls wuchtiger als ohne.

Nun überlege ich den Denon, obwohl es ein gutes Gerät ist, wieder zurückzuschicken und weiter an Yamaha festzuhalten. Doch ebenfalls im neuen Seqment. Habe mir mal die Vergleiche angesehen und festgestellt das sich folgende AVRs kaum unterscheiden, bis auf dass der Vorgänger ohne WiFi-Unterstützung ist. Sollte jetzt keine Priorität sein, aber wäre schon nicht schlecht soetwas zu haben...

Yamaha RX-V 675 = 409,00
Yamaha RX-V 677 = 439,00

Bevor ich jedoch jetzt einfach mache möchte ich nochmal von euch eine Meinung, wenn nicht sogar Empfehlung oder sogar einen Rat lesen. Vielleicht gibts ja noch Alternativen, jedoch sollte es preislich nicht teurer als bereits angegeben werden.

Lieben Gruß


[Beitrag von oxyd am 21. Nov 2014, 09:14 bearbeitet]
Fabian-R
Stammgast
#2 erstellt: 21. Nov 2014, 20:19
Die modernen Geräte klingen nach Einmessung sehr linear.


Solltest du über die Jahre einen erhöhten basspegel gewohnt sein, wird dieser nun fehlen.

Man kann aber über die EQ einiges ändern. Mit realistische Wiedergabe hat das dann aber wenig zu tun.

Ps: ich hatte als Test einen x2000 hier, welcher an der Duetta eher eine loudness ähnliche Charakteristik hatte.

Deshalb ging er zurück und ich nutze einen 775.

Den enhancer benutze ich nie, da er einfach nur bass und höher hinzudichtet, die dort nicht hingehören.

Bass spüre(!) ich nur dort, wo diese Dynamik auch hin gehört.
Talley
Stammgast
#3 erstellt: 25. Nov 2014, 13:25
Das sehe ich ähnlich, wahrscheinlich liegt es an deinen Hörgewohnheiten. Der Denon ist einfach neutraler. Dein alter Yamaha wohl ohne Enhancer auch.
Entweder du gewöhnst dich an die Neutralität oder, was ich persönlich nicht schlimm finde, willst deinen alten aufgebrezelten Sound behalten, dann brauchst du halt wieder einen Yamaha mit Enhancer.
oxyd
Stammgast
#4 erstellt: 25. Nov 2014, 14:28

Talley (Beitrag #3) schrieb:
Das sehe ich ähnlich, wahrscheinlich liegt es an deinen Hörgewohnheiten. Der Denon ist einfach neutraler. Dein alter Yamaha wohl ohne Enhancer auch.
Entweder du gewöhnst dich an die Neutralität oder, was ich persönlich nicht schlimm finde, willst deinen alten aufgebrezelten Sound behalten, dann brauchst du halt wieder einen Yamaha mit Enhancer.

Ja, habe den Denon inzwischen wieder abgegeben und mir einen Yamaha bestellt. Es sind garantiert die langjährigen Hörgewohnheiten, gerade im Musikbereich.

Der Denon hat mir soweit bis auf die sehr eingeschränkten Einstellmöglichkeiten gefallen. Gerade während der Filmwiedergabe konnte ich immense Unterschiede zur alten Möhre feststellen. Das wird der neue Yamaha, womöglich auch alle anderen neuen Produkte, ebenfalls mindestens genauso gut können. Dennoch habe ich hier ein paar mehr Profile wie beispielsweise den Music Enhancer...

Gruß


[Beitrag von oxyd am 25. Nov 2014, 14:29 bearbeitet]
Talley
Stammgast
#5 erstellt: 25. Nov 2014, 14:39
Ja, Yamaha bietet einiges an Sound-Aufpolierern. Ich selbst habe einen alten DSP-Z9 und glaube nicht 3% von dessen Möglichkeiten auszunutzen. Da bin ich das komplette Gegenteil, ich benutze überwiegend die natürlichste Variante die ich finden kann, meist sogar den direkten Weg ohne Prozessoren. Vor Allem bei Musik, dann ist eben so, wie der Toningenieur es wollte. Anpassungsmöglichkeiten finde ich persönlich nur sinnvoll, um notfalls Effekte des Hörraumes zu elliminieren.

In jedem Falle schon mal viel Spaß mit dem neuen Yamaha! Welcher wird es denn?
QE.2
Inventar
#6 erstellt: 25. Nov 2014, 16:06
Im Bezug auf die Toningenieure halte ich es lieber im Sinne von Nubert. Es gibt genügend Aufnahmen, die alles andere als ideal abgemischt sind. Da sollte man dann schon mit den Mitteln die man hat nachhelfen, wenn man das denn dann will. Ich halte jedenfalls nicht viel davon, sich sklavisch daran zu klammern, was die da so gemacht haben. Aber jeder nach seinem Gusto.


[Beitrag von QE.2 am 25. Nov 2014, 16:07 bearbeitet]
Talley
Stammgast
#7 erstellt: 25. Nov 2014, 16:11
Wohl wahr, wohl war.
Allerdings finde ich, dass schlechte Aufnahmen auch mit allem aufpolieren niemals gut werden. Vielleicht besser. Aber wo mist auf der Quelle drauf ist, kann man kein Gold draus machen. Wenn es geht vermeide ich solche Quellen. Aber gut, zugegebenermaßen, Verbesserungen auf niedrigen Niveau kann man hinbekommen.
QE.2
Inventar
#8 erstellt: 25. Nov 2014, 16:23
Da ich schon paar Tage älter bin, höre ich oft Musik aus den Ende 60ern und in den 70ern. Da war die Technik noch nicht so weit und remastered gibt´ s da auch nicht alles. Außerdem ist das auch wieder so eine Sache. Jedenfalls kann man da schon bissel was machen, besser als nichts.
Talley
Stammgast
#9 erstellt: 25. Nov 2014, 16:27
Ich bin zwar noch jünger, aber die Musik aus der Zeit höre ich auch gerne. Und da habe ich den Eindruck, dass vieles davon besser abgemischt war, als es heute der Fall ist. An moderne gute Sachen kommt es natürlich nicht dran. Aber wir schweifen ab...
QE.2
Inventar
#10 erstellt: 25. Nov 2014, 18:37
Nur kurz noch, die haben damals nicht in erster Linie an das Geld gedacht......
Mickey_Mouse
Inventar
#11 erstellt: 25. Nov 2014, 18:57
also ich kann die Erfahrungen nicht ganz nachvollziehen!

Meine Vermutung ist, dass du in einer Mega Raum-Mode sitzt, die dir den Bass (an einer Frequenz, bzw. auch den mehrfachen davon) fürchterlich aufdickt und das fehlt nach dem Einmessen jetzt. Ich befürchte, dass dir jeder AVR mit Einmessfunktion das weg bügeln wird.

Der Yamaha Music-Enhancer "frischt" das ganze etwas auf und schärft in erster Linie die Höhen etwas nach, am Bass macht der jetzt nicht soviel (jedenfalls bei den Yamahas die ich kenne). In erster Linie ist der ja zum "Aufbessern" von schlechten MP3 gedacht, offiziell zumindest.

Hatte der Denon Audyssey Dynamic-EQ?

ich habe hier nach vier Yamahas in Folge (AX-1, RX-V1900, 667, Z11) gerade einen Marantz 7009 zum Spielen am Start. Meine Erfahrungen damit sind zu 100% genau das Gegenteil von dem was du beschreibst, zumindest wenn man Dynamik-EQ aktiviert hat!

Der Bass ist im Vergleich zu den Yamahas bei leisem Hören wesentlich stärker (klar, ist ja auch eine Art Loudness). Zum Glück kann man das durch die 5 Stufen (off, 15, 10, 5, 0dB) etwas abfedern bzw. ganz abschalten. Selbst wenn ich das auf 15dB stelle und abends/nachts noch wirklich ganz leise TV oder Musik höre (im Bereich von -60dB, das ist wirklich flüsterleise) knallt der Bass noch dermaßen rein, dass man das durchs ganz Haus hört. Auch Dynamic Volume hilft da nicht viel, klar werden die Stimmen etwas verständlicher, aber der Tiefbass (wenn denn etwas im Signal vorhanden ist) wird eben entsprechend der niedrigen Lautstärke dermaßen angehoben, dass die Subwoofer richtig arbeiten.
Alexander#77
Inventar
#12 erstellt: 27. Nov 2014, 10:28
Tag auch,
verwende selbst den 1073 und schaue auch die Serie.
Bei mir läuft dies immer im Straigt Modus also Front + Sub.
Den Enhancer habe ich nie zugeschaltet und bin dennoch mit dem Bass dieser Szene vollkommen zufrieden.
Es wird schon so sein wie Mickey Mouse geschrieben hat, dass du durch eine Mode einen überhöhten Bass gewohnt bist, der durch die neuen Einmesssystem ausgebügelt wird.

Denn Denon AVRs sind eigentlich dafür bekannt, das sie Basslastiger abgestimmt sind und Yamaha AVRs neutraler.
Talley
Stammgast
#13 erstellt: 27. Nov 2014, 10:59
Ich denke, dass wenn man die aktive Klangregelung umgeht, die Verstärker bei sonst gleichen Umgebungsvariablen absolut gleich klingen, sofern sie nicht lastkritisch gefahren werden, was ja hier nicht die Frage ist.
Insofern ist es außschließlich eine Frage des Anhebens/Absenkens von gewissen Frequenzen, was ja in Abhängigkeit des Quellmateriales, des Raumes und nicht zuletzt der persönlichen Vorlieben sinnvoll sein kann.
Die persönliche Vorliebe mag durch die Klangbeeinflussung des Enhancers hier geprägt worden sein. Ob ein anderer Yamaha die Klangbeeinflussung genau so macht, ist wieder die andere Frage. Jedenfalls ohne eine Beeinflussung ist es egal, welche Marke man hat. Ich habe einen Yamaha und einen Denon hier, bei Umgehung der Klangbeeinflussung durch die entsprechende "Direct"-Funktion ist da subjektiv gar kein Unterschied.

Der Yamaha hat aber zum Beispiel umfassende DSP-Programme. Da gibt es Hall-Simulationen von Konzerthäusern, Kirchen etc. Wenn ich das drin habe und mich daran gewöhne, dann klingt alles flach und seltsam zweidimensional, wenn ich es abschalte. Reine Gewöhnungssache.
oxyd
Stammgast
#14 erstellt: 27. Nov 2014, 12:26
Hallo,

habe nun den Yamaha RX-V 677. Allein von der Optik und der Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten gefällt mir der Yamaha deutlich besser. Was jedoch stört ist, dass der Yamaha bei ca. 400 Euro aktuell keinen 2 HDMI Out mitbringt. Ein Onkyo oder Pioneer haben sowas schon für deutlich weniger Geld.

Viel Zeit zum testen hatte ich leider noch nicht, jeodoch kann ich bereits sagen, dass der Enhancer leider nicht zu 100% vergleichbar mit dem vom RX-V 361. Vermutlich hat Mickey_Mouse mit seiner Behauptung recht.

Getestet habe ich bereits mit Tron Legacy und The Avengers, jeweils DTS-HD. Das war genauso klasse wie beim deutlich günstigeren X1100 von Denon.

Gestern spät am Abend habe ich die Kiste auf -50db gestellt und einen Film (Insidious Chapter 2) auf Sky in DD Stereo geguckt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Stimmen wirklich sehr sehr leise sind, jedoch die typischen Horrorfilm-Schock-Einspielern viel zu laut kommen. Der Denon war bei der geringen Lautstärke auf jeden Fall besser muss ich sagen...

Was mich jetzt noch ein wenig stutzig macht ist, dass Denons angeblich basslastiger abgestimmt sein sollen. Gibt es dazu evtl. Tests oder Erfahrungsberichte?

Wie ihr merkt bin ich noch nicht zu 100 % zu frieden. Marantz würde ich übrigens auch gerne einmal testen, aber ich möchte ungern über das Budget gehen.


[Beitrag von oxyd am 27. Nov 2014, 12:31 bearbeitet]
Talley
Stammgast
#15 erstellt: 27. Nov 2014, 13:07
Prinzipiell ist Marantz und Denon das gleiche, ist ja auch ein Laden. Und das Denon basslastiger als Yamaha sein soll, habe ich auch schon relativiert.
Wenn du den Enhancer aktivierst, wird tendenziell die Dynamik erhöht. Sprich laute Sachen werden noch lauter! Daher ist der Unterschied zwischen Stimmen und Effekten oft größer. Das Gegenteil sind diese Night-Modi, die zum Schutz der Nachbarn - oder schlafender Kinder - die Dynamik reduzieren. Da werden laute Stellen halt runtergeregelt.
Wie gesagt, im grundsätzlichen "Klang" unterscheiden die sich nicht. Moderne Verstärker haben keinen "Eigenklang", der irgendwie hörbar wäre, solange es nicht zu Verzerrungen oder ähnlichem kommt. Die Frage ist eher, welche Soundpolierer die standardmäßig dabei haben und ob die dir gefallen.
Ansonsten einfach mal mit den klassischen "Bass" und "Trebble" Einstellungen spielen. Vielleicht kommt da was passendes raus.
steelydan1
Inventar
#16 erstellt: 27. Nov 2014, 19:28
Warum viele meinen ein Denon AVR - X wäre "basslastiger" liegt oft an folgendem:
Audyssey MultEQ XT in den Denon´s ist so programmiert, dass es schon relativ kleine Kompakt-LS auf "Vollbereich" einmisst sowie zusätzlich Extrabass (parallele Wiedergabe des Bassbereich unter der Trennfrequenz über den Sub) und Dynamic EQ aktiviert !
Wenn man nach der Einmessung nicht manuell eingreift entsteht dadurch (gewollt) ein ziemlich basslastiger Sound welchen viele als gut empfinden. Linear ist das aber bei weitem nicht mehr.

Die Yamaha RX-V gehen weitaus korrekter vor, stellen LS nicht so schnell auf "Large" und lassen Extrabass deaktiviert. Wie es sich mit YPAO Volume (dem Gegenstück zu Dynamic EQ) verhält weiß ich noch nicht.
Was YPAO im Vergleich zu Audyssey MultEQ XT leider nicht hat ist ein SubEQ. Daher werden Raummoden nicht korrigiert, was in einzelnen Fällen auch zu einer hörbaren Bassüberbetonung führen kann.


[Beitrag von steelydan1 am 27. Nov 2014, 19:30 bearbeitet]
QE.2
Inventar
#17 erstellt: 27. Nov 2014, 19:43
Wieso hat YAPO keinen EQ für den Sub? Haben nicht alle Geräte, aber meiner z.B. hat einen.
steelydan1
Inventar
#18 erstellt: 27. Nov 2014, 20:47
YPAO beinhaltet bei allen RX-V keinen SubEQ und bei den RX-A besitzen es auch nur die beiden Topmodelle 20x0 und 30x0.
QE.2
Inventar
#19 erstellt: 27. Nov 2014, 20:55
Also stimmt eine generelle Aussage nicht. Irgendwie müssen sich die oberen Modelle ja auch abheben.


[Beitrag von QE.2 am 27. Nov 2014, 20:56 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#20 erstellt: 28. Nov 2014, 00:32

steelydan1 (Beitrag #16) schrieb:
Warum viele meinen ein Denon AVR - X wäre "basslastiger" liegt oft an folgendem:
Audyssey MultEQ XT in den Denon´s ist so programmiert, dass es schon relativ kleine Kompakt-LS auf "Vollbereich" einmisst sowie zusätzlich Extrabass (parallele Wiedergabe des Bassbereich unter der Trennfrequenz über den Sub) und Dynamic EQ aktiviert !
Wenn man nach der Einmessung nicht manuell eingreift entsteht dadurch (gewollt) ein ziemlich basslastiger Sound welchen viele als gut empfinden. Linear ist das aber bei weitem nicht mehr.

Die Yamaha RX-V gehen weitaus korrekter vor, stellen LS nicht so schnell auf "Large" und lassen Extrabass deaktiviert. Wie es sich mit YPAO Volume (dem Gegenstück zu Dynamic EQ) verhält weiß ich noch nicht.
Was YPAO im Vergleich zu Audyssey MultEQ XT leider nicht hat ist ein SubEQ. Daher werden Raummoden nicht korrigiert, was in einzelnen Fällen auch zu einer hörbaren Bassüberbetonung führen kann.

also hier sind mehrere Dinge einfach falsch!

Genau das Gegenteil ist der Fall! Yamaha YPAO stellt viele LS als Large ein, die bei Audyssey als als "small" eingestuft werden!
Wenn Audyssey sie als "large" einstuft, dann mit einer Trennfrequenz (die bei Audyssey für jeden LS einzeln eingestellt werden kann und nicht eine global gilt) zwischen 40 und 80Hz.

Ich könnte jetzt eine lange Liste an LS aufführen, die YPAO als Large und Audyssey als small erkannt hat!
steelydan1
Inventar
#21 erstellt: 28. Nov 2014, 02:00

Audyssey MultEQ XT in den Denon´s ist so programmiert,

Komplett lesen.

Das Verhalten ist hier in mehreren Threads nachlesbar und ich habe das bei der Einrichtung von neuen Heinkino´s selbst mehrfach beobachtet.
Konkret wurden Dali Zensor 1 und Canton GLE420, beide freistehend mit ausreichend Abstand zur Rückwand, für die Front bei der Einmessung mit einem Denon AVR-X1000 als Vollbereich-LS eingestellt, ExtraBass und Dynamic EQ aktiviert.
Wir müssen bestimmt nicht darüber streiten, dass es so nicht sein sollte. Dabei geht es nur um überzogene Basswiedergabe um den Klangvorstellungen vieler Käufer gerecht zu werden. Oder lässt du bei dir Extrabass und Dynamic EQ mit 0dB Offset laufen? Sicher nicht.
Ich sehe das nicht als grundsätzlichen Fehler von Audyssey da ich das z.B. bei Onkyo-AVR (als die noch Audyssey hatten) so nicht festgestellt habe sondern als spezifisches Verhalten der Denon AVR-X Modelle.


[Beitrag von steelydan1 am 28. Nov 2014, 02:01 bearbeitet]
Fabian-R
Stammgast
#22 erstellt: 28. Nov 2014, 04:50
Ich stimme Mickey zu.

Meine Duetta Top ohne Bassreflex (die Bässe laufen als Sub/ aktiv) wurden auch als Marge eingemessen.
Und bass können die so nicht wirklich.

Aber bitte noch eine info: messen die beiden ax- Top Modelle auch den Sub ein? Dann denke ich nämlich gerade an eine Umstellung meinerseit.
Mit den Denons komme ich leider nicht klar
QE.2
Inventar
#23 erstellt: 28. Nov 2014, 06:34
Ja, tun sie. Welche Qualität das hat ist eine andere Frage.
Talley
Stammgast
#24 erstellt: 28. Nov 2014, 07:57
Mein Denon 3310 hat nach dem Einmessen keine Überhöhung der Bässe. Er hat auch nur die beiden Fronts als Large erkannt, was auch so ist, zumal kein Sub vorhanden ist. Ist das eine Eigenheit der X-Modelle? Oder gar nur der günstigeren X-.Modelle? Ich hoffe nicht, dass der X4000 ähnlichen Unfug macht. Aber korrigieren kann man es ja wenigstens.
Puuhbaer68
Stammgast
#25 erstellt: 28. Nov 2014, 11:22

YPAO beinhaltet bei allen RX-V keinen SubEQ und bei den RX-A besitzen es auch nur die beiden Topmodelle 20x0 und 30x0.


Klugscheissermodus an:

Auch nicht ganz richtig!

Die RX-V 2067 und 3067 haben ebenfalls einen SubEQ.

Klugscheissermodus aus

Ob und wie Denon misst, kann ich nicht sagen, hatte noch keinen. Aber mein 2067 hat meine kleinen KEF Q100 Surrounds auch auf "Large" gestellt. Allerdings stehen die sehr nahe an der Wand. Die Front (Q700) wurden auch als "Large" eingemessen, der Rest (Center Q200c und Back-Surround Q100) als "Small".
Die Einstellung der Surround als large ist wohl der wandnahen Aufstellung geschuldet und wurde per Hand geändert. Alles gut .
Mickey_Mouse
Inventar
#26 erstellt: 28. Nov 2014, 15:40
ich gehe mal davon aus, dass aktuelle RX-V Modelle gemeint waren und keine Dinosaurier wie der 3067, den es seit 3010, 3020, 3030 und jetzt 3040 also vier Generationen nicht mehr gibt

ob das mit wandnah zu tun hat oder nicht kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall haben alle meine Yamaha (alles ältere Modelle) quasi alle meine LS als Large eingemessen (z.B. auch geschlossene Regal-LS, die selbst vom Hersteller "nur" 50Hz (-3dB) können).
Und das nicht nur bei Front-LS. Klar, die müssen auf Large laufen wenn kein Subwoofer vorhanden ist, das kann man bei z.B. bei Yamaha auch gar nicht umstellen, kein Sub -> Front Large, anders geht es nicht. Ich denke mal, dass das bei anderen Firmen ähnlich ist.

Vielleicht bezieht Denon ja auch die "Bass-Power" vom Subwoofer mit in die Entscheidung zu den Front-LS ein? So nach dem Motto: wenn der Sub nur mit Mühe und Not seine 40Hz schafft, dann werden automatisch auch die Front auf Large gestellt, obwohl sie eigentlich auf Small gehören?!?
Puuhbaer68
Stammgast
#27 erstellt: 28. Nov 2014, 16:23
Naja, was die "Wegwerfgesellschaft" so unter "Dinosaurier" versteht .

Ich weiß, du selbst hast noch wesentlich ältere Gerätschaften im Einsatz, war jetzt nicht ausschließlich auf deinen Text bezogen!

Viel hat sich aber zwischen 2067 und 2040 nicht getan. Oder meinst du, die hätten das Einmesssystem seither revolutioniert? Für mich ist ein 4 Jahre altes Gerät nicht alt, sondern noch eher neu - und aktuell! Wenn der 2067 mal so alt ist, wie mein AX570 im Schlafzimmer heute, dann darf er gehen und ich kaufe was Neueres, denn auch in ca. 15 Jahren ist ein Klang immer noch gut, wenn er es heute auch schon ist, oder?
All die Features, die die neueren Generationen nun mehr haben, bringen für mich persönlich keinen Vorteil, weil ich sie nicht nutze. Also warum sollte ich dann meinen "Dino" aussortieren? Nur, um was "Neues" zu haben?

Und ob nun Front-LS generell auf "small" gehören oder nicht (weil ja der Sub die Arbeit übernimmt), darüber möchte ich jetzt keine Diskussion auslösen, bitte! (gab es sogar schon, glaube ich)
Mickey_Mouse
Inventar
#28 erstellt: 28. Nov 2014, 16:36
das bezog sich alleine darauf, dass es den 3067 und 2067 schon lange nicht mehr zu kaufen gibt (ich bin mir ziemlich sicher, dass auch keine Restbestände bei irgendeinem Händler rum liegen), daher "Dino"!

ich halte es einfach für falsch wenn jemand mit der Beschreibung "alle RX-V" eine Menge bildet, da Geräte mit einzubeziehen, die nicht mehr erhältlich sind.

Ich hatte auch mal einen RX-V 1900, bei dem man die PEQ nichtmal am Gerät ändern konnte, sondern per RS-232 und speziellem PC Programm auslesen, edieren und wieder zurück speichern konnte.

Man hätte einfach "alle aktuellen RX-V" sagen sollen und es wäre eindeutig gewesen.
steelydan1
Inventar
#29 erstellt: 28. Nov 2014, 16:37
Ja, die Aussage bezog sich auf die neueren RX-V Modelle aus den letzten 4 Jahren (x71, x73, x75, x77).
Die RX-A Serie gab es zu Zeiten einens 2067/3067 noch gar nicht. Der 2067 war sozusagen der Vorgänger des 2010, der 3067 des 3010.

Klar, wenn kein Sub vorhanden ist müssen die Front-LS auf Large. Das machen alle AVR so, sonst würde ja der Tiefbass abgeschnitten.

Ich kann mir das Verhalten der Denon AVR-X einfach nur so erklären wie oben geschrieben (Käufergeschmack > viel Bass).
Wenn man das ermittelte Einmessergebnis (Front auf Large mit Extrabass + Dynamic EQ 0db Offset) mit REW nachmisst ist der Bassbereich bis zur Trennfrequenz deutlich überhöht. Allerdings im gesamten betroffenen Frequenzbereich nahezu geradlinig, die Beseitigung von Raummoden durch Audyssey funktioniert also.
Im Prinzip deckt sich das ja teilweise mit deinen Beobachtungen beim Marantz SR 7009. Dynamic EQ mit geringem Offset haut bei niedrigen bis mittleren Lautstärken heftig rein.
Erst nach manueller Umstellung (Front auf Small, Extrabass und Dynamic EQ aus, Trennfrequenz für die Front-LS auf deren -3dB-Punkt) passt die REW-Messung.


[Beitrag von steelydan1 am 28. Nov 2014, 16:42 bearbeitet]
Puuhbaer68
Stammgast
#30 erstellt: 29. Nov 2014, 10:05
Moin,

ok, meinen Smiley habt ihr übersehen, kann ja mal passieren.

Trotzdem, auch wenn die Geräte vielleicht nicht mehr käuflich zu erwerben sind; es werden wohl noch genug dieser "Dinos" in den Wohnzimmern oder Kellerkinos aufgestellt sein und auch regelmäßig verwendet werden. Oder schmeißen hier alle ihre Geräte nach 2 Jahren auf den Schrott Also warum ist dann mein Hinweis anscheinend so "de-platziert", dass man so darauf herumreitet? Dürfen die Besitzer der "Alt-Geräte" nicht darauf hingewiesen werden, dass ihre Geräte doch auch einen SubEQ haben? Vielleicht gibt es ja einige davon, denen das noch nicht bewusst war (weil z.B. vielleicht - mal wieder - die BA nicht gelesen wurde)!?!?

Ihr macht ja gerade so, als wäre es ein Verbrechen, wenn jemand noch einen solch "alten Dino" benutzt .


@steelydan1:

Die RX-A Serie gab es zu Zeiten einens 2067/3067 noch gar nicht. Der 2067 war sozusagen der Vorgänger des 2010, der 3067 des 3010.

Ich weiß!
Genau so werden das - wahrscheinlich - auch die anderen Besitzer dieser Geräte wissen.
QE.2
Inventar
#31 erstellt: 29. Nov 2014, 13:18
Wie gesagt, mein "Dino" Z7 hat sowas.
Talley
Stammgast
#32 erstellt: 29. Nov 2014, 14:21
Mein Dino Z9 hat tausend Sachen, die ich nicht kenne, aber das hat er definitiv auch.
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