Mittelloch bei Schallplatte zu klein. Was tun?

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Taitan
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Jan 2015, 23:27
Hallo liebe Profis!

Ich habe seit Weihnachten meinen ersten Plattenspieler und bin daher noch kein Experte, was Problemchen angeht. Da ich bei Konzerten gern am Merchandise Platten erstehe (als Souvenir), ist meine Plattensammlung über Jahre gewachsen. Nun bin ich seit Weihnachten dabei mir diese Schätze nach und nach anzuhören.

Dabei sticht eine Platte leider negativ hervor: Lebanon Hanover - Tomb for two. Das Mittelloch ist einfach zu klein/eng. Als Folge liegt die Platte nicht plan auf dem Teller. Die Nadel und Tonarm "eiern" demzufolge auf und ab.

Plattenspieler ist der Dual Tdj 301.1 (nix ausgefallenes also).

Wie kann ich die Platte am besten reparieren? Gibt's eine Art Bohrer mit definierten Durchmesser?

2 Bilder:

https://www.dropbox....%2020.42.08.jpg?dl=0

https://www.dropbox....%2020.42.16.jpg?dl=0
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 11. Jan 2015, 23:37
Hi,


Taitan (Beitrag #1) schrieb:
Gibt's eine Art Bohrer mit definierten Durchmesser?


nimm dein Bohrerkästli, suche den richtigen Bohrer aus, nimm die höchste Drehzahl
deines Akkuschraubers, suche ein Stück Holz zum unterlegen, bohre das Loch auf

fertig

ps
kleine Rundfeile geht auch
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 12. Jan 2015, 00:08
Del notwendige 7mm - Metallbohlel ist möglichelweise nicht typisch fül ein Standald-Set !

Die Lundfeile sollte schon eine feine Kölnung haben und dickel als 7mm sein.

Viel Elfolg + ,
Erik
Papa_San
Inventar
#4 erstellt: 12. Jan 2015, 10:46
Einfach mit einem Kugelschreiber weiten geht auch. Das mit dem Akkuschrauber war doch wohl nicht so ernst gemeint,oder?

Gruß
Siggi
MisterTwo
Stammgast
#5 erstellt: 12. Jan 2015, 11:35
Hatte ich auch schon das Problem. Hab mit nem Holzbohrer mit der Hand einfach etwas das Loch etwas geweitet.
Hmeck
Inventar
#6 erstellt: 12. Jan 2015, 11:43
Hi,

Auch ich kenne dieses Problem. Würde allerdings kaum mit einem Bohrer drangehen, vor allem nicht mit hoher Drehzahl! ( = Wärmeentwicklung = PVC schmilzt, viel zu viel Material weg etc. )

Meist hat das Plattenloch nur einen kleinen Grat. Da reicht est oft schon einen, einen Bleistift darin hin + her zu drehen, in hartnäckigen Fällen einen Körner, oder eine kleine spitze Rundzange, oder etwas anderes metallisches mit nicht ganz glatter Oberfläche, was zudem noch konisch ist, hin + her zu drehen. Wenn es sein muss halt auch mit einer Rundfeile etwas wegnehmen.

Grüße, Hmeck


[Beitrag von Hmeck am 12. Jan 2015, 11:44 bearbeitet]
ingope
Stammgast
#7 erstellt: 12. Jan 2015, 12:23
Hatte ich auch schon bei 2-3 Platten. VOlle Drehzahl würde ich allerdings auch vermeiden.
Ohne es jemals so probiert zu haben, aber ich mal mir im Kopf schon das worst case scenario aus

Bohrer in die Hand nehmen, ohne Bohrmaschine, ab in/vor das Loch damit und den Bohrer entgegen
der eigentlichen Bohrrichtung ein paar mal drehen bis es passt. Klappt super
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 12. Jan 2015, 12:32
Hallo,

leider wie auch Aussermittigkeiten heute nicht mehr seltene Ausnahmen bei Neupressungen.

Wirklich nur vorsichtig weiten - am Besten wenn möglich zurück zum Händler. Sollen die dem Hersteller Beine machen.

Wenn man selber dran rumfreggelt hat ist nicht mehr viel mit reklamieren

Peter
Archivo
Inventar
#9 erstellt: 12. Jan 2015, 12:53
Der Vorteil eines - äh... - engen Mittelloches : man kann die Platte bei stillstehendem Teller fest auf den Dorn pressen und erspart sich so ein Plattengewicht...

Der Nachteil: man bekommt die Scheibe schwerer wieder vom Teller herunter...

Rundfeile, Scheren- oder Messerspitze - bei vorsichtigem Umgang hilft sowas meist schon, das Loch zu weiten.

Gruß, Ivo
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 12. Jan 2015, 13:13

Papa_San (Beitrag #4) schrieb:
Einfach mit einem Kugelschreiber weiten geht auch. Das mit dem Akkuschrauber war doch wohl nicht so ernst gemeint,oder?


klick mal das Foto an ...
Pilotcutter
Administrator
#11 erstellt: 12. Jan 2015, 13:15

Papa_San (Beitrag #4) schrieb:
Das mit dem Akkuschrauber war doch wohl nicht so ernst gemeint,oder?


Das hoffe ich auch, dass das ein Montagswitz war!!!!! Mit elektrischem Bohr-)Werkzeug geht man überhaupt gar nicht an eine Schallplatte.
Ausserdem gibt es dafür keinen passenden Bohrer - oder welchen würdest Du denn nehmen??? Und man kann einen minimal größeren Bohrer am Loch per Hand gar nicht richtig aufsetzen! Bestenfalls könnte man eine Art Kegel-Fräsbohrer nehmen...


Wuhduh (Beitrag #3) schrieb:
Del notwendige 7mm - Metallbohlel ist möglichelweise nicht typisch fül ein Standald-Set !
Die Lundfeile sollte schon eine feine Kölnung haben und dickel als 7mm sein.


Bißchen versteckter aber der nächste Montagswitz Baut man im Werkunterricht in Berlin keine Solitär-Brettspiele und lernt, dass man kein 7mm Rundmaterial in eine 7mm Bohrung bekommt? Man muss schon bei einer 7mm Achse eine Bohrung von ca. 7,2mm[+] bohren oder man rührt nach dem Durchbohren noch kreisend im dem Bohrloch herum, wovon aber auch abzuraten ist. Bei der Feile, denke ich, dass Du voraussetzt, dass sie eine konische Spitze hat, weil sonst funktioniert das auch nicht.

Seit Generationen werden zu enge Plattenlöcher mit einem ordentlichen (viell. metallenen) Kugelschreiber geweitet, da es sich nur um Hundertstel Millimeter handelt. Wenn's mehre Hundertstel sein müssen, einfach irgend eine kleine Rund- oder Halbrundfeile in die waaggerechte nehmen und die Platte wie auf einer Achse dort ein paar Runden drauf drehen lassen. Dann "feilt" man automatisch rundum gleichmäßig und man braucht die Platte nirgends (kratzriskant) auflegen.

Gruß. Olaf



[Beitrag von Pilotcutter am 12. Jan 2015, 13:27 bearbeitet]
Taitan
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Jan 2015, 14:11
Danke für die zielführenden Antworten!

Grüße aus Leipzig
Papa_San
Inventar
#13 erstellt: 12. Jan 2015, 14:58

.JC. (Beitrag #10) schrieb:

klick mal das Foto an ...


Ziemlich eng. Müsste aber trotzdem mit dem Kugelschreiber gehen.

Gruß
Siggi
.JC.
Inventar
#14 erstellt: 12. Jan 2015, 15:07

Papa_San (Beitrag #13) schrieb:

.JC. (Beitrag #10) schrieb:

klick mal das Foto an ...

Ziemlich eng. Müsste aber trotzdem mit dem Kugelschreiber gehen.


na klar, Du kannst auch 500 km nach HH gehen,
mit der Bahn ist es (voraussichtlich) schneller.

Ich weiss ja nicht ob der TE mit PVC Löcher aufbohren Erfahrung hat
(das reisst uU ruck zuck)

ich kann bohren u. würde wie o.g. einen passenden Kegelbohrer nehmen
(ggf. auch einen Senker)
Holger
Inventar
#15 erstellt: 12. Jan 2015, 15:22
Solche Platten habe ich auch. Der Tipp mit dem Kugelschreiber oder der Schere ist gut, ich mache das seIt Jahren genauso.
Es ist schonend und effektiv, denn der Effekt hält gut eine Plattenlänge an.
Einen Elektrobohrer nehmen würde mir nicht im Traum einfallen...
xt500.
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 12. Jan 2015, 17:47
Keinen Elektrobohrer nehmen, da Du ggf. zuviel Material abträgst und die Platte dann eiert.
Mit dem Kugelschreiber geht das schon.
LG
Taitan
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Jan 2015, 22:28
Ich habe gerade die "OP" durchgeführt.
Da im ganzen Haushalt weder konische Rundpfeile oder Metallkugelschreiber zu finden waren, habe ich die "Scherenmethode" angewendet.
Schere aufgeklappt, die LP auf eine Schneide gesteckt bis sie sich leicht verkeilt und dann ganz vorsichtig gedreht. Nach ein paar Umdrehungen war die erste schwarze Späne zu erkennen. Da hab ich die Platte gleich mal aufgelegt. Sitzt und passt ganz vorzüglich. Klanglich merke ich keine negativen Auswirkungen. "Klingt wie CD" <- den Satz bitte nicht als Diskussionsgrundlage nutzen.
Papa_San
Inventar
#18 erstellt: 12. Jan 2015, 23:05

Taitan (Beitrag #17) schrieb:
"Klingt wie CD" <- den Satz bitte nicht als Diskussionsgrundlage nutzen.


Na,wenn das mal keine perfekte Steilvorlage war! Viel Spass beim Plattenhören!
scotwalks
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 20. Feb 2015, 13:55
Witzig, habe bei der gleichen LP das Problem auch gehabt...die Griechen nehmen es da anscheinen nicht so genau. Schöne Platte btw, das neue Album von LH kommt in ca. einem Monat, das Seitenprojekt QUAL veröffentlicht wohl im Mai auf Avanti.
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