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Reihenfolge beim Ein- bzw. Ausschalten?

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piepjohann
Neuling
#1 erstellt: 22. Jan 2011, 12:12
Moin,

ist es beim Ein- bzw. Ausschalten sinnvoll, eine Reihenfolge bei den Geräten einzuhalten. Also erst Vor- dann Endstufe, dann erst das ATM-Modul und zum Schluß Tuner oder CD-Player (jetzt mal so als Beispiel)?

Meine Frage zielt darauf ab, ob die Reihenfolge beim Ein-/Ausschalten negative Auswirkungen auf die einzelnen Geräte (u. a. die Boxen) hat (z. B. durch Spannungsspitzen o. ä.).

Ich kann mich noch dunkel erinnern, daß mir damals jemand (mit durchaus Technikverständnis) geraten hat, bei meinem früheren Vollverstärker die Boxen erst nach dem Einschalten dazuzuschalten und sie umgekehrt vor dem Ausschalten vom Netz zu nehmen. Oder ist das alles "Voodoo"?

Danke für Eure Meinungen im Voraus.
Gruß
schraddeler
Inventar
#2 erstellt: 22. Jan 2011, 12:44
Volverstärker respektive Endstufe als letztes Ein- und als ertstes Ausschalten, der Rest ist egal. Oder alles an eine Steckdosenleiste und gleichzeitig einschalten. Wichtig ist bloß, daß das am Verstärker angewählte Gerät seinen Betriebszustand erreicht bevor die Lautsprecherrelais aniehen.

gruß schraddeler
Z25
Inventar
#3 erstellt: 22. Jan 2011, 13:12
Das kann so Sinn machen, wenn es irgendwie in den LS knackt, weil der Verstärker keine "Schutzschaltungen" (bsp. die Relais im Ausgang werden erst freigegeben wenn das Gerät bereit ist) hat bzw. diese nicht funktionieren. Hörst Du beim Ein-/Aussschalten irgendwas bzw. bewegt sich die Membran des TT?
weimaraner
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 22. Jan 2011, 14:04
Bei Aktivsubwoofern ist es oft ratsam diese als letztes zuzuschalten,
und als erstes auszuschalten um einen "Plopp" zu verhindern.

Gruss
MacPhantom
Inventar
#5 erstellt: 22. Jan 2011, 14:21
Ich persönlich drehe zuerst den Lautstärkeregler meines Vollverstärkers auf Null, schalte ihn ein, warte 6 Sekunden (so lange braucht er, bis der Signalweg aktiviert wird) und stelle dann den Rest an.

Ausschalten: zuerst den Verstärker; warten, bis kein Ton mehr kommt, dann den Rest.

Zu erwähnen gilt noch, dass mein Verstärker keine Relais eingebaut hat.
cr
Moderator
#6 erstellt: 22. Jan 2011, 17:45

Volverstärker respektive Endstufe als letztes Ein- und als ertstes Ausschalten, der Rest ist egal.


Ist zumindest von Vorteil, wenn die anderen Geräte entweder einen echten Knacks via Anschluß oder einen induktiven durch den Schaltfunken (das merkt man nur bei bestimmten Verstärkern) machen. Sonst ist es völlig egal.
Außer beim Einschalten des Verstärkers bricht das ganze Stromnetz zusammen - dann würde sich ein Einschaltstrombegrenzer empfehlen


Ich persönlich drehe zuerst den Lautstärkeregler meines Vollverstärkers auf Null, schalte ihn ein, warte 6 Sekunden (so lange braucht er, bis der Signalweg aktiviert wird) und stelle dann den Rest an.


Warum? Ist doch besser, die anderen Komponenten werden eingeschaltet, ehe der Verstärker freischaltet - falls sie einen Störimpuls beim Einschalten abgeben (ist bei heruntergedrehtem Volumeregler aber auch wieder egal)


[Beitrag von cr am 22. Jan 2011, 17:47 bearbeitet]
piepjohann
Neuling
#7 erstellt: 22. Jan 2011, 18:02

schraddeler schrieb:
Volverstärker respektive Endstufe als letztes Ein- und als ertstes Ausschalten, der Rest ist egal.


Danke, das ist schonmal sehr hilfreich und sogar für mich zu verstehen.


Z25 schrieb:
Hörst Du beim Ein-/Aussschalten irgendwas bzw. bewegt sich die Membran des TT?


Nein, ich höre nichts in der Art (ich weiß aber was Du meinst). Aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzelankiste. Und wenn man etwas richtig machen kann, warum dann nicht?

Also, nochmal Danke allen für Ihre Meinungen und Hinweise.

Schönes Wochenende
sakly
Inventar
#8 erstellt: 23. Jan 2011, 11:20
Hi,

Verstärker als letztes Einschalten macht natürlich Sinn, um Einschaltgeräusche von anderen Geräten abzublocken. Bei meiner DCX gibt's beispielsweise ein paar Geräusche, wenn die eingeschaltet wird und der Verstärker schon läuft.
Allerdings stimmt das auch nicht so richtig, denn es ist für Verstärker mit Relais IMHO auch nicht von Vorteil, wenn die Quelle schon läuft und er dann zugeschaltet wird, da die Relais dann unter Last schalten. Das können die zwar, aber die Funkenbildung ist dann größer und es bilden sich schneller die bekannten schwarzen Ablagerungen, die zu Kontaktproblemen führen. Also alle Geräte vor dem Verstärker einschalten, aber noch nicht auf "play" drücken

Beim Abschalten das gleiche rückwärts. Quelle auf "stop", Verstärker aus, dann den Rest.
Ich vermeide immer Schaltvorgänge der Relais unter Last. Vielleicht ist das aber auch nur so ein sinnloser Vorgang, der unnötig ist. Macht aber keine Mühe, deshalb mache ich das auch weiterhin

Gruß
Proon
Stammgast
#9 erstellt: 25. Jan 2011, 11:41
Normalerweise sollte die Ein/Ausschaltreihenfolge der Geräte in der Kette keine Rolle spielen, aber die Praxis beweist oft das Gegenteil.
Bei Fernsehern mit angeschlossenem BDP gibt es oft Besonderheiten, um HDMI Handshakeproblemen begegnen zu können.

Bei Audioanlagen sieht es häufig etwas komplizierter aus. Normalerweise nimmt man die Kette von der Signaleinspeisung her in Betrieb. Beim Ausschalten sollte man genau umgekehrt verfahren.
Etwas ältere Technik, hier besonders Endverstärker, waren früher noch nicht ausreichend geschützt, ich denke da z.B. an das zeitverzögerte Zuschalten der LSP, um den z.T. recht kräftigen Einschaltstromstoß, der sich durch sehr lautes Knacken in den LSPs äußert, zu vermeiden.
Die Schaltungskonzeption der Geräte erklärt diese Unarten.
Hochwertige Verstärker sind mit Schaltkreisen bestückt, die beim Hochfahren kurzzeitig undefinierte Betriebszustände einnehmen können.
Auf Grund von Unsymmetrien während des Hochfahrens kommt es bei gleichstromgekoppelten Endstufen häufig zu extremen, kurzzeitigen Gleichstombelastungen der LSP, die diese sogar zerstören können.
Aus diesem Grunde schalten bei hochwertigen, kräftigen Verstärkern die LSP verzögert zu, um stabile Arbeitspunkte garantieren zu können.
Es kann also nicht schaden, gewöhnt man sich zweckmäßigerweise an eine gewisse Ein-u. Ausschaltzeremonie, oder man programmiert eben entsprechende Makros bei den Fernbedienungen.
Wie hier am besten zu verfahren ist wird jeder User sehr schnell speziell für seine Anlage herausfinden.
Gruß Proon


[Beitrag von Proon am 25. Jan 2011, 11:46 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#10 erstellt: 25. Jan 2011, 23:14
Hallo,
da meine gesamte "Wiedergabekette" fast ausschließlich aus "Eigenbau- Kreationen" besteht (und somit weder über Einschaltverzögerungen mittels Relais oder ähnlichem "Schnickschnack" verfügt - meine Prämisse ist es, so wenig Übergangswiderstände wie möglich, wozu im Grunde auch Ein- sowie Ausgangskontakte der jeweiligen Interconnects gehören, nur lässt sich dieses aufgrund der Schaltungsausführung und der damit verbundenen "Massivität" des jeweiligen Geräts nicht immer vermeiden - im Signalweg zu haben). halte ich immer folgende Reihenfolge ein: Dämpfungsregler des Steuerverstärkers (Lautstärkeregler der Vorstufe) auf unendlich (Lautstärke "Null), von da ab in Folge des Signalflusses beim Einschalten ab dem Quellengerät folgend (Endverstärker zuletzt) in Reihenfolge, beim Ausschalten umgekehrt ab dem Endverstärker in Signalrichtung absteigend (Endverstärker zuerst).
Obwohl ich "offene Schallwandler" mit hoher Empfindlichkeit (Exponentialhörner mit Breitbandtreibern) mein Eigen nenne, habe ich noch nie den berüchtigten "Einschaltknack" vernehmen müssen.
Highente
Inventar
#11 erstellt: 27. Jan 2011, 16:56
Also ich schalte

1. CD Player
2. Vorstufe
3. Endstufe
4. Subwoofer ein

und

1. CD Player
2. Vorstufe
3. Endstufe
4. Subwoofer aus

Damit habe ich bisher absolut keine Probleme.

Highente
Proon
Stammgast
#12 erstellt: 27. Jan 2011, 17:48
@Highente,
siehst Du, das ist halt immer ganz verschieden. Beim Ausschalten von der Signalquelle her läuft man allerdings immer Gefahr, dass durch ein "Ausschaltgeräusch" des Vorverstärkers der Endverstärker kurzzeitig voll angesteuert wird und entsprechende Geräusche macht.
Darum ist es immer von Vorteil, wird der Endverstärker zuerst ausgeschaltet und dabei wäre noch zu beachten, dass der Geräteausschalter benutzt wird und nicht der Schalter der zentralen Steckdosenleiste (die Steckdosenleiste kann man anschließend abschalten).
Gruß Proon


[Beitrag von Proon am 28. Jan 2011, 12:37 bearbeitet]
cr
Moderator
#13 erstellt: 28. Jan 2011, 03:32
Umgekehrt ist die Fragestellung für 95% der Verstärker irrelevant, weil abgesehen von ein paar HiEnd-Konstruktionen Verstärker heutzutage ein Schutzschaltung haben.
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 04. Feb 2011, 21:49
Ich sehe man kann aus einem simplen Vorgang wie dem Ein- bzw. Ausschalten eines Gerätes auch eine Wissenschaft machen...

Macht ihr eigentlich beim Ausschalten des PCs zuerst den Monitor aus, oder wartet ihr bis der PC heruntergefahren ist und macht dann erst den Monitor aus? Und wann wird das Lautsprechersystem ausgeschaltet?

So sinnvoll ist es eine Reihenfolge beim An- und Ausschalten bei korrekt konstruierten Geräten festzulegen...

@cr:

Und ein Gerät das keine Schutzschaltung hat käme mir nie ins Haus. Das ist schlicht und ergreifend Mist, auch wenn Hersteller, die Käseblätter und die HiEnd-Jünger was anderes behaupten.

Die Hersteller wollen bloß ihre Marge hochtreiben, aber dem Kunden dann noch zu erzählen deren Ersparnis wäre ein Zugewinn für den Klang ist eigentlich die größte Frechheit. Sicherheitsschaltungen und elektronische Sicherungen gibt es seit über 40 Jahren bei Hifi-Geräten, also auch keine neue Erfindung. Mein mittlerweile 32 Jahre alter Receiver hat eine Einschaltverzögerung, elektronische Sicherung gegen Kurzschluss (z.B. gegen Kurzschluss in der Verkabelung der Lautsprecher), bei Klirr <1% oder elektrischem Fehler in der Endstufe geht die Overdrive-Lampe an und evt. wird die Endstufe abgeschaltet. Gleiches gilt für eine thermische Überlastung die ebenfalls zusätzlich durch eine Lampe angezeigt wird.

Heute ist die Technik doch eigentlich viel weiter als damals, und dann wird so ein Murks verzapft...

Die malen den Leuten ne Futt auf die Backe und erzählen es wäre ein Eichhörnchen...*

Sorry, aber das musste raus!


*Nur falls hier Unwissende sind, das ist ein hessisches Sprichwort:

http://mundmische.de...er_ein_Eichhoernchen


[Beitrag von germi1982 am 04. Feb 2011, 21:58 bearbeitet]
cr
Moderator
#15 erstellt: 04. Feb 2011, 23:21

Und ein Gerät das keine Schutzschaltung hat käme mir nie ins Haus. Das ist schlicht und ergreifend Mist, auch wenn Hersteller, die Käseblätter und die HiEnd-Jünger was anderes behaupten.


Na ja, bei den HiEndern zählen halt andere Maßstäbe. Wo schon das Kabel und der Stecker zum Riesenproblem wird, was dann erst ein Relais-Kontakt!! Möchte daran erinnern, dass bei Kabeltests selbst die Umschaltbox zur unüberwindbaren Hürde wurde, weil sie ja das Ergebnis verfälschen könnte.
Ich hatte nie einen Verstärker ohne Schutzschaltung, das hatte Pioneer schon 1975 und die professionellen Verstärker sowieso....
tubescreamer61
Inventar
#16 erstellt: 04. Feb 2011, 23:48
Nur mal als Entschuldigung:
Meine Geräte (Vor- und Endverstärker) haben keine Schutzschaltung.
1. weil es Eigenbauten sind (keine Bausätze sondern "echte Eigenkreationen" - incl. Schaltungsentwurf, - berechnung, handverdrahteter Aufbau sowie Gehäusekonstruktion
2. weil es Röhrengeräte sind (welche man nie ohne Abschlusswiderstand betreiben sollte).

Ansonsten (bei kommerzieller Ware) gebe ich natürlich germi1982 Recht.

@ cr : Es gibt auch "High endige Relais", z. Bsp. von Omron oder SDS (Edelgas gefüllt- also Schutzatmosphäre- mit Rhodium beschichteten Massivgoldkontakten)
Sie tun übrigens ihren Dienst in der Signalumschaltung direkt hinter den Eingangsbuchsen meiner Röhrenvorstufe (ich hatte sie zufällig noch aus der Schlachtung eines medizinischen Gerätes hier `rumliegen) - und das täglich völlig problemlos seit mehr als 15 Jahren.
Trotzdem liegt mir der Gedanke an "High End" völlig fern (ist in meinen Augen Blödsinn und taugt nur dazu, überteuerte Features an irgendwelche Profilneurotiker gewinnbringend zu verscherbeln).

MfG
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 04. Feb 2011, 23:52 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#17 erstellt: 04. Feb 2011, 23:55
Wenn die Relaiskontakte schon Sorgen machen dürften aber auch keine Steckverbinder eingesetzt werden wie Cinch, XLR oder auch Anschlüsse der Boxen, am besten alle Kabel direkt anlöten....gute Relais haben vergoldete Kontakte.


[Beitrag von germi1982 am 04. Feb 2011, 23:55 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#18 erstellt: 05. Feb 2011, 00:12
Sie mache ja eben keine Sorgen, und besser als ein mechanischer Umschaltkontakt - welcher zumeist nur vergoldet ist und in den meisten Geräten Verwendung findet- sind sie allemal. Somit realisiere ich kürzeste Signalwege, da die Buchsen (aus massivem Beryllium- Kupfer gedreht und mit Teflon- Isolation zwischen den Polen) direkt an die Relaiskontaktfahnen angelötet sind.
Bitte - das ist kein "Statement" oder eine "ich bin superschlau" Aussage - ich habe mir nur gedacht es möglichst sinnvoll aufzubauen (wenn man sich schon die Mühe macht, etwas selbst zu bauen - was ja meistens im Endeffekt mühevoller, oder teilweise auch kostenintensiver ist, als sich was fertiges zu kaufen).
Ich habe eben "Spass " daran, mir selbst was zu "fummeln" (schließlich und letztendlich: Wozu habe ich eine 3,5 jährige Ausbildung in dieser Branche gemacht).

MfG
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 05. Feb 2011, 00:14 bearbeitet]
cr
Moderator
#19 erstellt: 05. Feb 2011, 00:28

1. weil es Eigenbauten sind (keine Bausätze sondern "echte Eigenkreationen" - incl. Schaltungsentwurf, - berechnung, handverdrahteter Aufbau sowie Gehäusekonstruktion
2. weil es Röhrengeräte sind (welche man nie ohne Abschlusswiderstand betreiben sollte).


Wollte niemandem zu nahe treten. Mein selbstgebauter Verstärker hatte auch keine Relais und Röhrengeräte sind ohnehin ein Kapitel für sich....

Aber bei teueren HiEnd-Transistor-Geräten finde ich ich es halt ziemlich seltsam, was da wegen der Schutzschaltung aufgeführt wird....



am besten alle Kabel direkt anlöten


Ja, aber nur mit HiEnd-Edellot. Selbst darüber hatten wir schon mal eine Diskussion.....


gute Relais haben vergoldete Kontakte

Palladium soll irgendwelche Vorteile haben und wird inzwischen gerne verwendet (viel billiger als Gold ist es aber nicht mehr: über 800 USD zu 1350 USD/Unze)


[Beitrag von cr am 05. Feb 2011, 00:32 bearbeitet]
Proon
Stammgast
#20 erstellt: 05. Feb 2011, 10:54
Hi Leute,
interessant all die Meinungen zu lesen und Recht hat im Prinzip jeder.
Generell gibt es für die Entwicklung solcher Geräte gewisse Richtlinien und man sollte schon zwischen Profitechnik, kommerziell genutzt und künstlich hochstilisierter Hometechnik unterscheiden.
Unseren highendigen, audiophilen Experten sei gesagt, der Inhalt der Geldbörse kann keineswegs Fachwissen ersetzen, im besten Fall nur sein nach Perfektion strebendes Gewissen beruhigen ;-).
Selbstverständlich muß man auch darauf achten, dass die bewundernden Besucher mittels entsprechender Aufkleber auf die (Hoch)Wertigkeit der verwendeten Kabel aufmerksam gemacht wird (man sieht die ja sonst nicht und das Preisschild auch nicht).
Naja, ohne irgendjemandem gar zu nahe treten zu wollen, man kann es auch übertreiben!
Aber vielleicht ist hier unter uns ein "Bastelbruder" der schon mal einen kräftigen, halbleiterbestückten Enverstärker konstruiert und gebaut hat und dessen Gleichstromstromstoß am Ausgang beim Einschalten den wertvollen Tweeter der Box ins Nirvana geschickt hat. Er hat dann ganz gewiß eine ganz andere Meinung über die Sinnhaftigkeit und den Einsatz besagter Einschaltverzögerungen.
Diese Schutzschaltung ist sinnvoll, aber über den Einsatz irgendwelcher, spezieller, ganz besonders hochwertiger Netzkabel würde ich auch streiten wollen.
Ja sicher, die beinhalten oft durchaus wirksame Filter, im Zeitalter der vielen Schaltnetzteile und Thyristorsteller durchaus angebracht und wenn deren Isolation dazu noch besonders hochwertig ausgeführt ist (mit Signatur seines Lieblingsschlagerstars), dann hat das schon einen gewissen Idealwert.
Die elektrische Wirksamkeit kann man aber durch den gezielten Einsatz entsprechender Bauelemente im Netzteil seines Selbstbaugerätes auch erreichen und zwar zu einem Bruchteil des urspünglichen Preises ;-).

Fassen wir zusammen, Purismus ist manchmal mehr, viel Geld ersetzt das Fachwissen nicht, obwohl ein Minimum an Geld zweifelsohne notwendig zu sein scheint, insbesondere wenn man kommerzielle Standards anstrebt.
Ein ernsthafter HiFi Freak würde aber niemals einen Eingangswahlschalter, oder gar eine Lautstärkeregelung elektronisch ausführen, denn es geht doch nix über solide Kontakte und richtige Potis, aber auch hier gelten manchmal berechtigte Ausnahmen, man muß halt Prioritäten setzen.
Und wer dann noch ganz und gar EQs zum Verbiegen seiner Übertragungskennlinie einsetzt, gehört ganz einfach bestraft ... ! ;-)
Viel Spaß allen Audiophilen mit und ohne Kohle und weiterhin Freude beim Konstruieren und Basteln und vor allem beim genußvollen Musik hören.
Gruß Proon

P.S.
Nicht Röhrenverstärker sind ein Ding für sich, sondern Halbleiterverstärker, denn die Röhrentechnik war ja wohl zuerst da ;-) !


[Beitrag von Proon am 07. Feb 2011, 10:32 bearbeitet]
cr
Moderator
#21 erstellt: 05. Feb 2011, 16:41

Aber vielleicht ist hier unter uns ein "Bastelbruder" der schon mal einen kräftigen, halbleiterbestückten Enverstärker konstruiert und gebaut hat und dessen Gleichstromstromstoß am Ausgang beim Einschalten den wertvollen Tweeter der Box ins Nirvana geschickt hat


Geht eigentlich nicht, weil normalerweise ein Kondensator der Frequenzweiche im Weg liegt, würde ich mal sagen - einen HT mit Tiefrequenz oder Gleichstrom zu killen ist also recht schwierig.
Aber ich habe bereits einen Hochtöner durch einen selbstgebastelten Verstärker entsorgt, weil dieser (oder der Klangregelverstärker) zu schwingen begonnen hat (im Ultraschallbereich)......


[Beitrag von cr am 05. Feb 2011, 16:43 bearbeitet]
Z25
Inventar
#22 erstellt: 05. Feb 2011, 16:50
Wenn es denn ein Gleichstromstoss ist, hat der doch ziemlich hochfrequente Transienten.... Vielleicht ist das gemeint?!
cr
Moderator
#23 erstellt: 05. Feb 2011, 16:58
Der Fluch der koppelkondensatorfreien Endverstärker .......
Proon
Stammgast
#24 erstellt: 05. Feb 2011, 19:10

cr schrieb:
Der Fluch der koppelkondensatorfreien Endverstärker ....... ;)


Genau und das will berücksichtigt sein! Tja, warum nun der Tweeter meist empfindlicher reagiert, als der Woofer, müßte man im Einzelfall prüfen. Die Hochtöner sind ja normalerweise gleichstromfrei gekoppelt, aber wer erkennt schon im Ernstfall alle wirklich herrschende Verhältnisse in seiner Konstruktion?
Aber wir lassen uns nicht ärgern:
Das Ding ist halt krepiert - Erfinderpech, das nächste ist aus stärkerm' Blech ;-) !
Gruß Proon


[Beitrag von Proon am 07. Feb 2011, 12:16 bearbeitet]
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