CD-Player direkt an regelbare Endstufe? Oder nur Vollverstärker?

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askel
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Apr 2012, 00:26
Hallo,

bis mein Röhrenverstärker finanziert ist, möchte ich erst einmal eine Übergangslösung für die nächsten 2-3 Monate bemühen. Das Budget ist leider ziemlich beschränkt, typisch Student. Würde es halbwegs Sinn machen, den CD-Player Cambridge Audio Sonata CD30 direkt an eine regelbare PA-Endstufe wie die t.amp S-75 MK II (75Watt an 4Ohm) zu klemmen? Oder kommt mangels Vorverstärker nur Grütze bei raus? Oder lieber einen low-budget Verstärker wie den Dayton DTA-1 oder was Gebrauchtes? Meine selbstgebauten LS haben einen Wirkungsgrad von 86 dB. Ich höre nie über gehobener Zimmerlautstärke, bei Pegelorgien und Co. kriege ich Ohrensausen. Disco halte ich maximal ne halbe Stunde aus.

Danke!


[Beitrag von askel am 06. Apr 2012, 00:39 bearbeitet]
iKorbinian
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Apr 2012, 00:30
Ich bin auch Student und habe am Anfang meiner Hifi-Suche auch mit einem Röhrenverstärker geliebäugelt. Jetzt würde ich sagen: Zu teuer und bringt gar nichts.

Viele Grüße,
Korbinian
Jeck-G
Inventar
#3 erstellt: 06. Apr 2012, 00:38
Den Player kannst Du schon an die genannte Endstufe klemmen, musst dann aber immer beide Kanäle einstellen. Oder Du kaufst Dir ein kleines Mischpult und nimmst es als Vorverstärker.

Als Student kannst Du dir das Geld für einen Röhrenverstärker sparen, denn der T.Amp S-75 dürfte technisch nahezu jedem HiFi-Röhrenverstärker haushoch überlegen sein (dafür ist die Optik beim Röhrenverstärker meist unschlagbar).
theJester▲
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Apr 2012, 01:23
Klappt, und Röhrenverstärker sind eh Muchs.

Ineffizient, Ultra hohen Klirr und THD, ziemlich wenig Leistung, verfälschen den Klang. Einer der nicht den Klang durch Klirr versaut liegt im 5-Stelligem Bereich. Bei Röhrenverstärker sollte man 2 Sachen wissen. Man kriegt fürs Geld immer eine bessere Class A/B Transe, und eine Class A Transe ist einem Röhrenverstärker immer(!) überlegen.
Jeck-G
Inventar
#5 erstellt: 06. Apr 2012, 11:26
Wobei es auch vernünftige Röhrenverstärker für weniger Geld gibt, nur werden die teilweise nicht mehr gebaut (z.B. ELV RV-100). Aber für einen Studenten meist zu teuer...

Heutige Röhrenverstärker werden meist darauf hin gebaut, dass sie den Klang verändern ("Röhrensound" bzw. hoher Klirr), vernünftige Geräte sind hingegen meist nicht von einem gutem Transistoramp zu unterscheiden (wie z.B. der von ELV oder diverse "Altgeräte" aus der Röhrenzeit, aber bei Letzterem kennen sich die richtigen Röhrenfreaks besser aus).

Technisch ist bei mir sogar fast der extremste Unterschied, den es gibt: Röhrenverstärker und 15cm unter dem eine oberamtliche Endstufe von Lab.Gruppen...
Wobei man diesen Unterschied noch durch einen schlechteren Röhrenverstärker steigern könnte.


[Beitrag von Jeck-G am 06. Apr 2012, 11:30 bearbeitet]
askel
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Apr 2012, 16:45
Danke für die Infos, werde mir den t.amp dann organisieren. Dass ich die Lautstärke für beide Kanäle separat regeln müsste, stört mich nicht.

Zum Röhren-AMP kam ich eigentlich durch direkten Hörvergleich beim Händler. Pathos Logos (Hybrid-Vollverstärker, 2800€) gegen Mastersound Dueventi 220 S.E (Röhrenverstärker, 2600€) an einem Paar Swans M1. Am Pathos empfand ich den Klang als recht dünn und teils etwas spitz, der Mastersound zauberte mir durch die wesentlich bessere Dynamik gerade im Tiefton und das "vollere" Klangbild ein Grinsen ins Gesicht. Kann aber auch daran liegen, dass beide Geräte ziemlich gesoundet sind und es nicht an der Verstärkertechnik selbst liegt. Bin in Sachen Elektronik nicht fit genug um hinreichend beurteilen zu können, was nun die Ursache ist.
theJester▲
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 07. Apr 2012, 16:55

askel schrieb:
Danke für die Infos, werde mir den t.amp dann organisieren. Dass ich die Lautstärke für beide Kanäle separat regeln müsste, stört mich nicht.

Zum Röhren-AMP kam ich eigentlich durch direkten Hörvergleich beim Händler. Pathos Logos (Hybrid-Vollverstärker, 2800€) gegen Mastersound Dueventi 220 S.E (Röhrenverstärker, 2600€) an einem Paar Swans M1. Am Pathos empfand ich den Klang als recht dünn und teils etwas spitz, der Mastersound zauberte mir durch die wesentlich bessere Dynamik gerade im Tiefton und das "vollere" Klangbild ein Grinsen ins Gesicht. Kann aber auch daran liegen, dass beide Geräte ziemlich gesoundet sind und es nicht an der Verstärkertechnik selbst liegt. Bin in Sachen Elektronik nicht fit genug um hinreichend beurteilen zu können, was nun die Ursache ist. ;)


Die Swans find ich persönlich generell ein wenig Crappig. Und du darfst bei Röhrenverstärker niemals Vokabeln wie wesentlich bessere Dynamik und volleres Klangbild verwenden. Du musst sagen das es durch die Klangverfälschung für dich so wirkte, was an ordentlichen Lautsprechern gar nicht der Fall sein muss. Btw ist der Pathos Logos auch echt nichts halbes und nichts ganzes. Der wird von ner MAA 406 + Random brauchbarer Vorverstärker nass gemacht.


[Beitrag von theJester▲ am 07. Apr 2012, 17:01 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#8 erstellt: 07. Apr 2012, 19:07
Ein anderer Verstärker hat ohnehin keinen Einfluss auf die Dynamik, denn diese ist durch das Signal vorgegeben. Verstärker arbeiten mit konstantem Verstärkungsfaktor, außer es ist ein Effektgerät (Kompressor, Expander) eingebaut, der die Dynamik verändert.
anymouse
Inventar
#9 erstellt: 08. Apr 2012, 22:13
Beim T-Amp S-75 wäre ich vorsichtig. Ich habe den S-150, und der hätte gerne etwas mehr Eingangspegel, d.h. man muss etwas weiter aufdrehen.

Für die 99,- sollte man auf dem Gebrauchtmarkt schon etwas brauchbares kriegen können. Schau am besten mal auch hier im Forum, oder den Parallel-Boards (Dual-, Analog-).
Jeck-G
Inventar
#10 erstellt: 09. Apr 2012, 01:25
CD-Player haben normalerweise von sich aus einen recht hohen Pegel, da dürfte es kein Problem geben. Mit Laptop, MP3-Player oder Handy/Smartphone als Quellgerät dürfte es schwieriger werden...

Darum auch der kleine "Vorverstärker", den ich genannt habe.


[Beitrag von Jeck-G am 09. Apr 2012, 01:26 bearbeitet]
askel
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Apr 2012, 03:31
Wobei man beim t-amp S75 die Spannung des Inputs auf der Rückseite ja sogar verstellen respektive erhöhen kann wenn ich das richtig sehe. Entsprechend müsste das Signal ja auch weiter vorverstärkt werden? http://www.thomann.d...0.html?image=5388102

Gebrauchtkauf gerade bei "älteren" Geräten ist für mich immer so ne Sache. Gerade was Korrosion an den Anschlüssen oder die Potis angeht. Einmal bin ich schon auf die Nase gefallen. Wenn man sich das Gerät vor Ort angucken könnte bzw. es noch relativ neu ist, wäre es für mich wohl eine Option.


[Beitrag von askel am 09. Apr 2012, 03:32 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#12 erstellt: 09. Apr 2012, 09:58
Die Spannung, die dort steht, gibt die Spannung an, die zur Vollaussteuerung anliegen muss (Regler vorne aufgedreht bzw. -0dB). Bei 0,77V ist der Eingang also empfindlicher als bei 1,4V.
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