Bi-Amping Frage

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CharleySay's
Stammgast
#1 erstellt: 22. Aug 2017, 19:29
Hallo,
Wenn ich Boxen habe wo drauf steht 160/300Watt, ich möchte mit 2 Stereo Verstärkern Bi-Amping machen.
Müssten jetzt die Verstärker jeweils 160w haben, oder da es zwei sind genau die hälfte also 2x80w ?
Das check ich nicht so ganz, vielleicht kann mir einer weiterhelfen.
LG Charley
cr
Moderator
#2 erstellt: 22. Aug 2017, 19:42
Der Tieftöner verträgt ein Mehrfaches des Hochtöners. Bei 2-Wegern kann das durchaus im Verhältnis 10:1 stehen (zB TT 100W, HT 10W)

Fazit: Für den Hochtöner genügt ganz wenig
CharleySay's
Stammgast
#3 erstellt: 22. Aug 2017, 19:58
oh okey, ich sehe das wär zu viel des guten gewesen ^^
Danke cr!

LG Charley
Reference_100_Mk_II
Inventar
#4 erstellt: 22. Aug 2017, 20:18
Die Kernaussage ist: Bi-Amping macht mit "normalen" Boxen in einem "normalen" Umfeld absolut keinen Sinn.
Jeder halbwegs brauchbare Amp schafft es mit Leichtigkeit, die GANZE Box anzutreiben. Insbesondere den Hochtöner.
CharleySay's
Stammgast
#5 erstellt: 23. Aug 2017, 16:17

Reference_100_Mk_II (Beitrag #4) schrieb:
Die Kernaussage ist: Bi-Amping macht mit "normalen" Boxen in einem "normalen" Umfeld absolut keinen Sinn.
Jeder halbwegs brauchbare Amp schafft es mit Leichtigkeit, die GANZE Box anzutreiben. Insbesondere den Hochtöner.



Ich merk schon das war keine gute Idee
Bin bei meinem Denon so unzufrieden beim Musik hören und bei meinem alten Pioneer war das nicht so. (der lief im Bi-Amp Betrieb)
Deshlab dachte ich, kaufste dir mal 2 Verstärker mit getrenntem Netzteil und schauste mal ob dann mehr geht ^^
Werd wohl zum Kopfhörer hörer

Danke trozdem für die Warnung das es nichts bringen wird!

Charley
soundrealist
Inventar
#6 erstellt: 23. Aug 2017, 16:21

CharleySay's (Beitrag #5) schrieb:

Reference_100_Mk_II (Beitrag #4) schrieb:
Die Kernaussage ist: Bi-Amping macht mit "normalen" Boxen in einem "normalen" Umfeld absolut keinen Sinn.
Jeder halbwegs brauchbare Amp schafft es mit Leichtigkeit, die GANZE Box anzutreiben. Insbesondere den Hochtöner.



Ich merk schon das war keine gute Idee
Charley


Nein, da hast Du völlig Recht. Das Geld kannst Du in nutzbringendere Dinge investieren
HerrHelmich
Neuling
#7 erstellt: 09. Sep 2017, 10:35
Hallo
ich habe mit Bi-Amping bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Vollverstärker (Marantz PM 14 mit 90 W) wird an die Hoch/Mitteltreiber angeschlossen, der Endverstärker (Marantz MM 7025 mit 140 W) an die Basstreiber. Laut "Stereo"-Empfehlung kann der Bass-Verstärker ruhig kräftiger sein als der H/M-Verstärker, weil die Basstreiber mehr "Saft" brauchen. Jedes Mal, wenn ich testweise nur den teuren PM 14 allein auf die Lautsprecher loslasse, bin ich nach kurzer Zeit enttäuscht vom Klang und ändere das ganze wieder auf Bi-Amping. Die Bässe werden dadurch nicht besser, aber die Höhen und Mitten!

So, jetzt gibt’s erst mal Mittagessen!
soundrealist
Inventar
#8 erstellt: 09. Sep 2017, 10:51
Worauf basieren Deine "positiven Erfahrungen ? Einen klanglichen Unterschied gegenüber einem Einzelverstärker dürfte ausschließlich dann eintreten, wenn beide Amps konstruktionsbedingt vielleicht sowieso schon voneinander abweichen (=zwei identische unterschiedliche Geräte). Ob ein solcher "Mischmasch" aber tatsächlich wünschenswert ist, lasse ich mal dahingestellt. Im günstigsten Fall ändert sich nämlich gar nichts, im schlimmsten hast Du einen Mix aus zweierlei "Verstärker-Soundings".
Den Chassies selbst ist es völlig Schnuppe, woher das Signal kommt. Nicht aber, was für ein Signal anliegt. Deshalb bewerte ich persönlich Bi-Amping nicht nur als nutzlos, sondern im Endeffekt sogar als kritisch.


[Beitrag von soundrealist am 09. Sep 2017, 10:52 bearbeitet]
Reference_100_Mk_II
Inventar
#9 erstellt: 09. Sep 2017, 11:06
U.a. auch deshalb, weil dadurch die Pegelverhältnisse verändert werden, sich somit auch die Trennfrequenz Bass/Mid verschiebt, und so die ganze Abstimmung der Box verhunzt wird.

BiAmping lohnt wirklich ausschließlich nur dann, wenn man die passive FQW der Box raus wirft und VOR den Amps eine aktive Weiche (DSP) einbringt, und dann mithilfe von Messequipment und jahrelanger Erfahrung eine neue Weiche für die Box entwickelt.

Für alle anderen Anwendungsfälle dient das BiAmping nur dazu, dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mehr nicht.
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 09. Sep 2017, 12:09

HerrHelmich (Beitrag #7) schrieb:
Jedes Mal, wenn ich testweise nur den teuren PM 14 allein auf die Lautsprecher loslasse, bin ich nach kurzer Zeit enttäuscht vom Klang und ändere das ganze wieder auf Bi-Amping. Die Bässe werden dadurch nicht besser, aber die Höhen und Mitten!

dann würde ich entweder den Verstärker reparieren (lassen) oder wenn er wirklich so schlecht ist entsorgen!

überlege doch mal was deine Aussage bedeutet?!?
offensichtlich ist dein Verstärker nicht dazu in der Lage "zwei ganze Lautsprecher" mit einem verstärkten Signal zu versorgen, das ist aber laut Definition seine Hauptaufgabe. Wenn er dabei so jämmerlich versagt und die Höhen/Mitten "besser" werden nur weil er den Bass nicht mehr versorgen muss, dann taugt das Teil einfach nicht oder ist defekt -> entsorgen!

man kann die Sache ja auch weiter spinnen. Offensichtlich (s.o.) taugt der Verstärker nicht, weil er "den Bass nicht schafft" ohne den Rest zu verzerren. Statt das Über an der Wurzel zu packen und dir einen vernünftigen Verstärker zu kaufen, dokterst du nur an den Symptomen rum und stellst dem armen eine Endstufe für den Bass zur Seite.
Aber was ist jetzt mit den Mitten und den Höhen? Wie viel besser würde es wohl klingen, wenn du die Mitten auch mit einem anderen Verstärker betreiben würdest? Wenn das Teil den Bass schon nicht schafft, dann werden die Mitten ja auch noch einen negativen Einfluss auf die Höhen haben.
nimmst du einen vernünftigen Verstärker, dann hast du all diese Sorgen nicht...
soundrealist
Inventar
#11 erstellt: 09. Sep 2017, 12:13

Mickey_Mouse (Beitrag #10) schrieb:

HerrHelmich (Beitrag #7) schrieb:
Jedes Mal, wenn ich testweise nur den teuren PM 14 allein auf die Lautsprecher loslasse, bin ich nach kurzer Zeit enttäuscht vom Klang und ändere das ganze wieder auf Bi-Amping. Die Bässe werden dadurch nicht besser, aber die Höhen und Mitten!

dann würde ich entweder den Verstärker reparieren (lassen) oder wenn er wirklich so schlecht ist entsorgen!

.



Ein echter "Micky" vom feinsten
Reference_100_Mk_II
Inventar
#12 erstellt: 09. Sep 2017, 13:03
Aber er hat nunmal einfach Recht
soundrealist
Inventar
#13 erstellt: 09. Sep 2017, 13:34
Ich liebe seine gelegentlich relativ "direktzynischen" Formulierungen. Er haut Sprüche raus, bleibt aber trotz dem immer sachlich, fair und untermauert alles auch hieb- und stichfest. Und zwar ohne persönlich beleidigend zu werden. Und genau deshalb kann man ihm deswegen auch nie wirklich böse sein. Ganz im Gegenteil: Auf diese Weise trägt es sogar in hohem Maße zum Unterhaltungswert des Forums bei


[Beitrag von soundrealist am 09. Sep 2017, 13:37 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#14 erstellt: 09. Sep 2017, 13:57
Hallo,

weiterhin: im Leben hab ich gelernt das man meist besser fährt wenn man den Empfehlungen der "Stereo"-Redaktion NICHT folgt.

Die schreiben nämlich ein Zeuchs zusammen ...

Peter


[Beitrag von 8erberg am 09. Sep 2017, 13:58 bearbeitet]
günni777
Inventar
#15 erstellt: 09. Sep 2017, 14:41
Das eigentlich traurige daran ist, das die Flachzeitschriften ihr Spiel mit der penetranten Verbraucher Täuschung offenbar vollkommen ungehindert weiter spielen können. Im Gegenteil, die erfinden immer noch neue Täuschungsmanöver, wie im Krieg.

Voll krank, meine Lehre ..... keinen Cent mehr für neue Gerätschaften, weil diese Kaeseblaetter m.E. der verlängerte Arm der Hersteller sind und vermutlich auch von der Seite entsprechenden Druck haben, so weiter machen zu müssen.
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 09. Sep 2017, 16:27
Hallo!

@HerrHelmich


....Jedes Mal, wenn ich testweise nur den teuren PM 14 allein auf die Lautsprecher loslasse, bin ich nach kurzer Zeit enttäuscht vom Klang und ändere das ganze wieder auf Bi-Amping..............


Das heißt schlicht und ergreifend das du zwei (End-)Verstärker mit etwas unterschiedlicher Eingangsempfindlichkeit oder etwas unterschiedlichem Verstärkungsfaktor nutzt und somit deine Lautsprecher nicht mehr die gleiche tonale Balance aufweisen wie es vom Hersteller/Entwickler vorgesehen war.

So etwas nennt sich "Sounding" und wird dann zumeist von den gleichen Leuten betrieben die Klangregler oder Equalizer scheuen wie der Teufel das Weihwasser.


....... Laut "Stereo"-Empfehlung kann der Bass-Verstärker ruhig kräftiger sein als der H/M-Verstärker, ............


Das wiederum zeigt wie erschreckend wenig die heutigen Schreiberlinge bei den HiFi-Gazetten von HiFi oder der dahinterstehenden Technik respektive dem dahinterstehenden Gedanken noch verstehen. Diese Leute könnten mit dem gleichen "Fachwissen" auch getrost über die Legegewohnheiten von Hünern schreiben und lägen dann bestenfalls genau so daneben.

Wenn dir der Sound so gefällt wie er sich mit der verschobenen tonalen Balance präsentiert ist dagegen ja nicht einzuwenden, -erlaubt ist hier schließlich was gefällt-, aber warum kaufst du dir nicht gleich ein Paar LS die von Hause aus so klingen?

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 09. Sep 2017, 16:29 bearbeitet]
cr
Moderator
#17 erstellt: 09. Sep 2017, 17:14

Das wiederum zeigt wie erschreckend wenig die heutigen Schreiberlinge bei den HiFi-Gazetten von HiFi oder der dahinterstehenden Technik respektive dem dahinterstehenden Gedanken noch verstehen.


Kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
Unter "kräftiger" ist wohl "mehr Leistung" gemeint.
Mit dem Verstärkungsfaktor hat das an sich genau nichts zu tun.
Der eine Verstärker kann 50, der andere 200W bringen und dennoch an x Volt Eingangsspannung dieselbe Ausgangsleistung/spannung liefern. Wenn das gewährleistet ist, verschiebt sich auch klanglich nichts und die Aktion war letztlich für die Katz.

Deshalb und somit halte ich Bi-Amping für einen sinnlosen Jux.
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 10. Sep 2017, 09:58
Hallo!


.......Mit dem Verstärkungsfaktor hat das an sich genau nichts zu tun.........


Hmmm... doch, es gibt genau zwei Möglichkeiten bei einem "kräftigeren" Verstärker die höhere "Kraft" auch zu nutzen falls das Eingangssignal beidemale die gleiche Höhe aufweist.

!) einen höheren Verstärkungsfaktor

2) eine höhere Eingangsempfindlichkeit

Wie sonst willst du die höhere Leistung an die Klemmen bringen?

Bei beiden Möglichkeiten hast du also bei gleich hohrem Eingangspegel zweimal eine unterschiedliche Ausgangsleistung und somit trifft meine Beurteilund der "Fachlichkeit" des in dieser HiFi-Gazette gegebenen Ratschlages zu.

MFG Günther
cr
Moderator
#19 erstellt: 10. Sep 2017, 22:11
Du hast recht, das Problem ist ja, dass beide Verstärker immer das ganze Signal bekommen (und somit der schwächere am HT zwar wenig Leistung abgeben muss (durch die Weiche bekommt er ja bei tiefen Frequenzen einen hohen Widerstand geliefert), aber dennoch spannungsmäßig am Ausgang übersteuert wird), habe ich nicht bedacht, weil ich immer echten Aktivbetrieb im Hinterkopf habe
soundrealist
Inventar
#20 erstellt: 11. Sep 2017, 06:59

günni777 (Beitrag #15) schrieb:
Das eigentlich traurige daran ist, das die Flachzeitschriften ihr Spiel mit der penetranten Verbraucher Täuschung offenbar vollkommen ungehindert weiter spielen können.


Fragt sich nur, wie lange das im Digitalzeitalter noch funktionieren wird. Das Monopol der Aussagehoheit haben sie in meinen Augen längst verloren.
8erberg
Inventar
#21 erstellt: 11. Sep 2017, 08:22
Hallo,

trotzdem gibt es ja auch noch den "Wachturm"...

Peter
soundrealist
Inventar
#22 erstellt: 11. Sep 2017, 08:45
Den kauft auch keiner, wird glaub ich verschenkt
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