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Eingetrocknete Elkos

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max11
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Mrz 2004, 20:34
Hallo,
da mein Luxman L510 nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat,er mir aber immer noch treue Dienste leistet,spiele ich mit dem Gedanken das Netzteil und die Elkos zu erneuern.
Man hört ja immer wieder das Elkos austrocknen und das dadurch die Basswiedergabe vermindert wird.
Ich höre mit kleinen geschlossenen 2 Weg Boxen mit Seas Betückung.Mir ist klar das ich ich kein Tiefbasswunder erleben werde,aber kann ich mit etwas mehr Bass rechnen oder lohnt sich der Umbau nur bei Subs?
Wer kennt sich aus?

Gruß
max11
-scope-
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Mrz 2004, 09:17
Hallo,


lohnt sich der Umbau nur bei Subs?


Der "Umbau" lohnt sich genau DANN, wenn Handlungsbedarf vorhanden ist. Sollte das Gerät nicht leise brummen,dann können die elkos SO schlecht noch nicht sein.

Im Zweifelsfall erstmal ausmessen (lassen) .
max11
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Mrz 2004, 10:24
Hallo Scope,
ein brummen kann ich nicht feststellen,andererseits kann ich mir nicht vorstellen,das nach ca. 30 Jahren die Elkos noch "frisch" sind.
Möglicherweise tritt kein brummen auf,weil das Netzteil ziemlich hochwertig ist.Es handelt sich beim L510 um einen Class A Verstärker(bis 15 Watt),der damals immerhin mal DM 2500,- gekostet hat.
Ich denke ich komme um den Austausch nicht herum.Ich wollte eigentlich nur wissen:
-wird sich der Klank zum positiven verändern(Bass)auch wenn ich nur leise höre und keinen Subwoofer betreibe?
-erstreckt sich eine positive Veränderung über das gesamte Frequenzband?
-hat jemand Erfahrungen gesammelt,die er an mich weitergeben kann?
-Macht es Sinn die Elkos etwas höher zu dimensionieren,wenn ja wieviel % mehr Kapazität.

Gruß
max11
-scope-
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 06. Mrz 2004, 10:32
Hallo,


das nach ca. 30 Jahren die Elkos noch "frisch" sind.


Frisch nicht, aber noch immer oberhalb einer -20% Toleranz.
Das muss man prüfen (lassen).


Man hört ja immer wieder das Elkos austrocknen und das dadurch die Basswiedergabe vermindert wird


im Internet liest man neben vielen interessanten Dingen nunmal auch viel Unsinn und "Hochgepuschtes" Zeug.

Da das Gerät bei kleinen Lautstärken mit hohem! Ruhestrom (also in A) arbeitet, würden sich durh die Restwelligkeit
der Spannungen Brummstörungen ergeben, wenn die Kapazitäten merklich nachgelassen hätten.

Aber wenn du dich danach besser fühlst, dann wechsel doch einfach "alles" auf Verdacht


-Macht es Sinn die Elkos etwas höher zu dimensionieren,wenn ja wieviel % mehr Kapazität.


Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Je nach dimensionierung anderer Komponenten kann das Vergrössern dieser Kondensatoren den Trafo , und den Gleichrichter mit der Zeit beschädigen, da der Einschaltstrom grösser wird.

Diese Entscheidung solltest du Sachkundigen "vor Ort" überlassen.

Gruss
Scope
max11
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 06. Mrz 2004, 10:50
Hallo Scope,
du denkst also ich fühle mich danach nicht besser?
Können die Elkos im einegbauten Zustand gemessen werden?
Ich dachte der Einschaltstrom würde durch die Elkos gepuffert und ich gäbe den chassis(hauptsächlich der Tieftöner)die Möglichkeit bei Bedarf kurzzeitig etwas mehr Strom zu ziehen.

Gruß
max11
-scope-
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 06. Mrz 2004, 12:15
Hallo...


Können die Elkos im einegbauten Zustand gemessen werden?


Nein...Es muss mindestens ein Pol von der Schaltung getrennt werden.


Ich dachte der Einschaltstrom würde durch die Elkos gepuffert


Im Moment des einschaltens sind die Elkos völlig entleert und entnehmen aus dem Trafo (über den Gleichrichter) für einen Moment eine enorme energie (bis sie dann voll sind)
Das dauert nur Sekundenbruchteile.
Vergrössert man die Kapazität, dann steigt dieser Strom mit den genannten Gefahren.

Ob eine Vergrösserung einen Vorteil im eigentlichen Betrieb
darstellt ist nicht sicher. Das hängt von der momentanen Dimensionierung ab.
cr
Moderator
#7 erstellt: 06. Mrz 2004, 12:43
Bei meinem Verstärker sind die Elkos auch 30 J alt. Ich kann keine Verschlechterung feststellen (auch kein minimales Brummen).
Wenn dann würdest du Unterschiede nicht beim Leisehören, sondern bei lauten Stellen hören, weil ein Elko mit wenig Kapazität schneller zu SPannungseinbrüchen in der Versorgung führt.
Da Elkos nur geringen Temperaturen im Verstärker ausgesetzt sind, sehe ich die Eintrocknungsproblematik ziemlich gelassen.
steve65
Stammgast
#8 erstellt: 06. Mrz 2004, 13:18
Hi

die Leistungsfähigkeit des Verstärker läßt sich testen ohne ihn zu zerlegen. Aber man braucht 2 Lastwiderstände, ein Oszilloskop und einen Funktionsgenerator.

1. Test
Leerlauf: Die Lautsärke wird bei einem 1 kHz Signal solange erhöht, bis der Sinus abgeflacht wird. Die Peakspannung muß man sich merken. Dann die Frequenz reduzieren bis ca 10 Hz. Dabei sollte die Spannung noch nicht absinken.

2. Test
mit den Lastwiderständen:
Die Lautstärke wird wieder solange bei einem 1 KHz Signal erhöht, bis der Sinus wieder abgeflacht wird.
Dann die Frequenz wieder auf ca 10 Hz reduzieren. Die Spanunng sollte nicht absacken. Damit sieht man, wie weit das Netzteil nachgibt.
Jetzt kommt der fiese Teil.
Dann die Lautstärke erhöhen, bis Rechtecke auf dem Oszi zu sehen sind. Ist die Spannung über die 50 ms noch gerade, also ohne Einbrüche, sind die Elkos in jedem Falle noch ok.
Ansonsten sieht Du in 10 ms Abständen einen deutlichen Spannungsanstieg durch Nachladung des Trafos mit der Netzfrequenz.


Mein 17 Jahre alter Onkyo und der 25 Jahre alte Sony schaffen die Tortur mit maximal 2 Volt Rippel .

Aber Achtung, meine beiden alten Verstärker schalten innerhalb weniger Sekunden wegen Überlast ab. Der Test ist für altersschwache Verstärker nicht ungefährlich.

Gruß
Steve
max11
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 06. Mrz 2004, 14:32
Vielen Dank für die hilfreichen Tipps.
Ihr habt mich überzeugt,das Eisen bleibt erst mal kalt.
Den Testaufbau werde ich in nächster Zeit realisieren,habe leider kein Osziloskop.

Gruß
max11
-scope-
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 06. Mrz 2004, 15:55
Hallo,


Wenn dann würdest du Unterschiede nicht beim Leisehören, sondern bei lauten Stellen hören, weil ein Elko mit wenig Kapazität schneller zu SPannungseinbrüchen in der Versorgung führt.


Das trifft grundsätzlich zwar für "alle" Modelle zu. Ein Gerät, dass aber in A-Betriebsart läuft, nimmt auch ohne Musiksignal schon zwischen 80 und 800 Watt aus dem Netz auf. (Letztere sind allerdings eher seltener)
In diesem Fall ist ein Ripple durch trockene C´s auch ohne Ansteuerung schon hörbar.


Da Elkos nur geringen Temperaturen im Verstärker ausgesetzt sind


Bei Geräten in "A" können das schonmal 60 Grad werden (auch ohne Musik) !!
A-B ist da bekanntlich eher harmlos.

@Max: Im Zweifelsfall bringst du das Ding am Besten zu einem Fachmann.


[Beitrag von -scope- am 06. Mrz 2004, 15:57 bearbeitet]
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