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Wie richtig Kabelschuhe am LS-Kabel befestigen?

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Autor
Beitrag
Cosmo508
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Dez 2003, 21:19
Guten Abend zusammen,

ich habe mir nun einige Meter LS-Kabel 4mm Querschnitt bestellt und frage mich nun, wie ich dieses Kabel am besten befestige. Ich denke, dass Kabelschuhe da ganz gut sind. Drücke ich die Umklammerung des Schuhs einfach ganz fest um das Kabel oder sollte man das per Löten machen.

Euch noch einen schönen Abend...

VG
Cosmo
Peters
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Dez 2003, 21:32
Löten :-)
DB
Inventar
#3 erstellt: 04. Dez 2003, 21:44
Pressen. An der Stelle, wo die Litzen aus dem Lötzinn rauskommen, brechen sie nämlich gern ab.
Das sollte Dir jeder Elektriker für billig Geld erledigen können.

MfG

DB
kiloherz
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Dez 2003, 21:47
Hallo Cosmo,

die BESTE Verbindung ist nach wie vor,
eine ordentliche Lötstelle, ausgeführt mit 4%tigem
Silberlot. UND laß Dir bloß nichts anderes verquickern.
Gute Klemm- und Quetschverbindungen können nur mit hydraulischen Spezialwerkzeugen optimal vercrimpt werden.
Die üblichen Crimpzangen würden bei einem Querschnitt von 4qmm feinlitzigem Kabel nicht viel bringen.

Viel Erfolg und Gruß
kiloherz
adamo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Dez 2003, 21:49
Ja guten Morgen auch ,

von löten rate ich ab, Lötzinn hat einen bescheidenen Übergangswiderstand, könnte auch eventuell vielleicht reflexionen verursachen. Dann lieber quetschen....
Alles andere ist Käse .
Gut Kraft!
adamo
Peters
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 04. Dez 2003, 22:16
Löten, Schraub mal deine Chinchkabelstecker auf die sind auch verlötet und nicht gepresst.

Und wenn Lötzinn so einen schlechten Leitwert hätte, müsste schnellstmöglich der Verstärker auf komplett gepresste Verbinden umgebaut werden usw.

Wer dir was anderes erzählt ist vom Hifi Voodoo Virus befallen und richtet auch seine Anlage auch nach den Wasseradern aus :-))


[Beitrag von Peters am 04. Dez 2003, 22:45 bearbeitet]
GKM
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Dez 2003, 22:31
Pressen ist gur, aber nur wenn man das richtige Werkzeug hat (s.o.)

Wenn nicht vorhanden dann ist löten auch ne gute Wahl.
Übergangswiderstand ist Käse, du schraubs ja den Kabelschuh an und nicht das Lötzinn.

Reflexionen treten erst bei längeren Leitungen auf. siehe Telegrafengleichung, falls jemand schon mal was davon gehört hat
bei normalen Längen von LS-Kabeln muss du schon in den MHz-Bereich gehen um da Reflexionen zu kriegen.
Und Tonfrequenzen gehen nicht so hoch.

GKM
adamo
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Dez 2003, 22:54
nachgang,
quetchen mit dem richtigen Werkzeug kann ich nur anraten . ich bevorzuge diese Methode nach wie vor, wobei das Kabel mechanisch stabil sein sollte. Jegliche Bewegung würde den Sitz im Kabelschuh irgendwann lockern und das ist wiederum der Hauptnachteil.
Löten geht prinzipiell auch, aber nich mit Baumark Lötzinn, das ist nämlich ca. 15mal schlechter leitfähig. Ich hatte mir mal notiert, das beim Löten die Legierung Sn96Ag4 ganz gut kommt (Kupfer - Messingstecker). Ebenfalls sollte ein spezielles Flussmittel verwendet werden, jenachdem welche Legierung der Stecker bzw. das Kabel hat. Ich habe dies nie ausprobiert und rate daher von dieser Aktion ab. Aber Spass machts bestimmt!

Na jedenfalls möchte ich gerne wissen, welches Lötzinn die High Ender für die Herstellung Ihrer Geräte einsetzen! Mr. Peters kann bestimmt helfen - mich würde es mal brennend interessieren!!! Derweil werde ich mal meinen Geräten mit der Lötpumpe auf den Leim gehen...
Boxtrot
Stammgast
#9 erstellt: 04. Dez 2003, 23:09
Wie konfektioniert man eigentlich ein Monitor LS-1202 richtig?

boxtrot
Peters
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 04. Dez 2003, 23:20
Ich laufe jetzt aber nicht in die Werkstatt, wir verwenden Stannol HF 30er Serie, halt eine SN 60 Legierung.

Ist ein Elektroniklot mit integriertem Flussmittel. Da brauchst Du dir keine Gedanken über den Widerstand machen, da würde ich mir eher Gedanken machen teurere Lautsprecher zu kaufen :-)


[Beitrag von Peters am 04. Dez 2003, 23:20 bearbeitet]
Cosmo508
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 05. Dez 2003, 07:47
Danke erstmal für die vielen Antworten. Werde wohl zum hochwertigen Löten übergehen oder eventuell doch die Kabel blank anschließen. Vielleicht teste ich auch beides und berichte dann mal ganz subjektiv. Euch ein schönes WE!

VG
Cosmo
Peters
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 05. Dez 2003, 11:07
Hehe, Du wirst enttäuscht sein, dass Du da keine Unterschiede hören wirst :-)
adamo
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 05. Dez 2003, 17:15
ich bin auch schon gespannt auf den Bericht! Notiere bitte Zeitaufwand je fürs quetschen und löten zuzüglich Matrialaufwand. Danke!
adamo
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Dez 2003, 17:35
nachgang
Leute! egal was Ihr für ein tolles Lötzeugs habt, es ist immer eine Zusammensetzung zweier/ mehrerer Materialen und diese Suppe - auch Legierung genannt - ist "immer" schlechter leitfähig als reines Kupfer bzw. Silber. Reines Silber ist natürlich der beste Leiter, allerdings kostet dies nen Cent mehr als Kupfer und oxidiert. Also nimmt man dann als nächstbilligeres Gold! Auch toll, kostet aber wieder was, also wird heftigst gemischt. Soviel zum Thema Kabel und Anschluss des selben.
Gut Schall...
adamo

--> Mr. Peters, haste mal in Erfahrung bringen können, was High-Ender für "Legierungen" zum Löten benützen? Denn was die Leute der Verdrahtungstechnik gerade im Auge haben, ist von der heutigen Löttechnik wegzukommen! Leider fehlt mir der aktuelle Stand der Wissenschaft um dies belegen zu können. Ich hatte mich nur mal kurz mit Prinzipien des "Bondens" auseinandergesetzt, was wie eine Art "Schweißtechnik" aussieht. Wer weiß da Genaueres...
Jazzy
Inventar
#15 erstellt: 05. Dez 2003, 17:59
@adamo:Gold billiger als Silber? Na mahlzeit...
Peters
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 05. Dez 2003, 18:12
Wenn Du teuer löten willst, nimmst Du z.B. eine Sn95PbAg3 Legierung oder noch höherwertige.

Ansonsten schaust Du mal bei unserem Zulieferer ins Forum:

http://www.stannol.de/forum/messages/66.html

und liest Dir die Antwort eines Mitarbeiters dort durch :-)

Du hast ja alle Verbindungen in deinem Verstärker schon getauscht, da Lötzinn ja so schlecht leitet oder :-)

In unserem Labor verwenden wir ausschliesslich Kabel mit angelöteten Bananensteckern, denn der Widerstand des Lötzinns ist zu vernachlässigen und die Kontakteigenschaft von Büschelbananensteckern optimal da sie durch ihre Federkraft ständig eine Anpresskraft erzeugen und durch rein und rausstecken die Kontaktflächen geputzt werden, Schraubverbindungen oder Kabelschuhe können sich schonmal lockern wenn man die Schrauben nicht gerade mit einer Zange anzieht...
Peters
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 05. Dez 2003, 18:23
Und noch was zum Widerstand des Lotes, wir reden hier über eine Länge des Lötzinns im Vergleich zum Kabel von ca. 0.1 mm, denn mehr Lot sollte sich zwischen Träger und Objekt nicht befinden.
GKM
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 06. Dez 2003, 03:06
Ihr merkt doch nichts mehr ...
adamo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Dez 2003, 17:11


...und durch rein und rausstecken die Kontaktflächen geputzt werden.


Ja genau, bis meine Endstufen auf Betriebstemperatur sind, stecke ich meine Lausprecher-Stecker ständig rein und raus... und dann hört sich meine "Universum Anlage im Labor" richtig toll an!
Nun ja Peters, ich habe festgestellt, wir sind beide vom Fach, auch wenn mit differenzierter Meinung. Die Leute hier kommen aber nicht ganz mit, so das von meiner Seite aus, schluss sein sollte.
Guten Rutsch!



Fazit: Ich habe meine Lautsprecherkabel gequetscht, auch löten ist eine sehr elegante Sache...

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