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Geflochtene Lautsprecherkabel?

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Autor
Beitrag
Maekki
Inventar
#1 erstellt: 28. Dez 2009, 22:47
Hallo

Geflochtene Lautsprecherkabel? - Was soll das denn genau physikalisch bringen?

Aus meinem Beruf weiß ich, dass jeder stromdurchflossene Leiter (z.B. Plus Kabel) von einem rechtsdrehenden Magnetfeld umgeben ist. Der entgegengestzte Leiter (Minus Kabel) hat dann ein lings drehendes Magnetfeld.

Soll dann ein in einander geflochtenes Kabel, (welches nun nicht geschirmt ist) diese Magnetfelder weiter zusammen ziehen (Magnet plus & Magnet Minus ziehen sich an) um einen "besseren" Klang zum Vorschein bringen?

Ist diese These mal wieder so ein super High End psychlogie Trick was jeder unbedingt braucht um auch das letzte Fitzelchen aus seinen Speakern zu holen? - Oder ist da etwa gar nichts dran und völlig sinnlos?
Wer kann mir das mal genau erklären?

Gruß Markus
anymouse
Inventar
#2 erstellt: 30. Dez 2009, 01:42
So ganz Voodoo ist das nicht..

Es gibt eigentlich zwei mehr oder weniger wichtige Kabel-Eigenschaften: Induktivität und Kapazität (jeweils längenbezogen).

Durch das Flechten soll die Induktivität veringert werden.

Dadurch, dass Hin- und Rückleiter näher beieinander sind (oder jeweils einer davon), heben sich deren magnetische Felder größtenteils auf. Diese kleineren/schwächeren magn. Felder sorgen für eine geringere Induktivität. Jede Induktivität schwächt aber den Hochton: je größere Induktivität, desto stärkere und frühere Abschwächung.


Dafür steigt die Kapazität. Diese ist aber nicht so kritisch für den Klang, kann aber den Verstärker zusätzlich belasten. Deswegen sollte die Kapazität nicht über alle Grenzen erhöht werden.
Hornfalter
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Dez 2009, 02:14
@ anymouse

Zu deinen Ausführungen möchte ich ein paar kosmetische Korrekturen vornehmen.

Zu den beiden wichtigen Eigenschaften einer Leitung, Induktivität und Kapazität, gesellt sich noch eine Weitere, die Wichtigste, der WIDERSTAND !!

Zur Induktivität ist zu sagen, daß sie nicht frequenzselektiv wirkt. Sie wirkt jeder Stromänderung di/dt entgegen. Ob diese
im HT mit ihren kleinen Leistungen größer ist als im TT mit hohen Strömen, wage ich zu bezweifeln.

Das die Kabelkapazität von bestenfalls Nanofarad einen Audio-Verstärker belasten könnte, meinst du nicht im Ernst. Bei Hochfrequenzanwendungen und hohen Spannungsanstiegsflanken ist sie von Bedeutung, aber nicht hier.
Prince_Yammie
Stammgast
#4 erstellt: 30. Dez 2009, 03:51
Dies ist das LS Forum, Kabel Klang gibt es nur in Verbindung mit amp und LS Ansonsten gilt nur wenn es runterfällt hört man das Kabel. Physikalisch ist die Auswirkung auf das Signal ( noch ) nicht messbar, aber im Idealfall durchaus auch von Nicht Physikern / Laien HÖRBAR.
Solche Diskussionen sind aber tunlichst zu vermeiden , vor allem ausserhalb des Voodo Bereichs - arten sie doch in 30 bzw 100 jährige Kriege au,...
anymouse
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2009, 15:19

Hornfalter schrieb:
Zu den beiden wichtigen Eigenschaften einer Leitung, Induktivität und Kapazität, gesellt sich noch eine Weitere, die Wichtigste, der WIDERSTAND !!


.. der als Ohmscher Widerstand allerdings kaum einen Unterschied machen sollte, ob ich die Kabel jetzt flechte oder nicht; deshalb dürfte er hier bei der Unterscheidung eher irrelevant sein.


Hornfalter schrieb:
Zur Induktivität ist zu sagen, daß sie nicht frequenzselektiv wirkt. Sie wirkt jeder Stromänderung di/dt entgegen.

In genau dieser Formulierung ist der erste Satz des Zitates falsch: Die Induktivität ist nicht, aber sie wirkt frequenzabhängig. Betrachtet man die Auswirkung bei einem Sinusstrom I(t)=I0 * sin wt mit der Kreisfrequenz w=2*pi*f, so kriegt man dI(t)/dt = I0 * w * cos wt. Dies ist aber proportional der induzierten Gegenspannung, diese ist demnach doch freuqnezabhängig. Im Zusammenhang mit dem Lautsprecherinnenwiderstand kommt es dann zu einem Spannungsteiler, durch den die Höhen bedämpft werden.
(Stichwort: RL-Glied)

Hier hängt es dann vom Ausgangswiderstand des Amps ab, wie stark dies im Bereich von 10-20kHz wirkt -- hier würde ich etwas über 1dB als relevant ansehen.


Hornfalter schrieb:
Ob diese
im HT mit ihren kleinen Leistungen größer ist als im TT mit hohen Strömen, wage ich zu bezweifeln.


Es geht nicht um den absoluten Wert, sondern den Einfluss relativ zum Signal.


Hornfalter schrieb:
Das die Kabelkapazität von bestenfalls Nanofarad einen Audio-Verstärker belasten könnte, meinst du nicht im Ernst. Bei Hochfrequenzanwendungen und hohen Spannungsanstiegsflanken ist sie von Bedeutung, aber nicht hier.


Okay, "belasten" war vielleicht das falsche Wort. Das Problem ist, das wohl bei höheren Kapazitäten (1nF/m), längeren Kabeln (10m?) und einem ungünstig konstruiertem Verstärker (hier eher HighEnd als Standardware) der Verstärker (vielleicht über die Gegenkopplung?) so gestört werden kann, dass er ins (hochfrequente) Schwingen gerät.

---

@Yammie: Für mich gibt es Kabelklang (das mit der Harfen-Einspannung hattest Du noch vergessen ). Die Frage ist allerdings, welche Auswirkungen bei kurzen Strecken (also alles unter 100m ) noch hörbar sind. DAS ist allerdings ein Thema für die Voodoo-Ecke.
Maekki
Inventar
#6 erstellt: 30. Dez 2009, 17:42
Aha....
Danke für Eure Antworten.

Ich habe mir nun meine LS Kabel selbst "konfektioniert" ohne sie zu flechten.

Material: 2x einzelne 6mm Quadrat Silberkabel, Alu-geschirmt mit vergoldeten gelöteten Kabelschuhen nebeneinader in einem Textilschlauch verlegt.

Mein Ergebnis: Optik = Hammer, Kein Klangunterschied bei Klassik-, oder Poptracks zu geflochtenen Kabeln des selben Material´s auf einer Länge von ca. 3 und 8 Metern.
Lautstärke: leise, normal und auch bei EXTRA für Nachbarn

Ob ein Unterschied untereinander nun mit Messgeräten messbar ist kann ich nicht sagen, aber hörbar ist der definitiv nicht.

Der Unterschied zu meinen vorherigen 2,5 mm Quadr. Kupferkabeln ist durch die Silberkabel jedoch nun im HT, MT und Tiefton eine ganze Ecke dynamischer, kraftvoller und auch klarer geworden.
Jetzt nicht als hätte man auf einmal 50 Watt mehr, jedoch merken es auch die anderen drei "Test-Höprobe-Personen".

Ich setze mich also nicht nochmal hin und flechte Kabel wie ein.......
Voodoo, ist glaube ich auch die richtige Bezeichnung dafür.


[Beitrag von Maekki am 30. Dez 2009, 17:44 bearbeitet]
ev13wt
Stammgast
#7 erstellt: 31. Dez 2009, 02:28
Ich glaub ich mach das jetzt mal. Es sieht ja geil aus.
Dynacophil
Gesperrt
#8 erstellt: 31. Dez 2009, 02:32
erst wenn du deine Schläuche aus Jungfrauenhaaren geflochten hast wirst du was HÖREN
Maekki
Inventar
#9 erstellt: 31. Dez 2009, 03:10

ev13wt schrieb:
Ich glaub ich mach das jetzt mal. Es sieht ja geil aus.


Haste etwas langeweile?
Na denn wünsch ich Dir viel Spass beim zupfeln!!!

Aber das geilste was nun im Netz darüber gefunden habe ist:
.....Habe auch mal gehört, dass sie nicht zu fest geflochten werden dürfen, da sich dabei das aufhebende Magnetfeld nicht so recht in seiner waren Gestalt um den Leiter herum entfalten kann und deshalb oft schlagartig wieder zusammenbricht. Ähnlich wie bei einem Relais. Dieses führt dann zu induzierten Spannungsspitzen welche Amp und/oder LS zerstören können. Löschdioden bringen Abhilfe dagegen.......

Na, der Autor hat nun den Vogel ja wohl ganz abgeschossen und den Schuss nicht gehört.
Ich glaube Solche sollten wirklich mal langsam damit aufhören nicht immer direkt vor dem voll aufgedrehten LS zu sitzen
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