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Audium Comp

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Autor
Beitrag
buayadarat
Stammgast
#1 erstellt: 18. Jun 2014, 10:02
Kennt jemand von euch die Audium Comp 7? Obwohl es ein deutsches Produkt ist, gibt es dazu nur wenig Beiträge.

Unter http://www.hifi-foru...m_id=32&thread=60500 suche ich neue Lautsprecher. Besonders solche, die auch schon leise gut klingen, soweit das möglich ist.

Die Audium Comp 7 könnte ich gebraucht für EUR 1200 bekommen. Ich suche nicht unbedingt gebrauchte Teile, aber das scheint ein attraktives Angebot zu sein. Ich habe denen auch schon mal gelauscht, aber kann mich nicht mehr richtig erinnern, wie das war.

Bespielt würde sie mit einem Cambridge Audio 651A. Interessant ist auch die Möglichkeit, dass man sie auch nachträglich teilaktivieren kann (nur den Subwoofer). Hat das schon mal jemnd gemacht? Erfahrungen?

Gruss
buayadarat
RocknRollCowboy
Inventar
#2 erstellt: 18. Jun 2014, 19:05
Dann hör sie Dir nochmal an, am Besten mit anderen LS im direkten Vergleich und Deiner Musik.

Gehört hab ich die LS auch noch nicht.

Der Breitbänder sieht mir verdammt nach einem TangBand aus.

Gruß
Georg

Edit:
Wärst du bitte so nett und schreibst Deine Geräte nicht in die Signatur, sondern in Dein Profil.
Wenn ich die SuFu nach einem von Dir aufgelistetem Gerät bemühe, lande ich immer bei Deinen Posts.
Danke.


[Beitrag von RocknRollCowboy am 18. Jun 2014, 19:07 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#3 erstellt: 18. Jun 2014, 22:44
Okay, habe das geändert, auf das Risiko hin, dass du ab jetzt mit der SuFu in meinem Profil landen wirst...

Und meinst du, dass dieser Breitbänder, den du scheinbar kennst, was taugt?

Irgendwie ist mir das etwas unheimlich, dass diese Teile kaum einer kennt.


[Beitrag von buayadarat am 18. Jun 2014, 22:58 bearbeitet]
RocknRollCowboy
Inventar
#4 erstellt: 18. Jun 2014, 23:36

Okay, habe das geändert, auf das Risiko hin, dass du ab jetzt mit der SuFu in meinem Profil landen wirst...


Danke


Und meinst du, dass dieser Breitbänder, den du scheinbar kennst, was taugt?

Wie gesagt, schaut mir nach einem Tang Band aus. Sicher bin ich mir natürlich nicht.
Die TangBands sind gute bis sehr gute Breitbänder. Kosten das Stück so um die 30-40€.
Hab selber schon welche in einem DIY-Projekt verbaut. (Needles)


Irgendwie ist mir das etwas unheimlich, dass diese Teile kaum einer kennt.

Mir auch.
Vor allem, was da für Preise dafür aufgerufen werden.

Also unbedingt Probehören!!!!!!!!!!!!! (Wirklich ganz wichtig. Mach das BITTE, und berichte dann)
Ich kann mit meiner Meinung natürlich auch ganz schön daneben liegen.
Würde mich aber sehr wundern, wenn das kein TangBand ist.

Gruß
Georg
buayadarat
Stammgast
#5 erstellt: 19. Jun 2014, 11:19
Kommen dir als Selbstbauer nicht alle fertigen Boxen als zu teuer an?

Ich kenne mich da nicht aus, ich weiss nicht, wie bei anderen Marken das Preisverhältnis vom Chassis zur kompletten Box ist.

Da diese Box scheinbar kaum einer kauft, kommt natürlich der Zuschlag für Kleinserien dazu...

Zum Katalogpreis würde ich die auch nicht kaufen, aber der Preis von EUR 1200.- für das gebrauchte Teil (ohne sichtbare Gebrauchsspuren) finde ich überlegenswert.

Ich habe sie ja schon mal probegehört, mit eigener Musik, aber mein akustisches Gedächtnis ist sehr kurzlebig. Damals hat sie mir gut gefallen, aber für einen Fernvergleich mit den anderen Kandidaten sind meine Lauscher zu wenig geschult.

Leider ist es nicht möglich, sie bei mir zu Hause zu hören, der Kauf beinhaltet also immer das Risiko, dass ich sie bei Nichtgefallen wieder verkaufen müsste. Und es muss ja auch einen Grund geben, warum sie verkauft werden.

Darum wäre ich froh über andere Meinungen.


[Beitrag von buayadarat am 19. Jun 2014, 11:59 bearbeitet]
ALUFOLIE
Inventar
#6 erstellt: 19. Jun 2014, 17:16
Ich fände die UVPs dieser Marke etwas überzogen, wobei ich mittlerweile realistischer bin, was die Materialkosten von Fertiglautsprechern angeht.

Bei 1200,- ist es meiner Meinung allerdings noch mal einen Versuch wert, die anzuhören. Umso mehr, wenn du weißt, dass sie dir grundsätzlich damals gefallen haben. Ein wenig geschultes Gehör ist übrigens kein Hindernis, sich auch andere Boxen anzuhören. Es geht dabei um den eigenen Geschmack, der getroffen werden will und das wirst du selbst auch so beurteilen können.
buayadarat
Stammgast
#7 erstellt: 20. Jun 2014, 07:46
Danke.

Ihr dürft natürlich auch in meinem anderen Thema (siehe weiter oben) mitteilen, ob nach eurer Meinung einer der anderen Kandidaten eher das Geld Wert sei.

Wie gesagt, beim ersten Hörtest hat mir diese gefallen, die anderen erwähnten aber auch, nur das nachträgliche Vergleichen ist mir unmöglich. So gesehen, wäre es eigentlich egal, welche ich kaufe. Trotzdem freue ich mich über andere Meinungen.

Die Audium steht einfach von der Optik fast ganz oben, ganz knapp hinter der Sonus Faber Toy Tower mit dem edlen Lederbezug.

Aber es wird mir immer unheimlicher, dass keiner von euch Spezialisten dieses Teil kennt.


[Beitrag von buayadarat am 20. Jun 2014, 07:47 bearbeitet]
Fl1ppy
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 20. Jun 2014, 09:39
Servus,
dann melde ich mich zu dem Thema Audium auch mal zu Wort.
Gehört: Comp5 an zwei verschiedenen Ketten.
Die These, dass es sich um ein TangBand FAST handelt, habe ich auch. Die Comp7 hat meines Wissens eine veränderte Weiche, von den Treibern her ist sie mit der Comp5 identisch. In Sachen Look und Verarbeitung sind sie top. Da sie so zierlich sind, erwartet man den brachialen Bumms überhaupt nicht, der da herauskommt.
Vom Charakter her würde ich sagen, dass die Comp5 eher wie ein marktübliches Subwoofer-Satellitensystem klingt. Punktförmige Schallquelle mit SEHR viel Bass. Ich denke, dass du für 1200.- kaum bessere Lautsprecher finden wirst - wenn du auf diesen Charakter stehst.
Soll es etws feinsinniger werden, würde ich mir an deiner Stelle mal die Vienna Acoustics Bach Grand oder die kleine Kudos X2 anhören. Als Restposten/Aussteller landest du da in ähnlichen Preisbereichen.
buayadarat
Stammgast
#9 erstellt: 20. Jun 2014, 21:53

Fl1ppy (Beitrag #8) schrieb:
Punktförmige Schallquelle mit SEHR viel Bass. Ich denke, dass du für 1200.- kaum bessere Lautsprecher finden wirst - wenn du auf diesen Charakter stehst.


Soviel ich verstehe, steht eigentlich jeder auf eine punktförmige Schallquelle. Oder nicht? Betreffend Bass ist zu sagen, dass ich auf knackige, trockene Elektrobässe stehe, aber ob es mengenmässig SEHR viel davon sein soll, weiss ich nicht.

Kommt dazu, dass ich in meinem Wohnzimmer ja ein Problem mit einem Bassloch habe. Jetzt könnte sein, dass ich das Problem mit diesem komplett anderen System (jetzt geschlossene Box gegen die zwei nach unten gerichteten Subwoofer mit Bassreflex) lösen kann - oder noch verschlimmern.

Man kann die Box ja scheinbar auch nachträglich teilaktivieren, und wenn ich das richtig verstehe, hat man dann gewisse Möglichkeiten, den Bass zu beeinflussen.

Ich würde ja schon ein Risiko eingehen, diese Teile ohne Rückgaberecht zu kaufen. Und wenn es dann nicht passt, könnte ich es mit der Teilaktivierung versuchen, was das finanzielle Risiko noch vergrössert... bei Nichtgefallen müsste ich dann beides wieder verkaufen.


[Beitrag von buayadarat am 20. Jun 2014, 22:25 bearbeitet]
ALUFOLIE
Inventar
#10 erstellt: 21. Jun 2014, 10:22

buayadarat (Beitrag #9) schrieb:

Soviel ich verstehe, steht eigentlich jeder auf eine punktförmige Schallquelle. Oder nicht?


No! Nicht jedem gefällt das. Zumal der Breitbänder leider den Nachteil hat, nur in einem kleinen Bereich ausgewogen zu klingen. Kleinste Kopfbewegungen oder Abweichung der Hörposition lassen das Klangbild heftig kippen.
ATC
Inventar
#11 erstellt: 21. Jun 2014, 15:49
Wenn das mit der Punktschallquelle so wäre,
würde Duevel keine Lautsprecher verkaufen

Die Teilaktivierung hilft nicht Basslöcher zu füllen oder zu beheben,
von dem Gedanken muß man sich schnell verabschieden.

Die Audium Comp 5 werde ich in einigen Wochen hören,
als Kontrastprogramm zu den Duevel Enterprise.

Dazu werden sich noch einige herkömmliche Konstrukte gesellen,
dann könnte ich mehr dazu sagen.
Wenn die Audium klingen wie viele Sat/Sub Systeme, dann will ich sie nicht, denn die meisten solcher Systeme haben Probleme mit der GLZ welche ich auch höre und nicht mag.

Gruß
buayadarat
Stammgast
#12 erstellt: 21. Jun 2014, 21:44

ALUFOLIE (Beitrag #10) schrieb:

buayadarat (Beitrag #9) schrieb:

Soviel ich verstehe, steht eigentlich jeder auf eine punktförmige Schallquelle. Oder nicht?


No! Nicht jedem gefällt das. Zumal der Breitbänder leider den Nachteil hat, nur in einem kleinen Bereich ausgewogen zu klingen. Kleinste Kopfbewegungen oder Abweichung der Hörposition lassen das Klangbild heftig kippen.


Das sind dann Nachteile des Breitbänders. Aber bei Zwei- oder Dreiwegern, welche diese Nachteile weniger haben, wird doch, soviel ich verstehe, auch die Punktquelle angestrebt.


meridianfan01 (Beitrag #11) schrieb:
Wenn das mit der Punktschallquelle so wäre,
würde Duevel keine Lautsprecher verkaufen


Werden Duevel nicht darum gekauft, weil man dann mehrere Hörpositionen im Raum nützen kann?

Ich oute mich jetzt mal und gebe zu, dass es meinen ungeschulten Lauschern gar nicht so wichtig ist, wo der Klang herkommt, solange es gut klingt und das Bild nicht zerrissen wird. Ich höre wenig klassisch, und bei meiner Musik ist ja die Position der Musiker gar nicht durch die tatsächliche Aufstellung definiert, sondern durch die nachträgliche Positionierung eines Tonmeisters.

Aber ich verstehe, dass Leute mit musikalisch geschultem Gehör das anders sehen.
ALUFOLIE
Inventar
#13 erstellt: 22. Jun 2014, 17:28

buayadarat (Beitrag #12) schrieb:

Das sind dann Nachteile des Breitbänders. Aber bei Zwei- oder Dreiwegern, welche diese Nachteile weniger haben, wird doch, soviel ich verstehe, auch die Punktquelle angestrebt.


Das ist richtig. Deswegen kann man Mehrweger trotzdem nicht mit Breitbändern vergleichen. Und nicht jeder Hörer mag es, den Kopf beim Hören im Schraubstock festgezurrt zu haben.
Fl1ppy
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 23. Jun 2014, 06:52
Ich für meinen Teil mag punktförmige Schallquellen sehr. Von daher lesen sich die Audium Datenblätter für mich sehr gut.
Die Hörprobe ergab jedoch ein genau gegenteiliges Bild - wobei ich jetzt nur von der Comp5 sprechen kann. Der kleine 3-Zöller war überfordert und der 6x9 Downfire hat einfach alles, was sich bewegt hat, mit Bass erschlagen. Emotionen kamen bei mir überhaupt nicht an.
Aber das genau ist Geschmackssache: Wenn jemand mit elektronischer, basslastiger Musik kommt, oder mit krachendem, schlecht aufgenommenen Rock, o.ä. und er steht auf den Sound, dann ist das eine sehr tolle Box, die man in dem Preisbereich sonst nirgends findet.
buayadarat
Stammgast
#15 erstellt: 23. Jun 2014, 09:30
Das tönt jetzt wieder nicht so gut.

Elektronische, basslastige Musik höre ich kaum, schlecht aufgenommen Rock hingegen schon (ich kann ja die Aufnahme nicht ändern, wenn mir die Musik gefällt). Wie gesagt, ich mag einen funkigen, knackigen Elektrobass, aber nicht unbedingt ein Bassgewumme...

Was mich wundert, ist dass die Teile bei den wenigen Testberichten in den Zeitschriften deutlich besser abschneiden als meine anderen Kandidaten, obwohl kaum Werbeanzeigen von Audium zu sehen sind...

Ich werde mir jetzt nach euren Inputs wohl die Boxen nochmals anhören müssen, falls es möglich ist. Das anlauschen zu Hause bleibt ausgeschlossen. Oder wenn sie endlich ein anderer kaufen würde, dann wäre ich ein Problem los - ich habe ja noch genügend andere Boxen in der Auswahl.

Optisch würde sie bei mir perfekt reinpassen.


[Beitrag von buayadarat am 23. Jun 2014, 09:32 bearbeitet]
Fl1ppy
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 23. Jun 2014, 10:30
Keine Kritik an deinem Musikgeschmack - ich bin selbst auch ganz intensiv in der Stromgitarrenecke, die ja meistens schon altersbedingt nicht die fantastischen Aufnahmen sind.
Ich will die Box jetzt nicht kaputtreden - sie macht halt richtig Spaß. Das Grinsen, dass man bekommt, wenn sie richtig loslegt, ist schon cool. Ein Charakter eben, nicht übertrieben neutral. Für meinen persönlichen Geschmack ist die Audium Comp5 einfach nichts gewesen, weil sie mir schlicht zu anstrengend war. Der Breitbänder löst gut, aber nicht fantastisch auf und der Tieftöner ist zu wild und unkontrolliert.

Achso, und zum Thema Zeitschriften:
Vor ca. anderthalb Jahren gab es einen regelrechten Hype um die Dinger. Von wegen "Dem Branchentrend der Dreiwegebox entgegenschwimmen", "mutige Wege durch die Wahl des Übergangs der Treiber " u.ä. und da fanden sich zufälligerweise parallel auch ganzseitige Anzeigen in audio etc.
lustiger_stiefel
Inventar
#17 erstellt: 23. Jun 2014, 14:58

buayadarat (Beitrag #1) schrieb:
Kennt jemand von euch die Audium Comp 7

Ich kenne die Comp 7 Drive. Stehen bei mir zu Hause (seit März) Bin nicht so der LS-Experte, zu ausgefeilten Klangbeschreibungen fühle ich mich nicht wirklich in der Lage. Mir gefällt jedenfalls was die Breitbänder liefern, würde Fl1ppy aber zustimmen, dass es der Bass "ziemlich wild treiben" kann. Sprich, eine Comp 7 ohne die Möglichkeit den Bass zu zügeln, könnte ich in meinen Räumlichkeiten nicht hinstellen.

Dass man wie festgenagelt im Sweetspot sitzen muss... Hmmm... das empfinde ich dagegen nicht so. Wobei ich mich bei einer Hörsession auch nicht so massiv bewege. Nervig fand ich bei der Aufstellung, dass man die Spikes so hineindrehen muss, dass die Box leicht nach hinten angekippt steht. Fitzlige Angelegenheit (für mein Empfinden).

Ein Problem was sich mit den Audiums im Zusammenspiel mit meinem Lyngdorf Verstärker auftat, ich kann dessen RoomPerfect nicht nutzen. Als reiner Verstärker ist alles gut, aber sobald ich die Messungen beendet habe, wird es schräg. Absurd hohe Prozentzahlen dann bei der vermeintlichen Raumkorrektur. Der Bass der Audium wabert unerträglich und die Breitbänder klingen dann auch ziemlich "modrig". Selbst im Bypass-Modus, in dem die Raumkorrektur ja eigentlich umgangen wird, kann man sich die Audium nicht mehr anhören. Ich muss erst den Verstärker resetten und ihn dadurch von der RoomPerfect Messung befreien.. Lyngdorf meinte, das liegt am internen Crossover der Audiums.

Also, die passive Audium wenn man die Box freistehend platzieren kann, ansonsten vielleicht doch eher zu einer Drive greifen. Ach ja, den Originalpreis hätte ich für die Box auch nicht bezahlen wollen. Ich selbst werde meine Comp 7 bald abgeben.
buayadarat
Stammgast
#18 erstellt: 23. Jun 2014, 15:46
Hast du die vor dem Kauf mal mit und ohne Drive verglichen? Wie ist der Unterschied?

Und kann ich die überhaupt mit Drive an meinem Cambridge Audio 651A anschliessen? Der hat zwar einen Vorverstärkerausgang, aber ich müsste ja die tiefen Töne unverstärkt und die hohen verstärkt reinbringen...

Und womit wirst du deine ersetzen?
lustiger_stiefel
Inventar
#19 erstellt: 23. Jun 2014, 16:07
Verglichen hatte ich sie nicht. Muss gestehen, dass ich sie auf "gut Glück" gekauft hatte Mich hat aber gerade die Drive gereizt, ich hatte schon eine gewisse Befürchtung, dass der Bass zu kräftig sein könnte (für meine relativ wandnahe Positionierung) und ich ihn in dem Fall dann über den internen DSP der Drive zähmen könnte. Zudem hatte ich da noch gedacht, dass das RoomPerfect vom Lyngdorf da auch noch einiges reißen könnte. Das war aber dann ein glatter Trugschluss.

Die Drive kannst Du an jeden normalen Verstärker anschließen, auch ohne Vorverstärkerausgang. Das Bassmodul der Drive kann sich das Signal einmal über die LS-Anschlüsse holen (also bei einer "nur" LS-Kabelverbindung Verstärker --> Audium Drive) oder zum anderen über das Chinchkabel (welches parallel zum LS-Kabel verlegt wird) vom evtl. vorhandenen Vorverstärkerausgang eines Verstärkers. In der Praxis soll das aber nur von Relevanz sein, wenn der Verstärker über ein internes Bassmanagement verfügt. Der Normalfall dürfte die reine Verbindung mittels LS-Kabel sein. Ich hab "alles durch" und bin letzten Endes bei der ersten Variante hängenbeblieben. War mal ganz interessant, mit dem Routing und Setzen der Crossover Frequenz im Lyngdorf zu spielen. Nötig war das alles aber nicht.

Also das Konzept der Drive finde ich Klasse. Den Bass DSP kannst Du entweder über eine mitgelieferte CD-R einstellen, mittels Signale oder per Hand an den Boxen selbst, wobei das am Anfang etwas fricklig erscheint.

Ich gehe jetzt den vollaktiven Weg. Die B&M Prime 6 soll es werden.
Albishorn
Neuling
#20 erstellt: 24. Jun 2014, 18:03
Ich habe die Audium Comp 7 (passiv) vor einem Jahr als Occasion gekauft. Die Lautsprecher dienen als Ersatz für eine defekte Royd Abott (80er-Jahre), ebenfalls ein Breitbänder der jedoch mit einem Hochtöner unterstützt wurde. Ich habe mich für die Audium-Lautsprecher entschieden, weil sie in der Wiedergabe von Musik den Royd-Abott sehr ähnlich waren und perfekt in meine Stereo-Anlage passen. Ich betreibe die Lautsprecher mit einem Exposure XV -Verstärker (80er-Jahre). Die Lautsprecher und der Verstärker sind mit Vovox-Kabel verbunden.

Nun wie gibt das Ganze Musik wieder:
Die Anlage gibt Musik recht neutral und ausgewogen wieder. Die Lautsprecher tönen über den ganzen Frequenzbereich ausgewogen. Das heisst ich hatte bis jetzt nie das Gefühlt, dass Bass, Mitte oder Hochtöne betont werden. Für mich eigentlich ein unauffälliger Lautsprecher.
Aufnahmen (Jazz, Rock, Pop, Klassik) werden detailliert wiedergegeben. Das heisst einzelne Instrumente und Töne werden gut herausgearbeitet und mit einer guten Raumdarstellung wiedergegeben. Als Beispiel bei der Aufnahme von Jazz at the Pawnshop sind die Hintergrundgeräusche (Kassenklingeln, Gespräche, Geschirrgeklapper) klar vernehm- und differenzierbar, ohne jedoch die Musik (Einspielen der Band) in den Hintergrund zu rücken. Ein weiteres Beispiel ist eine Aufname des Labels Opus3 (Stockholm Guitar Quartett mit Stücke von Mendelssohn, Brahms und Debussy). Auf der Aufnahme sind die verschiedenen Gitarren gut hörbar. Man kann klar die vier Gitarren nach Art (Alt, Sopran, Tenor und Bass) unterscheiden. Bei zwei Stücken (Nr. 14 u. 16) sind zudem kleine "Aufnahme-Fehler" hörbar. Das heisst der eine Gitarrist muss zu nahe beim Mikrofon sitzen, denn man hört ganz schwach, wie er atmet und mit dem Fuss den Rhythmus klopft. Für mich ein weiterer wichtiger Punkt, ist dass die Audium Comp 7 Transienten gut wiedergibt. Bei der erwähnten Aufnahme ist klar hörbar, wie die Seiten angezupft werden und danach ausklingen. Ebenfalls entsteht ein Gefühlt für das Volumen des jeweiligen Gitarrenkörpers. Bei der Aufnahme "We Get Request" des Oscar Peterson Trios, beim Stück "You Look Good to Me", wird der Contra-Bass mit einem Bogen gespielt. Dabei hört man klar, wie die Seiten durch den Bogen ins Vibrieren gebracht und gehalten werden. Dabei füllt der Kontrabass schön den Raum und wirkt richtig voll und tief, ohne dass dabei die Einzelheiten, welche normalerweise bei einem Bogen gespielten Kontrabass (das leicht kernig klingende Vibrieren der Seite) untergehen. Beim gleichzeitig spielenden Klavier sind die Tastenanschläge gut hörbar, sowie auch wiederum das Klingen des ganzen Instrumentes. Das kurz darauf einsetzende Schlagzeug wird ebenfalls präzise und druckvoll dargestellt. Dabei ist zum Beispiel bei der Trommel präzise und trocken das Anschlagen des Fells und dessen vibrieren hörbar.

Hier komme ich nun aber auch zu den Schwächen des Lautsprechers. Bässe werden klar und druckvoll wiedergegeben, ohne "wummerig" zu wirken. Es fehlen jedoch klar die ganz tiefen Basstöne. Nach unten ist irgendwann fertig. Das heisst jedoch nicht, dass Aufnahmen wie "Darkside of the Moon" (Speak to me), "Black Orpheus", oder auch das Opening der Filmmusik von Apokalypse Now einem nicht einfahren. Der bei der Pinkfloydaufnahme zu beginn hörbare "Herzschlag" geht direkt in den Bauch. Mit einem grösseren Verstärker, grösseren Boxen wäre einfach noch einiges mehr heraus zu holen. Weiter habe ich gemerkt, dass die Audium Comp 7 bei gewissen Verstärkern die Tendenz hat, aus dem Takt zu kommen. Gefühlt tönte das für mich, als würde die Bassmembran dem Breitbänder hinterher hinken. Ein Effekt den ich jedoch mit meinem Exposure nicht bemerkt habe.
Weiter musste ich recht lange mit der Aufstellung herumtüfteln, bis das Ganze bei mir zu Hause gut klang. Dabei waren Winkelveränderungen wie Abstände zwischen der Box oder zur Wand stark klangbeinflussend (Raumdarstellung, Präzision der Basstöne). Schlechte Aufnahmen werden mit dem Lautsprecher schonungslos offengelegt. Ein Beispiel dafür ist die Red-Hot-Chili-Peppe Californication Aufnahme. Dass während der Aufnahmen innerhalb der einzelnen Stücke immer wieder übersteuert wurde, ist klar vernehmbar, was jedoch auch den rauhen Scharm der Aufnahme ausmacht.

Für mich macht der Lautsprecher Spass. Ich kann damit stundenlang Musik hören, ohne zu überlegen, was fehlt oder stört. Der Lautsprecher ist jedoch für Partys, Disco-Betrieb klar fehl am Platz. Schlussendlich denke ich, dass es wichtig ist, die Lautsprecher mit dem eigenen Verstärker und vielleicht sogar mit den Quellen probe zu hören.

Gruss Albishorn.
ATC
Inventar
#21 erstellt: 24. Jun 2014, 18:17

Albishorn (Beitrag #20) schrieb:
Schlussendlich denke ich, dass es wichtig ist, die Lautsprecher mit dem eigenen Verstärker und vielleicht sogar mit den Quellen probe zu hören.


Nicht ganz so einfach,
das Händlernetz ist ziemlich dünn wie ich gerade feststellen mußte.
Tachidrome
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 24. Jun 2014, 20:58
Zielgerichtet ist probehören nur in den eigenen 4 Wänden.
ATC
Inventar
#23 erstellt: 24. Jun 2014, 21:01
Jo,

wer schickt die Lautsprecher durch die Republik?

Zudem, ein erstes Hören würde eventuell schon reichen um zu sagen "Absolut nicht die richtige Richtung",
und den Rest könnte man sich sparen.
buayadarat
Stammgast
#24 erstellt: 27. Jun 2014, 20:11
Danke, Albishorn, für deinen Erfahrungsbericht.

Das Thema ist für mich erledigt, die Teile wurden verkauft, und zum Neupreis werde ich sie nicht kaufen.


[Beitrag von buayadarat am 27. Jun 2014, 20:18 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 28. Jun 2014, 08:08
Wie gesagt, zum Neupreis würde ich den Lsp. auch nicht kaufen, die Verarbeitung ist zwar top,
aber das rechtfertigt mMn trotzdem nicht die rund 3000€ für das passive Modell, dafür bekommt
man bei der Konkurrenz deutlich mehr geboten, auch hervorragende Aktivboxen sind denkbar.

Wie sieht es denn mit DIY aus?

Glenn
buayadarat
Stammgast
#26 erstellt: 28. Jun 2014, 10:12
Dafür bin ich in meiner Wohnung nicht ausgerüstet. Und ich traue mir da auch nicht eine Top-Verarbeitung zu, die mir sehr wichtig ist.
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 28. Jun 2014, 10:17
War auch nur eine Frage am Rande, aber durch die vielen Threads die Du beansprucht bzw. bewegt hast, sollte man nicht noch mehr "Verwirrung"
stiften, ich empfehle daher in deinem eigens erstellten Kaufberatung Thread weiter zu machen, falls Du immer noch nach passenden Boxen suchst.

http://www.hifi-foru...m_id=32&thread=60500

Glenn
buayadarat
Stammgast
#28 erstellt: 28. Jun 2014, 11:05
Genau, darum habe ich schon

buayadarat (Beitrag #24) schrieb:

Das Thema ist für mich erledigt,..

geschrieben.

Danke für eure Inputs.
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