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Bassreduzierung mit Abdeckung?

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Starspot3000
Inventar
#1 erstellt: 19. Dez 2015, 20:28
Ich betreibe die Heco Concerto Grosso in einem noch nicht akkustikoptimiertem Raum.
Diese Lautsprecher haben ihre jeweils beiden Tieftöner pro Box an den Seiten links und rechts angebracht (siehe Foto), die man mit den üblichen Lautsprecherabdeckungen abdecken kann.
Um den Bass zu reduzieren, würde es Sinn machen, die Abdeckungen auf der Innenseite mit einem Füllstoff zu belegen, der die Tiefen reduziert?
Somit könnte ich (so meine Überlegung), die angrenzende Wand so belassen und einen "Bassschlucker" innerhalb der Abdeckungen integrieren, den man nicht mal sieht, was ich als elegante Lösung ansehe.
Wenn diese Idee was taugt, was würdet ihr als Einlage in die Abdeckung empfehlen?

IMAG0130_BURST002
XdeathrowX
Inventar
#2 erstellt: 19. Dez 2015, 20:37
Leider bedarf es bei tieffrequenten Wellen, wie solchen im Bassbereich, wesentlich mehr Material als die 1-2cm Dämmung welche zwischen Treiber und Abdeckung angebracht werden könnten. Zudem weiß ich nicht wie hoch deine Tieftöner getrennt sind, sprich es könnte sogar sein, dass andere Frequenzen oberhalb des Basses von der Maßnahme betroffen sind und der Bass dennoch unbeeinflusst bleibt.

Wenn es sich um Bassreflexsysteme handelt (bin zu faul zu gurgeln): hast du mal versucht die Öffnung mit einer dicken Socke zu verstopfen?

Leider ist der Bass eines Lautsprechers maßgeblich vom Raum beeinflusst, wenn dir der Bass also zu stark ist vermute ich die Anregung einer Raummode. Dagegen hilft, wie bereits erwähnt, nur richtig viel Dämmmaterial (30cm und mehr), eine andere Positionierung der LS im Raum oder eine aktive Entzerrung via DSP.


[Beitrag von XdeathrowX am 19. Dez 2015, 21:26 bearbeitet]
Starspot3000
Inventar
#3 erstellt: 19. Dez 2015, 21:19
Danke dir fuer dein Feedback!
Der Sockentrick faellt leider weg,da es sich nicht um eine Box mit Bassreflexoeffnungen handelt.
Asgard2014
Stammgast
#4 erstellt: 19. Dez 2015, 21:37
Dem schließe ich mich an.
Falls Bassreflex Öffnung verschließen oder LS weiter von der Wand weg.
Ansonsten bekommst du den Tiefbass nur mit einem DSP wie z.b das Antimode Dualcore in den Griff.

Edit: Dann fällt der Socken ja schon mal weg
Starspot3000
Inventar
#5 erstellt: 19. Dez 2015, 21:41
Für mein Verständnis: alles, was vor einem Treiber sitzt und Schall schlucken kann, reduziert Schallwellen.
Würde ein dicker Füllstoff direkt vor dem Tieftöner keine Abschwächung bringen? Ist mir grade nicht so ganz transparent...
XdeathrowX
Inventar
#6 erstellt: 19. Dez 2015, 21:52
Jein. Frequenzen des Basses haben Wellenlängen von mehreren Zentimetern bis hin zu mehreren Metern:

Wellenlänge (lambda) = Ausbreitungsgeschwindigkeit (c = 343 m/s) / Frequenz (f)

Wie sollen bei einer Wellenlänge von exemplarisch 5,7m (60Hz) eine Dämmschicht von 1 bis 2cm helfen? Da geht die Welle einfach durch...die Abschwächung des Schallpegels ist also sowohl von der Frequenz als auch von der Dicke des Dämmmaterials abhängig.

edit:
Wenn Umstellen der LS nicht in Betracht kommt kannst du eventuell deinen Hörplatz verändern?

edit 2:
Und wer das Kleingeld für die Concerto Grosso übrig hat, sollte auch noch 800€ für ein DSP ausgeben können.


[Beitrag von XdeathrowX am 19. Dez 2015, 21:55 bearbeitet]
ATC
Inventar
#7 erstellt: 20. Dez 2015, 02:17
Moin,

wie X...X schon bemerkte,

deine Idee taugt nix.

Ein DSP hilft sicher gegen zu viel Bass, ist aber auch nicht der Königsweg.
Den Raum zu optimieren hat zumeist einen nicht gewollten Aufwand zur Folge.

Für den Bassbereich empfehle ich dir daher ein bagend e-trap, quasi einen aktiven Absorber kleinen Ausmasses.
Apalone
Inventar
#8 erstellt: 20. Dez 2015, 06:08
Dröhnbass mechanisch mit baulichen/handwerklichen Maßnahmen entschärfen zu wollen, erfordert Fachwissen, teilweise empirische Vorgehensweise und VIEL mehr Aufwand als ein paar Zentimeter Dämmmaterial.

Nur um sich in die Materie etwas einzuarbeiten: such doch mal (bsp.) nach "Bassfallen 40 Hz"
A-Abraxas
Inventar
#9 erstellt: 20. Dez 2015, 08:01
Hallo,

Starspot3000 schrieb:
... Lautsprecher haben ihre jeweils beiden Tieftöner pro Box an den Seiten links und rechts angebracht ...

nicht so ganz zutreffend

HECO schrieb:
... ist der 300 mm Tieftöner seitlich angebracht... Mit 50 mm Schwingspule,...steht bestmöglicher Basswiedergabe nichts im Wege. Für die enorme Leistung im tieffrequenten Bereich zeichnet sich auch der zusätzliche Bassradiator verantwortlich.

dazu

areadvd schrieb:
... 4-Wege-Box mit 2 x 30 cm Bass (einer davon als Passivradiator ausgeführt).


Also nur eine Seite ist tatsächlich ein angeschlossenes Lautsprecherchassis, die andere Seite dient als Ersatz für die Bassreflexöffnung.

Um auf den oben genannten "Sockentrick" zurückzukommen, müsstest Du entweder die Masse des Radiators deutlich erhöhen oder ihn durch eine passende (runde) Platte ersetzen. Das macht entweder ein tiefer angestimmtes BR-System oder eben eine geschlossene Box.
Ich würde die Variante mit dem Austausch durch eine passende Platte vorziehen - bringt viel und ist spurlos rückbaubar.

Viele Grüße
XdeathrowX
Inventar
#10 erstellt: 20. Dez 2015, 08:06
Bei solch baulichen Maßnahmen frage ich mich dann aber auch weshalb nicht gleich der passende Lautsprecher für die Kombination aus Ohren und Raum gekauft wurde.
Starspot3000
Inventar
#11 erstellt: 20. Dez 2015, 08:17
Danke euch für eure Rückmeldung.

Wie beschrieben, stehe ich noch am Anfang der Raumakkustikoptmierung und sammle Informationen, wie ich dies konkret umsetze und in meinen Räumlichkeiten verwirkliche.

DSP und akkustische Wandelemente werden zu dieser Maßnahmen gehören, mir kam nur die angesprochene Idee des Füllstoffs hinter den Abdeckungen, die ich so bisher noch nirgends gesehen hatte.
Ich werde diese Idee (auch wenn ihr sie verworfen habt) aber mal durchtesten, denn ich bin der Meinung, dass ein Material, welches schluckt und wenig durchlässt, dazu geeignet ist.
Die Lösung wäre optisch elegant, ich muss mir nur überlegen, welches Material die Eigenschaften mitbringt, die ich erwarte...
Sollte da jemand nen Tip haben, immer her damit
Starspot3000
Inventar
#12 erstellt: 20. Dez 2015, 08:20

XdeathrowX (Beitrag #10) schrieb:
Bei solch baulichen Maßnahmen frage ich mich dann aber auch weshalb nicht gleich der passende Lautsprecher für die Kombination aus Ohren und Raum gekauft wurde.


Ich bin mit meiner Raum und Lautsprecherkombination soweit zufrieden, es geht mir hier um Optimierung, nicht Schadensbegrenzung...
XdeathrowX
Inventar
#13 erstellt: 20. Dez 2015, 08:24
Gehst du von einem absorbierenden Material aus oder von einem Reflektierenden welches dann akustisch dicht vor dem Basstreiber angebracht wird? Ersteres wird im Bassbereich nichts bringen, zweiteres kommt dem abklemmen des Basstreibers gleich. Zudem scheinst du meinen Einwand mit der Trennfrequenz offensichtlich nicht beachtet / verstanden zu haben, dieser kommt allerdings immer noch zum Tragen - und zwar in beiden Fällen.

edit:
Wenn du optimieren möchtest leiste dir ein Umik-1 Messmikrofon und finde heraus wo die Schwachstellen deiner derzeitigen Aufstellung liegen. Alles andere ist für den ungeübten Hörer stochern im Dunkeln. Andernfalls kannst du auch gern REW vorab herunterladen und deinen Hörraum skizzieren um dir anschließend den Frequenzverlauf anzeigen zu lassen um eine grobe Ahnung zu bekommen was du überhaupt optimieren möchtest / wo deine Schwachstellen zu erwarten sind.

edit 2:

Starspot3000 (Beitrag #11) schrieb:
mir kam nur die angesprochene Idee des Füllstoffs hinter den Abdeckungen, die ich so bisher noch nirgends gesehen hatte.


meridianfan01 (Beitrag #7) schrieb:
deine Idee taugt nix.

Fällt dir was auf?


[Beitrag von XdeathrowX am 20. Dez 2015, 08:32 bearbeitet]
ATC
Inventar
#14 erstellt: 20. Dez 2015, 08:32

Starspot3000 (Beitrag #11) schrieb:
denn ich bin der Meinung,




Basslöcher füllst du eh nicht auf, auch nicht mit DSP, um einen gelcihmäßigen Bassverlauf zu bekommen,
da wäre dann....

Ist aber auch nicht so wichtig,

viel Erfolg
XdeathrowX
Inventar
#15 erstellt: 20. Dez 2015, 08:33
Ich bin gespannt wie es hier weitergeht - bin mal kurz beim Sport...
Starspot3000
Inventar
#16 erstellt: 20. Dez 2015, 08:36
Ich würde bei meiner Maßnahme von einem Material ausgehen, welches reflektiert und direkt vor dem Basstreiber plaziert wird (hinter der Abdeckung).

Danke dir für den Hinweis des Messmikrofons.
Dies wird mit die erste Maßnahme sein, um die "Problembereiche" genau zu definieren und danach über entsprechende Optimierungen nachdenken zu können.
A-Abraxas
Inventar
#17 erstellt: 20. Dez 2015, 08:40
Hallo,

Starspot3000 schrieb:
...ein Material, welches schluckt und wenig durchlässt, dazu geeignet ist.
Die Lösung wäre optisch elegant, ich muss mir nur überlegen, welches Material die Eigenschaften mitbringt, die ich erwarte...
Sollte da jemand nen Tip haben, immer her damit :)

da war er doch schon

ICH schrieb:
... durch eine passende (runde) Platte ersetzen. ... bringt viel und ist spurlos rückbaubar.

Du musst nur die richtige Seite nehmen

Viele Grüße
Apalone
Inventar
#18 erstellt: 20. Dez 2015, 08:48

Starspot3000 (Beitrag #11) schrieb:
....
Ich werde diese Idee (auch wenn ihr sie verworfen habt) aber mal durchtesten, denn ich bin der Meinung, dass ein Material, welches schluckt und wenig durchlässt, dazu geeignet ist.
Die Lösung wäre optisch elegant, ich muss mir nur überlegen, welches Material die Eigenschaften mitbringt, die ich erwarte...
Sollte da jemand nen Tip haben, immer her damit :)


was fragst du, wenn du das sowieso machen willst?!?

Deine Idee ist Blödsinn und KANN nicht funktionieren.


[Beitrag von Apalone am 20. Dez 2015, 08:50 bearbeitet]
Starspot3000
Inventar
#19 erstellt: 20. Dez 2015, 08:56
Ich suche nach Möglichkeiten und darf doch sicherlich noch einen Test probieren, um eine Erfahrung zu sammeln...

Abraxas schrieb weiter oben, dass er eine Seite durch eine runde Platte ersetzen würde.
Dies käme meiner Version mit der reflektierenden Füllung hinter der Abdeckung nahe.
ATC
Inventar
#20 erstellt: 20. Dez 2015, 09:13
Abraxas Vorschlag greift darauf den Lautsprecher zu einem geschlossenen Konstrukt zu verändern,
was einen früher abfallenden Bassbereich zur Folge hat,
und wenn man ein Dröhnproblem im ganz unteren Frequenzbereich hat kann dies auch von Nutzen sein,
allerdings käme dann doch die Frage auf ob man den richtigen Lautsprecher gekauft hat.

Einen ausgeglichen Bassverlauf macht dies allerdings nicht!

Mit einem DSP kannst du Erhöhungen im Bassbereich wirksam wegfiltern, dann braucht man dem Lautsprecher durch deine Maßnahme nicht die unteren Frequenzen klauen,
die hast du ja mitbezahlt, warum dann nicht auch nutzen sondern darauf verzichten.

Löcher im Bassbereich, also Auslöschungen, werden von DSPs nicht gefüllt,
da kommt der bag end e-trap ins Spiel als aktiver Absorber, der kann das.


[Beitrag von ATC am 20. Dez 2015, 09:14 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#21 erstellt: 20. Dez 2015, 09:48

Starspot3000 (Beitrag #19) schrieb:
.....Abraxas schrieb weiter oben, dass er eine Seite durch eine runde Platte ersetzen würde.
Dies käme meiner Version mit der reflektierenden Füllung hinter der Abdeckung nahe.


Nö. Du solltest schon richtig lesen...

Er wollte den Port, sprich die Passivmembran "dicht" machen, nicht den aktiven Treiber.
Richard3108
Stammgast
#22 erstellt: 20. Dez 2015, 13:16
Man kann jedenfalls sagen, dass es extrem mutig ist, sich einen so großen LS in die Raumecke zu stellen. Ich fürchte, unausgewogener Klang ist unvermeidlich. Da helfen auch keine akustischen Raummaßnahmen.


Gruß
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