Boxenaufstellung mit Sumiko Master Protokoll, deutliche Klangverbesserung

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Christian_Goergen
Neuling
#1 erstellt: 18. Apr 2016, 21:24
Guten Abend, ich habe heute in ca. 1 Stunde meine Boxen (Mordaunt Short 914, 15 Jahre alt, 900 DM) nach dem Sumiko Master Protokoll aufgestellt. Der dazugehörige Verstärker ist ein Rotel RA1062, der CD-Spieler ein Rotel RDV 1062, stinknormale Netzkabel und Steckdosen, in-Akustik Verbindungen, Linn K5 Boxenkabel.
Das Protokoll findet sich auf whatsbestforum.com unter Sumiko-Thread.
Es hat sich alles verbessert. Rhythmus, Tiefenstaffelung, Bühnenbreite, Detailzeichnung, Präzision und Kontur der Bässe, Höhenzeichnung, Körperlichkeit der Stimmen. Erstaunlich ist auch, dass sich der Bereich des plastischen Hörens enorm vergrößert hat. Auch da, wo die Dreidimensionalität nicht vorhanden ist, ist das Klangbild extrem angenehm und das bei geringeren Lautstärken.
Die Boxen stehen an der Kopfwand eines nicht vollgestopften Wohnzimers. Ich sitze an der fast vollverglasten Stirnwand, dickes Sofa, schmale Vorhänge am Fenster. Seitenwände Ca. 6 Meter, Stirn- und Kopfwand ca. 4,80 Meter. Höhe 2,70. Der Abstand der Boxen zu den Rückwänden und den Seitenwänden ist bei beiden Boxen etwa 15 cm unterschiedlich. Die rechte Box steht etwas vor.
Das Prinzip des Protokolls ist, die Lautsprecher auf den Raum abzustellen oder abzustimmen. Es funktioniert fantastisch.
Das Protokoll in Kürze: beide Boxen entspiken. Beide zurück an die Wand. Erst die linke Box gerade vorziehen, bis der Bass gefällt. (Als Testplatte habe ich die CD "Duets" von Rob Wassermann gekauft, Track 6, Duet mit Jennifer Warner. MCA Records, MCAD42131. Die andere Chesky Jazz Records Sampler 1, Chesky JD37, hatte ich schon ( mit Testtracks ab Track 10). Ein bisschen die Position vorne-hinten variieren, dann nach links/rechts optimieren. Jetzt sparsam einwinkeln. Position markieren, bespiken und Spikes fest ziehen. Alle Spikes gleich lang (handfest bei mir). Jetzt den Vorgang mit der rechten Box wiederholen. Immer wieder zur Hörposition zurück, bestimmt 30 mal. Das heißt: vor und zurück schieben, links /rechts, einwinkeln.
Wer möchte, kann jetzt den Boxenwinkel mit den Spikes verändern, also die Vorderfront nach hinten kippen, damit die Höhen 5 cm über dem Ohr durchrauschen. Darauf habe ich verzichtet, denn erstens rutsche ich immer auf dem Sofa rum, zweitens bräuchte ich wen zum Halten der Box, wenn ich die Spikes justiere.
Eigentlich wollte ich mir einen neuen Plattenspieler kaufen und hab 3 Monate das Netz durchforstet. Jetzt kann ich schön lange sparen, denn ich höre erst meine CDs durch.
_Janine_
Inventar
#2 erstellt: 18. Apr 2016, 23:08
Dann Gratuliere ich dir wenn das alles so passt wie du es geschrieben hast.
Und viel Spaß beim CD hören.
72erbenz
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Jan 2017, 20:47
Hallo Christian,
das hört sich nach dem an, was ich gesucht habe.
Ich habe von der LS Aufstellung erst neulich erfahren und bin jetzt
gespannt, ob das bei mir für Erfolg sorgt.
Letzte Woche habe ich versucht, nach dem Drittelprinzip aufzustellen.
Das Problem nun, starke überhöhung bei ca 200 Hz, außerdem sitze ich
für meinen Geschmack zu nah an den LS.
Wo ist deine Sitzposition, ich interpretiere, nicht bei 38% von Rückwand.
Wo hast du mit der Sitzposition gestartet? Oder ist das egal?
brauch noch etwas input.

Viele Grüße
René
Christian_Goergen
Neuling
#4 erstellt: 26. Jan 2017, 23:32
Hallo Rene,
Es gibt zwei Plätze, auf denen ich sitze. Für stereophonisches Hören etwa knapp innerhalb der Spitze eines gleichwinkligen Dreiecks. Der Klassiker also. Die Boxen stehen ca. 2,20 m auseinander. Ich stelle meinen Sessel auf das Lot der Verbindungslinie zwischen den LS in 1,80 m Entfernung. 2/5 der Raumlänge liegen vor mir, 3/5 hinter mir. Der indirekte Schall spielt keine Rolle. Allerdings bin ich der rechten Box näher, die etwas weiter von der Wand entfernt ist (nicht mehr als 8 cm Unterschied). Wenn ich Mono höre kommt die Phantomschallquelle exakt aus der Mitte. Die Asymmetrie ergab sich aus dem Protokoll. Das Ergebnis der asymmetrischen Möblierung und Wandstruktur. Denn rechts neben mir steht das Plattenregal. Links steht mehr reflektierende Wandfläche. Die Hördauer an dieser Position hängt in erster Linie von der Gutwilligkeit meiner geliebten Gattin ab. Sie meint, die Musik wäre zu laut. Ich bin der Ansicht, dass es bei einer gegebenen Aufnahme immer nur eine Lautstärke gibt, die eine natürliche Wiedergabe erlaubt (gilt nur für akustische Musik). Abgesehen davon höre ich zur Zeit Oliver Nelson, Felix Laband, Kronos Quartet. Alles nicht ihre Favoriten.
Wenn die Musik oder Tonspur der Filme, die wir sehen, mehr nebenbei läuft, sitze ich auf dem Sofa. Die Hörposition ist dann nicht mehr mittig und doppelt so weit von den LS entfernt, nur 60 cm von der verfensterten Rückwand entfernt. Die Räumlichkeit des Klanges ist deutlich eingeschränkt, es klingt alles mehr wie gutes Mono. Entscheidend ist für mich aber, dass, egal wo ich mich im Raum befinde, ich nie Boxenklang höre. Überall gibt es nur eine Phantomschallquelle.....und das ist sehr, sehr angenehm und meines Erachtens auf die Anwendung des Protokolls zurückzuführen.
Nachdem die Boxen aufgestellt waren, hat sich die Stereohörposition einfach ergeben. Das Grundprinzip ist einfach. Einbeziehung der akustischen Raumeigenschaften, anstatt auf einer fixen LS-Anordnung zu bestehen und die Wände mit Reflektoren, Diffusoren und Absorbern zu bestücken.
Änderst Du aber was im Raum, dann wirst Du möglicherweise auch die LS anders stellen müssen.
Ein Tip noch: besorg Dir eine akustische Jazz-CD in Mono und hör' sie Dir in 1m Entfernung über die rechte und linke Box an. Das ist die Musik der Lautsprecher. Alles andere ist der Raum. Wenn ich mir mal neue Boxen aussuchen sollte, dann werde ich das auch beim Händler so machen. Ausserdem kann man so feststellen, ob die LS paarweise gematcht sind. Geht nicht mit Stereo-Aufnahmen, es sei denn Du hast einen Verstärker mit Mono-Schaltung. (Gute Begründung für einen gebrauchten Accuphase oder McIntosh, hihi.) Einen Plattenspieler habe ich dann im Sommer doch noch gekauft.
Schönen Abend noch. Ich hoffe, ich konnte helfen.
Christian
72erbenz
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Jan 2017, 14:09
Hallo Christian,
eigentlich wollte ich gestern Abend nicht noch anfangen, doch es kam anders.
Ich habe mir das Jennifer Warnes Lied besorgt und los gings.
Von den ursprünglichen 1,40 Meter von der Rückwand sinds für den linken LS noch 1,13 Meter
und für den rechten LS 1,20 Meter von der Rückwand.
Der rechte LS steht auch näher an der rechten Seitenwand (1,40Meter), der linke hat durch eine Ausbuchtung deutlich mehr Platz zur linken Seitenwand.
Der Sitzplatz liegt etwa 1,30Meter von der Rückwand. So ergeben sich mehr als 3 Meter zu den LS,
was ich entspannter finde als 2 Meter. Vielleicht braucht der LS etwas Platz zum Hörplatz.

Bei dem Versuch die Stimme kleiner zu bekommen, also in der Breite etwas zu reduzieren durch
eindrehen der LS, reduzierte sich das Harmonische. Im Moment denke ich, dass das Eindrehen mich nicht weiter bringt. So richtig rastetet es noch nicht ein.
Den linken LS lässt man quasi stehen und rückt nur noch am rechten LS rum bis es einrastet?
Auch sind die LS noch nicht exakt in Waage und mit dem Laserpointer ergibt sich an der Rückwand
einen Höhenunterschied von ca. 5-10 cm.

Beim schieben des linken LS von 1,20Meter auf die ursprünglichen 1,40Meter ergab sich eine Verschlechterung.
Hast du Erfahrung inwieweit sich eine Änderung durch Verschieben rechts links des linken LS auswirkt? Oder bestimmt man mit dem Vor Zurück des linken LS die Grundtonalität?
Im Protokoll steht ja auch, dass es mehrere Punkte im Raum gibt, die Wand wo alles steht sollte schon so bleiben.

Gruß,
René
Christian_Goergen
Neuling
#6 erstellt: 29. Jan 2017, 18:21
Hallo Rene,
spontan würde ich die Breite der Stimme durch Zusammenschieben der LS reduzieren, nicht durch Einwinkeln. 5-10 cm Höhenunterschied der LS? Wie kommt das.
Viele Grüße, Christian
Ps: wie lang ist Dein Raum? Stehen die LS an der schmalen Seite? Ich frage, weil es ungewöhnlich ist, dass der Abstand der LS zur Rückwand und der Abstand der Hörposition zur Rückwand fast identisch sind.
Lass Dir vor allem Zeit. Mehr als eine halbe Stunde runaway horse hält kein Mensch aus.
Auch wenn's zu sehr nach Tai Chi und Nasi Goreng klingt, achte auf den Raum. Hör' Dir die Veränderungen von verschiedenen Positionen im Raum an. Nahezu alle, die sich mit Boxenaufstellungen befassen, berichten, dass Erfolge bisweilen sehr lange brauchen und dass manchmal Verschiebungen von 3 cm plus/minus kritisch sein können.
Teppichboden oder glatter Boden (Parkett etc.)? Ich habe Parkett. Nach dem Ausdrehen der Spikes habe ich die LS zum Verschieben auf ein doppeltes Handtuch gestellt. Bei Teppich musst Du wohl eine feste Mülltüte unterlegen.
Christian_Goergen
Neuling
#7 erstellt: 29. Jan 2017, 18:22
Pps: viele Grüße Christian
72erbenz
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Jan 2017, 03:04
Hallo Christian,

Zunächst mal zum Höhenunterschied. Der Kellerboden ist gefliest und darauf habe ich flchendeckend einen kurzflorigen Teppich gelegt. Den Laserpointer setze ich auf einen der LS und pointe zur Rückwand am Hörplatz vorbei. An dieser Stelle ergeben sich ca. 5 cm. Dies kommt mgl.dadurch, dass ein LS mit einen der 3 Standpunkte auf einer anderen Fliese oder Fuge steht. Hier muss Feinarbeit ran. Ich hatte durch unterlegen von Hölzchen dies schon mal einigermaßen ausgeglichen. Das bringt einiges im Stimmenbereich.

Der Raum ist recht quadratisch, eigentlich. 5,60 x 5,35 x 2,35 Höhe. Nun muss man sich aber vorstellen, dass auf der linken Seite eine Ausbuchtung dran ist, von 1 Meter in der Breite die sich zu den 5,60 addieren
aber lediglich 2,30 tief und nicht 5,35. Eine Art L-Raum.
Meine LS und Leinwand habe ich an die 5,60 (eigentlich 6,60 Wand) gestellt, auf die recht Seite verlagert.
Würde man die Ausbuchtung durch eine Wand trennen, würden die LS symmetrisch drin stehen.
Daraus ergibt sich, dass der rechte immer etwas stärker ist, da der linke mehr "Raum" hat.

Für mich hört sich das nicht nach Kongfu an, ich arbeite seit Jahren mit und in dem Raum. Manchmal möchte man einfach nichts verändern, da man Bedenken hat, das Gesamtpaket geht flöten.
Die Verschiebung der LS um nun ca. 20cm und die des Sitzplatzes bewirkte viel. Aber es ist eben noch nicht ganz dass was mir vorschwebt.

In einem Video zum Protokoll wurde erwähnt, dass mit Eindrehen der LS man den Spot verkleinert und somit die Stimme fokussiert und räumlich kleiner macht. Nur denke ich hängt das stark von den verwendeten LS ab, meine haben ein Hochtonhorn. Das Eindrehen bewirkt bei mir nicht den vorgenannten Effekt, eher verringert sich die Ausgewogenheit über das Spektrum.
Vorher standen die LS in der Basisbreite ca. 2,20 nun eben 2,40. Das ist nun eigentlich nicht die Welt.
Im Moment fehlt mir etwas Luft im KLangbild, da die LS vorher einfach ein Stückchen mehr von der Wand weg standen. Dafür hat das KLangbild jetzt mehr Griffigkeit, mehr Power.

Wie du schon sagtest, erst mal paar Sachen hören, Zeit vergehen lassen, feinjustieren. Mal sehen.

Gruß,
René
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