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Was charakterisiert einen Horn-Lautsprecher?

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cambridga
Stammgast
#1 erstellt: 07. Sep 2004, 11:54
Kann mir das mal jemand kurz erklären?

Vielen Dank

Cambridga
Jazzy
Inventar
#2 erstellt: 07. Sep 2004, 12:10
Hi!
Eine Schallführung vor oder hinter der Membran in Trichterform,oder zumindest stetig größer werdendem Querschnitts.
Führt durch Schallbündelung und Luftimpedanzanpssung zu verbessertem Wirkungsgrad des LS.
(siehe Trichtergrammophon,Flüstertüte etc.)
cambridga
Stammgast
#3 erstellt: 07. Sep 2004, 13:21
Hat das ganze dann einen charakteristischen Klang, wenn ja, wie ist dieser zu beschreiben?

cambridga
Murray
Inventar
#4 erstellt: 07. Sep 2004, 13:24
Hmm, ich behaupte: Es klingt wie aus einem Guß, manche bemängeln halt die Laufzeitunterschiede beim Bass, aber mir gefällts!

http://www.hifi-foru...rum_id=100&thread=13

Murray
300B
Stammgast
#5 erstellt: 07. Sep 2004, 13:54
Laufzeitunterschiede gibts bei Mehrwegeboxen ebenfalls und von den Frequenzweichen wollen wir erst gar nicht anfangen.

Am besten einfach mal ein Horn anhören, danach gibts eigentlich nur eins, entweder das Konzept passt oder eben nicht.

Bis jetzt habe ich aber meistens nur PNH (Positiveneuehornanhänger) gesehen.


[Beitrag von 300B am 07. Sep 2004, 14:00 bearbeitet]
Murray
Inventar
#6 erstellt: 07. Sep 2004, 13:59

Laufzeitunterschiede gibts bei Mehrwegeboxen ebenfalls und von den Frequenzweichen wollen wir erst gar nicht anfangen.


Die fehlende Frequenzweiche ist IMHO auch ein wichtiges Kriterium, denn egal wie perfekt eine Frequenzweiche arbeitet: Sie greift in den Klang ein! Das klingt auch gut, aber ich mag halt minimalismus......

Murray
Herbert
Inventar
#7 erstellt: 07. Sep 2004, 19:58

aufzeitunterschiede gibts bei Mehrwegeboxen ebenfalls und von den Frequenzweichen wollen wir erst gar nicht anfangen.
.....
Die fehlende Frequenzweiche ist IMHO auch ein wichtiges Kriterium


Hallo zusammen,

Hornlautsprecher ist nicht gleich Breitbandlautsprecher, das Hornprinzip wird dort allerdings ganz gerne eingesetzt.

Gruss
Herbert
Murray
Inventar
#8 erstellt: 07. Sep 2004, 23:31
Stimmt! Du hast selbstverständlich recht, allerdings gefällt mir die Kombination von Breitbänder und Horn sehr gut! Zudem sind die Kombinationen, die ich kenne, meist Breitbänder im Horn + seperatem, externem Hochtöner oder dergleichen! Muß nicht schlecht klingen, und da ich diese Kombination bisher nich nicht gehört habe, erlaube ich mir auch keine Meinung dazu.

Murray
Cantare
Stammgast
#9 erstellt: 08. Sep 2004, 06:20
Hallo "Cambridga",

deine Frage ist etwas allgemein gestellt.

Welchen Vorteil hat Hochwirkungsgrad / Horn an sich?

Effiziente Lautsprecher (über 90dB/2,83V) klingen erfahrungsgemäss "freier", impulsiver, realitätsnaher und besitzen einen grösseren Dynamikumfang.
Das kommt dadurch zu Stande das leichte Membranen und starke Antriebe bzw. Magnetsysteme verwendet werden. Die elektrische Dämpfung Qe wird gegenüber der mechanischen Qm erhöht, dadurch schwingt ein Chassis präziser aus-die Membranbewegung wird also besser kontrolliert. Das effiziente Chassis spricht auf kleinste Spannungsspitzen an. Die leichten Membranen haben auch den Vorteil das sie in der Aufhängung weniger taumeln und besser beschleunigt/kontrolliert werden können. Zum anderen braucht weniger elektrische Leistung zugeführt werden, die induzierten Wirbelströme und die Dynamik-Kompression durch Erwärmung der Schwingspulen-Wicklung werden verringert.

Ein Horn richtet die Schallabstrahlung zum Hörer. Es geht weniger Schallenergie verloren, die ansonsten um den Lautsprecher verteilt wird. Für die gleiche Lautstärke braucht das Chassis weniger Hub machen. Die Verzerrungen sinken, der Membranhub und die Membranverformung durch die Biegemomente werden signifikant verringert.
Auch ist eine gerichtete Schallabstrahlung sinnvoll um Schallreflektionen in der Nähe der Lautsprecher zu minimieren und dadurch eine präzisere Wiedergabe zu erlangen.

Grüsse

Andreas
300B
Stammgast
#10 erstellt: 08. Sep 2004, 06:21
Herbert,

hat natürlich Recht, es gibt genügend Konstruktionen bei denen das von mir gesagte nicht zutrifft z.B. das Klassische Eckhorn.

So ist das Ü40 und es lässt nach
jecklin_freak
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Sep 2004, 13:22
Der Hornlautsprecher charkatersiert sich eigentlich dadurch, dass er unglaublich lebendig klingt. Das kommt besonders bei Jazz oder Liveaufnahmen zur Geltung. Ich sage immer: Die Box springt dich an. Hörner machen süchtig.
Allerdings hat dieses System auch einen Nachteil: Gerade bei klassischer Musik können die Instrumente näseln, klingen teilweise sogar topfig.
Hörner sind eine Glaubensfrage. Wenn man die richtige Musik mit ihnen hört hauen sie einen vom Hocker, sonst kann ihr Klang auch lästig werden. Wie die Vorgänger schon richtig meinten, am besten probehören.
Gruss Klaus
300B
Stammgast
#12 erstellt: 11. Sep 2004, 09:07
Hallo Klaus,

ich höre öfter Klassik, bei meinen Hörnern näselt nix und topfig klingt da schon garnix!

Welche Hörner meinst Du denn?

Die Kette muß halt stimmig sein.
Satanshoden
Stammgast
#13 erstellt: 11. Sep 2004, 11:10
Moin,

außerdem sind es Hörner, vor allem die die mit Breitbändern bestückt sind, die beste Anlagen zur Polarisation haben haben.

Ein guter Breitbänder in einer gelungen Hornkonstruktion klingt einfach "echter" und richtiger, außerdem sind solche Konstruktionen den allermeißten mehrwegekonstruktionen dynamisch sehr weit überlegen. Es klingt wie aus einem Guss. Kritisch sind sie, wenn man das so sagen darf, am oberen und unteren Ende des Freqenzbandes, was die Anhänger solcher Systeme reichlich wenig schert. Außerdem ist der Einstieg in eine wirklich hochwertige Wiedergabe deutlich günstiger, einzig die Gehäuse sind aufwendiger.

Mehrwegesysteme kommen zwar tiefer runter und weiter rauf, machen dabei aber auch wesentlich mehr Fehler. Die sind passiv nicht wirklich in den Griff zu bekommen, jedenfalls nicht in dem Maße wie mit Breitbändern, schon gar nicht mit vergleichbarem aufwand. Das fällt bei Techno oder jeder anderen syntetischen Musik überhaubt nicht auf, bei natürlichen Instrumenten und Stimmen allerdings sehr wohl.

Wenn ich z.B. ein Paar Cantare "Little Wonder" mit einer Konsumer Box vergleiche, muß ich über letztere herzlich lachen.

Gruß


P.S. Hörner sind geil, je größer, desto "bässer"


[Beitrag von Satanshoden am 11. Sep 2004, 12:50 bearbeitet]
jecklin_freak
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 17. Sep 2004, 09:19
Habe extra das Wort "können" benutzt. Möchte das beileibe nicht auf alle Hörner übertragen. Ausserdem ist es wirklich wichtig, die gesamte Übertragungskette bis zum LS zu sehen. Trotzdem: Im letzten gehörten A-B Vergleich zu anderen Boxen haben mich die Avantgarde-Hörner doch enttäuscht. Gut, das sind Kugelwellenhörner, sind in der Klangcharakteristik wieder anders als Exponentialhörner aber immerhin... Man bekommt sie ja nicht gerade nachgeschmissen. Na gut, auch Klangeindrücke können indivduell anders gewertet werden.
schlusenbach
Inventar
#15 erstellt: 17. Sep 2004, 10:32
so wie hier einige die hörner loben, muss ich mir echt mal welche zum probehören besorgen.
jecklin_freak
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 19. Sep 2004, 08:52
Hallo Schlusenbach,
halt uns auf dem laufenden. Ich erinnere mich noch vor 30 Jahren, als ich damals zum ersten mal das Klipschhorn gehört habe, ich habe nachts davon geträumt. Das prägt fürs Leben.
Gruss Klaus
P.Krips
Inventar
#17 erstellt: 19. Sep 2004, 11:29
Hallo Andreas,


deine Frage ist etwas allgemein gestellt.

Welchen Vorteil hat Hochwirkungsgrad / Horn an sich?

Effiziente Lautsprecher (über 90dB/2,83V) klingen erfahrungsgemäss "freier", impulsiver, realitätsnaher und besitzen einen grösseren Dynamikumfang.


Na ja, in Wetzlar habe ich mal dynamisches Klassisches Material mit Cornus's Hörnern angehört, die waren, wenn es lauter wurde, aber eher am Ende angelangt als z.B. die Flächenstrahler und Theos "Referenz". Ausserdem hatte ich gerade bei Klassik eher den Eindruck von "Realitätsferne"....



Das kommt dadurch zu Stande das leichte Membranen und starke Antriebe bzw. Magnetsysteme verwendet werden. Die elektrische Dämpfung Qe wird gegenüber der mechanischen Qm erhöht, dadurch schwingt ein Chassis präziser aus-die Membranbewegung wird also besser kontrolliert. Das effiziente Chassis spricht auf kleinste Spannungsspitzen an. Die leichten Membranen haben auch den Vorteil das sie in der Aufhängung weniger taumeln und besser beschleunigt/kontrolliert werden können. Zum anderen braucht weniger elektrische Leistung zugeführt werden, die induzierten Wirbelströme und die Dynamik-Kompression durch Erwärmung der Schwingspulen-Wicklung werden verringert.


Auch na ja, über einige Deiner Aussagen, könnte man wacker streiten (und ist ja von Anderen zu der Thematik in div. Foren ja schon durchgekaut worden)
Und man sollte beim Ein- und Ausschwingen schon sagen, dass Treiber mit Qtc < ca. 0,5 "langsamer" sind als z. bei "optimaler" Güte 0,5 oder 0,56 (ob 0,5 oder 0,56 optimal ist, da herrscht nicht unbedingt Einigkeit, je nach Quelle).

Gruss
Peter Krips
SV650
Stammgast
#18 erstellt: 19. Sep 2004, 13:20
Also zum Thema Kugelwellenhorn kann ich nur positives berichten.
Allerdings handelte es sich dabei auch um eine Odeon NO. 26 für 13 000Mücken/Paar.
Zu geil sage ich nur.
Ähnliche Erfahrungen wie jecklin_freak habe ich mit erschrecken bei der Dynavox UniQorn (Backloaded) gemacht.
Für Suzanne Vega nun wirklich nicht geeignet.
Ausser man steht auf Flüstertüteneffekte.

Werde auf jeden fall in Zukunft mal genauer in richtung Kugelwellenhorn mit Breitbändern forschen.
Bis dahin kommt erstmal als kleines Übergangsprojekt der Fostex FE103E im Backloaded Hornvorschlag von Fostex.
Obwohl ich mit Backloaded bisher ja noch nicht die positivsten Erfahrungen gesammelt habe.
Und wenn sie nicht gefallen kommen sie fürs doppelte bei E-Bay weg.

Gruss Ralph
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