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high-end: alt gegen neu

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markus3
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Dez 2004, 16:30
hi,

bevor ich anfange, die "ochsentour" (shoprunning) zu absolvieren, um neue lautsprecher zu kaufen, würde ich gern ein paar meinungen hören - ich halt was aus

um es kurz zu machen: welche aktuellen boxen (welche preisklassen) können sich mit der analytik einer bm6 (...der dynamik einer sentry3 oder der wärme eines klipschhorns) messen, ohne in anderen bereichen musikalisch abzusacken?
klar, dass ich mich bessern möchte

freue mich auf kompetente antworten, markus
MH
Inventar
#2 erstellt: 29. Dez 2004, 22:04
hi Markus,

ich kenne die von Dir aufgezählten Lautsprecher leider nicht näher, habe in mir in jüngerer Vergangenheit jedoch einige meiner mehr oder weniger Traumboxen von vor 10 Jahren billig bei ebay geschossen. (Infinity Kappa, Infinity Epsilon, JBL Ti 250, Quadral Titan, T+A A2D) Einige dieser Boxen spielen in Relation zu ihren Gebrauchtpreisen wirklich verdammt gut allerdings lange nicht vergleichbar mit guten, teuren, aktuellen Modellen. Ich finde schon, dass sich in den letzten 10 Jahren einiges getan hat jedoch zumeist auch zum 10fachen Preis.

Gruß
MH
Klangwolke
Stammgast
#3 erstellt: 29. Dez 2004, 22:50
Hallo Markus

Nun, ich habe wirklich nichts mit der Firma Ascendo zu tun, habe deren Produkte aber hier im Forum auch schon erwähnt.

Meine eindrücklichste Erfahrung hatte ich dieses Jahr an der High End in München mit einer Ascendo System M. Es handelt sich um ein sehr kompromissloses Konzept mit grossem Gehäuse für den Tief- und Mitteltöner und einem separaten Gehäuse für den Hochtöner, einem Bändchen. Das gab kräftige, mühelose Bässe und eine wunderbare Auflösung. Während der Vorführung kam mir ein Händler meines Wohnorts in den Sinn, er ist ein Anhänger von Hörnern (betrieben mit Röhren). Ihm hätte das bestimmt gefallen, das Ganze wirkte enorm dynamisch, ohne Verfärbungen, wie sie bei Hornsystemen auftreten können. Ich kam ins Gespräch mit einem Besucher der High End, welcher diesen Lautsprecher besitzt, vorher hatte er einen Hornlautsprecher. "Das alte Horn-System zog nicht so schön von unten durch wie die Ascendo" war sein Kommentar. Kostenpunkt etwa 20'000 Euro aufwärts, je nach Ausführung.

Ascendo verfügt auch über Know-How in Raumakustik, dies wurde an der High End eingesetzt und war bestimmt auch mit ein Grund an der dort meiner Meinung nach sehr gelungenen Vorführung.

In der letzten Ausgabe von image hifi war ein Test der kleinen Schwester der System M. Die Bewertung war positiv, wenn auch nicht gerade euphorisch.

Bei uns in der Schweiz gab es bis etwa Anfang der 90er-Jahre die Fera (Fernseh-Radio-Ausstellung), welche alljährlich in Zürich stattfand. Ich hatte dort mal die Gelegenheit, ein Eckhorn zu hören, war doch sehr beeindruckend.

Gruss Jürg
plz4711
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 30. Dez 2004, 11:21

MH schrieb:
...dass sich in den letzten 10 Jahren einiges getan hat


Ich habe noch nie einen solchen Vergleich angestellt.
Könnte es vielleicht sein, dass die "alten" einfach nach dem damaligen Hörgeschmack designed wurden,
während die "neuen" einfach dem heutigen Hörgeschmack entsprechen?

Ich denke dabei z. B. an Flügel. Hatte mal einen Grotrian-Steinweg Baujahr 1910. Romantisch-weicher Klang.
Die heutigen Flügel klingen aber deutlich härter.
Zeitgeschmack? Mode?
speedhinrich
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2004, 13:24

MH schrieb:
hi Markus,

ich kenne die von Dir aufgezählten Lautsprecher leider nicht näher, habe in mir in jüngerer Vergangenheit jedoch einige meiner mehr oder weniger Traumboxen von vor 10 Jahren billig bei ebay geschossen. (Infinity Kappa, Infinity Epsilon, JBL Ti 250, Quadral Titan, T+A A2D) Einige dieser Boxen spielen in Relation zu ihren Gebrauchtpreisen wirklich verdammt gut allerdings lange nicht vergleichbar mit guten, teuren, aktuellen Modellen. Ich finde schon, dass sich in den letzten 10 Jahren einiges getan hat jedoch zumeist auch zum 10fachen Preis.

Gruß
MH


Hi MH,
der angebliche Fortschritt wird uns von der Fachpresse monatlich suggeriert. Inzwischen bekommen spindeldürre 1 m hohe "Mittelhochtöner" (N 803, Virgo) genausoviele Punkte wie frühere Grosslautsprecher (Magnepan Tympany, Duntech, grosse Infinitys).
Meine jetzigen Testsieger Boxen Mezzo-Utopia kann ich bei einem Freund mit 15 Jahre alten Infinity IRS Gamma vergleichen. Das macht mich etwas ratlos!!! Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Vom grundsätzlichen Fortschritt
spüre ich jedenfalls nichts.

Gruss
musicshaker
Stammgast
#6 erstellt: 30. Dez 2004, 13:39
Hallo,

leider kenne ich die von Dir angesprochenen Lautsprecher nicht, sollen aber ja nicht die schlechtesten des Marktes gewesen sein. Einen Fortschritt beim Boxenbau würde ich nur dahingehend sehen, daß die Produkte aufgrund des Marktwettbewerbes immer preiswerter werden und trotzdem gute Qualität bieten. Allerdings muß man für richtig gute Speaker (auch wegen der dann hohen Material- und Verarbeitungsqualität) nach wie vor tief in die Tasche greifen. Empfehlen würde ich Dir dann (so wie ich), die Traumboxen selber zu bauen (Hobby-Hifi bietet hier gute Anregungen-es gibt sicher auch Anbieter mit fertigen Bausätzen). Aufgefallen ist mir selbst bei teuersten Fertigboxen wird Klang durch minderwertige Frequenzweichenbauteile und Innenverkabelung verschenkt-hier kann man auf jeden Fall optimieren.

Gesundes Neues.
plz4711
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 30. Dez 2004, 15:02
Obgleich ich praktisch keine Hörerfahrung mit High-End-Gerät habe,
so wundert mich doch, dass, z. B. K+H selbst bei der O500C mit Gewebekalotte und Polypropylen arbeitet.
Kein Titan, Kevlar, Alu, Diamant, Beryllium, Sandwich, ...-Membran, keine Rede von Spezialkabeln, sondern schlicht:
Ein Digitaleingang, digitale Frequenzweiche, ein Verstärker je Chassis inkl. Limiter, dyn. shelving-Funktion zur Tiefbasserweiterung, Ortsanpassung, FIR/IIR-Filter zur Auswahl, Einmeßbar, blablabla.
Oder z. B. MEG 922k. *) Nierenförmige Abstrahlcharakteristik im Bass. Nix 6db-Weichen-Blabla (dynaudio)

An diesen Geräten + Preisen müßten sich meiner Meinung nach Gesamtanlagen (also Verstärker, Kabel, Box) messen lassen.

*) wohl etwa 3500 Netto. Pro Stück.


[Beitrag von plz4711 am 30. Dez 2004, 15:02 bearbeitet]
martin
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 30. Dez 2004, 15:46
@plz4711


...z. B. K+H selbst bei der O500C mit Gewebekalotte und Polypropylen arbeitet


[Klugscheißmode] Die Membran des Basschassis von PHL ist aus beschichteter Pappe

Grüße
martin
Speedy
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 30. Dez 2004, 16:10
...und der Mitteltöner gehört zu den teuersten am Markt erhältlichen......
lens2310
Inventar
#10 erstellt: 30. Dez 2004, 16:39
Hatte vor kurzem die Möglichkeit einen großen Standlautsprecher von T+A zu hören. Das Teil hatte eine eingebaute Röhrenendstufe(?). Muß leider sagen, das der Klang mich nicht gerade umgehauen hat, sorry.

Eckhard


[Beitrag von lens2310 am 30. Dez 2004, 16:40 bearbeitet]
Speedy
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 30. Dez 2004, 16:52

lens2310 schrieb:
Hatte vor kurzem die Möglichkeit einen großen Standlautsprecher von T+A zu hören. Das Teil hatte eine eingebaute Röhrenendstufe(?). Muß leider sagen, das der Klang mich nicht gerade umgehauen hat, sorry.

Eckhard


Hi,

die Röhrenendstufe wird aber nur für den Hochtonelektrostaten genutzt und kann da übertragerfrei arbeiten. Das macht schon Sinn, hat aber letztlich nix mit der Gesamtkonzeption und der Endperformance des kompletten Systems zu tun.

Gruß
Speedy
lens2310
Inventar
#12 erstellt: 30. Dez 2004, 17:08
Danke Speedy,
Weiß nicht um welches Modell es sich da gehandelt hat.
Jedenfalls würde ich sie nicht gegen meine tauschen wollen.

Eckhard
Michael_Leonhardt
Stammgast
#13 erstellt: 30. Dez 2004, 17:49

plz4711 schrieb:
Obgleich ich praktisch keine Hörerfahrung mit High-End-Gerät habe,
so wundert mich doch, dass, z. B. K+H selbst bei der O500C mit Gewebekalotte und Polypropylen arbeitet.
Kein Titan, Kevlar, Alu, Diamant, Beryllium, Sandwich, ...-Membran, keine Rede von Spezialkabeln, sondern schlicht:
Ein Digitaleingang, digitale Frequenzweiche, ein Verstärker je Chassis inkl. Limiter, dyn. shelving-Funktion zur Tiefbasserweiterung, Ortsanpassung, FIR/IIR-Filter zur Auswahl, Einmeßbar, blablabla.
Oder z. B. MEG 922k. *) Nierenförmige Abstrahlcharakteristik im Bass. Nix 6db-Weichen-Blabla (dynaudio)

An diesen Geräten + Preisen müßten sich meiner Meinung nach Gesamtanlagen (also Verstärker, Kabel, Box) messen lassen.

*) wohl etwa 3500 Netto. Pro Stück.


Also, soo banal ist eine O500C nun auch nicht grade aufgebaut. Laut HP von K+H:
Die HT-Kalotte ist eine Titan/Gewebekalotte
Die MT-Kalotte ist eine 75mm-Kalotte! Das ist am Markt praktisch kaum für gute Worte und sehr sehr viel Geld zu bekommen.
Der Basstreiber dürfte von ähnlich hoher Qualität sein.
Dann noch den ganzen digitalen Sermon betrachtet, zeigt sich doch grade hier der technische Fortschritt gegenüber vor 10-20 Jahren. Ähnliche digitale Konzepte von früher können da einfach nicht mit.

Ach ja, zwei ganz grosse Handicaps hat die O500C:
- recht teuer (ok, sind aktiv und können ggf. ohne VV betrieben werden, zugegeben)
- potthässlich und unförmig (mal provokativ formuliert)

Die MEG's sind (geringfügig) hübscher und meines Wissens etwas preisgünstiger. Wer allerdings diese Würfel (ME901) mal auf den Ständern vor sich gesehen hat, traut sich kaum, das der besten Ehefrau von allen als Wohnraumausstattung vorzuschlagen.

Aber schaut selbst:
www.kleinundhummel.de
www.me-geithain.de

Gruß Michael Leonhardt
markus3
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 30. Dez 2004, 19:41
hi,

zuerst mal vielen dank für die antworten - das ist für mich eine interessante diskussion über ein schwierig-angenehmes thema

hinweise auf aktuelle, gute boxen freuen mich natürlich und die highend in münchen ist schon vorgemerkt.

zu den von mir genannten lautsprechern:
sentry und klipsch waren halt extrem bekannt - ich hab deshalb durch nennung dieser namen und einer ersten beschreibung meiner erwartung auf crossreferenzen gehofft.
die bm6 war - imho - in einer anderen liga, preislich etwa gleich, aber musikalisch ...
das erste hörerlebnis war unfreiwillig, ich hab kopfhörer angeschaut, im hauptraum hat jemand, zuerst bei brothers in arms von den dire straits, zwischen versch. boxen rumgeschaltet - et voila: auf einmal hat jemand die betonwände zwischen lautsprechern und hörer atomisiert, die sonne ist aufgegangen .. und die bm6 war an der reihe, die hat echt musik gemacht!!
deshalb gefällt mir vielleicht der vergleich mit dem klang der flügel so gut ... aber bitte bei gleichzeitigkeit: in jeder "epoche" gibt´s boxen unterschiedlichster charakteristik, oder?

würd´s "mein" hifistudio noch geben, wär´s ja eh einfach.
was hab ich mir für unausgegorenen schrott anhören müssen: damals sind (auch schon richtig teure) boxen von canton und magnat hochgelobt worden. in wirklichkeit unmusikalisch bis zum erbrechen - und so war´s mit vielen hochgelobten highendboxen bis zum kleiderschrankformat: gross ist nicht alles

ich denke "gut" ist kein epochenbegriff, ich denke "einmal gut, immer gut".
aber vielleicht gilt ja auch "früher gut, heute besser" .. obwohl ich damit oft genug verständnisproblem hab, besonders wenn´s auf den 1. blick nur preisliche extreme gibt .. weil, heutzutage einen lautsprecher zu bauen, der so gut klingt wie die bm6 und dafür 10-mal soviel kostet ist sicher einfallsreich

naja, den damaligen preis für die bm6, rd. 7000 mark, und den damaligen bierpreis, rd. 11 mark, hochgerechnet, zeigt, dass die k+h und die me-g - preise durchaus in der gleichen grössenordnung sind.
mal schauen .. und hören.

grüsse, markus
Speedy
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 31. Dez 2004, 20:38

markus3 schrieb:
hinweise auf aktuelle, gute boxen freuen mich natürlich und die highend in münchen ist schon vorgemerkt.


Hi Markus,

falls Du aus München oder Umgebung kommst, geh doch mal zur "Hörzone". Da kannst Du MEG und K&H hören, was üblicherweise nicht so einfach ist.

Gruß
Speedy
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