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Verzinnen der Lautsprecherkabelenden?

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Tourban
Stammgast
#1 erstellt: 26. Apr 2005, 16:13
Hallo,
ich wollte heute die Denon-Lautsprecher meiner Eltern an meinem Verstärker testen und habe festgestellt, dass (wohl mein Vater) jeweils das Ende der Kabel mit einem Lötkolben verzinnt hat, bevor er sie in die +/- -Klemme der LS gesteckt hat.

Nun stelle ich mir die Frage, wozu das gut ist und ob es irgendwelche klanglichen Auswirkungen hat, oder lediglich dafür sorgt, dass alle Litzen angeschlossen sind?

(Mein Vater ist im mom. nicht da, daher hier die Frage)

Vielen Dank,
Tourban
Monsterdiscohell
Stammgast
#2 erstellt: 26. Apr 2005, 16:49
Schützt vor Oxidation der Kabelenden und vor Kurzschlüssen Von klanglichen Auswirkungen weiß ich nix
Mindflayer
Stammgast
#3 erstellt: 26. Apr 2005, 20:34
Habe mal gelesen dass man es nicht machen soll. Angeblich ändert sich der Widerstand und es können verzerrungen auftreten. Benutze mal die Suchfunktion.
Otscho
Stammgast
#4 erstellt: 26. Apr 2005, 21:12
Ich denke, es ist dabei entscheidend, dass zwischen den beiden Metallen (Kupfer/Zinn) Kriechstrome entstehen können, die man u.U. dann vielleicht auch hört, bzw. die eben den Klang verfälschen.
Duncan_Idaho
Inventar
#5 erstellt: 26. Apr 2005, 21:15
lose Kabelenden zu verzinnen und in die Klemmen zu stecken hat einen deutlichen Nachteil... wenn man des Lötens nicht zu mächtig ist, kann man das ganze etwas zu kalt machen.... und beim einklemmen kann es dann nach einiger Zeit passieren, daß der Zinn wegbröselt.... daher jemanden mit Erfahrung dranlassen....
manaslu
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Apr 2005, 04:09
Es entsteht ein weiterer Übergangswiederstand durch das Verzinnen ! Die Voodoofans hier im Forum meinen das daß negativen Einfluß auf das 'Klangkarma' haben soll.......
alice35
Inventar
#7 erstellt: 27. Apr 2005, 06:14
In Fachmärkten ist dieses Gang und Gäbe. Neben der bereits oben beschriebenen Nachteile gibt's auch einen (1) Vorteil: durch häufiges Um/Anschliessen verschleissen die Kabelenden nicht so schnell; auch Aderendhülsen werden in diesem Bereich gerne verwendet. Man geht davon aus, daß durch die bereits vorhandenen Schnittstellen (Umschaltanlage) keine weitere(hörbare) Verluste auftreten.

Weitere Nachteile: Bei billigen Klemmanschlußterminals finden diese Enden oftmals nicht den optimalen Halt und rutschen gerne wieder heraus. Bei Verwendung von Aderendhülsen verhakt sich manchmal selbige im Terminal und ist dann nur schwer wieder zu entfernen - oft verbleibt die Hülse nach gewaltsamen Entfernungsversuchen auch in den Klemmen.

Zu Hause hat meiner Meinung nach (auch bei Schraubterminals) diese lediglich mit 1 Vorteil behaftete "Kabelkonfektionierung" nix zu suchen.

Beim häuslichen Anschluß muß soviel Zeit einfach sein, die Kabelenden sorgfältig anzuschliessen.

mfg alice
richi44
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 27. Apr 2005, 06:49

Otscho schrieb:
Ich denke, es ist dabei entscheidend, dass zwischen den beiden Metallen (Kupfer/Zinn) Kriechstrome entstehen können, die man u.U. dann vielleicht auch hört, bzw. die eben den Klang verfälschen.


Kriechströme entstehen bei schlechter Isolation. Wenn beispielsweise ein Material wie Papier oder Karton verwendet wird, das feucht ist, so entstehen schwach leitende Strecken. Das bezeichnet man als Kriechströme.
Richtig ist, dass unterschiedliche Metalle eine art Batterie bilden und damit Ströme fliessen können. Aber erstens sind die Kabellitzen meist von Hause aus schon verzinnt, nur nicht zu einem festen Draht verlötet, sodass die zwei Metalle da schon vorhanden sind. Zweitens kann die Klemme am Lautsprecher aus vergoldetem Messing sein und jene am Verstärker aus verzinntem Eisen, sodass wir da schon jede Menge an unterschiedlichen Metallen haben. Drittens sind in der Box selbst auch alle Drähte angelötet, mit dem gehabten Effekt. Und viertens, wenn diese Spannungen entstehen würden, so wären sie zwar in der Hinleitung vorhanden, aber in der Rückleitung in genau umgekehrter Reihenfolge, sodass sich die Sache wieder aufhebt.
Wer dem also eine Klangverfälschung andichtet, hat das mit der Physik nicht verstanden.
Etwas anderes ist die Tatsache, dass sich Zinn wie Eis verhält. Unter Druck fliesst es weg. Das bedeutet, dass ein dick verzinntes Kabel bei einer Schraubklemme im Lauf der Zeit locker wird. Das gilt natürlich nicht für Federklemmen. Und ausserdem entsteht am Ende der Verzinnung ein Bereich, in welchem sich die einzelnen Litzen nicht mehr bewegen können. Das führt zum Kabelbruch unmittelbar nach der Verlötung. Sauber verdrillen und festklemmen ist das Beste. Fast so gut sind Kabelhülsen, weil sie sicher alle Drähtchen zusammenhalten. Allerdings besteht auch da die Gefahr des Bruchs.
GandRalf
Inventar
#9 erstellt: 27. Apr 2005, 07:07
Moin auch,

Ein weiteres kleines Problem beim Verzinnen sind die im Lötzinn enthaltenen Flussmittel. Sie können unter Umständen eine dünne Schicht auf der Oberfläche des Lötzinns bilden, und so isolierend wirken.
flex.
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Apr 2005, 07:26

GandRalf schrieb:
Moin auch,

Ein weiteres kleines Problem beim Verzinnen sind die im Lötzinn enthaltenen Flussmittel. Sie können unter Umständen eine dünne Schicht auf der Oberfläche des Lötzinns bilden, und so isolierend wirken. ;)


nur wenn du lötzinn benutzt, dass älter als dein opa is
bei jedem neuen lötzinn (muss nichmal teuer sein) tritt dieser effekt bereits nicht mehr auf...

ertens ist das flussmittel jetzt auch leitetnd und zweitens verdampfts^^

trotzdem würd ich die kabelenden nicht verlöten...warum irgendwas fragwürdiges basteln wenns auch für ganz wenig kohlen ganz tolle stecker und hülsen gibt??


greez.
flex.
GandRalf
Inventar
#11 erstellt: 27. Apr 2005, 08:14
Moin flex.,


nur wenn du lötzinn benutzt, dass älter als dein opa is
bei jedem neuen lötzinn (muss nichmal teuer sein) tritt dieser effekt bereits nicht mehr auf...


Schön, wenn es immer so wäre. -Habe da letztens erst das negative Beispiel gesehen.

Also ruhig etwas mehr Geld fürs Lötzinn ausgeben.

detegg
Administrator
#12 erstellt: 27. Apr 2005, 08:37
richi44 schrieb:
Richtig ist, dass unterschiedliche Metalle eine art Batterie bilden und damit Ströme fliessen können

Diese s.g. Thermospannungen bilden sich an jeder Übergangsstelle zwischen unterschiedlichen leitenden Metallen. Sie sind temperaturabhängig. Technisch macht man davon z.B. bei der Hochtemperaturmessung (Thermoelemente NiCrNi, etc.) Gebrauch.
Die Spannungen liegen im µV-Bereich und sind Gleichspannungen - wie sich die wohl im Lautsprecher anhören ... ?

Gruß - Detlef
Röhrender_Hirsch
Inventar
#13 erstellt: 27. Apr 2005, 09:02
Auf den Platinen im Verstärker und den sonstigen Geräten sollte es auch viele Punkte geben, an denen Zinn mit Kupfer eine Verbindung eingeht.

Bei den ganzen Kriechströmen, die dort so rumwuseln, ist es ein Wunder das überhaupt noch erträgliche Musik aus den Boxen kommt...
Duncan_Idaho
Inventar
#14 erstellt: 27. Apr 2005, 10:25
Sinnvoll ist es einfach, wenn die Verkabelung mechanisch wie auch elektrisch sauber gemacht ist.... und wenn möglich eine gute (16Kilo+) Krimpzange bei den Hülsen genutzt wird...
toaotom
Stammgast
#15 erstellt: 27. Apr 2005, 11:55

Etwas anderes ist die Tatsache, dass sich Zinn wie Eis verhält. Unter Druck fliesst es weg. Das bedeutet, dass ein dick verzinntes Kabel bei einer Schraubklemme im Lauf der Zeit locker wird.


Das kann ich nur bestätigen... sowas ist Mist! Lieber nur verdrillen oder mit ordentlichen Kabelschuhen...
Tourban
Stammgast
#16 erstellt: 27. Apr 2005, 17:06
Ok, dann werde ich es bei meinen LS wohl so lassen wie es ist.

Vielen Dank für eure Antworten,
Tourban
<Christoph>
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 28. Apr 2005, 08:09
Hallo,

das Problem ist, dass das Lötzinn an der Oberfläche oxidiert! Bei "richtigen" Lötverbindungen stört das anders als bei einer Klemmverbindung selbstverständlich nicht! Bei einer Klemmverbindung entstehen dann halbleiterartige Übergangswiderstände, die Verzerrungen verursachen können. Das hat nichts mit Voodoo zu tun :|!

Gruß
Christoph
Klaus_N
Stammgast
#18 erstellt: 12. Mai 2005, 10:51
Bei verzinnten Leitungen, die in Schraubklemmen angeschlossen werden, lässt der Kontaktdruck nach (das Zinn ist weich) und es entstehen Übergangswiderstände - nicht ganz unkritisch, da bei Lautsprechern doch einiges an Strom fließt. Ich würde es nicht machen.

Gruß, Klaus
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