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Verwirrung der Ohme...

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Geograph
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Mai 2005, 23:04
Hallo Miteinander!

Ich besitze zwei recht bescheidene, dennoch schön und lieblich tönende KEF Q1 Regalboxen an einem älteren Harman/Kardon-Stereo-Verstärker mit ebenfalls Harman/Kardon-CD-Player.

Ich möchte meine Anlage nun Schritt für Schritt zur Surround-Anlage ausbauen. Einer der ersten Schritte (nachdem die Technik für den AV-Receiver und den SACD-Player nun fest steht) soll auch die Anschaffung eines Center-Speakers sein, damit man sich endlich mal die schönen alten Mercury Living Presence Aufnahmen im "originalen" 3-Kanalton geben kann.

Die KEF-Center (Q6c oder Q9c) finde ich jedoch unverhältnismäßig teuer im Vergleich zu den Q1. Daher soll es nun ein anderer Hersteller sein. Ich liebäugele mit Magnat (Vintage Center 4).

Mein (vermeintliches) Problem: Die KEFs sind (laut Herstellerangabe) 8 Ohm, die Magnat wäre 4 Ohm. Jetzt meine laienhaft bescheidene Frage an die versammelte Forumsfachwelt: Kriegt der AV-Receiver jetzt die Krise, wenn da Boxen mit verschiedener Ohm-Klassifizierung in einem Surround-Set auf ihn zukommen?

Man liest ja sehr viel darüber, unter anderem, dass das mit den Ohm-Werten heutzutage ziemlicher Blödsinn sei, weil einerseits die Herstellerangaben total unkorrekt seien, andererseits die Verstärker mittlerweile so robust sind, dass die das packen. Was meint Ihr?

Danke für Eure Hinweise & Tipps!

Rainer
stadtbusjack
Inventar
#2 erstellt: 08. Mai 2005, 23:23
Moin,

den Receiver dürfte das nicht weiter stören, aber die LS mit unterschiedlichen Impedanzen werden auch unterschiedlich laut sein! Du musst also noch mehr auf ein sauberes Einpegeln der einzelnen LS achten. Du kannst aber auf keinen Fall einfach irgend einen Cener mit den KEF kombinieren! Wenn dir der originale Center zu teuer ist, wie wäre es dann einfach mit einem weiteren Q1 Pärchen? Den zweiten LS kannst du dann später, wenn du auf 6.1 aufrüsten willst, als Back-Center einsetzen.
Dualese
Inventar
#3 erstellt: 09. Mai 2005, 00:37
Hallo Rainer,

Bei parallelem Anschluß von 2 LS-Boxen pro Kanal "halbiert" sich der Anschluß-Impedanzwert (Impedanz = frequenzabhängiger Ohmscher Widerstand) also bei 2 x 8 Ohm LS auf 4 Ohm... und bei 2 x 4 Ohm LS auf 2 Ohm... Zwischen/Mischwerte natürlich auch möglich !

Der ungünstigste Fall wären wohl Zwei 4 Ohm Lautsprecher, niederohmiger baut meines Wissens heute kein Hersteller !?

Da sich dieser "Nennwert" je nach LS-Modell aber bei steigender Last (Pardyyy-Lautstärke) sehr stark nach unten bewegt, kann das für den AMP recht kritisch werden, denn die Stromstärke (Ohmsches Gesetz) steigt mit sinkendem Widerstand, erreicht irgendwann mal "Lichtbogen-Schweiß-Stärke"... und kurz danach gegen "0" Ohm ist dann per berühmtem "Kurzschluß" = Fenito !

In jedem Fall vor solchen Maßnahmen prüfen ob der AMP eine funktionierende Schutzschaltung UND/ODER leicht zugängliche Kurzschlußsicherungen im Endstufenweg hat.

Keins von Beiden ... Puuuuuhhhh

Grüße vom flachen Niederrhein...
Dualese
Apalone
Inventar
#4 erstellt: 09. Mai 2005, 07:09

Dualese schrieb:
Hallo Rainer,

Bei parallelem Anschluß von 2 LS-Boxen pro Kanal "halbiert" sich der Anschluß-Impedanzwert (Impedanz = frequenzabhängiger Ohmscher Widerstand) also bei 2 x 8 Ohm LS auf 4 Ohm... und bei 2 x 4 Ohm LS auf 2 Ohm... Zwischen/Mischwerte natürlich auch möglich !

Der ungünstigste Fall wären wohl Zwei 4 Ohm Lautsprecher, niederohmiger baut meines Wissens heute kein Hersteller !?

Da sich dieser "Nennwert" je nach LS-Modell aber bei steigender Last (Pardyyy-Lautstärke) sehr stark nach unten bewegt, kann das für den AMP recht kritisch werden, denn die Stromstärke (Ohmsches Gesetz) steigt mit sinkendem Widerstand, erreicht irgendwann mal "Lichtbogen-Schweiß-Stärke"... und kurz danach gegen "0" Ohm ist dann per berühmtem "Kurzschluß" = Fenito !

In jedem Fall vor solchen Maßnahmen prüfen ob der AMP eine funktionierende Schutzschaltung UND/ODER leicht zugängliche Kurzschlußsicherungen im Endstufenweg hat.

Keins von Beiden ... Puuuuuhhhh

Grüße vom flachen Niederrhein...
Dualese


Hallo!
Die Impedanz ändert sich NICHT mit der Lautstärke sondern mit der Frequenz. Dass die sich ändernde Impedanz bei höheren Lautstärken dem Verstärker mehr abfordert ist eine andere Sache.
Aber das spielt im vorliegenden Fall auch keine Rolle: der Center hat einen eigenen Kanal, da wird nichts parallel geschaltet.

Marko
sakly
Inventar
#5 erstellt: 09. Mai 2005, 07:13

Dualese schrieb:
Da sich dieser "Nennwert" je nach LS-Modell aber bei steigender Last (Pardyyy-Lautstärke) sehr stark nach unten bewegt


Kannst du das mal technisch näher erleutern?
Wieso sollte der Widerstand mit erhöhter Lautstärke sinken? Bei Wärme erhöht sich normalerweise in einem Leiter der Widerstand (Beispiel siehe Glühbirne).

Parallel geschaltet wird hier doch auch nichts.
Apalone
Inventar
#6 erstellt: 09. Mai 2005, 07:20

sakly schrieb:

Dualese schrieb:
Da sich dieser "Nennwert" je nach LS-Modell aber bei steigender Last (Pardyyy-Lautstärke) sehr stark nach unten bewegt


Kannst du das mal technisch näher erleutern?
Wieso sollte der Widerstand mit erhöhter Lautstärke sinken? Bei Wärme erhöht sich normalerweise in einem Leiter der Widerstand (Beispiel siehe Glühbirne).

Parallel geschaltet wird hier doch auch nichts.


Na, da haben die beiden "LS-Frickler" doch wieder dasselbe gedacht...
sakly
Inventar
#7 erstellt: 09. Mai 2005, 07:34

Apalone schrieb:

sakly schrieb:

Dualese schrieb:
Da sich dieser "Nennwert" je nach LS-Modell aber bei steigender Last (Pardyyy-Lautstärke) sehr stark nach unten bewegt


Kannst du das mal technisch näher erleutern?
Wieso sollte der Widerstand mit erhöhter Lautstärke sinken? Bei Wärme erhöht sich normalerweise in einem Leiter der Widerstand (Beispiel siehe Glühbirne).

Parallel geschaltet wird hier doch auch nichts.


Na, da haben die beiden "LS-Frickler" doch wieder dasselbe gedacht...




Hatte ich nach dem Posten auch gesehen...;)
Geograph
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 09. Mai 2005, 10:31
Hallo, liebe Tipp-Geber und Frickler!

Danke für Eure interessanten Antworten. Die letztendliche Frage ist aber noch nicht bantwortet worden (meine ich jedenfalls).

Kurz formuliert: Geht das nun? Oder geht das nich'?

Ich bin nun mal Geograph und kein Atomphysiker, deswegen ist mir der technische Schnickschnack relativ egal. Ich will nur wissen, ob das technisch geht, ohne das ich meinen Receiver auf den Mars schieße bzw. ohne, dass ich da plötzlich unterschiedlich laute Boxen tönen habe.

Ich weigere mich auch zu glauben, dass bei einem Surround-Boxenset alles von der selben Marke bzw. Reihe sein muss. Ein Beispiel (was im Fall KEF ziemlich unwahrscheinlich ist): Wenn deren Center jetzt der totale Bullsh*t sein sollte, dann muss ich doch in der Lage sein, mir was ordentliches von 'nem anderem Hersteller zu besorgen. Ich verstehe schon, dass KEF mit den Uni-Q-Chassis einen ziemlich eigenen Sound hat und das es schwer wird, was passendes zu finden, doch es kann doch wohl kaum unmöglich sein.

Und eben darum muss ich wissen: Guck' ich nun ängstlich oder lässig auf die Ohmzahl?

Danke für Eure (wenn's geht easy formulierten ) Antworten!

Schüss,
Rainer
sakly
Inventar
#9 erstellt: 09. Mai 2005, 10:41
Easy: technisch absolut kein Problem. Unterschiedliche Impedanzen sind dem AVR egal. Die Lautstärkeunterschiede zwischen den unterschiedlichen Lautsprechern werden aber unweigerlich kommen, lassen sich jedoch mit dem AVR ohne Probleme einpegeln. Gerade dafür kannst du doch jeden einzelnen Lautsprecher in der Lautstärke anpassen.

Die Sache mit dem homogenen Sound ist da natürlich eine andere Geschichte. Wenn dir einer durchs Bild geht und ne Geschichte erzählt, wird das schon "nervig" sein. Links kommend eine ausgewogene Stimme, in der Mitte grundtonstärker und rechts wieder ausgewogen zum Beipsiel. Das kann schnell an die Nerven gehen,w enn das öfter vorkommt. Da im Film alles vorne passiert, ist davon auszugehen, dass das öfter vorkommen wird
Daher der Tipp gleiche LS zu nutzen.
ecker98
Stammgast
#10 erstellt: 09. Mai 2005, 10:51
Hallo Zusammen

Hier mal ganz einfach.
Wenn Dein Mehrkanal-Verstärker am Center Ausgang nominal 4ohm treiben kann, dann sollte er das auch ohne Schaden dauerhaft tun. Lese hierzu im Handbuch unter "technische Daten" Deines Verstärkers nach. Offt steht die Angabe der Impedanz auch in der Nähe der LS Anschlüsse.

Ob das klangliche Ergebnis danach zufrieden stellt, steht auf einem anderen Blatt.

Gruß
Uwe
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