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Vollverstärer oder Vor- Endstufe

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JürgenR
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Mrz 2006, 22:32
Hallo Ihr,

ich bin in der glücklichen Lage, mir eine neue Anlage kaufen zu können. Was ich beim Blättern der Testberichte nicht ganz zuodnen kann, ist folgendes:

z.B. Ein Vincent Vollverstärker SV 238 kostet 2500 € und hat 85% beim Stereo Testspiegel. Eine Vincent SA-93 kostet 1700 € und hat 70% + Vincent Endstufe SP 998 kostet 3600 € und hat 92%. Also 2500 gegen 5300.

Nicht, das ich auf Testberichte viel gebe, außer das sie als Anregung zum Hören dienen, nur die 70% zu den 85% kann ich nicht zuordnen.

Ich höre mir die Teile natürlich ausfühlich an, aber im Vorfeld und zuhause nach dem auffinden dieses Forums und dem Spaß, den dieses Thema macht, stellt ein Anfänger/Wiedereinsteiger gerne Fragen.

Ist eine Vorverstärker + Endstufenkombination dem Vollverstärker tendenziell vorzuziehen?

Der Tip, der kommen muss, hör dirs an, ist klar, tu ich. Hintergründe von erfahreren Leuten würden mich interessieren.

Danke für Tip und Hinweise
Haichen
Inventar
#2 erstellt: 02. Mrz 2006, 07:40
Moin !
Die Testberichte helfen Dir nicht wirklich weiter.
Ebenso die sog. Empfehlungen in den sog. Fachzeitschriften.

Die Kunst ist es, dasss jeder für seinen pers. Geschmack die richtige Hifi-Kette findet.

Wenn Du im Hinblick auf die Raumgröße, Klang der LS und vor allem der Raumakkustik die richigen LS für Dich gefunden hast (bei der Suche kann viel Zeit ins Land gehen), so entscheidet dann wiederum Dein pers. Geschmack, welche Elektronik in Deiner Kemenate an Deinen LS am besten klingt.

Greets

Haichen
Hüb'
Inventar
#3 erstellt: 02. Mrz 2006, 07:54
Hi!

Die Notwendigkeit der Aufteilung von Vor- und Endstufe aufgrund von Störungen der Vorstufe durch den Leistungsversträrker ist heute oftmals nicht mehr gegeben, da immer seltener Vinyl gehört wird (die Phonosektionen sind häufig sehr empfindlich).

Weiterhin gibt es ganz praktische Gründen für einen Vollverstärker:
- Du zahlst nur ein Netzteil und ein Gehäuse (2 der Hauptkostenfaktoren im Gerätebau!)
- Du benötigst weniger Stellfläche und Platz für die Geräte
- Dein Stromverbrauch dürfte etwas geringer ausfallen
- ambitionierte Plattenhörer rüsten eh einen externen Phono-Pre nach
- bei einer Vor-/End-Kombi wird ein zusätzliches Kabel benötigt, welches den Signalweg verlängert und bezahlt werden will

Ein gegebenes Budget würde ich persönlich eher in einen Vollverstärker, als in eine Vor-/End-Kombi stecken.

Nachteil: Spielereien wie Bi-Amping werden erschwert, sind aber dem Grundsatz nach sowieso umstritten.

Wie groß ist denn Dein Budget?

Lieben Gruß

Frank
MLuding
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 02. Mrz 2006, 10:23

z.B. Ein Vincent Vollverstärker SV 238 kostet 2500 € und hat 85% beim Stereo Testspiegel. Eine Vincent SA-93 kostet 1700 € und hat 70% + Vincent Endstufe SP 998 kostet 3600 € und hat 92%. Also 2500 gegen 5300.


Morgen,

in der STEREO beziehen sich die Prozentangaben immer auf die Klangqualität im Vergleich zum jeweiligen besten Gerät der Kategorie. der Vollverstärker SV 238 bietet also 85% der Klangqualität des derzeit besten bei STEREO getesteten Vollverstärkers. Bei den Vor- und Endstufen ist die Einstufung analog, nur dass es eben bei Vor-/ Endstufen preislich nach oben so gut wie keine Grenzen gibt. Bei den Vorstufen ist die SA-93 - im Vergleich zum Angebot auf dem Markt - schon sehr günstig.

Allgemein muss die Entscheidung zwischen einer Vor- und einer Endstfe von den persönlichen Gegebenheiten abhängig gemacht werden: möchte ich gegebenenfalls später die Vor- oder Endstufe gegen eine höherwertige austauschen (die geht beim Vollverstärker natürlich nicht, bzw. man lässt - sofern der Verstärker auftrennbar ist - eine der beiden STufen ungenutzt)? Oder noch wichtiger: Habe ich besondere Lautsprecher. Z.B. mit hohem Wirkungsgrad (Hornlautsprecher oder Breitbänder) die ich mit einem Röhrenverstärker betreiben möchte (hier ist das Angebot an Röhrenendstufen viel grösser als an Röhrenvollverstärkern). Oder aber Du hast Lautsprecher die sehr leistungshungrig sind, hier sind die eingebauten Endstufen (bis auf einige hochpreisige Ausnahmen) oft nicht aureichend um die LS adäquat anzutreiben.

Bei begrenztem Budget (max. 3000-4000 Euro bezogen auf den Neupreis der Geräte) und sofern keine der obigen Sonderfaktoren zutrifft dürften Vollverstärker klanglich die bessere Wahl sein (Ausnahmen mag es aber auch hier durchaus geben).

Unabdingbar ist natürlich immer das Probehören der Verstärker mit den eigenen LS, da der Verstärker zu den LS passen muss!

Gruss
Martin
JürgenR
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Mrz 2006, 11:08
Hallo,

mein Buget liegt bei max. 8000 € für LS + Verstärker.

Eine Mögliche Variante ist Elektra 1027 BE und Symphonic Line RG 14.

Verhältniss LS zu Verstärker 5000 - 3000!?
MLuding
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 02. Mrz 2006, 14:23
Hi,

eine allgemeine Regel gibt es hier nicht, da die Kosten für den Verstärker (genauer: die Endstufe) wesentlich vom Bedarfsprofil des Lautsprechers abhängen.

In Deinem Fall wage ich aber zu behaupten, dass die Elektra nicht allzu anspruchsvoll gegenüber der Endstufe (des Vollverstärkers) sind. Von daher denke ich, dass Dein vorgeschlagenes Verhältnis (sofern die LS bereits fest stehen) durchaus gut gewählt ist.

Ob Dir allerdings diese Kombination klanglich gefällt (und nicht zu höhenbetont oder "nüchtern" klingt) kannst nur Du wissen. Bitte höre Dir diese Kombi vorher unbedingt mal an - auch im Vergleich zu anderen Kombinationen). Optimal wäre es wenn Du alles bei Dir zu Hause hören könntest, da die Raumakustik einen elementaren Anteil am Klang hat!

Gruss
Martin
JürgenR
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Mrz 2006, 15:50
Hallo Martin,

danke für deine Tips. Wie ich vermute bist du Isophon Liebhaber (dein Logo).

Einem Tip von dir bezüglich der LS, die noch höhrenswert sind, wäre ich nicht abgeneigt. Ich lasse mir bei der Suche die Zeit, die es braucht, bis ich meinen Klang, den ich im Kopf habe, gefunden habe. Jedes hören bringt einen weiter, und es macht einfach einen Riesenspaß.

Die Enigma und Vieta habe ich schon mal gehört, war allesdings die erste Sitzung.

Gruß Jürgen
MLuding
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 03. Mrz 2006, 10:29
Guten Morgen Jürgen,

ja richtig, mir gefallen Isophon Lautsprecher sehr gut. Ich würde deren Klang als neutral, extrem räumlich (insbesondere bezüglich der stabilen Abbildung und der Tiefenstaffelung)und mit einer sehr plastischen Stimmenabbildung beschreiben. Die höhen sind fein aber nicht scharf und lösen gut auf (es gibt hier sicher andere LS wie die B&W Diamanthochtöner oder die BE-Inverskalotte von Focal die hier noch besser sind). Bezüglich der Basswiedergabe sind die Isophon LS mit der Bandpasstechnologie für die jeweilige Grösse auch beeindruckend (ich habe ja auch die kleinen Galileo und was da rauskommt ist für einen Kompakt-LS schon beeindruckend).

Jetzt bin ich aber der letzte der sagt, dass meine Isophon die besten LS der Welt (in ihrer Preisklasse) sind. Das ist immer vom persönlichen Geschmack, den Hörgewohnheiten und den Räumlichkeiten anhängig. Viele Ls in Deiner Preisklasse habe ich leider nicht gehört (die LS die ich auf der High-End hören konnte waren alle nicht besonders vorteilhaft aufgestellt und konnten daher ihr Potentail sicher nicht entfalten). Längere Zeit mit meinen Endstufen konnte ich die neuen B&W 803D hören. Bezüglich Basswiedergabe, Lebendigkeit, Dynamik und Hochtonauflösung sicher Weltklasse in seiner Preisklasse. Die Räumlichkeit fand ich jedoch eher durchschnittlich. Trotzdem sicher ein LS den man gehört haben sollte (bzw. die B&W 804S wenn man nicht so viel Geld ausgeben möchte).

Sicher interessant ist auch die Isophon Cortina aus der neueren designorientierten Serie von Isophon. Vorteil gegenüber der Vieta/Enigma ist der geringere Leistungshunger. Die Vieta und Enigma brauchen wegen des Bandpasssystems leistungsstarke (und bis 3 Ohm stabile) Endstufen mit hohem Dämpfungsfaktor. Desto kräftiger desto besser! Der Symphonic Line dürfte hier aber ausreichen.

Gruss und noch viel Spass beim Probehören!
Martin
linnianer1
Stammgast
#9 erstellt: 03. Mrz 2006, 15:46
hi leute,

sorry jürgen, dass ich hier so dazwischenfunke, ich halte diesen thread aber für sehr interessant. (habe jetzt auch nicht die suchfunktion in diesem unterforum überstrapziert, und daher hier meine frage:))

v.a. die aussage bezüglich der vor-/end-kombi im gegensatz zum vv interessiert mich. wie schaut eure empfehlung denn in niedrigeren preisklassen aus? oder z.b. bei gebrauchtem hifi? (da kann man ja oft recht günstig zu guten kombis oder eben vv kommen). die grenze nach oben ist ja bekanntlich offen, aber es gibt schon recht günstige vor end kombis. (nad, rotel, oder aber gebraucht von linn oder naim) und alle oben genannten firmen bieten auch vv an. was tun?

natürlich will ja jede firma geld verdienen und meint daher vor/end-kombis wären das gelbe vom ei...

habe auch schon einiges gehört, bin jetzt aber mal gespannt auf eure meinungen!

grüsse

linnianer


[Beitrag von linnianer1 am 03. Mrz 2006, 15:48 bearbeitet]
Wiesonik
Inventar
#10 erstellt: 03. Mrz 2006, 23:35
Nabend,

Hüb hat die Vor- und Nachteile ja bereits recht ausführlich beschrieben.

Weil jetzt konkret nach den unteren/mittleren Preisklassen gefragt wird, will ich auch noch meinen Senf dazugeben.

Jahrelang habe ich mit einer Vor-/Endkombi gehört, die Anfang der 80er so um die 2700 DM gekostet hat (Yamaha C60/M60). Es hat immer viel Spass mit dieser Kombi gemacht.
Aus diversen Gründen (Platzbedarf, Optik und natürlich Klang)habe ich mich vor 3 Jahren für einen Vollverstärker entschieden.

Es ist ein ATOLL IN 100 geworden. Von ATOLL gibt es diesen Vollverstärker auch als Vor-/Endstufenkombi (PR200/AM100).
VV und VE besitzen dieselben Schaltungen und auch identische Ausgangsleistungen. Einziger Unterschied ist praktisch beim Netzteil. Der VV muß aus einem Netzteil mit 660VA leben, dieses Netzteil hat auch die Endstufe. Der Vorverstärker hat natürlich ein eigenes Netzeil mit 330VA.

Theoretisch also leichte Vorteile für die VE.

Klanglich konnte ich bei meinen sehr ausgiebigen Hörtests an verschiedenen Boxen keine klanglichen Unterschiede zwischen VV und VE ausmachen (auch nicht bei sehr hohen Pegeln).

Also Preisvorteil bei dem VV.

Ähnlich, so vermute ich, wird es sich klanglich auch bei den Mitbewerbern in dieser Preisklasse verhalten.

Bei sehr teuren Geräten, wo zum Teil sehr hohe Leistungen zur Verfügung gestellt werden, die entsprechende Netzteile benötigen, halte ich es für sinnvoll die Vorverstärkungsabteilung von der Leistungsabteilung räumlich zu trennen. Ob dann Stereoendstufen oder Monoblöcke verwendet werden, halte ich wiederum für eine Frage des Geschmackes.
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