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Transistor oder Röhre ?

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holger65
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Mrz 2006, 19:38
Hallo beisammen,

nach neuen Lautsprechern (Audioplan Kontrapunkt4) und nem neuen CDP (Naim CD5i) ist nun der Verstärker dran. jetzt meine Frage: Röhre oder Transistor? Ne blöde Frage, ich weiss. Mein Budget liegt so bis max. 2000,- Euro. Dachte z.b. an Creek Destiny oder Cayin A55T. Ich stehe vor allem auf eine gute Raumabbildung, grosse Bühne und Tiefenstaffelung. Höre hauptsächlich Jazz, Blues und viel natürliche Instrumente. Meistens in gehobener Zimmerlautstärke.
Welche "Art" Verstärker hat da die Nase vorn? Oder kann man das nicht pauschalisieren? Für die Mitteilungen eurer Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.
Habe momentan noch einen alten Cyrus2 mit PSX, welcher mir in der jetzigen Kette zu scharf klingt. Hatte schon einen Naim Nait 5i probiert, welcher aber etwas zu weich war, und vor allem vermisste ich die Tiefenstaffelung.

Danke und Gruss,
Holger
crickelcrackel
Stammgast
#2 erstellt: 12. Mrz 2006, 19:58
Röhre kann ich mir an der Kontrapunkt nur dann vorstellen, wenn sie genügend Leistung liefert. Ich würde primär nach guter Transistorelektronik suchen. Ein gebrachter Symphonic Line RG 10 liegt in Deinem Preisrahmen und ist sicher eine Alternative. Gleiches gilt für einen neuen A 80 von Arcam, wobei der RG 10 besser ist.
holger65
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Mrz 2006, 19:28

crickelcrackel schrieb:
Röhre kann ich mir an der Kontrapunkt nur dann vorstellen, wenn sie genügend Leistung liefert. Ich würde primär nach guter Transistorelektronik suchen. Ein gebrachter Symphonic Line RG 10 liegt in Deinem Preisrahmen und ist sicher eine Alternative. Gleiches gilt für einen neuen A 80 von Arcam, wobei der RG 10 besser ist. :)


Hallo Rolf,

danke für die Antwort. Ein gebrauchtes Gerät möchte ich nicht mehr - hatte schonmal Ärger mit sowas. Kennst du den Symphonic Line RG 14 ? Ist zwar etwas teurer, aber diese Geräte sollen ja wirklich gut sein. Suche halt auch etwas für die nächsten 15 Jahre.

Holger
crickelcrackel
Stammgast
#4 erstellt: 13. Mrz 2006, 21:03
Der RG 14 ist der preiswerteste Einstieg in das Vollverstärkerprogramm von Symphonic Line. Der RG 9 oder 10 sind besser, wenn jedoch nicht gewaltig. Symphonic Line bietet die Möglichkeit des Updates und der Hochrüstung. D. h., Du kannst später vom RG 14 zum RG 10 hochrüsten, was ich persönlich hoch bewerte.

Von der Performance und dem Klang sind die Verstärker aus meiner Sicht immer etwas für die nächsten 15 Jahre. Sie spielen auf hohem Niveau und bieten alle einen guten Phonoeingang. Darüber hinaus ist die Verarbeitung excellent.

Aus meiner Sicht eine ganz klare Empfehlung, wenn Du den Mehrpreis hinsichtlich des von Dir gesetzten Limits übersteigen kannst/willst.
klaus_moers
Inventar
#5 erstellt: 13. Mrz 2006, 21:34
Hallo Holger,

die Reihenfolge Deiner neuen Anschaffungen ist aus meiner Sicht nicht so glücklich. Das sage ich nicht, weil die Lautsprecher zuerst dran kamen. Sondern weil der CD-Player vor dem Verstärker kam. Auch aus optischen Gründen könnte eine andere Reihenfolge seinen Charme haben.

Einen Verstärkertipp habe ich für Dich auch. Unison Unico, den habe ich mal bei mir gehört und fand ihn unglaublich gut. Kraftvoll mit einem warmen differenzierten Klangbild. Aber an Deinen Lautsprechern kenne ich diese Kombination nicht. Der genannte Verstärker ist ein Röhren-Hybrid (Vorstufe-Röhre/Endstufe-Transit).

Grüsse,
Klaus
holger65
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 15. Mrz 2006, 20:41

klaus_moers schrieb:
Hallo Holger,

die Reihenfolge Deiner neuen Anschaffungen ist aus meiner Sicht nicht so glücklich. Das sage ich nicht, weil die Lautsprecher zuerst dran kamen. Sondern weil der CD-Player vor dem Verstärker kam. Auch aus optischen Gründen könnte eine andere Reihenfolge seinen Charme haben.

Einen Verstärkertipp habe ich für Dich auch. Unison Unico, den habe ich mal bei mir gehört und fand ihn unglaublich gut. Kraftvoll mit einem warmen differenzierten Klangbild. Aber an Deinen Lautsprechern kenne ich diese Kombination nicht. Der genannte Verstärker ist ein Röhren-Hybrid (Vorstufe-Röhre/Endstufe-Transit).

Grüsse,
Klaus



Hi Klaus,

danke für die Antwort und den Tipp,
die Reihenfolge war wirklich nicht sehr glücklich, hat sich aber nunmal so ergeben.
Habe heute einen Creek Destiny gehört, war wirklich nicht schlecht - hat mir gefallen. Den Unico SE habe ich auch schon im Visier, was mich ein wenig stört, ist die Mischung Röhre und Transistor, weiss nicht warum. Denke mir halt, entweder-oder. Werde ihn aber auf jeden Fall mal testen.

Gruss,
Holger
klaus_moers
Inventar
#7 erstellt: 15. Mrz 2006, 23:36
Hallo Holger,

ok - kann ich irgendwie nachvollziehen. Aber der Klang, der hat wirklich etwas. Durch die Vorstufe hat er einen wirklich zarten Schmelz, und die Endstufe hat sehr viel Dynamik und Druck. Damit eigentlich alle guten Tugenden. Bin mal gespannt, wie Du ihn findest. Berichte bitte mal, würde mich sehr interessieren.

Viel Glück,
Klaus
Cryptonomicron
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Mrz 2006, 13:22
tach,
für etwas unter 2000 bekommst du bei händlern das auslaufmodell linn 5125. eine 5 kanal endstufe, spielt sehr musikalisch und sind sehr räumlich.

damit könntest du deine audioplan biampen. der übrig bleibende kanal, bleibt halt übrig - oder vieleicht treibt er irgendwann nen center an...

geht meiner erfahrung ziemlich gut mit naim zusammen.

gruss
Kong2
Stammgast
#9 erstellt: 17. Mrz 2006, 17:39
Hallo Holger,

habe vor exakt dem gleichen Problem gestanden wie du, wollte erst unbedingt Röhre. Habe mich quer durch die Republik gehört. Gekauft habe ich dann den VINCENT 238. Mit etwas Geschick ist er für 2000 Neu zu bekommen. Den geb ich nie wieder her. Der Vincent ist das Ende aller Fragen. Hör ihn dir mal an. Power und Kontrolle ohne Ende. Klang ist jenseits von allem was ich gehört habe. Erst Vor-Endstufen kombinationen jenseits der 10.000 Euro Grenze brachten Hörbare Verbesserungen. Doppelt so teure Accuphase waren in wenigen Nuancen besser, im Tiefbass schlechter.

Ich höre Ihn seit 2 Wochen und er wird von Woche zu Woche besser. Er wird das letze aus deine Kontrapunkt rausholen.

Gruß

Udo
_axel_
Inventar
#10 erstellt: 17. Mrz 2006, 17:49
Hallo Kong2.

Kong2 schrieb:
wollte erst unbedingt Röhre (...) dann den VINCENT 238. (...) Power und Kontrolle ohne Ende.

Hm, wie kam es, dass Du erst eine Röhre wolltest, wenn Du auf "Power und Kontrolle ohne Ende" stehst?
Vielleicht interpretiere ich ja zuviel hinein, aber irgendwie paßt das für mich nicht zusammen.

Gruß

p.s.: Natürlich können auch Röhren ein gewisses, in vielen Fällen ausreichendes Maß an Power und Kontrolle liefern ...
Kong2
Stammgast
#11 erstellt: 17. Mrz 2006, 18:07
Hallo Axel,

nun ja, hatte mal eine Kombination Heco Anniversary mit einem Einstein CDPlayer und einer extrem teuren Röhre gehört. Das hat mir sehr gefallen. Allerdings konnten mich dann die Röhrenverstärker bis 2000 Euro nicht wirklich überzeugen. Sie klangen zwar alle sehr angenehm, je nach Musiktitel stellenweise Faszinierend, aber alles in allem wenig Druckvoll. Und das schon im vergleich bei Transistorenverstärkern um die 1000 Eus. Ausserdem fand ich, es Klang alles irgendwie geschönt. Als ich dann den 238 hörte, war es dann vorbei. Für mich ist das pures High-End zum absoluten Diskountpreis. Geeignet für jedes Musikmaterial und jede Box. Ausserdem ersetzt er die Heizung.

Gruß

udo
ruedi01
Gesperrt
#12 erstellt: 18. Mrz 2006, 09:17
Sorry, aber für diese Lautsprecher einen Verstärker zu kaufen, der 2000 € kostet, halte ich gelinde gesagt für etwas übertrieben.

Auch stellt sich die Frage Röhre oder Transistor nicht prinzipiell. Sondern eher die Frage, welcher Verstärker klanglich zum Lautsprecher und Deinen Erwartungen passt.

Mein Tipp, wenn's ein wenig zurückhaltender bei den Höhen sein soll: NAD C352. Einfache aber gut klingende Technik, robust und langlebig. Gute Räumlichkeit und Musikalität. Mehr als genug Power für Deine Boxen.

Oder Rotel RA-03. Etwas teurer und etwas heller abgestimmt als der NAD. Falls Dir der NAD zu 'soft' sein sollte.

Last not least, immer eine Empfehlung wert Marantz PM-15S1. Klanglich noch einen Tick heller, nicht wenige sind der Meinung, dass dies der klanglich beste Stereoverstärker bis 2000€ sei. Mit Panzerschrankoptik, ein klassischer Marantz eben. Allerdings liegst Du da schon bei knapp 1500 €.

Geh' zum Fachhändler und leih' Dir die Probanden aus, damit Du sie zu Hause ausprobieren kannst.

Und vergiss die Röhren. Bis 1500 € mindestens bekommst Du keinen wirklich gut klingenden und gut aufgebauten Röhrenvollverstärker. Die liegen dann alle in höheren Preisklassen.

Gruß

RD
Kong2
Stammgast
#13 erstellt: 18. Mrz 2006, 09:26
Hallo RD,

ich fand den Unterschied zwischen Marantz Pm15 S1 und Vincent 238 gigantisch. Ich bin selber Marantz Fan und nenne einen PM 8000 noch mein eigen. Aber unter dem Aspekt Klang, Verarbeitung, Wiederverkaufswert. Funfaktor und der zu erwartenden Nutzungsdauer halte ich die 500 Euros mehr wirklich für nachdenkenswert. Ausserdem hát man einen Verstärker für jede erdenkliche zukünftige Box.

Gruß

Udo
ruedi01
Gesperrt
#14 erstellt: 18. Mrz 2006, 10:04
...so gehen die Meinungen auseinander.

Ich persönlich halte die klanglichen Unterschiede bei guten Verstärkern eher für recht gering und allenfalls auf der geschmacklichen Ebene für relevant. Auch kann man nicht pauschal sagen, dass ein Gerät, was deutlich teurer als ein anderes ist, entsprechend besser klingen muss.

Ich hatte bevor ich mir die Rotel Kombi zugelegt habe (siehe mein Profil) einen uralten NAD Vorverstärker und zwei NAD-Endstufen im Monobetrieb. Die Rotels sind im direkten Vergleich etwas heller. In Hinsicht Musikalität jedoch tun sich beide Varianten nichts. Auf die Rotels habe ich umgerüstet, um eine integrierte Lösung für Hifi und Heimkino zu haben.

Dem Threatersteller bleibt der eigene Hörtest an seinen Lautsprechern nicht erspart. Das ist der entscheidende Punkt. Die Vorschläge habe ich gemacht, weil ich die drei Geräte für die jeweils beste Wahl in ihrer Preisklasse halte.

Gruß

RD
Kong2
Stammgast
#15 erstellt: 18. Mrz 2006, 10:15
Hallo RD,

Bin mit dir völlig einer Meinung. Fand allerdings 238 nochmal in einer anderen Liga als die üblichen Verdächtigen in der 1000-1500 Euro Klasse. Ausserdem hängt natürlich auf dem Niveau wieder viel vom Ls ab. Das mit dem Hörtest ist wohl wahr. Trotzdem spaßeshalber den 238 mal Probehören.

Gruß

Udo
ruedi01
Gesperrt
#16 erstellt: 18. Mrz 2006, 10:21
Fand allerdings 238 nochmal in einer anderen Liga als die üblichen Verdächtigen in der 1000-1500 Euro Klasse.

Na ja, der kostet ja auch noch mal eine ganze Stange mehr...

Aber mal hören, klar. So weiß der Threatersteller, ob es sich lohnt so viel Geld auszugeben.

Gruß

RD
holger65
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 18. Mrz 2006, 16:10

ruedi01 schrieb:
Sorry, aber für diese Lautsprecher einen Verstärker zu kaufen, der 2000 € kostet, halte ich gelinde gesagt für etwas übertrieben.

Auch stellt sich die Frage Röhre oder Transistor nicht prinzipiell. Sondern eher die Frage, welcher Verstärker klanglich zum Lautsprecher und Deinen Erwartungen passt.

Mein Tipp, wenn's ein wenig zurückhaltender bei den Höhen sein soll: NAD C352. Einfache aber gut klingende Technik, robust und langlebig. Gute Räumlichkeit und Musikalität. Mehr als genug Power für Deine Boxen.

Oder Rotel RA-03. Etwas teurer und etwas heller abgestimmt als der NAD. Falls Dir der NAD zu 'soft' sein sollte.

Last not least, immer eine Empfehlung wert Marantz PM-15S1. Klanglich noch einen Tick heller, nicht wenige sind der Meinung, dass dies der klanglich beste Stereoverstärker bis 2000€ sei. Mit Panzerschrankoptik, ein klassischer Marantz eben. Allerdings liegst Du da schon bei knapp 1500 €.

Geh' zum Fachhändler und leih' Dir die Probanden aus, damit Du sie zu Hause ausprobieren kannst.

Und vergiss die Röhren. Bis 1500 € mindestens bekommst Du keinen wirklich gut klingenden und gut aufgebauten Röhrenvollverstärker. Die liegen dann alle in höheren Preisklassen.

Gruß

RD


Hallo RD,

ich habe schon einige Verstärker an der KP gehört, unter anderem auch den NAD C370, muss aber sagen, der klang irgendwie steril-absolut leblos, hat mir garnicht gefallen. Da ist der 20 Jahre alte Mission 2 mit PSX noch um einiges besser, nur ist er leistungsmässig ein wenig schwach auf der Brust. Ich habe die Kontrapunkt schon mal in einem Laden mit Mono-Endblöcken gesehen, und da dachte ich mir auch erst, was das jetzt soll. Als ich´s dann gehört habe, hat´s mich schier umgehauen. Wenn dieser Lautsprecher richtig angesteuert wird, dann ist der zu Dingen fähig, die man ihm niemals ansehen würde. Natürlich keine Partylautstärken, das ist klar.
Von den Röhren bin ich mitlerweile auch weggekommen. Habe zuhause jetzt schon nen Naim Nait 5i, NAD C370 und nen Cayin A55T gehört, und die Suche geht weiter.
Als nächstes werde ich wohl den Marantz PM15S1, Vincent 238 und den Creek Destiny hier vor Ort testen - mal sehen.

Danke für die Anregungen,
Gruss,
Holger
ruedi01
Gesperrt
#18 erstellt: 18. Mrz 2006, 18:14
...na dann probier's aus und halte uns auf dem Laufenden.

Viel Spass.

Gruß

RD
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