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Technische Erklärung der klanglichen Auflösung (LS)

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smartmind23
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Sep 2008, 19:58

Uwe_K schrieb:
Allerdings sind Sie im Vergleich mit anderen (z.B. Deneon, Marantz,...) nicht so auflösend im Hochtonbereich.


Was hat man sich unter dem Begriff der Auflösung beim Klang vorzustellen?
Spreeaudio
Stammgast
#2 erstellt: 23. Sep 2008, 20:56
Hallo,
die Auflösung beim Klang spielt sich im Hochtonbreich ab und ist ein Maß des Detailreichtums. Der Harman gibt zwar auch hohe Töne wieder, aber bei anderen Verstärkern (ganz speziell bei Röhren) ergibt sich ein breites Hochtonspektum was man sonst nicht hört. Halt Hochton-Auflösung. Das ist leider kein physikalischer Messwert, der in irgendeinem Datenblatt oder Prospekt steht sondern sich bei Hörvergleichen herausstellt, daher immer der Rat die Lautsprecher probehören.

Als Gegenspieler muß man natürlich auch Lautsprecher dran haben, die das auflösen können. Bei einer im Hochton zurückhaltenden Box wie Wharfedale ist es eher weniger wahrnehmbar, bei anderen wie Monitor Audio, Dali oder Swans erlebt man einen regelrechten "Klangteppich".

Gruß aus Berlin
smartmind23
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Sep 2008, 12:52

Spreeaudio schrieb:
[...] Hochton-Auflösung. Das ist leider kein physikalischer Messwert, der in irgendeinem Datenblatt oder Prospekt steht sondern sich bei Hörvergleichen herausstellt, daher immer der Rat die Lautsprecher probehören.


Na irgendwie muss es sich doch Physikalisch/Mathematisch/Logisch beschreiben lassen wie dieser Klangeindruck zu stande kommt!

Jemand der da weiter weiß :)?
Hifi-Tom
Inventar
#4 erstellt: 24. Sep 2008, 14:51

Na irgendwie muss es sich doch Physikalisch/Mathematisch/Logisch beschreiben lassen wie dieser Klangeindruck zu stande kommt! Jemand der da weiter weiß?


Hallo,

der logischste u. zielführendste Klangeindruck ist der den man selber in eigenen Hörsessions u. Vergleichstesten gewinnt. Was die Blättchen da so von sich geben ist in den meisten Fällen Werbung, Publicity. Mein Ratschlag lautet daher möglichst eigene Hörerfahrungen sammeln u. mal einen kompetenten Fachhändler aufsuchen.
smartmind23
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Sep 2008, 15:32

Hifi-Tom schrieb:

Hallo,

der logischste u. zielführendste Klangeindruck ist der den man selber in eigenen Hörsessions u. Vergleichstesten gewinnt. Was die Blättchen da so von sich geben ist in den meisten Fällen Werbung, Publicity. Mein Ratschlag lautet daher möglichst eigene Hörerfahrungen sammeln u. mal einen kompetenten Fachhändler aufsuchen. :prost


Naja meine Hörsessions sind doch eher sehr Subjektiv und vom Set/Setting sowie meiner Erwartung (Hersteller, Preis, ..) abhängig. Auch mit dem vernünftigen Schlussfolgern (Logik) hat dies nicht allzuviel zu tun

Sicherlich kann man so einen Lautsprecher finden der einem gefällt, ich habe leider die schwäche, dass mir etwas erst gefällt wenn ich verstehe warum es mir gefällt.
Mag sein, dass dies nicht die beste Einstellung ist, würde aber zu einer Philosphischen Diskussion führen, die ich hier nicht unbedingt austragen will =)

Ich hoffe doch, dass die "Blättchen" (Daten/Messblätter) unter objektiven Gesichtspunkten erstellt werden, die Interpretation mag bei den Zeitschriften durchaus Subjektiv sein.
Deswegen frage ich mich wie ich solche "Blättchen" selbst interpretieren kann.



Damit sind wir auch wieder bei der Frage:

Durch welche Lautsprecher-Eigenschaften kommt es zu einer von uns empfundenen hohen "Auflösung".


( Hier versuche ich zur Zeit eine Liste mit Lautsprechereigenschaften zusammenzustellen, durch welche sich alle empfundenen Klangserlebnisse erklären lassen, ich erwähne den Thread mal wegen der leichten Themenüberschneidung.)


[Beitrag von smartmind23 am 24. Sep 2008, 16:24 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#6 erstellt: 24. Sep 2008, 15:44

smartmind23 schrieb:
Ich hoffe doch, dass die "Blättchen" unter objektiven Gesichtspunkten erstellt werden, die Interpretation mag bei den Zeitschriften durchaus Subjektiv sein.

Hi,

von dieser (leicht naiven :L) Vorstellung solltest Du Dich lösen. Die "Fach"blättchen sind primär eigeninteressengelenkt und ähnlich objektiv wie die größte deutsche Tageszeitung.
smartmind23
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 24. Sep 2008, 16:26

Hüb' schrieb:

Hi,
von dieser (leicht naiven :L) Vorstellung solltest Du Dich lösen. Die "Fach"blättchen sind primär eigeninteressengelenkt und ähnlich objektiv wie die größte deutsche Tageszeitung.
:prost


Trifft das auch auf die von ihnen veröffentlichten Messdiagramme etc. zu?
Naja selbst wenn dem so ist bleibt die Frage dennoch berechtigt, da sie einem wenigstens beim LS selbstbau erklärt wie man einen "Auflösenden Klang" erreicht.

Also hier nochmal die Frage

smartmind23 schrieb:

Durch welche Lautsprecher-Eigenschaften kommt es zu einer von uns empfundenen hohen "Auflösung".


[Beitrag von smartmind23 am 24. Sep 2008, 16:28 bearbeitet]
jopetz
Inventar
#8 erstellt: 24. Sep 2008, 18:05

smartmind23 schrieb:
Damit sind wir auch wieder bei der Frage:

Durch welche Lautsprecher-Eigenschaften kommt es zu einer von uns empfundenen hohen "Auflösung".

Ich bin weder Physiker noch Akustiker, aber meines Wissens sind es drei Parameter, die die Qualität eines Lautsprechers wesentlich bestimmen:
* Verzerrungsarmut
* Linearität des Frequenzgangs
* Phasenrichtigkeit über das Frequenzspektrum

* Je stärker eine Box verzerrt/klirrt (und die Klirrwerte von deutlich unter 1 % bei halber Last eines normalen Verstärkers erreicht m.W. kein Lautsprecher), desto schlechter die Auflösung, weil Verzerrung/Klirr das eigentliche Signal ja überlagern;
* je stärker bestimmte Frequenzbereiche betont werden, desto schlechter hörst du Klangereignisse außerhalb dieser Frequenzbereiche (und desto unnatürlicher klingt es);
* und wenn die Phase über den Frequenzgang stark dreht, dann kommen Klangereignisse eben auch nicht 'auf den Punkt' bei dir an.

Alle drei Parameter kann man grundsätzlich auch messen (wobei die Messschriebe der Hersteller auch mit Vorsicht zu genießen sind). Aber bei der Auswahl würde ich mich ohnehin eher auf meine Ohren als auf irgendwelche Messschriebe verlassen ... vor allem, weil es in deinem Hörraum garantiert GANZ ANDERS klingt als im schalltoten Messlabor des Herstellers.


Jochen
audiophilanthrop
Inventar
#9 erstellt: 24. Sep 2008, 22:56
Bei der Auflösung hat m.E. vor allem das Abstrahlverhalten (in alle Raumrichtungen, nicht nur der Frequenzgang auf Achse) etwas zu sagen. Dieses bestimmt in Verbindung mit der Raumakustik, wie hoch der Diffusschallanteil ist und wie störend sich Frühreflexionen auswirken. Die Treiber selbst haben natürlich auch ein Wörtchen mitzureden, ein Konushochtöner mit krummem Frequenzgang und ordentlich Intermodulationsverzerrungen dürfte nie ein audiophiles Wunder abgeben.
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