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Passende Lautsprecher finden: Wahl oder Qual ? Tips/Erfahrungen bitte

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Rüdi74
Stammgast
#1 erstellt: 17. Nov 2009, 00:18
Hallo HiFi-Fans,

wer keine Lust auf viel Text hat kann gleich unten in die Zusammenfassung springen. Ansonsten hier kurz meine Story:

meine Lust am Stereo HiFi hören ist vor 2 Jahren wieder hochgekommen, nachdem sie seit Mitte der 80er etwas brach gelegen hat.

Alles begann damit, dass ein guter Freund von mir sich diese riesen Referenz-LS aus den 80ern Quadral Titan(Telefonzellen) gekauft hatte und wir da einige Abende Mucke hörten. Meine Musikrichtung geht von Rock über Folk zu akustikgitarrenlastigem und ein wenig Klassik, selten Jazz. Zu meinen öfter aufgelegten CDs gehören zB sowas wie Dire Straits, Heather Nova, JJ Cale, Tracy Chapman, Sophie Zelami und auch etwas härtere Gangart wie zB Neil Young, Jefferson Airplane, Jimi Hendrix, Perl Jam. So in Etwa die Mucke, die ich so höre.

Um ein wenig nachzuziehen, wollte ich meine alten MB Quart 280 Regalboxen aus den frühen 80ern endlich mal durch neue Boxen ersetzen. Als Verstärker habe ich einen Yamaha A1000 auch aus den 80ern, der aber mE noch nicht zum alten Eisen gehört und ich denke erst mal vollkommen ausreicht.

Ohne mich allzuviel mit der Materie zu beschäftigen (hab nur mal sone ältere Audio-Bestenliste von 2006 durchgeschaut) erteigerte mir bei ibä ein Paar gebr. B&W Preference 6 und weil ich grad im ebä-kaufrausch war noch ein paar B&W 602 S3 Regalboxen.

Nach einwöchigem Vergleichshören entschied ich mich für die 602 S3, obwohl der Bassbereich der Preference 6 besser kam, aber mir dafür die Luftigkeit und der Detailreichtum der 602 S3 besser gefiel und sie einem weiteren Raum aufspannt, was mir gefiel.

Angefixt suchte ich nun natürlich nach dem "Besseren", also mit besser abgestuftem Bass UND Luftigkeit + Detailreichtum + Raumklang.

Als nächstes besorgte ich mir ne KEF Q7. Bass war hier ganz ok, aber insgesamt fand ich nach 2 Tagen, dass mich die Box irgendwie ständig anschreit. Mit der B&W 602 S3 zu hören, war wesentlich entspannter. Auch bei leiseren Pegeln (ich hör so Zimmerlaustärke plus ein bißchen drauf, aber noch so, das der Nachbar nix zu meckern hat) ging mir die KEF zunehemend auf die Nerven. Also wieder verkauft.

Dann besorgte ich mir (wieder bei ibä) das nächst größere Modell aus der B&W S3 Baureihe, die 603 S3(kleine Standbox)weil mir ja die 602 schon ganz gut gefiel. Übrigens kann die 602 in Sachen Luftigkeit und Details recht gut mit der Telefonzelle (Quadral Titan) mithalten, wie wir beide befunden haben, was ja durchaus schon eine Leistung ist, wenn man mal die Neupreise vergleicht.

Also gut, die 603 S3 kam und entäuschte mich. Bis auf ein wenig mehr Bassfundamant (aber nicht ausreichend) war alles schlechter, als an der kleineren Schwester. Es wollte irgendwie kein lebendiger Klang aus ihr raus kommen (richige Polung usw. mehrfach gecheckt. Also wieder weg damit.

Wieder einige Monate weiter 602 S3 gehört. Als
Nachteil fand ich dann und wann heraus, dass die Stimmen einen Hauch verschleiert und irgendwie difuss zu sein schienen. Das müßte auch noch besser werden, dachte ich. So richtig, als wenn Heather Nova im Wohnzimmer steht, war es noch nicht. Vielleicht die Kehrseite von allzuviel offener Luftigkeit ?? OK, kommt auch auf die Aufnahme an, aber meist steckt doch mahr in den Aufnahmen, als man glaubt.

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres bin ich dann zufällig auf ein Paar gebr. B&W CM7 gestossen und hab sofort zugeschlagen. Und sie gefielen mir auch auf Anhieb recht gut. Im Bassfundamant sehr ordentlich, ok kein richtig trockener tiefer Knaller, aber Bassgitarren oder Contrabass stuft die schon ganz gut ab find ich. Die Mitten auch sehr präsent (Stimmen und E-Gitarre find ich sehr gut), vor allem akustische Gitarren stellt sie mE richtig klasse dar, richtig warm und mit dem ganzen Klangkörper des Gitarrenkorpus hörbar.

Aber: ggü. der 602 S3 fehlt mir hier etwas an Detailreichtum und vielleicht ein wenig mehr Offenheit. Bei Lifeaufnahmen von JJ Cale zB hört man die Nebengeräusche des Publikums nicht so gut dargestellt, wie bei der keinen Regalbox. Manche Detailnuancen werden beinahe völlig verschluckt. Ebenso fehlt die letzte Schönheit bei den Höhen, zb wenn die Becken des Schagzeugs angeschlagen werden, stellt das die 602 S3 schöner dar, wo und wie die Becken angeschlagen werden (Zb bei der CD der Cranberries)

Ist anscheinend doch verteufelter als ich dachte die ganze Sache.

Also nun meine Bitte:
Was sagt eure Erfahrung, sollte ich mir mal anhören um vollends zufrieden zu sein, ohne dafür gleich Unsummen auszugeben? So bis ca. 1.000 max. 1.500 EUR gebraucht würd ich vielleicht schon gehen. Vielleicht reichen aber auch 600 EUR, wer kennt schon all die Boxen...

Fazit:
Ich suche also für normale bis mittlere Pegel (Raum so 25 qm):

Nuancen und Detailreichtum
Entspanntheit
Luftigkeit und Feinheiten bei den Höhen
gute Stimmenpräsenz
halbwegs gute Raumabbildung
ordendlich abgestuftes Bassfundament
warme volle akusti. Gitarren
dennoch saubere Korrektheit+Klarheit


Ab und zu mal etwas lauter als Zimmerls. sollte sie auch ab können ohne zu nerven, aber eben auch bei Zimmerls. schon viel rüber bringen, weil lauter man ja doch meist nicht hören kann.

Freu mich auf zahlreiche Tips und Meinungen (auch ältere Boxen kämen durchaus in Frage, falls der Klang stimmt - warum auch nicht, vor 20 Jahren hat man auch HiFi genossen).

Als nächste "Steigerung" hatte ich ev. an eine
B&W 703 oder eine Dynaudio Focus 220 gedacht.

Aber bestimmt gibts noch mehr Interessantes. Oder sind meine Ansprüche für dies Budget schon überzogen?

Standbox wäre übrigens schon besser, weil ansonsten muss ich ja auch so 200 EUR oder so in schöne LS-Ständer investieren und das Geld kann ich ja besser in die Box investieren, so meine Denke, oder?

Gruss
Rüdiger
Rüdi74
Stammgast
#2 erstellt: 18. Nov 2009, 17:12
gibts denn Niemanden mit Tips hier ???

Oder war ich unhöflich, oder ist der Thread zu allemein, oder zu langweilig?

Hab ja auch schon einiges hier mit der Suche-Funktion durchgestöbert. Ich glaub ich werd ma auf die Suche nach ProAc gehen. Zumindest was man so liest, könnte das was für meinen Geschmack sein. Nur wenn man die Neu schon fast nicht bekommt, dann gebr. wohl erst recht nicht?
dpl2000
Stammgast
#3 erstellt: 18. Nov 2009, 17:16
ein Freund hat sich gerade die Heco Celan XT 901 gekauft, und ich bin absolut begeistert davon, wenn ich den Platz dafür hätte, stünde sie bei mir auch schon. Der Preis war auch mehr als ok.
Rüdi74
Stammgast
#4 erstellt: 18. Nov 2009, 23:15
Danke für den Heco Celan Tip.
Gefällt mit optisch schon ganz gut (auch Echtholzfurnier) und was man so ließt, hört sich schon mal vielversprechend an. Werd sie mir auf jeden Fall mal anhören, wobei wohl auch die 701 oder sogar die 501 reichen könnten. Preislich sehr interessant.
THX schon mal
Hosh
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 21. Nov 2009, 13:58
Ich habe mich die MonitorAudio Silver Line entdeckt, die ist vom Preis- Leistungsverhältnis absolut genial.
Die Hochtöner der Quadral Aurum Serie gefallen mir zwar etwas besser (vor allem bei Gitarrenstücken) aber das Klangbild in den Mitten ist mir persönlich bei Monitor Audio angenehmer.

Ich war auf der Suche nach Kompaktboxen für unsere Wohnküche und habe einiges bis 800,- Euro/Paar probegehört. Gelandet bin ich dann bei den Monitor Audio Silver RX1 (extrem klein und unglaublich was da rauskommt).

Im Wohnzimmer habe ich Quadral Aurum 970 stehen, mit denen ich sehr zufrieden bin. Aber es könnte sein das ich mir da mal testweise die grossen Monitor Audio hinstelle.
m2catter
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 22. Nov 2009, 07:21
Hallo Ruediger,

Habe Deinen Text gelesen, Du willst also Musik hoeren auf sehr ordentlichem Niveau? Deine Praeferencen im Auge behaltend wie auch Deine Vorgeschichte:

ProAc Studio 130 sollten es tun und duerften neu fuer um die 1400 Euronen zu bekommen sein, trust me, ProAc ist eine Anschaffung fuer eine sehr lange Zeit.

Dennoch, um das Probehoeren vor dem Kauf kommt niemand drumrum, Geschmaecker sind zu unterschiedlich.

Liebe Gruesse aus downunder sendet Dir Michael

P.S.: Bei ProAc wie bei vielen anderen LS auch ist es wichtig, eine nicht ganz wandnahe Aufstellung zu waehlen, und schoen symmetrisch, wenn es Dich denn aus dem Hocker reisen soll....
Rüdi74
Stammgast
#7 erstellt: 22. Nov 2009, 23:13
Dank Dir und Gruss nach Down Under.
Der Hinweis auf ProAc ist mir in den letzten Tgen schön des desöfteren über den Weg gelaufen. Bin jetzt echt neugierig, muss aber in D erst mal einen Dealer auftun, wo ich mal probehören kann. Werd es angehen.
Moe78
Inventar
#8 erstellt: 22. Nov 2009, 23:41
Hallo, schöner Bericht!

Hör' Dir doch mal die Dynaudio Excite 32/36 an, evtl. auch Linn Majik 140 (so Du sie denn gebraucht findest und sie dir nicht zu teuer sind...).
Ich habe mir als nächste LS die B&W CM9 ausgesucht, die klingen fantastisch, höre genau dieselbe Musik wie Du, und habe die genannten mit Dire Straits und Norah Jones gehört - ein Traum...
m2catter
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 23. Nov 2009, 00:59
Hallo Ruediger,
in welcher Gegend lebst Du? All zu viele ProAc Haendler gibt es in D nicht:

http://www.audio-mar...erst_details&ID=2827

Mir persoenlich sind *Hifi Circle* in Bonn, wie auch *Best of British Hifi* bei Heidelberg bekannt, ein Abstecher lohnt sich immer, zumal der letztere auch noch andere Briten vertreibt, bei denen es sicherlich nicht falsch waere, diese ebenso zu hoeren.

Schnapp Dir Deine eigenen CDs und los gehts bis Du gefunden hast, nach was Du suchst. Anyway, viel Gluck auf der Suche nach dem heiligen Gral

wuenscht Dir Michael

P.S.: Bedenke aber, ProAc baut fantastisch klingende LS, aber sehr altbacken im Erscheinungsbild. Die CM Serie von B&W ist da optisch weitaus moderner. Dies nur als Hinweis, ProAc ist ein rein musikalisches Erlebnis.


[Beitrag von m2catter am 23. Nov 2009, 01:06 bearbeitet]
cptfrank
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Nov 2009, 01:29
Hallo, momentan sind in der Bucht sowohl eine T+A T160, als auch eine T230, welche allerdings etwas teurer ist. Die 2te ist allerdings der Hammer!
Gruß
Frank
Erik030474
Inventar
#11 erstellt: 23. Nov 2009, 11:29
Hab es nur überflogen, war ja ganz schön textlastig. Kann für deinen Musikgeschmack bzw. deine Wünsche eigentlich noch die folgenden in den Pool für den Hörtest werfen:

DALI LEKTOR 6 (900 € im Paar)
DALI LEKTOR 8 (1300 € im Paar)
jd17
Inventar
#12 erstellt: 23. Nov 2009, 12:12
meinst du nicht ein thread hätte gereicht?

ich bleibe dabei - hör dir auf jeden fall die 804S an.
mit monitor audio wirst du glaube ich nicht warm, wenn dir die kef auch schon nicht gefielen... ist deutlich kühler als b&w.

ich glaube auch, dass dich die cm9 im vergleich zur cm7 nicht umhauen wird. sie spielt zwar feiner, und die bühne ist auch etwas schöner, aber im bass ist sie recht enttäuschend.
die 804 vereint das eben alles. sie löst nochmal deutlich besser auf, hat einen wahnsinns bass und die räumlichkeit und bühne ist eine andere klasse.

zu proac kann ich nichts sagen, habe ich leider nie gehört. mich wundert, dass hifi circle in bonn die haben soll. der laden ist bei mir um die ecke und ein witz. das sieht immer so aus, als würden die gleich dicht machen.
Rüdi74
Stammgast
#13 erstellt: 23. Nov 2009, 17:16
sorry, klar, ein Thread hätte genügt.
Nur anfangs gab es hier überhaupt keine Resonanz, da dacht ich die Überschrift ist vielleicht zu nichts sagend.

Hab übrigens einen ProAc-Händler in Essen aufgetan, wo ich am WE oder das WE daruf mal was von ProAc hören kann.

Danke auch für andere Tips (Dali Lektor, T+A) usw.

Gruss
distain
Inventar
#14 erstellt: 23. Nov 2009, 17:41
Wenn ich das richtig verstanden habe, bsit du schon sehr lange auf der Suche nach dem passenden Lsp.?
Laß es langsam angehen und versuche viele Möglichkeiten dir offen zu halten!
Nicht gleich auf die ProAc (wahrlich schöne Lsp.) versteifen, sondern einiges einbeziehen von der britischen bis italienischen Seite würde es genügend an hörbaren Angeboten geben. Denke auch an Chario, Sonus Faber, HGP, PSB, Tannoy, Vienna Acoustic, Audio Physic...usw.!
jd17
Inventar
#15 erstellt: 23. Nov 2009, 17:45
würde ich auch sagen.

keinesfalls dynaudio außer acht lassen. da gibts auch in allen preisklassen tolle lautsprecher.


sonus faber finde ich auch klasse, aber da muss man schon tief in die tasche greifen. habe kürzlich die cremona M gehört. wahnsinn! der mitteltöner ist mE mit das beste auf dem markt.
distain
Inventar
#16 erstellt: 23. Nov 2009, 17:49
HGP Corda habe ich letztens gehört und war/bin begeistert.

Und keinewegs sollten die Freunde von ASW mit der Cantius + Opus außen vor gelassen werden.

Keine Frage, dass der TE einiges an Optionen offen hat und wie sage ich immer: Lasse reden, es entscheiden nur deine Ohren!


[Beitrag von distain am 23. Nov 2009, 17:55 bearbeitet]
Hosh
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 23. Nov 2009, 23:07

j.d.0504 schrieb:
mit monitor audio wirst du glaube ich nicht warm, wenn dir die kef auch schon nicht gefielen... ist deutlich kühler als b&w.
Mal rein interessehalber:
Welche Monitor Audio hast Du Dir angehört?
Kühl hören sich die Silver RX, von denen ich so begeistert bin, nun wirklich nicht an.
Oder wie genau definiert man "kühl"?

Danke
jd17
Inventar
#18 erstellt: 24. Nov 2009, 12:15
naja das klangbild ist einfach anders... ich habe die gs60 gehört. sicher ein toller lautsprecher... aber eben ganz anders als eine b&w.

das ist ja gar nicht negativ. die geschmäcker sind eben unterschiedlich. wenn er aber b&w gewöhnt ist und ihm die 602 S3 gut gefallen, kef dagegen nicht - glaube ich, dass er es auch mit MA schwer hat.

sonst könnte man auch noch die kef xq40 in den raum werfen. auch ein klasse lautsprecher! aber eben auch kühler als b&w.


wie man das kühl beschreibt ist schwer zu sagen... das empfindet sicher auch jeder anders... ich finde, die mitten sind etwas präsenter, dadurch erscheint es mir "kühl". weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll.

z.b. bei b&w oder auch sonus faber sind die mitten für mich weicher und angenehmer. aber wie immer - geschmackssache!
Rüdi74
Stammgast
#19 erstellt: 24. Nov 2009, 13:12
Ja ist schwer zu sagen, wann einem was gefällt.
Ich hab mal gelesen:
Höre die Lautsprecher ne gute Stunde, und wenn Du ihn dann lauter anstatt leiser drehen willst, ist er gut.

Das konnte ich zB bei KEF Q7 damals eben nicht sagen. Das war mir zu unentspannt. Die 602 S3 dagegen macht mich auch nach Stunden nicht müde.

Warum ließt man eigentlich so rel. wenig von ProAc und Spendor (und einigen anderen) in den einschlägigen dt. HiFi-Zeitschriften? Ist das eher ein gutes oder eher ein schlechtes Zeichen? Ich tippe mal eher ein gutes ;-)

Ich muss einfach viel probehören - Samstag gehts vielleicht schon los.
jd17
Inventar
#20 erstellt: 24. Nov 2009, 13:24

Rüdi74 schrieb:
Warum ließt man eigentlich so rel. wenig von ProAc und Spendor (und einigen anderen) in den einschlägigen dt. HiFi-Zeitschriften? Ist das eher ein gutes oder eher ein schlechtes Zeichen? Ich tippe mal eher ein gutes ;-)

du kannst dir gar nicht vorstellen, wieviele hersteller von lautsprechern es gibt. so viele kleine hifi-schmieden und eben unendlich viele ausländische, die in schland unbekannt sind.

deswegen kann man nicht sagen, gutes oder schlechtes zeichen. grundsätzlich werden in den einschlägigen testzeitschriften schonmal nur hersteller mit solidem deuschen vertrieb unter die lupe genommen. außerdem sind die natürlich auch darauf angewiesen, dass man sie auf unbekanntere hersteller hinweist, bzw. der hersteller selbst auf sich aufmerksam macht.

im forum der zeitschrift audio gab es z.b. einen thread, wo die autoren die forumnutzer baten, doch lautsprecherhersteller zu posten, die sie gern getestet haben würden - auch unbekanntere.

es gibt über die jahre immer wieder mal geheimtipps - manchmal werden daraus dann bekannte hersteller, und manchmal eben nicht.

außerdem spielt der preis auch immer eine große rolle. wenn ein hersteller z.b. nur lautsprecher in den teureren preisregionen bietet, ist der absatz natürlich auch geringer, und daher der hersteller nicht so bekannt.


Ich muss einfach viel probehören - Samstag gehts vielleicht schon los.

darauf läuft es "leider" immer hinaus!
was anderes bleibt dir nicht übrig. hier kannst du dir nur grobe richtungen vorgeben lassen. und ich denke mal, es wurden ja schon einige modelle genannt, die es sich für dich lohnt anzuhören. es gibt dadraußen auch tatsächlich noch sehr gute hifi-händler - auch dort kann man dir weiterhelfen, wenn du sagst, welche lautsprecher dir gefallen und welche nicht.
GEaudio
Neuling
#21 erstellt: 24. Nov 2009, 15:58
Hallo Ruedi 74

ich bin selbst Hersteller von (highend) Lautsprechern und kann Dir mal das Problem der "passenden" Wahl von der anderen Seite aus schildern:

Wenn es darum geht Serien-Lautsprecher zu entwickeln, stehst Du vor einer unendlichen Auswahl von Moeglichkeiten:
Standbox/Regalbox, zwei Wege oder mehr, welche Chassis, Budgetprobleme, Design-Anforderungen usw....

Wenn man dann nach Monaten alles entschieden hat, geht's an die eigentliche Entwicklung: Und wieder muss man Kompromisse schliessen, soll es eher analytisch, schnell, praezise, aber vielleicht etwas kuehl klingen? Oder lieber warm, homogen, dafuer etwas weniger praezise?

Ich weiss schon, alles zusammen halt. Ich selbst bin seit Jahren auf der Suche nach DER Loesung, kann Dir aber nur erzaehlen, was alle sowieso schon wissen: Es gibt sie nicht. Und selbst wenn ich sie faende, wuerde es trotzdem nicht funktionieren: "Persoenlicher Hoer-Geschmack", die Bedingungen in Deinem Wohnraum, usw.

(Ich kann mich erinnern, vor etlichen Jahren bei einem Bekannten die gerade eingetroffene und ueber den gruenen Klee gelobte Quadral Titan zu hoeren: Mir sind fast die Ohren abgefallen, ich konnte nicht glauben, dass etwas, was derartig furchtbar, grell, hart in den Hoehen usw. klingt, ernsthft als Highend-Produkt bezeichnet werden durfte. Mein Bekannter hingegen war hin- und weg vom Sound. Wo ist also jetzt die "Wahrheit"?)

Ist also wirklich so, es ist echt nicht machbar. Das fuehrt die grossen Lautsprecher-Hersteller dazu, "demokratische" Lautsprecher zu entwickeln, d.h. so, dass es moeglichst vielen gefaellt: Viel oberer Bass, wenig Tiefbass (zu teuer, Lautsprecher zu gross, Belastbarkeit geringer, usw.);
schoen warme Mitten (aus Kostengruenden, aber auch aus Physikalischen Gruenden) meistens auf Kosten der Praezision, Hochton bereich ist meistens noch das geringste Problem, brauchbare Hochtoener gibt's mittlerweise schon fuer wenig Geld.
Die kleinen (highend) Manufakturen treffen eher "Entscheidungen", ich denke Joachim Gerhard ist ein schoenes Beispiel dafuer: Nicht auf der Suche nach dem verkaeuflichsten Sound, sondern eher nach dem, was seiner Meinung nach der Wahrheit am naechsten kommt. Muss aber dann nicht unbedingt auch fuer alle Anderen so sein.

Eine andere Moeglichkeit, vielleicht die Beste ist folgende:
Lautsprecher auf Mass, nach Deinen Anspruechen, fuer Deinen Wohnraum entwickelt. Je nach Budget mit einer vollstaendig digitalen Weiche, dann kann man auch nach dem Umzug nochmal Hand anlegen.

Aus meiner Erfahrung kann ich heute folgendes sagen:

Alle, die sich ernsthaft mit gutem Klang beschaeftigen, kommen irgendwann zu der von Dir aufgeworfenen Problematik. Wir, als Hersteller haben darauf mit der Entwicklung von Custom-Produkten geantwortet. Kostet Alles in Allem gar nicht mehr, als im Geschaeft kaufen, denn der Haendler verdoppelt schlicht und ergreifend den Preis des Herstellers. Aber:

Diese Herangehensweise, die unbestritten die einzig korrekte an das Problem waere, ist kommerziell betrachtet.....ein Schuss in den Ofen!
Die Kunden bevorzugen im Laden, oder schlimmer noch, bei ebay zu kaufen, die Haendler interessieren sich mehr fuer schnelles und unproblematisches Verkaufen, usw.
Wir halten dennoch an diesem Konzept fest, das sicherlich nur Wenige anspricht, aber die Zufriedenheit derjenigen, die ein solches Custom-made Produkt erhalten, laesst mich jedesmal wieder mit Freude weiterarbeiten.
Kommerziell sind die Serien-Lautsrecher deutlich interessanter...

Ich habe aber noch einen Lautsprecher aus einer Inzahlungnahme abzugeben (Mission 767,pianolack schwarz, mit LFU+PSX), den ich fuer sehr interessant halte, auch weil er im Bassbereich (geschlossen, aktiv gefiltert) extrem gut an verschiedene Raueme anpassbar ist. Ich war selber skeptisch, aber wir haben diesen Lautsprecher mal aus Neugier komplett durchgemessen, und ich muss sagen, dass wir alle erstaunt ueber die Qualitaet waren. Klingt warm, eher zurueckhaltend in den Hoehen, sehr dynamisch, nicht wahnsinnig praezise vielleicht, aber absolut sauber und stimmig. 91 dB Wirkungsgrad und 2x 160 Watt Aktivelektronik im Bassbereich lassen sie dazu noch sehr Verstaerkerunkritisch sein. Der Kunde hat sie mit einem Luxman L540 betrieben, der auch noch sehr warm klingt (Fuer mich war's damit dann etwas zuviel des Guten, aber es hat ja jeder seinen Geschmack).

Ich habe in diesem Fall meinem eigenen Kunden abgeraten diese Anlage zu verkaufen, aber es musste jetzt halt was kleineres her. In diesem Fall zB. war der Kauf/Verkaufsgrund also noch nicht einmal an die Klang-Problematik gebunden: War nur eine Frage der Wohnzimmer-Umgestaltung.... Falls sie Dich interessieren..

Viele Gruesse, Heiko
Jeremy
Inventar
#22 erstellt: 25. Nov 2009, 00:05
Ja, die Mission-767 scheint mir ein sehr interessanter (und sicher auch sehr selten angebotener) Lautsprecher zu sein: http://www.fl-electronic.de/neuklang/mission767.html
Vorausgesetzt natürl., der Threadsteller kann Stand-LS dieser Größe in seinem Hörraum gut unterbringen, bzw. besitzt einen ausreichend großen Hörraum.

Da auch die Marke Spendor gefallen ist, würde ich auch mal die (natürl. sehr viel kompakteren) neuen Stand-LS A-5 und A-6 probehören: http://www.bt-vertrieb.de/productsites/spendor.htm

Am besten mal mehrere LS-Hörproben durchführen.

BG
Bernhard
GEaudio
Neuling
#23 erstellt: 25. Nov 2009, 10:51
@ Bernhard:

Stimmt schon, klein sind sie gerade nicht. Wieviel aber die physische Groesse eines LS mit der Tauglichkeit fuer kleine Raeume zu tun hat, moechte ich mal hier an einem praktischen Beispiel zeigen:

Bevor wir eine endgueltige Weiche fuer die (Serien-) Lautsprecher verabschieden, kommt erstmal eine lange Reihe von Hoertests unter verschiedenen realen Bedingungen: Unser Vorfuehrraum ist 120qm gross und 4m hoch, was sicher sehr schoen ist, aber leider nicht die Realitaet der meisten Wohnzimmer widerspiegelt (...leider). Von daher testen wir (bzw. auch ich persoenlich) alle LS auch zB. in einem sehr kleinen (2,8 x 3,5m) Raum bei mir zuhause, fuer mindestens einen Monat, meistens zwei. Konkretes Beispiel:

Letzter Test: Ein Monitor, ca. 20 x 45 x 30 cm, mit 15er Scanspeak und Scanspeak Illuminator HT, Bassreflex, Tunnel vorne, sehr linear abgestimmt, -3dB bei ca.36Hz.

Test im Vorfuehrraum bestanden, Test im Wohnraum (nicht gross, aber extrem vollgestopft mit allem Moeglichen..) eines Bekannten auch, danach ging's fuer einen Monat in meinen Winz-Raum. Der Bass hat mich fast erschlagen, jedesmal wenn's etwas lauter wurde, hatte ich Sorgen die Nachbarn auf den Plan zu rufen. Der zum Vergleich getestete Monitor (12cm "Bass", auf 45Hz abgestimmt) benahm sich da deutlich besser....
Mit der Mission, die uebrigens beim Kunden in einem 4x5m grossen Raum stand, gab es diese Probleme nicht: geschlossenes System, Bassbereich weit ausgedehnt, auch bis 20Hz, aber insgesamt etwas abgesenkt, hat selbst im kleinsten Raum perfekt funktioniert. Das Problem ist nur, dass wir es heute kaum schaffen, einen vergleichbaren LS fuer weniger als 15.000 € auf den Markt zu bringen, geschweige denn in Klavierlack. Insofern halte ich die physische Groesse fuer das geringere Problem.

@ Ruedi 74

Die Mission ist m.E. einer der Lautsprecher, die Du gebraucht in Betracht ziehen koenntest, abgesehen vom lang ist sie auch optisch, in Klavierlack schwarz, und durch die schlichte Form absolut aktuell. Meine wuerde allerdings 1.800 kosten, dafuer aber komplett mit LFU + PSX (zusaetzliches Netzteil, verdoppelt die Leistung der LFU)
Achtung: Kauft keine 767 OHNE die LFU, passiv Crossover funktioniert NICHT!!
Ich wollte diesen LS eigentlich hier im Forum dem geneigten Hoerer zum Kauf anbieten, aber dank der neuen, phantastischen Regelung, dass man nichts hier im Forum anbieten kann, wenn man nicht mindestens 100 (???) Beitraege verfasst hat, weil man ansonsten ein Betrueger ist, konnte ich das leider nicht tun.
Ich bin zwar kein Betrueger, aber auch kein Schriftsteller, und habe auch keine Zeit, erst hundert Beitraege zu schreiben.

Viele Gruesse, Heiko
Rüdi74
Stammgast
#24 erstellt: 25. Nov 2009, 12:58
Ja die Spendor A5 werd ich mir auch mal anhören. Preislich mit 1.495 engl. Pfund (1675 EUR) durchaus noch im Rahmen. Optisch reicht mir das. Echtholzfurnier (hell) und schlichte Form sind genug. Deshalb tuts ProAc optisch auch. Klavierlack schwarz passt jetzt nicht zu meiner Einrichtung. Mission werd ich mal etwas ergooglen, welche, wo, wie usw.

THX und Gruss
napengam
Stammgast
#25 erstellt: 25. Nov 2009, 13:01
Hi Rüdi74

Fuer die von dir gehoerte Musik empfiehlt sich auch
eine Flaeche a la Magnepan/Magneplanar 1.6.

Hab selber eine und hoere aehnliche Musik.

Einfach mal vorurteilsfrei anhoeren

Gruss
Jeremy
Inventar
#26 erstellt: 25. Nov 2009, 14:42
Hallo Rüdi74 und napengam,

Magnepan MG-1.6 finde ich auch interessant.
Nur halt der Bassbereich besitzt nicht jenen Druck u. jenes Volumen eines konventionellen LS.
Ich stehe Magnepan grundsätzl. sehr positiv gegenüber - hatte in den 80ern bis in die 90er ein Paar MG-2B (hatte die aber auch mit einer Moscode 600!-Hybridenstufe, seinerzeit bei Audioplan gekauft, betrieben).

In 2007 habe ich beim Gladenbacher Magnepan-, inzw. Flächenstrahler-Studio, die MG-1.6SE probegehört.

Wie gesagt fehlte mir damals doch etwas Bass-Volumen.
Ich hatte sie dort am Pathos New-Classic-One und am kleinsten YBA Intégré-Vollverst. gehört - alles im Flächenstrahler-Forum empfohlene Vollverst. für die MG-1.6.

Aber Volumen u. Bassdruck ließen im Zusammenspiel mit den beiden Amps zu wünschen übrig.
Nach dieser Hörerfahrung glaube ich (ohne jetzt zu sehr OT in eine Magnepan-Diskussion einsteigen zu wollen), die Magnepan braucht einen sehr kraftvoll+satt, mit ordentl. Basspunch agierenden Amp.

Anbieten würde sich ein größerer Luxman (wie z. B. der L-509f, der grad im Audio-Markt angeboten wird), ein McIntosh z. B. der MA-6900 oder auch ein überholter Vintage-Klassiker wie der Marantz 2385 oder Kenwood KR-9600 etc.

Mit sog. 'kleinen, feinen High-End Amps' würde ich die MG-1.6 nach DER Hörerfahrung nicht kombinieren.

Noch zu ProAc: Auch die schätze ich grundsätzl. sehr hoch.
Allerdings fand ich die neuen kleinen Response D-18 zu hell klingend - das deckt sich mit den Beiträgen hier über 'Die besten Mini-Monitore'

Also - mit anderen Worten:
Präferiere bei Deiner Suche tatsächlich mal die Spendor A-5, die in der aktuellen Hifi&Records einen herausragend guten Test bekommen hat.

Die Magnepan MG-1.6 würde ich aber auch mal probehören.
M. E. klingt sie nur mit größeren Amps mit reichlich Leistung u. einer vollmundig-satten Abstimmung mit ordentlichem Basspunch, richtig gut.

BG
Bernhard
Rüdi74
Stammgast
#27 erstellt: 29. Nov 2009, 00:26
So Leute, es geht weiter,
denn ich war heute mittag, zusammen mit nem HiFi-Freund, mal was probehören. Kleiner Einschub: besagter HiFi-Freund hat gestern einen erstklassigen Röhren-Vorverstärker an seine Quadral-Titan angeschlossen und es war wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht ggü. dem vorherigen Acram. Hatten wir nicht erwartet. So hatten wir uns gestern abend quasi schon mal warm gehört ;-)

Der Dealer heute war wirklich sehr nett und wir wurden bestens und recht ausgiebig bedient. Da kann man nicht meckern. Hier der Bericht:

Zuerst hatte ich mir die ProAc Studio140 (die 130 war nicht vorhanden) hinstellen lassen und zum direkten Vergleich daneben die B&W CM7, die ich ja auch zuhause habe (und die dort im Vergleich zu den B&W 602 S3) für meinen Geschmack etwas an Offenheit, Details und Höhennuancen vermissen läßt). Äußerlich ist die ProAc eine durchaus klassische Schönheit ohne Effekthascherei. Für mich ok. Als Verstärker gabs was von Marantz. An CDs hatte ich akustik-lastige Rock/Folk mit (JJ Cale, Neil Young, Dire-Straits, Kari Bremnes).

Als erstes die CM7 gehört, als Abgleich zu dem Klang zuhause. Ich konnte sie wiedererkennen, denn auch hier komprimierte sie etwas und die Höhennuancen waren nicht da. OK, liegt also nicht an meinen Boxen.
Dann auf die ProAc umgestöpselt. Ja, die Höhen sind schöner, feiner und reicher, die gewünschte Offenheit ist da. Insgesamt spielen sie etwas schlanker, fast "schüchtern", die Gitarren waren nicht direkt schöner als bei der B&W, aber wegen der "Schüchternheit" eben auch entspannter beim längeren zuhören denke ich (wir hörten nur so 15 minuten). Insofern durchaus ein Gewinn. Aber im geamten unteren Drittel, also nicht nur bei den Tiefbässen, sondern auch bei den dunklen Gitarrenakkorden war sie mir etwas sehr schlank. Hmm...jetzt fehlt mir da was. Vielleicht schon zu lange B&W gehört?? Die Bässe der ProAc waren hörbar straffer, aber eben deshalb bei weicheren Basstönen auch kaum zu hören. Noch mal auf die CM7 zurück...naja, alles wie gehabt.

Der Verkäufer erkannte offenbar meine Vorliebe zur Offenheit und den luftigen Details, besonders bei Live-Aufnahmen und drängte förmlich darauf, uns ein Paar der kleinsten Variante der Martin Logan Elektrostaten hinzustellen, und zwar die aktive Variante Purity.

Zunächst hörten wir noch mal ein Lied mit der ProAc und anschließend dasselbe Stück mit der Martin Logan Purity. Meine Güte, was eine Klangwelt. Der Unterschied konnte größer kaum sein. An Offenheit, Details, Luftigkeit und Klarheit der einzelnen Instrumente und Stimme klang die ProAc dagegen beinahe wie ein Kofferradio. Auch der Bassbereich war dank intergiertem aktiven Basstreiber sehr präsent. Zunächst fast zu dick, aber der Verkäufer meinte es zu gut und hatte ihn an der Box hochgeregelt. Auf neutral oder sogar -2db dann sehr nett. Wirklich ein Klang, wie ich es noch nie gehört hatte. Und dabei nicht sphärisch irgendwo im Raum wabernd, nein, die Stimmen und die einzelnen Instrumente durchaus punktuell, aber eben sowas von luftig in der Gesamtdarstellung. Hat mir zunächst mal sehr gut gefallen. Ich bin fast gewillt zu sagen, dass man konventionelle Lautsprecher fairerweise damit nicht vergleichen darf, denn es ist definitiv eine andere Liga. Dadurch, dass die Mitten und die Höhen von der Elektrostatfläche gleichsam abgebildet werden zudem auch noch sehr homogen. Übrigens an Homogenität war die ProAc mE nicht 100%. Unter 450hz kommt bei der Logan dann der Basstreiber dazu, der seine Arbeit auch sehr ordentlich macht. Preislich mit ca. 3.600,- für eine Aktivbox mit diesem Klang m.E. eine interessante Variante, wenngleich es mein derzeitiges Budget noch nicht hergibt. Die Passivvariante (ca. 2.800) haben wir dann nicht gehört.

Klanglich von der Martin Logan dermaßen "versaut" (im positiven Sinne) und weil die Box da grad rum stand, hab ich mir auch mal die B&W 804S anstöpseln lassen. Zuerst muss man ein wenig runter kommen, von der Offenheit der Logan. Dann aber war die Qualtität der 804S durchaus zu hören. Auch hier glasklare offene Höhen, die Bässe nicht weich und dick, aber präsent trotz der Straffheit. Ggü. meiner CM7 eine deutliche Steigerung, gerade in den Punkten die mir an der CM7 mißfallen. Aber wegen der noch vorherschenden Eindrücke der Logan in Punkto Offenheit und Detailnuancen kein Weltwunder. Optisch eine schöne Box, gar nicht sehr groß und die Rundungen sind schon schön anzuschauen.

Im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte die Martin Logan erst als letzte hören sollen, damit der Vergleich ProAc Studio 140 und 804S direkter ausgefallen wäre. Derzeit würde ich aber wahrscheinlich die 804S der ProAc vorziehen.

Die Sache mit dem Elektrostaten hat mich tatsächlich ein bißchen überwältigt, so klasse waren die. Und ich suche schon krampfhaft nach Argumten, die vielleicht gg. die Martin Logan sprechen, also klanglich. Vielleicht ist diese Offenhteit auf Dauer auch zu viel des Guten ???

Zur Martin Logan wäre noch zu sagen, dass man ordentlich im Hörfeld sitzen muss. Steht man vom Stuhl auf, ist das komplette obere Drittel der Musik fast weg. Das wäre für mich aber nicht so schlimm. Optisch find ich sie gewöhnungsbedürftig aber durchaus interssant, auch als Möbelstück. Man kann durch sie durch schauen, die Folie ist ja transparent, demnach sehen sie sehr luftig aus. Eben etwas moderner.

Zum guten Schluss hat der Verkäufer dann noch mal seinen ganzen Stolz präsentiert. Igendwas von Wilson für 30.000 EUR mir zwei riesigen McIntosh Endstufen und allem Zip und Zap. Auch sehr fein, aber für mich keine Steigerung, die so einen Aufwand rechtfertig. Und auch hier schwang noch die Logan im Ohr, denn auch diese Kombi. konnte in den Punkten Offenheit, Feinheit, Klarheit der Stimme (Kari Bremnes) Details nicht nachziehen. Vielleicht braucht man sowas nur, wenn man über 100 db hört?

Auwei, wat nu?

Also erst mal wieder zuhause auf konventionelle Lautsprecher einhören, die Logan vergessen und dann in zwei Wochen will ich mal was von Spendor hören und was sich noch so anbietet.

Zum Schluss muss ich noch feststellen, dass meine preisgünstigen B&W 602 S3 Kompakten sich wirklich tapfer schlagen, denn sie sind im konv. Bereich fast immer noch meine Favoriten. Die 804S hätt ich gern mal ein Wochende zu Hause um sie ausbiegiger zu hören. Ob die ProAc aber ggü, den 602 S3, wo mir Detail und Offenheit gefällt ein Gewinn wäre (der die 1100,- mehr rechtfertigt) ... glaube fast nicht, müßte man auch im WE-Test erst heraus finden.

Gruss
Rüdi


[Beitrag von Rüdi74 am 29. Nov 2009, 10:42 bearbeitet]
m2catter
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 29. Nov 2009, 01:44
Hi Ruedi,
sehr schoener Bericht, merci.
Kann Deine Euphorie, was Elektrostaten betrifft, durchaus verstehen, hatte selber mal Quad ESL57.
Ob die ProAc Studio 140 nun mit der 800 Serie von B&W zu vergleichen ist oder nicht, nun ja, die Studios stellen die Einsteigermodelle von ProAc dar.
Du sagest die preiswerteren Modelle von B&W spielen im Bass zu dick auf, speziell im Vergleich zur 140. Das stimmt, die B&W verfaerben einfach deutlich mehr.
Ich glaube Du kommst nicht darum herum, Dir die Probanden mal nach Hause zu holen.
Ich denke eine ProAc spielt deutlich naeher an einem Stat wie die B&W, das ist so meine Erfahrung. Was bei ProAc gegenueber B&W nachteilig ist, ist der kleinere sweetspot.
Bei ProAc musst Du schon genau in der Mitte sitzen und die LS exakt ausgerichtet sein, damit die magic durchkommt.
Wenn Dir allerdings die Martin Logan so gut gefallen haben, again hoere sie Dir zuhause an und wenn sie Dir dannn immer noch so gut gefallen, spare lieber laenger und lebe Deinen Traum, so ein Paaerchen LS koennen Dich sehr lange begleiten. Stelle Dir einfach vor, Du bekommst jedesmal eine Gaensehaut, wenn Du die naechsten 20 Jahre damit Musik hoerst. Dies ist priceless....
Halt uns auf dem Laufenden, liebe Gruesse aus downunder sendet Dir Michael
Moe78
Inventar
#29 erstellt: 29. Nov 2009, 01:53
Schöner Bericht! Da wird man ganz neugierig auf Elektrostaten...aber ich glaube, alleine die Kosten, die Folie erneuern zu lassen, würden mich abschrecken... abgesehen davon, dass sie so einen kleinen Sweetspot haben, wäre für mich das größte Problem...
Hoffe, Deine Suche beschert dir noch das gesuchte Wow-Erlebnis.
boxentobi
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 29. Nov 2009, 03:46
hi,
vielleicht eine kleine idee,
wenn du was haben möchtest nach deinen vorstellungen? klanglich wie optisch,
lass dir was von einem ls bauer was zusammen bauen,
ist meist hochwertiger wie das ferig zeugs, man bekommt mehr fürs geld.
Rüdi74
Stammgast
#31 erstellt: 29. Nov 2009, 18:45
Hmm, Einzelanfertigung, ja aber:

1) ich würde den Lautsprecher vorher erst mal hören und
sehen bevor ich ihn kaufen muss.

2) Wie sieht es mit dem Wertverlust bei Wiederverkauf aus?
Solche Einzelanfertigungen kennt ja keiner und da sucht
auch keiner nach.

3) ordentliche Handwerksarbeit mit Furnier und gutem Lack,
ist bekanntlich auch nicht billig zu haben.

Ist es dann also realistisch, eine passende private Massanfertigung zu bekommen für vergleichsweise die Hälfte, bzw. für das selbe Geld quasi doppelte Qualität?

Ich hatte auch schon mal dran gedacht, mal die Hochtöner der 602 S3 in die CM7 zu verbauen. Wenn die Höhen dann so wie bei der 602 abgebildet werden, dann isses das vielleicht schon für mich...Mal ehen ob das geht. Augenscheinlich haben sie dieselben Abmessungen. Bei der CM7 geht der Hochtöner auch recht leicht raus. Hab ihn ja schon einmal gewechselt.

Zur Martin Logan
Zur Haltbarkeit der Elektrostat-Folie hatte ich den Dealer auch befragt. Bei den frühen Elektrostaten sei das kritsch gewesen, wegen Staubverschmutzung mit anschließendem Kurzschluss, aber das sei längst Vergangenheit. Sagt er ... Angeblich könnte man die sogar heute mit nem Staubsauger absaugen. Sagt er ...

Wär schon wichtig zu wissen, ob der Logan Traum nach fünf Jahren oder so in Rauch auf geht...


[Beitrag von Rüdi74 am 29. Nov 2009, 18:47 bearbeitet]
Jeremy
Inventar
#32 erstellt: 29. Nov 2009, 20:47
Hallo Rüdi74,

habe noch einen wirklich interessanten Tipp für Dich - gerade weil Dir die räumliche u. luftige Abbildung der Martin-Logan so gut gefallen hat:

Schau doch mal in diesen Nachbar-Thread (aktuelle Beiträge), den Du wirklich auch mal mitverfolgen solltest, weil er gut zu Deiner Thread-Anfrage passt: http://www.hifi-foru...ad=1494&postID=44#44

Und dann auf diese Seiten: http://www.audible-emotions.com/

Die neuen Walsh-1000 (Paarpreis 2000,--€): http://www.audible-e...icle&id=72&Itemid=93
wären sicher eine hörenswerte Alternative zu den gen. Martin Logan

Und bei den Ohm-Walsh's hättest Du eben keinen sog. Sweet-Spot und auch keinen möglichen Folienverschleiß.
Schau mal rein.

Freundliche Grüße

Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 29. Nov 2009, 20:47 bearbeitet]
Erik030474
Inventar
#33 erstellt: 29. Nov 2009, 20:54
Ui, das geht ja in eine ganz andere Richtung, aber generell sind die DUEVEL PLANETS oder auch die SHAHINIANs http://www.fl-electronic.de/neuklang/shahinian.html#arc sehr interessante Konzepte ... nur nicht ganz billig.
boxentobi
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 30. Nov 2009, 01:52
jaja optik......
was drin ist ist wurscht.
vieleicht gehst du einfach mal zum ls bauer um die ecke,
wenn er er hablwegs was kann , denkst du anderst hinterher.
Rüdi74
Stammgast
#35 erstellt: 30. Nov 2009, 12:47
Ohm / Walsh, wieder ne ganz andere Technik.
Die kleinere Standbox wäre duchaus interessant für mich.
Werd mal versuchen, die irgenwo anzuhören. Klingt nicht uninterssant. Danke für den Hinweis.

... was es alles gibt (staun)

@boxentobi
was drin ist ist nicht wurscht, aber letztlich ist wichtig, wie es klingt. Ergo muss man es auch mal hören können.
Desweiteren sollte das Ding dann halt optisch auch nicht die Wohnung verschandeln. Wie gesagt: Glimmer und tralala brauch ich nicht, sauberes Handwerk mit schönem Material reicht mir vollkommen.
Jeremy
Inventar
#36 erstellt: 30. Nov 2009, 13:08

Rüdi74 schrieb:
Ohm / Walsh, wieder ne ganz andere Technik.
Die kleinere Standbox wäre duchaus interessant für mich.
Werd mal versuchen, die irgenwo anzuhören. Klingt nicht uninterssant. Danke für den Hinweis.

... was es alles gibt (staun)


Hallo Rüdi74,

Probehören kannst Du die aktuellen Ohm-Walsh nur bei Herrn Ertel, dem Deutschland-Importeur, in Horb nahe Stuttgart

(Audible Emotions, Marktstrasse 7, 72160 Horb, Tel.: 07451/ 1372)

Falls du irgendwie in der Nähe des Rhein-Main-Gebiets zuhause bist: Ich würd' mir die Ohm-Walsh dort sehr gerne mal anhören, bin aber leider nicht motorisiert (Du vermutl. schon?)

Wenn Du zum Probehören hinfahren würdest, könnten wir uns zusammenschließen und die Bezinkosten teilen - dann würden für uns beide keine allzu hohen Fahrtkosten entstehn'.

Lohnen würde sich ein Hörtest der Ohm-Walsh's dort ganz sicher; naja, kannst ja mal lesen, was 'Tubehead' drüben im Walsh-Thread geschrieben hat.

Der hat sich jetzt die großen 5000er bestellt, ist total begeistert und findet die Teile praktisch konkurrenzlos: "Ich bin überzeugt wenn die Ohm's bei den Händler stehen würden dann wäre es für die Händler schwer noch andere Lautsprecher zu verkaufen! In ihrer jeweiligen Preisklasse und auch weit darüber hinaus sind die Ohm's sicher einzigartig!"

Beste Grüße

Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 30. Nov 2009, 13:20 bearbeitet]
Rüdi74
Stammgast
#37 erstellt: 30. Nov 2009, 17:05
@Jeremy
nee, ich komm vom Niederrhein, als bis Frankfurt allein schon 300km, bis Stuttgart so um die 450km. Wird dann eher nix mit Fahrgemeinschaft. Bis Stuttgart fahr ich wohl nicht um mir ein Paar Boxen anzuhören. Zunächst mal jedenfalls nicht. Dennoch THX und Gruss.
Erik030474
Inventar
#38 erstellt: 30. Nov 2009, 17:10
Die "Shahinian Super Elf" könntest du bei www.MarcatoHifi.de in Köln Probehören. Bildet so den Mittelweg zwischen Omnidirektionalstrahler und Kompaktlautsprecher.
jd17
Inventar
#39 erstellt: 30. Nov 2009, 17:13
ich habe mal ein paar mirage omnis gehört und wenn duevel & ohm & co. auch nur irgendwie ähnlich sind, werden sie dir ganz sicher nicht gefallen. ich fand es einfach nur grausam.
tubehead
Stammgast
#40 erstellt: 30. Nov 2009, 17:43
Ich hab auch schon einige grausame "normale" Lautsprecher gehört - sind deshalb alle "normalen" Lautsprecher schlecht ?

Die Ohm arbeiten nach einem ganz anderen Prinzip als die von Dir aufgeführten, von dem her kannst Du die nicht miteinander vergleichen !

Hörs Dir mal an, ich bin sicher Du wirst mehr als nur überrascht sein !


[Beitrag von tubehead am 30. Nov 2009, 17:48 bearbeitet]
Jeremy
Inventar
#41 erstellt: 01. Dez 2009, 00:02

Rüdi74 schrieb:
@Jeremy
nee, ich komm vom Niederrhein, als bis Frankfurt allein schon 300km, bis Stuttgart so um die 450km. Wird dann eher nix mit Fahrgemeinschaft. Bis Stuttgart fahr ich wohl nicht um mir ein Paar Boxen anzuhören. Zunächst mal jedenfalls nicht. Dennoch THX und Gruss.


Anrufen würd' ich Matthias Ertel dennoch mal.
Vielleicht gibt's ja schon - oder bald - einen Ohm-Walsh-Besitzer in Deiner Region, der Dich mal Probehören läßt.

Einen Fehler würd' ich jedenfalls nícht machen: LS-mäßig irgendwas nehmen, weils der Händler um die Ecke grad da hat, natürl. empfiehlt - und weil's ja auch 'ganz ordentlich' klingt.
Wär schad um Dein Geld.
Eventuell hörst Du dann irgendwann später doch nochmal 'ne Ohm-Walsh und ärgerst Dich: Hätt' ich doch damals......

Bei mir ist es so, daß ich erst für's kommende Jahr geplant habe, neue LS zu kaufen (hab' gegenwärtig die Dynaudio Focus 220) und dann werd' ich ganz sicher nach Horb zum Hörtest fahren - notfalls dann halt doch ab Frankfurt/M mit dem ICE bis Stuttgart und dann weiter via Nahverkehr.
Aber vielleicht findet sich bis dahin doch noch ein weiterer Interessent.

Beste Grüße

Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 01. Dez 2009, 00:04 bearbeitet]
Rüdi74
Stammgast
#42 erstellt: 01. Dez 2009, 17:37
Ja, ja
ich lass mir jetzt Zeit, nachdem ich am Samstag durch einige Hörproben erfahren hab, dass selbst meine Kompakten 602 S3 nicht sooo schlecht klingen, das man damit noch ein, zwei Jährchen hören könnte ;-)

Wann und ob die die CM7 verkaufe...mal sehen...

Ich hab den guten Herrn Ertl schon angemailt. Mal sehen, was sich so tut.
Rüdi74
Stammgast
#43 erstellt: 14. Dez 2009, 12:47
Hallo,
kleines Update:

mit meinen B&W CM7 hab ich mal etwas rumprobiert, weil ich einfach nicht glauben wollte, dass die so „rel. schlecht“ klingen dürfen. Was mich störte ggü. den deutlich preisgünstigeren B&W 602 S3: Zu komprimierend, wenig luftig, die Höhen bei gefühlten 10.000 Hz abgeschnitten und die Details nicht raus bringend.

Also hab ich folgendes geändert:
Ich hab sie anders hingestellt und zwar NICHT mehr auf den Hörer eingedreht, sondern rechtwinkelig zur Rückwand (Info: nach hinten haben sie sowieso schon die 3 Meter Luft). Die linke Box steht wg. L-förmigen Raum 3,50 m von linker Seitenwand weg, aber die rechte Box hab ich nun auch so weit es geht von der Seitenwand weg gerückt (jetzt ca. 45cm – vorher nur knappe 20cm) . Sie stehen jetzt ca. 2,50 m auseinander, zum Hörplatz sind es ca. 3,40m. Dann hab ich sie noch vorne ein 1cm hoch gekippt, sodass sie leicht nach oben abstrahlen.

Und siehe da: es klingt, als wenn es ein völlig anderer Lautsprecher ist.
Plötzlich erscheinen auch Klänge von seitlich neben der Box, die ganze Bühne wird viel offener. Außerdem sind die feinen Höhen plötzlich da, sodass das abklingend der Becken wieder Spass macht zuzuhören, was zuvor echt traurig war. War ich zuvor gewillt (und hatte es auch getan) den Höhenregler auf +2db zu regeln, ertappe ich mich jetzt, dass ich gucke ob ich nicht die Höhen zu hoch geregelt habe, obwohl sie auf neutral stehen.
Und obwohl, oder gerade weil(?), die Lautsprecher nicht auf den Hörlatz eingedreht sind, erscheinen die Instrumente viel ortbarer und auch die Stimmen sind noch klar und direkt.
Die Bassstopfen hab ich raus, hab ja auch nach hinten 3m Luft, hab aber den Bassregler am Verstärker zwei Rasten runter geregelt (-4bd). Auch das gefällt mir recht gut, zumindest bei Bass+Kontrabass. Basedrum kommt halt nicht sehr trocken.

Also: voller Erfolg. Hätte nicht gedacht, dass das soviel ausmacht.
Selbst das oben schon erwähnte Live-Konzert von Simon & Garfunkel klingt nun richtig schön, sodass ich jetzt die CM7 der 602 vorziehe. Man hört z.B. bei den Stimmen wieder das öffnen der Lippen und auch viele andere schöne Details.

Davon angetrieben, hab ich es auch mal mit bi-wiring probiert. Ich bilde mir ein, dass es die Durchhörbarkeit der einzelnen Tonquellen noch ein wenig verbessert hat, kann aber auch reine Einbildung sein, da ein direkter Vergleich via „switch“ nicht möglich ist. Bi-wiring im Dauerbetrieb würde mich aber vor Probleme stellen, weil ich nur einen Kabelstrang unter dem Laminat verlegt habe und nicht einen zweiten Kabelstrang offen quer durch den Durchgang legen möchte...mal sehen...

Das Umstellen wie oben beschrieben brachte aber wirklich eine enorme Verbesserung, sodass ich den Dingern jetzt noch eine zweite Chance geben werde.

Nichts desto Trotz, habe ich aber am nächsten Samstag einen Termin zum Probehören von Spendor, Harbeth und Geithain – Monitortag sozusagen. ;-)

Werde weiter berichten.

Gruss
Rüdi74
Stammgast
#44 erstellt: 19. Dez 2009, 18:11
Weiter gehts:
Heute war Hörtermin für 2 Monitor-LS und eine Standbox:
1)Geithain ME100
2)Spendor 2/3
3)Geithain ME110 (Standbox)

Auch hier wieder Lob an die Ladencrew. Wir hatten alle Zeit der Welt, und konnten bestimmt 1,5 Std. in aller Ruhe hören, dabei CD-Spieler und Amp. selbst bedienen. THX

1)Als erstes die Geithain ME100:
In der ersten Minute noch etwas unspektakulär, auch bei meinen zwei Begleitern, schälte sich sehr schnell mehr und mehr ihre wahre Qualität heraus: völlige Entspanntheit bei allen Musikstilen. Die Stimmen (auch Cranberries!) niemals nervend aber super präsent, die Höhendarstellung alsolut natürlich, reichhaltig und unglaublich feine und saubere Details und Hintergrundgeräusche (zB bei Liveaufnahmen), die Stereoskalierung, die Positionierung der Klangquellen alles erste Sahne. Gar nicht mal super luftig, wie zB die Elektrostaten aber dennoch wunderschön anzuhören. E-Gitarren und akust. Gitarren super präzise ohne kalt zu wirken. Toller Lautsprecher!! Sogar echten Tiefbass kann sie spielen, aber eben hier recht zurückhaltend, wie insgesamt das Bassfundament zwar da ist, auch sehr sauber, aber vor allem zu meiner CM7, die ich im Ohr habe, rel verhalten. So klingt der Korpus bei aku. Gitarren bei tiefen Akkorden nicht ganz so voll. Dies ist aber mE auch der einzige Wermutstropfen, ansonsten meinem Ideal schon sehr nahe kommend. Optisch weniger grausam, als die Internetbilder befürchten ließen, zumal handwerklich aufwendig gemacht (sauber furniert+gerundete Kantenleisten auf Gährung usw.).
Gehört haben wir klanglich bessere und auch nur mittlere Aufnahmen: Aiyo, Zelmani, Kate Bush, Dire Straits, Simon, &Garfunkel Live, JJ Cale live u.a....,. Selbst Jefferson Airplanes "Good Shepard" vom Volunteers -Album, sonst schon mal schrömmelig nervend, spielte sie völlig entspannt und klar.

2)Spendor 2/3
Mein Kumpel hatte auch schon von der vielgepriesenen "Spendormagie" gehört, sodass wir alle sehr gespannt waren, auch wenn dies sicher nicht das Spitzenmodell von Spendor ist. Als allererstes fiel auf, dass sie die Höhen weniger hoch?, laut? und somit mE weniger schön spielte als die Geithain. Irgendwie leise verwischt...komisch. Ansonsten sicher auch ebenso entspannt, dabei alles etwas mehr "vermischend" bzw. homogenisiernd. Ich fand, dass die Stereodarstellung hier weniger interessant war. Im Bassfundament dafür etwas mehr präsenz als die Geithain. Stimmen und Gitarren hier auch sehr sehr sauber. Tiefbass dafür nicht wie bei der Geithain. Aber immer fehlte mir (und meinem Bruder auch) etwas an Höhendarstellung, obwohl sie, wenn höhenreiche CDs gespielt wurden (zB Kate Bush) die Höhen auch vermitteln kann. So richtig wollte sich bei uns keine Spendormagie einstellen, obwohl sich an der entspannten "Vermischtheit" und Homogenität vielleicht erahnen ließ, was damit gemeint sein könnte.

Dann wollten wir schon gehen als man uns anbot, doch noch die ME110 Standbox von Geithain zu hören. Nur zu, Standboxen sind immer willkommen, schließlich kann man theoretisch das Geld für einen Standfuss besser in den Lautsprecher investieren. Ihr Klang schon ähnlich wie die ME100 aber mE ggü. der ME100 nicht ganz diese zauberhafte Klarheit und Präzision. Naturgemäß deutlich mehr Bassfundament, dies aber nicht so wirklich gut, etwas schwammig, also nicht so, dass es ein echter Gewinn wäre. Damit waren wir schnell fertig, denn wenn Geithain, dann die ME100 oder noch was anderes.

Fazit:
ME100 ganz toll - diese vielleicht mit Sub kombiniert, oder ... ach ja, es geht immer noch besser ich weiß schon.

Größtes Plus von heute: Ich hab gehört, wie wichtig es ist, einen Lautsprecher zu hören, der niemals nervt, denn das ist mind. schon die halbe Miete. Und da liegt die ME100 für mich ganz vorne. Werd sie im Auge behalten.


[Beitrag von Rüdi74 am 20. Dez 2009, 10:43 bearbeitet]
m2catter
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 19. Dez 2009, 23:58
Hallo Ruedi,
na endlich, angekommen im Kompaktlautsprecher Land, willkommen...
Wenn aber, dann bitte fuer nichts entscheiden, bevor Du die ProAc 1SC oder die D1 nicht gehoert hast.
Dies stelle ich jetzt einfach mal so in den Raum, ohne diese anzupreisen. Entscheide selbst. Sehr schoener Bericht uebrigens,
liebe Gruesse Michael
es83
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 20. Dez 2009, 00:35
kann Dir wärmstens empfehlen mal die ELAC FS 247 und FS 249 Probe zu hören! Ich habe mir jetzt vor kurzem bei meinem Bruder die FS 247 in aller Ruhe angehört und war einfach nur begeistert, die kieler verstehen es hervorragende Lautsprecher zu wirklich fairen Preisen anzubieten!
Ich selbst höre die ältere ELAC 209 Jet aber die FS-Reihe ist doch schon nochmal eine Steigerung vorallem bei höherem Pegel und das alles bei einer deutlichen Chassisverkleinerung. Sehr Impulsstark und traumhafte natürliche Höhen dank Bändchen-HT!

Meine nächste Anschaffung ist nur noch eine Frage der Zeit
tubehead
Stammgast
#47 erstellt: 20. Dez 2009, 18:24
Hallo Rüdi,

ich hatte mir vor ca. 3-4 Jahren auch mal die ME100 und die ME25 beim Händler angehört - fand beide toll und auch sehr nahe klanglich beeinander - hab mir dann die ME25 mitgenommen und eine Woche daheim gehört - war sehr schön und angenehm, bis ich dann die Hell freezes over LP von den Eagles aufgelegt hatte - da hat mir dann irgendwas gefehlt und wollte nicht so richtig spielen - umgeswitched auf meine Bastanis Atlas und alles war wieder im Lot, sprich es war einfach mehr Musik da......

Inzwischen warte ich auf meine Ohmspeakers5000 - das ist schon eine andere Welt......

Ich hoffe Du hattest inzwischen Kontakt mit Herrn Ertel und konntest ein Probehören ausmachen !

Grüße
Peter
Rüdi74
Stammgast
#48 erstellt: 20. Dez 2009, 22:27
Ja ich hatte schon mit Herrn Ertel ge-emailt. Probehören gestaltet sich schwierig. Will nicht gleich 550 km fahren. Mal sehen was sich noch so auftut.

Pro Ac D1 werd ich mir auch mal anhören. Vielleicht doch keine Standbox? Irgendwie sträubt sich was in mir 400,- Eumel für ein Paar zusammengebratene Metallrohre (Standfüsse) auszugeben. Aber wenns mehr Musik macht, why not.
m2catter
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 21. Dez 2009, 01:40
hallo Ruedi,
400 Euros fuer Staender muessen auch nicht sein, zumal die ProAc D1 mit leichteren stands auf der ProAc webpage abgebildet ist als ihre Vorgaengerin, die 1SC.
Wenn dafuer nicht die gleiche Masse benoetigt wird, waeren auch zum Beispiel die Mission stance Staender fuer 99 Euro das Paar (ebay.de) eine Alternative, mit Sand befuellt versteht sich.
Anyway, halte uns auf dem Laufenden, viel Glueck
Gruss Michael
tubehead
Stammgast
#50 erstellt: 21. Dez 2009, 14:09
Ja - ist echt schade daß man die Ohm's kaum wo hören kann.

Was mir noch gefallen hatte früher war die KEF XQ10 und die XQ40, beides auch schöne Boxen - aber halt kein Vergleich zur Ohm...........

Vielleicht ergibt sich doch mal irgendwo die Möglichkeit für Dich die Ohm zu hören !
Rüdi74
Stammgast
#51 erstellt: 03. Jan 2010, 21:44
Weiter gehts:
Seit 3 Tagen hab ich nun die Geithain ME100 zur Probe zu Hause. Der freundlicher HiFi Dealer war so nett. THX an dieser Stelle! D.h. ich konnte (und kann, denn sie läuft just) die ME100 mal direkt gg. meinen CM7 vergleichen. Hier meine Eindrücke:

Als ich die Geithains angeschlossen hatte und dem faszinierend natürlichen, reichhaltigen sehr präzisen und entspannten Klang entgegen fieberte, den ich vor 10 Tagen beim HiFi Dealer gehört hatte, gab es zunächst ein wenig Ernüchterung. Gar so prickelnd kam es nicht. War ich beim HiFi Dealer zu euphorisch? Oder ist meine Akustik im Raum nicht die Beste, oder wird mein alter Yamaha Amp zur Schwachstelle? Hmmm... Ein paar Lieder gehört, bißchen rumprobiert...ok, die schöne Direktheit der Stimmen ist zu hören, auch nervt nichts. aber es fehlt...?... an...Spritzigkeit? Keine Ahnung. Das Bassniveau ist auch hier recht stark, beinahe etwas überdominant, das war beim HiFI Dealer gar nicht der Fall. Aber das Bassniveau ist nicht dumpf, sondern schön straff. Das gefällt mir. ALso auch hier -2db am Amp. gestellt (bei der CM7 -4db).

Dann mal mitten in einem Lied auf die CM7 umgeschaltet (per Wahlschalter am Amp.) Oh wei, woher kommt die Wolke vor den Boxen? Alles klingt etwas verhangen und leicht zugedeckt. Stimmen weiter weg, Hiat und Becken leicht verwischt. Der Klangraum der CM7 ist größer gespannt, aber dafür alles mit weniger Präzision. Bei bassstarken Stücken kommt der CM7 Bass zu weich. Man kann es kaum glauben, die ME100 machen den Bass trotz weniger Volumen und weniger Schallfläche besser, weil straffer, konturierter und noch gefühlte 5 Hz tiefer. Die Becken der CM7 sind verwischter, die Stimmen klingen weniger lebendig manchmal leicht verhangen. Eigentlich kann die ME100 alles etwas besser. Hört man die CM7 dann wieder länger am Stück fällt es nicht mehr so auf. Dass der Klangraum, den die ME100 aufspannt etwas kleiner ist stört mich bisher nicht wirklich. Auch sie stellt manche Instrumente oder Stimmen außen neben die Box, wenn die Aufnahme es her gibt. (Hörabstand übrigen gute 3m). Dafür stellt sie manche Töne insbes. Percussion sehr plastisch und exakt in den Raum. Sehr nett das. Viel Spass machte zB "Ain´t no sunshine" von Buddy Guy (feat. Tracy Chapman). Das Wechselspiel der Stimmen, der Basslauf, die Echtheit der Stimmabbildung, die Hiat und Becken - Klasse.

Gestern kamen zwei Freunde dazu. Brachten auch paar eigene CDs mit. Der eine selber ein wenig HiFi-erfahren (hört die Quadral Titan mit Octave Röhren PreAmp+3 Endstufe), der jüngere interessiert aber noch wenig "erprobt". Beide stimmten zu, dass die ME100 sich immer etwas schöner an hört als die CM7, obwohl der Jüngere (hatte noch nie was von Geithain gehört) dies zunächst vom Äußeren her gar nicht glauben wollte. Lediglich die SaraK CD vom Stockfish Lable klang mit der B&W fast schöner, weil hier doch die "Sekundärgeräusche" bei der ME100 fast schon übernatürlich heraus stachen. Hier kommt das leichte verwischen der CM7 dem Klang fast zu Gute. Nunja, diese extra für HiFi-Freaks gemachte Aufnahme ist möglicherweise etwas "überproduziert"? Bei einigen wenigen Stücken brachten die CM7 mehr "Fülle" als die ME100, was durchaus gefiel. Dennoch: für sich alleine gehört machten den Beiden beide Boxenpaare Spass und wurden von Ihnen durchaus für "HiFi"-tauglich eingestuft ;-). Der Aufpreis der ME100 ggü. den CM7 ist aber durchaus berechtigt.

Dann tauschten wir mal spaßeshalber (weil noch im Bestand des einen Freundes) den Verstärker aus. Der Yamaha A1000 wich nun einer Kombination von CamTech C101 Vorverstärker und älterer aber wattpotenter und recht gewichtiger Hitachi-Endstufe (HMA 7500). Sicher auch keine Traumkombi, aber testen kann man ja mal.

Und siehe da, die Überbetonung des Bassbereichs war weg. Man mußte nichts mehr runter regeln, überhaupt kam alles noch etwas straffer/schneller?, vor allem der Bassbereich. Das kam den CM7 zu Gute, aber schadete auch den Geithains nicht, sodass der Qualitätsabstand der ME100 blieb. Auch das Manko bei den Höhen der CM7 schien hörbar verbessert. Dies führte mir vor Augen, dass wohl der Yamaha A1000 seine gemeinsame Zeit mit mir bald hinter sich hat. Macht mir wohl doch alles etwas zu weich.

Gestern abend dann bin ich mit den Geithains nochmal für zwei Std. zu meinem Bruder (E-Techniker), der als Verstärker eine "Eigenkreaktion" von zwei Mono-Röhren Amps betreibt. Zwar lassen sich die zwei Amps nicht immer exakt aufeinander abstimmen, aber Hallo, die Natürlichkeit der Geithains kam stellensweise wirklich klasse zur Geltung.

Fazit: die Geithains sind immer noch ne Sünde wert, aber ohne passenden Klasse-Amp dazu fast zu schade. Ihr Bass ist straff, trocken und keinesfalls zu dünn. Der Rest ist Präzision pur. Ob der kleinere Klangraum, den sie aufspannen (Stichwort "Hörraumfenster") irgendwann störend wird? Keine Ahnung. Und vielleicht schauen sie ja in einem anderen Furnier und auf chicen Stands auch netter aus?!
An meiner Raumakustik muss ich noch ein wenig tun und spar wohl als erstes auf nen schönen Amp (vielleicht ne Röhre?) Von der Lautstärke reicht mir das was die Röhre schafft alle mal. Während dieser Zeit hör ich noch mal dies und das und behalte die ME100 in Gutem im Gedächtnis.


P.S.
Während ich so schreibe läuft seit 30 Min. Neil Youngs Live Konzert Massey Hall 1971. Zuerst 20 Minuten auf den ME100, jetzt 15 Min auf den CM7. Mit "neuem" Amp (s.o.) Beides schön.
Übrigens hab die CM7 doch wieder auf den Hörplatz eingedreht. Scheint für die Placierung der Stimmen usw. besser. Und während ich jetzt grad mal die Kate Bush an dem anderen Amp. höre, muss ich sagen, das Höhenmanko der CM7 ist weg und es fehlt an Nichts. Vielleicht brauch ich überhaupt gar keine anderen Lautsprecher sondern nur nen anderen Verstärker?


[Beitrag von Rüdi74 am 03. Jan 2010, 22:44 bearbeitet]
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