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Erfahrungsbericht NAD vs. Cambridge

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tomtit
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Jun 2004, 08:37
Im Forum wir häufig die schlechte/mäßige Verarbeitungsqualtät der NAD Geräte diskutiert.
Deshalb möchte ich hier und jetzt meine Erfahrungen mit dem NAD 352 im Vergleich zu dem zur Zeit sehr hochgelobten Cambridge Azur 640 Verstärker kundtun :-).

Kurz zum Hintergrung: Bevor ich zum NAD gewechselt bin, hatte ich 3 (!) Cambridge Geräte, die allesamt Fehler hatten (1X Endstufe defekt, 2X schaltete sich ständig der Protection Modus ein).

Optik:
Das Design des Cambridges fand ich schon wirklich schön und ein wenig besser als das des NADs. Aber auch den NAD finde ich persöhnlich optisch ansprechend. Ein großer Unterschied ist in der mitgelieferten Fernbedienung. Die des Cambridges ist optisch ein Hammer. Sieht sehr sehr edel aus. Die NAD-Fernbedienung sieht, gelinde gesagt, sehr bescheiden aus.

Verarbeitung:
Hier ist mein Urteil untentschieden. Vorteil des Cambridge ist die massive gebürstete Alu-Frontplatte und das metallische Gefühl des Lautstärkereglers, wobei allerdings der Lautstärkeregler nicht sehr sauber eingebaut ist. Die Spaltmaße zwischen Regler und Frontplatte waren nicht gleichmäßig und an einer Stelle schabte die Reglerkante an der Frontplatte. Was mich sehr wundert ist, dass dieses Manko auch bei allen drei Cambridge Geräten aufgetreten ist. Ein weiterer Nachteil ist die Stabilität der Boxenklemmen. Die wackelten bei allen Geräten sie hatte schon von Anfang an erheblich. Die machten keinen guten Eindruck.
Dagegen sind die NAD-Boxenklemmen sehr stabil. Die Frontplatte des NAD ist aus METALL. Ich bin mir zwar nicht 100% sicher, aber so kalt fühlt sich eigentlich nur Metall an, wenigstrens ist das beim Modell in der Titan-Farbe so. Wie das beim grau/schwarzen Model 352 ist, kann ich nicht sagen. Der Lautsprecherregler des NAD ist definitiv aus Kunststoff. Dafür aber im Vergleich zum Cambridge sehr sauber eingepasst.

Nun das wichtigste: der Klang:
Ich habe als recht neue Phonar-Boxen (P40). Mir ist es wichtig alle Tonhöhen sauber dargestellt zu bekommen. Dafür sind die Phonar-Boxen bekannt. Nach nun ein paar Monaten Vergleich zwischen den Verstärkern, würde ich dem NAD als (für mich) besser bezeichnen. Spielt noch ein wenig agiler als der Cambridge und bringt sehr sauberere, aber nicht aufdringlche Bässe heraus. Dazu scheint der NAD noch ein wenig "leistungsfähiger" zu sein, wobei das bei meinen Boxen eher unkritisch ist. Dier Phonar haben einen Wirkungsgrad von 92 db.

Gesamturteil:
Also insgesamt bin ich persöhnlich sehr mit dem NAD zufrieden und empfinde das Gerät von der Verarbeitungsqualität mindestestens als gleichwertig, wenn nicht sogar besser. Sie spielen vom Klang aber ganz klar in der gleichen Liga, wobei ich auch hier der NAD die Nase vorn hat.

Gruß,
Tomtit
barsik
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 25. Jun 2004, 09:47
Also ich bin da auch etwas skeptisch gegenüber der Cambridge-Euphorie, die mit der Azur-Serie ausgebrochen ist. Ich hätte auch einen NAD dem Azur vorgezogen.
Leisehöhrer
Inventar
#3 erstellt: 25. Jun 2004, 11:41
Hallo,

ich habe ja nur den Cambridge A 500 der ein Vorgängermodell ist. Bei dem sind die genannten Mängel überhaupt nicht. Boxenklemmen sind stabil und da wackelt nichts. Lautstärkeregler sitzt sehr gut und lässt sich leichter drehen als bei den NAD Verstärkern die ich gesehen habe. Was den Klang angeht so weiss ich nicht wie sehr der des Azur anders ist. Der A 500 bringt den Bass ettwas zurückhaltend. Aber auf keinen Fall zu schwach.
Er klingt ettwas wärmer wie der Yamaha Verstärker der Pianocraft. Leistung reicht locker aus. Selbst bei leistungshungrigen Kompaktboxen wie meine.

Gruss

leisehörer
Leisehöhrer
Inventar
#4 erstellt: 25. Jun 2004, 11:49
Hallo barsik,

was gefällt Dir an Cambridge nicht ? Ich frage nur weil ich die Marke gut finde. Sympatisch finde ich das es immer nur 2 verschiedene Vollverstärkermodelle gibt die alle preiswert sind. 2 Modelle natürlich wenn ich die alte Serie nicht einbeziehe. Auch wenn die noch verkauft werden.
Sie laufen ja trotzdem aus. Vorher gabe es da auch nur den A300 und A500. Dann hatten sie noch eine sehr günstige Vor-End Kombi die auch optisch für mich gut aussah.
Insgesammt Preise wo ein guter Einstieg in der Welt des Hifi beginnt. Für normale Wohnräume reichen alle Geräte aus. Da gibt es für den durchschnittlichen Hifihörer keinen Grund höher hinaus zu müssen.
Hast Du schlechte Erfahrungen mit Cambridge gemacht ?

Gruss

leisehörer
rura
Inventar
#5 erstellt: 25. Jun 2004, 15:02
Hi,
wie würdest du denn den Klangunterschied beschreiben, zB. Nad knackigere Bässe , eher kühl , Cambridge voller, eher warm ? Kannst du versuchen, das genauer zu beschreiben? Bin selbst auf der Suche, hatte Nad - Vincent in die engere Wahl genommen, an Canton RC-L.
Gruß rura
Fugazi3
Stammgast
#6 erstellt: 25. Jun 2004, 15:18
Hallo rura,
ich hatte mich nach langem Hin und Her (Hörproben) dann doch für den NAD C352 entschieden in Zusammenspiel mit den RCL und bin super zufrieden und noch voller Begeisterung.

Ich hatte den Cambrigde Azur 540/640 wohl leider nicht an den RCL hören können, sondern an Quad 22 und HGP Dona und Epos und Wharfedale. Bei den Quad und den Dona war ich sehr, sehr angetan und hätte fast bei der Kombi Azur/Quad oder Dona zugeschlagen, jedoch kam bei den RCL letztendlich mehr Spassgefühl auf - und es war doch eine Preisfrage des Gesamtkonzeptes.

Den Cambridge würde ich als Laie eher wärmer einstufen als den NAD, wobei ich die Beiträge über NAD mit Aussagen von "Kälte und Analytik" nicht so ganz teilen kann. Ich empfinde den NAD als sehr sehr gelungen und harmonisch mit gutem Detailreichtum, ohne scharf oder kalt zu klingen.


Fugazi3
rura
Inventar
#7 erstellt: 25. Jun 2004, 16:41
Hi,
danke für deine Antwort. Bin selbst mehr der eher "kältere"
Hörer, mit mehr in Richtung "knackig -schlankeren",als "vollen-runden" Bässen und nicht zu spitzen Höhen. Vielleicht kann man auch sagen "ausgewogen", so in der Mitte von beiden.Vielleicht doch ein Yamaha AX 596, den ich bei einem Freund gehört habe,klang nicht schlecht.Allerdings mit älteren Elac Boxen (121,oder so ähnlich).Habe meine Canton RC-L über einen Equalizer laufen und bei 63 und 125 Hz. um -2db. abgesenkt.Klingt in meinem Raum noch rund, aber auch knackig.
Gruß rura
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