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Marantz AVR und B&W 603 S3 im Stereo zu wenig Kraft

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dee-jay
Stammgast
#1 erstellt: 29. Nov 2012, 12:59
Hallo zusammen,
Ich bin irgendwie noch nicht zufrieden mit dem Stereoklang meiner Anlage weswegen ich über einen Zukauf nachdenke.

Der Marantz AVR ist ein SR6005, Frontlautsprecher sind die B&W 603 S3.
Problem ist, dass diese Kombination irgendwie kraftlos ist. Im Bassbereich ist wenig Druck, das klingt nicht zufriedenstellend. Klar, wenn der dynamicEQ an ist geht es, aber das ist nicht ganz Sinn der Sache.
Könnte es sein, dass der Marantz zu wenig Leistung hat? Wobei ich mit ihm im Heimkinobetrieb (mit dynamicEQ) zufrieden bin.

Einen Subwoofer habe ich nicht. Eigentlich reichen die Fronts aus.
Momentan habe ich meinen alten Kenwood an die B&Ws angeschlossen. Mehr Druck ist nun da. Es klingt insgesamt kräftiger.

Ich höre eigentlich überwiegend Stereo und bin daher am überlegen, wie ich das Problem dauerhaft lösen kann. Einen neuen AVR will ich nicht unbedingt kaufen. Vielmehr denke ich, dass hier eine zusätzliche Endstufe oder ein kräftiger / vernünftiger Stereo Verstärker Abhilfe schaffen kann. Ich habe am Anfang des Jahres ein ähnliches Thema schon mal besprochen. Mit den KEF Q300 war kein unterschied zwischen AVR und dem Kenwood hören. Hier war aber der zu erwartende Tieftonbereich ein anderer.

Da ich früher oder später eh auf eine Vor- / Endstufenkombination schiele, ist meine Überlegung zu einer Endstufe z.b. von Rotel nicht ganz unbegründet.

Was meint ihr?

Grüße
jd17
Inventar
#2 erstellt: 29. Nov 2012, 13:30
hallo,

die 603 S3 sind sehr ordentliche lautsprecher und der SR6005 ist auch ein solider AVR, der immerhin Audyssey MultEQ XT mitbringt.
die grundlagen sind also ganz gut für ordentlichen sound.

der klang wird durch lautsprecher, raumakustik und lautsprecheraufstellung definiert. Audyssey kann noch das ein oder andere problem geradebügeln - vor allem bei basserhöhungen. bei basslöchern hat es allerdings schwierigkeiten und hier sollte erstmal die richtige aufstellung gewährleistet sein.

fangen wir mal mit deinem raum an... wie groß?
wie weit stehen die lautsprecher auseinander? wieviel abstand zu rück- und seitenwänden? wie nah sitzt du an der rückwand?
schau dir doch mal den link aus meiner signatur an - lautsprecher richtig aufstellen.

hast du korrekt eingemessen? bitte nach dem setup guide in diesem link vorgehen - es lohnt sich. beim einmessen wird sehr viel falsch gemacht.
danach wäre zu prüfen - gibt es unterschiede zwischen Pure Direct (Audyssey aus) und Stereo (Audyssey an)?


all das sind dinge die ich angehen würde, bevor ich mir gedanken um eine stärkere endstufe mache.
die 603 S3 sind unkritisch was verstärker angeht, hierbei verweise ich mal auf diesen aktuellen threaad, wo Amperlite den impedanzverlauf gepostet hat.
solange du also keine brutalen ohrschmerzen-pegel fährst, dürfte der SR6005 nicht limitieren.


[Beitrag von jd17 am 29. Nov 2012, 13:31 bearbeitet]
dee-jay
Stammgast
#3 erstellt: 29. Nov 2012, 22:08
Vielen Dank für die schnelle Antwort :-)


jd17 schrieb:
fangen wir mal mit deinem raum an... wie groß?

Raum ist ca 16qm groß mit Schräge

jd17 schrieb:
wie weit stehen die lautsprecher auseinander?
wieviel abstand zu rück- und seitenwänden?
wie nah sitzt du an der rückwand?

Lautsprecher stehen ca 3,5 Meter auseinander, haben rings rum ca 50cm Platz, außer die Linke, die steht mit einer Seite zu 20cm dicht an der Wand (Hohlwand) Mein Sofa ist genau überliegend der beiden Lautsprecher an der Wand. Rein durch hören kann ich hier kein Bassloch feststellen.


jd17 schrieb:
hast du korrekt eingemessen?bitte nach dem setup guide in diesem link vorgehen- es lohnt sich. beim einmessen wird sehr viel falsch gemacht.

Ich muss den definitiv nochmal neu einmessen. Aber eigentlich müsste er, wenn man Verstärkerklang etc. alles ausschließt, mindestens im Pure-Direct Modus genauso kräftig klingen wie der Kenwood, der auch auf source direct steht, oder täusche ich mich?


jd17 schrieb:
danach wäre zu prüfen - gibt es unterschiede zwischen Pure Direct (Audyssey aus) und Stereo (Audyssey an)?

Die gibt es jetzt auch schon, Pure-Direct klingt irgendwie natürlicher und räumlicher. Mit Audyssey klingt es eher so danach, als hätte man die Loudness Taste gedrückt (DynVol ist bei Musik nicht an)


jd17 schrieb:
solange du also keine brutalen ohrschmerzen-pegel fährst, dürfte der SR6005 nicht limitieren.

Der Marantz ist von der Lautstärkenregelung auf Modus 0-100 eingestellt, beim direct oder pure-direct steht er mindestens auf 50, teilweise auf 60, wenn ich Musik höre. Das ist ungefähr so Laut, wie der Kenwood auf 1/4
Lauter wird es nicht, das ist etwas über Zimmerlautstärke, allerdings nicht extrem laut. Bei leiseren Lautstärken ist die Musik um einiges kraftloser.

Das ist eben das, was mich nachdenklich macht, dass der Marantz im direct bzw pure direct keine Kraft hat...

Grüße
V3841
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 29. Nov 2012, 23:34
Hallo dee-jay,

mit meinem Marantz SR-5003 habe ich - Stereo Modus/Pure Direkt - die gleichen Erfahrungen mit mindestens 20 Lautsprecherpaaren gemacht.

Immer waren meine beiden Stereo-Oldies in der Lage eine besseren Klang zu erzeugen und 6 ausprobierte Einsteiger-Amps sorgten für etwa den gleichen Klang wie mit dem Marantz.

Da diese Erfahrungen auch mit AVRs anderer Hersteller gemacht werden und hier im Forum bekannt und keine Einzelfälle sind, rate ich zum Ausprobieren von Stereo-Verstärkern die nicht den günstigen Einsteigergeräten zuzurechnen sind. Das können auch gebrauchte ältere Geräte sein.

LG
jd17
Inventar
#5 erstellt: 30. Nov 2012, 09:15

dee-jay schrieb:
Aber eigentlich müsste er, wenn man Verstärkerklang etc. alles ausschließt, mindestens im Pure-Direct Modus genauso kräftig klingen wie der Kenwood, der auch auf source direct steht, oder täusche ich mich?

nein du täuschst dich nicht.
was aber gern vergessen wird - bei einem angemessenen vergleich sollten die beiden auf den exakt gleichen pegel eingestellt sein.
das kann man mit einem rosa rauschen signal und smartphone SPL app auf ca. 0,3dB genauigkeit selber relativ einfach realisieren. dann bräuchtest du noch eine andere person, die umsteckt sodass du nicht weißt welches gerät gerade dran ist - denn hier kommt die psyche ins spiel. du erwartest schon, dass der AVR schlechter spielt. wenn du also weißt, dass er an der reihe ist, "versaut" deine erwartungshaltung das ergebnis.

von echtem hören spricht man nur unter beschriebenen bedingungen. alles andere ist "wahrnehmen".
du glaubst garnicht, wie sehr unser gehirn das ganze beeinflusst.


wenn du unbedingt geld ausgeben möchtest, werde ich dich sicher nicht daran hindern.
aber mit MultEQ XT hast du schon ein recht ordentliches raumkorrektur-system. wenn du die von mir verlinkte anleitung bei der einmessung befolgst, sollten die ergebnisse jedem direkt spielenden verstärker eigentlich weit überlegen sein.
bmwdriver
Stammgast
#6 erstellt: 30. Nov 2012, 13:30
Ich habe den NR1601 mit den Heco Metas und kann mich im pure direct Modus nicht beschweren. Stehen auch wandnah bei ca. 18m2. Die Metas haben eine leichte Bassanhebung zusammen mit der wandnahe Aufstellung bumst es ganz schön ohne zu dröhnen!

Ich würde als Laie zum testen so vorgehen:

LS/AMP Umschalter
Dynavox AMP-S Verstärker/Boxen-Umschalter

Evt. noch einen andere Verstärker testen:
NAD C315BEE (Auslaufmodell)

Wie schon erwähnt einpegeln und einen absoluten Blindtest machen.
dee-jay
Stammgast
#7 erstellt: 02. Dez 2012, 12:08

jd17 schrieb:

wenn du unbedingt geld ausgeben möchtest, werde ich dich sicher nicht daran hindern.
aber mit MultEQ XT hast du schon ein recht ordentliches raumkorrektur-system. wenn du die von mir verlinkte anleitung bei der einmessung befolgst, sollten die ergebnisse jedem direkt spielenden verstärker eigentlich weit überlegen sein.

Habe gestern nochmal richtig eingemessen, vielen Dank für den Link. Klar bassmäßig ist nun alles ok, wenn der DynEQ eingeschaltet ist. Mein Persönlicher Eindruck ist aber, dass mit dem DynEQ der Musik viel Räumlichkeit genommen wird. Die Bühne ist dann einfach nicht mehr so groß.


bmwdriver schrieb:
Ich würde als Laie zum testen so vorgehen:
LS/AMP Umschalter
Dynavox AMP-S Verstärker/Boxen-Umschalter

Ich denke, den Umschalter werde ich mir besorgen, der kostet bei ebay ja nurnoch einen 50er. Das will ich nun echt testen und wissen. Es lässt mir einfach keine Ruhe


V3841 schrieb:
Da diese Erfahrungen auch mit AVRs anderer Hersteller gemacht werden und hier im Forum bekannt und keine Einzelfälle sind, rate ich zum Ausprobieren von Stereo-Verstärkern die nicht den günstigen Einsteigergeräten zuzurechnen sind. Das können auch gebrauchte ältere Geräte sein.

Welche Stereo-Verstärker würden hier beispielsweise in Betracht gezogen werden können? Der müsste allerdings als reine Endstufe zu schalten sein. Gerne auch alte, die man nurnoch gebraucht bekommt, da spart man finanziell am meisten. Muss aber auf alle Fälle fernbedienbar sein...Ist der Kenwood zwar nicht, aber das stört mich ein wenig.


[Beitrag von dee-jay am 02. Dez 2012, 12:14 bearbeitet]
V3841
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 02. Dez 2012, 12:41

Welche Stereo-Verstärker würden hier beispielsweise in Betracht gezogen werden können? Der müsste allerdings als reine Endstufe zu schalten sein. Gerne auch alte, die man nurnoch gebraucht bekommt, da spart man finanziell am meisten. Muss aber auf alle Fälle fernbedienbar sein...Ist der Kenwood zwar nicht, aber das stört mich ein wenig.


Ich kann Dir das selber Hören und Ausprobieren nicht abnehmen. Nach meinen Erfahrungen könntest Du z.B. Geräte von Luxman, NAD/Proton und AMC ausprobieren.

Auch Geräte von Akai, Creek, Cambridge, Rotel, Metz, Braun und Grundig halte ich für gute Möglichkeiten.


Ich denke, den Umschalter werde ich mir besorgen, der kostet bei ebay ja nurnoch einen 50er.


Diesen Umschalter verwende ich ebenfalls. Damit kannst Du Mehrkanal und Stereo vollständig trennen. Dann brauchst Du Dir über eine Endstufenfunktion keine Gedanken machen.

LG
Marlowe_
Inventar
#9 erstellt: 03. Dez 2012, 09:28
Ich bin mal gespannt, was der Test mit dem Verstärkerumschalter ergibt. Mit eben diesen Lautsprechern und einem Marantz SR7300 hatte ich sehr ähnliche "Probleme"... Wegen der Verwendung eines zusätzlichen Subwoofers möglicherweise weniger ausgeprägt.
bapp
Inventar
#10 erstellt: 03. Dez 2012, 13:15

Lautsprecher stehen ca 3,5 Meter auseinander

Nach meinem Dafürhalten viel zu viel - ein homogenes Klangbild wird sich da schwer aufbauen können.
Probier's mal - wenn möglich - mit 2-2,5m.
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