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Dali Epicon vs. B&W Diamond (und auch ein bißchen vs. Nubert)

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Beitrag
arpad
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Jan 2013, 11:40
Es gibt noch nicht so viele Berichte über die relativ neuen Dali Epicon. Deswegen will ich hier einen beisteuern. Ich bin mir bewusst darüber, dass dies wegen unterschiedlicher Elektronik, unterschiedlichen Bedingungen und Räumen kein echter Vergleich sein kann. Es handelt sich also nur um höchst subjektive Eindrücke von mir und meiner Partnerin.

Ausgangssituation:
Ich besitze seit fünf Jahren die Nubert Nuline 122 mit ATM, die ich an einer Kette bestehend aus Cambridge Audio 840a V2 und 840c betrieben habe und damit eigentlich auch sehr zufrieden war. Vor einem Jahr habe ich mir (hatte sowas wie einen kleinen Lottogewinn gemacht) einen Accuphase E460 gegönnt, der den Nuline 122 erheblichen Auftrieb gegeben hat. Die Klangverbesserung durch den neuen Amp war sehr viel größer, als ich das je erwartet hätte (ich weiß, es gibt keinen Verstärkerklang, ich schildere hier nur meine persönliche Einbildung). Mein Cambridge Audio 840a bedient jetzt zwei Nuvero 4 in meinem Arbeitszimmer (mit einem Yamaha CDX 397 als Zuspieler). Mein Wohnzimmer ist 40 m² groß und kann durch Öffnen von zwei Schiebetüren zur Bibliothek auf mehr als 60 m² erweitert werden. Der Raum sehr komplex, im Grunde L-förmig geformt und durch Teppiche, Bücher und Bilder nicht unerheblich bedämpft.

Und selbstverständlich kam der Wunsch auf, mir für den Accuphase E 460 passende Boxen zu gönnen. Seit etwa einem Jahr bin ich sporadisch unterwegs und verschaffe mir Höreindrücke. Unter anderem habe ich bereits gehört:

Dynaudio Focus 340
Martin Logan Ethos und Theos
Elac FS 609 und noch ein halbes Dutzend andere
Piega Coax 30
Sonus Faber Cremona
Heco The New Statement
KEF Reference 203/2 und 205/2 und auch KEF Blade
T+A Criterion 210
Nubert nuVero 10, 11, 14
B&W 800er Diamond

Natürlich erwarte ich für mehr Geld auch einen optischen und akustischen Mehrwert gegenüber meinen Nubert-Boxen. Das ist gar nicht so leicht und die meisten der genannten Lautsprecher blieben dabei schlicht auf der Strecke, weil sie trotz weit höherer Preise keine oder keine nennenswerte Verbesserung gegenüber den Nuline 122 brachten.

In der engeren Auswahl blieben am Ende B&W Diamond 802 und 803, nuVero 14 und eben Dali. Also nichts gegen die B&W 800 Diamond, aber selbst für mein relativ großes Wohnzimmer sind mir die doch zu mächtig und auch zu wenig elegant. Die optische Anmutung spricht (neben anderen Gründen) auch gegen die nuVero 14 (obwohl ich ansonsten ein großer Fan der Nubert-Philosophie. Bin). Aus dem Alter, wo ich eine Box mit Nextel-Oberfläche im Wohnzimmer im Wohnzimmer haben will, bin ich einfach leider raus. Und eigentlich war meine Preisobergrenze auch 10k und mein Favorit die B&W 803. Aber da ich über die Dali Epicon so viel Gutes gelesen hatte, wollte ich die vor einer endgültigen Entscheidung noch hören, hatte allerdings keine großen Erwartungen an sie.

Wie wohl fast jeder HIFI-Fan habe ich zwei eigene Test CDs mit Titeln von Jimi Hendrix über Steve Strauss und Chris Jones bis zu Friedemann. Als entscheidend erwiesen sich aber am Ende vor allem drei Titel, nämlich

Loreena McKennitt, The Lady of Shalott
Joe Bonamassa, Sloe Gin
Andreas Vollenweider and Friends live, Desert of rain

Höreindrücke Dali Epicon:
Als Zuspieler dienten Cambridge Audio 851A und C. Diese relativ gesehen preiswerte Elektronik hatte ich mir gewünscht, weil ich sie von zuhause her eben sehr gut kenne. Erster optischer Eindruck von der Dali Epicon 6: Die Box ist eigentlich sehr zierlich und klein – viel kleiner als die Nubert 122, die ich zuhause habe. Sie ist aber sehr schön und wirkt auch sehr wertig. Die Klavierlackoberfläche ist astrein. Laut Werbung werden zehn Schichten Lack von Hand aufgetragen. Das ist mir leider völlig egal. Beim Durchhören meiner Test CDs blieb der Eindruck einer gegenüber den Nubert deutlich verbesserten, weil feineren, detailreicheren und gleichzeitig sehr viel wärmeren Wiedergabe der Mitten und Höhen, insbesondere der Stimmen. Und ferner ein für die Größe des Lautsprechers sehr kräftiger, aber sehr präziser Bass. Meine Partnerin und ich waren wirklich sehr positiv überrascht. Ich hatte auch die Chance, hohe Lautstärke zu hören (es war morgen und das Studio ziemlich leer) und die Epicon 6 erwies sich dabei als sehr pegelfest.

Ein bisschen gestört hat mich eigentlich nur die Zierlichkeit des Lautsprechers. Es ist zwar ein bisschen blöd, vielleicht aber auch menschlich: wer gibt schon viermal so viel Geld aus, um sich etwas Kleineres zu kaufen?

Dann die Dali Epicon 8: optischer Eindruck - deutlich größer, aber genauso schön und elegant wie die 6. Die Walnut High Gloss Lacquer Ausführung unserer Testkandidaten ist allerdings nicht mein persönlicher Fall, muss es ja aber auch nicht. Der erste Höreindruck: souveräner, satter und noch runder. Nochmals eine deutliche Verbesserung in der Wiedergabe der Mitten und Höhen. Und wie nicht anders zu erwarten auch nochmals ein deutlich stärkerer, aber stets souveräner und kontrollierter Bass. Es fällt mir schwer, Höreindrücke in Worten zu beschreiben, aber meine Gefühle waren eindeutig: Dieser Lautsprecher hat mich bei fast jedem Stück, das ich gehört habe, schlichtweg begeistert. Ungemein natürlich, ansprechend und detailreich in der Wiedergabe. Dabei aber stets präzise und sauber. Eine Woche zuvor hatte ich dieselben Titel auf einer B&W 800 Diamond mit Classe CDP 300 Zuspieler und diesen sündhaft teuren T+A Röhren-Monoblöcken gehört. Mehr Elektronik geht gar nicht. Selbstverständlich war der Höreindruck damals auch sehr souverän und sauber. Aber so was wie echte Begeisterung habe ich dabei nicht empfunden. Die Wiedergabe der B&W war aus meiner Sicht eher distanziert. Die Epicon 8 erwies sich für mich als einfach mitreißend und sehr viel emotionaler. Das deckt sich auch mit dem Eindruck meiner Partnerin. Die 5k Aufpreis von der Epicon 6 zur 8 lohnen sich aus meiner Sicht unbedingt, obwohl damit nichts gegen die kleinere Epicon gesagt sein soll. Also die Epicon 8 wäre gegenüber der alten Nubert 122 eine wesentliche Verbesserung vor allem in den Mitten und Höhen. Am klarsten wurde dies bei Lady of Shalott von Loreena McKennitt. Das ist ein sehr kritisches Stück, weil die Stimme von Loreena hier absolut grenzwertig ist. Das liegt in der Natur der Sache, ich habe sie auch schon 2 mal live gesehen und weiß, wovon ich spreche. Bei 9 von 10 gehörten Lautsprechern wird die Stimme von Loreena schrill und unangenehm. Nicht so bei der Epicon 8: ich glaube, dieser Lautsprecher nervt niemals. Die Bässe sind war mächtig, aber gleichzeitig trocken und präzise, tragen niemals auf. Insgesamt machte auch die Epicon 8 einen außerordentlich pegelfesten Eindruck.

Höreindrücke B&W Diamond 802 und 803:
Am gleichen Nachmittag haben wir dann in einem anderen Studio Höreindrücke mit den B&W Diamond sammeln dürfen. Als Zuspieler diente ein Burmester 061 CD Player und ein Burmester 956 MKII Vollverstärker. Sogar die Verkabelung war von Burmester. Wir sprechen hier von Elektronik im Wert von rund 20 k. Optisch ist die 802 mit ihrem markanten Marlan-Kopf natürlich sehr eigenwillig, aber meine Partnerin konnte sich erfreulicherweise sogar damit anfreunden: „sehr stylisches Kunstobjekt“ meinte sie.

Die ersten Höreindrücke von der 802: Verdammt mächtig, sehr souverän, dabei sehr detailreich und fein in den Mitten und Höhen. Vielleicht bei manchen Jazz-Nummern sogar eine Spur detailreicher und feiner in den Höhen als die Dali Epicons. Auch hier wurde die Stimme von Loreena McKennitt zwar hoch hinaus wieder gegeben, was sie ja auch soll, aber eben nicht schrill und unangenehm – erster Test bestanden! Auch die 802 wird im Mitten- und Höhenbereich wohl niemals nerven und man kann sie stundenlang stressfrei genießen. Das zeichnet die 802 aus. Und natürlich ein mächtig fetter Bass. Und dieser fette Bass wurde bei Joe Bonamassa (Sloe Gin) und Andreas Vollenweider and Friends live (Desert of rain) mit hoher Lautstärke leider zu einem sehr unangenehmen Dröhnen. Wir haben natürlich auch die B&W teilweise in brachialer Lautstärke gehört wie die Epicon zuvor, so wie wir das zuhause auch tun. Aber die Bässe in beiden genannten Stücken waren bei der 802 leider sehr unangenehm dröhnend und nahezu schmerzhaft. Sie löschten auch die übrigen Instrumente und stimmen nahezu komplett aus. Bei den übrigen mehr als 20 Titeln erwies sich die 802 aber als gleichwertig gegenüber der Epicon. Vielleicht mit der Tendenz, dass die 802 manchmal noch etwas feiner und detailreicher klingen könnte, während die Epicon die insgesamt rundere und ausgewogenere Wiedergabe hatte. Bei ihr waren auch die Details in die Musik eingebunden, bei der B&W traten sie heraus. Selbstverständlich haben wir den Shopinhaber mit dem Thema Dröhnbass kontrolliert.

Er hat dann die Einstellung des Verstärkers überprüft, auf die Raumverhältnisse hingewiesen, wusste aber im Grunde auch keine richtige Erklärung. Wir haben den Versuch noch mehrmals wiederholt und konnten das Ergebnis stets reproduzieren. Wie viel der Hörraum (stehende Wellen, Raummoden) ausmacht, ist mir voll bewusst, aber immerhin handelt es sich um das große Studio eines der größten Geschäfte in Süddeutschland. Viele Kunden werden zuhause weitaus ungünstigere Raum-Verhältnisse haben. Wir wahrscheinlich auch.

Wir haben dann noch die 803 gehört, die sich im Vergleich keineswegs schlecht geschlagen hat ohne allerdings die volle Souveränität der 802 zu erreichen. Loreena McKennitt wurde hier schon wieder leicht unangenehm. Und bei den beiden bereits erwähnten Titeln von Joe Bonamassa und Andreas Vollenweider trat wieder der schon von der 802 her bekannte bekannte, unangenehme Dröhnbass auf. Bei vielen anderen, durchaus bassbetonten Titeln waren diese Probleme hingegen so nicht feststellbar. Beispielsweise auch nicht bei All along the watchtower von Jimi Hendrix. Ich weiß aber schon, warum ich diese beiden speziellen Titel von Joe Bonamassa und Andreas Vollenweider auf meiner Test CD habe. Hier geht es sehr mächtig in den Keller. Und dabei präzise zu bleiben ist eben nicht ganz einfach.

Wir haben dann vereinbart, dass wir die 802 in einigen Tagen nochmals in einem anderen Studio hören werden. Vielleicht lag es ja wirklich nur am Raum oder an den Sockeln.

Als Resümee waren meine Partnerin und ich uns darin einig: die Dali Epicon 8 und 6 haben uns vom Höreindruck her insgesamt eindeutig besser gefallen als die B&W. In der Wiedergabe der Mitten und Höhen kann man sicher darüber streiten, welche Lautsprecherserie die bessere ist. Wobei ich auch hier die Vorteile bei der Epicon sehen würde, weil sie insgesamt über die rundere, ansprechendere und emotionalere Wiedergabe verfügt. Bei der Basswiedergabe ist das hingegen gar keine Frage. Klare, trockene, harte, schnelle Bässe auf der einen und sehr mächtige, aber verwaschene und dröhnende Bässe auf der anderen. Also auch meine Partnerin würde die Epicon bevorzugen, obwohl sie die 802 optisch erheblich „futuristischer und stylischer“ findet. Vom Aussehen her würde meine Partnerin wahrscheinlich die B&W nehmen, was mich sehr erstaunt.

Vor der endgültigen Entscheidung werden wir beide Lautsprecher nochmals hören. Vielleicht gelingt es der 802 ja doch noch, den heutigen Eindruck wett zu machen. Was die Kategorien Wertbeständigkeit und Wiederverkaufspreis angeht, wäre sie wohl die bessere Wahl. Das wird aber am Ende. Für mich ist entscheidend sein, ich kaufe mir die Lautsprecher sicher nicht als Anlageobjekt, sondern für die nächsten 15 Jahre Musikgenuss.

Höreindrücke Nubert Nuline 122 und Nuvero 4:
Zuhause haben wir dann unsere an diesem Tag gewonnenen Höreindrücke mit den bekannten Ketten verglichen. Also sowohl die Dali Epicon als auch die B&W sind den Nuline 122 eindeutig bei der Stimmwiedergabe überlegen. Die Stimmen klangen sowohl bei den B&W als auch bei den Epicon einfach natürlicher, runder, voller und viel weniger schrill, während die Nuline hier nach meinem Eindruck schon immer etwas zu dünn war. Das wurde auch schon in vielen Foren-Beiträgen bemängelt. Die Nuvero macht das schon erheblich besser, hat eine insgesamt sehr viel emotionalere Wiedergabe. Allerdings fängt sie auch viel früher an zu nerven. Das ist bei der großen Nuvero 14 leider genauso, wie ich eine Woche zuvor feststellen durfte. Bei Lady of Shalott von Loreena McKennitt und auch bei bestimmten Gitarrenpassagen von Jimi Hendrix oder Yes hatten beide Schallwandler eine Tendenz ins Unangenehme, Aufdringliche und Schrille. Aber beide Lautsprecher waren in der Lage, die Bässe bei Sloe Gin und Desert of rain sauber, trocken und klar und ohne jede Neigung zum Dröhnen wiederzugeben. Bei der großen und voluminösen Nuline 122 mag das ja nicht weiter verwundern. Aber die Nuvero 4 steht sehr ungünstig in meinem Arbeitszimmer in einem Ikea Regal mit Büchern und Ordnern. Sie hat maximal 10 cm Wandabstand. Dennoch dröhnt hier gar nichts. Der Bass bleibt auch bei sehr hohen Pegeln stets präzise und sauber, vielleicht sogar noch eine Spur trockener als bei der Nuline 122.

Insgesamt muss man dennoch sagen, dass sich meine Nubert-Lautsprecher im Vergleich mit den Dali und den B&W, die locker siebenmal so viel kosten eigentlich sehr gut geschlagen haben. Es macht natürlich nur eingeschränkt Sinn, so unterscheidliche Preis- und Leistungsklassen überhaupt zu vergleichen. Jeder muss selbst wissen, wie viel Lautsprecher er braucht. Es ist ein bißchen wie mit gutem Wein. Man kann dafür unendlich viel Geld ausgeben, aber es gibt aber recht auch preisewerte Tropfen, die richtig gut schmecken und glücklich machen.

Für uns wird es zur Kontrolle einen weiteren Hörversuch sowohl mit den Epicon (mit besserer Elektronik) als auch mit den B&W (in einem anderen Raum) geben. Und dann werden wir uns endgültig entscheiden. Im Moment liegt die Epicon deutlich vorne. Wie gesagt: das waren alles nur unsere höchst subjektiven Höreindrücke, die keinesfalls den Anspruch eines objektiven Vergleichs erheben wollen. Das ist einfach nur ein Bericht.

Hat vielleicht sonst noch jemand schon mal Epicon und B&W miteinander verglichen?


[Beitrag von arpad am 12. Jan 2013, 15:12 bearbeitet]
SAC_Icon
Inventar
#2 erstellt: 12. Jan 2013, 12:29
Vielen Dank genau sowas habe ich gesucht bin auch auf der Pirsch und genau diese zwei Lautsprecher (und 2-3 andere) sind auf der Liste. Die Diamonds konnte ich auch schon hören ging mir ähnlich wie Dir schön und klingen fein sauber und gut, aber umgehnauen für das Geld hats micht nicht. Die Epicons kann ich hier leider weit uind breit nicht zuum anhören finden, wenn überhaupt ein Händler Dali führt dann hörts meist bei den Ikons auf mit vorführbereiten Geräten.

Bin aber schon sehr interessiert an den Epicons, denn ich finde die bildhübsch und da ich mich wohl nicht so schnell enzscheide hab ich im Moment übergangsweise ein zensor Set von Dali und schon die sind für den schlappen preis von 1100 EUR für 5! Lautsprecher richtig gut (für das Geld ).

Nur bringst Du mich in ein Dilemma mit dem ich schon gerechnet habe, mir würde die Epicon 8 sehr wahrscheinlich auch mehr zusagen, aber vom Platz her und der Raumgröße wäre für mich die Epicon 6 sicher die vernünftigere Wahl. Mal sehen was da siegt Vernunft oder "Will haben" :). Dali selber empfiehlt die Epicon 8 nur für große Räume.

Wie würdest Du die Epicon 6 denn im Vergleich zur Diamond 803 einordnen, die Diamond kenne ich ganz gut und ist noch im Rennen für meine nächste Box.

P.s. Klasse Bericht!
zwäng
Stammgast
#3 erstellt: 12. Jan 2013, 13:20
Hi arpad,

toller Bericht! Danke dafür. Schade, das die 14 aus dem Rennen ist. Aber gut. Es muß schon 100% gefallen!
Ansonsten hört sich die Dali sehr interessant an. Vielleicht sogar mein Fall?!

Ich sehe mich erstmal weiter bei den Accus um!

Viel Erfolg bei Eurem Vorhaben!

LG
zwäng
michi_md
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Jan 2013, 14:27
Toller bericht, danke dafür.
Zim81
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 09. Feb 2013, 19:44
Da bin ich ja mal gespannt wie mir die Dali gefallen werden (werde diese am 01.03.13 hören), ich hoffe nur diese klingen nicht so schlecht wie die B&W 802 Diamond und die 804 Diamond, das sind mit die schlechtesten LS die ich kenne in der Preisklasse ab 2,000€ aufwärts. Ich schreibe das nicht um zu provozieren sondern weil ich einfach nur verwundert bin, weil die 802 Diamond bei dir in der engsten Auswahl stehen, ich habe sowohl die Sonus Faber Cremona M als auch die Nubert NuVero 14, als auch die alte Heco the Statement besessen und finde alle durch die Bank weg deutlich besser, die B&Ws waren solche Schlaftabletten mit ganz komischem Bassklang.
Die alte B&W 804 S finde ich da deutlich besser
arpad
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 10. Feb 2013, 02:09
Du wirst dich wundern: am Ende habe ich mir sogar die 802 Diamond bestellt. Es war aber eine relativ knappe Entscheidung gegen die Epicon 8. Das Gesamtpaket bei B & W war am Ende einfach überzeugender.

Was den Klang angeht, so kann ich deinen Eindruck nicht bestätigen. Ich kann auch mit dem Begriff „Schlaftablette“ in Zusammenhang mit Lautsprechern wenig anfangen. Eine Eigenschaft der 802, die immer wieder hervorgehoben wird und die auch ich so empfunden habe, ist, dass sie niemals nerven - auch nicht bei längerem Hören. Das wiederum ging mir bei der Nuvero 14 bereits beim lProbehören so. Und nicht nur mir. Es gibt im Nubert-Forum einen ellenlangen Thread unter der Überschrift "nuvVero 14 nerven".

http://www.nubert-fo...lit=nuvero+14+nerven

Ein Nuvero-14 Besitzer haben mir als PM geschrieben, dass er seine Lautsprecher auf Dauer nur in der abgesenkten Höhenabstimmung ertragen kann.Damit soll nichts gegen diesen hervorragenden Lautsprecher gesagt sein. Aber nicht alles, was zunächst spektakulär klingt, ist auf Dauer auch wirklich das Beste. Aber das hängt sicher auch von den persönlichen Hörgewohnheiten ab. Und die von dir bezeichnete "Schlaftablette" 802 diamond ist aufgrund ihrer Stressfreiheit vielleicht nicht umsonst der mesitverkaufte High End Lautsprecher weltweit.

Hör dir die Dali Epicon 8 ruhig mal an. Ich finde, das ist ein Super-Lautsprecher.Stereoplay hat denen in der aktuellen Ausgabe sogar einen Klang-Punkt mehr zugestanden als ihrer bisherigen Referenz B&W 802 diamond. Das wusste ich noch nicht, als ich vor einem Monat geschrieben habe, dass mich dieser Lautsprecher sehr beeindruckt hat. Es macht mich aber auch nicht in meiner Entscheidung für B&W schwankend, dass stereoplay die Dali knappp besser bewertet als die B&W. Wobei die Vortele der Dali vor allem darin liegen, dass sie noch lauter (111 db) spielen kann als die B&W (104 db). Übrigens auch lauter als die Nuvero 14 (107 db laut stereoplay).

Viele Grüße
Arpad
Aeohliah
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 15. Feb 2013, 09:01
Hallo zusammen,

ich bin derzeit auch auf der Suche nach einem neuen Pärchen LS für mein 35 qm Wohnzimmer. Und die Dail Epicon 8 ist ebenfalls in der Auswahl. Deswegen möchte ich mich erst mal bei arpad für den tollen Erfahrungsbericht bedanken.

Vielleicht erst mal meine Auswahllautsprecher, von denen einge jetzt bereits ausgeklammert wurden

Martin Logen Summit X - wegen der starken Bündelung und schwierig aufzustellen ausgeschlossen
Revel Ultima Studio 2 - Leider KEIN Händler in Berlin, also keine Vorführung....sehr, sehr schade
Elac FS 609 gehört (an T&A). Beeindruckend, was für ein Volumen aus einem so kleinen Gehäuse kommen kann, auch der Bass ist beeindruckend. Denoch ist die 609 allemal keine 16.800 Euro wert. Die Ortbarkeit der Instrumente is gut, aber eben nicht sehr gut. Da hat mir die doppelt so große aber weniger als halb so teuer Aurum Vulkan VIII (noch mit dem schlechteren Magnetostaten) besser gefallen. Beide Lautsprecher haben übrigens eine deutlich bessere Dynamik als die Diamond 802 (sorry).
Also eine Elac 609 für unter 10.000 Euro wäre angemessen.

Jetzt bin ich gespannt auf die Elac 509 VX-Jet, traumhaft verarbeitet und doppelt so groß wie die teurere 609. und auf die Aurum Titan VIII, die schon das bessere Hochtonbändchen hat. Die Homogenität bei der Vulkan hat mir neben der hervorragenden Ortbarkeit und dem Detailreichtum etwas gefehlt.

Ich werde diese beiden Lautsprecher demnächst anhören(Termin offen). Ebenso die DALI Epicon 8 (am 19.2. bei Audio Forum Berlin). Wenn gewünscht, kann ich gerne einen Bericht schreiben. Am 17. März ist dann der Workshop bei Backes & Müller für die Prime 14 dran. Ich bin mal gespannt, ob der Aktivbetrieb tatsächlich so viel besser ist, als der Einsatz von passiven Lautsprechern.

Nun möchte ich noch was zu den 802 Diamond sagen, die ich ebenfalls bereits ausgiebig hören konnte. Hier auch ein Dankeschön an ZIM81s Kommentar.

Zunächst war die Rotel Elektronik angeschlossen. Da ich zunächst verwirrt war, über das , was ich dann zu hören bekam, bat ich den Vorführer um den Anschluss der deutlich teureren Classe Elektronik. Keine Änderung, obwohl ich um Vollaussteuerung des variablen CD Ausganges bat, änderte sich nichts. Der Begriff Schalftablette ist vielleicht zu emotional. Ich würde sagen, ich habe noch nie einen derart zurückhaltenden Lautsprecher gehört. Ich hatte das Gefühl, ich müsste auf die Musik zu gehen, um sie zu hören. Mit längerem Hören spürte ich dann schon eine Authentizität von Stimmen und Instrumenten und eine gewisse Räumlichkeit. Ich hatte aber die ganze Zeit das Gefühl, als würde ein Schleier über der Musik liegen. Sicher findet diese Musikwiedergabe auch ihre Freunde, insbesondere in Amerika. Den mitunter bemühten Titel "amerikanische Abstimmung" findet man in anderen Foren hier öfters. Und ich finde, er passt. Für mich ist die 802 Diamond in den Testzeitschriften völlig überbewertet (okay, is jetzt nur meine Meinung). Und der Begriff "Stressfrei" bedeuted ja "kein Stress" was im Prinzip auch langweilig heißen kann. Übrigens kaufen viele ja eben nur, weil die Testberichte so Positives aussagen. Und die vielen zinslosen Finanzierungsangebote tun ihr übriges. Dann ist da noch die wunderbare Verarbeitung eines tollen Möbelstückes.
By the way, die Verkaufszahlen mögen hoch sein, auch die Gebauchtangebote für Diamond Lautsprecher in Ebay oder High End Märkten sind nicht selten. Ich beobachte den Markt seit Monaten, da ich hoffe, ich muss nicht neu kaufen. Bei der Epicon 8 oder der Elac 509 VX Jet (Ich betreibe heute übrigens einen Original Heil Air Motion Transformer, der mich in Auflösung und Brillianz des Hochtonbereiches total verwöhnt und der Jet ist ja ein physikalisch vergleichbarer Nachbau) ist das natürlich nicht möglich, da diese neu sind.
Und man sollte sich auch fragen, warum etliche Audio Zeitschriften auf einen Testspiegel verzichten. Der persönliche Höreindruck, die individuelle Elektronik und Kabel lassen die "1" Punkte Schritte oder Prozente in den Bestenlisten unwichtig werden. Ich meine, Beides hat seine Berechtigung. Es kann aber immer nur ein grober Richtwert sein. Man verfolge z.B. mal die sehr kontroverse Forumsdiskussion über die Sonus Faber Aida

Viel Grüße
SAC_Icon
Inventar
#8 erstellt: 15. Feb 2013, 17:12
Vieleicht hast Du auch nur den "Fehler" gemacht die B&W nach den Elacs zu hören? oder den Hochton mit denen zu vergleichen. Dazu muss man schon sagen, die Elacs sind leicht höhenlastig und etwa sehr präsent im oberen Stübchen und sie klingen sehr spritzig lebhaft.

B&W ist einfach vom Konzept her anders und zurückhaltenter man könnte eben durchaus sagen neutraler und stressfreier. Aber das ist halt Geschmackssache und es ist dann eben nicht Dein Lautsprecher, aber Schlaftablette kann man die echt nicht nennen.

Ich hab die auch schpn öfter Probe gehört und bin nicht restlos überzeugt (deshalb sind jetzt zwei Epicon 6 bestellt ) aber der Lautprecher ist auf seine Art sehr gut aber mir für das gebotene etwas zu teuer. Den Diamond Hochtöner fand ich aber schon sehr gut hoch auflösend seidig und souverän, gefällt MIR wesentölich besser als Elac. DALI ist da ein guter Kompromiss ähnlich spritzig lebhaft wie Elac aber nicht so vordergründig aufdringlich dabei irgendwie souveräner gelassener und der bessere Bass genau die richtige Mischung aus Präzision aber nicht zu staubtrocken lasch.
Aeohliah
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 15. Feb 2013, 18:37
Hallo

Zwischen der Hörsession Elac 609/Aurum Vulcan und dem der Diamond 802 lagen zwei Wochen, aber in dieser Reihenfolge. Und ich bin mit dem Begriff Schlaftablette ja auch nicht einverstanden

Ich habe beim Hören dann auch den Bonus zugestanden, das die Classé nicht warm gelaufen waren , da es ein spontaner Hörtest und nicht vorbereitet war. Als ich dann noch nach der Firma für das zentimeter Dicke LS Kabel fragte, bekam ich die Antwort, es wäre eine Eigenentwicklung eines Kollegen und stünde ebenfalls zum Verkauf. Nun ......vielleicht liegts ja daran.

Ich überlege schon, ob ich meine Heavens Gate Ultra Silence zu jedem geplanten Hörtest mitnehme

Im Übrigen habe ich einen Hybrid VV im reinen Class A (2*45W). Seine eher warme Abstimmung dürfte dann ohnehin nicht zur Diamond passen.

Bezüglich deiner Einschätzung zum Klangbild der Elac stimme ich dir übrigens zu. Ich verspreche mir allerdings von der doppelt so großen Elac 509 etwas mehr

Bei allem, was ich bislang gehört und gelesen habe, bin ich jetzt zudem gehörig gespannt auf die Epicon 8.
Leider erreicht mich gerade eine leichte Erkältung.Ich hoffe meine Ohren sind am kommenden Dienstag nicht zu stark beeinträchtigt.

Na mal schaun. Ich schreibe dann wieder

Gruß
Reinhard
arpad
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 24. Feb 2013, 15:09
Da ich diesen Kaufentscheidungs-Thread ursprünglich begonnen habe, will ich ihn für mich auch zum Abschluss auf den Punkt bringen, nachdem ich eine Entscheidung für die B&W 802 D2 getroffen habe.

Meine Entscheidung zwischen der B & W 802 D2 und Dali Epicon 8 fiel relativ knapp aus und am Ende beruht sie auch auf vielen emotionalen Komponenten. Deswegen will ich dazu noch ein paar Worte sagen: Die Dali war im Klang vielleicht noch ein wenig brillanter, farbiger, kräftiger im Bass, die B&W dafür etwas feiner in den Details, seidiger, auch präziser im Bass, aber beide geben sich am Ende wenig und ich sehe sie auf ganz ähnlichem Niveau. Ich habe aus meiner Sicht eine höchst persönliche Geschmacksentscheidung zwischen zwei Lautsprechern des gleichen Qualitätssegments getroffen. Am Ende haben für mich auch Verarbeitung und das Design eine gewisse Rolle gespielt. Die B&W 802 sieht einfach super aus, wenn sie als Klangskulptur in einen Wohnraum hineinpasst. Und was man da von B&W als Möbelstück geliefert bekommt, macht insgesamt einen sehr hochwertig verarbeiteten Eindruck.

[quote] Aeoliah: By the way, die Verkaufszahlen mögen hoch sein, auch die Gebauchtangebote für Diamond Lautsprecher in Ebay oder High End Märkten sind nicht selten. [/quote]

Ja, da hst du völlig recht! Das war für mich auch einer der Gründe für B&W. Es gibt einen Markt für gebrauchte Lautsprecher und auch für alte B&W werden in der Regel sehr gute Preise gezahlt. Ich bin mir sicher, dass ich die Schallwandler später evtl. wieder zu einem adäquaten Preis verkaufen kann. Dabei bin ich kein großer Wechsler. Ich denke, dass es mit dem jetzigen Equipment für mich für die nächsten 10 Jahre gut sein wird.

Von den hier häufig zu lesenden und meist wenig fundierten Pauschalurteilen aufgrund höchst flüchtiger Höreindrücke halte ich ohnehin wenig. Ich glaube, wie gut ein Lautsprecher auf Dauer wirklich ist, lässt sich nur beurteilen, wenn man ihn dann tatsächlich zuhause mit allen Arten von Musik intensiv und über einen größeren Zeitraum gehört hat. Die B & W 802 D2 ist jetzt seit mehr als einer Woche im Hause und erst jetzt lerne ich sie langsam wirklich kennen. Nach etwa 36 Stunden Dauer-Betrieb hat sich das Klangbild verändert, wurde irgendwie noch harmonischer, so dass ich davon ausgehe, dass die Lautsprecher und Kabel (Silent Wire LS 16) fürs erste eingespielt sind. Wenn man an die Notwendigkeit des Einspielens von Lautsprechern und Kabeln überhaupt glaubt. Ich bin Skeptiker, was Kabelklang angeht.

Ein paar Höreindrücke von mir:

Die 802 haben aus meiner Sicht den Vorzug, bereits bei sehr geringen Lautstärken ihr volles Klangbild zu entfalten. Während man bei vielen Lautsprechern immer geneigt ist, noch ein bisschen lauter zu drehen, um die Details besser zu hören, ist man bei den 802 umgekehrt versucht, immer noch ein bisschen leiser zu stellen, weil man neugierig ist, ob alle Details dann immer noch genauso gut durchhörbar sind. Das gilt vor allem auch für den Bassbereich, der bereits bei niedrigen Lautstärken voll anspringt. Das ist eine für mich sehr angenehme Eigenschaft, obwohl ich hinsichtlich der Lautstärke keinerlei Einschränkungen durch Nachbarn habe. Schont aber meine Ohren!

Ich habe mich inzwischen durch einen Querschnitt meiner CD-Sammlung gehört und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ein ganz großer Teil meiner Musik sehr viel besser klingt als mit den Vorgängern von C…., H….. und N…... Das gilt vor allem für sehr viele ältere Aufnahmen aus den sechziger und siebziger Jahren (z.B. Rory Gallagher, Curved Air, John Mayall, Jefferson Airplane, Grand Funk Railroad …), bei denen die Aufnahmequalität nicht optimal war. Mit den absolut linearen und neutralen N.... 122 klang das oft leblos und auch ohne Wärme. Das ist jetzt völlig anders. Und das ist für mich wichtig, denn es ermöglicht mir endlich, diese alten Aufnahmen wieder anzuhören, ohne dass mich die Qualität nervt. Manche Musiktitel sprechen mich emotional ähnlich stark an wie damals vor 35 oder 40 Jahren, als ich sie auf einem Analog-Plattenspieler erstmals gehört haben. Diese Verbesserung hatte ich in diesem Ausmaß so nicht erwartet, gefällt mir aber sehr.

Mir gefallen die B&W an meinem Accuphase besser als an der sündhaft teuren Burmester bzw. Classe und T+A Elektronik, an der ich sie bei verschiedenen Händlern hören durfte. Das hatte mir einer der Händler aber auch in erfreulicher Offenheit prophezeit, obwohl er nicht Accuphase-Vetriebs-Partner ist. „B&W gefällt nicht jedem, Accuphase auch nicht. Aber ich habe noch keinen getroffen, der gesagt hat, dass beides zusammen nicht ziemlich gut klingt.“

Die von manchen hier kritisierte Zurückhaltung der 802 („Schlaftablette“) hat mich auch beschäftigt. Nachdem ich die ersten 4 Tage wirklich begeistert von meinen Lautsprechern war, kam dann eine kleine Krise, wo mir das alles vielleicht doch zu dezent, zu seidig, ja zu wenig dynamisch war. Das hat sich aber wieder gelegt, weil die zurückhaltende Wiedergabe auf Dauer eben doch sehr große Vorteile hat. Sie macht eine wirklich sehr große Bandbreite ganz unterschiedlicher Musik wunderbar eindrucksvoll und mit großem Genuss hörbar. Aber für ACDC live at River Plate oder Metallica könnte die 802 gelegentlich auch noch etwas härter und aggressiver, dynamischer zur Sache gehen. Muss jeder selbst wissen, wie viel er davon braucht.

Alles andere wurde über die 802 schon geschrieben oder gesagt, so dass ich mir Wiederholungen erspare. Die 802 stehen jetzt in meinem Wohnzimmer und dort werden Sie auch für einige Jahre bleiben. Ich bleibe aber dennoch gespannt auf die ersten ausführlichen Hörberichte stolzer Epicon 8 Besitzer. Auf meine Nachfrage im entsprechenden Forum hat sich nämlich noch leider kein einziger gemeldet und mein Händler hat mir auch gesagt, dass er selbst bisher leider noch keine verkaufen konnte. In diesem Preissegment eben nicht ganz einfach.

So oder so. Viel Spaß mit der Musik wünsche ich allen im Forum und egal, womit sie hören!
Viele Grüße
Arpad (in Zukunft wieder nur noch gelegentlich hier)


[Beitrag von arpad am 24. Feb 2013, 15:14 bearbeitet]
Aeohliah
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 24. Feb 2013, 18:28
Hallo Arpad,

zunächst erst mal ehrlichen Herzens einen großen Glückwunsch. Das was du beschreibst und erreicht hast, ist sicher der Traum von jedem Musik und HiFi Begeisterten, egal mit welchem LS er dies erreicht hat.
Und um mehr oder weniger geht es ja schließlich nicht.

Ich selbst durfte in einem intensiven Hörtest jetzt die Dali Epicon 8 an einem Accuphase 460 VV hören.
Obwhl der Händler bei der Vorbereitung des Termines "vergessen" hatte, dass ich hauptsächlich analog testen wollte (ich hatte auch einiges an Vinyl mitgeschleppt), war das Tonabnehmersystem gerade in der Wartung. Egal. Seine Digitalmusik war auch vielseitig und testgeeignet.

Nie hat mich eine Stradivari (Mutter) derart fast zu Tränen gerührt, so seidig, knarzend, authentisch kam sie rüber. Emotion pur.
Auch die Dali vermag Musik in leisen Passagen - man verzeihe mir das Wort - "vollständig" rüberzubringen.
Das Luftflirren beim Anschlagen des Schlagzeuges, das Anblasgeräusch des Saxophones und das Ausklingen der Hi Hats im Stück "Walking on the moon" vom Yuri Honing Trio kam so livehaftig rüber, das man sich in der Band sitzend fühlte. Überhaupt machte die Dali viel Raum. Bei geschlossenen Augen konzentriert gehört standen Instrumente und Stimmen von den physischen Gehäusen losgelöst im Raum.

Die Dynamik und der Tiefbass konnte nach dem Hören Japanischer Trommler (ich weiß nicht mehr, welche es waren) getrost als brachial bezeichnet werden, dabei verstand es die Dali dennoch, jeden einzelnen Anschlag der verschiedenen parallel spielenden Drums differenziert und gut hörbar darzustellen.

Die Dali klang niemals scharf, sie tendierte allerdings bei Pegeln jenseits der Zimmerlautstärke, den sonst sehr angenehm plastischen Mittelton etwas zu dominant und topfig wieder zugeben.
Der Hochton sucht seines Gleichen und ich weiß wovon ich rede, da ich den Original Oscar Heil AMT bei mir zu Hause betreibe.
Die Dali ist beileibe kein Weichspüler, dass mus man wissen. Sie fordert bewusstes Hören, möchte gehört werden, möchte zeigen, was sie kann. Und sie markiert schlechtere Aunahmen klar und deutlich. Wir haben dass bei einem vom "Vorführer" auf unsere Anfrage nach etwas Rockigem vorgeschlagenen Pink Floyd Stück aus The Wall unangenhem wahrgenommen. Etwas unkonturierter Bass, schlechtere Ortbarkeit der Instrumente und fehlende Brillianz.

Insgesamt spieilte die Dali bei jeder Musik und Lautstärke lässig und völlig unangestrengt. Ihr wird in etlichen Testberichten ja auch eher Anspruchslosigkeit an Verstärkerleistung bescheinigt. Das ist hier deutlich zu spüren. Natürlich kontrolliert ein Accuphase 460 Vollverstärker einen solchen LS ohne jede Mühe.
Und schließlich empfinde ich auch die Dali als sehr schönes Möbelstück mit leider nur drei Farbvarianten. Aber das Makassar sieht schon nen Hammer aus

Kommenden Dienstag werde ich mir noch die Elac 509 VX-Jet und die Aurum Titan VIII antun, dann aber wirklich analog

Am 17. März ist noch der B&M Workshop in Berlin dran, an dem ich bewusst die Prime 14 erleben möchte.
Danach wird entschieden.

Beste Grüße
Reinhard
arpad
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Feb 2013, 01:30
Hallo Reinhard,
du bist der erste, mit dem ich mich über mein Hörerlebnis mit der Epicon 8 austauschen kann. Und offensichtlich hat sie dich ganz ähnlich beeindruckt. Damals, als ich diesen Lautsprecher gehört habe, gab es ja die ganzen super positiven Testberichte in stereoplay und anderswo noch nicht. Ich bin per Zufall auf die Dali gestoßen und war total überrascht, dass die bis dahin noch niemand im Forum oder sonstwie so richtig auf dem Radar hatte. Ich kann dich in all deinen Aussagen zu diesem Lautsprecher nur bestätigen. Erstaunlicherweise scheint sie dich emotional genauso anzusprechen, wie das bei mir der Fall war. Die Dali ist wirklich gefühlsmäßig mitreißend. Auch die Verarbietung ist klasse. Die Farben? Nun ja. Schwarz piano ist wie immer neutral und gut. Und Macassar fand ich auuch cool. Wäre aber mit meiner Partnerin leider gar nicht gegangen.

Viel Spaß mit dem nächsten Test bemi BM Workshop. Ich muss zugeben, dss ich Aktiv aus irgendwelchen irrationalen ideologischen Gründen nicht will. Obwohl ich weiß, dass dies allem überlegen sein kann. Elac habe ich oft gehört und halte ich persönlich für keine echte Konkurrenz. Und Aurum ist für deine Art von Musik wahrscheinlich der Dali auch unterlegen. So habe ich es zumindest empfunden. Wir haben das nach der Dali ganz kurz gehört, weil der Hndler das auch hatte, aber das ist bei weitem nicht so differenziert und fein, wenn auch in sich sehr harmonisch. Aurum wäre ne echt gute Ergänzung zu einer B&W. Vielleicht kaufe ich mir die noch für den Keller.

Also ich bin gespannt, was du am Ende tun wirst.
Beste Grüße
Apad


[Beitrag von arpad am 25. Feb 2013, 01:31 bearbeitet]
Aeohliah
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 27. Feb 2013, 07:34
Hallo zusammen,
so, gestern stand der nächste Hörtest an. Immerhin über zwei Stunden , überwiegend Streaming und dann noch Vinyl, keine CDs ! An drei „Mitbewerbern“ in meinem Auswahlteam. Wie oben zu lesen habe ich Elac FS 609 , B&W Diamond 802 und Dali Epicon 8 bereits gehört und beschrieben .
Ich beginne jetzt mit der gegenüber FS 609 doppelt so großen Elac 509 VX Jet, ein wunderschönes, trotzdem schlankes Möbelstück in der absolut neuesten und gerade eben erst erschienenen Version mit modifiziertem Hochtöner. Da alle drei gestern gehörten LS in einer Top Liga spielen, erspare ich mir hier die Wiedergabe jedes einzelnen Instruments aus den HD Downloads oder den Vinyl Songs wieder zu geben. Da würden dann sicher Romane zusammenkommen.
Gehört wurde an AUDIONET Amps.
Das Klangbild aller gehörten LS haben mein Begleiter (mein ebenfalls HiFi verrückter Bruder) und ich durchgehend ähnlich empfunden.
Die Elac hat ein sehr homogenes, in sich geschlossenes Klangbild, wie wir fanden, mit einer recht guten Räumlichkeit und stimmigen Wiedergabe. Jedoch fiel uns, gerade im Vergleich zur eine Woche vorher erstklassig aufspielenden Dali, ein Attribut ein, was sich bei aller gespielten Musik in der 509 VX Jet zeigte. Sie spielte recht verhalten bzw. zurückhaltend. Die Dynamikrange der einzelnen Instrumente wirkte über den gesamten Frequenzbereich leicht begrenzt, fast als wäre zu stark gefiltert worden. Ein Lautsprecher der gut spielt, aber (uns) nicht zu begeistern vermochte. Im Vergleich zur B&W 802 Diamond einen Schritt in die richtige Richtung, aber wir empfanden, ein gutes Stück von der Klasse einer Dali Epicon 8 entfernt.
Möglicher Weise werden jetzt einige Forumleser zweifelnd den Kopf schütteln. Ich möchte hier aber mal eine Lanze für den zweiten gehörten LS brechen. Die Aurum Titan VIII mit Bändchen statt Magnetostat. Bereits die ersten Musiktakte sprachen uns deutlich mehr an. Eartha Kitt, Joyclyn B. Smith, Diana Krall, Anne Sophie Mutter auf Stradivari, Till Brönner, auf Vinly: Yello, Udo Schild (auf Inakustik), Cowboy Junkies, noch mal D. Krall, Friedemann und und und erzeugten sofort den „Mitwippfaktor“. Eine deutlich offenere Spielweise, klare Ortbarkeit und Instrumentendarstellung, anspringendes Klangbild (was wir bevorzugen) bei gleichzeitiger Homogenität über den Frequenzbereich und eine deutlich gesteigerte Dynamik gegenüber der Elac war sofort wahrzunehmen. Der LS machte einfach Spaß. Und das für lockere 2000 Euro weniger gegenüber der Elac. Und den ihr in Testberichten bescheinigten fetten Bass haben wir in unserem Test jedenfalls nicht wahrgenommen.
Im späteren Verlauf fiel uns dann noch eine Beschreibung zum Vergleich auf. Wir empfanden (!!), dass das Hören mit der Quadral und dem späteren dritten LS einfach entspannender war. Die Elac verpflichtete zum konzentrierten Zuhören und war damit anstrengender, während man sich bei der Titan zurücklehnen und die Musik einfach nur genießen konnte.
Der nächste LS, die ASW Magadis legte noch ein Stück mehr Erwachsenheit, also Selbstverständlichkeit und Ruhe in das Klangbild. Ein wunderbarer, allerdings mächtiger LS, der natürlich noch weniger Frauenakzeptanzfaktor finden wird und gegenüber der Titan mindestens 5000 Euro mehr kostet.
Ich für meinen Plan werde versuchen, einen direkten Vergleich zwischen Titan und Epicon 8 ermöglicht zu bekommen. Das wird für mich dann noch mal spannend. Auch wenn ich vorab vermuten würde, dass die Dali eine Spur mehr Akkuratesse, High-End Feeling, Brillianz und Feinzeichnung haben wird. Und sie ist zudem das schönere Möbelstück.

Gruß
Reinhard
Sascha06
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 27. Feb 2013, 18:47
Hallo arpad und Aeohliak,
Ich habe eine B&W 802 Diamond,seit 2 jahren,möchte mir aber jetzt gerne eine anderen Lautsprecher kaufen!
Die B&W ist in feindynamik Hochton und mittelton echt klasse,aber mir fehlt etwas an Emotionen vom lautsprecher,der B&W ist etwas nüchtern und der Bass gefällt mir nicht so,zu weich ,nicht trocken,der Bass geht tief runte,, aber zu weich bei Musik!ist mein Eindruck!
Habe auch schon 5000,- in akoustik investiert von Firma,man hörte es sofort,besser,(Akoustik war sehr wichtig für mein raum)aber die Emotionen ,das spritzige fehlt mir von B&W einfach.
Werde mir wohl mal eine Dali 8 anhören bei mein Händler!
Habe die neue aurum Vulkan gehört bei einen Freund,ist sehr gut,aber in feindynamik,Hochton ist B&W besser. Aber aurum guter strafer Bass.
Wie hören sich die Deli 8 bei 5.1 Film oder ACDC 5.1 an?
Kann ich die Deli mit B&W Center vermischen?
Ich bin gespannt ob die Deli die richtige ist?
Im preisrahmen ist sie!Die KEF Blade und die neue isophon RC8 ist für mich zu teuer!
Ich hoffe Ihr könnt noch was zu Deli 8 schreiben und berichten,weil ich erst April zu meinen Händler komme!
Viele Grüße
Sascha
Aeohliah
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 27. Feb 2013, 20:09
Hallo Sascha,

die Vulkan VIII gibt es mit zwei Versionen. Erst die neuere Vulkan VIII R mit dem Bändchenhochtöner statt des Magnetostaten bring die notwendige Offenheit und Seidigkeit. Und wenn diese dir gefallen hat, versuche doch auch mal die Titan VIII. Immerhin noch 2000 Euro günstiger als die Dali Epicon 8, von der du ja schreibst , sie passe in dein Budget.

Spritzigkeit ist hier bei beiden allemal gegeben.

Als Fan reiner Srereowiedergabe wäre mir die Kopplung derartiger Top Lautsprecher mit Center und Rear und was es noch so gibt bis 11.2 aber ein echter Greuel. Genauso, als würde man auf eine Dali oben einen Blumentopf stellen. Brrrr....

Also Dali Epicon 8, nen guten Plattendreher, Top Kabel und ein Glas Wein - Prost

Gruß
Reinhard
Sascha06
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 27. Feb 2013, 23:27
Hallo Reinhard,
tschuldigung hatte mich verschrieben,meine die Quadral Titan VIII und nicht Vulkan.Die Titan kostet auch so 11! Die titan macht viel druck unten,aber ich meine feindynamik und hochton macht die B&W besser=detailreicher als Titan!
B&W fande Ich Super am Anfang,aber jetzt fehlt mir etwas die emotion bei Musik,möchte micht mehr so nüchtern hören!Mein eindruck von B&W zur Zeit!
Höre 60% Musik und 40 % Filme über Musikanlage!Deswegen suche ich ein Allrounder der beides stark kann,deswegen die Frage mit 5.1?
Zeigt die Dali mehr emotion als B&W bei musik und auch feindynamik gut?
Ein anderer Freund schwärmt von REFERENCE 207/2 KEF und meint ,meine B&W sind nicht so gut!
Hast du 207/2 KEF gehört und was meinst du,möchte gerne deine meinung hören?
Werde mir aber April auch Die lautsprecher mal anhören,wenn mein Händler sie hat!
Für meine B&W kriege ich noch gutes Geld zurück für 2 jahre alt!
Sascha
Aeohliah
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 28. Feb 2013, 07:07
Hallo Sascha,

habe die KEF nie gehört, da sie preislich bei mir aus dem Rahmen fiel, außerdem gefällt mir die Optik nicht besonders.

Wenn du die Titan VIII gehört hast, würde ich meinen, du könntest sehr wohl den Unterschied zur 802 Diamond in Sachen Dynamik und Spritzigkeit, wie du es formulierst, hören.
Die Titan kostet neu inzwischen tatsächich 12.000 Euro und nicht mehr , wie im AUDIO Test angegeben, 11.000. Aber vielleicht macht dein Händler dir ja nen Sonderpreis
arpad
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 08. Mrz 2013, 12:25
Hallo Reinhard und Sascha,
bin im Moment zum Tauchen am indischen Ozean und kann daher die Diskussion leider nur gelegentlich verfolgen.

@Reinhard
Was du zum Vergleich der Aurum mit der Dali gesagt hat, habe ich bei meinen getrennten Hör-Versuchen genauso empfunden. Die Dali hat mehr Feinzeichnung bei ähnlicher Dynamik und Spielfreude. Dennoch war ich ähnlich wie du von der Aurum positiv beeindruckt. Wird ja auch gerne als Rockröhre für Grobmotoriker und Bassfetischisten abgetan. Damit tut man diesem Schallwandler aber aus meiner Sicht unrecht. Die Optik ist eigenwillig, aber ich finde sie auch geradlinig und ausdrucksvoll. Ich bin gespannt, wie dir beide Lautsprecher im direkten Vergleich gefallen, wenn du die erhoffte Chance dazu bekommst.

@Sachsa
Ich habe sowohl die KEF 205/2 als auch die KEF Blade gehört (nicht die dazwischen liegende 207). Beide kommen sicher deinem Wunsch nach mehr Emotionalität entgegen. Sie sind sehr „präsent“ im Mitteltonbereich, springen einen im ersten Moment geradezu an. Aber ob Sie auf Dauer genussvolles Hören ermöglichen, weiß ich nicht. Feindynamik und Auflösung einerseits und Emotionalität und Dynamik stehen vielleicht auch in einem unüberbrückbaren Gegensatz (?) Wie gesagt, ich empfand die Dali emotionaler, aber sie hat dafür auch ein Stück weniger Feinzeichnung als die 802.. Diesen Konflikt muss man für sich entscheiden.

Was die von dir bemängelte Härte der Bässe bei der B & W angeht, bin ich gespannt, wie ich das selbst auf Dauer empfinde. Im Moment vermisse ich noch nichts. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich absolut präzise und knallharte, trockene Bässe bei unerhörter Pegelfestigkeit jetzt 5 Jahre lang genießen durfte. Die großen Nubert (Nuline 122 oder Nuvero 14) sind in dieser Hinsicht kaum zu übertreffen. Das kann die B&W 802 Diamond nicht, die Dali Epicon 8 kann es auch nicht und nach meinem Höreindruck kann es noch nicht einmal die 25 k teure KEF Blade. Ich habe bisher noch keinen Lautsprecher gehört, der es bei sehr hohen Lautstärken mit einer Nuvero 14 oder einer Nuline 122 im Bassbereich auch nur ansatzweise aufnehmen kann, was Härte und Präzision angeht. Vielleicht kann es die Aurum Titan, so hatte ich den ersten Eindruck. Aber in diesen Lautstärke-Grenzbereich konnte ich beim Test im Studio nicht gehen (zuhause kann ich es).

Also in dieser Hinsicht habe ich mit der 802 Abstriche gemacht. Dafür mag ich sehr, wie die B&W beispielsweise einen gezupften Kontrabass oder einen Harfenschlag wiedergibt.

Darf ich fragen, was du für raumakustische Maßnahmen vorgenommen hast und wie deine Lautsprecher aufgestellt sind?

Bin gespannt, in welche Richtung das bei euch beiden weiter geht und für was ihr euch am Ende entscheidet.

Viele Grüße und viel Spaß beim Hören!
Arpad

P.S. Und Musik ist auch so ziemlich das einzige, worauf ich mich zuhause freue.
Sascha06
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 08. Mrz 2013, 15:20
Hallo Arpad,
Du hast recht,Ich freue mich auch immer wieder auf meine musik zu Hause und genieße es!Viele sagen,bist du bekloppt, das du so viel Geld ausgibst für musikanlage!
Habe die Dali 8 bestellt,kommt vor ostern noch!In ruby mascare!Bin sehr gespannt wie Sie klingen in mein Raum!
Dafür kriegt mein Händler, meine B&W!
Habe jetzt über 8 jahre B&W gehört,möchte jetzt gerne einen anderen Klangcharakter hören!
Bin gespannt!
Akoustik= Decke gemacht und hintere Wand.
Gruss
sascha
arpad
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 14. Mrz 2013, 08:19
Hallo Sascha,
bin nach 2 Wochen Tauchurlaub bei Temperaturen über 30° leider wieder zurück im kalten deutschen Winter.

Herzlichen Glückwunsch zum Kauf der Epicon 8!
Damit wirst du der erste wahrhaftige Besitzer dieses Traum-Lautsprechers, den ich hier im Forum gefunden habe und ich bin super-gespannt darauf, wie er sich bei dir im Dauer-Einsatz bewahren wird.

Noch ein paar Worte zu einer Frage von dir aus deinem vorletzten Beitrag:

Hifi-Puristen lehnen in das Mischen von Surround-Komponenten verschiedener Hersteller natürlich ab, weil der Klang dadurch angeblich in Homogenität verliert. Ich lebe aber in der Praxis seit Jahren sehr gut mit einer Mischung von Komponenten verschiedener Hersteller. Und das wird auch mit den B&W so bleiben. Ich glaube beispielsweise nicht, dass ich mir den Center von B&W zulegen werde. Der ist mir für mein Regal zu klobig und deshalb werden ich mir was anderes suchenn. Das muss man einfach in der Praxis ausprobieren, ob die Mischung passt. Da Center-Lautsprecher kleiner sind, kannn man sie ganz gut im Versand bestellen und dann 2 Wochen zuhause ausprobieren.

Mir ist allerdings Stereo auch viel wichtiger und ich höre nur gelegentlich mal eine Musik-DVD oder sehe mir einen Film an. Für andere mag das dazu führen, dass nur ein einheitliches Set in Betracht kommt.
Viele Grüße
Arpad
Sascha06
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 15. Mrz 2013, 16:01
Hallo Arpad,
hoffe du hast dein Urlaub im warmen genossen!
Jetzt kannst du ja wieder B&W hören und genießen!
Ich bin sehr gespannt auf die Dali epicon 8,bin schon nervös,he.
Werde 3 lieder mit B&W anhören und dann schnell Dali anschließen und die gleiche Musik stücke hören,bin gespannt auf den unterschied!
Und ob der B&W Center HTM2 Diamond dazu passt bei 5.1 konzerte?
Ich kann dir ja fotos schicken,wenn Du möchtest?
Gruss
Sascha
michi_md
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 15. Mrz 2013, 20:08

Sascha06 (Beitrag #21) schrieb:

Ich kann dir ja fotos schicken,wenn Du möchtest?

Die wollen andere aber auch sehen
arpad
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 21. Mrz 2013, 10:11
Hallo Sascha,
ja! Bilder wären natürlich sehr nett!
Viele Grüße
Arpad


[Beitrag von arpad am 23. Mrz 2013, 10:08 bearbeitet]
sambox
Neuling
#24 erstellt: 22. Mrz 2013, 23:00
Haben sich die hier interessierten mal mit der Platinum Serie von Monitor Audio beschäftigt? Die Preisklasse ist ja ähnlich. Das Design ist meiner Meinung nach genial (wenn auch sicherlich Geschmacksache :-)). Wenn man sich nur allein die Verarbeitung anhand der Bilder anschaut muss man sagen absolut erhaben! Erinnert mich ein wenig an die Autos von Aston Martin :-) Muss wohl an der Lederfront und den Metallringen um die Boxen liegen :-). In Testberichten werden die sehr gelobt. Hat die schonmal einer Probe gehört?
SAC_Icon
Inventar
#25 erstellt: 22. Mrz 2013, 23:19
Die GX300 hab ich schonmal gehört in nem Studio Verarbeitung und Optik top, Klang gut aber jetzt nichts besonderes für die Preisklasse, fand ich nur in den Höhen etwas luftiger und differenzierter als etwa die nur halb so teuren RX8 von MA. Das ist ein super Lautsprecher vom PL Verhältnis die GX und die Platinum sind ja recht ähnlich sind sicher gut aber da gibts Alternativen en Mass zu dem Preis. An meine Epicon 6 reichen die GX300 bei weitem nicht ran die ist in allen Belangen besser und ob die Platinum so viel besser sind wage ich zu bezweifeln. Verarbeitung ist bei DALI auch super Design sicher eher etwas konservativer als Monitor Audio. Der WA Faktor dürfte bei MA besser sein.

Aber wie immer Boxen sind SEHR Geschmackssache und individuell.
Sascha06
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 24. Mrz 2013, 16:13
Hallo SAC_Icon , und wie bist du zufrieden mit dali Epicon 6?
Hast Du andere lautsprecher gehört zum Unterschied? z.b B&W?
Schreib mal was über den klang charakter von deiner Dali 6?
Ich kriege meine dali 8 am dienstag,bin sehr gespannt und wie sie gegen meine B&W 802 diamond schlagen in mein raum?
Sascha
SAC_Icon
Inventar
#27 erstellt: 24. Mrz 2013, 16:25
Bin sehr zufrieden habe meine Lautsprecher gefunden, ja hab auch schon die Diamonds gehört (und MA, Pioneer, KEF, Quadral u.a.) schau mal weiter oben da hab ich dazu schon was geschrieben.

Die Diamonds fand ich auch gut aber nicht gut genug für Ihren Preis, sie sind seidiger aber auch zurückhaltenter oder positiv ausgedrückt gelassen als die Epicon die hat mehr Feuer und Emotion in sich.
Sascha06
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 24. Mrz 2013, 18:15
Ja SAC_Icon ,die Diamonds sind Typische Engländer(ruhig Tee Trinken und gelassen sein)
Das Feuer und emotionen fehlen mir bei B&W, bin gespannt auf dali!
Habe jetzt 8 Jahre B&W gehört,jetzt kommt was anderes im Haus.
Für B&W kriegt man immer gutes geld zurück,das finde ich toll!10 jahre garantie!
Habe schon Test Musik CD gekauft,bin gespannt wie es sich mit den Moon CD player anhört!
Sascha06
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 24. Mrz 2013, 18:18
Achso,wie hört sich der epicon Vocal Center an ? Habe den B&W HTM2 Diamond!
B&W = 3 WEGE EPICON 2 halb wege und Epicon Vokal wiegt weniger der Center!
Ein Test schrieb horizontale richtwirkung?Negativ?
SAC_Icon
Inventar
#30 erstellt: 24. Mrz 2013, 18:42
Den Epicon Center hab ich auch, aber noch nicht so ausgiebig gehört Kinofilme will ich jetzt nicht als Referenz nehmen. Das Ding ist jedenfalls ein Riesenoschi in ovalem Design optisch ein Hingucker und prima Podest für meinen 47 Zöller (anders hätte ich das Ding nicht auf dem Rack untergebracht ) Ich denke mal das Doppelhochtönerprinzip ist für nen Center nicht ganz ideal, da die Kalotte die die Hauptlast trägt nicht mittig sitzt. Gut klingt er in jedem Fall und ist logisch die passende Ergänzung. Aber ich hab auch den Eindruck mit den Epicon 6 kann er nicht mithalten trotz identischer Bestückung. Da mußten wohl bei der Form und dem Arbeitsprizip Kompromisse eingegangen werden die etwas Klang gekostet haben. Ich hab aber noch keine anderen Center in der Preisklasse zum Vergleich gehört um ihn rangmäßig einordnen zu können. Ich brauch den nur für Kino und den Job macht er sehr gut, Stimmen haben Kraft und Charakter und er passt sich harmonisch gut ein im Zusammenspiel mit den Fronts, mehr erwarte ich nicht. Ist bei mir auch schwer zu vergleichen, weil der Center hängt direkt am Denon AVR die Fronts werden aber auch bei Kino von der Moon Endstufe befeuert, auch wenns ja keinen Verstärkerklang gibt :), die sind schon ein anderes Kaliber von der Power her und machen ordentlich Druck bei sehr entspannter kraftvoller Spielweise.

Vom B&W Center hab ich aber von Kollegen schon viel Gutes gehört kann schon sein, daß der besser ist.


[Beitrag von SAC_Icon am 24. Mrz 2013, 18:45 bearbeitet]
Sascha06
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 25. Mrz 2013, 22:42
006Hallo Leute,meine Dali Epicon 8 ist da! B&W 802 Diomond und Epicon 8
B&W 802 Diamond und Epicon 8

EPICON IST DA
Muss EPICON noch 40 Stunden einspielen!
arpad
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 26. Mrz 2013, 07:54
Ganz herzlichen Glückwunsch zu den neuen Epicon 8!
Neben den 802 sehen sie richtig schön schlank aus!
Viel Spaß beim Einspielen und ich freue mich auf deine Eindrücke.
Viele Grüße
Arpad
P.S. Was hast du da unter den Dali? Granitplatte?


[Beitrag von arpad am 26. Mrz 2013, 10:02 bearbeitet]
Sascha06
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 03. Apr 2013, 13:42
Hallo,
die platten sind Orginal von Dali,die werden unter den Lautsprecher geschraubt,wenn man will!
Erste eindrücke Dali epicon 8: Sehr lebendig,spritzig und geile Kickbässe und tiefbässe!Es macht spass
Dali zu hören,wenn man gute Aufnahmen hat von Musik!Man hört sofort schlechte Aufnahmen rauß von Musik bei Dali! SADE MUSIK über Dali 8 einfach geil und macht spass!
Im Hochton bereich ist die B&W ein tick besser,feiner,heller!Aber im Kickbass ist dali viel besser und schneller!
In der Raumbreite und Raumtiefe ist auch B&W ein tick besser,hört man bei Filme 5.1 !
Aber die Dali sind ja auch erste 1 woche jung und noch nicht eingespielt!
Viele Leute wollten aber meine ersten eindrücke wissen!
Ich finde,Musik hören mit dali 8 macht mehr spass als B&W!Dali 8 ist super für Stereohörer!Man hört die einzelnen elemente von Musik besser raus(unterschiedliche Instrumente),kann man besser Orten als B&W.
Aber für Filme 5.1 Anlage macht B&W mehr spass,wegen der Raumtiefe und breite,man ist im Film richtig drin wegen der Raumtiefe!
Aber die Raumtiefe und Breite kamen auch erst nach 6 Wochen richtig zur geltung bei B&W!
Vieleicht kommt es bei dali 8 auch nocht,mal schaun!
Ich hoffe ,das Ich den Hifi Leuten helfen konnte mit meinen ersten eindrücken!
Sascha
Moe78
Inventar
#34 erstellt: 03. Apr 2013, 17:07
Sei mir nicht böse, aber muss denn jeder Satz mit einem Ausrufezeichen enden bei dir?

Viel Spaß mit deinen Schönheiten.
Sascha06
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 03. Apr 2013, 21:24
Hallo Moe78,
Sei mir nicht böse,aber in jeden Forum gibt es ein klugscheißer!
Was Du schreibst, hat nichts mit dem Beitrag zu tun?ODER?Ich kann auch jeden satz mit ?Enden.
Danke Moe79 für deine Glückwünsche!
Ich möchte Sachlich bei dem Thema bleiben.
Ist meine rechtschreibung in Ordnung?Oder ein Wort falsch geschrieben?Dann sag mir bitte bescheidt Moe?
Wenn einer mehr über Epicon und B&W wissen will,der kann gerne Fragen?Danke
Sascha
Moe78
Inventar
#36 erstellt: 03. Apr 2013, 23:21
War ja klar...
arpad
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 05. Apr 2013, 10:55
Hallo Sascha,
danke für deine ersten Höreindrücke!
Und es sieht so aus, als würden die Dali Epicon 8 auch genau das bieten, was du suchst. Gratulation!
Dein Bericht bestätigt nebebei auch meine eigene damalige Einschätzung. Auch ich fand die 802 im Hochtonbereich, in der Auflösung und in der Tiefe feiner. Mir war das am Ende wichtiger als die anderen Dinge, die bei der Epicon besser waren. Aber ich komme eben auch von fünf Jahren Nubert und deren Kickbass war stets mehr als beeindruckend. Im Moment vermisse ich bei den 802 D2 da nichts. .
Aber vielleicht kommt das eines Tages noch.
Viel Spaß noch mit den Dali und berichte gerne weiter!
Grüße
Arpad
Aeohliah
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 06. Apr 2013, 22:51
Hallo zusammen,

habe lang nichts von mir hören lassen, weil ich erst mein Wohnzimmer renovieren musste, bevor ich die Hörtests zu Hause fortsetzen konnte.
Ich habe jetzt die Dali Epicon 8 , die Quadral Titan VIII und zusätzlich die von meinem Händler wärmstens empfohlene Gauder (früher Isophon) Cassiano zu Hause getestet. Die ELAC 509 VX Jet hatten wir bei einem Hörtest an AUDIONET Amps beim Händler bereits ausgeschlossen.
Bevor ich hier meine Erfahrungen schreibe, erkläre ich kurz die verwendete AUDIO Kette, da dies einen derartigen Einfluss hatte, dass ich hier abweichende Erfahrungen zu meinen vorherigen Erkenntnissen und zu den von den hier im Thread genannten Erfahrungsberichten gemacht habe.
Digital: Meridian MC 200 Streamer, Straight Wire Virtuoso
Analog : Pro-Ject Perspex Anniversary, Ortofon MC30 Super, Horn Audiophiles Cable,
Lake People Violectric Phono Stage, Silent Wire NF 16 XLR
Verstärker für beide Ketten: Pathos Inpol 2 Hybrid mit 2*45 W Class A und Heavens Gate Ultra Silence LS Cable
Letzten Donnerstag lieferte mir Max Schlundt die Quadral Titan und die Gauder Cassiano. Beide LS wurden kurz angeschlossen und gecheckt. Bis Freitag Mittag hörte ich ausschließlich die Cassiano
mit Material aller möglicher Genres. Dieser LS, der gerade ein Drittel des Gehäusevolumens aufweist wie die Titan VIII aber rund 1000 Euro teurer ist, klang auf Anhieb fantastisch in meinem 35qm Wohnzimmer, welches noch etwas hallig, also nicht optimal gedämpft ist (frisch renoviert und noch nicht voll eingerichtet, beinhaltet allerdings nun eine Direktverkabelung meiner Musikanlage zum Zählerkasten). Trotz der moderaten Abmessungen brachte die Gauder (Breite = 22cm) ein beachtliches Volumen und eine gute Raumankopplung zustande. Sie ist recht analytisch mit extrem klaren Mitten, sauberen Höhen und einem anpassbaren Basspegel (-1,5 db / 0 db / +1,5 db). Ich betrieb mit -1,5 db, da der Bass etwas „wummig“ wirkte, was ich aber auf meine Raumproblem schob.
Ich hörte bis Freitag Mittag (Urlaub ) ausschließlich diesen Lautsprecher, der so stressfrei und gleichzeitig niemals langweilig wirkte. Egal, welches Genre oder welche Quelle (analog oder Streaming). Die Cassiano begeisterte mit hoch audiophilem Klang. Man verzeihe mir meine subjektiven, oft verschieden intrepretierbaren Attribute: Dynamik, Durchhörbarkeit, Brillianz und auch Raumfülle waren für mich begeisternd. Fantastisch, was Dr. Roland Gauder aus diesem kleinen Gehäuse zaubert (110 cm Höhe und 41 cm Tiefe).
Bevor ich meine ersten Hörtestteilnehmer empfangen sollte, schloss ich die Quadral Titan VIII an. Sofort gab es zwei unterschiedliche Erkenntnisse. Der Positive war, dass die Titan eine größere Bühne in mein Wohnzimmer zauberte. Der Negative war, dass der Mitteltonbereich eine klare Schwäche präsentierte. Er war zu laut und klang permanent topfig. Ich nutzte die db Anpassung für alle drei Frequenzbereiche bis hin zu einer Anhebung von Bass und Hochton bei gleichzeitiger Absenkung des Mitteltonbereiches um je 2 db. Obwohl die Titan auch sehr feingeistig spielen konnte, nebenbei ist sie auch eine echte Männerbox für Parties, empfand ich den MT immer als etwas dominant und störend. Ich ließ die Titan am Pathos angeschlossen und empfang meine HiFi begeisterten Besucher. Ich begann mit der Titan. Sie wurde als guter Lautsprecher tituliert, der ein klares, anspringendes und auch dynamisches Klangbild produzierte. Stimmen (Eartha Kitt, Diana Krall, Jocelyn B. Smith, Allan Taylor, Natalie Cole usw.) wurden zunächst als angenehm empfunden, Begleitmusik als differenziert und authentisch klassifiziert.
Die analoge Wiedergabe von Malia, Jennifer Warnes, Friedemann, Fellow and Friends usw) steigerte noch die positiven Meldungen.
Nach ungefähr zwei Stunden beschloss ich, auf die Cassiano zu schalten. Gleich beim ersten Song von Allan Taylor sah ich in verdutzte Gesichter. Bis einer sagte: Das ist es!! Vergessen war die dreimal so große Titan VIII. Bis kurz vor Mitternacht wurde nur noch mit der Cassiano gehört. Sie wurde jedem Genre, jedem Titel auf hohem Niveau gerecht. Egal ob digital oder analog. An meiner Kette war sie einfach nur brilliant. Im Gesamtbild dieser Gauder Cassiano möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, sie ist ein Feingeist, aber recht analytisch. Obwohl sie musikabhängig auch Volumen zu erzeugen vermag, und ich gehe davon aus, dass sie in kleineren Räumen noch viel großartiger aufspielt, muss ihr generelles Klangbild als schlank bezeichnet werden.
Dies machte sich deutlich bemerkbar, als ich heute die Epicon 8 geliefert bekam. Wieder mit mehr als zwei HiFi Ohren begannen wir mit der Cassiano (eine Stunde) und schlossen dann eine im HiFi Studio längst eingespielte Epicon 8 an. Während mein Bruder sofort die große Bühne und extreme Musikalität bewunderte, empfand ich über dem gesamten Klangbild einen dünnen Schleier. Die Epicon 8 klang nicht mehr so, wie ich sie im Studio an Accuphase 460 VV gehört hatte. Sie betrieb an meinem Pathos zu viel Schönfärberei. Oder war ich von der Gauder Analytik bereits „vergiftet“ ?
So muss es wohl gewesen sein. Es gab, auch nach Platzverschiebungen, Einwinkelungen, gerade ausrichten usw. keine deutliche Verbesserung. Sie klang sehr gut, konnte mich aber nicht befriedigen. Es gab keinen einzigen Song, der mir wirklich klanglich gefiel. Mein Bruder und ich hatten dann eine offene Grundsatzdiskussion über Hörgewohnheiten. Er mochte die Bühne, die Atmosphäre, die Musikalität. Mir war das zu viel des Guten. Durchaus möglich, dass mein Röhrenhybrid die Epicon 8 zu weichgespült hat (dieses Klangbild hatte ich an der Accuphase eben so nicht erlebt).
So verwende ich hier mal eine ähnliche Formulierung, die Audio Redakteure diverser Zeitschriften im Resumee gerne verwenden. Beide LS sind sicher auf Augenhöhe, je nach Hörgewohnheit oder je nach verwendeter Elektronik und Verkabelung. Es gibt hier sicher kein „richtig“ oder „falsch“. Ich persönlich empfinde, die Gauder Cassiano ist klar der „audiophilere“ Lautsprecher und preislich nehmen sich beide nichts.
Und wieder einmal hat sich bewiese, dass der Hörtest zu Hause an eigener Elektronik elementar für eine finale Entscheidung ist.
Für Forumsmitglieder aus Berlin habe ich hier noch die Empfehlung, mal den „Laden“ von Max Schlundt im Stilwerk aufzusuchen. Kein Händler in Berlin hat eine so große Auswahl an hochpreisigen Komponenten und der Service den ich hier erfahren durfte ist einfach nur genial. Mir wurden LS für den Test zu Hause im Wert von über 50.000 Euro (Titan, Elac, Gauder und ASW, die Epicon 8 wurde von Audio Forum beigesteuert) fast aufgezwungen. Und Zeit zum Hören habe ich mehrere Tage. Und so nebenbei wird mal eine Meridian MC200 als Verbesserung für meine Ripnas/Squeezebox/Violectric D/A Wandler Kette testweise installiert.
Ich habe mich jetzt für die moderat abmessende, fantastisch klingende Gauder Cassiano entschieden,
ein LS, den ich vorher bewusst gar nicht wahrgenommen hatte, weil ich ihn gar nicht kannte. Für mich somit der Überraschungssieger meines kleinen HiFi Projektes
Sascha06
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 07. Apr 2013, 09:51
Hallo Aeohliah,
DANKE für dein Hörrbericht!Es kommt selten vor, das einer so tolle lautsprecher gleichzeitig zu hause hören kann.
Du hast recht,die audio Kette ist wichtig und jeder hat sein eigenen geschmak!Dein Bruder fand epicon toll und für dich war zu viele Klangfarben,so hat jeder sein Geschmak!
Die Quadral Titan VIII war ja schnell aus den rennen.Wie hört sich der vergleich zwischen Titan VIII und Epicon 8 an in dein Raum?
Ich hatte auch erst Gauder im Auge,die RC7 mit den rippen und diamant hochton ,war aber für mich zu teuer,das dreifache von Epicon!
Den schleier im Hochton war am Anfang bei mir auch da bei Epicon!Der ist aber weg nach ca 50 Stunden einspielen!Jetzt ist meine Epicon 8 sehr offen und kein schleier mehr da.
Kaufst du jetzt die Gauder?
Sascha
arpad
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 07. Apr 2013, 10:05
Hallo Reinhard,
Mein Glückwunsch zum Abschluss deines Hifi-Projekts.Und natürlich viel Freude mit den neuen Schallwandlern!
Für mich ist das Ergebnis bei dir auch ein bisschen überraschend. Vor allem deswegen, weil Ispohon/Gauder wirklich bei mir zuhause im Schwabenland um die Ecke sitzt (keine 10 km), der Stuttgarter B & W Händler gleichzeitig ein ganz großer Händler und Fan dieser Firma ist und ich von daher die Cassiano 2 mal gehört habe. Ich habe sogar den Inhaber schon das eine oder andere Mal hier persönlich erlebt .....

Wenn du schreibst

Sie ist recht analytisch mit extrem klaren Mitten, sauberen Höhen und einem anpassbaren Basspegel ...
Im Gesamtbild dieser Gauder Cassiano möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, sie ist ein Feingeist, aber recht analytisch. Obwohl sie musikabhängig auch Volumen zu erzeugen vermag, und ich gehe davon aus, dass sie in kleineren Räumen noch viel großartiger aufspielt, muss ihr generelles Klangbild als schlank bezeichnet werden.


So habe ich das auch empfunden. Im postiven Sinne. Allerdings war mir die Cassiano (wahrscheinlich genau aus diesem Grund) den ebenfalls sehr linear abgestimmten Nuline zu ähnlich. Deshalb habe ich mich sehr schnell dagegen entschieden, wiel ich ein ganz anderes Hörerlebnis bewusst gesucht habe. Obwohlk mir Inhaber und fFrmenphilosophie sehr sympathisch waren.

Nun, die Hörgewohnheiten und Wünsche sind einfach unterschiedlich. Ich bin nach etwa sechs Wochen mit meinen 802 D2 jeden Tag noch ein bisschen glücklicher. Das gleiche wünsche ich dir auch!images/smilies/insane.gif

Nur aus Neugierde: Für welches Mddell der Cassiano hast du dich entscheiden: Keramik- od Diamant-Hochtöner?

Grüße
Achim (Arpad)


[Beitrag von arpad am 07. Apr 2013, 10:08 bearbeitet]
Aeohliah
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 07. Apr 2013, 16:28
Hallo,

zu der Frage der Titan und der Epicon 8 in meinem Wohnzimmer ist zu sagen, dass ich der Epicon klar den Vorzug gegeben hätte. Der Mitteltöner der Titan hat mich einfach zu sehr genervt. Und ich möchte auch noch mal betonen, dass die Dali ein richtig guter Lautsprecher ist. Und wie gesagt, mein Bruder hätte nach den ersten 10 Titeln der Dali gegenüber der Cassiano klar den Vorzug gegeben, musste dann aber bei der Vinyl von Miles Davis selbst eingestehen, dass die Dali hier und dort ein paar Details unterschlug.

Mein Testlautsprecher der Cassiano hatte nicht den Diamanthochtöner eingebaut. Hier könnte sicher noch eine Steigerung möglich sein. Aber soweit ich weiß, schlägt das noch mal mit rund 1000 Euro zu Buche.

Morgen , am Montag werde ich mit dem Inhaber von Max Schlundt (himself :-) ) darüber reden, welchen Weg wir hier beschreiten können. Die hohe Serviceorientierung dieses Händlers ermöglicht vielleicht die Bestellung eines neuen Vorführlautsprechers Cassiano mit Diamanthochtöner, wennich ihm seinen bisherigen Vorführer Cassiano abnehme (damit habe ich kein Problem). Dann wäre vielleicht noch mal ein Vergleich möglich, mal sehen.

By the way: Natürlich hat mein Händler auch die größere RC7 von Gauder in der Vorführung. Wohlweislich habe ich hier auf ein Testhören verzichtet, Suchtgefahr mit anschließenden Entzugserscheinungen (bei 25.000 Euro Kaufpreis)

Gruß
Reinhard
Sascha06
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 08. Apr 2013, 11:00
Hallo Achim und Reinhard,

so, zum Abschluß von mir! Jeder hat jetzt seine lautsprecher gefunden.GRATULATION an euch beiden!
Du hast recht,bei Filme habe Ich auch gehört,das Epicon ein paar details unterschlug.Habe ja Rear noch B&W.
Raumtiefe und Details ist B&W etwas besser als Epicon,aber Epicon macht mir jeden tag spass bei Musik hören,verdammt gut.
Viel Spass mit B&W und Gauda!
Vieleicht hört man sich noch voneinander in diesem leben!
Ich wünsche euch alles gute und muss jetzt wieder Geld verdienen für mein Hobby.
Sascha
arpad
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 08. Apr 2013, 14:05
Ein sehr guter Schluss!
Viele Grüße
Achim
tinnitusede
Inventar
#44 erstellt: 08. Apr 2013, 14:47
@Sascha06

Nein, Deine Rechtschreibung ist nicht in Ordnung und um bei deiner Fäkalien Sprache zu bleiben,

sie ist geradezu beschissen und dass nicht nur wegen diesem "!" Satzzeichen.

Setzen, Sechs,

Hans


[Beitrag von tinnitusede am 08. Apr 2013, 14:49 bearbeitet]
Bananenkrümmer
Inventar
#45 erstellt: 15. Apr 2013, 18:31

Aeohliah (Beitrag #41) schrieb:
Mein Testlautsprecher der Cassiano hatte nicht den Diamanthochtöner eingebaut. Hier könnte sicher noch eine Steigerung möglich sein. Aber soweit ich weiß, schlägt das noch mal mit rund 1000 Euro zu Buche.

Nö - genau mit € 2.599,- Pro Lautsprecher natürlich
Aeohliah
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 15. Apr 2013, 18:45
jepp, das weiß ich inzwischen auch

Ich ahnte, dieser Kommentar würde irgendwann mal kommen......

Max Schlundt sagte mir dann auch, man könne diese für einen Upgrade nutzen und müsste nicht komplett neu kaufen. Dann fielen eben "nur" 5.600 Euro an. Angeblich würden die HiFi-Freunde, die den Diamant ausprobiert haben, ihn angeblich nie wieder hergeben :-)

Nun, jetzt muss meine Keramik Cassiano erst mal ein paar Jahre ohne Edelstein auskommen.

Neben meinem Pro-Ject ertüchtige ich jetzt übrigens meine Streamingkette durch den Austausch meiner
Squeezebox/Violectric Komponenten gegen den nagelneuen Audionet DNC, d.h. werde ihn erst mal ausprobieren ....

Squeezebox/Violectric gehen dann nach Ebay.....
Keepsake
Stammgast
#47 erstellt: 15. Apr 2013, 19:14
Schöner Testbericht!

Was ist denn mit dem Meridian MC200 passiert?
Bananenkrümmer
Inventar
#48 erstellt: 15. Apr 2013, 19:24

Aeohliah (Beitrag #46) schrieb:
Max Schlundt sagte mir dann auch, man könne diese für einen Upgrade nutzen und müsste nicht komplett neu kaufen. Dann fielen eben "nur" 5.600 Euro an. Angeblich würden die HiFi-Freunde, die den Diamant ausprobiert haben, ihn angeblich nie wieder hergeben :-)

Lesen kann man dazu ja einiges im www.
Und erzählen auch - zum Beispiel ein Händler

Ein direkter Vergleich wäre sehr interessant

Hast Du meine PN gesehen?!


[Beitrag von Bananenkrümmer am 15. Apr 2013, 19:25 bearbeitet]
Aeohliah
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 15. Apr 2013, 19:30
Hallo,

Tja, für den Meridian MC 200 hatte ich extra ein IPAD zugelegt. Zunächst erst mal das Positive:

Ich hatte meine alte Streamingkette parallel in Betrieb und konnte für einige ausgewählte Musikstücke
einen direkten Vergleich am Verstärker machen. Die Meridian hatte nicht gerade gravierende aber doch erkennbare Zunahme an Brillianz und wenigert Schärfe als meine Squeezebox/Violectric Kombi.
Na gut, immerhin für rund 1.200 Euro mehr an Gesamtkosten darf das auch sein :-)

Folgendes empfand ich als Nachteil

Er kann kein WLAN, ich habe also immer eine LAN Kabel-Verbindung liegen, damit das IPAD die Steuerung machen kann oder ich muss eine andere technische Lösung installieren (z.B. Powerline)
Okay, das ist nicht so dramatisch.
Störend war vielmehr, dass der Vorteil meines RipNas mit seinem Windows Home Server verloren gegangen wären. Der Meridian kennt keine Verzeichnisstruktur und leider habe ich bei meinen rund 12.000 Songs ungefähr die Hälfte als viel früher mal gerippte und gebrannte Lieder bzw. selbst zusammengestellte CDs, vielfach ohne Taginformationen.
Zudem ist das Zusammenstellen ähnlich meiner Verzeichnisstruktur mit der App ebenfalls noch mal sehr aufwändig.

Nun, bei Bereitschaft zu vieeel manueller Arbeit hätte ich Taginformationen nachpflegen können. Aber der Meridian hat diese Songs zu 90 % als Lost Files deklariert und gar nicht erst importiert (!!!)

Und schließlich habe ich in einem Forum dann gelesen, und ich finde das nachvollziehbar, Gesamtlösungen für Server, Streamer und D/A Wandler in einem einzigen Gehäuse haben eben auch physikalische und damit mitunter klangliche Nachteile gegenüber Einzellösungen. Ich fand das plausibel klingend und habe mich für eine reine Streamer/Wandler Lösung entschieden und kann zudem meinen RipNas weiter nutzen.

Wer allerdings rein Albenorientiert hört und überwiegend HighRes Doenloads und Original-CDs auf den Meridian bringen möchte, hat für rund 2.700 Euro plus IPAD-Kosten (Android wird NICHT unterstützt) eine gute , wenig Platz nehmende Komplettinstallation. Und die App ist sehr übersichtlich und gut zu nutzen. Und klanglich ist sie durchaus für audiophile Ansprüche geeignet.
Aeohliah
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 15. Apr 2013, 19:34
>>>> Bananenkrümmer<<

Sorry, bin nicht sehr erfahren in Foren. Was meinst du denn mit PN ?

gruß
Reinhard
Keepsake
Stammgast
#51 erstellt: 15. Apr 2013, 19:41
Also läuft alles auf einen klass. Streamer hinaus.
All-In-One-Geräte mit DAC und Clock in einem Gehäuse (jedoch ohne Festplatte) sollen ja laut vielen Berichten und Tests klangliche Vorteile zu einer DAC an PC-Variante haben. Am Ende muss man es auch hören.

Schade mit dem MC200. Ich dachte, dass gerade hier die Usability toll sein soll. Na ja zumindest für Apple- und ITunes-User. Ich hätte ja eher die (mittlerweile oder?) eingebaute 1 TB-Platte als Problem gesehen, da das Ende (zu voll) irgendwie absehbar ist.


[Beitrag von Keepsake am 15. Apr 2013, 19:50 bearbeitet]
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