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Lautsprecher bis 5000 EUR im Vergleich (Isophon, B&W, Canton, Dynaudio, JM Lab, Audio Physic)

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dj-bhang
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Dez 2004, 20:02
Hallo zusammen,



ich plane die Anschaffung von Lautsprechern in einer preislichen Region von bis zu maximal 5000 Euro. Zu diesem Zweck bin ich in den letzten Wochen verstärkt auf Suche gegangen und habe folgende Modelle zur Probe gehört:

JM Lab Electra 926
Dynaudio Contour 3.4
Canton Karat S 80
B&W Nautilus 803
Isophon Enigma
Audio Physic Tempo (die neue)

Und nun zu meinen Erfahrungen:

Die JM Lab Electra konnte ich an einem riesigen Accuphase Vollverstärker mit zugehörigem CD-Player hören (genaue Produktbezeichnung habe ich leider nicht im Kopf). Der Hörraum war ungefähr 20 qm² groß und sie waren relativ frei im Raum in einem Abstand von 2,5 Metern aufgestellt. Das Klangbild machte zunächst einen sehr spektakulären Eindruck, besonders im Bassbereich konnte ich unter allen anderen Modellen keinen "wuchtigeren" LS entdecken. Allerdings habe ich schnell den Eindruck bekommen, dass gewisse Nuancen im Mittel-Hochtonbereich nicht so feinzeichnend wiedergegeben werden. Richtig warm werden konnte ich mit diesem Pärchen nicht, da der Gesamtklang eher kühl und in gewisser Weise "technisch" anmutete.

Schnell bin ich übergegangen zu den Dynaudio Contour 3.4, gleicher Raum, gleiche Elektronik, gleiche Aufstellung. Sämtliche Klangnuancen meiner Aufnahmen waren auf einmal deutlich hörbar, die Auflösung schien hevorragend. Ich muss gestehen, noch nie einen so verfärbungsfreien Lautsprecher gehört zu haben. Sie erinnerten mich allerdings eher an einen neutral abgestimmten Studio-Monitor als an einen Wohnzimmer-Lautsprecher. Der Bassbereich schien hier vergleichsweise unterbelichtet. Auch hier relativ schnell der Eindruck, dass ich mich mit ihnen auf Dauer nicht anfreunden könnte.

Standen noch die Canton Karat S 80 im Raum. Aufgestellt, angeschlossen, angehört. Leider war die Enttäuschung sehr groß. Sie bewegen sich ja auch preislich in einem Rahmen unter 2000 Euro, so gesehen ist der Vergleich mit den anderen LS eigentlich nicht ganz fair. Aber da Canton immer so kontrovers diskutiert wird, wollte ich die mal hören und mir selbst ein (Klang)bild machen. Auch hier sofort der Eindruck, dass diese Lautsprecher zunächst spektakulär wirken, dann aber schnell unzufrieden machen. Der Bassbereich war sehr stark und präsent, die Höhen eher spitz und scharf, in den Mitten wurden gelegentlich einige Details unterschlagen. Da gefallen mir meine RCL besser.

Auf zu den B&W Nautilus 803. Ursprünglich wollte ich die Nautilus 804 hören, aber die 803 haben mir dann allein optisch schon so gut gefallen, dass ich es "zumindest mal wissen" wollte. Immer noch der gleiche Raum, die selbe Position, die selbe Elektronik. Vom ersten ertönenden Klang meiner Tschaikovsky-CD an war es Liebe. Derart weich gezeichnete Mitten und blumiger, zugegeben nicht ganz neutraler und unverfärbter Klang, wird in meinen Augen dem ursprünglichen Sound der Instrumente am besten gerecht. Doch auch im Jazz- und Popbereich machten sie sich sehr gut. Besonders basskräftig waren sie allerdings vergleichsweise nicht, dafür "lügen" sie unterhalb 300 Herz recht wenig. Die Höhen bewegten sich auf einem schmalen Grad zwischen spitz und brillant, sicher lässt sich hier mit einem Phase-Plug-Tuning und dem richtigen Boxenkabel noch einiges machen. Von den gehörten Modellen mein absoluter Lieblingslautsprecher.
Die Nautilus 804 habe ich daraufhin nicht mehr gehört.

Die Isophon Enigma habe ich bei mir zu Hause an meiner Atoll-Kette im Bi-Amping Modus hören dürfen. Auch hochwertige Kabel hat mir der Händler mal mitgegeben. Aufstellung wandnah, im gleichschenkligen Dreieck a 2,20 m. Tatsächlich wirkte der Mittel/Hochtonbereich sehr hell und zart abgestimmt, gegen den rotzfrechen Klang meiner ursprünglichen Canton Ergo RCL war das schon eine Offenbarung. Allerdings gehen die Enigma ein bisschen zu zahm an die Sache ran. Den Klang eines Sinfonieorchesters können die RCL wesentlich satter, dafür leider unreiner wiedergeben. Aber die RCL sollen hier nicht als Vergleich dienen. Tatsächlich könnte das Problem mit den Enigma auch an meiner Kette liegen, die sich in der Audiokennzahl ganze 15 Punkte nach unten von den LS unterscheiden. Da ich mit Atoll allerdings sehr zufrieden bin und nicht wechseln möchte, fallen diese LS so gesehen ebenfalls außer Betracht.

Daraufhin bin ich noch einmal losgezogen, um mir die Audio Physic Virgo bei einem weiteren Händler anzuhören. Die Aufstellung innerhalb eines knapp 30 qm² großen Raumes war hier freistehend, die verwendete Elektronik von T+A, also etwas teurere Geräte als meine Atoll. Zunächst mal eine CD des Händlers mit Songs von Lauryn Hill eingelegt - sehr knackiger, präziser, niemals aufdringlicher Klang. Dann meine eigenen Klassik-CDs aufgelegt - sie wirkten sehr gefällig und angenehm präzise. Die räumliche Abbildung übertraf alle anderen LS, die ich getestet habe. Allerdings mag ich den Bass der Tempo nicht. Ich fand ihn irgendwie schwammig, verworren, nicht auf den Punkt. Den Raum füllt er gut aus, aber mehr auch nicht. Habe mich daraufhin entschlossen, Lautsprecher mit seitlich liegenden Bassmembranen nicht weiterhin in Betracht zu ziehen.

Ich möchte zum Schluß meines Berichts betonen, dass alle Hörerfahrungen subjektiv waren und die selben Lautsprecher an anderer Elektronik und in anderen Räumen selbstverständlich anders spielen.

Und nun die Frage an euch, liebes Forum:

Welche anderen Lautsprecher der Preisklasse bis 5000 Euro sollte ich noch in Betracht ziehen? Ich besitze zwei Endstufen von Atoll, bin also auf eine Bi-Amping Möglichkeit angewiesen. Sie sollten nicht zu leistungshungrig sein und in einem 25 qm² Raum bei einer Aufstellung von 2,20 m im gleichschenkligen Hördreieck, tendenziell wandnah, gute Dienste leisten. Eigentlich hätte ich die Nautilus gleich genommen, hat nur leider finanziell nicht ganz geklappt zu dem Zeitpunkt. Was sollte ich noch anhören?


Vielen Dank und ganz liebe Grüße,

dj-bhang
EWU
Inventar
#2 erstellt: 05. Dez 2004, 20:15
Hallo dj-bhang,
mit den Enigma hast Du recht, sie brauchen recht viel Strom.
Da Dir der Klang der Isophon imPrinzip wohl gefallen hat, höre Dir doch mal die Cortina oder Vieta von Isophon an.Diese sind in der 5000 EUR Klasse, spielen aber viel kräftiger, besonders im Bassbereich, als die Enigma.
Das Highlight wäre natürlich die Europa, sie liegt aber preislich viel weiter oben.
Gruß Uwe
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 05. Dez 2004, 20:22
Hallo,

es wäre besser einen Thread dafür zu lassen:
http://www.hifi-foru...30&thread=7099&z=1#1

Markus
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