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Markenhersteller vs. Selbstbau/Non-OEMs

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philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Mrz 2016, 16:13
Hallo,

habe eine grundlegende Frage. Angenommen ich habe kein equipment und moechte zum Beispiel fuer 5000 EUR eine bestmoegliche Anlage zusammenstellen.
Ich habe Schwierigkeiten, mir eine Vorstellung zu machen, wie Boxen von Markenherstellern (e.g. B&W, ELAC) gegenueber beispielsweise Boxen von speakerheaven.de zu beurteilen sind, wenn man das gleiche Kapital investiert.
Also wie gross sind tatsaechlich die Unterschiede? Bewegen sich die einen in einer voellig anderen Welt als die anderen? Oder sind die gar nicht so weit auseinander.
Und sagt jetzt bitte nicht, hoer sie doch einfach an. Bin darin nicht wirklich geuebt und man kann ja auch nicht beide Varianten im gleichen Raum probehoeren.
Fuer ein paar Meinungen waere ich dankbar.
Gruss
Phil
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Mrz 2016, 16:22
alle kochen nur mit wasser ab gewissen preis sind alle sehr gut, der geschmack und andere voraussetzungen sind wichtiger, gerade bei lautsprechern die den größten anteil an klang haben, sollten ein paar sachen wie aufstellung und raumakustik beachtet werden.
ich würde mir bei so einem budget aktive lautsprecher kaufen und eine möglichkeit sie an raum anzupassen.


[Beitrag von Soulbasta am 06. Mrz 2016, 16:23 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#3 erstellt: 06. Mrz 2016, 16:41
das ist schwer bis gar nicht zu beantworten und pauschal schon gar nicht...

wenn du 5000€ für ein Paar Stereo LS (sinnvoll) ausgibst, dann bekommst du schon sehr ordentliche LS.

Es ist aber immer wieder interessant welche "Technik" in den fertigen LS so steckt.
Nehmen wir ein Beispiel:
ich mag (bzw. mochte) die alten Audio Physic Lautsprecher und ich mag "den Klang" des Vifa XT25/300 Ringradiators (der sehr tief angekoppelt werden kann und somit auch Klang/Abstrahlverhalten des Mitteltöners positiv beeinflusst).
Mit Plastikfront kostet so ein HT 50€ mit Metallfront gute 100€. Audio Physic hatte in der Tempo3 noch die Kunstoff Version verbaut, in der Jubilee Metall. In der Avanti3 kommt sogar eine nach AP Vorgaben modifizierte Version mit Polbohrung zum Einsatz, die in einem eigenen geschlossenen Gehäuse eingesetzt werden muss (eben weil hinten offen).
Seit der Tempo4 setzt AP aber nicht mehr den "teuren" Ringradiator ein, sondern eine nur noch halb so teure einfache HT250 Kalotte.
inzwischen sind wohl selbst die noch zu teuer (<25€ für Privatpersonen bei Einzelstück Abnahme) und man lässt selber die Chassis in China bauen
Wir reden hier über Fertig-LS für über 3000€/Paar!
philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 06. Mrz 2016, 16:50
Danke, es gibt also keine klare Antwort, dass man auf jeden Fall die einen oder anderen bevorzugen sollte.
Man sollte sich also alle Varianten anhoeren und analysieren, welche Komponenten verbaut werden.

Mich wuerde aber schon noch interessieren, warum dann lieber aktive Lautsprecher? Ich habe zwar auch derzeit keinen Verstaerker und finde es schon charmant, wenn der schon mit drinsteckt. Und was bedeutet eine Moeglichkeit, sie an den Raum anzupassen?
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 06. Mrz 2016, 16:57
warum aktive? weil sie sehr gut sind, z. b. neumann monitore oder was von abacus.
der raum ist der größte klangverbiger, es gibt systeme die am hörplatz eine messung machen und versuchen so gut wie möglich die störenden moden abzusenken. z. b. dirac live.
http://www.diracrcs.de/index.php/funktionsweise

was verbaut ist, finde ich erstmal egal, das ergebins zählt.

bist du ein gewerblicher teilnehmer?


[Beitrag von Soulbasta am 06. Mrz 2016, 16:58 bearbeitet]
philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 06. Mrz 2016, 17:08
danke, nein nicht gewerblich. habe da wohl nen falschen account erstellt.
interessant diese systeme. Gibt es nich auch boxen, die selbst messen und sich an die umgebung anpassen?
Mickey_Mouse
Inventar
#7 erstellt: 06. Mrz 2016, 17:14
ich stimme Soulbasta komplett zu, dass am Ende nur das Ergebnis zählt und man nicht die Innereien analysieren muss.

wenn man die Zeichen entsprechend deuten kann, dann kann man daran aber schon einige Dinge beim "Trockenschwimmen" in der Theorie abklären.
wie bereits gesagt, der Vifa Ringradiator hat eine Resonanzfrequenz von 700Hz. Man sagt normalerweise, dass man einen HT ab der doppelten Resonanzfrequenz einsetzen kann. Den RR kann man also gefahrlos bei 2kHz "sanft" einkoppeln ohne allzu steile Filter. Das kommt wieder dem Phasengang zugute. Und wie gesagt, in Summe ergibt das eine sehr gleichmäßige Richtcharakteristik über den ganzen Frequenzbereich.

Als Gegenbeispiel LS mit denen ich persönlich gar nicht zurecht komme und als "Fehlkonstruktionen" halte. Das sind die B&W 80x mit ihrem Diamant HT in dem "Wurmfortsatz" oben auf dem Gehäuse. Vermutlich um den Klirr einigermaßen in den Griff zu bekommen wird der erst bei 5kHz angekoppelt. D.h. der viel zu große Mitteltöner bündelt dabei schon extrem. Statt Gehäusetechnisch einen "gleichmäßigen" Übergang zu bauen, macht B&W genau das Gegenteil: der "frei stehende" HT strahlt extrem breit ab und das ergibt eben einen deutlichen Bruch im Vergleich zum Mitteltöner.

Man kann also anhand dieser technischen Daten und Konstruktionsdetails schon ein wenig auf den Klang schließen und wie kritisch ein LS im Raum aufzustellen ist.

Das gilt dann bis zu einem gewissen Grad sowohl für passive als auch aktive LS.
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 06. Mrz 2016, 17:29

philmg2 (Beitrag #6) schrieb:
danke, nein nicht gewerblich. habe da wohl nen falschen account erstellt.
interessant diese systeme. Gibt es nich auch boxen, die selbst messen und sich an die umgebung anpassen?


du kannst in deinem profil das häckchen mit »gewerblicher teilnehmer« deaktivieren.

es geht nicht darum, dass die boxen sich an die umgebung anpassen sondern darum was am hörplatz ankommt und da muss das messmikro auch stehen.
es gibt aktive boxen mit dsp drin z. b. von backes & müller aber da wären 5000,- gerade für was gebrauchtes ausreichend.
die messung müsste trotzdem am hörplatz erfolgen.

ich würde es jedoch unabhängig von boxen machen, die technik verbessert sich relativ kurzfristig, boxen kann man 10 oder 20 jahre nutzen.
abacus hat einen vorverstärker mit streamer und raumanpassung das wäre ein gutes gerät als basis, je nachdem womit man musik spielen möchte.
http://www.abacus-electronics.de/146-0-Preamp+14.html
ATC
Inventar
#9 erstellt: 06. Mrz 2016, 17:53

philmg2 (Beitrag #4) schrieb:

Mich wuerde aber schon noch interessieren, warum dann lieber aktive Lautsprecher?


Das ist genauso eine Einzelmeinung wie meine Eigene.
Bei 5000€ Budget würde ich persönlich nicht zu aktiven Lautsprechern greifen,
weil hier entweder der Pegel, der Frequenzbereich, die Optik bescheiden ausfallen muss.

Wenn man im wirklichen Nahfeld hören sollte geht das zwar mit Abstrichen, aber in dem Preisbereich sehe ich noch einen Vorteil bei diversen Passiven,
Verstärkerleistung kostet nicht viel, eigentlich Megabillig zu erhalten,
was diverse Hersteller aber teilweise für nen aktiven Zweiweger verlangen, Aktivweiche hin oder her, ist manchmal dreist.

(Bei B&M gibt es auch keine gebrauchten Lautsprecher mit DSP zwecks Raumkorrektur für 10.000€)

Deswegen sehe ich hier noch einen Vorteil bei Passiv, nicht pauschal, aber ich bin der Meinung das ich hier passiv ne bessere Lösung fände fürs Wohnzimmer ,Hörraum (Studiogeschichten sind was anderes)
Jens1066
Inventar
#10 erstellt: 06. Mrz 2016, 18:01
Hallo erst mal und Willkommen,

bist Du wirklich gewerblicher Teilnehmer? Ich vermute mal nicht. Korrigiere das mal in Deinem Profil.

Da Du ja offensichtlich alles neu haben möchtest, erst mal was zum Thema Verstärker. Da würde ich Dir einen "Markenverstärker" der üblichen Verdächtigen empfehlen. Auswahlkriterium wäre für MICH, dass er ausreichend Leistung für die Lautsprecher bietet und alle Anschlußmöglichkeiten mitbringt, die ICH benötige. Beispielsweise sollte er halt einen Phono Eingang haben, wenn ich einen Plattenspieler direkt anschließen möchte. Klanglich sollten sich die verschiedenen nicht viel nehmen. Alternativ natürlich ein entsprechender Vorverstärker, wenn es denn aktive Lautsprecher werden sollten.

Lautsprecher ist da schon einiges diffiziler. Erster Punkt, er muss DIR klanglich gefallen. Das hat nichts mit teuer oder noch teurer zu tun. Da entscheidet Dein Geschmack. Zweiter Punkt, wie kannst DU sicherstellen, dass der Lautsprecher Deiner Wahl auch wirklich die Umgebung und Aufstellung bekommt, die ihm zusteht? Ist noch gar nicht so lange her, da hab ich einen Thread gelesen, in dem ein Kollege berichtet hat, wie super angetan er von einem Lautsprecher beim porbehören war, zu Hause aber um´s verrecken keine geeignete Aufstellung finden konnte, so dass er sie wieder zurückgab.
Das Thema Aufstellung ist mit das wichtigste für einen guten Klang. Hier eine gute Seite zum Thema.

Was das eigentliche Thread Thema anbelangt fehlt mir zwar die (Hör) Erfahrung, aber die selbe Chassis-Bestückung entspricht sicher nicht gleich dem selben Klang. Da spielen noch viele andere Faktoren mit. Aufbau der Frequenzweichen, Gehäusekonstruktion, Schallwandform usw., beeinflussen den Klang maßgeblich. Dann kommt noch dazu, dass ein Chassis zwar optisch dem Standard gleicht, aber wie von Mickey_Mouse schon geschrieben wurde, dieses evtl. nach Vorgaben des Lautsprecherherstellers modifiziert sind.

Die von Dir erwähnten speakerheaven Lautsprecher haben ja vorwiegend Thiele Bestückung. Du kannst sie ja mal mit den Lautsprechern von Gauder Akustik vergleichen, der auch auf die Thiele Keramik Membaran setzt. Allerdings wirst Du da mit den Ohren schlackern, was dort für vergleichbar bestückte Lautsprecher aufgerufen wird. Sicherlich sind die vom Gehäuse her aufwändiger konstruiert, aber ob man den Unterschied wirklich so deutlich hört, wie es der unterschiedliche Preis vermuten lassen müsste
philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 06. Mrz 2016, 18:34
Danke fuer die ausfuehrlichen Antworten. Gut, ich starte nun mit den Lautsprechern und werde mir mal beide Marktsegmente anhoeren.
Ein Trip nach Duisburg und ein Besuch bei Hifi-Profis in FRA um die Ecke bringen mich dann hoffentlich meinem Ziel naeher.
Sorge mich blos um die Raumakustik, weil ich befuerchte, dass man als Laie die Probleme und deren Ursachen vermutlich gar nicht erkennt und sie damit auch nicht beseitigen kann.
Fanta4ever
Inventar
#12 erstellt: 06. Mrz 2016, 18:40
Hallo,

wenn du die für dich richtigen Lautsprecher gefunden hast kannst du dich um die Elektronik kümmern. Ich würde hier auf Geräte setzen die es dir ermöglichen den Raumeinflüssen zumindest teilweise entgegen zu wirken.

Das kann ein AVR mit entsprechendem Einmesssystem sein, oder ein auftrennbarer Vollverstärker mit der Möglichkeit z.B. ein solches Gerät einzuschleifen https://www.minidsp....niDSP%202x4%20HD.pdf, das wird es wohl auch bald mit Dirac Live® geben.

Auch die bereits von Soulbasta verlinkte Vorstufe von Abacus ist sicher sehr gut.

Es gibt einige Möglichkeiten, das Thema hat mich mal etwas beschäftigt, falls Interesse besteht http://www.hifi-forum.de/viewthread-100-2363.html

LG
Don_Tomaso
Inventar
#13 erstellt: 06. Mrz 2016, 18:43
Ach was. Ich bin genauso Laie wie du, und ich sage dir, lass dich nicht bangemachen. Das ist alles kein Hexenwerk. Meist reichen einfach ein paar Möbel und Grünzeug, dann klingt es schon ordendlich. Stell am besten erst mal nicht zu viel rein, riesige Standboxen mögen optisch toll sein, erschlagen einen im zu kleinen Raum aber gerne. Und nochmal, lass dich nicht davon verunsichern, dass einige hier aus allem eine Wissenschaft machen, man kann auch mit einem viel entspannteren Ansatz sehr schön Musik hören.
Ach so, und lass dir bei den "Profis" nichts aufschwatzen, das machen sie nämlich gerne. Jedenfalls die in Wiesbaden.
ATC
Inventar
#14 erstellt: 06. Mrz 2016, 18:53
In Frankfurt hast du noch bedeutend mehr Möglichkeiten wie nur die Genannte.

Zudem nach Duisburg...kann man sich eventuell auch sparen, bpa ist auch in F.
http://www.oaudio.de/Lautsprecher-Selbstbau/Standlautsprecher/3/
http://www.oaudio.de/Lautsprecher-Selbstbau/Triptychon-Serie/

https://www.google.d...,lf_ui:2&rlfi=hd:;si:

Hier noch jemand mit aktiven und passiven Lautsprechern im Angebot:
http://www.clausbuecheraudio.de/
Jens1066
Inventar
#15 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:08

Sorge mich blos um die Raumakustik, weil ich befuerchte, dass man als Laie die Probleme und deren Ursachen vermutlich gar nicht erkennt und sie damit auch nicht beseitigen kann.

Wie Don_Tomaso schon geschrieben hat, es ist kein Hexenwerk und es muss ja nicht alles auf einmal passieren. Vom Kauf unserer Lautsprecher, bis zum jetzigen Stand (der schon ganz ordentlich ist), hat es beinahe 4 Jahre gedauert.


Meist reichen einfach ein paar Möbel und Grünzeug, dann klingt es schon ordendlich.

So einfach ist es leider nicht ganz und jeder der diverses probiert hat, wird es bestätigen können. Was ist ordentlich?
Ich persönlich dachte auch, bei mir klingt es ordentlich. Jeder Schritt den ich danach gemacht habe, hat so viel mehr an Präzision, Breite und Differenziertheit gebracht, was ich nie geglaubt habe. Das ganze ohne jeglichen Komponentenwechsel. Nur Aufstellung und raumakustische Maßnahmen im Wert von unter 100 Euro.

Ist in etwa so, wie wenn ich immer beim Imbiss esse, was mir gut schmeckt. Dann geh ich zum ersten mal in ein gut bürgerliches Restaurant und denke, besser geht es nicht. Dann ess ich im gehobenen Restaurant.....

Setze doch mal Fotos und eine bemaßte Skizze vom kompletten Raum ein. Anhand von diesen kann man schon mal eine Tendenz erkennen und grundsätzliche Empfehlungen machen.
basti__1990
Inventar
#16 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:25

philmg2 (Beitrag #11) schrieb:

Ein Trip nach Duisburg

Etwa zu Speaker Heaven?
Da will ich auch unbedingt mal hin.
Dort gibts Bausätze, die man aber auch als Fertiglautsprecher kaufen kann.
Bis 5000€ (Fertiglautsprecher) gibts da
http://www.speakerheaven.de/fertiglautsprecher/celline.html
http://www.speakerheaven.de/fertiglautsprecher/network60.html
http://www.speakerheaven.de/fertiglautsprecher/faktum.html
Anro1
Inventar
#17 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:25
Phil

selberbauen, ja ! wenn IMHO folgende Bedingungen erfüllt sind, ansonsten
wird das Ergebnis nie und nimmer von der Ausführungsqualität und vom Preis/Leistungsverhältnis
mit kommerziell gefertigten Geräten mithalten können.

Ich baue seit >40 Jahren Lautsprecher und Verstärker unterschiedlichster Größe und Bauart.
Wenn die folgenden Bedingungen nicht erfüllt sind, und Du nicht eine Menge Geld verbrennen
möchtest, dann besser Finger weg von DIY.

0)Spass am Eigenbau, am kreativen Umgang mit Holz, Alu, Acryl, Farbe, Lötkolben, Bauteilen, Stoff
und Werkzeugen.
1)Handwerkliche / elektrotechnische Ausbildung ?
2)Eigene Werkstatt mit guter Schreinereiausrüstung vorhanden, oder zumindest Zugriff auf solche?
3)Lackiererfahrung oder Zugriff aus solche.
4)Laborarbeitssplatz mit elektrotechnischem & elektroakustischen Messegeräten oder PC + Soundkarte und entsprechende Erfahrung damit. Zumindest Zugriff auf einen erfahrenen DIY Hobbyisten
5)Zeit, Ausdauer und Frustrations Toleranz :-) DIY wird wenn man Spitzenergebnisse im Lautsprecherbau erzielen möchte schnell ein 300-400 Stunden Projekt mit Kosten von >2000-3000 Eu für ein Pärchen.

Grüsse und viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung
Mickey_Mouse
Inventar
#18 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:35
also das kann ich so nicht ganz unterschreiben!

es ist auch alles eine Frage "wie viel Prozent DIY muss es sein"?

Für viele Bauvorschläge bekommt man das Holz fertig geschnitten und gefräst, alles fertig. Natürlich muss man dann immer noch eine "Werkstatt" haben um das richtig zusammen zu leimen.

Und das Ergebnis kann man dann zum Lacker bringen. Muss er noch den Basisaufbau/Grundierung machen, dann kostet das natürlich auch wieder extra.

Wenn man einen fertigen Bausatz/plan nimmt, dann braucht man keinerlei Messequipment. Die notwendigen Lötkenntnisse habe ich meinem 13 jährigen Neffen in nichtmal 10 Minuten beigebracht. Auch wenn sein Physik Unterricht bisher noch nicht auf Kondensatoren und Induktivitäten eingegangen ist, haben seine Schulkenntnisse bereits dazu ausgereicht den "Schaltplan" zu lesen und die Bauteile richtig miteinander zu verdrahten.

Aus meiner Sicht gilt 5) nur, wenn man meint alles selber machen zu müssen und man sich nicht auf ausgereifte Bauvorschläge verlässt!
Anro1
Inventar
#19 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:43
Der TE sprach von 5000Eu Invest Volumen.
Da bekommt man gebraucht schon was ganz Vernünftiges, vorallem wenn man sich
vorab informiert, sich ein wenig Zeit läßt, und gut verhandelt.

DIY <und> Ergebnis hängt immer vom Anspruch ab, völlig überteuerten
Eigenbaumurks findet man dann auf Ebay-Kleinanzeigen etc.. oder auf der Müllkippe.

Zwischen Wunschgedanken aka Selbstüberschätzung und Realität klafft meistens eine
ganz schöne Lücke
Mickey_Mouse
Inventar
#20 erstellt: 06. Mrz 2016, 19:50
ich verstehe schon was du meinst, deshalb habe ich auch keine DiY LS obwohl ich davon "schwärme"!
D.h. ich habe welche, aber die habe ich nicht selber gebaut. Ich hätte gar nicht den Nerv dazu.

Aber ein "Laborarbeitssplatz mit elektrotechnischem & elektroakustischen Messegeräten" ist für Nachbau eines Bauvorschlags definitiv nicht notwendig!
Anro1
Inventar
#21 erstellt: 06. Mrz 2016, 20:03
Der TE sprach von einer Anlage, ich habe das so verstanden das auch Verstärker Selbstbau /
respektive DIY Aktiv-Lautsprecher etc.. in Frage kommen ??

Wie auch immer, habe zum Beispiel mal folgendes in hervorragendem Zustand gekauft:
-Watt/Puppy 3/2 für 3000Eu in Schwarz Klavierlack
-Cayin CD 17 für 800Eu
-Exposure 3010 S2 Vollverstärker 800Eu

Je nach Geschmack kann man anstatt Wilson Audio auch LSP´s von Audio Physic, Cabasse,
Klipsch, Kef, ProAC, PCM, Odeon bis zu Zingali oder 50 anderen Marken einsetzen.

Für 4600Eu, kannst Du IMHO jetzt sehr lange basteln um auch nur annähernd Gleichwertiges in der
Ausführungsqualität zu erzielen.


[Beitrag von Anro1 am 06. Mrz 2016, 20:04 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#22 erstellt: 06. Mrz 2016, 20:28
Ok, wenn wir über den Selbstbau eines Verstärkers reden, dann ist das etwas völlig anderes!
ingo74
Inventar
#23 erstellt: 06. Mrz 2016, 20:48

philmg2 (Beitrag #1) schrieb:
Angenommen ich habe kein equipment und moechte zum Beispiel fuer 5000 EUR eine bestmoegliche Anlage zusammenstellen.

5000€ ist für Stereo ein ordentliches Budget. Bestmöglich ist abhängig vom eigenen Klanggeschmack und von der Hörsituation, daher sollte man die LS kaufen, die dazu passen. Teurer wird es meist, wenn dazu ein gewisser Anspruch an Optik, Haptik und Prestige kommt.



Ich habe Schwierigkeiten, mir eine Vorstellung zu machen, wie Boxen von Markenherstellern (e.g. B&W, ELAC) gegenueber beispielsweise Boxen von speakerheaven.de zu beurteilen sind, wenn man das gleiche Kapital investiert.
Also wie gross sind tatsaechlich die Unterschiede? Bewegen sich die einen in einer voellig anderen Welt als die anderen? Oder sind die gar nicht so weit auseinander.

Die Unterschiede können extrem sein, müssen es aber nicht. Das fängt mit dem Design, der Optik und der Qualität des Gehäuses an und endet beim "Klang".
Es gibt recht objektive Kriterien beim "Klang", das wären ua. der Frequenzbereich, der laut wiedergegeben werden kann, dazu die Linearität, das Abstrahlverhalten, Klirr etc.
Es gibt nun verschiedene Konzepte (Direktstrahler, Rundstrahler, Dipol, Elektrostaten etc.), Kompaktlautsprecher, Standlautsprecher, große und kleine Lautsprecher, Wandlautsprecher, Einbaulautsprecher usw. und für jede gibt es den passenden Einsatzzweck.

Wenn du nun Kleinhersteller wie Speakerheaven mit großen Herstellern wie B&W oder Elac vergleichen willst, wird es zB wegen der gerade genannten Punkte schwer.
Dennoch kann man eines sagen, ohne die Lautsprecher gehört und verglichen zu haben - Speakerheaven nutzt sehr hochwertige und sehr teure Chassis, dh das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut, wenn einem die Optik gefällt. Qualitativ sind die Gehäuse ebenfalls sehr gut.
Daher ist Speakerheaven für viele ein Geheimtip.

Letztendlich kommt es aber immer darauf an, ob der jeweilige LS in deiner Hörsituation funktioniert und zu deinem Geschmack passt.
Jens1066
Inventar
#24 erstellt: 06. Mrz 2016, 20:53
Leute, ich glaube da wird ein bisschen viel rein interpretiert.


Ich habe Schwierigkeiten, mir eine Vorstellung zu machen, wie Boxen von Markenherstellern (e.g. B&W, ELAC) gegenueber beispielsweise Boxen von speakerheaven.de zu beurteilen sind, wenn man das gleiche Kapital investiert.

Ich habe das so verstanden, als wenn der TE hauptsächlich nach dem Unterschied von Lautsprechern der großen Hersteller und solchen Selbstentwicklern wie speakerheaven fragt.

Außerdem könnte es auch einfach eine fiktive Konstelation sein, denn er schreibt ja im Eingangspost.....

Angenommen ich habe kein equipment und moechte zum Beispiel fuer 5000 EUR eine bestmoegliche Anlage zusammenstellen.

Das klingt für mich eher nach einer Prinzipfrage und wie wir das sehen.
philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 06. Mrz 2016, 22:38
Hallo nochmal,

ja es ist richtig, mir ging es eher ums Prinzip, obwohl ich nun tatsaechlich auch eine Anlage kaufen moechte. Ich wollte einfach wissen, wie die alten Hasen zu Markenprodukten vs. Selbstentwicklern stehen. Haette es hier eine eindeutige Praeferenz gegeben, haette ich mich auch angeschlossen. So wie es assieht, gibt es aber von beiden Seiten Produkte mit gutem Preis/Performance Verhaeltnis. Man hoert eben oft, man bekaeme einen LS vom Selbstentwicklern, der quasi ebenbuertig beim Markenhersteller das 5-fache kostet. Diese Hypothese wollte ich gerne verifizieren.

Ich will nicht wirklich selbstbauen, da mir dafuer leider die Zeit fehlt. Daher wuerde ich schon eher einen fertigen LS wie z.B. von speakerheaven kaufen.
Und ich brauche die ganze Elektronik eben auch noch. Aber wenn ich den Empfehlungen hier folge, erst die LS, dann der Rest.

Ich habe mal Fotos vom WOhnzimmer angehaengt, jeweils 1 fuer alle 4 Seiten. Das Zimmer ist ca. 25 qm gross und die Boxen sollen rechts und links vom Fernseher platziert werden. Hoermittelpunkt ist auf dem Sofa ca. 3,5 m weit vom Fernseher.
wohnzimmerwohnzimmerwohnzimmerwohnzimmer

Hier noch mal ein paar Antworten zu den Standard-Kaufberatungsfragen:
-Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
5000 insgesamt inkl. Elektronik

-Wie groß ist der Raum?
ca. 25 qm

-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden? (eine kleine Skizze mit Aufstellungsort, Möbeln und Hörplatz ist sehr hilfreich)
Wie auf den Fotos gezeigt neben dem Fernseher.

-Sollen es Standlautsprecher, Kompakte, ein Sub/Sat System oder sonst was werden?
Standlautsprecher

-Wie groß dürfen die Lautsprecher werden?
Egal

-Steht ein Subwoofer zur Verfügung? (wenn ja, bitte genau beschreiben)
nein

-Welcher Verstärker wird verwendet?
Hab noch keinen, brauche aber Empfehlungen, Was die Datenquelle angeht, habe ich so gut wie nur Dateien von meinem Synology NAS plus Spotify. Keine CDs oder Platten. Also eine Loesung, die mit fuer Streaming gemacht ist waere wohl ideal.

-Was soll über die Lautsprecher gehört werden ?
Hauptsaechlich Pop, R&B, Elektro/Techno, n bisl Klassik

-Wie laut soll es werden?
Absolute Lautstaerke ist nicht Prioritaet, klar will ich auch mla ordentlich laut hoeren, aber muss nicht ein Stadion beschallen.

-Wie tief sollen die Lautsprecher kommen (Hz)?
weiss nicht, einen ordentlich tiefen Bass mag ich aber sehr.

-Wird großer Wert auf Neutralität gelegt?
Das kann ich noch gar nicht sagen.

- Welche Lautsprecher wurden bisher gehört und was hat daran gefallen/nicht gefallen?
Leider noch unzureichende Erfahrungswerte. Ich tendiere aber wohl eher dazu, klare und dymanische Klaenge zu moegen, als softere.

-Wird auf irgend etwas Spezielles Wert gelegt (Breitbänder, Sub-Sat Kombination, geschlossene Bauweise, Anzahl der Wege, Hersteller, Aktivbox, Horn...usw.)
Klar, um die Chefin zu Hause zu ueberzeugen muessen die Dinger eben schick sein. Kommt man nicht drum rum.

- Standort + Radius (wg. Händler/Produktempfehlung + wie weit bist Du bereit zu fahren)
wohne in Bad Vilbel bei Frankfurt, richtig Ruhegbeit ist ok, da bin ich eh oefter
ingo74
Inventar
#26 erstellt: 06. Mrz 2016, 22:47

philmg2 (Beitrag #25) schrieb:
Man hoert eben oft, man bekaeme einen LS vom Selbstentwicklern, der quasi ebenbuertig beim Markenhersteller das 5-fache kostet. Diese Hypothese wollte ich gerne verifizieren.

Ist hier im Forum bereits dutzendfach besprochen worden - wenn du dir einen Bausatz kaufst, dann ist es abhängig vom Gehäuse, dh Optik und Haptik, ob, wie und in welcher Preisklasse dieser Bausatz mit anderen Lautsprechern konkurriert.

Ansonsten - wenn du ein brauchbares Ergebnis im klanglichen Sinne (Klangloslösung, Bühnenaufbau, Ortung, Präzision etc.) haben möchtest, dann ist deine jetzige Hörsituation keine gute Voraussetzung...
Janine01_
Inventar
#27 erstellt: 06. Mrz 2016, 22:54
Bin hier eigentlich stiller Mitleser wegen DIY weil das ist überhaupt nicht mein Ding da ich 2 Linke Hände hab.
Aber wenn ich das Bild von der Front so einschätze wo willst du denn da Standlautsprecher optimal aufstellen es wäre vielleicht gut von der gesamten Front ein Bild einzustellen dann kann man alles besser einschätzen ich denke du kommst mit Kompakten und einem Sub besser weg.


[Beitrag von Janine01_ am 06. Mrz 2016, 22:55 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 06. Mrz 2016, 23:31
an TE, kennst du die regeln? das sollte dich mehr beschäftigen als die frage ob fertig oder diy oder passiv und aktiv.
http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html
philmg2
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 07. Mrz 2016, 11:44
Ja die regeln habe ich mir angeschaut. Ich wuerde sicher die front etwas umgestalten muessen, aber das ist ok, solange meine frau noch mitspielt. Ich wuerde das board mit dem Fernseher weiter nach links ruecken und die lampe entfernen, so dass Platz entsteht. Waere es dann immernoch eine schlechte Ausgangssituation?

Noch eine Anmerkung. Wir wohnen sicher nicht fuer immer in diesem Haus und ich plane schon langfristig einen eigenen Musikraum zu schaffen. Der ist aktuell nicht verfuegbar, weshalb die Anlage eben im Wohnzimmer stehen soll. Ich moechte aber nun nicht wegen des limitierten Wohnzimmers etwas kaufen, was kleiner ist und spaeter fuer das Musikzimmer dann nochmal kaufen.
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