Vollverstärker Yamaha A-S701 gegen DENON PMA-800NE

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elubitsch
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Dez 2018, 18:52
Bei meiner alten Anlage aus den 70/80ern müssen nun doch einige Komponenten ersetzt werden. Mein geliebter Onkyo A-8670 Verstärker wurde für 200€ überholt und ist doch den Weg alles Irdischen gegangen. Danach habe ich einen JVC A-77, bei dem sich nun auch die Alterserscheinungen zeigen und noch einmal will ich das Risiko nicht eingehen, daß er nach einer teuren Überholung wieder nur begrenzte Zeit läuft. Also muß ein neuer Vollverstärker her.
Zwei Geräte kommen für mich derzeit in Auswahl:

- Der Yamaha A-S701 und der
- Denon PMA-800NE

Optisch besser gefällt mir der Denon aber ich bin etwas skeptisch, ob er kraftvoll genug ist für meine mittlerweile fas 40 Jahre alten JBL L100 (identisch mit den Studio Monitoren) mit hart aufgehängtem 30cm-Bass, die immer noch phantastisch klingen und daher bleiben sollen. Der Yamaha liefert immerhin 2 x 100W RMS an 8 Ohm, der Denon die Hälfte und das bei deutlich höherem Klirrfaktor.

JBL L100, ca. 1980

Kann mir jemand einen Tip geben ?
Amperlite
Inventar
#2 erstellt: 06. Dez 2018, 19:36
Wenn du "übliche" Lautstärken hörst, dann sollte der Denon auch genügen.
Der Klirrfaktor ist bei beiden auf völlig ausreichend (niedrigem) Niveau, der Lautsprecher selbst macht deutlich mehr.
WiC
Inventar
#3 erstellt: 06. Dez 2018, 20:21
Nimm den Yamaha A-S501, Top Preis - Leistung und reicht locker.

LG
Tywin
Inventar
#4 erstellt: 06. Dez 2018, 20:45
Hallo,

beide oben genannten Geräte finde ich hinsichtlich Preis/Leistung/Ausstattung gar nicht überzeugend. Ich würde wenn es so etwas in dieser Preislage sein müsste zum A-S501 greifen.

LG Michael
ATC
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 06. Dez 2018, 21:57
Hallo,

wenn junge Gebrauchte auch möglich wären, würde ich einen Denon PMA 1510AE oder einen Onkyo A 9070 in Betracht ziehen.
elubitsch
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 07. Dez 2018, 11:10
Vielen Dank erst mal für die schnellen Antworten.

Der Denonn 1510 bzw. 1600 scheidet weniger aus finanziellen Gründen aus sondern weil er für mein Regal mit 41 cm einfach zu tief ist. Da sind die 39 cm des Yamaha schon die Schmerzgrenze.

Ich werde wohl einfach versuchen, ob ich einen Händler finde, der mich mal einen Denon 800 nach Hause nehmen und ausprobieren läßt aber der Tip mit dem Yamaha 501 ist sicherlich bedenkenswert. Die beiden schaue ich mir mal an.

Besten Dank

Elubitsch
elubitsch
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 11. Dez 2018, 10:22
Gestern konnte ich mich in einem Münchner HiFi-Studio lange mit einem Vertreter von Yamaha unterhalten, der mir nichts aufschwatzen wollte, mich letztlich aber dann davon überzeugte, statt des avisierten A-S701 nun doch einen Receiver R-N803D zu kaufen.

Da im Regal bei mir auch noch ein ehrwürdiger Tuner JVC T-X55 (damals Spitzenklasse), ein CD-Spieler Denon DCD-1420 (ca. 1983) und ein Kenwood DM-5090 MiniDisc-Spieler (den ich seit Jahren nicht benutzt habe), außerdem ein von mir selbst ca. 1975 neu gekaufter Thorens TD 166 (Tonarm TP 11 und Tonkopf TP60 mit Ortofon VMS30 Mk II) stehen und meine Frau ohnehin mit Argusaugen auf den Platzverbrauch im Regal schaut, werde ich mich verkleinern. Außerdem habe ich noch einen Tuner JVC T-X3 (nur mit Drehkondensator, ohne Stationstasten). Mein Pioneer CT-979 Deck habe ich längst abgegeben.

Der Yamaha R-N803D hat zwar viel "Digital-Firlefanz" den ich eigentlich nicht wollte aber nach der Vorführung hat er dann doch mein Interesse geweckt. Der Phonoeingang soll gut sein und mit meinen JBL L100 sollte er auch harmonieren.

So werde ich mich also auch ins Digital-Zeitalter aufmachen und mal Dinge probieren, die ich bisher (aus Bequemlichkeit?) abgelehnt habe, wie CDs in FLAC konvertieren usw. Behalten werde ich nur den CD-Spieler und den Thorens.

Nur, was mache ich mit meinen beiden Tunern und dem Mini-Disc Spieler? Irgendwie täte es mir in der Seele leid, die Dinger zu "entsorgen".

Grüße,
elubitsch
WiC
Inventar
#8 erstellt: 11. Dez 2018, 10:40

elubitsch (Beitrag #7) schrieb:
Der Phonoeingang soll gut sein und mit meinen JBL L100 sollte er auch harmonieren

Hat das der nette Herr von Yamaha gesagt der nichts aufschwatzen will ?

LG
Tywin
Inventar
#9 erstellt: 11. Dez 2018, 12:49
Hallo,


Der Phonoeingang soll gut sein


ein guter Phono-Entzerrer-Vorverstärker (Phono-Pre) zeichnet sich dadurch aus, dass ein solches internes oder externes Gerät elektrisch zu den Vorgaben für das mit dem Phono-Pre jeweils verbundene Tonabnehmersystem passt.

Die obige Aussage des "Verkäufers" ist sachlich falsch wenn das konkrete verbundene bzw. zu verbindende Tonabnehmersystem und die elektrische Eigenschaften der Verkabelung vom Tonabnehmersystem bis zum Phono-Pre im Zusammenhang mit der getroffenen Aussage keine Berücksichtigung gefunden haben.

Elektrisch unpassende Phono-Pre müssen technisch nachvollziehbar zu tatsächlich unterschiedlichem Klangergebnis führen die - wenn betroffene Frequenzen/Töne auf der Schallplatte vorkommen - immer messbar sind, aber nicht immer hörbar sind bzw. nicht immer (positiv/negativ) wahrgenommen werden (können).

Der Phonoeingang ist in einem solchen Fall technisch/faktisch "nicht gut".

Wirklich gute Phono-Pre zeichnen sich z.B. dadurch aus, dass sie an das Tonabnehmersystem und die Verkabelung elektrisch anpassbar sind, dass man die Vorverstärkung regeln kann, dass ein Subsonicfilter als zusätzliche Ausstattung vorhanden ist, dass das Gerät leicht verständlich und einfach zu bedienen ist ....

Ansonsten funktionieren zweckmäßige Phono-Pre ganz profan auch wenn unterschiedlich hohe Ausgangsspannungen zusammen mit den dadurch bewirkten unterschiedlichen gehörten Lautstärken den irrigen Eindruck von unterschiedlich gut funktionierenden Geräten bewirken können.

VG Tywin
Shugie
Stammgast
#10 erstellt: 14. Dez 2018, 13:25
Der Kenwood Mini-Disc-Player müsste aus 1998 sein.
Wenn der Player in ChampagnerGold ist und noch funktioniert, stelle mir einfach ein Angebot (inklusive Versand nach Österreich) per PN.
In der Farbe schwarz müsste das Angebot allerdings schon sehr sehr verlockend sein, damit ihc ihn Dir abnehme.
Nix für ungut.

Gruß aus den Bergen!


[Beitrag von Shugie am 14. Dez 2018, 13:26 bearbeitet]
elubitsch
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 15. Dez 2018, 21:16
Nun, jetzt habe ich mir doch den Yamaha R-N803D zugelegt - und bin restlos begeistert. Jetzt habe ich den ganzen "Digital-Firlefanz" den ich vorher verabscheut habe und der mir jetzt gefällt, auch wenn ich sicher nicht alles nutzen werde. FLAC über USB abspielen ist eine feine Sache, da kann ich langsam meine wichtigsten CDs rippen, ohne die Klangverluste von MP3 in Kauf nehmen zu müssen. Ein bißchen hat es gedauert bis ich kapiert habe, daß man USB-Datenträger im FAT32-Format formatieren muß, damit er sie erkennt. Das ist schon lästig, denn Windows sieht das eigentlich für Datenträger mit mehr als 32GByte nicht vor. Mit den im Web erhältlichen Hilfsmitteln geht es aber.
Das wichtigste: Der Klang. Ich hatte Bedenken z. B. wegen des Phono-Eingangs aber mit meinem Thorens TD166 / Ortofon VMS30MkII harmoniert der offenbar prächtig. Und vor allem: Meine Uralt Boxen JBL L100 bedient er mindestens genau so gut wie mein alter Onkyo A-8670 oder der JVC A-X77. Nach dem Hören der Genesis-CD "A trick of the tail" und danach der Vinyl LP Sade "Diamond Life" habe ich den früheren Wunsch nach anderen Lautsprechern wieder beiseite gelegt. Der Druck, den die 30cm Baßlautsprecher der JBL knochentrocken machen, den bekomme ich mit den KEF/Dali/Dynaudio, die ich in Betracht gezogen hatte, mit vertretbarem finanziellem Aufwand nicht her.
Allerdings trauere ich den Stationstasten meines alten Tuners nach, da ist die Bedienung des Yamaha doch gewöhnungsbedürftig, vor allem für meine Frau, die nicht 5 Tasten bedienen will um an ihren Lieblings-Sender zu kommen. Aber alles geht halt nicht.
Das YPAO habe ich heute ausprobiert und finde es eine tolle Sache für meinen etwas unorthodoxen Sitzplatz, der vom gleichschenkligen Dreieck aufgrund des WAF doch etwas abweicht.
Mir ist natürlich klar, daß sich HiFi-Puristen mit Abscheu abwenden werden (im Laden war gerade wieder ein HiFi-Guru, der sich für hunderte Euro Kabel gekauft hat) aber ich denke, wer sich mit einem überschaubaren Budget einen klanglich und ausstattungsmäßig respektablen Receiver kaufen will, der auf der Höhe der Zeit ist, sollte sich den Yamaha mal anschauen.
Grüße,
elubitsch
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