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Verstärker zu stark für Lautsprecher?

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Autor
Beitrag
kainach
Neuling
#1 erstellt: 24. Jan 2005, 11:00
Hallo Forenteilnehmer,
ich habe hier schon einige interessante Beiträge über Verstärker und Lautsprecher gelesen. Doch schlauer bin ich leider nur ein bißchen geworden.
Daher hoffe ich, dass mir jemand einen Tipp zum Verstärkerkauf geben kann.
Konkret habe ich den Harman/Kardon HK670 ins Auge gefasst,
der erstens in Graz um 333.- Euro zu haben wäre und zweitens
in Stereo 2/02 ein gutes Testergebnis erzielt hat.
Allerdings weiß ich nicht, ob dieser Verstärker nicht zu stark für meine Lautsprecher sind.
----------------------------------------
Hier die Daten:

Lautsprecher: Mission 760i, 2-way-reflex; recommended
amplifier output power: 25-75 W/CH; nominal impedance: 6 Ohms

NENNWERTE Harman/Kardon HK670 Vollverstärker
Dauer-Ausgangsleistung pro Kanal (FTC) an 8 Ohm: 80 Watt bei <0,09% THD
20 Hz bis 20 kHz, gemessen in beiden Kanälen an 4 Ohm: 120 Watt bei <0,3 % THD

Dynamische Ausgangsleistung pro Kanal an 8 Ohm: 115 Watt
(IHF, 1 kHz Tone Burst) an 4 Ohm: 200 Watt
an 2 Ohm: 310 Watt

Maximale Stromlieferfähigkeit (HCC) ±75 Ampère

Leistungsbandbreite bei halber Ausgangsleistung an 8 Ohm: <10 Hz bis 150 kHz

Frequenzgang bei 1 Watt (+0/-3 dB) 5 Hz bis 150 kHz

Dämpfungsfaktor (20 Hz bis 20 kHz) > 125

Fremdspannungsabstand, bezogen auf Nenn-Ausgangsleistung,A-bewertet Tuner/CD 95 dB
Phono (MM) 75 dB
Eingangsempfindlichkeit/Impedanz Tuner/CD 270 mV/43 kOhm
Phono (MM) 4 mV/47 kOhm
Eingangs-Übersteuerung Tuner/CD 6 V
Phono (MM) 110 mV

Einstellbereiche Bässe bei 50 Hz; Höhen bei 10 kHz jeweils ±10 dB
Spannungsversorgung Wechselspannung 230 V, 50/60 Hz
Leistungsaufnahme 345 Watt[b]
---------------------------------------------

Musik: Klassik, Jazz, Rock (Kein Metal mehr), kein Techno

Für einen Tipp wäre ich euch dankbar!
Grüße
Oskar
MH
Inventar
#2 erstellt: 24. Jan 2005, 12:38
Zu stark gibt es nicht. Ein kräftiger, laststabiler Amp ist das ungefährlichste was Du Deinen Boxen antun kannst.

Gruß
MH
Esche
Inventar
#3 erstellt: 24. Jan 2005, 12:48
tag

richtig, um so stärker/laststabieler der verstärker ist, um so weniger besteht die gefahr, dass der ls durch clipping schaden nimmt.

davon abgesehen gute kombination, neutraler ls und runder verstärker

grüße
Able_to_skin
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Jan 2005, 12:54
davon abgesehen kriegst du mit 80Watt deine Ohren mehr als kaputt...
Mr.Stereo
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2005, 13:00
MH hat es auf den Punkt gebracht und ich möchte es eigentlich hier nicht verwässern, habe aber noch zwei Anmerkungen.
Mission ist dafür bekannt, dass sie keinen sehr hohen Wirkungsgrad haben, und obwohl Du ihn hier nicht erwähnt hast, ist dieser sehr entscheidend, um die richtige Kombination mit dem Verstärker zu ermitteln.
Grunsätzlich kann es nicht schaden (es ist aber auch nicht dringend erforderlich) wenn der Amp mehr Leistung hat, als die LS vertragen können, weil so im Grenzbereich mehr Reserven vorhanden sind und es meisst die Grenzverzerrungen (Clipping) des Amps sind, die den LS zerstören.
Man sollte der Leistung aber im allgemeinen nicht so viel Bedeutung beimessen, da sie im normalen Höralltag nur eine untergeordnete Rolle spielt.
So ist mit einem 20-Watt Verstärker an einer Wirkungsgradstarken Box in einem mittelgroßen Hörraum schon eine große Lautstärke zu erreichen.
Es gibt viele leistungsschwache Anlagen, die bis zu einer bestimmten Lautstärke besser klingen, als gleichteure Wattgiganten.
Stefan23539
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 24. Jan 2005, 13:00
verbessert mich jetzt bitte...
ich hatte mal ältere ls.
die hab ich ich ein bisschen aufgedreht..
dannachhaben sie sich nicht mehr gut angehört.
zum fachmann mit den teilen und der sagte mir dass die spule kaputt wäre.
grund:amp hat zu viel watt.
was meint ihr dazu?
Stefan
Mr.Stereo
Inventar
#7 erstellt: 24. Jan 2005, 13:04
Ich nehme an, dass Du "fachmann" nicht ohne Grund klein geschrieben hast.
Mr.Stereo
Inventar
#8 erstellt: 24. Jan 2005, 13:12
Polemik beiseite, es bewegt sich alles in gewissen Grenzen.
Wenn Du mit einem Auto eine gewisse Geschwindigkeit erreichen willst, wirst Du einen kleinen Motor eher überdrehen, als einen großen. Nur was bringt Dir das, wenn das Fahrwerk nicht für höheres Tempo ausgelegt ist.
Wenn Du eine ältere, evt. wenig Leistung vertragende Box hast, bringt Dir ein fetter Verstärker nicht unbedingt mehr Lautstärke, irgendwann ist sie dann einfach überlastet.
Du hättest vielleicht einfach etwas weniger weit aufdrehen sollen.
Stefan23539
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 24. Jan 2005, 13:42
das ist es ja gerade.
ich habe sie nicht bis zur schmerzgrenze aufgedreht.
und fachmann habe ich kleingeschrieben weil ich hier alles klein schreibe!
mit fachmann meine ich einen ehemaligen besitzer eines hifi laden.
ist ja aber auch egal...
Stefan
Mr.Stereo
Inventar
#10 erstellt: 24. Jan 2005, 13:48
Hi Stefan, was war das denn für eine Box, die Du da zerschossen hast?
Wichtig wäre auch zu wissen, ob DU mit Loudness gehört hast, denn diese Schaltung ist bei "falscher" Anwendung oft der Boxenkiller Nr.1.
Stefan23539
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 24. Jan 2005, 14:00
es war ein alter dual subwoofer mit zwei 25er bässen.
ja ich hab damals mit loudness gehört...
Stefan
Mr.Stereo
Inventar
#12 erstellt: 24. Jan 2005, 14:21
Unter Verwenung von Loudnes werden bestimmte Frequenzen um ca 10 db angehoben und machen die angegebenen Leistungsdaten somit irrelevant.
Diese Schaltung ist eigentlich entwickelt worden, um die unteren Frequenzen bei leisem Hören anzuheben. Bei hohen Pegeln sollte sie ausgeschaltet sein.
MH
Inventar
#13 erstellt: 24. Jan 2005, 15:13
gefährlicher als loudness oder bass boost ist nur noch Alkohol

Gruß
MH
Mr.Stereo
Inventar
#14 erstellt: 24. Jan 2005, 15:22
Ich hab mal auf einer Privatparty über eine kleine Hifi-Anlage aufgelegt.
Dabei musste ich mit viel Fingerspitzengefühl immer darauf achten, die kleinen Boxen nicht zu überlasten.
Als ich dann durch einen anderen "DJ" abgelöst wurde, war die Party plötzlich zu Ende.
Ihm waren's zuwenig Bässe und so hat er die Loudnesstaste gedrückt...
Docker
Stammgast
#15 erstellt: 24. Jan 2005, 15:45
Hi

Klar kannst du mit einem Starken Verstärker schwache Boxen zerschiesen, allerdings muss man dazu schon fast taub sein!
Erklärung: Die Leistungsangaben (in Watt)der meisten Ls beziehen sich auf die Elektrische Belastbarkeit.
Es gibt aber auch eine Maximale Mechanische Belastbarkeit (Hubvermögen der Treiber) die meist deutlich unter der elektrischen liegt.
D.h. dass der Treiber schon lange bevor er Rauchzeichen gibt anfängt laut zu klatschen, da die Spule an der Polplatte anschlägt.
Und das ist deutlich hörbar, ab da musst du halt leiser drehen!
Die Gefahr eines zu schwachen verstärkers besteht darin, dass das o.g. Clipping ohne hörbare Vorwarnung (mal abgesehen von Verzerrungen)
beginnt und schon ein paar Takte Musik reichen um die Box zu schiesen.
MH
Inventar
#16 erstellt: 24. Jan 2005, 16:00
hi,

ich habe bisher mehrfach Erfahrung mit verbrannten Hochtönern (Kappa 9A) aber durchgebrannte Bässe? Das sollte man doch rechtzeitig hören.

Gruß
MH
mst-ton
Stammgast
#17 erstellt: 24. Jan 2005, 16:03
@Mr. Stereo

Vollständig richtig - Einen vollständigen Schutz vor Fehlbedienung gibt es leider nicht.

Wenn die Endstufe zu klein ist sterben die Lautsprecher am Clipping der Endstufe. Wenn die Endstufe zu stark ist sterben die Lautsprecher an thermischer Überlastung.

Es hilft nur aufmerksames Hören oder der Einsatz von Schutzeinrichtungen.

Im Partybereich, dort wird ja dann meist mit einem zusätlichen Mischpult gearbeitet, könnte man einen Limiter zwischen Mischpult und Endstufe schalten.
Wenn das Musiksignal zu stark in den Limiter spielt, ändert sich dann leider extrem die Dynamik des Musiksignals. Wenn nun ein Hifigerät (Hifi-Endstufe) angesteuert wird, könnte dieses wiederum thermisch überlastet werden. Denn es liegt plötzlich ein anderer Crestfaktor ( Verhältnis von Spitzenlast zu Effektivlast) vor.
kainach
Neuling
#18 erstellt: 24. Jan 2005, 19:21
Hallo und Danke für die sachdienlichen Hinweise!
Wollte ja wissen, ob Verstärker bei "normaler" Zimmerlautstärke die LS beschädigen kann. Ein Bekannter deutete so etwas an. Bin nun überzeugt, dass da nichts sein kann. Ein paar "Ausrutscher" werden die LS wohl vertragen.
Loudness schalt ich beim jetzigen Verstärker nur dazu, wenn ich leise höre.

Kann jemand sagen, ob man anhand der technischen Daten eines
Verstärkers oder von LS eruieren kann, wie gut das Gerät bei
Klassik und/oder Jazz klingt bzw. wie die basslastigen Rocksongs verarbeitet werden.

Eine ganz andere Frage ist, ob man einen Verstärker (meinen alten von Pioneer)mit Kontaktspray so behandeln kann, dass er nicht mehr Störgeräusche von sich gibt. Am Lautstärkeregler (im Gehäuse)habe ich es versucht - funktionierte dann auch eine Zeit. Dann wieder ist der Ton auf einem Kanal fast weg, bis auf ein paar Knackser. Auch den Stereo/Mono-Schalter hab ich im Verdacht. Aber vielleicht ist die Kiste schon halb hinüber. Ein Fachmann, der solche Geräte in einer Firma repariert, sagte, am Lautstärkeregler müssten Trichter sein, in die man den Kontaktspray hineinsprüht - hab solche aber nicht gefunden.
Habe es auch mit anderen LS-Kabeln versucht.

Danke und Grüße
Oskar
Tom_Sawyer
Stammgast
#19 erstellt: 24. Jan 2005, 19:34
@kainach

Kann jemand sagen, ob man anhand der technischen Daten eines
Verstärkers oder von LS eruieren kann, wie gut das Gerät bei
Klassik und/oder Jazz klingt bzw. wie die basslastigen Rocksongs verarbeitet werden.


Aufgrund der technischen Daten kann man nur beurteilen ob Gerät schrott oder technisch in Ordnung ist. Ob ein Gerät, das technisch in Ordnung ist, gut klingt, können nur die eigene Ohren feststellen.
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