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Was haltet ihr von Geräte-Plagiaten

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Autor
Beitrag
TShifi
Stammgast
#1 erstellt: 20. Jul 2010, 11:10
Da das Therma in anderen Threads immer wieder aufkommt, möchte ich hier einen eigenen dafür eröffnen.

Was haltet ihr von Geräte-Plagiaten?

Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 20. Jul 2010, 11:31
Hallo,

das Thema entstand im Verlauf dieses Threads.
Das nur zur Erläuterung.

Ich halte Plagiate übrigens für Diebstahl.
Mittlerweile tummeln sich ja eine ganz Reihe vermeintlicher "Marken" - vorwiegend chinesischer Herkunft - im Markt, die ganz offensichtliche Vorbilder haben. Mir sind solche Produkte schlicht zuwider.

Grüße
Frank
Haiopai
Inventar
#3 erstellt: 20. Jul 2010, 11:44
Da schließe ich mich mal an Hüb , wobei ich diese Plagiats Problematik aber auch als hausgemacht sehe .

Wer im Vorwege dachte China auf unbegrenzte Zeit als billigen Produktionsstandort nutzen zu können , ohne das so etwas passieren würde , der muss von Gier wahrlich geblendet gewesen sein .

Gruß Haiopai
Passat
Moderator
#4 erstellt: 20. Jul 2010, 12:22
Ich halte davon absolut nichts.

Diese Plagiate täuschen dem Käufer eine Qualität vor, die nicht annähernd eingehalten wird.

Im Übrigen werden Plagiate auch vom Zoll beschlagnahmt und vernichtet.

Da hilft auch kein Selbstimport.
Wenn man z.B. in China eine billige Rolex Armbanduhr-Kopie kauft und sich die den Arm bindet und es fällt am deutschen Zoll auf, das die Uhr ein Plagiat ist, wird die Uhr beschlagnahmt und vernichtet. Außerdem muß man noch mit einer Strafe rechnen.

Bei UE scheinen aber die Hersteller und Vertriebe nicht so aktiv gegen Plagiate vorzugehen wie bei anderen Produktsparten.

Grüsse
Roman
Boettgenstone
Inventar
#5 erstellt: 20. Jul 2010, 13:13
Hallo,
echte Plagiate sind Ideendiebstahl.

Der Knackpunkt ist; wo fängt das Plagiat an?!
Quasi 1 zu 1 Kopien von Rolex oder, sehr beliebt, die B&W 8xx Serie, Iphone/Braun die dazu passenden Kopien usw. sind ja eindeutig.


Bei UE scheinen aber die Hersteller und Vertriebe nicht so aktiv gegen Plagiate vorzugehen wie bei anderen Produktsparten.

Gegen was willst du da auch vorgehen? Weil ein Gerät einen ähnlichen Aufbau hat wie ein anderes?
Kaum möglich, der Aufbau von dem Kopfhörerverstärker oben macht Sinn und so wurden Geräte schon vor 60 Jahren aufgebaut.

Die Schaltung vom Chinaverstärker ist garantiert aus einem alten Verstärkerbaubuch abgeguckt, das ist so alt, dass das als Allgemeinwissen durchgeht.
So geht das bei vielen Sachen in der Unterhaltungselektronik. Richtig schützenswertes gibts da nicht mehr viel, weil fast alles schonmal irgendwo da war.

Wenn man genauer guckt werden viel Detaillösungen geschützt und natürlich Digitaltechnik und Software.
Blatthaller/Elekrostaten/Magnetostaten, Bändchen, elektrodynamische Lautsprecher alles Grundlagen und/oder Patente aus den 20er-30er Jahren.

Außer man machts wie Böse und lässt sich jeden Mist mit einem neuem Namen für einen uralten gut abgehangenen Schinken, wie die Transmissionline, schützen, dazu noch in der Hoffnung, dass dir niemand auf die Füße tritt weil Kosten/Nutzen zu zeigen, dass das eigentlich altes Wissen ist welches man als allgemein bekannt annehmen kann, nicht sonderlich toll aussehen.
Passat
Moderator
#6 erstellt: 20. Jul 2010, 13:38
Was will man an einer Rolex schützen?
Das Prinzip der Uhr ist seit Jahrhunderten bekannt.

Was will man an einem Kleidungsstück schützen?

etc. etc.

Es geht bei dem Schutz weniger um die Technik, sondern um die Optik und/oder den Markennamen, der verbotenerweise benutzt wird.

Wenn z.B. B&W sich die Optik seiner Lautsprecher schützen lassen würde, hätten die eine rechliche Handhabe gegen optische Kopien.

Grüsse
Roman
Murray
Inventar
#8 erstellt: 20. Jul 2010, 14:07
Hi,


Wenn z.B. B&W sich die Optik seiner Lautsprecher schützen lassen würde, hätten die eine rechliche Handhabe gegen optische Kopien.


man kann sich die Optik i.w.S. schützen lassen. Aber bis man so einen Prozess hinter sich hat, ist die erste Charge mit hunderten oder tausenden von Plagiaten (Bei Kleingeräten auch wesentlich mehr...) bereits verkauft. Letzlich ist also der Kunde "schuld" am Dilemma. Wer ein Iphone haben will und es sich nicht leisten kann, kauft halt ein optisches Plagiat, was aber qualitativer Müll ist. Letztendlich ist dann auch der Kunde unzufrieden und verdient hat eigentlich nur der Hersteller/Vertrieb...

Harry
Passat
Moderator
#9 erstellt: 20. Jul 2010, 14:32
Stimmt, Plagiate sind Betrug am Kunden.

Er bekommt nicht das, was er erwartet und ist dann entsprechend entäuscht und schiebt das dann auf den Hersteller des Originals.

Und dessen Ruf leidet auch drunter.

Plagiate schädigen also sowohl den Käufer der Plagiate als auch gleich auf 2 Arten den Hersteller des Originals: Umsatzeinbußen durch weniger Verkäufe des Originals und Rufschädigung durch die mangelnde Qualität des Plagiats, die wieder zu weniger Verkäufen führt.

Einzig der Hersteller der Plagiate und dessen Händler haben einen Nutzen.

Grüsse
Roman
Boettgenstone
Inventar
#10 erstellt: 20. Jul 2010, 14:32
Hi,

Passat schrieb:
Was will man an einer Rolex schützen?
Das Prinzip der Uhr ist seit Jahrhunderten bekannt.

Was will man an einem Kleidungsstück schützen?

etc. etc.


Da gibts im Detail und Aussehen schon noch was zu schützen aber Plagiatsvorwürfe weil eine chinesische Uhr auch ein rundes Gehäuse mit 3 Zeigern drin hat sind dann doch ein wenig hart.



Es geht bei dem Schutz weniger um die Technik, sondern um die Optik und/oder den Markennamen, der verbotenerweise benutzt wird.

Wenn z.B. B&W sich die Optik seiner Lautsprecher schützen lassen würde, hätten die eine rechliche Handhabe gegen optische Kopien.

Grüsse
Roman

Hat B&W meine ich auch, zudem erfüllt die Form bei der 8xx Reihe einen Zweck, außerdem waren sie eindeutig die ersten damit.
Ich sag ja, da ist das Plagiat völlig klar, selbst wenn die Kopierer zu blöd sind um die eigentliche Funktion mitzukopieren.
Bei 6 auf Stoß verleimten Brettern und 3-4 Löchern oder einem Kanal sieht das etwas anders aus...
Hüb'
Inventar
#11 erstellt: 20. Jul 2010, 14:41

Passat schrieb:
Er bekommt nicht das, was er erwartet und ist dann entsprechend entäuscht und schiebt das dann auf den Hersteller des Originals.

Mein Posting oben bezieht sich übrigens auch auf Plagiate im weiteren Sinne, also nicht bloß 1:1-Kopien von Markenprodukten, sondern auch (optisch) sehr enge Anlehnungen.
Murray
Inventar
#12 erstellt: 20. Jul 2010, 15:00
Moin,

es gibt schon dreistere Kopien als eine "Box". Ich kann mir optisch exakte Kopein von Tieftönern bekannter MArken besorgen. Inklusive "korrekter" Verpackung. Das Problem: Der Müll taugt so absolut überhaupt gar nichts.

Harry
cbv
Inventar
#13 erstellt: 20. Jul 2010, 15:05

Haiopai schrieb:
Wer im Vorwege dachte China auf unbegrenzte Zeit als billigen Produktionsstandort nutzen zu können


Alles richtig. Das Problem ist aber, dass Chinesen etwas anders ticken.

In ihren Augen sind die Nachbauten / Plagiate eine Ehre für die Originalhersteller. Denn würden die Originale nichts taugen, würde man sie nicht nachbauen (wollen).

Klingt komisch, ist aber so.
Haiopai
Inventar
#14 erstellt: 20. Jul 2010, 15:22

cbv schrieb:

Haiopai schrieb:
Wer im Vorwege dachte China auf unbegrenzte Zeit als billigen Produktionsstandort nutzen zu können


Alles richtig. Das Problem ist aber, dass Chinesen etwas anders ticken.

In ihren Augen sind die Nachbauten / Plagiate eine Ehre für die Originalhersteller. Denn würden die Originale nichts taugen, würde man sie nicht nachbauen (wollen).

Klingt komisch, ist aber so.


Hi , ich weiß cbv , das ist das was sie auch immer noch behaupten ,aber diese Erklärung nehme ich den Herrschaften schon lange nicht mehr ab , da geht es in erster Linie um Geld und zwar reichlich .

Gruß Haiopai
Murray
Inventar
#15 erstellt: 20. Jul 2010, 15:36
Hi,


In ihren Augen sind die Nachbauten / Plagiate eine Ehre für die Originalhersteller.


Quatsch. Die Japaner haben auch "nachgebaut", z.B. Autos. Das Problem: Die Produkte waren richtig gut, ohne Plagiate zu sein. Es geht tatsächlich nur um Geld. Es ist halt einfacher, schlecht zu kopieren...

Harry
TShifi
Stammgast
#16 erstellt: 20. Jul 2010, 16:06
Ich denke, dass man erst einmal überlegen sollte was ein Plagiate ist. Bei einer 1:1 Kopie inclusive der Verwendung des Markennamens ist das wohl klar. Das ist Betrug.

Aber wie sieht es hier im Hifi-Bereich aus (worum es hier ja geht), wenn es "nur" eine ähnliche Schaltung ist?

Und warum werden diese Geräte gekauft?

Natürlich gibt es auch absoluten Schund.

Aber gibt es diesen Schund nicht auch mit Markennamen darauf und CE Zeichen?
Und wenn dann der Preisunterschied noch extrem ist stellt der eine oder andere Verbraucher sich schon einige Fragen.

Und selbst bei renomierten Marken und auch im höherpreisigen Segment ist mittlerweile oft - Design in Europa/Manufactured in China gängige Praxis.

So erzeugt man Kaufverhalten.....

Außerdem haben auch schon vor vielen Jahren namhafte Wirtschaftsexperten gewarnt: Was wir heute billig in China etc. produzieren lassen kommt in 5-10 Jahren als Plagiate zu uns zurück. Leider stieß das meist auf taube Ohren.

Nur mal ein paar Gedanken.


[Beitrag von TShifi am 20. Jul 2010, 16:08 bearbeitet]
Murray
Inventar
#17 erstellt: 20. Jul 2010, 16:17
Hi,


Und warum werden diese Geräte gekauft?


weil man etwas haben möchte, was man sich nicht leisten kann.

Harry
TShifi
Stammgast
#18 erstellt: 20. Jul 2010, 16:32

Murray schrieb:
Hi,


Und warum werden diese Geräte gekauft?


weil man etwas haben möchte, was man sich nicht leisten kann.

Harry


Falsch. Ich kann mir das eine oder andere leisten.

Aber ich bin kritischer geworden. Oder willst du ernsthaft behaupten, dass die teilweise aberwitzigen Preise die von manchen "Herstellern" aufgerufen werden realistisch sind? Ich erspare mir hier Beispiele. Und das hat auch nichts mehr mit Mehrkosten für die Arbeitskraft oder besondere Innovationen zu tun. Das sind einfach Mondpreise, entstanden aus Gier. Wie schon gesagt, nicht alle, aber viele suchen darin ihr Heil. Es wäre doch z.B. wirklich mal interessant wie viel deutsche Arbeitskraft im Hifi Segment steckt. Denn die Industrie kommt ja oft mit dem alles erschlagenden Argument "Wir sichern heimische Arbeitsplätze".

"Leider" habe ich zu diesem Thema z.B. einen tiefen Einblick im Bereich der Industrie- und Automobiltechnik bekommen. Was da so abgeht.....
Ich sage nur: Viel Spass mit euren deutschen Marken-Mobilen und Orginalersatzteilen


[Beitrag von TShifi am 20. Jul 2010, 16:34 bearbeitet]
Murray
Inventar
#19 erstellt: 20. Jul 2010, 16:35
Moin,

nenn doch bitte mal so ein "gieriges" Beispiel von einem Gerät, was in Deutschland hergestellt wird...

Harry
TShifi
Stammgast
#20 erstellt: 20. Jul 2010, 16:41

Murray schrieb:
Moin,

nenn doch bitte mal so ein "gieriges" Beispiel von einem Gerät, was in Deutschland hergestellt wird...

Harry


Ich meinte nicht nur Germany. Sondern alle am Markt vertretenen Marken!-Hersteller.

Und um absolut beim Thema zu bleiben, woraus dieser Thread ja entstanden ist:

- Warum muss ein KHV Lehmann BCL 700,00 Euro kosten?

- Und lustig finde ich auch immer die viel beschorene Brandgefahr die von Produkten aus China ausgeht.
Die Geräte gibt es sicherlich. Aber schau doch nur mal die Steckernetzteile an die viele bekannte Markenhersteller ihren Geräten beilegen an. Billigste China-Ware. Brandgefahr?


[Beitrag von TShifi am 20. Jul 2010, 16:54 bearbeitet]
-Vintage-Fan-
Inventar
#21 erstellt: 20. Jul 2010, 16:47
Hallo zusammen

was ich viel schlimmer finde ist diese Unverfrorenheit sogar vom echten Namen nicht halt zu machen !

Von einer chinesischen Firma gibt es z.B. genau unter dem Namen Luxman in letzter Zeit Elektronik,Boxen usw. !!

Das hat mit der japanischen Firma Luxman gar nichts zu tun.

siehe
unter hifi-studio.de :
Luxman

Grüsse
TShifi
Stammgast
#22 erstellt: 20. Jul 2010, 16:50

-Vintage-Fan- schrieb:
Hallo zusammen

was ich viel schlimmer finde ist diese Unverfrorenheit sogar vom echten Namen nicht halt zu machen !

Von einer chinesischen Firma gibt es z.B. genau unter dem Namen Luxman in letzter Zeit Elektronik,Boxen usw. !!

Das hat mit der japanischen Firma Luxman gar nichts zu tun.

siehe
unter hifi-studio.de :
Luxman

Grüsse :prost


Da bin ich ganz deiner Meinung.

fplgoe
Inventar
#23 erstellt: 20. Jul 2010, 16:51
DIe Frage ist wirklich, 'was ist ein Plagiat'? Sind nicht alle Verstärker ähnlich aufgebaut? Meint Ihr nicht, dass Herr Denon bei Herrn Yamaha in den neu erschienenen Receiver schaut und sich Anregungen und Verbesserungen abschaut?

Die Grenze zwischen Nachbau und kopierten Eigenschaften ist da leider fließend.

Richtige Plagiate, eben die wirklich problematischen, sind die Billignachbauten, die wirklich nur die hochwertige Optik oder gleiche Eigenschaften vorgaukeln, im Extremfall sogar den Markennamen kopieren und billige Inhalte aufweisen. Das ist bei der Rolex nicht anders, als bei Billigfernsehern aus Fernost und noch schlimmer bei lebensgefährlichen Autos.

Oft kann man das schon am Preis (oder dem Händler am Strand von Malle) erkennen, manchmal müssen selbst Fachleute die Artikel im Detail begutachten, weil sie zu gut nachgemacht sind.

Prinzipiell machen Chinesen alles nach, was ihnen interessant erscheint, manchmal wird ohne Zutun des Konstrukteurs abgekupfert und teilweise sind eben die Hersteller selber Schuld, weil sie Ihr KnowHow in den fernen Osten exportiert haben, um dort selber billiger bauen zu können.

Der einzige Schutz ist etwas Fachverstand und gesunde Skepsis, wenn etwas einfach zu unverhältnismäßig gut erscheint.


[Beitrag von fplgoe am 20. Jul 2010, 16:52 bearbeitet]
-Vintage-Fan-
Inventar
#24 erstellt: 20. Jul 2010, 16:55

fplgoe schrieb:
DIe Frage ist wirklich, 'was ist ein Plagiat'? Sind nicht alle Verstärker ähnlich aufgebaut? Meint Ihr nicht, dass Herr Denon bei Herrn Yamaha in den neu erschienenen Receiver schaut und sich Anregungen und Verbesserungen abschaut?

Die Grenze zwischen Nachbau und kopierten Eigenschaften ist da leider fließend.

Richtige Plagiate, eben die wirklich problematischen, sind die Billignachbauten, die wirklich nur die hochwertige Optik oder gleiche Eigenschaften vorgaukeln, im Extremfall sogar den Markennamen kopieren und billige Inhalte aufweisen. Das ist bei der Rolex nicht anders, als bei Billigfernsehern aus Fernost und noch schlimmer bei lebensgefährlichen Autos.

Oft kann man das schon am Preis (oder dem Händler am Strand von Malle) erkennen, manchmal müssen selbst Fachleute die Artikel im Detail begutachten, weil sie zu gut nachgemacht sind.

Prinzipiell machen Chinesen alles nach, was ihnen interessant erscheint, manchmal wird ohne Zutun des Konstrukteurs abgekupfert und teilweise sind eben die Hersteller selber Schuld, weil sie Ihr KnowHow in den fernen Osten exportiert haben, um dort selber billiger bauen zu können.

Der einzige Schutz ist etwas Fachverstand und gesunde Skepsis, wenn etwas einfach zu unverhältnismäßig gut erscheint.


klasse Statement ! da bin ich Deiner Meinung !!
Ausserdem sind die Leute doch auch z.Teil selber schuld mit Ihrer Geiz-ist-geil Mentalität.Alles billig haben wollen und sich dann wundern.....
Passat
Moderator
#25 erstellt: 20. Jul 2010, 16:55

fplgoe schrieb:
Meint Ihr nicht, dass Herr Denon bei Herrn Yamaha in den neu erschienenen Receiver schaut und sich Anregungen und Verbesserungen abschaut?


Kann er machen, aber Yamaha ist ein spezieller Fall.

Yamaha baut nämlich eine Reihe seiner ICs selbst, da Yamaha eine eigene Halbleiterfabrik hat.

Und an die Yamaha-ICs kommen die anderen Hersteller ohne bei Yamaha anzuklopfen nicht dran.

Grüsse
Roman
TShifi
Stammgast
#26 erstellt: 20. Jul 2010, 16:56

fplgoe schrieb:

Der einzige Schutz ist etwas Fachverstand und gesunde Skepsis, wenn etwas einfach zu unverhältnismäßig gut erscheint.


Richtig. Und das dann in beide Richtungen.

TShifi
Stammgast
#27 erstellt: 20. Jul 2010, 16:59

Passat schrieb:

fplgoe schrieb:
Meint Ihr nicht, dass Herr Denon bei Herrn Yamaha in den neu erschienenen Receiver schaut und sich Anregungen und Verbesserungen abschaut?


Kann er machen, aber Yamaha ist ein spezieller Fall.

Yamaha baut nämlich eine Reihe seiner ICs selbst, da Yamaha eine eigene Halbleiterfabrik hat.

Und an die Yamaha-ICs kommen die anderen Hersteller ohne bei Yamaha anzuklopfen nicht dran.

Grüsse
Roman


Tja, und so etwas nennt man dann Innovation und dafür wird dann berechtigt auch Geld bezahlt.
Murray
Inventar
#28 erstellt: 20. Jul 2010, 17:04
Hi,


- Warum muss ein KHV Lehmann BCL 700,00 Euro kosten?


weil man ihn zu dem Preis verkaufen kann. Wird er in Deutschland hergestellt?


Von einer chinesischen Firma gibt es z.B. genau unter dem Namen Luxman in letzter Zeit Elektronik,Boxen usw. !!


Soweit ich mich erinnere, gingen die Namensrechte an diesen Hersteller. So what?

Harry
fplgoe
Inventar
#29 erstellt: 20. Jul 2010, 17:05

Passat schrieb:

fplgoe schrieb:
Meint Ihr nicht, dass Herr Denon bei Herrn Yamaha in den neu erschienenen Receiver schaut und sich Anregungen und Verbesserungen abschaut?


Kann er machen, aber Yamaha ist ein spezieller Fall.

Yamaha baut nämlich eine Reihe seiner ICs selbst, da Yamaha eine eigene Halbleiterfabrik hat.

Und an die Yamaha-ICs kommen die anderen Hersteller ohne bei Yamaha anzuklopfen nicht dran.

Grüsse
Roman



Naja, ich hätte auch jeden anderen Hersteller als Beispiel nehmen können, das ist eigentlich egal.

Außerdem braucht man keine Original-Chips, man kann die Eigenschaften auch wieder kopieren. Und Yamaha setzt inzwischen auch viele übliche Baugruppen ein. Anders als zu Urzeiten des Digitaltones, wo Yamaha günstiger bauen konnte, weil alle anderen Hersteller teure Motorola D/A-Wandler einsetzen mussten, lohnt sich heute aufgrund gefallener Preis auch nicht mehr unbedingt die Eigenentwicklung...
Hendrik_B.
Inventar
#30 erstellt: 20. Jul 2010, 17:09
Nun ich möchte hier niemanden etwas böses, aber ich denke das die Firma "Finite Elemente" einige Produkte in Ihrer palette hat, die Preislich ein wenig abgehoben sind.
Ich möchte absolut NICHTS gegen FE sagen, da ich von deren Lautsprechern und Racks absolut begeistert bin - optisch und qualitativ erste Sahne, doch was zum Beispiel das "Spider-Rack" angeht...
Ich finde 700€ für ein bisschen Alu + Holz schon ziemlich viel. Natürlich ist das Teil echt klasse designed und ich war auch kurz davor mir das zu kaufen, aber der Preis ist einfach seeehr hoch.

Diesbezüglich gabs hier im Forum auch schon den ein oder anderen Thread, und zwar gab es einen china-hinterhof betrieb, der diese Racks zu relativ moderaten Preisen angeboten hat.
Orginal:
http://www.finite-elemente.de/de/racks/spider

Plagiat:
http://www.china-highend-hifi.com/prod0113421.htm


Ich muss zugeben, für den Bruchteil einiger Sekunden, ok es waren wochen^^ war ich wirklich versucht, diese Dinger dort zu bestellen.
Allerdings war mir die ganze Sache zu unsicher, da auch in dem Thread einige Leute 8-12 wochen auf ihr Plagiat warten mussten und die verarbeitungsqualität auch immer recht durchschnittlich war.

(Letztendlich habe ich mir ein gebrauchtes Schroers&Schroers Rack gekauft, da habe ich wenigstens was für mein Geld bekommen )

Ich möchte nach wie vor Finite Elemente nicht kritisieren, aber der Preisliche unterschied ist wirklich enorm. Es gibt hier im Forum auch ein Thread, wo ein Kunde die Plagiate ausführlich beschreibt und fotographiert hat.

Meine Meinung: Man sollte das mit seinem Gewissen vereinbaren. Ich hätte mir das Finite Elemente Rack gern gekauft, konnte mir es allerdings nicht leisten, da ich mehrere brauchen würde um meinen Gerätepark dort unterzukriegen.
Ich finde, wenn man sich so ein Designer Teil hinstellt, sollte auch n'original sein. Bei meinem S&S Rack war sogar ne Echtheitszertifikat + Garantie-Urkunde dabei - nun kann ich beruhigt schlafen

Weisse bescheid


[Beitrag von Hendrik_B. am 20. Jul 2010, 17:14 bearbeitet]
Murray
Inventar
#31 erstellt: 20. Jul 2010, 17:14
Moin Hendrik,

der preisliche Unterschied ist enorm. Gleichzeitig stellst Du fest, daß Dir das Design super gefällt und auch die Verarbeitungsqualität beim Nachbau bescheiden ist. Siehst Du das Problem? Von Versandkosten und Mehrwertsteuer für den Import reden wir noch gar nicht...

Harry
Boettgenstone
Inventar
#32 erstellt: 20. Jul 2010, 17:15
Hi,
@-Vintage Fan-
Wurd da bei Luxman richtig kopiert oder sprichst du auf die Übernahme durch die chinesische International Audio Group an?

Luxman gehört seit einem halben Jahr oder so komplett zu denen, genauso wie Wharfedale, Quad, Audiolab und ein paar anderen.
Hendrik_B.
Inventar
#33 erstellt: 20. Jul 2010, 17:29
Hallo Harry!

Also laut den Chinesen soll es da eigentlich keinen Mehrpreis geben: http://www.china-hig...door_to_door_in_EUR_

Ja mit der Verarbeitungsqualität ist das so eine Sache, einige haben Glück gehabt und hochwertig ausgesägte Alu-Teile bekommen andere weniger. Oftmals war wohl das Holz unterschiedlich farbig, wurde dann aber angemalt - von daher nicht so entscheidend.


Diese Sache mit Luxman ist mir durch zufall bei Ebay begenet. Ich war immer der Meinung das Luxman ein High-end-hersteller war und wurde da mit china-billigboxen konfrontiert und war nicht schlecht geschockt..
Hüb'
Inventar
#34 erstellt: 21. Jul 2010, 05:51

Murray schrieb:
nenn doch bitte mal so ein "gieriges" Beispiel von einem Gerät, was in Deutschland hergestellt wird... ;)

Hallo Harry,

das würde ich so nicht sagen.
Gibt durchaus Pordukte, die man sich aus verschiedenen Gründen schlicht nicht leisten WILL, ohne dass man gleichzeitig auf einen Nachbau schielt.
Wenn ICH wirklich von der Leistung eines Gerätes überzeugt bin, es sich grundsätzlich in einer für mich akzeptablen Preisklasse bewegt, dann würde ich nicht zu einem Nachbau/Plagiat greifen.
Bei Prestige-/Edel-/"High-End"-Artikeln verbietet sich das IMHO sowieso, da "Selbstbetrug".

Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 21. Jul 2010, 06:09 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#35 erstellt: 21. Jul 2010, 06:07

TShifi schrieb:
Warum muss ein KHV Lehmann BCL 700,00 Euro kosten?


Weil es ein guter KHV ist und er ihn in D für diesen Preis gut verkaufen kann.

Marktpreise werden nur zu einem Teil durch die Einkaufspreise der verbauten Teile beeinflusst.

Du hast die Gesetze der Marktwirtschaft nicht verstanden.
Wenn derselbe KHV innerhalb des Konkurrentengefüges für Bsp. 2 T€ verkauft werden könnte, na dann eben für 2.000.

Wo ist das Problem?
cbv
Inventar
#36 erstellt: 21. Jul 2010, 07:04

Haiopai schrieb:
Hi , ich weiß cbv , das ist das was sie auch immer noch behaupten ,aber diese Erklärung nehme ich den Herrschaften schon lange nicht mehr ab , da geht es in erster Linie um Geld und zwar reichlich.


Murray schrieb:
Quatsch. Die Japaner haben auch "nachgebaut", z.B. Autos. Das Problem: Die Produkte waren richtig gut, ohne Plagiate zu sein. Es geht tatsächlich nur um Geld. Es ist halt einfacher, schlecht zu kopieren...


Ich sehe einen Unterschied zwischen Nachbau und Plagiat. Wobei die Grenze relativ schmal ist.

Als Nachbau sehe ich Geräte, die dem Original zwar optisch ähneln, jedoch offensichtlich ein eigenständiges Produkt sind, während Plagiate nicht nur ähneln, sondern den potentiellen Käufer bewusst in die Irre führen sollen oder an seine Geiz-ist-geil-Mentalität appellieren. Da werden dann sogar die Original-Label kopiert und mehr oder weniger stark verfremdet.

Mit Nachbauten habe ich kein Problem -- und bleibe bei meiner Ansicht bzgl Ehrung -- dafür habe ich zu lange mit Asiaten gearbeitet. Plagiate dagegen gehören aus dem Verkehr gezogen.


Edith stellt grad fest, dass fplgoe und -Vintage-Fan- prinzipiell das gleich gesagt haben...


[Beitrag von cbv am 21. Jul 2010, 07:07 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#37 erstellt: 21. Jul 2010, 07:10
Kulturelle Differenzen sind nur vorgeschoben, sobald man am marktwirtschaftlichen Handeln teilnehmen will.
cbv
Inventar
#38 erstellt: 21. Jul 2010, 07:13

Hüb' schrieb:
Kulturelle Differenzen sind nur vorgeschoben, sobald man am marktwirtschaftlichen Handeln teilnehmen will. ;)


Nach meiner (langjährigen) Erfahrung mit Asiaten nicht.
Hüb'
Inventar
#39 erstellt: 21. Jul 2010, 07:14
Gut, dann müssen sie ihr Rechtsverständnis halt dahingehend auffrischen, dass sie geistiges Eigentum Anderer zu respektieren habe. Volkswirtschaftliche Möglichkeiten gibt es ja...
cbv
Inventar
#40 erstellt: 21. Jul 2010, 07:18

Hüb' schrieb:
Gut, dann müssen sie ihr Rechtsverständnis halt dahingehend auffrischen, dass sie geistiges Eigentum Anderer zu respektieren habe. Volkswirtschaftliche Möglichkeiten gibt es ja...
:prost


Absolut. Die Problematik ist dabei oftmals, ihnen klarzumachen, dass sie gegen internationales Recht verstossen. Ihnen geht da leider jegliches (Un)rechtsbewusstsein ab.
TShifi
Stammgast
#41 erstellt: 21. Jul 2010, 07:41

Apalone schrieb:


Du hast die Gesetze der Marktwirtschaft nicht verstanden.


Der war gut!
Du hast die Frage nicht verstanden.
Haiopai
Inventar
#42 erstellt: 21. Jul 2010, 07:58

cbv schrieb:

Hüb' schrieb:
Gut, dann müssen sie ihr Rechtsverständnis halt dahingehend auffrischen, dass sie geistiges Eigentum Anderer zu respektieren habe. Volkswirtschaftliche Möglichkeiten gibt es ja...
:prost


Absolut. Die Problematik ist dabei oftmals, ihnen klarzumachen, dass sie gegen internationales Recht verstossen. Ihnen geht da leider jegliches (Un)rechtsbewusstsein ab.


Moin , wenn du so langjährige Erfahrungen hast , wundert es mich ein wenig warum du nicht stärker differenzierst cbv .
Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der japanischen Praktik ,durchaus als Ehrung zu verstehen bestimmte Komponenten zu übernehmen und dann sofort mit großem Ehrgeiz dabei zu gehen und sie verbessern zu wollen
und der chinesischen ,Dinge ohne Änderung zu kopieren und damit sofort Geld machen zu wollen .

Da kommt auch die Regierungsform mit ins Spiel , auf der einen Seite eine Diktatur mit ideologischem Touch , die um jeden Preis nach oben will ,auch um diese Ideologie als erfolgreich darzustellen .
Auf der anderen Seite eine Demokratie ,in der die Firmen sehr oft sogar ihrer Bewunderung Ausdruck geben indem sie die Anlehnung an ihre Vorbilder offen zugeben aber auch den Wettbewerb suchen , indem sie behaupten die Vorbilder verbessert zu haben .

Da kann man auch den Unterschied zwischen Plagiat und teilweiser Ähnlichkeit sehen , wie er zwangsläufig nicht auszuschließen ist .

China betreibt meiner Ansicht nach sein Spiel im vollen Bewusstsein dessen was sie da treiben .

Gruß Haiopai
Passat
Moderator
#43 erstellt: 21. Jul 2010, 07:59
Doch, aber du hast die Antwort nicht verstanden.

Lehmann hat den Preis seiner Produkte den Gesetzen der Marktwirtschaft angepasst.

Man darf einen Artikel nicht zu teuer, aber auch nicht zu billig anbieten.

In beiden Fällen wird er nicht gekauft.
Ist er zu teuer, dann wird er wegen des Preises nicht gekauft.
Ist er zu billig, wird angenommen, das er qualitativ nicht so gut ist und deswegen nicht gekauft.

Eine Mercedes S-Klasse für 30.000,- € wäre unverkäuflich, genauso wenn sie 300.000,- € kosten würde.

Grüsse
Roman
TShifi
Stammgast
#44 erstellt: 21. Jul 2010, 08:23

Passat schrieb:
Doch, aber du hast die Antwort nicht verstanden.

Lehmann hat den Preis seiner Produkte den Gesetzen der Marktwirtschaft angepasst.

Man darf einen Artikel nicht zu teuer, aber auch nicht zu billig anbieten.

In beiden Fällen wird er nicht gekauft.
Ist er zu teuer, dann wird er wegen des Preises nicht gekauft.
Ist er zu billig, wird angenommen, das er qualitativ nicht so gut ist und deswegen nicht gekauft.

Eine Mercedes S-Klasse für 30.000,- € wäre unverkäuflich, genauso wenn sie 300.000,- € kosten würde.

Grüsse
Roman


Du hast es immer noch nicht verstanden.

Aber wie auch?, Klein.....

Lassen wir es gut sein. Und danke für den Crashkurs in Marktwirtschaft. Jetzt kann ich endlich in meiner Firma vernüftig Handeln und Führen.....


[Beitrag von TShifi am 21. Jul 2010, 08:28 bearbeitet]
cbv
Inventar
#45 erstellt: 21. Jul 2010, 08:28

Haiopai schrieb:
Moin , wenn du so langjährige Erfahrungen hast , wundert es mich ein wenig warum du nicht stärker differenzierst cbv .

Weil ich mir nicht sicher bin, ob man das immer so genau kann.

Haiopai schrieb:
Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der japanischen Praktik [...] und der chinesischen ,Dinge ohne Änderung zu kopieren und damit sofort Geld machen zu wollen .

Ganz so Schwarz/Weiss ist es dann auch nicht. Nicht alle Japaner sind automatisch "gut," nicht alle Chinesen zwangläufig "böse." Hüben wie drüben findest du Gauner und ehrbare Menschen.
Haiopai
Inventar
#46 erstellt: 21. Jul 2010, 08:44

cbv schrieb:

Haiopai schrieb:
Moin , wenn du so langjährige Erfahrungen hast , wundert es mich ein wenig warum du nicht stärker differenzierst cbv .

Weil ich mir nicht sicher bin, ob man das immer so genau kann.

Haiopai schrieb:
Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der japanischen Praktik [...] und der chinesischen ,Dinge ohne Änderung zu kopieren und damit sofort Geld machen zu wollen .

Ganz so Schwarz/Weiss ist es dann auch nicht. Nicht alle Japaner sind automatisch "gut," nicht alle Chinesen zwangläufig "böse." Hüben wie drüben findest du Gauner und ehrbare Menschen.


Das missverstehst du auch ,von gut oder böse sollte man da gar nicht reden ,da in China eben kaum etwas aus freien Stücken passiert , wofür man nicht die einfachen Menschen verantwortlich machen machen kann .

Vincent ist ein Beispiel , wo man sich zwar eng an berühmte Vorbilder angelehnt hat , aber keine Plagiate produziert hat und in einem gewissen Zeitraum auch begann sehr eigenständige Produkte zu entwickeln .

Das es aber selbst da nicht ganz sauber zu geht , kann man daran sehen , das auf dem US Markt sogar Plagiate von Vincent unter verschiedenen Markennahmen aufgetaucht sind .

Gruß Haiopai

P.S. Was die Differenzierung angeht , da finde ich schon , das es ganz elementare Unterschiede in der Mentalität gibt und man dort auf diese Unterschiede auch großen Wert legt .
Bezeichne mal einen Chinesen als Japaner oder erzähl einem Japaner das er ja genetisch (ist sogar bewiesen) von Koreanern abstammt.
cbv
Inventar
#47 erstellt: 21. Jul 2010, 09:12

Haiopai schrieb:
Das missverstehst du auch ,von gut oder böse sollte man da gar nicht reden ,da in China eben kaum etwas aus freien Stücken passiert , wofür man nicht die einfachen Menschen verantwortlich machen machen kann .

Darum ja auch die Quotes.

Haiopai schrieb:
P.S. Was die Differenzierung angeht , da finde ich schon , das es ganz elementare Unterschiede in der Mentalität gibt und man dort auf diese Unterschiede auch großen Wert legt . Bezeichne mal einen Chinesen als Japaner oder erzähl einem Japaner das er ja genetisch (ist sogar bewiesen) von Koreanern abstammt.

Oh Hölle ja. Ich war mehrere Jahre bei einer indischen Firma mit einem bunten Mix aus Indern, Thais, Koreanern, Chinesen, Vietnamesen, Indonesiern und Japanern. Da glich jeder Tag einem Eiertanz durch ein kulturelles Minenfeld um ja keinem auf die Füsse zu treten...

Aber spätestens jetzt wird es off-topic.
cr
Moderator
#48 erstellt: 21. Jul 2010, 09:32

Und das hat auch nichts mehr mit Mehrkosten für die Arbeitskraft oder besondere Innovationen zu tun. Das sind einfach Mondpreise, entstanden aus Gier.


Nicht unbedingt, siehe das alte Standardbuch des Soziologen Thorsten Veblen: Theorie der feinen Leute. MAcnhe Sachen werden nur gekauft, WEIL sie teuer sind, und je teurer desto besser. Sehr verbreitet bei Uhren und in der Mode.


Weil es gerade dazu passt: Eine echte Frechheit waren die CDR-Plagiate. Manche Taiwan-Billigklitschen haben minderwertige CDRs/DVDRs als TDK oder TY oder Verbatim ausgewiesen (nicht nur so gelabelt, sondern auch in der für den Brennen wichtigen Identifikationsnummer (das was angezeigt wird, wenn man den Hersteller ausliest)). DAmit waren sie nicht nur gefälscht, sondern wurden auch noch mit den Einstellungen für eine andere CDR gebrannt, mit oft entsprechenden Resultaten....
auf Heise gabgs einige Artikel. Ist aber inzwischen wegen des Preisverfalls kein Thema mehr.

Ahja, erst vor zwei Jahren bei den USB-Sticks mit geringerer Speichergröße!


[Beitrag von cr am 21. Jul 2010, 09:32 bearbeitet]
TShifi
Stammgast
#49 erstellt: 21. Jul 2010, 09:37

cr schrieb:

Nicht unbedingt, siehe das alte Standardbuch des Soziologen Thorsten Veblen: Theorie der feinen Leute. MAcnhe Sachen werden nur gekauft, WEIL sie teuer sind, und je teurer desto besser. Sehr verbreitet bei Uhren und in der Mode.


Da hast du völlig recht. Trifft aber meistens nur auf die absoluten Premiumprodukte zu. Ein Lehmann BC und viele andere gehören sicher nicht dazu.

nanesuse
Stammgast
#50 erstellt: 21. Jul 2010, 10:48
cbv schrieb:


Alles richtig. Das Problem ist aber, dass Chinesen etwas anders ticken.

In ihren Augen sind die Nachbauten / Plagiate eine Ehre für die Originalhersteller. Denn würden die Originale nichts taugen, würde man sie nicht nachbauen (wollen).


Diese Argumentation hört man immer wieder, wenn es um das Thema "China und Plagiate" geht.

Wenn die Chinesen das tatsächlich so sehen sollten, dann dürften sie doch eigentlich überhaupt nichts dagegen haben, wenn man ihre Waren auch mit Falschgeld bezahlen würde, oder? Das wäre ja schließlich eine Respektsbezeugung vor ihrem Geld, eine Ehrenerklärung für ihre Währung.

Also: einfach mal ein paar Yuan auf den Kopierer legen, und die Blüten einem chinesischen Plagiate-Produzenten bzw. -Händler auf den Tresen blättern, freundlich lächeln und sagen: "Groß Ehle machen Geschäft mit Ihnen! Gloß Ehle bezahlen mit ehlenwelt China-Wählung! China-Wählung beste Wählung von Welt! Ich elweisen viel Lespekt vol China-Wählung!"

Dann dürfte sich sehr schnell zeigen, wie ernst gemeint diese "Rechtfertigungen" für Plagiate sind.

Gruß,
nanesuse
cr
Moderator
#51 erstellt: 21. Jul 2010, 11:25

Wenn die Chinesen das tatsächlich so sehen sollten, dann dürften sie doch eigentlich überhaupt nichts dagegen haben, wenn man ihre Waren auch mit Falschgeld bezahlen würde, oder?


Haben sie eh nicht, sie nehmen eh für alles das Dollar-Monopolygeld, das Tag für Tag weniger wert wert, und sitzen nun auf 2 Billionen und wissen nicht, wie sie am besten etwas Haltbares drum kaufen.
nanesuse
Stammgast
#52 erstellt: 22. Jul 2010, 11:55
cr schrieb:


Haben sie eh nicht



Echt? Die akzeptieren einfach so Falschgeld? Ich meine freilich "richtiges" Falschgeld, z.B. aus dem Copy-Shop, nicht das "Dollar-Monopoly-Geld" - das verliert zwar derzeit tatsächlich an Wert, ist aber doch noch kein offiziell anerkanntes Falschgeld.

Also, wenn das so ist, sehe ich schon einige Möglichkeiten, unserer Wirtschaft etwas auf die Beine zu helfen: Deutsche Importeure ordern ein paar tausend Container mit Waren aller Art (sollten natürlich nicht nur Plagiate sein) aus China, schicken im Gegenzug ein paar Container Falschgeld rüber, was den Importeuren jede Menge Ausgaben erspart (die brauchen ja nur ein paar Aushilfen, die am Kopierer stehen und die Blüten produzieren, aber nur ganz wenig echtes Geld, da sie ja die Waren nicht mit echtem Geld bezahlen), und verhökern das Zeugs gegen echtes Geld weiter in Deutschland, Europa und den USA.
Sollte man vielleicht mal Herrn Brüderle vorschlagen ....

Gruß,
nanesuse
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