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Was bedeuten +3db im Frequenzgang?

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MrTomaso
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 29. Mai 2012, 21:28
Einen fröhlichen gute Abend allerseits,

tja wie ich schon im Titel schrieb, bräuchte ich etwas Nachhilfeunterricht im Bezug auf etwaige Formulierungen und Berecnungen.
Heute angefangen - und trotz Recherche nicht weitergekommen - diese ominösen +3db bei einem angegeben Frequenzgang von vlt. 47Hz - 20kHz.
Bin absolut unwissend in diesem Bereich, umso schöner wäre es für mich, eine in einfachen Worte verfasste Erklärung zu bekommen.

Grüße, Thomas
SoundSalieri
Stammgast
#2 erstellt: 29. Mai 2012, 21:42
Aus Wikipedia:

Frequenzgang

Lineare Verzerrungen sind etwa Nichtlinearitäten im Amplitudenfrequenzgang, d. h. unterschiedliche Frequenzen werden trotz identischen Eingangssignalpegels vom Lautsprecher unterschiedlich laut wiedergegeben. Je nach Art und Ausprägung dieser Nichtlinearitäten führen diese bei der Wiedergabe zu Klangverfärbungen (zu laute Bässe, zu wenig Mitten usw.). Im Idealfall sollte ein Lautsprecher alle Frequenzen im Hörbereich (20–20000 Hz) gleich laut wiedergeben. In der Praxis sind Abweichungen bis ± 0,5 dB für das menschliche Ohr nicht unterscheidbar, Abweichungen bis etwa ± 2 dB, sofern sie nur schmalbandig sind, gelten hörtechnisch als nicht störend. Je breitbandiger diese Verfärbungen sind, desto eher sind sie hörbar und störend. Anhebungen einzelner Frequenzbänder sind besser hörbar und störender als Absenkungen.

Linearer Frequenzgang wird mit Mehrwege-Lautsprecherboxen oder entsprechend breitbandigen Wandlern erreicht. Hörraum und Boxengeometrie sowie die Lautsprecherdämpfung durch den Verstärker und die Dämmung der Box haben neben dem Lautsprecher großen Einfluss auf den Frequenzgang. Abweichungen der Frequenzgänge (Paarabweichungen) der beteiligten Lautsprecher untereinander führen zu Lokalisationsunschärfen und zu Klangänderungen von bewegten Quellen. Letzteres ist besonders bei Videowiedergabe störend. Das ergibt vor allem bei sogenannten Center-Lautsprechern Probleme, weil diese meistens anders konstruiert und anders aufgestellt sind als die zugehörigen Frontlautsprecher.

Die Empfindlichkeit ist unterschiedlich:

Fehler vorn sind deutlicher hörbar als hinten.
Am empfindlichsten ist das menschliche Ohr gegenüber Links-Rechts-Abweichungen. Vorn-Hinten- oder Oben-Unten-Fehler sind für das menschliche Ohr weniger deutlich wahrnehmbar.

Abweichungen im Bereich 250 Hz bis 2 kHz sind ab 0,5 dB feststellbar, maximale Unterschiede von 0,25 dB sind daher anzustreben, jedoch kaum zu erreichen.

Neben den Verfärbungen auf der idealen Abstrahlachse des Lautsprechers (Hörachse) ist für den Höreindruck jedoch auch entscheidend, wie der Schall abseits dieser Achse abgegeben wird, weil sich nicht immer alle Hörer in der Hörachse befinden können. Idealerweise sollte ein Lautsprecher in jede Raumrichtung alle Frequenzen identisch laut wiedergeben, wobei nur der Gesamtpegel abweichen darf (gleichmäßige Schallbündelung). In der Praxis ist diese Bündelung aber insbesondere im Mittel-/Hochtonbereich oft stark abhängig von der Frequenz, was im Heimbereich durch Verstetigung des Abstrahlverhaltens („Constant Directivity“) vermieden werden sollte. Hier sind Kalottenhochtöner vorteilhaft, diese besitzen bei hohen Frequenzen eine wesentlich bessere Rundum-Abstrahlung als Membran- oder Trichter- bzw. Hornlautsprecher.

Im Außenbereich ist man dagegen oft daran interessiert, hohe Frequenzen gerichtet in einen schmalen Raumwinkel abzustrahlen, um deren größere Luftdämpfung bei größeren Entfernungen auszugleichen. Während nahe stehende Hörer dann außerhalb des Haupt-Abstrahlkegels der Hochtonlautsprecher (z. B. Hornlautsprecher) sind, werden entfernt stehende Hörer vom Hauptkegel erreicht und nehmen hohe Frequenzen ausreichend laut wahr. Eine Alternative sind im hinteren Zuhörerraum aufgestellte, gerichtet auf die hinteren Zuhörer abstrahlende zusätzliche Hochton-Lautsprecher. Diese müssen jedoch zeitverzögert angesteuert werden.

Reflexionen bringen im Hallraum sehr große Pegelschwankungen mit sich, die durchaus im Bereich +10 dB … −40 dB liegen können. Besonders bei höheren Frequenzen ergeben sich durch die Überlagerung von Direktschall und den mehrfach Reflexionen äußerst komplizierte räumliche Schallfelder. Bei Wiedergabe eines Sinustons können diese Pegelunterschiede beim Umhergehen deutlich wahrgenommen werden.
Janus525
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 29. Mai 2012, 21:46
Hallo Thomas,

ich versuche es mal so einfach wie möglich... Die Angabe in dB (Abkürzung für Dezibel) ist z.B. ein Maß für die Lautstärke, mit der Töne von Lautsprechern wiedergegeben werden. Wenn die Angabe lautet: 47Hz - 20Khz + 3dB, dann bedeutet dies, dass die wiedergegebenen Töne von den ganz tiefen Frequenzen (47 Schwingungen pro Sekunde / tiefer Ton) bis zu den ganz hohen Frequenzen (20.000 Schwingungen pro Sekunde / sehr hoher Ton) an keiner Stelle mehr als 3dB lauter sein darf als die durchschnittliche Lautstärke, den sogenannten Referenzpegel.

Damit Du eine Vorstellung davon bekommst wie viel 3dB sind: Das entspricht einer Lautstärkeänderung die Du gerade noch so mitbekommst. 6dB hörst Du schon sehr deutlich..., und10dB entsprechen einer Verdopplung der Lautstärke. Kannst Du damit schon etwas anfangen...?

Viele Grüße: Janus...


[Beitrag von Janus525 am 29. Mai 2012, 21:48 bearbeitet]
MrTomaso
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 29. Mai 2012, 22:17
@SoundSalieri

Vielen Dank für dein c&p, aber dies meinte ich, ein bisschen recherchiert hatte ich schon, nur nicht verstanden.

@Janus525

Aah, ich verstehe schon etwas mehr. Für mich hängt dies nun zusammen, vielleicht liege ich allerdings auch völlig falsch. Wäre die Anhebung der Lautstärke (?) wenn ich neben meinen bsgt. Boxen mit einer unteren Frequenzganggrenze von angeblich 47Hz (Focal 1007s) durch einen Subwoofer untersstützen wollte signifikant?
Ich wollte evtl. einen Sub wirklich nur zur dezenten Unterstützung im musikalischen Bereich nutzen. Will sagen, könnte es dazu führen, dass ich ständig am am Lautstärkereglers des Subs - je nach Musik - drehen müsste?

Grüße; Thomas
Janus525
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Mai 2012, 22:27
Nein Thomas, Du musst die Lautstärke am Subwoofer nicht ständig nachregeln. Das Musiksignal, das den Subwoofer ansteuert, wird vom Lautstärkeregler des Verstärker mitgeregelt. Werden Deine Focal hierdurch lauter oder leiser, wird der Subwoofer entsprechend ebenfalls lauter oder leiser. Allerdings muss der Subwoofer beim Anschluss an die Anlage zunächst eingestellt - besser gesagt an Deine Focal und an den Raum angepasst werden. Wie das geht, steht normalerweise in der Bedienungsanleitung des Subwoofers...

Diese Einstellung ist in weiten Bereichen möglich, wenn Du Dich für einen Subwoofer mit eingebautem Verstärker und entsprechenden Regelmöglichkeiten (aktiver Subwoofer) entscheidest. Bei einem Subwoofer, der keinen eigenen Verstärker besitzt (passiver Subwoofer) muss dieser bereits in Abhängigkeit von den bereits vorhandenen Lautsprechern passend ausgesucht werden...


[Beitrag von Janus525 am 29. Mai 2012, 22:32 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#6 erstellt: 30. Mai 2012, 08:58

MrTomaso schrieb:
... Boxen mit einer unteren Frequenzganggrenze von angeblich 47Hz ...

Oben schreibst du PLUS 3 dB. Eine Grenzfrequenz wird allerdings mit MINUS 3 Dezibel angegeben.
Es könnte also sein, dass ihr oben über etwas anderes gesprochen habt, als du meintest.

Es gibt
a) die Angabe der Linearität über das ganze Spektrum (üblicherweise +/- X dB angegeben)
b) die Angabe der Grenzfrequenzen oben und unten (üblicherweise mit - 3 dB angegeben; oft aber auch ohne diese Angabe, dann meistens falsch)
MrTomaso
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 30. Mai 2012, 10:45
Hallo Janus525,

Da hatte ich wohl einen kleinen Denkfehler.
Zu anderen - und wie gerade Amperlite schon richtig schrieb - habe ich dich auch noch mit unvollständigen Daten allein gelassen. Aber ich komme der Erleuchtung schon ein Stückchen näher.

@Amperlite
Du hast natürlich völlig recht. Ich hatte die Angaben nur aus meinem Gedächnis übernommen und nicht nochmal verifiziert. Auf diese Daten wollte ich mich eigentlich beziehen.
Meinst du diese Grenzfrequenz von 41Hz b. -6dB ist als realistisch zu bewerten und welchen Stellenwert hat sie, wenn überhaupt, bei der Suche nach einem Subwoofer ?

Grüße, Thomas
Stereo33
Inventar
#8 erstellt: 30. Mai 2012, 10:49
Der perfekte Subwoofer könnte bis 20 Hz runter bei - 0 dB.

41 Hz bei - 6 dB heißt das er bei der tiefen Frequenz den Ton noch mit - 6 dB raushaut.
Also da ist er ganze 6 dB leiser als bei 100 Hz oder welcher Frequenz der hersteller 0 dB festgelegt hat.
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 30. Mai 2012, 12:31
Zu den Boxen habe ich noch eine Anmerkung zu machen, ich würde mich bei der Empfehlung am oberen Ende der empfohlenen Verstärkerleistung bewegen, also so 100-150W an 8 Ohm, denn der Wirkungsgrad der Boxen ist mit 89dB/1W/1m nicht sooo toll.

Und kleine Boxen haben halt nunmal den Nachteil, dass sie vom Bass her nicht so tief kommen. Woher soll es auch kommen, dafür brauchts halt Volumen. Manche Hersteller, wie z.B. Klipsch, nutzen da auch gewisse physikalische Gegebenheiten, z.B. beim Klipschorn, auch als Klipsch Eckhorn bezeichnet...da kann man auch mit verhältnismäßig kompakten Boxen einen tiefen Bass hinbekommen. Das gleiche Prinzip nutzt Bose mittlerweile in überteuerten besseren Küchenradio, denn das Patent von Paul Klipsch ist schon länger abgelaufen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Klipschhorn

Eventuell ist ein Subwoofer bei deinem Setup auch nicht nötig, es kommt halt drauf an was du für Musik hörst...Jazz, Rock und Pop brauchen in der Regel keinen richtigen Tiefbass, das ist mehr was für Hip Hop.


[Beitrag von germi1982 am 30. Mai 2012, 12:32 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 30. Mai 2012, 14:44

MrTomaso schrieb:
Meinst du diese Grenzfrequenz von 41Hz b. -6dB ist als realistisch zu bewerten und welchen Stellenwert hat sie, wenn überhaupt, bei der Suche nach einem Subwoofer ?

Könnte realistisch sein.
Für die Einschätzung des Subwoofers schaue ich mir eher die Gehäusegröße und den Durchmesser des Tieftöners an.

Um (einen) passende(n) Subwoofer herauszusuchen, muss man allerdings mehr wissen.
- Was soll das Ziel sein? Normale Musikwiedergabe oder beeindruckende Rumms-Effekte für Heimkino?
- Gewünschte Laustärke?
- Raumgröße?
- Wie viel Platz hast du? Kannst/darfst du ggf. mehrere Subwoofer aufstellen?
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