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Von der Idee im Kopf bis zur Auslieferung der Hifigerätschaften!

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matze3004
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 11. Mrz 2013, 18:34
Guten Abend,

Die Überschrift könnte ein klein wenig irre führend sein, wie ihr beim lesen bestimmt gleich feststellen werdet, dennoch hoffe ich auf fleisiges Weiterlesen und einige gute Beiträge und sorry schon mal vorweg, denn mir fiel keine passende Überschrift ein!

Vorwort: Bin 28 jahre jung und komme aus dem schönen Hannover, (interessiert keinen, aber man kanns ja mal erwähnen). Bis vor gut 10 Jahren noch hörte ich Musik auf Panasonic Kompaktanlagen für 300 DM und war zufrieden. Dann fing ich an Stück für Stück mich in dem Bereich Stereo bzw. guten Klang, der Musik auch gerecht wird, einzuarbeiten. Jahr um Jahr ein bissel mehr. Nach gut 10 jahren des hin und her und was neues an den Start bringen usw... bin ich nun endlich wo angekommen womit ich durchaus zufrieden bin und sein kann, sprich nach 10 Jahren habe ich endlich eine Hifianlage aufbauen können, die den Namen echtes Hifi auch endlich verdient! Zumindest konnte ich eine Mittelklasseanlage mir aufbauen. Aufbauen klingt spektakulär, doch ist es das nicht, denn Diese besteht lediglich aus Stereo Amp, CD Player und 1 Paar Lautsprechern. Was mir vollkommen reicht! Brauche weder Tuner, noch Plattenspieler, noch Netzwerplayer usw.

Anlage selbst: Denon Pma 710 ae, Denon Dcd 710ae und taufrische Magnat Quantum 803. Das ganze wird simpel mit einem analogen Chinch Kabel Oelbach nrf1 verbunden und gut ist.

Juhuu dacht ich, denn nun war ich für meine Verhältnisse und gerade dank der neuen Lautsprecher in meinem Hifiolymp angekommen! Bis mir vor kurzem Klar wurde das ich da in der Bude im Grunde nur eine komplette China Anlage stehen habe, die vom Amp, über die Lautsprecher bis hin zum Chinchkabel alles aus China stammt bzw. dort produziert wurde Und NUN komme ich zum eigentlichen Thema, da ich ein Mensch bin, der viel und gerne hinterfragt und ausser der Arbeit sehr viel langeweile hat!

meine Frage an euch bzw. würde mich mal brennend interessieren wie diese ganze Kette, Reihenfolge von der Idee im Kopf des Entwicklers bis zur Endfertigung der Geräte abläuft und dabei geht es mir nur um diese Gerätschaften, die zwar einen namenhaften Firmennamen tragen, aber nicht selbst Produzieren, sondern meist in fernost fertigen lassen.

Sprich im Grunde dürfte ja das halbe Forum hier Chinaanlagen betreiben, denn die größten und bekanntesten Hersteller produzieren nicht selbst wie zb. Denon, Yamaha, Marantz, Nad, Creek, Teac, Pure Acoustics, KEF, B.W.,Magnat, Heco, Wharfdale usw usw....., die Liste ist endlos!

Nur was ist an all diesen Gerätschaften, egal ob Lautsprecher, cd player oder Amp, dieser Firmen überhaupt noch echt? Entwickeln die es wenigstens noch selbst und schicken dann den fertigen Bauplan nach Fernost und die bauen es dann und dann wird es vermarktet? oder entwickeln die nicht mal selber, sondern geben gleich den Auftrag ab, Chinateile werden eingebaut und am Ende kommt lediglich der Name drauf, sprich am Ende ist das Einzige was echt ist das Namensetikett??!

Wie läuft so ein Prozedere ab, also von der Idee im Kopf bis Hin zur Auslieferung??!

Würd mich wirklich mal brennend interessieren und hoffe auf ein paar Beiträge die mir diesen ganzen Kudelmuddel mal entknoten, denn am Ende weiß man ja echt nicht mehr und für die Zukunft was man überhaupt noch kaufen kann und vom wem oder was man da eigentlich kauft!
Ralf_Hoffmann
Inventar
#2 erstellt: 11. Mrz 2013, 19:22
Ahoi,

Wo ist das Problem?

Es gab und gibt einen harten Preiskampf (nicht nur) in der Unterhaltungselektronik. Dementsprechend kaufen die Firmen, die Materialien und Bauteile dort, wo sie am Günstigsten sind. Wenn das in China, Taiwan, oder Bulgarien usw. ist, muss das für den Käufer kein Nachteil sein.
Wenn jemand damit ein Problem hat, dass sein Zeug in Fernost produziert, oder Einzelteile von dort zugekauft werden, kann derjenige das ja ändern. Es gibt durchaus etliche Hersteller, die in Deutschland produzieren. wer das bezahlen kann/möchte..........bitte sehr.

Was bei dir nach Verbrauchertäuschung klingt ist schon ewig Praxis.

Schuhe "Made in Italy" für 25€? Klar doch. Die Einzelteile werden auf der ganzen Welt zusammengekauft (da geht es im Einkauf um Centsummen im Bereich drei Stellen hinterm Komma) - aus Italien kommt dann ggfs die Sohle oder der Absatz, oder sogar nur Teile davon.
Aber darauf steht halt "Made in Italy"
Ist nur ein Beispiel von Millionen. Ist Apple amerikanisch, obwohl das Zeug billig in Asien produziert wird? Ist Porsche ein Deutsches Auto, obwohl Teile der Produktion und die Herstellung der Komponenten zum großen Teil irgendwo sind............................nur nicht in Deutschland?

Deine Denon/Magnat Kombi ist sicherlich recht ordentlich. Daran ändern auch die Teile aus Asien nix.

Gruß
Ralf
matze3004
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 11. Mrz 2013, 19:45

Ralf_Hoffmann (Beitrag #2) schrieb:
Ahoi,

Wo ist das Problem?

Es gab und gibt einen harten Preiskampf (nicht nur) in der Unterhaltungselektronik. Dementsprechend kaufen die Firmen, die Materialien und Bauteile dort, wo sie am Günstigsten sind. Wenn das in China, Taiwan, oder Bulgarien usw. ist, muss das für den Käufer kein Nachteil sein.
Wenn jemand damit ein Problem hat, dass sein Zeug in Fernost produziert, oder Einzelteile von dort zugekauft werden, kann derjenige das ja ändern. Es gibt durchaus etliche Hersteller, die in Deutschland produzieren. wer das bezahlen kann/möchte..........bitte sehr.

Was bei dir nach Verbrauchertäuschung klingt ist schon ewig Praxis.

Schuhe "Made in Italy" für 25€? Klar doch. Die Einzelteile werden auf der ganzen Welt zusammengekauft (da geht es im Einkauf um Centsummen im Bereich drei Stellen hinterm Komma) - aus Italien kommt dann ggfs die Sohle oder der Absatz, oder sogar nur Teile davon.
Aber darauf steht halt "Made in Italy"
Ist nur ein Beispiel von Millionen. Ist Apple amerikanisch, obwohl das Zeug billig in Asien produziert wird? Ist Porsche ein Deutsches Auto, obwohl Teile der Produktion und die Herstellung der Komponenten zum großen Teil irgendwo sind............................nur nicht in Deutschland?

Deine Denon/Magnat Kombi ist sicherlich recht ordentlich. Daran ändern auch die Teile aus Asien nix.

Gruß
Ralf

Danke erstmal für deine Antwort und im grunde war mir das auch immer unbewusst bewusst, nur kürzlich habe ich mich halt dann doch mal gefragt was bei meinen gerätschaften oder anderen überhaupt noch Japan oder bei den lautsprechern wie die magnats zb Deutsch ist?! also du meinst wie ich es schon was befürchtet habe, das auch in diesen fernostländern die einzelkompnenten entwickelt bzw hergestellt werden und nicht wie ich wenigstes gehofft habe, das noch unter eigenen dächern passiert und lediglich der zusammenbau in den billiglohnländern von statten geht!
matze3004
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 11. Mrz 2013, 19:49
Ok Lautsprecher wie canton, elac oder asw glaubich produzieren in Germany, aber ich kenne keine deutsche Firma für Amps die auch made in Germany noch heute sind! Ausnahme Metz und Lowe aber die sind nicht in der Hifibranche tätig, leider!
Ralf_Hoffmann
Inventar
#5 erstellt: 11. Mrz 2013, 20:13
Entwicklung und Produktion einzelner Bauteile oder ganzer Baugruppen musst du i.d.R. trennen. Während die Entwicklung durchaus noch im Herstellerland erfolgt - kommen die Teile von dort, wo die Kombination Qualität/Preis für den Hersteller am sinnvollsten ist.

Du wirst hier in Deutschland keine Fabrik betreiben können, die z.B. für deine Magnats millionfach Chassis zu Preisen baut, die der Verbraucher hinterher im Blödmarkt auf den Tresen legt.

Im hochpreisigen High-End Bereich sind die Stückzahlen deutlich geringer. Dort wird in Deutschland, England, USA etc. entwickelt, produziert, soweit dieses möglich ist.
Als Verstärker fallen mir da AVM, Audionet, T+A etc ein, die (so denke ich mal) so viel wie möglich selber machen.

Das muss übrigens kein Qualitätskriterium sein - manchmal ist der Bedarf an Teilen auch so klein, dass sich kein Hersteller findet, der diese Stückzahlen produziert. Diese Teile werden dann in Eigenregie gefertigt. Ob das nun ein Vorteil für die Qualität ist, sei mal dahingestellt.
paul1
Stammgast
#6 erstellt: 11. Mrz 2013, 20:30

Ok Lautsprecher wie canton, elac oder asw glaubich produzieren in Germany,


Ich glaube, da muss ich dich enttäuschen, auch die werden sicherlich aus China kommen.


Danke erstmal für deine Antwort und im grunde war mir das auch immer unbewusst bewusst, nur kürzlich habe ich mich halt dann doch mal gefragt was bei meinen gerätschaften oder anderen überhaupt noch Japan oder bei den lautsprechern wie die magnats zb Deutsch ist?!


Wo ist eigentlich das Problem (wenn man mal von den deutschen Arbeitsplätzen absieht). Wie du doch schon in deiner Überschrift schreibst, geht es um die Idee, die Konstruktion, Planung, Auswahl der Materialien, usw. Wo das ganze dann hinterher zusammengebaut wird, spielt meiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle.

Übrigens, meine B+W Lautsprechen kommen auch aus China, klingen aber deshalb trotzdem nicht schlecht.


[Beitrag von paul1 am 11. Mrz 2013, 20:30 bearbeitet]
oneforall
Stammgast
#7 erstellt: 12. Mrz 2013, 19:19
Japan hat auch mal so angefangen wie China jetzt gerade, und hat die Welt nachhaltig verändert indem sie den Markt übersättigt.
Ich weiß ja nicht ob ihr euch vorstellen könnt, wenn ein Milliardenvolk ernst macht und den Markt zusche...ßt.
Wir stehen hier immer noch am Anfang der chinesischen Marktschwemme.
Don_Tomaso
Inventar
#8 erstellt: 13. Mrz 2013, 14:15

oneforall (Beitrag #7) schrieb:
Japan hat auch mal so angefangen wie China jetzt gerade, und hat die Welt nachhaltig verändert indem sie den Markt übersättigt.
Ich weiß ja nicht ob ihr euch vorstellen könnt, wenn ein Milliardenvolk ernst macht und den Markt zusche...ßt.
Wir stehen hier immer noch am Anfang der chinesischen Marktschwemme.

Ääähm, das tun die bereits. Wie ernst sollen die denn noch machen? Außerdem ist der chinesische Billig-Boom eh' bald am Ende, selbst die Chinesen haben die Schnauze voll von der Umweltverschmutzung, der Korruption und der Vetternwirtschaft. Viele Billigheimer ziehen bereits ab nach Bangladesch oder sonstwo, wo es noch billiger ist.
Aber mal zurück zum Thread. Das ist halt Globalisierung. Du kaufst Halb- und Dreiviertel-Fertigware billigst ein, macht noch ein bisschen was hier - Typenschild aufkleben oder umpacken - und darfst das dann Made in Germany nennen, und zwar um so leichter, je billiger du zukaufst. Ist komisch, ist aber so.
Beispiel B&W: Die teuren Serien, CM und 8xx, werden in England gefertigt. Die "billigen" 6xx in China. So bekomme ich Boxen mit richtig guten Treibern, erstklassig verarbeitet, für 1.400 das Paar. Für eine 804 Diamond zahlst du 7.000. Zieh für die Vergleichbarkeit 2.000 ab für den Diamant-HT, und du bist bei 5.000 vs 1.400.
Wieso soll das schlecht sein? Zum einen wollen die Chinesen auch was schaffen, zum anderen wollen viele in D-Land die Löhne hier nicht mehr zahlen. Klar, es muss eine gewisse Balance geben, aber irgendwelche "buy local"-Parolen verfangen bei mir nicht. Produkte, bei denen ich lokal oder zumindest europäisch kaufen kann und mir das auch leisten kann, gibt es ein paar, und dann mache ich das auch gerne, wenn das Produkt mich auch sonst überzeugt. Bei Schuhen, Hemden oder Jacken geht das, aber natürlich nicht bei 50,- Euro für ein Paar Schuhe. 200,- muss man dann schon anlegen. You get what you pay for.
paul1
Stammgast
#9 erstellt: 13. Mrz 2013, 15:56

Beispiel B&W: Die teuren Serien, CM und 8xx, werden in England gefertigt. Die "billigen" 6xx in China. So bekomme ich Boxen mit richtig guten Treibern, erstklassig verarbeitet, für 1.400 das Paar. Für eine 804 Diamond zahlst du 7.000. Zieh für die Vergleichbarkeit 2.000 ab für den Diamant-HT, und du bist bei 5.000 vs 1.400.


Also bei meinen B+W LAutsprechern aus der CM Serie stand Made in China drauf.
Don_Tomaso
Inventar
#10 erstellt: 14. Mrz 2013, 14:32

paul1 (Beitrag #9) schrieb:

Beispiel B&W: Die teuren Serien, CM und 8xx, werden in England gefertigt. Die "billigen" 6xx in China. So bekomme ich Boxen mit richtig guten Treibern, erstklassig verarbeitet, für 1.400 das Paar. Für eine 804 Diamond zahlst du 7.000. Zieh für die Vergleichbarkeit 2.000 ab für den Diamant-HT, und du bist bei 5.000 vs 1.400.


Also bei meinen B+W LAutsprechern aus der CM Serie stand Made in China drauf.

Ah, ok, dann wird wohl nur die 800er-Serie in England gebaut. War mir neu, merci.
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